Freitag, 21. August 2020

Stasi-Methoden bei Gericht: Schmutzige Deals und Korruption / Teil 2

Westsachsen/Zwickau/Plauen.-
 In unserem ersten Teil stellten wir die Hauptakteure im schmutzigen Zwickauer Justiz-Skandal vor. Am Beispiel eines ahnungslosen Mandanten wurde dann das Geschäftsmodell zum Anwalts- und Gerichtskostenvorschuss erklärt. Heute widmen wir uns einem ganz besonders kriminellen Exemplar von Rechtsanwalt.
Reinhard Schübel, auch bekannt als „Der falsche Doktor aus Plauen“ wollte es unbedingt wissen und verklagte die Westsächsische Zeitung (WSZ). Die Zeitung dürfe nicht behaupten, dass er seinen Doktortitel gekauft hätte. Es folgte der Widerspruch der WSZ und letztlich eine Verhandlung. Zitat aus dem jetzt ergangenen Urteil: „Die einstweilige Verfügung vom 12.3.2020 wird ... aufgehoben. Diesbezüglich wird die Verfügungsklage (des Rechtsanwalts Schübel/A.d.R.) abgewiesen.“
Neben den strafrechtlich relevanten Handlungen aus den im Justiz-Alltag aufgelisteten Beiträgen zur Überklebungsaffäre ist der nun bestätigte Titelmissbrauch des Herr Schübel allerdings nur Teil eines perfiden Plans. Derzeit ist noch offen, ob die WSZ weiter über den Sparkassenskandal schreiben darf. Denn auch hier versuchen Juristen und Politiker sich um jegliche Verantwortung zu drücken. Die WSZ richtete offene Briefe wegen des Verdachts einer kriminellen Vereinigung an alle Richter und Staatsanwälte an beiden Zwickauer Gerichten. Nicht einer hat dem widersprochen. Die Amtsgerichtsdirektorin wehrt sich noch nicht einmal dagegen, dass die Leser offen fordern: „Die Ast gehört in den Knast“.
Den Schaden trägt die Allgemeinheit davon, denn nach all diesen jetzt offenbar gewordenen Verbrechen der Zwickauer Justiz kann kein Bürger mehr auf ein faires Verfahren an einem dieser beiden Gerichte (Amts- und Landgericht) vertrauen. Rechtskraft und Rechtssicherheit wurden zerstört, die Täter schweigen und agieren weiter. In unsere Redaktion kommen Menschen, die verzweifelt sind. Denen alles genommen wurde, als sie in die Mühlen der Zwickauer Justiz gerieten. Meist völlig ahnungslos und hilfesuchend sitzen sie zuerst bei einem Rechtsanwalt, der ihnen natürlich das Blaue vom Himmel verspricht. Dann dealt man mit der Gegenseite und schröpft die Mandantschaft bis nichts mehr übrig ist. Richter und Staatsanwälte unterstützen dies nach Kräften (wir berichteten mehrmals).
Nochmals zur Erinnerung: Nicht ein einziger der angeschriebenen Juristen hat dem Vorwurf der Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung bisher widersprochen!

Kommentar: WSZ
Foto: Screenshot HP Schübel

Folgende Institutionen sind für Beschwerden aus der Bevölkerung zuständig:
Sächsisches Justizministerium, Telefon: 0351 5640 oder 0351 56415004
Rechtsanwaltskammer Sachsen, Telefon: 0351 318590