Donnerstag, 10. September 2020

„Widerruf und Gegendarstellung“

Wegen der Androhung von Erzwingungshaft gegen einen unserer Journalisten sehen wir uns genötigt, die folgende Gegendarstellung zu veröffentlichen. Den Informations- und Wahrheitsgehalt können wir weder beurteilen noch beeinflussen. Der folgende Artikel spiegelt die Meinung der Chemnitzer Anwaltskanzlei „BAYH & FINGERLE“ wider. Auch Rechtschreib- bzw. Grammatikfehler wurden 1:1 übernommen. Hier nun der Text:

„In dem Online Artikel vom 2. Juni 2020 haben wir unter der Überschrift ,Dubiose Geschäfte: Sparkasse Chemnitz und Zwickau in der Kritik' behauptet, es würde in Chemnitz in Zwangsversteigerungsverfahren regelmäßig zu Absprachen zwischen den beteiligten Juristen, den aufsichtsführenden Gremien der Sparkassen sowie deren Geschäftsführung kommen, die sich zum Nachteil der eigenen Kunden und, wegen des gemeinschaftlichen Handelns im Schulterschluss mit der Justiz, auch zum Schaden der Allgemeinheit auswirken. Hierzu stellen wir fest: Diese Behauptung lässt sich nicht mit Tatsachen belegen und ist daher unwahr.
Weiter haben wir im selbigen Online-Artikel vom 2. Juni 2020 behauptet, Konten des Herrn Enrico Werner seien durch die Sparkasse Chemnitz von einem Tag auf den anderen mit der Begründung gekündigt worden, diese würden nicht mehr benötigt und ein laufender Kontokorrentkredit über eine Restsumme i.H.v. 11.000 Euro sei seitens der Sparkasse sofort fällig gestellt worden, obwohl dieser immer pünktlich bedient wurde. Hierzu stellen wir fest: Diese Behauptungen im Fall des ehemaligen Kunden Enrico Werner sind unwahr. Aufgrund damaliger Kontopfändungen gegen Herrn Werner wurden die Geschäfts- und Privatkonten gesperrt. Der noch laufende Kontokorrentkredit wurde wegen anhaltender Zahlungsverzögerungen vertragsmäßig außerordentlich gekündigt. Eine Zahlung der sodann fällig gewordenen Restsumme in Höhe von 11.760,39 EUR erfolgte seitens des Herrn Werner nicht, woraufhin Zwangsvollstreckungsmaßnahmen eingeleitet worden sind. Auf Basis einer bestehenden Grundschuld mit entsprechender Zweckerklärung wurde die Zwangsversteigerung des Einfamilienhauses von Herrn Werner beantragt. Ein Antrag auf Einstellung der Zwangsvollstreckung der Herrn Werner zur Abwendung der Zwangsversteigerung wurde im Beschwerdeverfahren letztinstanzlich durch das Landgericht Chemnitz zurückgewiesen. Herr Werner hatte sowohl im Vorfeld als auch während des Zwangsvollstreckungsverfahrens ausreichend Gelegenheit erhalten, seine wirtschaftlichen Verhältnisse mit der Sparkasse Chemnitz zu erörtern und Lösungen zu finden, die drohende Zwangsversteigerung abzuwenden.
Weiter haben wir im selbigen Online-Artikel vom 2. Juni 2020 behauptet, den erkennenden Richter im Beschwerdeverfahren namens Dr. Reinhard gebe es nicht am zuständigen Landgericht Chemnitz. Hierzu stellen wir fest: Diese Behauptung ist insoweit unwahr, als sie suggeriert, zum Zeitpunkt der Entscheidung über die Beschwerde des Herrn Werner gegen die ablehnende Entscheidung des Amtsgerichts im November 2019 sei Herr Dr. Reinhard nach dem Geschäftsverteilungsplan des Landgerichts Chemnitz nicht der zuständige Richter am Landgericht im betreffenden Verfahren gewesen. Ausweislich der Geschäftsverteilungspläne des Landgerichts Chemnitz aus den Jahren 2019 und 01/2020 war Herr Dr. Reinhard bis zum 31.3.2020 als Richter der 3. Zivilkammer (Beschwerdekammer) dem Landgericht Chemnitz zugewiesen.“
Ende des Zitats.