Samstag, 30. Januar 2021

Keine Obduktion: Todesursache wahrscheinlich Corona?

Westsachsen/Zwickau.- In der Stadtratssitzung am Donnerstag bemühte sich die zuständige Baubürgermeisterin Kathrin Köhler (CDU) redlich, die aufgeworfenen Fragen bezüglich der behaupteten Überbelastung des Zwickauer Krematoriums zu beantworten (WSZ berichtete). Während seit Mitte Januar die meisten Zahlen auf der Seite www.zwickau.de nachzulesen sind, sucht man nach der alles entscheidenden Antwort auf die Frage: „Wie viele der in der Zeit vom 20.12.2020 bis zum 10.01.2021 Verstorbenen sind nachweislich an (nicht mit) Corona verstorben?“ vergebens. Köhler musste zugeben, dies nicht zu wissen. Auf Anfrage des parteilosen Stadtrats Sven Georgi, ob die vermutlich an Corona Verstorbenen einer gründlichen Obduktion unterzogen werden, um andere Todesursachen auszuschließen, verwies Köhler auf die Zuständigkeit des Gesundheitsamtes. Die Stadtverwaltung könne dies nicht beantworten.
Die Westsächsische Zeitung fragte bereits am 13. Januar beim Gesundheitsamt nach. Dort sieht man die Prioritäten offensichtlich an anderer Stelle. Zum Beispiel beim Alkoholverbot im Freien. Die tatsächlichen Todesursachen scheinen dem Landratsamt hingegen nicht so wichtig zu sein. Ob jemand am Grippevirus oder einem Messer im Bauch verstirbt - wen interessiert's?

Foto: TV Westsachsen