Sonntag, 17. Januar 2021

Politiker im Portrait: Wolfgang Wetzel MdB (Grüne)

Westsachsen/Zwickau/Berlin.- In unserer Reihe „Politiker im Portrait“ hinterfragen wir heute die Tätigkeit des Zwickauer Grünen-Abgeordneten, Wolfgang Wetzel (Foto aus Facebook, rechts), im Deutschen Bundestag. Dabei geht es in erster Linie darum, wie der Politiker die Interessen der Zwickauer Bürger im Bundestag vertritt. Dazu haben wir einen Fragenkatalog zusammengestellt und dem Bundestagsabgeordneten zugestellt. Das Interview folgt zum Ende des Artikels.
Wolfgang Wetzel wurde 1968 in Schlema geboren. Nach zehn Jahren an der POS lies er sich zum Krankenpfleger ausbilden und ging dann zum Zivildienst der NVA. Eigenen Angaben zufolge bekam er 1993 eine Anerkennung als „Benachteiligter des SED-Regimes“. Seit 1998 war er Leiter der Alkohol- und Drogenberatungsstelle in der Zwickauer Caritas. Am 21.10.2020 kam er für den ausgeschiedenen Stephan Kühn aus Dresden als Nachrücker in den Deutschen Bundestag. Wolfgang Wetzel legt großen Wert darauf, seinen Gesprächspartnern immer wieder mitzuteilen, dass er mit einem Mann verheiratet ist. Welche Qualifikation damit verbunden sein soll, erklärt er nicht.
Dafür gibt es in den sozialen Medien allerhand Aufschlussreiches über seinen Charakter zu lesen. Bei Facebook schreibt er beispielsweise: „Die ,Westsächsische Zeitung' ist ein Zwickauer Meinungsmedium des extremrechten Milieus und der Autor des Textes ist (Name), ein in Zwickau und darüber hinaus bekannter Neonazi.“ Eine ungeheuerliche Behauptung. Als Antwort bekam er von einer Zwickauer Leserin, die offensichtlich näher mit ihm bekannt ist: „Der einzige Nazi hier bist Du, Wolfgang ... Du siehst überall Nazis, wer nicht Deiner Meinung ist“. Auf diesem Niveau findet die gesamte Diskussion unter einem Artikel der Westsächsischen Zeitung vom 5. Januar mit dem Titel: „Nachrecherchiert: Überbelastung im Bestattungswesen offenbar erfunden“ statt. Inzwischen wurden vom Grünen-Politiker alle kritischen Äußerungen vom Diskussionsstrang gelöscht. So geht man also in Machtpositionen mit der Meinung anders denkender Menschen um.
Zum angekündigten Interview kommt es hier leider nicht. Der Zwickauer Grünen-Bundestagsabgeordnete Wolfgang Wetzel verweigert uns die Auskunft.