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04 Februar 2026

Neue Ausstellung: Bad Elster im Gespräch der Farben

Westsachsen/Bad Elster.- Am vergangenen Sonntag, den 1. Februar wurde mit einer feierlichen Vernissage im Zuge der 23. Chursächsischen Winterträume die neue Ausstellung »Im Gespräch der Farben« als Hommage an Gotthard Graubner in Kooperation des Gymnasium Markneukirchen und der Fakultät für Angewandte Kunst Schneeberg in der KunstWandelhalle Bad Elster eröffnet.
In dieser neuen Ausstellung setzen sich Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Markneukirchen sowie Studierende der Fakultät Angewandte Kunst Schneeberg der Westsächsischen Hochschule Zwickau kreativ mit dem Werk und der Persönlichkeit des gebürtigen Erlbachers Gotthard Graubner auseinander. Mit ihren adaptiven Arbeiten und vielfältigen Interpretationen nähern sie sich dem Schaffen des berühmten Künstlers auf individuelle Weise – und zollen ihm damit eine besondere Würdigung. Bei der Entstehung der Ausstellung spielten auch künstlerische Vorbilder Graubners wie Tizian, El Greco, Claude Monet und William Turner eine Rolle, welche die Schülerinnen und Schüler zu eigenständigen Bildlösungen inspirierten. Außerdem beflügelten Zitate Graubners die Fantasie der Jugendlichen und ließen märchenhafte Szenerien entstehen. „In der insgesamt sehr kreativen künstlerischen Auseinandersetzung spielten neben der Farbe als zentralem Thema auch andere Aspekte wie Licht und Schatten, Stofflichkeit bzw. Raum eine wichtige Rolle“ erklärt Kunstlehrerin und Mitorganisatorin Michaela Popp vom Gymnasium Markneukirchen und führt aus: „Darüber hinaus beschäftigten sich die Jugendlichen mit Themen, bei denen sich eine Verbindung zum vogtländischen Geburtsort herstellen lässt. Graubners Nebelräume und seine Darstellungen blattloser Bäume waren hier zum Beispiel eine wichtige Anregung.“ Damit ist diese Ausstellung nicht nur ein wirklich kreativer Farbpunkt des Winterkulturfestivals in Bad Elster, sondern auch ein lebendiges Beispiel für generationsverbindendes Bewusstsein im Sinne regionaler Kunstgeschichte.
Gotthard Graubner (1930–2013) zählt zu den bedeutendsten deutschen Malern der Nachkriegszeit. Geboren in Erlbach im Vogtland, entwickelte er ein einzigartiges Werk, das die Farbe selbst zum zentralen Thema machte. Mit seinen sogenannten „Farbraumkörpern“ prägte er die Malerei entscheidend – jenseits von Abbild und Narration. Seine Arbeiten wurden international ausgestellt und sind in bedeutenden Sammlungen vertreten, u. a. in der Nationalgalerie Berlin oder dem Museum Kunstpalast Düsseldorf. Diese wirklich beeindruckende Hommage-Ausstellung kann nun noch bis zum 19. April 2026 jeweils von Mittwoch bis Sonntag von 14 bis 17.30 Uhr sowie an den Wochenenden zusätzlich von 9.30 Uhr bis 12 Uhr sowie zu den Veranstaltungen in der KunstWandelhalle Bad Elster inmitten der Königlichen Anlagen besichtigt werden. Der Eintritt ist frei. www.kunstwandelhalle.de