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29 April 2020

Vor grundlegender Umgestaltung: Bahnhofsvorplatz aufgehübscht

Westsachsen/Zwickau.- Im Zusammenhang mit der Landesausstellung 2020 in Zwickau fanden auf dem Bahnhofsvorplatz Maßnahmen zur Aufwertung des Erscheinungsbildes statt. Diese Bauarbeiten zur Verschönerung des Bahnhofsvorplatzes wurden nun abgeschlossen. Die Arbeiten führte das Bauunternehmen Wolf GmbH aus Reinsdorf in Zusammenarbeit mit dem Städtischen Bauhof des Tiefbauamtes durch.
Das vorhandene unebene Pflaster in den Fußgängerüberquerungsstellen wurde auf einer Breite von 4 Metern durch Neumaterial aus Granitkleinpflaster mit geschnittener und gestockter Oberfläche ersetzt. Der desolate Asphalt unmittelbar vor dem Bahnhofsgebäude wurde ausgebaut und durch eine bituminöse Trag- und Deckschicht ersetzt, die Fußgängerüberquerungsstelle in diesem Bereich entsprechend markiert und beschildert. Durch das Aufstellen eines neuen Lichtmastes mit LED Beleuchtung wird nun der Fußgängerüberweg besser ausgeleuchtet.
Die Haltestellen der Linie 10 konnten durch den Einbau von Spezialborden auf einer Länge von jeweils 8 Metern barrierefrei ausgebildet werden und erhielten darüber hinaus ebenfalls einen neuen Asphaltbelag. Zudem wird kurz vor Eröffnung der Ausstellung an der Haltestelle das Logo der Landesschau auf dem Boden markiert, damit für Besucher sofort ersichtlich ist, wo der Bus zur Ausstellung abfährt. Im Bereich der Mittelinsel wurden drei Fahnenmasten aufgestellt. Die Flaggen werden das Landeswappen Sachsen, Zwickauer Stadtwappen und das Logo der Landesschau tragen.
Das Garten- und Friedhofsamt hat im Rahmen der Aufwertungsmaßnahmen neue Bänke, Abfallbehälter und mobile Pflanzbehälter auf dem Bahnhofsvorplatz aufgestellt. Die ausgewählten Bankmodelle haben sich in den letzten Jahrzehnten in der Innenstadt bewährt und können später auch umgesetzt werden. Bei den mobilen Pflanzbehältern handelt es sich um sieben große, sechseckige Plantener aus Beton und drei Pflanzpyramiden aus Edelstahl. Die Pflanzpyramiden werden mit einer fertigen Sommerbepflanzung ab Ende Mai aufgestellt. Bereits seit etwa zehn Jahren verschönern diese „Blütenberge“ die Ringgrünpromenade vor dem Schloss Osterstein am Eingang zum Schlossgrabenweg. Der LED-Screen soll in der 20. Kalenderwoche aufgestellt werden, die Fundamentarbeiten erfolgten bereits.
Weil in den nächsten Jahren eine grundlegende Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes erfolgen soll, war es das Ziel, dass fast ausschließlich wiederverwendbare Materialien eingesetzt werden. Dazu gehören neben den Ausstattungsgegenständen auch das eingebaute Granitpflaster, Breitborde und der Beleuchtungsmast. Der Anteil für diese Materialien beträgt nahezu 50 % der Gesamtaufwendungen. Mit ca. 140.000 Euro Gesamtkosten wurde das zur Verfügung stehende Budget von 150.000 Euro eingehalten.

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

Werdauer Wasserspiele ab sofort im Sommerbetrieb


Westsachsen/Werdau.- Die beiden Brunnenanlagen der Stadt Werdau – auf dem Markt und der Webergasse – sind ab sofort wieder im Sommermodus. Thomas Meyer vom städtischen Bauhof hatte sie in den vergangenen Wochen der jährlichen Wartung unterzogen, gereinigt und kleinere Reparaturen durchgeführt. Seit dieser Woche sprudeln sowohl der Marktbrunnen im Schatten des Rathauses als auch der Eulenspiegelbrunnen wieder vor sich hin und sind beliebter Rastplatz für Spaziergänger.

Auf dem Foto ist Thomas Meyer vom Bauhof Werdau zu sehen. Er hat in diesen Tagen die Brunnen der Stadt, hier der Eulenspiegelbrunnen, wieder in Betrieb genommen.

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Werdau

28 April 2020

Jetzt auch in Zwickau: Bunte Steine gegen trübe Gedanken

Westsachsen/Zwickau.- „Jegliches hat seine Zeit. Steine sammeln, Steine zerstreu´n.“ Was die Puhdys 1973 in ihrem Lied „Wenn ein Mensch lebt“ besungen haben, bewegt aktuell in vielen kleineren und größeren Orten Deutschlands die Gemüter - auch in Sachsen. Von Grimma über Leipzig und Dresden bis Zittau oder Limbach - überall tauch(t)en in den letzten Wochen Ansammlungen kleiner bunter Steine auf: Steine gegen die Corona-Panik. Bemalte und/oder beschriebene Kiesel, Tonscherben und Steinstückchen zieren Wege, Parks und Brücken und laden zum Innehalten, Staunen und Freuen ein. Die kleinen Schmuckstücke sollen über die schwierige Zeit der Einschränkungen durch die Regierung hinweghelfen und möchten ein Zeichen für ein Miteinander, für Zusammenhalt, Hoffnung und Gemeinschaft setzen.
Bunte Steine gegen trübe Gedanken - eine kreative Aktion, zu der nun auch Zwickauer Kinder, Familien, Künstlerinnen, Künstler und anderweitig Malfreudige aufgerufen sind.
Viele kennen das Bemalen von Steinen sicher noch von Aktionen zum Kindertag oder im Rahmen von Zwikkifaxx – Angebote die immer guten Zuspruch fanden. Und genau solche farbenfrohen, lustigen und/oder originell gestalteten Steine sind jetzt erwünscht. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Wo findet man Steine? Überall: am Wegesrand, beim Spazieren gehen, im Garten oder an Flüssen und Teichen. Ist der Stein fertig bemalt, kann dieser zum Beispiel um das Bäumchen vor der Integrationsberatungsstelle, Hauptstraße 56 abgelegt werden. Damit wäre dann auch in Zwickau ein Anfang gemacht, um das Zusammenleben aktuell etwas bunter zu gestalten und für eine kleine Freude beim Spazieren gehen zu sorgen.
Wer (wirklich) keinen Stein findet, kann sich gern einen im Büro der Gleichstellungs-, Ausländer- und Integrationsbeauftragten im Rathaus, Hauptmarkt 1 abholen. Es wird um telefonische Vorabsprache unter 0375 831834 gebeten.

Quelle und Fotos: Stadtverwaltung Zwickau

27 April 2020

Gefährliches Kraut: Riesenbärenklau wird entfernt

Westsachsen/Zwickau.- Heute startete die flächenhafte Bekämpfung der im Stadtgebiet vorkommenden Riesenbärenklau-Bestände, um eine weitere Ausbreitung dieser giftigen Pflanze zu vermindern. Erste Einsatzorte in diesem Jahr sind die Gewerbegebiete nördlich und südlich der Reichenbacher Straße. Hier befinden sich die weitaus größten Bestände. Weitere Vorkommen sind auch wieder in Marienthal, Auerbach, Schneppendorf, Planitz und Oberrothenbach zu finden.
Zurzeit beginnen die Pflanzen mit der Blütenbildung. Besonders wichtig ist das Entfernen dieser Blüten, um die Reproduktion zu verhindern. Die Blüten werden gesammelt und in einer Kompostieranlage thermisch behandelt, um die Keimfähigkeit der Samen dauerhaft zu zerstören.
An Standorten mit Massenbeständen erfolgt bei Vorliegen bestimmter Randbedingungen auch der Einsatz eines chemischen Bekämpfungsmittels. Das eingesetzte Mittel namens „Ranger“ gehört nicht zur Wirkstoffgruppe der Glyphosate und ist vom Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie zur Bekämpfung des Riesen-Bärenklau zugelassen. In diesem Zusammenhang werden auch wieder alle Grundstückseigentümer und -nutzer zur Bekämpfung dieser Pflanze aufgerufen!
Bei den Bekämpfungsmaßnahmen ist zu beachten, dass unbedingt Schutzkleidung (Handschuhe, Schutzbrille, langärmelige Kleidung) zu tragen ist und - wenn möglich - bei bedecktem Himmel gearbeitet wird, um Hautschäden durch den Pflanzensaft vorzubeugen. Pflanzensaftspritzer auf der Haut müssen sofort mit reichlich Wasser abgewaschen werden.
Beim Vorkommen einzelner oder weniger Pflanzen können deren Blütenstände, in einem Plastiksack verpackt mit dem Restmüll entsorgt werden. Die übrigen Pflanzenteile sind kompostierbar. Das Ausstechen der Wurzel ist wegen deren Pfahlform mühsam. Um die Pflanze dauerhaft abzutöten, sollte der Pflanzenspross etwa 10 bis 15 cm unter der Erdoberfläche durchtrennt werden.
Bei größeren Mengen anfallender Blüten besteht die Möglichkeit der Anlieferung zur fachgerechten Entsorgung auf dem Betriebshof des Garten- und Friedhofsamtes in der Pöhlauer Straße 53b. Es wird um Anmeldung unter Telefon  0375 212629 gebeten! Sollten größere Bestände festgestellt werden, wird gebeten, diese unter Telefon 0375 836631 zu melden.
Darüber hinaus ist dafür Sorge zu tragen, dass im Umfeld der Bestände keine Kinder spielen bzw. Umgang mit Teilen der Pflanzen haben, um Gesundheitsschäden zu vermeiden. Es wird ebenso davor gewarnt, diese Pflanzen bewusst als Gartenzierpflanzen einzusetzen bzw. zu erwerben!
Die Mitarbeiter des Tiefbauamtes und des Garten- und Friedhofsamtes bedanken sich jetzt schon für die Unterstützung!

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

24 April 2020

Jens Heinz ist neuer Geschäftsführer für die Volkssolidarität

Westsachsen/Werdau.- Zum 1. Juli 2020 übernimmt Jens Heinz die Geschäftsführung des Volkssolidarität Kreisverbandes Zwickauer Land e.V. Der 48-Jährige aus Lichtentanne ist seit 2013 ehrenamtlicher Vorsitzender des Vereins.
„Wir freuen uns, dass wir Jens Heinz als Geschäftsführer unseres Verbands vertraglich binden konnten. Die Nähe und Verbundenheit zu unserem Verein sind offensichtlich. Seit 2013 lenkt Herr Heinz unseren Verein als Vorsitzender des Vorstandes im Ehrenamt. Nun können wir die erworbenen Kompetenzen seiner beruflichen Vita noch direkter für unseren Verein abrufen“, erläutert Steffie Wagner-Markert, stellvertretende Vorstandsvorsitzende. „Die Neubesetzung wurde notwendig, nachdem Herr Gruna, mit Blick auf die zurückliegende Gesamtentwicklung des Vereins und in Abgleich mit dem zukünftigen Anforderungsprofil der Geschäftsführung, selbst aktiv und einvernehmlich mit uns den Weg der Auflösung gewählt hatte.“
Jens Heinz war viele Jahre als Bereichsleiter in der gesetzlichen Krankenkasse tätig, später Geschäftsführer im Familienunternehmen und zuletzt Bereichsleiter Marketing und Vertrieb in einem mittelständischen Unternehmen. Für die Volkssolidarität agierte er bis Ende 2019 auch als Teil des Bundesvorstands sowie aktuell als Mitglied des Landesvorstands Sachsen.
Steffie Wagner-Markert: „Die Volkssolidarität im Zwickauer Land besteht aus einem großen Team mit engagierten und kompetenten Mitarbeitenden und Mitgliedern. Gemeinsam mit allen Akteuren und dem neuen Geschäftsführer wollen wir unseren Kreisverband dynamisch weiterentwickeln und aktiv stärken.“

Foto: privat

22 April 2020

Auch das noch: Entwicklung der Kober muss warten

Westsachsen/Werdau.- Eigentlich sollte sich am Freitag, den 24. April eine Fachjury aus Landschaftsarchitekten und Stadtverwaltung in Werdau treffen. Auf dem Plan stand die Auswertung eines groß angelegten Studentenwettbewerbes, den der Bund Deutscher Landschaftsarchitekten e.V. (bdla) mit Unterstützung der Westsächsischen Stadt ins Leben gerufen hatte. Doch aufgrund der aktuellen gesundheitspolitischen Lage wurde entschieden, die Sitzung vorerst auszusetzen und zu einem späteren Zeitpunkt nachzuholen.
„Dank der engagierten Mitarbeit der Studierenden haben uns zum Abgabetermin 23 Arbeiten erreicht, die die Vorprüfung durchlaufen haben. Absehbar wäre es also ein intensiver Beratungstag in nicht ganz kleiner Runde geworden - und in der voraussehbaren Enge vor den einzelnen Wettbewerbsbeiträgen ein Einhalten der gewünschten und begründeten Mindestabstände kaum einzuhalten“, erklärte Organisator Christoph Hein aus Dresden.
Mitte Oktober war in Werdau der Startschuss für den Wettbewerb gefallen. Dutzende Studenten der Fachrichtung Landschaftsarchitektur der TU Dresden, der Hochschule Anhalt in Bernburg (FH) und der Fachhochschule Erfurt informierten sich über die Ausgangslage im Naherholungsgebiet an der Koberbachtalsperre in Werdau. Ziel des Projektes war die Erarbeitung von Lösungsansätzen, wie die touristische Infrastruktur rund um Strandbad, Campingplätze und ehemalige Bungalow-Siedlung in Zukunft entwickelt werden könnte.

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Werdau

21 April 2020

Lodernder Unterstand: Brand im Werdauer Ortsteil Leubnitz

Westsachsen/Werdau.- Am Montag Nachmittag heulten die Sirenen in Leubnitz, Werdau und Steinpleis. Grund war der Brand eines größeren Unterstandes mit darin gelagertem Brennholz in der Leubnitzer Schulstraße. Dieser wurde durch die relativ starken Winde zusätzlich angefacht.
Die ersteintreffende Ortsfeuerwehr Leubnitz nahm ausgerüstet mit Atemschutzgeräten und C-Strahlrohr die Brandbekämpfung auf.
Verstärkung erhielten sie von den Kameraden aus Werdau und Steinpleis, welche über einen zweiten Angriffsweg die Brandbekämpfung unterstützten und eine stabile Wasserversorgung aufbauten. Knapp 20 Minuten nach Alarmierung war das Feuer unter Kontrolle. Die Suche nach Glutnestern und die Nachlöscharbeiten zogen sich noch eine Weile hin. Im Einsatz waren 37 Kameraden mit 10 Fahrzeugen, der diensthabende Kreisbrandmeister, der Rettungsdienst und die Polizei.
Zur Absicherung der Einsatzstelle musste die Schulstraße komplett gesperrt werden, was zu erheblichen Behinderungen im Anwohnerverkehr führte.


Foto: Gemeindefeuerwehr Werdau

Wasser Marsch! Berufsfeuerwehr erhält zwei neue Löschfahrzeuge

Westsachsen/Zwickau.- Am Montag, dem 20. April, stellte die Feuerwehr der Stadt Zwickau zwei neue Hilfeleistungslöschfahrzeuge (HLF 20) in Dienst. Diese ersetzen zwei Löschfahrzeuge im Fuhrpark der Berufsfeuerwehr. In jedem neuen HLF 20 ist ein Löschwasserbehälter mit einem Fassungsvermögen von 2.000 Litern, eine Schaumzumischanlage und eine Seilwinde verbaut. Die technische Beladung ermöglicht sowohl die Brandbekämpfung als auch die technische Hilfeleistung, zum Beispiel bei Verkehrsunfällen. Die Gesamtkosten pro Fahrzeug liegen bei 505.000 Euro. Darin enthalten ist die Förderung durch den Freistaat Sachsen mit 182.000 Euro.
Für die „alten“ Löschfahrzeuge, die beide 2005 in Dienst genommen worden waren, ist aber noch nicht Schluss. Ein Fahrzeug wird künftig von der Freiwilligen Feuerwehr Auerbach genutzt, das zweite verbleibt als Reservefahrzeug in der Berufsfeuerwehr.

Quelle und Fotos: Stadtverwaltung Zwickau

20 April 2020

Briefe gegen den Corona-Frust: Senioren müssen Geduld haben

Westsachsen/Zwickau.- Mit dem sogenannten Coronavirus hat sich das öffentliche Leben weltweit stark verändert: Geschlossene Läden, öffentliche Plätze, Parks und Spielplätze im Dornröschenschlaf, Menschen auf Distanz. Hinzu kommen Besuchsverbote und Quarantäne, die dazu führen, dass sich Menschen von der Gesellschaft ausgeschlossen fühlen. Von der Krisen-Situation und den massiven Einschränkungen besonders betroffen sind derzeit vor allem die vielen älteren Menschen in ihrem zu Hause oder in den Senioren- und Seniorenpflegeheimen. Diese sind durch die ausbleibenden Besuche ihrer Lieben sehr belastet. Zudem gehören sie einer Generation an, die weder mit sozialen Netzwerken, wie WhatsApp, Facebook, Instagram und Co., aufgewachsen ist, noch diese regelmäßig nutzt, um auf derart Kontakt zu ihren Lieben ausweichen und diese Zeit so gut es geht überbrücken zu können.
Inspiriert vom Wunsch, gerade diesen Menschen ein Gefühl von Gemeinschaft zu schenken, entstand Anfang April das Projekt „Brief an eine/n Unbekannte/n“. Die Idee dazu hatte das Team um die Gleichstellungs-, Ausländer-, Integrations- und Frauenbeauftragten der Stadt Zwickau. Aufgerufen wurden all jene, die gern schreiben, basteln und zeichnen, um älteren Menschen in Isolation mit ihrem ganz persönlichen Brief, ihrer Geschichte oder einem Bild zu sagen: Wir denken an euch!
Erlaubt war alles Positive, Erfreuliche und Kraft spendende. Der Kreativität jedes Einzelnen wurden keine Grenzen gesetzt. Die Reaktionen auf den Aufruf über Facebook, waren durchweg begeistert und motiviert: „Eine wunderbare Idee. Post kommt!“, „Toll, wir schicken was!“, „Finde ich super“ … Binnen weniger Tage gingen rund 100 liebevolle Sendungen ein: handgeschriebene Briefe und Postkarten, Gedichte, lustige Kurzgeschichten, tolle Kinderzeichnungen bis hin zu professionellen Aquarellen und kleinen Kunstwerken, aber auch Gebasteltes, Glaubensnachrichten und aktuelle Stadt-Fotos. Zu den Absendern gehörten neben unzähligen Privaten auch Kinder und Erzieher aus der Kita-Notbetreuung und der frühere Direktor des Puppentheaters, Heinrich Schulze. Somit konnten bereits vor Ostern in zwei ersten Zwickauer Pflegeheimen Sturm geklingelt und den Heimbewohnern je ein großer „Sack“ mit Post übergeben werden. Eingegangen sind aber auch liebevolle und dankbare Sendungen an die Pflegekräfte und Kita-Erzieherinnen in Notbetreuung, die am Gründonnerstag ebenso die Besitzer wechselten.
Nun gibt es bereits eine erste Rückmeldung aus dem Haus Schlobigpark. „Die Bewohner haben sich sehr über die liebevoll gestalteten Briefe gefreut! Nochmals vielen, vielen herzlichen Dank!“, schrieb eine Ergotherapeutin des Hauses. Wahrlich überrascht, zum Teil zu Tränen gerührt und äußerst dankbar wurden die vielen lieben Sendungen - teils auch mehrfach – (vor-)gelesen, angeschaut, weitergereicht und ausgetauscht. Sie spendeten allen Empfängern Kraft, Zuversicht und so manch kleinen Schmunzel-Moment.
Auch wenn sich die Ausgangseinschränkungen ab heute etwas lockern, gilt das Besuchsverbot in den Senioren- und Pflegeheimen auch weiterhin. Ein Grund mehr, die Aktion „Brief an eine/n Unbekannte/n“ fortzuführen, um auch in anderen Zwickauer Senioren- und Pflegeheimen und über die häuslichen Pflegedienste Freude und ein Gefühl von Gemeinschaft zu schenken. Etliche neue Briefe sind bereits schon wieder eingegangen und werden morgen Nachmittag (Di., 21. April, ca. 16 Uhr) an das Seniorenheim „Haus Muldenblick“ in der Talstraße übergeben.
Zum Mitmachen aufgerufen sind auch weiterhin alle, die gern schreiben, zeichnen und basteln. Gern kann das ganz anonym passieren. Wer möchte, kann seine Post aber auch mit einer Kontaktadresse oder Telefonnummer versehen, sodass – jetzt oder später - über den Gruß eine neue Verbindung entstehen kann.
Die Sendungen können gern persönlich, auf dem Postweg oder per E-Mail bei der Gleichstellungs-, Ausländer-, Integrations- und Frauenbeauftragte abgegeben bzw. gesendet werden. Hier wird alles gesammelt und die Weitergabe organisiert. Sicher ist: Jede einzelne Zuschrift, jedes gemalte Bild, jeder liebe Gruß erreicht in jedem Fall einen Menschen, der dies gerade jetzt dringend braucht!
Abgabemöglichkeiten:
   persönliche Abgabe: Briefkasten am Rathaus, Hauptmarkt 1
   per Post: Stadtverwaltung Zwickau, Gleichstellungs-, Ausländer-; Integrations-und Frauenbeauftragte, Hauptmarkt 1, 08056 Zwickau
   per E-Mail: ulrike.lehmann@zwickau.de, isabell.kuehnreich@zwickau.de, franziska.rauscher@zwickau.de

Quelle und Fotos: Stadtverwaltung Zwickau

17 April 2020

Digitale Eiersuche: Stadtmotive erfreuen sich großer Beliebtheit

Westsachsen/Werdau.- Die digitale Ostereiersuche, zu der Werdaus Oberbürgermeister Sören Kristensen an den zurückliegenden Feiertagen aufgerufen hatte, war ein voller Erfolg. Über insgesamt 28.625 Aufrufe durften sich die Verantwortlichen der städtischen Facebookseite freuen.
Es wurden 22 Fotos verschiedener Stadtmotive, jeweils mit einem kleinen bunten Ei versehen, am Ostersonntag und Ostermontag veröffentlicht. Das schnellste Auffinden von der Publikation bis zur korrekten Antwort dauerte gerademal 30 Sekunden. Ein Sonderpreis wurde für den originellsten Kommentar ausgelobt. Insgesamt 23 Teilnehmer an der digitalen Ostereiersuche dürfen sich nun über je einen der aktuellen Werdau-Bildbände freuen, die Ende vergangenen Jahres von der Werdauer Agentur Werbung + Druck Dahmen verlegt wurden. Die Bücher gehen nun in den Versand.

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Werdau

Erweiterte Bahnhofsvorstadt: Baumaßnahmen gehen voran

Westsachsen/Zwickau.- Im Fördergebiet „Erweiterte Bahnhofsvorstadt“, welches mit rund 9 Mio. Euro aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) gefördert wird, ist weiterer Baufortschritt zu sehen. Nachdem bereits erste Maßnahmen, wie u. a. die Förderung des Radverkehrs mit der Querungshilfe über die Reichenbacher Straße und den Radwegestrecken innerhalb des Schwanenteichparks, fertiggestellt wurden, geht es auch bei anderen Baumaßnahmen gut voran.
Im Juni soll der Schwanenbrunnen (Foto) wieder sprudeln. Er gehört zum denkmalgeschützten Schwanenteichpark und ist ein gut besuchter Aufenthaltsort im Fördergebiet.
Auf der 2.200 Quadratmeter großen Bearbeitungsfläche stehen nur noch Restarbeiten aus, die witterungsbedingt noch nicht ausgeführt werden konnten. Sobald die Temperaturen auch nachts konstant über 5 Grad liegen, wird die Brunnenabdichtung komplettiert und der Wegebelag aus wassergebundener Wegedecke final fertiggestellt. Danach heißt es „Wasser marsch!“ und kann die Parkanlage wieder für alle zur Nutzung freigegeben werden.
Freizeit- und Spielfläche Areal Bachstraße
Auch bei der Freizeit- und Spielfläche am Areal Bachstraße hat sich in den letzten Monaten viel getan. Die 5.700 Quadratmeter große Fläche wurde komplett entsiegelt und freigelegt, neu modelliert und Wegeverbindungen und Plätze neu angelegt.
Derzeit werden im Rahmen der Frühjahrspflanzungen die ersten Bäume und Sträucher angepflanzt und dem Rasen Zeit zum Anwachsen gegeben.
Ab Mai beginnt der Bau des Spielplatzes, der aus einem großen Spielschiff, Kleinspielgeräten und Ausstattungsgegenständen (z. B. Kletterpalmen) bestehen wird.
Ab Oktober können große und kleine „Landratten“ auf dem 8 Meter langen „Anlegesteg“ die Beine baumeln lassen oder auf einem 12 Meter langen Schiff anheuern.
Schwanenschloss
Auch am Standort des ehemaligen Schwanenschlosses soll es ab Mai mit dem Bau vorangehen. Mit der Vergabe der Bauleistungen im Bau- und Verkehrsausschuss Anfang Mai können die Baufirmen für dieses Projekt gebunden werden.
Zunächst soll das Gelände beräumt und die unterirdischen Kellerräume für die weitere Bearbeitung zurückbaut und verfüllt werden. Zeitgleich wird der Landschaftsbau unterhalb der Freitreppe beginnen, der die Ableitung des Quellwassers mit der Neuverlegung einer Leitung zum Schwanenteich sicherstellen soll.
Nach dem Abschluss der Abbrucharbeiten und dem Verfüllen der Kellerräume wird das Gelände des ehemaligen Schwanenschloss-Standortes in die Parkanlage eingebunden.
Langer Teich
Nach den Fäll- und Schnittarbeiten im Januar erfolgt beim Langen Teich mit der Vergabe der Bauleistungen im Bau- und Verkehrsausschuss Anfang Mai der Startschuss für den zweiten Bauabschnitt - die Teichentschlammung. Zur weiteren Aufwertung des Areals ist außerdem vorgesehen, das Gewässer mit neuen Zu- und Abläufen zu versehen, die Uferbefestigungen teilweise zu erneuern und Pflanzungen vorzunehmen.
Neben diesen werden auch die anderen Maßnahmen des Fördergebietes „Erweiterte Bahnhofsvorstadt“ weiterbearbeitet und umgesetzt (siehe Link). Es ist vorgesehen, die meisten davon noch in diesem Jahr abzuschließen.

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau


Jetzt reicht's: POCO beschwert sich bei Merkel

Bergkamen.- Als „willkürliche Marktverzerrung“ wertet Thomas Stolletz, Geschäftsführer der POCO-Einrichtungsmärkte GmbH, die ersten Schritte zum Ausstieg aus dem Corona-Shutdown. Es ist weder nachzuvollziehen noch zu begründen, warum im Einzelhandel eine Grenze bei 800 Quadratmetern Geschäftsfläche gezogen werden soll.
Der POCO-Geschäftsführer spricht sich in diesem Zusammenhang für eine ganzheitliche Betrachtung aus: Wirtschaft und Gesundheitsschutz dürften nicht gegeneinander ausgespielt werden; alles müsse dafür getan werden, Menschenleben zu schützen und zugleich unsere Lebensgrundlagen bis weit in die Zukunft hinein abzusichern.
Gerade der größerflächige Einzelhandel könne Abstandsregeln hervorragend gewährleisten – besser jedenfalls als jeder kleinflächige Anbieter. Und schon lange sei nicht mehr klar, warum Garten und Heimwerker-Märkte geöffnet bleiben dürfen, Einrichtungsmärkte mit vergleichbaren Sortimenten aber nicht.
Bereits zuvor hatte der POCO-Geschäftsführer in einem Schreiben an Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Bundesregierung gefordert, so schnell wie möglich zur Normalität im Wirtschaftsleben zurückzukehren. Denn er erwartet einschneidende konjunkturelle Folgen durch den Shutdown für das laufende Jahrzehnt und darüber hinaus, sollten im Zuge der Corona-Panik die Restriktionen bestehen bleiben. Daran ändern auch die jetzt beabsichtigten Lockerungen wenig.
Bereits heute sei abzusehen, dass die deutschen Unternehmen die aktuelle Krise nur überstehen können, wenn sie auf Rücklagen oder in der Regel auf Kreditmarktmittel zurückgreifen. „Jeder Schließungstag bedeutet damit eine Hypothek für eine Zukunft, für die wir leider ohnehin mit konjunkturellen Einbußen rechnen müssen. Wir befürchten deshalb mit jedem Schließungstag auch eine nachhaltige und nachteilige Veränderung der Handelslandschaft“, formuliert Thomas Stolletz.
Zunehmend sei zu beobachten, dass auch die Hersteller Schaden nehmen. POCO bezieht einen gewichtigen Anteil der Ware von deutschen Herstellern, den weit überwiegenden Teil aus europäischer Fertigung.
Auch die annähernd 8.500 POCO-Mitarbeiter seien zwar kurzfristig aus Kurzarbeitergeld abgesichert, müssten aber Einschränkungen hinnehmen. „Auch sie sind daran interessiert, ihre existenzielle Situation so schnell wie möglich wieder zu normalisieren“, schreibt Thomas Stolletz.
Auch wenn jedes Handelsunternehmen ein bis zwei Monate überbrücken können sollte, befürchtet POCO, dass jeder weitere wirtschaftliche Stillstand zu einer erheblichen Hypothek für die Zukunft werden dürfte: Öffentliche Hilfsprogramme, Rückgriffe auf die privaten bzw. Unternehmensrücklagen sowie die Aufnahme von Krediten dürften auf Jahre hin die konjunkturelle Entwicklung belasten. Jeder weitere Schließungstag werde dazu beitragen, Unternehmensschließungen auszulösen und die Folgewirkungen der Corona-Panik insgesamt zu verschärfen.

Quelle und Foto: POCO

16 April 2020

Rathaus gekapert: FDJ trotzt dem großdeutschen Notstand

Westsachsen/Zwickau.- Am 7. März demonstrierte die FDJ in Zwickau. Mehrere Aktivisten stürmten das Rathaus und hissten die FDJ-Flagge auf dem Balkon. Laut Aussage der sogenannten „Freien“ Presse hagelte es daraufhin mehrere Anzeigen. Doch was ist daraus geworden? Wir haben beim Zentralkomitee der FDJ sowie bei der Zwickauer Staatsanwaltschaft nachgefragt.
Demnach versuchen die Behörden immer mal wieder, die Jugendorganisation mit mehr oder weniger sinnvollen Anzeigen zu belegen. „Bisher wurden jedoch alle fallen gelassen“, sagt deren Sprecher Jan Haas. Als Begründung gibt er an, dass im Falle einer Verhandlung immer wieder die Rede auf die 2+4-Verträge kommen würde, was nicht im Sinne der Regierenden sei.
Die Zwickauer Staatsanwaltschaft antwortet wie folgt: „Das Verfahren gegen die Anmelderin und Leiterin der Demonstration wurde am 10.03.2020 eingestellt, da kein Straftatbestand erfüllt wurde. So ist der Tatbestand des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen gemäß § 86a Abs.1 Nr.1, Abs.2 StGB durch das Verwenden des Symbols der FDJ nicht erfüllt, weil es sich bei der FDJ der ehemaligen DDR nicht um eine verbotene Organisation handelt. Auch verstieß das Tragen von einheitlichen blauen Anoraks mit dem FDJ-Symbol auf dem rechten Ärmel nicht gegen das Uniformverbot, da es hierdurch nicht zu der vom Sächsischen Versammlungsgesetz vorausgesetzten suggestiv-militant einschüchternden Wirkung für Dritte kam.
Gegen vier Teilnehmer der Demonstration, die den Balkon des Rathauses erklommen bzw. die Leiter hierzu gehalten sowie eine FDJ-Fahne vor dem Rathaus an einem der dort stehenden Fahnenmasten gehisst haben, wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Hausfriedensbruchs eingeleitet. Dieses ist noch nicht abgeschlossen.“
Derweil gehen die Demonstrationen weiter. Neben Zwickau auch in den Städten Rostock, Jena, Weimar und Berlin. Selbst in Buchenwald vor dem Mahnmal am Glockenturm fanden sich Aktivisten ein. „Wir setzen euren Kampf fort! Denn: Nichts und niemand ist vergessen!“, war auf dem mitgebrachten Kranz zu lesen.
In Bezug auf die derzeitige Corona-Panik meint die FDJ, dass die menschliche Gesundheit zu allererst eine gesellschaftliche Frage sei. Ein Virus könne gefährlich sein und einem Staat Höchstleistungen abverlangen. Aber es in den Griff zu bekommen, die Bevölkerung zu schützen und zu immunisieren, sei nicht Sache der Gewehre, sondern die des Eigentums, so eine Sprecherin. Die Bevölkerung einzusperren, zu entrechten und schlussendlich zu enteignen, wäre das Ergebnis des Privateigentums.

Quelle und Fotos: Kampagnenbüro der FDJ

13 April 2020

Corona-Panik: DRK-Wasserwacht auch zu Ostern im Einsatz

Westsachsen/Werdau.- Gleich zu zwei Massen-Tests sind die ehrenamtlichen Kameradinnen und Kameraden der DRK-Wasserwacht Koberbachtalsperre (DRK-Kreisverband Zwickauer Land e.V.) aus Werdau an den Osterfeiertagen ausgerückt. Ein erstes Team war mit insgesamt 11 Helfern am Vormittag des Ostersonntag in der Zeit von 8:00 bis 12:00 Uhr in einer Seniorenresidenz des Landkreises Zwickau im Einsatz. Unterstützt wurden sie vom Ortsverband Werdau. Vor Ort galt es, 62 Mitarbeiter und 104 Bewohner auf den Corona-Virus zu testen. Gut 24 Stunden später erfolgte die nächste Alarmierung durch die Rettungsleitstelle Zwickau. In einer Einrichtung nur wenige Kilometer entfernt wurden bei 52 Beschäftigten und 74 Bewohnern Abstriche genommen. Acht ehrenamtliche Helfer und ein Arzt waren drei Stunden lang im Einsatz. Auch für die nächsten Tage sind durch das Gesundheitsamt bereits mehrere Einsatzorte geplant. Die DRK-Wasserwacht Koberbachtalsperre stellt seit rund zwei Wochen im Auftrag des Rettungszweckverbandes Südwestsachsen täglich einen Sanitäter für ein mobiles Corona-Hausbesuchsteam sowie, bei aktuell wachsendem Bedarf, ein Massentestteam wechselnder Größe, welches ebenfalls im gesamten Landkreis im Einsatz ist. Unterstützung erhält die Ortsgruppe im Bedarfsfall durch den DRK-Ortsverband Werdau und Kameraden der DRK-Wasserwacht Crimmitschau. Sowohl am Ostersonntag als auch Ostermontag waren ehrenamtliche Helferinnen und Helfer des DRK-Kreisverbandes Zwickauer Land im Corona-Einsatz.


Quelle und Foto: Stadtverwaltung Werdau

Zwickauer Justiz: Ein Lumpenhund kommt selten allein

Westsachsen/Zwickau.- Nach der großen Resonanz auf das erste „Lumpenhund-Buch“ über Richter Adolf L. am Amtsgericht Zwickau erscheint nun bald die Fortsetzung. Das Autorenteam ist gerade dabei, die Themen zu sammeln und zu sortieren. Dazu sagt der Herausgeber: „Die Leser erwartet erneut die schonungslose Aufklärung über die Funktionsweise der - in diesem Fall Zwickauer - Justiz.“ Zwar seien die Probleme an einem konkreten beweisbaren Beispiel festgemacht, das Prinzip und die Arbeitsweise an deutschen Gerichten jedoch überall gleich. So gehe man heute davon aus, dass es regelmäßig Absprachen zwischen Richtern, Staats- und Rechtsanwälten gibt, die sich auf Kosten der Allgemeinheit gegenseitig die zuvor vom ahnungslosen Mandanten erpressten (Gerichts-)Kosten zuspielen. Hier eine Leseprobe aus dem bereits erschienenen ersten Buch:
„Verklagen Sie doch ihren Anwalt, denn mit diesem haben Sie einen Vertrag!“. Richter lehnen sich dabei genüsslich zurück und erwarten die nächsten Rechtsstreitigkeiten. Und schon hat der nächste Anwalt „Arbeit“ und Aussicht auf leicht ergaunertes Honorar. Der betrogene verratene Mandant muss einen neuen Anwalt beauftragen, Vorschuss zahlen, Gerichtskosten, die nach dem Streitwert berechnet werden vorfinanzieren und lebt nun nur noch in Angst vor der endgültigen Existenzruinierung. Schlafstörungen sind unvermeidbar.
Eigentlich vergeht einem so gut wie alles. An Stelle von Entspannung und Wohlbehagen treten Verspannungen, Ängste, Wut, Misstrauen Kontrollzwang! Die Juristen reiben sich die Hände, man plant schon den nächsten Urlaub, oder geht golfen und lästert über das dumme Volk, welches abgezockt werden muss, weil es sich halt leicht abzocken lässt.“
Nach jahrelangen Recherchen ist aus heutiger Sicht unstrittig, dass ähnlich gelagerte Fälle tagtäglich an deutschen Gerichten vorkommen. In Zwickau ist es besonders schlimm. Hier hat kein einziger Richter oder Staatsanwalt auf Anfrage bestritten, Teil einer kriminellen Vereinigung zu sein. Rechtsanwälte lassen lieber „einen Mandanten über die Klinge springen“, als gegen einen Kollegen vorzugehen. Selbst dann nicht, wenn es sich um nachgewiesene Straftaten handelt. Als hätte man einen Eid geschworen.
Die zweite Ausgabe trägt den Titel: „Ein Lumpenhund kommt selten allein - das habt Ihr nicht umsonst gemacht!“. Der Erscheinungstermin wird rechtzeitig bekannt gegeben.

07 April 2020

Feuerwehreinsatz: Alarme halten Floriansjünger in Atem

Westsachsen/Werdau.- Am Montagabend kurz nach 19 Uhr wurden die Ortsfeuerwehren Werdau, Leubnitz und Steinpleis in die Plauensche Straße nach Werdau alarmiert. Auf dem Alarmtext stand Rauchentwicklung. Vor Ort eingetroffen stellten die Einsatzkräfte im Kellerbereich zweier Wohnhäuser eine teilweise starke Rauchentwicklung fest. Nach ausführlicher Lageerkundung konnte die Ursache gefunden werden. In einer Wohnung im 2. Stock wurde in einem Ofen geheizt. Durch die vorherrschende Wetterlage konnte der Rauch aber nicht nach oben durch den Schornstein entweichen, sondern drückte in den Kellerraum. Nach entsprechenden Lüftungsarbeiten konnte der Einsatz der 44 Kameraden und Kameradinnen beendet werden. Ebenfalls am Einsatzort waren die Polizei, der Diensthabende Kreisbrandmeister, 2 RTW und ein Notarzt. Verletzte gab es nicht.
Bereits um 16:31 Uhr am gleichen Tag wurden die Ortsfeuerwehren aus Werdau und Leubnitz in das Bildungswerk Greizer Straße alarmiert. Hier hatte die automatische Brandmeldeanlage ausgelöst. Nach entsprechender Kontrolle konnte lediglich eine Fehlauslösung eines Melders festgestellt werden. Die Anlage wurde zurückgestellt und die angerückten 20 Kameradinnen und Kameraden konnten nach kurzer Zeit den Rückweg antreten.

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Werdau

06 April 2020

Corona-Panik: Yandu schickt schnell erste Schutzmasken

Westsachsen/Zwickau.- Seit 2013 verbindet Zwickau eine Partnerschaft mit der chinesischen Stadt Yandu. Dass diese Beziehung auch in schweren Zeiten und trotz der Entfernung von rund 8.000 km funktioniert, zeigt sich gerade im Corona-Dilemma. Heute trafen die ersten vier von insgesamt zehn Kartons mit medizinischen OP-Standardmasken ein. Insgesamt hat die Stadt Yandu die Lieferung von 20.000 Masken zugesagt.
Im Februar hatte sich Yandu hilfesuchend an seine deutsche Partnerstadt gewandt. Zwickau hatte daraufhin kurzfristig 300 Schutzkittel organisiert und nach China gesandt. In seinem Dankschreiben betonte Yandus Oberbürgermeister Wu Benhui seine Bereitschaft, angesichts der Corona-Pandemie ebenfalls helfen zu wollen. In Abstimmung mit der Feuerwehr und dem Heinrich-Braun-Klinikum bat Oberbürgermeisterin Dr. Pia Findeiß um Schutzmasken.
Die ersten vier Kartons mit dem Mund-Nasenschutz sind nun innerhalb von weniger als einer Woche eingetroffen. Sie sind in der Feuerwehr eingelagert und werden im Bedarfsfall Kliniken oder Pflegeheimen der Stadt zur Verfügung gestellt.

Quelle und Foto (Sven Dietrich): Stadtverwaltung Zwickau

Bau- und Friedhof Werdau: Neuer Multicar im Fuhrpark

Westsachsen/Werdau.- Zur Sicherstellung der Leistungsfähigkeit des Städtischen Friedhofes und Bauhofes wurde im Haushaltjahr 2019 die Ersatzbeschaffung eines Kleingeräteträgers mit Kommunalhydraulik geplant.
Konkret beschafft und vor wenigen Tagen übergeben wurde ein Dreiseitenkipper mit Allradantrieb – Typ Multicar – mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 5.200 kg. Ausgestattet ist er mit spezieller Hydraulik für verschiedene An- und Aufbaugeräte zur Grünflächenpflege und zur Unterstützung des Winterdienstes. Besonders freut sich aber auch Schlossermeister Andreas Bochmann (Foto links) über die Ersatzbeschaffung, da auch seine Arbeit damit leichter wird.
Die Beschaffung erfolgte im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung. Den Zuschlag als Lieferant mit dem wirtschaftlichsten Angebot erhielt das Autohaus Bräutigam, ein Multicar Vertragshändler aus Glauchau. Die Anschaffungskosten lagen bei 96.000 Euro.

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Werdau

05 April 2020

Protokoll lückenhaft: Prozessbeobachter fordern Aufzeichnungspflicht

Westsachsen/Zwickau.- Wieder ein Prozess mit unvollständigem Protokoll. In einer Verhandlung, in der es um die Überklebung eines gültigen Rechtskraftvermerkes am Amtsgericht Zwickau ging, nahm die Richterin Birgit Nagel zwar wortgemäß eine Strafanzeige gegen die gegnerische Anwältin auf, unterschlug hingegen wichtige Aussagen. Darunter ihre eigene: „Richter Lames hätte prüfen müssen, ob das Rechtsmittel fristgerecht eingereicht wurde.“ Damit meinte sie die Unterschrift, die der damalige Richter am Oberlandesgericht, Peter Lames (Foto), heute Bürgermeister in Dresden, am 15. Mai 2012 leichtfertig auf den Eingang eines falsch eingelegten Rechtsmittels leistete. Ein Fehler mit schwerwiegenden Folgen. Bis heute steht die Zwickauer Justiz deswegen unter medialem Dauerbeschuss. Worum es im einzelnen geht, ist ausführlich hier nachzulesen: Sächsische Justiz
Peter Lames schweigt indessen zu den Vorwürfen. Sein Chef, Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert, erhielt daraufhin eine Dienstaufsichtsbeschwerde. Er äußert sich jedoch ebenfalls nicht und nimmt seinen Beisitzer damit in Schutz.
Unterdessen wird der Ruf nach digitaler Prozessbeobachtung immer lauter: „Es ist nicht mehr hinnehmbar, dass Richter*innen nach Gutdünken entscheiden können, was im Protokoll stehen darf und was nicht!“, sagt ein sichtlich erboster Prozessbeobachter. „Schon wieder werden wichtige Tatsachen unterschlagen und wenn es hart auf hart kommt, streiten die Damen und Herren Juristen wieder alles ab.“
Tatsächlich wurden während der Verhandlung weitere Themen besprochen, die nicht im Protokoll erscheinen. So bestätigte Richterin Nagel unter anderem die Fehlleistung der Richterin Marion Nitschke, die rechtswidrig Prozesskosten mit dem Unterhalt der Geschädigten verrechnet hatte. Ohne Protokoll ist diese Feststellung für die Betroffene jedoch wertlos.

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