Donnerstag, 15. November 2018

Verkehrsversuch: Marienstraße wird verkehrsberuhigter Bereich

MarienstraßeZwickau.- Im Rahmen eines Verkehrsversuchs wird ab kommender Woche in der Marienstraße, zwischen Schwanengasse und Marienplatz, eine verkehrsberuhigende Maßnahme erprobt. Hierfür wurde die Marienstraße im bezeichneten Abschnitt bereits verkehrsberuhigt beschildert. Demnächst erfolgt noch das Aufstellen von jeweils 3 Pflanzschalen in Höhe der Hausgrundstücke Marienstraße 13/15 (Höhe Blumenladen Gellrich) sowie 1/3 (Höhe Mariengasse). Neben der verkehrsberuhigenden Wirkung wird durch die Maßnahme ebenso eine Attraktivitätssteigerung für die Marienstraße bezweckt.
Die Wirksamkeit der Maßnahme wird nun für die Dauer eines Jahres erprobt und anschließend über eine dauerhafte Beibehaltung der Verkehrslösung entschieden.

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

Kulinarische Russlandreise im Studentenclub „Tivoli“

Kochen verbindet im TivoliZwickau.- Kultureller Austausch kann - wie die Liebe - durch den Magen gehen. Dazu gibt es am Dienstag, 20. November 2018 erneut Gelegenheit, wenn im Rahmen des Projektes „Kochen verbindet“ wieder gemeinsam „über den Tellerrand“ gekocht, gequatscht und gegessen wird. Gastgeber ist dieses Mal der Studentenclub „Tivoli“, Äußere Schneeberger Straße 18.
Los geht es ab 17 Uhr. Freuen können sich Interessierte auf eine kulinarische Reise nach Russland. Herzstück des gemeinsamen Kochabends ist ein Rezept für Pelmeni aus dem internationalen Zwickauer Kochbuch „Kochen verbindet“ mit vielen Lieblingsgerichten Einheimischer und Zugezogener. Darüber hinaus wird – natürlich außerhalb der Küche - die Culture-Clash-Komödie „Ausgerechnet Sibirien“ von Ralf Huettner gezeigt.
Hobbyköche, Feinschmecker oder einfach nur am Kochen (und/oder Essen) Interessierte verschiedenen Alters, Geschlechts und Herkunft sind dazu recht herzlich eingeladen. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei.
Das Projekt „Kochen verbindet“ findet seit Anfang 2017 mehrmals im Jahr in sich wechselnden Einrichtungen statt. Es bietet nicht nur die Möglichkeiten, kulinarische Vielfalt zu entdecken, sondern schafft vor allem auch Raum für Begegnungen, Gespräche, Neugier und interkulturellen Austausch.
Die Aktionen „Kochen verbindet“ und „Grillen verbindet“ wurden durch die Stadt Zwickau, insbesondere das Büro der Gleichstellungs-, Ausländer-, Integrations- und Frauenbeauftragen, initiiert. Das Angebot wird im Rahmen des Bundesprogramms Demokratie Leben! über die Zwickauer Partnerschaft für Demokratie gefördert.

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

Montag, 12. November 2018

Attraktives Streicherkursangebot: Meisterkurse 2019 mit Stardozenten

Abschlussfoto Meisterkurse Bad Elster 2018 ©JanBräuerBad Elster.- Seit dem Jahr 2014 werden in Bad Elster jährlich Chursächsische Meisterkurse mit dem Ziel durchgeführt, den nationalen und internationalen Profimusikernachwuchs im Herzen Europas zu fördern. Die künstlerische Leitung obliegt dem Weltklassecellisten Prof. Peter Bruns (Leipzig/Berlin) und dem Intendanten des König Albert Theater Bad Elster, GMD Florian Merz (Bad Elster/Düsseldorf). Für die 6. Chursächsischen Meisterkurse im Zeitraum von 25. Februar bis 3. März 2019 konnten der ehemalige Musiker des weltberühmten »Alban Berg Quartetts«, Prof. Gerhard Schulz (Violine/Universität für Musik Wien), Prof. Pauline Sachse (Viola/Hochschule für Musik »Carl Maria von Weber« Dresden) sowie natürlich wieder Prof. Peter Bruns (Violoncello/Hochschule für Musik und Theater Leipzig) gewonnen werden. Die Anmeldungen für die mittlerweile heiß begehrten Plätze sind ab sofort möglich und online freigeschaltet.
„Als Besonderheit unserer Meisterkurse hier in Bad Elster gibt es im Rahmen der Kursarbeit wieder die Möglichkeit, ein vorgegebenes Werk zu erarbeiten und dieses dann nach Auswahl durch die Kursprofessoren beim Abschlusskonzert mit der Chursächsischen Philharmonie im historischen König Albert Theater aufzuführen“ verrät Prof. Peter Bruns und fügt hinzu: „Ein großer Dank gebührt in diesem Zusammenhang der Chursächsischen Philharmonie Bad Elster, welche im Zuge der Meisterkurse für jede Instrumentengruppe ein Nachwuchspreis in Form eines Stipendiums stiften wird.“ Als weitere Besonderheit wird die Kurswoche durch ein attraktives Rahmenprogramm ergänzt, welches den besonderen Charakter der Meisterkurse unterstreichen soll: Dabei wird für die Teilnehmer ein spezieller Musiker-Gesundheitskurs der Sächsischen Staatsbäder GmbH im Therapiezentrum des historischen Albert Bades angeboten, ein Besuch der vogtländischen Instrumentenbauer in der benachbarten Musikstadt Markneukirchen integriert und der Eintritt in die Badelandschaft Bad Elsters zur Entspannung spendiert.
In dieser Kombination mit den begleitenden Gesundheitsangeboten und dem weltweit bekannten Musikinstrumentenbau in der benachbarten Musikstadt Markneukirchen sowie einer touristisch geprägten Infrastruktur gibt es in der Kultur- und Festspielstadt Bad Elster damit beste Vorrausetzungen, die Chursächsischen Meisterkurse auch zukünftig erfolgreich zu profilieren. „Gemeinsam mit GMD Florian Merz haben wir als künstlerische Leiter das Kurskonzept entwickelt, um im Akademiegedanken dem nationalen und internationalen Profimusikernachwuchs mit renommierten Professor*innen in der sächsischen Kultur- und Festspielstadt Bad Elster die vielseitige Sprache der Musik intensiv nahezubringen.“ erklärt Prof. Bruns und schwärmt: „Vor allem das umrahmende Ortsspektrum aus Ruhe, Natur, Entspannung und den ergänzenden Wohlfühlfaktoren bietet hier dabei gerade im Bereich der Instrumentalpädagogik beste Grundlagen für eine konzentrierte und erfolgreiche Arbeitsatmosphäre.“
Ein schöner Bestandteil der der Chursächsischen Meisterkurse in Bad Elster sind auch die beliebten Publikumskonzerte: In der 6. Ausgabe der Meisterkurse schenken die drei beteiligten Dozenten dem Publikum Bad Elsters erneut eine virtuose »Meisterstunde Kammermusik« auf Weltklasseniveau (27.02.) und die Teilnehmer*innen präsentieren sich zum Abschluss musikalisch im Rahmen des Meisterschüler-Podiums (02.03.) bevor am Ende der 6. Chursächsischen Meisterkurse die Chursächsische Philharmonie beim 7. Symphoniekonzert 2018/2019 im König Albert Theater (03.03.) gemeinsam mit den besten Meisterschülern der Kurswoche musiziert. Die Meisterkurse in Bad Elster werden vom Kulturraum-Vogtland und der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen gefördert. Die 7. Chursächsischen Meisterkurse Bad Elster finden vom 2. bis zum 8. März 2020 in der Kultur- und Festspielstadt Bad Elster statt.

Quelle und Foto: Chursächsische Verwaltungs GmbH

Sonntag, 11. November 2018

Zum (vorerst) letzten Mal: „Biedermann und die Brandstifter“ in Glauchau

Biedermann1Zwickau/Glauchau.- „Zum letzten Mal: er ist kein Brandstifter!“, beschwört Gottlieb Biedermann seine Frau Babette. „Woher weißt Du das?“, fragt sie. Darauf antwortet  ihr der sichtlich genervte Haarwasserfabrikant: „Ich habe ihn doch selbst danach gefragt - und überhaupt…!“
Zum (vorerst) letzten Mal ist auch das Stück „Biedermann und die Brandstifter“  in einer Inszenierung der beiden Zwickauer Regisseure Annegret Thalwitzer und Tilo Nöbel mit dem Theaterensemble NORAH auf der Bühne des Glauchauer Stadttheaters zu sehen. Dabei gab es bereits zur Premiere am 8. November eine Novität. Zum ersten Mal in ihrer Geschichte kombinierten die Glauchauer eine Live-Performance mit einer Kinovorführung. Wie das Theaterensemble NORAH diese Herausforderungen gemeistert hat, sollten sich die Zuschauer am 16. November um 19:30 Uhr am besten selbst ansehen.
„Ein Lehrstück ohne Lehre“, so hat Max Frisch sein Stück untertitelt, eine Parabel in der Tradition Brechts, aber ohne Ideologie. Es ist das berühmteste Theaterstück von Frisch und eines der erfolgreichsten deutschsprachigen Bühnenwerke überhaupt. Es handelt von einem Bürger namens Biedermann, der zwei Brandstifter in sein Haus aufnimmt, obwohl sie von Anfang an erkennen lassen, dass sie es anzünden werden. So zeigt sich, Lehre hin, Lehre her, auf unterhaltsam groteske Weise die Unfähigkeit des Menschen, voraussehbare Katastrophen zu erkennen und durch beherztes Handeln zu verhindern.

Kartenbestellung per E-Mail: stadttheater@glauchau.de
Foto: ZPA

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Donnerstag, 8. November 2018

Robert Schumann Konservatorium: Konzert mit „moment’s concept“

081118_bildmomentconceptZwickau.- Mit Philipp Rumsch (Klavier), Carl Wittig (Kontrabass) und Tom Friedrich (Schlagzeug) sind am Donnerstag, dem 22. November wieder ehemalige Schüler des Robert Schumann Konservatoriums zu Gast.
Das Konzept des Moments als Eigenschaft des musikalischen Ausdrucks - für die drei jungen Musiker war dies bei der Gründung der Band 2012 essentieller Bestandteil des Zusammenspiels. Dieses Konzept hat sich im Laufe der Zeit ständig verändert, wurde neu definiert und interpretiert. Auf ihrem zweiten Album with | out, welches am 23. November erscheint, setzt sich die Band nun mit den sich wandelnden äußeren und inneren Zuständen auseinander, die seine Arbeit in den vergangenen drei Jahren geprägt haben. Ausgehend von Auslandsaufenthalten der Bandmitglieder und dem Wirken in diversen Projekten zeichnen die drei Musiker ein Bild, welches sich deutlich vom selbstbetitelten Debütalbum unterscheidet. Die Arbeit mit verschiedenen Spielarten des Jazz, impressionistischen Klangfarben oder Minimal Music sind deutlich spürbar und werden gleichzeitig von einer gemeinsamen Klangvorstellung der traditionsreichen Besetzung Klaviertrio getragen.
Das Trio moment’s concept gewann 2013 den Regional- und Landeswettbewerb von „Jugend jazzt“ und wurde bei der Bundesbegegnung im gleichen Jahr mit dem Studiopreis des Deutschlandfunks ausgezeichnet. Die Band erhielt den Preis der Stadt Dresden, wurde beim Tag der Talente vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geehrt und spielte zahlreiche Tourneen im In- und Ausland. Außerdem erhielt Philipp Rumsch den Leipziger Jazznachwuchspreis 2018. Das selbstbetitelte Debütalbum erschien 2016 bei Unit Records.
Das Konzert mit moment’s concept am Donnerstag, dem 22. November findet im Robert-Schumann-Saal statt und beginnt um 19 Uhr, der Eintritt ist frei.

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

Samstag, 3. November 2018

Premiere: Theaterensemble NORAH steht vor neuer Herausforderung

Gottlieb Babette_Biedermann1Zwickau/Glauchau.- Wer hat ihnen Streichhölzchen gegeben und wer das Frühstück gemacht? Streitgespräch zwischen Gottlieb Biedermann und seiner Ehefrau Babette nach der Katastrophe.
„Biedermann und die Brandstifter“ kommt in einer Inszenierung der beiden Zwickauer Regisseure Annegret Thalwitzer und Tilo Nöbel mit dem Theaterensemble NORAH auf die Bühne des Glauchauer Stadttheaters. Dabei gibt es zur Premiere am 8. November um 19:30 Uhr auch eine Novität. Zum ersten Mal in ihrer Geschichte kombinieren die Glauchauer eine Live-Performance mit einer Kinovorführung. Dazu gab es im Vorfeld umfangreiche Dreharbeiten. Auf der Bühne wurde ein komplettes Filmset mit Kameras, extra Licht und Tontechnik eingerichtet. Dazu Claudia Gehler, Hauptrolle Babette: „Für uns Darsteller war dies eine besondere Herausforderung. Vor der Kamera muss man sich zum Beispiel ganz anders bewegen, als auf der großen Bühne. Viel weniger eigentlich, weil man sonst ständig aus dem Bild laufen würde. Dafür braucht man sich den Text nicht so lange zu merken. Wenn die Szene abgedreht ist, kann man ihn getrost wieder vergessen. Das ist manchmal von Vorteil.“Theater_Filmset
Wie das Theaterensemble NORAH diese Herausforde-rungen gemeistert hat, sollten sich die Zuschauer zur Premiere am besten selbst ansehen. Weitere Termine sind: am 9. und 16. November jeweils um 19:30 Uhr.
„Ein Lehrstück ohne Lehre“, so hat Max Frisch sein Stück untertitelt, eine Parabel in der Tradition Brechts, aber ohne Ideologie. Es ist das berühmteste Theaterstück von Frisch und eines der erfolgreichsten deutschsprachigen Bühnenwerke überhaupt. Es handelt von einem Bürger namens Biedermann, der zwei Brandstifter in sein Haus aufnimmt, obwohl sie von Anfang an erkennen lassen, dass sie es anzünden werden. So zeigt sich, Lehre hin, Lehre her, auf unterhaltsam groteske Weise die Unfähigkeit des Menschen, voraussehbare Katastrophen zu erkennen und durch beherztes Handeln zu verhindern.
Kartenbestellung per E-Mail: stadttheater@glauchau.de
Fotos: ZPA

Freitag, 2. November 2018

Frauenpersönlichkeiten: Tagungsband „Muldeperlen“ erschienen

MuldeperlenZwickau.- Lang ersehnt und erwartet ist er nun erhältlich, der Tagungsband „Muldeperlen“ zu Frauenpersönlichkeiten aus der Zwickauer Geschichte. Er fasst die Beiträge der Tagung „Muldeperlen“, welche am 8. März dieses Jahres im Rahmen des 900 jährigen Stadtjubiläums im Rathaus stattfand, zusammen.
Der Band enthält viele neue und interessante Erkenntnisse über Frauen aus der älteren und neueren Zwickauer Geschichte, Einsichten über Frauen, die hier in und für unsere Stadt wirkten oder die als in Zwickau Geborene andernorts  Bemerkenswertes leisteten. Es sind Frauen wie die Kirchenstifterin Bertha von Groitzsch, der wir unsere diesjährige 900 Jahrfeier verdanken, Frauen wie Isolde von Arnim, Luise Loof oder Susanna Kosmale, die der eine oder die andere vielleicht noch persönlich kennengelernt hat. Reich bebildert, lehnt er sich an den gleichnamigen Kalender von 2018 an, liefert aber tiefgründiger und teilweise überraschende Informationen aus der stadtgeschichtlichen Forschung.
Er ist ab sofort kostenfrei im Rathaus, bei der Gleichstellungs-, Ausländer- und Integrationsbeauftragten, Zimmer 1/24 und 1/22 sowie im Stadtarchiv Zwickau zu den regulären Öffnungszeiten erhältlich.

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

Dienstag, 30. Oktober 2018

Schulangst und Schulverweigerung: eine Frage des Bildungsniveaus?

Chemnitz/Zwickau/Meerane.- Verweigert sich der Schüler der Schule oder die Schule dem Schüler? Dieser zentralen Frage stellte sich das erste Fachsymposium der Professor Dr. Clauß Dietz Stiftung „Schulangst und Schulverweigerung – Gründe, Entwicklungen, Maßnahmen“, welches anlässlich des 20-jährigen Bestehens des Kinder- und Jugendförderprojekts „Start-Off“ am 25. Oktober in Meerane stattfand.
DPFA-Oberschule-Gymnasium-600x400Laut Angabe des Sächsischen Kultusministeriums wurden allein im Jahr 2016 mehr als 6000 Ordnungswidrigkeitsverfahren mit Bezug auf unentschuldigtes Fehlen von Schülern in Sachsen erhoben. Dies macht deutlich, welch große Herausforderung das Thema Schulverweigerung für Schule und Gesellschaft ist. Prof. Dr. Kerstin Popp von der Universität Leipzig erörterte in ihrem Referat unter anderem die mangelnde Belastbarkeit der Daten zur Schulverweigerung, da diese in vielen Bundesländern höchst unterschiedlich erhoben und sich oft nur über die Zahl der verhängten Ordnungswidrigkeiten definieren würden. Darüber hinaus erläuterte sie Formen der Schulverweigerung von Schwänzen über Zurückhalten bis hin zur Verweigerung und stellte die bereits eingangs erwähnte Frage: „Verweigert sich der Schüler der Schule oder die Schule dem Schüler?“
Die verfassungs- und schulrechtlichen Grundlagen sowie die damit einhergehenden Instrumentarien erklärte Anja Meyer, Referentin für Rechts- und Verwaltungsangelegenheiten im Landesamt für Schule und Bildung, Standort Chemnitz. Sie betonte noch einmal den Wert der gesetzlichen Schulpflicht und informierte über den Verfahrensablauf, und die bestehenden Netzwerke bei Schulpflichtsverletzung.
OS_Gym_Sprachcamp2017_2Zum Thema Schulabsentismus und wie diesem in der Praxis begegnet wird und werden kann, äußerte sich Antje Schmidt vom Projekt „start off“ der Professor Dr. Clauß Dietz Stiftung: „Es sind tatsächlich mehr Jungen als Mädchen betroffen und oft müssen erst ganz andere „Baustellen“ in Angriff genommen werden, bevor eine Reintegration in Frage kommt.“ Sie erklärte außerdem, dass die bei „start off“ betreuten Kinder in der Regel ein Jahr begleitet werden und man mit Stolz auf eine 80-prozentige Erfolgsquote schauen kann.
Dass dabei vor allem die persönliche Beziehung zum Betroffenen eine wichtige Voraussetzung ist, bestätigten in einem Praxisgespräch auch Heidi Baumann und Jana Künzel. Die Schulleiterin und die Lehrerin der Rudolf-Weiß-Schule Zwickau räumten ein, dass Schulverweigerung sowie deren Gründe oft schwer zu erkennen respektive zu erfassen sind. In ihren Beiträgen gingen sie auf die Vielfalt der unterschiedlichen Fälle ein und hoben die Bedeutung der frühzeitigen Diagnose von Symptomen des Schulabsentismus, aber auch die Möglichkeiten schulischer Intervention bei der Prävention hervor.
Die insgesamt 87 Fachteilnehmer des Symposiums nutzten rege die Möglichkeiten zur Diskussion und des Erfahrungsaustausches. Vor allem die Situation an den Schulen, die sich oft mit der Problematik alleingelassen fühlen, aber durch die verstärkte Präsenz von Schulsozialarbeitern völlig neue Möglichkeiten der Intervention haben, standen immer wieder im Fokus. Diskutiert wurden in diesem Kontext auch das Ansehen des Lehrerberufes, die Bedeutung der Elternarbeit sowie die Problematik diverser Organisations- und Informationsketten etwa zwischen Schulen und Ordnungsämtern.TdoT__1_
„Ich bin hocherfreut über dieses unglaublich spannende und ertragreiche erste Symposium der Stiftung, und würde mich sehr freuen, wenn wir dieses so wichtige Thema im Rahmen einer Folgeveranstaltung vertiefen könnten“ sagte Prof. Dr. Dietz zum Abschluss der Veranstaltung, was auch den Wünschen des Fachpublikums entspricht.
Das Projekt „start off“ der Professor Dr. Clauß Dietz Stiftung arbeitet seit 1998 in Zwickau. In diesen zwanzig Jahren hat man es geschafft, dass 80 Prozent der bis jetzt 216 betreuten Schulverweigerer in den Regelschulbetrieb wieder integriert bzw. in berufsvorbereitende Maßnahmen entlassen werden konnten.
Die Professor Dr. Clauß Dietz Stiftung setzt sich als Stiftung mit dem Schwerpunkt Bildung sachsenweit für die Verbesserung des Bildungsniveaus ein und hat es sich zur Aufgabe gemacht, Kinder und Jugendliche fit zu machen fürs Leben. Das Thema Schulverweigerung und Prävention von Schulabbruch ist seit Bestehen der Stiftung ein Kernthema und eine Herzensangelegenheit für alle Mitglieder, Unterstützer und Förderer. So beispielsweise auch des Kooperationspartners – der DPFA-Schulen gGmbH. Das Kinder- und Jugendförderprojekt „start off“ in der Trägerschaft der Stiftung leistet seit nunmehr 20 Jahren Dank der Förderung des Landratsamtes Zwickau einen wesentlichen Beitrag bei der Begegnung von Schulverweigerung in der Region Zwickau. Wenn auch Sie derartige Vorhaben unterstützen wollen, freut sich die Stiftung jederzeit über Spenden und Kontaktaufnahme durch Kooperationspartner. Über das Projekt und weitere Aktivitäten der Stiftung können Sie sich jederzeit unter www.dietz-stiftung.de informieren.

Quelle und Fotos: DPFA

Philosophen diskutieren im King-Zentrum die „Grenzen der Toleranz“

Bild-Grenzen der ToleranzWerdau.- Am Donnerstag, den 8. November um 19.00 Uhr stehen die „Grenzen der Toleranz“ im Mittelpunkt einer Veranstaltung, zu der das Martin-Luther-King-Zentrum einlädt. Das Philosophenpaar Thea und Bruno Johannsson erkundet die Rolle von Toleranz im persönlichen Umfeld sowie in der Gesellschaft. Dabei ordnen sie ihren Toleranzbegriff in ein allgemeines Meinungs-/Verhaltens-Reaktions-Schema ein. Und sie fragen nach den Grenzen der individuellen und gesellschaftlichen Toleranz und den Ursachen dafür.
Toleranz erweist sich kurzfristig als wertvoller Puffer für den sozialen Frieden, langfristig kann zu viel Toleranz evtl. zur Verschärfung von Problemen und zu Politikverdrossenheit führen. Wie gehen wir mit Andersdenkenden, wie mit Extremisten um? Welchen Kommunikationsstil verlangt Toleranz? Wieviel Offenheit verkraftet unsere Demokratie, was bedroht sie? An Hand konkreter und aktueller Beispiele wird das Publikum in die Diskussion einbezogen.
Thea und Bruno sind Gründungsmitglieder des Vereins für Freie Bildung e. V., Chemnitz und Mit-Initiatoren und Moderatoren des Café Philo in Chemnitz.

Quelle und Foto: Martin Luther King Zentrum Werdau

Erste deutsche Stammzellspenderdatei mit 10.000 Euro unterstützt

2018-10 Spendenübergabe Erzgebirge gegen BlutkrebsLichtenstein.- Die Vereinsmitglieder von „Erzgebirge gegen Blutkrebs“ aus Lichtenstein (Kreis Zwickau) haben ein Ziel: Lebensretter für Leukämiepatienten finden. Im März haben sie sich deshalb mit der Stefan-Morsch-Stiftung, Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke zusammen getan, um gemeinsam Überlebens-chancen für Blutkrebskranke zu schaffen. Jetzt hat der Vereinsvorstand die Birkenfelder Stiftung besucht, um sich vor Ort ein Bild zu machen. Mit im Gepäck: ein Spendenscheck über 10.000 Euro.
Um drei Uhr morgens hat sich Jana Lorenz mit fünf weiteren Vereinsmitgliedern vom sächsischen Lichtenstein auf den Weg gemacht: in das rund 530 Kilometer entfernte rheinland-pfälzische Birkenfeld, dem Sitz Deutschlands erster Stammzellspenderdatei. Sie wollten sich darüber informieren, wie sich rund 70 Mitarbeiter täglich für Lebenschancen Betroffener einsetzen. Lorenz und ihre Begleiter sind begeistert: „Hier sind alle spürbar mit Herzblut dabei. Egal ob im Labor, der Station für Stammzellentnahme oder dem internationalen Spendersuchzentrum.“
Stefan Morsch, Namensgeber der Stiftung, erkrankte Anfang der 80er Jahre an Leukämie. Als erstem Europäer wurden ihm in Seattle erfolgreich Stammzellen eines unverwandten Spenders transplantiert. Wenige Monate nach der Transplantation, am 17. Dezember 1984, starb der 17-Jährige an den Folgen einer Lungenentzündung. Es war seine Idee, in Deutschland eine Spenderdatei zu gründen, damit alle Leukämiepatienten die Chance auf Heilung bekommen. Stefans Eltern Hiltrud und Emil Morsch gründeten deshalb 1986 die Stefan-Morsch-Stiftung, mit dem Ziel Patienten und ihren Angehörigen zu helfen.
Seit zwei Jahren organisieren die Logopädin und ihr Team in Sachsen während ihrer Freizeit Typisierungen und rufen zu Spenden auf, alles um Erkrankten beim Kampf gegen Blutkrebs zu helfen. Wer bei Lorenz eine Speichelprobe abgibt, wird seit dem Frühjahr als Stammzellspender in der Datei der Stefan-Morsch-Stiftung registriert und steht weltweit für Leukämiekranke zur Verfügung. Seit April waren das bisher rund 570 Menschen. „Wir haben einen großen Rückhalt in unserer Region. Viele Menschen unterstützen unsere Hilfeaufrufe mit Spenden. 10.000 Euro sind so zusammengekommen. Die möchten wir jetzt an die Stiftung weitergeben.“
Susanne Morsch, Vorstandsvorsitzende der Stiftung ist zunächst sprachlos vor Rührung: „Das Erzgebirge gegen Blutkrebs ist für uns ein starker Partner in Sachsen, um Leukämie- und Tumorkranken helfen zu können. Die 10.000 Euro Spenden fließen direkt in die Spenderneugewinnung. Für jede Typisierung entstehen uns Registrierungskosten von etwa 40 Euro. Um jungen Menschen die Typisierung kostenlos anzubieten, finanzieren wir diese Kosten mithilfe von Spenden. Die 10 000 Euro ermöglichen, dass wir 250 neue Spender aufnehmen können. Das sind 250 Lebenschancen für Patienten.“

Foto (Stefan Morsch Stiftung): Hintere Reihe, von links: Angela Wächtler, Franziska Fiedler, Heike Magerl, Uwe Lorenz. Vorne, von links: Steffi Schubert, Jana Lorenz, Vorstandsvorsitzende der Stiftung Susanne Morsch und Elisabeth Pfaff. Foto: Stefan-Morsch-Stiftung/Annika Zimmer