Mittwoch, 15. August 2018

Dienstag, 14. August 2018

Sächsische Psychiatrie: So werden Patienten in Rodewisch gequält

Olaf_FanghaenelLichtenstein/Rodewisch.- Es ist der Alptraum schlechthin. Sie werden eines Verbrechens beschuldigt, das Sie nicht begangen haben, und keiner glaubt Ihnen. Im Gegenteil: das Gericht verlässt sich auf die Aussage eines einzelnen Gutachters und verurteilt Sie daraufhin zu lebenslanger Freiheitsstrafe mit Sicherungsverwahrung. Klingt absurd? Na dann lesen Sie mal weiter…
Ein Beispiel aus  Rodewisch zeigt, wie schnell jemand in die Fänge der Justiz geraten kann und sich kurze Zeit später in der Forensischen Psychiatrie wiederfindet. Olaf Fanghänel (Foto) war Sozialarbeiter in Lichtenstein. Er hatte beruflich mit Kindern und Jugendlichen in seiner Heimatstadt zu tun.  Beim Spielen traf ein Stein, den der Betreuer einem achtjährigen Mädchen zuwarf, dieses am Fuß. Die Verletzung war gering, doch die Mutter erstattete Strafanzeige. Gleichzeitig kam das Gerücht auf, Fanghänel würde sich für das achtjährige Mädchen interessieren, hätte ihr sogar einen Heiratsantrag gemacht. Der Fall wurde von der Boulevardpresse aufgegriffen und ausgeschlachtet. Es kam zur Gerichtsverhandlung. Unter anderen Umständen hätte das Verfahren mit einer Geld- bzw. Bewährungsstrafe ausgehen können. Aufgrund eines Psychiatrischen Gutachtens landete der Beschuldigte jedoch in der geschlossenen Psychiatrie. Grundlage dafür ist der in Fachkreisen sehr umstrittene §63 StGB. Das bedeutet im schlimmsten Fall lebenslange Sicherungsverwahrung ohne Aussicht auf Entlassung.
Es kann praktisch jeden treffen. Der Fall Gustl Mollath hat auf eindrucksvolle Weise gezeigt, wie die Justiz in Deutschland tickt. Der Sachverhalt kann noch so konstruiert und an den Haaren herbei gezogen sein. Sobald ein Gutachter seine Meinung über einen Angeklagten bei Gericht vorgetragen hat, sind die Messen gelesen. Die meisten Richter verlassen sich darauf blind. Wohl auch deshalb, weil sie selbst keinerlei Kenntnis über die Zusammenhänge in der Psychiatrie und auch keine psychologische Ausbildung haben. Aus diesem Grund ist man als Beschuldigter in einem Strafverfahren meist der Meinung eines einzelnen Gutachters ausgeliefert. Auch der beste Rechtsanwalt kann jetzt nicht mehr helfen.
Olaf Fanghänel kam 2005 in die Forensischen Psychiatrie nach Rodewisch. Hier wurde er als Kinderschänder geführt und auch so behandelt. Da er sich vehement gegen die vom Klinikpersonal verordnete Zwangsmedikation wehrte, verschlechterte sich seine Gesamtsituation immer weiter. Bereits während seiner Inhaftierung berichtete er seiner Mutter, die zur gerichtlichen Betreuerin bestellt war, immer wieder von massiven Übergriffen seitens des Pflegepersonals. 2015 eskalierte eine Situation so sehr, dass die Polizei und ein Notarzt gerufen werden mussten. Die Staatsanwaltschaft ermittelte damals wegen Misshandlung Schutzbefohlener. Artikel in der Westsächsischen Zeitung
Seit dem 10. August 2017 ist Olaf Fanghänel wieder frei. Nach 13 qualvollen Jahren in psychiatrischer Gefangenschaft ist er jetzt dazu in der Lage, über das Erlebte zu berichten. Einen ersten Eindruck vermittelt ein Video, das ohne Kommentar die Aussagen mehrerer Betroffener wiedergibt: Westsächsisches Fernsehen

Quelle und Fotos: ZPA

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Stadtfest beginnt mit Metal-Sounds und endet mit Gottesdienst

Oekumenischer Gottesdienst 2017Zwickau.- Das 17. Zwickauer Stadtfest vom 16. bis 19. August beginnt mit Metal-Sounds von HÄMATOM (Headliner der 16. Newcomer Night) und endet mit Latinoklängen der Band Marquess. Auf drei Altstadtbühnen erlebt das Publikum das reine Sommer-Party-Vergnügen unter dem Motto: „Stars hautnah – Party pur – DU mittendrin“.
Für Teeny-Kreischalarm sorgen Wincent Weiss („Feuerwerk“) und Lukas Rieger. Neben jungen Social-Media-Größen und Chartstürmern, zu denen Nico Santos („Rooftop“) sowie das DJ Duo Anstandslos & Durchgeknallt zählen, gesellen sich Langzeitstars wie Julia Neigel, Bernhard Brink, Die Paldauer, Roof Garden und Rockpirat. Rod Stewart-Fans erwartet die seit 2014 weltweit aufgeführte Covershow mit Mr. Rod. Das 17. Stadtfest ist Teil des Festjahres „900 Jahre Zwickau“, deshalb gehört der Freitag auf dem Domhof Zwickauer Bands.
Viel zu bieten hat auch das Muldeparadies. Stars auf der Kinderbühne sind Liedermacher Gerhard Schöne und der Kinderliederkünstler Reinhard Horn. Der Samstagabend steht dort im Zeichen sanfter Singer-/Songwriter-Melodien von Hannes Wittmer (ehemals Spaceman Spiff), Lilly Among Clouds und Lina Maly.
Daneben gibt es seit dem ersten Zwickauer Stadtfest im Jahr 2002 eine Veranstaltung, die den nachdenklichen, leisen und auch mahnenden Tönen vorbehalten ist. Am letzten Tag des viertägigen ausgelassenen größten Festes der Automobil- und Robert-Schumann-Stadt, kommen in guter Tradition Gläubige der Kirchgemeinden zusammen, um beim Ökumenischen Stadtgottesdienst gemeinsam zur inneren Einkehr zu finden, zu beten, zu singen und mit der Kollekte Gutes zu tun.

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

Tipp der Woche: Jazztage Bad Elster mit Cristin Claas & Nils Landgren

christin-claas-trio©PeterReichlingBad Elster.- Anlässlich der 15. Internationalen Jazztage präsentiert das hinreisende Cristin Claas Trio am Freitag, den 24. August um 19.30 Uhr eine ganz spezielle Interpretation von »Songpoesie« im König Albert Theater Bad Elster.Fantastische Stimme, hinreißende Live-Performance, eingebettet in grandiose Musik - Vorhang auf für das begeisternde Cristin Claas Trio und einen Konzertabend, der lange nachhallt! Die im Mittelpunkt stehende, einzigartige Sängerin Cristin Claas hat mit ihrem Trio in den letzten Jahren einen unverwechselbaren eigenen Sound erschaffen. Ihre Stimme erinnert an die nordischen Sängerinnen wie Victoria Tolstoy, Silje Nergaard oder Torun Eriksen, jedoch hat die deutsche Sängerin ihre eigene Art zu singen gefunden. Vorwiegend deutsch, aber auch in ihrer eigenen Fantasiesprache spielt sie mit dem Gitarristen Stephan Bormann und dem Pianisten Christoph Reuter. Es gibt keinen Schlagzeuger und man vermisst ihn auch nicht - die Band versteht, rhythmisch mitzureißen. Sie ist voller Ideen, Witz und unterhält spielend das Publikum, das schon nach dem ersten Song mit offenem Mund über diese Klangwelten staunt. Zwischen Melancholie und Witz: Musik, die so klingt wie das Leben! Tickets: 037437/53 900 | www.koenig-albert-theater.de
Nils LandgrenDas NaturTheater Bad Elster freut sich am Sonnabend, den 25. August, die Jazz-Ikone Nils Landgren im Rahmen der 15. Internationalen Jazztage in Bad Elster begrüßen zu dürfen. »Mr. Red Horn« wird dann um 19.30 Uhr gemeinsam mit seinem All Star Quartett und der St. Petersburger Kammerphilharmonie eine große Jazznacht zum 100. Geburtstag von Leonard Bernstein im NaturTheater Bad Elster zelebrieren. Leonard Bernstein war einer der größten Komponisten und Dirigenten des 20. Jahrhunderts. Mit den Musicals wie der »West Side Story« landete er Welterfolge, aber daneben suchte »Lenny« auch immer wieder die Nähe zum Jazz. Umso kurioser, dass Jazzer bis heute Bernstein so gut wie nie adaptiert haben. Einer der international erfolgreichsten Jazz-Posaunisten, Nils Landgren, präsentiert in Bad Elster nun zum 100. Geburtstag Bernsteins sein furioses Tributekonzert: Gespielt werden Songs aus dem Repertoire des großen Bernstein wie »West Side Story«, »Wonderful Town«, »On the Town« und »Mass« und grenzenlose Melodien aus der Kategorie der zeitlosen Meisterwerke. Für das rhythmische Fundament sorgen Landgrens langjährige Wegbegleiter: Am Bass Lisa-Rebecca Wulf, Pianist Jan Lundgren, der neben nordischem Vemod und impressionistischen Esprit auch in der amerikanischen Jazzpianotradition verwurzelt ist und der formidable schwedische Schlagzeuger Rasmus Kihlberg. Landgrens All Star Quartett wird erweitert durch die Musiker der St. Petersburger Kammerphilharmonie aus Russland, die weiblichen Gesangsparts übernimmt die schwedische Sängerin Viktoria Tolstoy, die große Melodramatikerin des Jazz, welche das Ensemble live komplettieren wird. Homogen verschmilzt die Rhythmusgruppe mit dem Klangkörper der St. Petersburger Kammerphilharmonie und über diesem Klangfundament schweben die unnachahmliche Posaune und der charakteristische, fragile Gesang von Nils Landgren. Tickets: 037437/53 900 | www.naturtheater-badelster.de

Quelle und Fotos: Chursächsische Verwaltungs GmbH

Veranstaltung: Geführter Rundgang durch den Fürstlich Greizer Park

„Ich verstehe nicht, wie man an einem Baum vorübergehen kann, ohne glücklich zu sein.“ - Fjodor Dostojewskij

parkfuehrung_greizer_parkGreiz.- Er gehört zu den schönsten europäischen Landschaftsparks: der Fürstlich Greizer Park. Angelegt im englischen Stil, verzaubert die wundervolle Parkanlage mit Parksee und atemberaubender Pflanzenvielfalt die Besucher zu jeder Jahreszeit. Der Parkführer führt bei der knapp 2-stündigen Tour zu malerischen Plätzen, öffnet die Augen für die zahlreichen dendrologischen Besonderheiten und gibt Informationen zur Geschichte und Gegenwart des Fürstlich Greizer Parks.www.greiz.de

Termin:
Samstag, 18. August 2018
Preise:
Erwachsene 3,50 Euro, Kinder 1,50 Euro
Treffpunkt:
Greiz, Unteres Schloss, Burgplatz 12, Tourist-Information
Zeit: 14.00 Uhr, Dauer rund 2 Stunden

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Greiz

Montag, 13. August 2018

Strandbad will mit zusätzlichen Angeboten an der Kober weiter punkten

Strandbad Kober 2018-08-07 001Werdau.- Das Strandbad an der Koberbachtalsperre im Werdauer Ortsteil Langenhessen ist beliebt bei Groß und Klein. In diesem Jahr erlebt die Freizeiteinrichtung aufgrund des fantastischen Wetters einen wahren Besucheranstrom. Bis zum Ende der Sommerferien am 12. August konnten 18.451 Gäste begrüßt werden. Und auch die Wasserqualität ist ausgezeichnet. Bei Sichttiefen von aktuell gut 1,10 Meter und ohne Algenbelastung gibt es ungetrübten Badespaß. Im EU-Badegewässer Monitoring erreicht die Kober aktuell die Bestnote.
Noch für die laufende Saison gibt es für die Wasserratten und Sonnenanbeter einige Neuerungen: In Kooperation mit der Werdauer Stadtbibliothek wurde der bereits 2017 eingerichtete öffentliche Bücherschrank aufgewertet, unter anderem sind nun zusätzlich zu Romanen und Kinderbüchern auch verschiedene Spiele auszuleihen. „Das Angebot erfreut sich zunehmender Nachfrage“, freut sich Betriebsleiterin Candy Schaub, die auch selbst ein paar Bücher beigesteuert hat. Ebenfalls in einem der historischen Holzspinde wurde dank der guten Kooperation mit Gebäude- und Grundstücksverwaltungsgesellschaft Werdau und der Pleißental-Klinik ein Wickelschrank eingebaut werden. Desinfektion, Reinigungstücher und Co. bieten nun einen kleinen aber praktischen Rückzugsort die jüngsten Badbesucher und ihre Eltern. An beiden Projekten ist auch ist auch die DRK-Wasserwacht beteiligt.
Und auch zwei Veranstaltungshighlights erleben schon bald ihre Prämiere: Am 31. August, dem theoretisch letzten Tag der Strandbadsaison, wird es eine lange Badenacht bis 22 Uhr mit Fackeln, Grill und Cocktails geben. Je nach Wetterlage wird das Bad dann noch bis zum 8. September öffnen. Einen Tag später, am Sonntag, den 9. September, wird es dann von 10-18 Uhr noch einen großen Hundebadetag geben. „Damit wollen wir den vielen Anregungen unserer Kunden entgegenkommen und eine weitere Zielgruppe erschließen“, erklärt Ines von Müller, Geschäftsführerin der Sport- und Freizeit GmbH Werdau, die das Strandbad betreibt und fügt optimistisch hinzu: „Schon kurz nachdem wir erstmals über unsere Pläne informierten, hatten wir für beide Vorhaben eine sehr große Nachfrage.“

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Werdau

Freitag, 10. August 2018

WEBALU: Junge Wasserratten ziehen wieder ihre Bahnen

Zwickau.- Noch genießen viele Schülerinnen und Schüler der Region die letzten Tage ihrer verdienten Sommerferien, ab dem 13. August beginnt wieder der Ernst des Lebens. Mit dem neuen Schuljahr wird auch das WEBALU Hallen- und Freibad wieder stärker bevölkert.
Bereits ab dem 20.08. ziehen die Kinder der Grundschulen aus Werdau und Umgebung wieder ihre Bahnen in der Freizeiteinrichtung. Unter Anleitung fachkundiger Lehrer findet stets Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag das Schulschwimmen statt.
Wenig später, um genau zu sein ab Mittwoch, den 5. September, greift dann auch wieder die Abteilung Schwimmen des SV Sachsen 90 Werdau e.V. aktiv ins Geschehen ein. Insgesamt vier Gruppen sind in unterschiedlichen Leistungsklassen je 45 Minuten lang im Wasser. Die Trainingszeiten sind 15:45 – 16:30 Uhr, 16:30 – 17:15 Uhr, 17:15 – 18:00 Uhr, 18:00 – 18:45 Uhr, Einlass stets 15 Minuten vor Beginn. Gleichzeitig werden damit freie Kapazitäten für Schwimmer am Montagnachmittag bzw. –Abend geschaffen, die nun wieder alle vier Bahnen nutzen können.
Und auch die Zukunft des Trainings der DRK-Wasserwacht Koberbachtsperre ist gesichert. Ab 6. Oktober nutzen die ehrenamtlichen Rettungsschwimmer und Helfer während der Wintersaison stets samstags von 8 bis 10 Uhr das WEBALU. Im Sommer werden sie dann wie immer an der Talsperre zu finden sein.
In den letzten Monaten hatte es seitens der Vereine und Schulen mehrfach Kritik an den neuen Bedingungen gegeben. „Wir haben die Hinweise sehr ernst genommen und mit allen Beteiligten das Gespräch gesucht. Das Resultat kann sich sehen lassen“, so Oberbürgermeister Stefan Czarnecki. „Wir sind sehr froh, dass wir für alle Schulen und Vereine eine gute Lösung finden konnten. Das war uns allen ein wichtiges Anliegen“, freut sich Ines von Müller, die Geschäftsführerin der Sport- und Freizeit GmbH. Und auch die Nutzer selbst sind mit den gefundenen Kompromissen überaus zufrieden.

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Werdau

Event zum Stadtjubiläum spannt Bogen von 1904 bis in die Gegenwart

900Jahre_Zwickau_AutomobilZwickau.- Über 200 Fahrzeuge aus mehr als einem Jahrhundert werden beim Zwickauer Automobiltag zu bestaunen sein. Dieser findet aus Anlass des Stadtjubiläums am Sonntag, dem 26. August von 10 bis 18 Uhr in der Innenstadt Zwickaus statt. Die Palette reicht von Horch und Audi bis zu den Rennwagen des Racing Teams der Hochschule, vertreten sind Pkw ebenso wie Motorräder, Rallye-, Tuning- oder Nutzfahrzeuge. Der Autotag wird gemeinsam vorbereitet vom August Horch Museum, Intertrab e. V., dem Motorsportclub Zwickau e. V., der Stadt Zwickau, der Volkswagen Sachsen GmbH und der Westsächsischen Hochschule Zwickau. Unterstützt wird die Veranstaltung außerdem von der FES GmbH – Fahrzeug-Entwicklung Sachsen.
Das innerhalb des Dr.-Friedrichs-Rings liegende Veranstaltungsgelände ist am letzten Augustsonntag in zehn Bereiche gegliedert. Auf dem Hauptmarkt erhalten Besucher einen Überblick über die reichhaltige Geschichte des Zwickauer Fahrzeugbaus. Zu den Highlights zählen hier der Nachbau des ursprünglich 1904 gebauten Horch 14-17 PS, ein Audi Alpensieger von 1919 oder ein Horch 853 von 1937. Die Palette reicht über verschiedene Trabantausführungen bis hin zu einem gepanzerten VW Phaeton. Im Zeichen der Vorkriegsfahrzeuge steht der Domhof, wo auch, aber nicht nur in der Region gebaute Fahrzeuge zu sehen sind. Beispielsweise sollen hier ein Ford T (Baujahr 1914) oder eine Elite S 18 Feuerwehr (Baujahr 1922) zu bestaunen sein.
Auf dem Weg zum Kornmarkt bietet Intertrab mit Modellen wie Trabant 500, Trabant 600, Trabant 601 sowie Trabant 1,1 einen Überblick über die Trabantgeschichte. Der Gegenwart von Fahrzeugbau und -entwicklung widmen sich die Westsächsische Hochschule Zwickau und die Volkswagen Sachsen GmbH auf dem Kornmarkt. Die Hochschule präsentiert beispielsweise Renner der Formula Student und verschiedene Fahrzeuge, wie z. B. einen VW XL1 sowie einen Sachsenring UNI I. Für Kinder gibt es einen Experimentier­pavillon. VW Sachsen zeigt beispielsweise einen E-Golf, den „Wörther See“-Golf oder – aus dem Sonderfahrzeugbau – ein neues Feuerwehrfahrzeug. Außerdem gibt es die Radio Zwickau-Hitbox sowie Angebote für Kinder.900Jahre_Zwickau_Automobil1
Besucher, die ihren Rundgang auf dem Dr.-Friedrichs-Ring fortsetzen, werden ab der Schillerstraße in Richtung Platz der Deutschen Einheit verschiedene Nutzfahrzeuge bestaunen können. Angemeldet sind etwa ein H 3 A von Sachsenring (Baujahr 1954) oder ein Tatra Kolos 8x8 (Baujahr 1980). Auf dem Platz der Deutschen Einheit sind beim Concours d’Elegance besonders schöne und einmalige Automobile zu sehen.
Nicht nur sehen, sondern auch hören kann man – ebenfalls auf dem „Ring“ – Renn- und Rallyefahrzeuge, wie zum Beispiel Rallye-Trabis der Werksmannschaft vom VEB Sachsenring oder der Urquattro von Audi. Diese werden zwischen Innerer Plauenscher und Kreisig­straße zu Präsentationsfahrten die Motoren aufheulen lassen. Daran schließen sich Old- und Youngtimer aus mehreren Jahrzehnten an, etwa der Marken Mercedes, Porsche, Skoda oder Wartburg.
In der Hauptstraße sind schließlich Tuningfahrzeuge zu sehen, Motorräder sind im Bereich Innere Plauensche/Magazinstraße platziert. Komplettiert wird der Autotag durch die Verkehrswacht, welche u. a. mit einem Bremssimulator, einem Reaktionstestgerät oder einem MPU-Test („Idiotentest“) vor Ort ist. Als weiterer Aussteller präsentiert sich die Polizei mit einem Infomobil, einem E-Fahrzeug sowie einer Bastelstrecke für Kinder.
Die im Festgebiet präsentierten Fahrzeuge stammen einerseits von den Organisatoren und deren jeweiligen Partnern. Andererseits konnten sich seit vergangenem Jahr private Old- und Youngtimerbesitzer für den Zwickauer Automobiltag anmelden. Kurzentschlossene haben noch immer die Möglichkeit einer Teilnahme. Die kostenlose Nennung hat bis spätestens 22. August unter www.900jahre-zwickau.de/automobiltag zu erfolgen. Unter dieser Adresse sind außerdem Informationen zur Veranstaltung zu finden, wie beispielsweise der Flyer.
Mit dem Automobiltag, der im Rahmen des Festjahres „900 Jahre Zwickau“ stattfindet, soll insbesondere der langen und ungewöhnlichen Historie Rechnung getragen werden, die der Fahrzeugbau hat. Seit mehr als 114 Jahren werden in Zwickau Fahrzeuge und Fahrzeugteile entwickelt und hergestellt. Nach der Ansiedlung von August Horch im Jahr 1904 wurden zunächst Fahrzeuge der Marken Horch, Audi, DKW und Auto Union produziert. Nach dem Zweiten Weltkrieg war es vor allem der Trabant, mit dem die automobile Geschichte ihre Fortsetzung fand und der bis 1991 mehr als 3 Mio. Mal vom Band lief.
Heute sind es vor allem die Volkswagen Sachsen GmbH, zahlreiche Zulieferbetriebe und die Westsächsische Hochschule, die diese Tradition erfolgreich fortsetzen. VW wird den Standort Zwickau zum größten Zentrum für E-Mobilität in Europa entwickeln. Ab Ende 2019 sollen auf Basis des I.D. und des I.D. Crozz täglich bis zu 1.500 modernste Elektrofahrzeuge, auch für andere Marken des VW-Konzerns, produziert werden. Eindrucksvoll präsentiert wird diese lange Tradition im August Horch Museum, einer gemeinschaftlichen Einrichtung der Audi AG Ingolstadt und der Stadt Zwickau. Seit der Erweiterung, die im November 2017 abgeschlossen werden konnte, begeistern auf 6.500 Quadratmetern Ausstellungsfläche rund 160 automobile Großexponate und eine Vielzahl von Kleinexponaten (nicht nur) Auto- und Technikfreunde.

Quelle und Fotos: Stadtverwaltung Zwickau

Donnerstag, 9. August 2018

Brennpunkt Neumarkt: So reagieren Zwickaus Stadträte

Zwickau.- Der Neumarkt kommt nicht zur Ruhe. Nach Messerattacken mit Schwerverletzen, Prügeleien unter Ausländern, Pöbeleien gegen die einheimische Bevölkerung und illegalen Graffiti-Schmierereien auf dem neu hergerichteten Areal gab es am Montag Abend erneut einen Zwischenfall.Bei einer Ortsbegehung mit Bürgern der Stadt und betroffenen Anwohnern griffen mehrere ausländische Jugendliche die Gruppe verbal an. Es wurden Kraftausdrücke und zum Teil massive Drohungen gegen Leib und Leben der Teilnehmer geäußert. Mehrere Pressevertreter sowie Politiker von AfD, FDP und CDU, die sich unter den Beobachtern befanden, waren schockiert über das Ausmaß der Aggressivität und die Hemmungslosigkeit, mit der die jungen Männer auf sie los gingen. Die herbei gerufene Polizei kontrollierte daraufhin die Kameras der Pressefotografen nach Bildern, die sie eventuell von einem der Angreifer aufgenommen haben könnten. Dieser hatte sie angezeigt, weil er sich in seinen Persönlichkeitsrechten verletzt fühlte.
Die Westsächsische Zeitung hat zum Thema alle Stadtratsfraktionen befragt. Die Frage lautet: Was werden Sie als xyz-Fraktion im Stadtrat konkret unternehmen, dass die Bürger dieser Stadt sich wieder sicher fühlen können?
Bis auf die SPD haben alle geantwortet. Die LINKE ist der Meinung, dass die erhöhte Polizeipräsenz vor Ort zur Folge haben wird, dass die Häufung der Straftaten am Neumarkt abnehmen wird. Von einem nachts zur NO-GO-AREA verkommenen Neumarktgebietes will deren Vorsitzender Sven Wöhl nichts wissen.
Die Fraktion BfZ/GRÜNE hat im Juni einen Antrag gestellt, wonach derzeit durch die Stadtverwaltung eine umfängliche Prüfung möglicher Maßnahmen zur Verbesserung von Ordnung und Sicherheit, insbesondere an hochfrequentierten Orten der Stadt Zwickau erfolgt. Diese Prüfung schließe auch den Neumarkt ein, so der Geschäftsführer Wolfgang Rau. Nach Vorliegen der Ergebnisse werde über Weiteres zu beraten und entscheiden sein.
Der CDU-Landtagsabgeordnete Gerald Otto war am Montag anlässlich der Ortsbegehung dabei. Er plädiert seit längerem dafür, die neu aufgestellten Sitzmöglichkeiten wieder zu entfernen. Zum einen sind die Betonklötze mit illegalen Graffiti beschmiert und zweitens würden sie die Ausländer zum Herumlungern geradezu einladen.
Robin Schuchardt von der FDP zeigt dagegen Verständnis auch für die sich dort aufhaltenden Jugendlichen. Er war am Montag ebenfalls dabei und hat die Szenerie beobachtet. Er kenne einige der Kids aus dem CityPoint und versuchte sie noch zu beschwichtigen, wie er sagt. Die Verbalattacken auf die vorbei gehenden Passanten findet er jedoch vollkommen inakzeptabel.
Die AfD-Kreisvorsitzende Janin Klatt-Eberle reagierte bereits mit einem Offenen Brief an die SPD-Oberbürgermeisterin Pia Findeiß. Sie fordert energische Maßnahmen gegen die derzeit vorherrschenden Zustände: „Im Besonderen sollen die gesetzliche Nachtruhe ab 22:00 Uhr sowie das geltende Waffenrecht vor allem im Hinblick auf das Verbot zum Mitführen von Stichwaffen mit aller Konsequenz durchgesetzt werden. Des Weiteren bitte ich um Überprüfung der Einhaltung der staatlichen Fürsorgepflicht für die dort Großteils noch minderjährig aussehenden Jugendlichen.“, so ihre nachdrückliche Aufforderung.
Am kommenden Samstag hat der gemeinnützige Verein „Heimat Region Zwickau e.V“ zu einem Picknick am Muldeparadies eingeladen. Hier gab es bis vor kurzem noch ähnliche Verhältnisse wie jetzt am Neumarkt. Damit es nie wieder so weit kommt, wollen die Vereinsmitglieder ein friedliches Zeichen setzen.

Quelle: ZPA
Foto: Alfredo Randazzo

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Dienstag, 7. August 2018

Schlossführung für jedermann und Besichtigung des Mausoleums

mausoleum_altar

Greiz.- Am Sonntag, dem 12. August, wird das Mausoleum in Waldhaus in der Zeit von 11 bis 17 Uhr für Besichtigungen geöffnet sein.
Für den letzten regierenden Fürsten Heinrich XXII. Reuss Aelterer Linie war Waldhaus ein beliebter Ort. Aus diesem Grund ließ er sich im Jahr 1883 seine Ruhestätte, das Mausoleum, errichten.
Vor über 15 Jahren wurde die Begräbnisstelle der letzten Greizer Reußen ä.L. durch die Stadt Greiz renoviert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Eine kleine Ausstellung zur Geschichte des Mausoleums, zu Heinrich XXII. und seiner Familie ist im Inneren der Kapelle zu besichtigen.

Weitere Termine der Öffnung 2018:
09.09.2018 (Tag des offenen Denkmals)
und 14.10.2018.

Das Obere Schloss
ist ein weithin bekanntes, architektonisch wertvolles und markantes Kulturdenkmal, das jeden Betrachter in seinen Bann zieht. Als Wahrzeichen vergangener deutscher Geschichte gibt es dem reizvollen Greizer Landschaftsbild im Tal der Weißen Elster ein charakteristisches Gepräge. Als ehemaliges Residenzschloss wartet es mit einer interessanten und wechselvollen Geschichte auf.
Im Rahmen einer öffentlichen Schlossführung über das Gelände des Oberen Schlosses Greiz können alle Interessierten am Samstag, dem 11. August, auf den Spuren der einstmals fürstlichen Bewohner des Oberen Schlosses wandeln und Episoden aus der Vergangenheit und Gegenwart des beeindruckenden Schlosses erfahren. Die Besichtigung des Fürstlichen Marstalls, des Brunnenraumes und des Gefängnisses sind u.a. Inhalt des Rundganges.
schlossfuehrung1Für Fragen rund um die öffentliche Führung auf dem Oberen Schloss Greiz stehen die Mitarbeiterinnen der Tourist-Information Greiz unter Tel. 03661 – 689815 zur Verfügung.
Internet: www.greiz.de

Termin: Samstag, 11. August 2018
Preise: Erwachsene 3,50 Euro, Kinder 1,50 Euro
Treffpunkt: Greiz, Oberes Schloss, Torhaus, Schloss-Information
Zeit: 14.00 Uhr
Dauer: ca. 1 ½ Stunden

Quelle und Fotos: Stadtverwaltung Greiz