Dienstag, 18. Juni 2019

12.000 Besucher feiern in Zwickau ein Clara-Schumann-Fest

Zwickau.- „Clara 200“ lautet das Motto des Schumann-Festes, das am 6. Juni begann und das am heutigen Sonntagabend mit einem Chorkonzert endet. Mehr als 12.000 Menschen nutzten das breite Programmangebot mit Konzerten, Musik- und Puppentheater, Lichterfest oder Ausstellung, das ganz im Zeichen von Clara Schumann stand. Im vergangenen Jahr hatte das Schumann-Fest, dessen Wurzeln in das Jahr 1847 zurück reichen, etwa 10.000 Besucher zu verzeichnen. Das Kulturamt der Stadt Zwickau, wo Robert Schumann 1810 das Licht der Welt erblickte, widmet sich nun bereits die Vorbereitungen für das kommende Jahr, wenn im Juni der Internationale Wettbewerb für Klavier und Gesang stattfindet.
Dr. Thomas Synofzik, Leiter des Robert-Schumann-Hauses, zeigt sich dementsprechend zufrieden mit dem Schumann-Fest: „Wir haben alle Seiten des kompositorischen Schaffens beleuchtet (Klaviermusik, Trio, Duo-Kammermusik, Lieder, Chormusik), aber auch die Persönlichkeit Clara Schumanns selbst in ihrer Vielfalt aus ganz verschiedenen Perspektiven: So z. B. als Pianistin mit der Sonderausstellung und dem dazugehörigen Konzert mit Peter Bruns, Romelia Lichtenstein und Ragna Schirmer. Und die pädagogische Seite durch die von uns veranstalteten Meisterkurse. Die Abschlusskonzerte dieser Meisterkurse mit Pavel Gililov, Mitsuko Shirai und Yair Kless hatten höchstes künstlerisches Niveau bei zahlreichen Teilnehmern, bei beiden Konzerten auf Schloss Planitz und Schloss Osterstein erklangen auch Kompositionen von Clara Schumann.“
Im Verlauf des Schumann-Festes wurde die gesamte kompositorische Bandbreite Clara Schumanns dargestellt. Das Repertoire reichte bis hin zu Orchesterkonzert, Kammermusik, Solo- und Chorlied. Überhaupt war das Programmspektrum mit Konzerten, Puppen- und Musiktheater, Ausstellungen, Ballett sowie Vortrag breit gefächert. Es gab Erst- und Uraufführungen, beispielsweise von Clara Schumanns heutiger Komponisten-Kollegin Charlotte Seither. Ihre im Auftrag des Theaters Plauen-Zwickau (im Verbund mit anderen Schumann-Städten) entstandene Komposition „Sie, die spricht“ erklang zum Eröffnungskonzert im Konzert- und Ballhaus „Neue Welt“ und erhielt viel Beifall.
Gleich mehrere Konzerte waren, trotz sommerlicher Temperaturen, bis auf den letzten Platz ausverkauft. Neben dem Eröffnungskonzert war das Konzert „Clara in Concert“ mit der diesjährigen Robert-Schumann-Preisträgerin Ragna Schirmer und Peter Bruns sowie die Ballettaufführungen „Clara tanzt“ in den KUNSTSAMMLUNGEN ZWICKAU Max-Pechstein-Museum und die Abschlusskonzerte der Meisterkurse besonders gut besucht. Aber auch das Oldenburger Puppentheater „Laboratorium“, die Pianistinnen Konstanze Eickhorst und Mara Dobrescu oder die Kammersängerinnen Heike Wittlieb und Romelia Lichtenstein begeisterten die Zuhörer.
Als Besuchermagnet erwies sich erneut das Romantische Lichterfest am vergangenen Freitag. Tausende Besucher strömten in den Schwanenteichpark und lauschten den Klängen der überwiegend aus Zwickau und der Region stammenden Ensembles. Der Abend für die ganze Familie bot ein abwechslungsreiches Programm für die kleinen und großen Besucher. Die Jüngeren freuten sich besonders über das Bastelangebot, bei dem liebevoll dekorierte Lichterflöße entstanden, von denen am Ende knapp 1.000 den Schwanenteich in ein beeindruckendes Lichtermeer tauchten. Ein musikalisches Highlight war der Auftritt der Pianistin Natalia Posnova mit ihrem Trio Trinity of Queen. Mit Tom Götze, einem der besten Bassisten Deutschlands, sowie dem Grammy-nominierten Drummer Tim Hahn begeisterte das Trio das Publikum mit einem Mix aus Melodien Clara und Robert Schumanns bis hin zu den legendären Liedern von Freddy Mercury und Queen. 
„CLARA 200“ war somit Höhepunkt eines ganzjährigen Veranstaltungsangebotes, mit dem die Robert-Schumann-Stadt Zwickau den 200. Geburtstag der genialen Gattin des romantischen Komponisten feiert und zugleich ihr Leben und Werk in den Fokus stellte. Clara Schumann, geb. Wieck, war nicht nur Ehefrau von Robert Schumann und Mutter von acht Kindern, sondern eine einzigartig erfolgreiche Pianistin und Komponistin, die zudem als Klavierpädagogin, Konzertveranstalterin und Herausgeberin arbeitete.
2020 findet rund um den Geburtstag des romantischen Komponisten der Internationale Robert-Schumann-Wettbewerb für Klavier und Gesang statt. Der traditionsreiche musikalische Wettstreit findet seit 1956 und im kommenden Jahr zum 18. Mal statt. Bei der letzten Auflage nahmen über 200 junge Künstler aus mehr als 30 Ländern teil. Weitere Informationen zu dem Wettbewerb, der vom 4. bis 14. Juni 2020 stattfindet, sowie die Anmeldung in den Kategorien Klavier und Gesang (samt Sonderpreis Liedbegleitung) sind unter www.schumann-zwickau.de zu finden.

Quelle und Fotos: Stadt Zwickau

Donnerstag, 13. Juni 2019

Werdauer Museum lädt zur Porzellanbestimmung ein


Werdau.- Das Stadt- und Dampfmaschinenmuseum Werdau lädt am Sonntag, den 16. Juni von 14.00 bis 16.00 Uhr zu einer Porzellanbestimmung ein. Privatpersonen, die zu Hause Porzellanfiguren oder Geschirre besitzen und erfahren möchten, wo sie hergestellt wurden, wie alt sie sind oder welchen Wert sie haben, können diese einfach zur Begutachtung mitbringen. Das Team des Museums freut sich auf viele Interessenten.

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Werdau

Ratsschulbibliothek Zwickau erwirbt kostbares Stammbuch von Adligem

Zwickau.- Die noch heute gepflegte Tradition, sich der gegenseitigen Freundschaft zu versichern und dieser Verbindung in Form von Sinnsprüchen, Literaturzitaten oder Zeichnungen schriftlich Ausdruck zu verleihen, hat ihren Ursprung an den protestantischen Universitäten des 16. Jahrhunderts. Stammbücher, später auch als Poesie- oder Freundschaftsalben bezeichnet, von Studenten und Professoren des 16. bis 18. Jahrhunderts sind daher wichtige Zeugnisse der europäischen Gelehrtenkultur und eine zentrale Quelle für die Erforschung von Personennetzwerken in der Frühen Neuzeit. Zugleich sind sie für internationale Kunstsammler begehrte Objekte, wenn sie Einträge von prominenten Zeitgenossen enthalten oder mit Miniaturmalereien und Ziereinbänden künstlerisch aufwändig ausgestattet wurden.
Das künstlerisch wertvolle Stammbuch eines adligen Studenten aus der Zwickauer Region vom Beginn des 17. Jahrhunderts konnte die Ratsschulbibliothek Zwickau im Mai 2019 im internationalen Antiquaratshandel erwerben. Sein erster Besitzer, Loth von Weißenbach, entstammte dem sächsisch-thüringischen Adelsgeschlecht von Weißenbach/Weißbach, das seinen Sitz seit der Mitte des 15. Jahrhunderts auf Burg Schönfels bei Zwickau hatte. Loth wurde als Sohn Hans Wilhelm von Weißenbachs um 1580 in Neuschönfels geboren. Er besuchte zunächst die Zwickauer Lateinschule und studierte ab 1600 in Jena. 1602 setzte er seine Studien in Wittenberg fort, von 1606 bis 1611 hielt er sich – ebenfalls zu Studienzwecken – in Straßburg auf. Als Assessor (Jurist) vertrat er ab 1613 den obersächsischen Reichskreis am Reichskammergericht in Speyer.
Das von Loth von Weißenbach um 1600 angelegte Stammbuch im Format 10,5 x 13,5 cm enthält auf ca. 250 Seiten rund 180 Einträge von Kommilitonen und Professoren aus seiner Studentenzeit. Über 80 der in Deutsch, Lateinisch und Französisch verfassten Einträge sind mit kolorierten Wappenzeichnungen oder filigraner Miniaturmalerei versehen. Die Miniaturen der Straßburger Einträge dürften aufgrund ihrer Güte von Mitgliedern der bekannten Wappenmalerfamilie Brentel geschaffen worden sein.
Größtenteils handelt es sich bei den Eintragenden um Vertreter angesehener Adelsfamilien aus dem gesamten deutschen Sprachraum sowie aus Böhmen, Dänemark und Polen, darunter später regierende Herzöge von Mecklenburg und Grafen von Stolberg-Wernigerode. Ebenso begegnen einem bekannte Geschlechternamen aus der Geschichte Sachsens, Thüringens und Brandenburgs, wie Bismarck, Bülow, Hoym, Knobelsdorff, Podewils, Schönburg, Watzdorf, Werthern. Noch konnten nicht alle Verfasser der Einträge zweifelsfrei identifiziert werden - eine Aufgabe, der sich Mitarbeiter der Ratsschulbibliothek in nächster Zeit widmen werden.
Der Ankauf erfolgte mit Unterstützung der Sparkasse Zwickau sowie des Fördervereins der Bibliothek „Freunde der Ratsschulbibliothek Zwickau e. V.“.

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau


Brunnenfest: Bad Elster feiert den Elsterquell

Bad Elster.- Von Freitag, den 28. bis Sonntag, den 30. Juni findet zum Abschluss der farbenreichen Rhododendronblüte zum 109. Mal das beliebte Brunnenfest Bad Elster als Kultur- und Volksfest in Sachsens traditionsreichstem Staatsbad statt. Dieses über die Region hinaus bekannte Volksfest im prächtigen Ambiente Königlicher Anlagen lässt dabei dieses Sommerwochenende zu einer besonderen Attraktion im Vogtland werden. Eröffnet wird das traditionsreiche Fest bereits am Freitag mit der meisterhaften Verdi-Oper „Nabucco“ in großer Ausstattung im NaturTheater Bad Elster.
Im Jahr 2019 haben sich die Veranstalter des Festes dazu entschieden, am Samstag und Sonntag ein neues, eintrittsfreies Festkonzept umzusetzen, um das traditionsreiche Stadtfest zukunftsfähig im ganzjährigen, breitgefächerten Eventplan der Kultur- und Festspielstadt zu platzieren. Mit dem beliebten 17. Naturmarkt regionaler Direktvermarkter in der Badstraße (Samstag), der großen Brunnenfest-Party mit NOBODY am Samstagabend und den bunten, abwechslungsreichen Programmpunkten auf dem Badeplatz wird Bad Elster dabei wieder zu einem Ausflugsziel für die ganze Familie! Zusätzlich steht in diesem Jahr auch das 350-jährige Jubiläum des »Elsterquells« als dem Gesundbrunnen des Moor- und Mineralheilbades im besonderen Fokus: So gibt es ein Quellenquiz mit einer historischen Fotoecke im Brunnentempel der Marienquelle, Brunnenmädchen flanieren in historischen Kostümen durch die Königlichen Anlagen und Familienangebote wie ein Streichelzoo, Aquazorbing oder eine Mal- und Bastelstraße locken auf das zentral gelegene Festgelände. Durch die Neuauflage eines historischen Traktoren-Korsos mit Landmaschinen aus dem Vogtland, Sachsen, Bayern & Böhmen gibt es am Sonntag zudem eine weitere, publikumsnahe Festattraktion. Insgesamt gibt es an diesem Wochenende aber auch wieder jede Menge bunte Unterhaltung: Dazu zählt Folklore, Tanzeinlagen und Konzerte so zum Beispiel mit schräger Brassmusik der Tam Tam Combony, Jazzstandards der Graslitzer Bigband oder Unterhaltung mit Vogtlandstar Silke Fischer.
Beendet wird das umfangreiche Festprogramm am Sonntag mit der Operettenaufführung „Im weißen Rössl“ im König Albert Theater. Damit wird dieses über die Region hinaus bekannte Volksfest im prächtigen Ambiente der Bäderarchitektur Bad Elsters wieder zum Top-Ausflugsziel im Vogtland!

Alle Infos: 037437/ 53 900 | www.badelster.de

Freitag, 7. Juni 2019

Gartenbahntreffen zum Start der Museumsgartenbahnsaison

Werdau.- Die Signale stehen auf Grün. Am kommenden Wochenende macht der ICE wieder Station in Werdau, leider nicht auf den Gleisen der Bundesbahn, dafür aber im Gartenbahngelände des Stadt- und Dampfmaschinenmuseums.
Es ist wieder soweit: der Verein „Museumsgartenbahn Werdau e.V.“ veranstaltet am 8. und 9. Juni 2019 sein traditionelles Gartenbahntreffen. Modellbauer aus Sachsen, Thüringen und Brandenburg bringen wieder ihre Modelle nach Werdau, um sie auf der außergewöhnlichen Anlage zu präsentieren. Mit den Modellen im Maßstab von 1:20, die nur im Eigenbau hergestellt werden können, unterscheidet sich das Werdauer Gartenbahngelände von anderen Anlagen. Auf ebenfalls verlegten Gleisen der Spurweite 1:32 (LGB) können auch Besucher an diesem Wochenende ihre mitgebrachten Bahnen fahren lassen. Das neu gebaute Modell der Burg Schönfels wird erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.
Auf dem Museumshof können Kinder verschiedene alte Spiele aus der Zeit der Großeltern ausprobieren. Ob das Riesenmikado, der „Nussknacker“ oder das Wikinger-Schach - alles verspricht jede Menge Spaß. Modellbahnhändler runden das Angebot ab. Für das leibliche Wohl sorgt in bekannter Weise Birkners Grill- und Löschzug.
Außerdem erwartet Sie im Museum die Sommerausstellungen „Zerbrechliche Reiseträume – Landschaftsbilder auf Porzellantassen und -tellern“ sowie „Bilder, Taschen und Modeaccessoires aus Glasperlen“.

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Werdau

Freitag, 31. Mai 2019

„Clara 200“: Interview mit Clara Schumann in Zwickau

Zwickau.- Zum diesjährigen Schumann-Fest, das anlässlich ihres 200. Geburtstags unter dem Motto „Clara 200“ steht, trifft sich Clara Schumann, geb. Wieck (Alias Christine Adler) mit dem Direktor des Robert-Schumann-Hauses, Thomas Synowczik, zu einem Interview auf dem Marktplatz:
„Ich habe Robert geliebt, abgöttisch geliebt. Als er in unser Leipziger Zuhause kam, war ich noch ein Kind. Begeistert lauschte ich mit meinen Brüdern seinen phantasievollen Geschichten. Musik und Klavierspiel verbanden ihn und mich von Anfang an“, schwärmt Clara rückblickend von ihrem geliebten Ehemann.
Diese Zuneigung beruhte von Anfang an auf Gegenseitigkeit:
Robert staunte: „Was ist Clara für ein Wesen!...Kaum drei Schuh hoch, liegt ihr Herz schon in einer Entwicklung, vor der mir bangt. Launen und Laune, Lachen und Weinen. Tod und Leben, meist in scharfen Gegensätzen, wechseln in diesem Mädchen blitzschnell…“ (Robert Schumann, Tagebuch, 4.7.1831)
Diese und noch viele weitere Geschichten aus dem Leben von Clara Schumann erfahren Sie am 8. Juni um 17 Uhr unter dem Robert-Schumann-Denkmal auf dem Hauptmarkt in Zwickau.
Über das Leben von Clara Schumann ist auch eine Hörspiel-CD unter dem Titel „Clara in Nöten“ erschienen, die hier erhältlich ist: Hörspiel-CD

Dienstag, 28. Mai 2019

Museen und Tourist-Information Greiz an Himmelfahrt geöffnet

Greiz.- Am 30. Mai 2019 (Christi Himmelfahrt) haben das Sommerpalais im Fürstlich Greizer Park, das Museum Oberes und das Museum Unteres Schloss sowie die Tourist-Information Greiz im Unteren Schloss jeweils von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr geöffnet.
Im Museum Oberes Schloss sind die Dauerausstellung „Vom Land der Vögte zum Fürstentum Reuß älterer Linie“ und die Sonderausstellung „Landschaften – Stationen eines Lebens – zum 110. Geburtstag des Malers & Grafikers Herbert Reiher“ und im Museum Unteres Schloss die Sonderausstellungen „Ruf der Berge…. – 150 Jahre Alpenverein und die Greizer Hütte“ & „Eisige Höhen – Konrad Henker: Radierungen“ zu sehen. Das Sommerpalais im Fürstlich Greizer Park zeigt die große Ausstellung „250 Jahre Sommerpalais“.
Tipp für die Besichtigung der drei Museen: die MuseumsCard Greiz. Sie ist 2 Tage ab der erstmaligen Nutzung gültig und erhältlich im Museum Oberes Schloss, im Sommerpalais und in der Tourist-Information Greiz.

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Greiz

Freitag, 24. Mai 2019

Robin Schuchardt (FDP) will in drei Jahren E-Wahlen in Zwickau

Hallo, mein Name ist Robin Schuchardt. Ich bin Ihr FDP-Kandidat für Zwickau. Wie allgemein bekannt ist, wird am kommenden Sonntag gewählt.  An dieser Stelle möchte ich noch einmal erläutern, was ich in Zwickau bewirken und verbessern will.

Freies W-Lan und flächendeckend schnelles Internet
In vielen Städten ist es mittlerweile gang und gäbe, dass es im Zentrum freien Zugang zu W-Lan gibt. Dies steigert nicht nur die Attraktivität der Innenstadt für Händler und Besucher, sondern ist ein Zeichen in Richtung Zukunft. Der Ausbau von schnellem Internet in allen Teilen der Stadt ist zudem erforderlich, um einen guten IT- und Medienstandort in Westsachsen zu gründen. Unser Ziel als Stadt sollte es sein, im Jahre 2022 erstmals E-Wahlen (Stimmabgabe über das Internet) durchzuführen.
Beleuchtung von Parks und Plätzen
Viele Wege, Parks und Plätze sind in unserer Stadt nur unzureichend beleuchtet. Beispiele sind Teile des Schwanenteichs oder auch der Mulderadweg. Dies befördert nicht nur die Angst der Menschen vor nächtlichen Überfällen, sondern ist auch eine reale Unfallgefahr. Deshalb schlage ich vor, wir bringen Licht ins Dunkel und sorgen für mehr Beleuchtung auf Wegen, Plätzen und in Parks.
Zuganbindung
Vor rund 20 Jahren war der Zwickauer Hauptbahnhof ein guter Startpunkt, um in viele Teile der Republik zu gelangen. Allein die  Verbindung Zwickau – Göttingen hatte damals viele Vorteile gebracht. Jetzt müssen Zwickauer  erst nach Glauchau oder Gößnitz fahren, um dort umzusteigen. Dies möchte ich ändern und den Hauptbahnhof wieder zu einem Start-Bahnhof machen. Die Strecke Zwickau – Gera wäre ein guter Anfang.

Robin Schuchardt / FDP-Kandidat auf Listenplatz 16

Mittwoch, 22. Mai 2019

Klein aber oho: Kids sind kleinen Dingen auf der Spur

Werdau.- Kennen sie das: ein kleiner Moment, der zur Ewigkeit wird, ein winziges Steinchen zwischen den Fußzehen, viele kleine Pixel, die ein Foto ergeben oder ein Samenkörnchen, aus dem eine Pflanze wächst? Kleines kann so Unterschiedliches bewirken, Schönes und weniger Schönes. Diesem „kleinen“ und doch so großen Thema widmen sich (nicht nur) am Dienstag, 28. Mai 2019 alle Kinder in Kitas, Horten und Grundschulen, denn dann ist wieder bundesweiter „Tag der kleinen Forscher“. Unter dem Motto „Klein, aber oho!“ gehen sie auf Entdeckungsreise und erkunden, was Kleines alles bewirken kann.
Auch die kommunalen Kitas und Horte Zwickaus verwandeln sich in diesem Jahr wieder in kleine Forscherlabore. Die Kids werden Kompost und Erde sieben, Knallerbsen unter die Lupe nehmen, unterschiedliches Platzempfinden beleuchten, auf Zeitungen tanzen, einen Regenwald im Glas herstellen und sich mit vielen kleinen Schnipseln, die zu buntem Konfetti werden, selbst eine große Freude bereiten. Etwas spannend-kniffliger wird es für sie, Zeiträume zu erkunden. Aber auch dabei hilft entsprechendes Aktionsmaterial der Stiftung, wie z. B. kleine Sanduhr-Experimente. Das Verständnis für Zeit ist eine Grundlage des Zusammenlebens und wichtig, um sich über die Vergangenheit und Zukunft Gedanken machen und sich später für zukünftige Generationen engagieren zu können. Außerdem wird’s hier und da noch ein - wenn auch etwas verspätetes - großes Frühlingserwachen geben, wenn aus kleinen Samen große Blumen wachsen. Weniger schön sind kleine Krankheitserreger. Kein unwichtiges Thema, deshalb wird auch die Alltagshygiene in den Fokus der Kids rücken.
Im Kita-Alltag begegnen die Mädchen und Jungen vielem, das groß oder klein wirkt: Neben einem ausgewachsenen Baum fühlen sich die Steppkes winzig klein. Treffen sie aber auf eine Ameise, dürften sie sich wie ein Riese fühlen. Um sagen zu können, ob etwas groß oder klein ist, ist immer ein Vergleich nötig: Was erscheint uns warum klein, was groß? Auch sollte das Kleine nie unterschätzt werden, denn oft liegt darin vieles verborgen, was nicht auf Anhieb erkennbar ist. Unabhängig von seiner Größe kann ein Lebewesen oder ein Ding der Auslöser für Erstaunen sein und Großes bewirken. Diese Fragen bieten gute Anlässe zum Forschen.
Aufmerksames beobachten, Fragen stellen, sich ausprobieren und nach Lösungen suchen – all das schult die Denkfähigkeit jedes einzelnen Kindes. Der "Tag der kleine Forscher" möchte  Begeisterung für das Forschen wecken, kindgerecht Zusammenhänge vermitteln, stark für die Zukunft machen und zum nachhaltigem Handeln befähigen. Zahlreiche Initiativen und Entscheiderinnen und Entscheider aus der Politik unterstützen den Aktionstag.
Der "Tag der kleinen Forscher" ist eine Aktion der Stiftung "Haus der kleinen Forscher" und findet seit 2009 statt. Jedes Jahr widmet er sich einem neuen Thema und zeigt, dass Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik lebendig, spannend und allgegenwärtig sind. „Die Wertschätzung der kleinen Dinge und ein bewusster Umgang mit ihnen sind eine wichtige Voraussetzung für einen verantwortungsvollen und nachhaltigen Umgang mit unserer Welt. Das diesjährige Motto inspiriert dazu, gemeinsam mit Kindern die Perspektive zu wechseln und die Bedeutung, den Wert und auch die Wirkung des scheinbar Kleinen zu erkennen“, sagt Michael Fritz, Vorstandsvorsitzender der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“.

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Werdau

Samstag, 18. Mai 2019

Amtsgericht Zwickau: Staatsanwaltschaft mauert und Justizminister kneift

Werdau/Zwickau/Dresden.- Die Vorwürfe gegen die beteiligten Richter, Staats- und Rechtsanwälte im Fall der nachgewiesenen Urkundenfälschung am Amtsgericht Zwickau (WSZ berichtete) werden immer lauter. Jetzt wurde bekannt, dass sowohl die Direktorin Eva-Maria Ast, wie auch Gerichtspräsident Eberhard Kirst seit Jahren Kenntnis von dem Vorfall hatten, jedoch nichts dagegen unternahmen. Kritiker nennen das „Strafvereitelung im Amt“ und fordern sofortige Konsequenzen. Ob es diese in absehbarer Zeit geben wird, bleibt indes fragwürdig. Zwar hat sich zwischenzeitlich Sachsens Justizminister Sebastian Gemkow mit dem Fall befasst, konnte oder wollte jedoch bisher ebenfalls keine Aufklärung herbei führen.
Die von diesem Justizskandal betroffene Werdauerin kämpft seit Jahren um ihr Recht. Sie verlor ihr gesamtes Vermögen sowie ihr Haus an skrupellose Rechtsanwälte. Und das, wie sie sagt, auch mit Unterstützung von Zwickauer Richtern und Staatsanwälten. Trotz mehrfach nachgewiesener und durch Juristen bestätigter Straftaten innerhalb des Zwickauer Amstgerichts denkt kein Staatsanwalt daran, diesen Fall weiter zu verfolgen. Justizminister Gemkow erteilt, trotz eines vor der Presse abgegebenen Versprechens, keine Anweisung zu weiteren Ermittlungen, obwohl er dazu befugt ist. „Die Angst, selbst ins Kreuzfeuer der Kritik zu geraten, ist wohl zu groß“, vermutet die Betroffene.
Wie brisant die Sache inzwischen geworden ist, zeigen die Reaktionen auf unsere bisher veröffentlichten Artikel. So zum Beispiel die des Dipl. med. Wilfried Meißner (Foto). Er ist Facharzt für Anatomie, Psychiatrie, Psychotherapie a.D. und verfolgt diesen Fall mit großem Interesse. Meißner stellt regelmäßig Anfragen an Behörden und deren Funktionäre, um offensichtlichen Ungereimtheiten sowie Fehlentscheidungen auf den Grund zu gehen. Ihm fällt auf, dass sich in den Verwaltungsstrukturen der Zwickauer Gerichte immer mehr scientologische Merkmale wieder finden: „Die Arbeitsweise mancher Richter ist für mich befremdlich. Wenn ich sehe, mit welchen Argumenten hier teilweise versucht wird, geltendes Recht zu umgehen, stellt sich mir die Frage, inwiefern hier noch von richterlicher Unabhängigkeit gesprochen werden kann und nicht von Schulterschluß-Geist.“
In seinen  Funktionen  im Netzwerk „Deutsches Institut für Totalitarismusabwehr“ hat der Vorsitzende des Vereins „Anti-Korruption . Reformation 2014  e.V.“ schon vieles erlebt. Seine Erfahrungen  reichen zurück bis ans Ende der DDR-Diktatur. Gern würde er Einzelberichte zu einem Buch zusammen fassen, wenn er nicht täglich mit neuen systembedingten Problemen konfrontiert würde, die seine Zeit beanspruchen, wie er sagt. Im aktuellen Fall sieht Meißner die zugrunde liegenden Versäumnisse zunächst beim ersten Rechtsanwalt der Betroffenen. „Dieser sogenannte `Doktor´ Schübel hat zum Beispiel die Beschwerdefrist versemmelt und wird nun von Staatsjuristen geschützt, die zum Teil zu Unrecht `altes Recht´ anwendeten, trotz Fristversäumnis weiterverhandeln ließen und sich nun pflichtwidrig weigern, unrichtige Daten zu korrigieren, die Folgen einer der Vertuschung dienenden  Urkundverfälschung (Verstecken eines Rechtskraftvermerkes) zu korrigeren und somit die Voraussetzungen für die Anerkennung eines Staatshaftungsfalles zu schaffen“, so Meißner. Wobei er gleich zum nächsten Kritikpunkt kommt: „Laut einer Aussage von Jörn Wunderlich, selbst ehemaliger Richter und Bundestagsabgeordneter der LINKEN, sind Richter der fortbildungsresistenteste Berufsstand überhaupt.“

Karikatur aus dem Jahre 2009: Kunst und Justiz