26 Februar 2026

Kulturfestival lädt ein: 5. Chursächsischer Frühlingszauber in Bad Elster

Westsachsen/Bad Elster.- »Vom Eise befreit sind Strom und Bäche, durch des Frühlings holden, belebenden Blick; im Tale grünet Hoffnungsglück…« mit diesen weltberühmten Worten beginnt Goethes Osterspaziergang als Klassiker der Weltliteratur. Die Kultur- und Festspielstadt Bad Elster präsentiert dieses »Hoffnungsglück im Elstertal« nun als Chursächsischen Frühlingszauber zum Saisonauftakt in den aufblühenden Königlichen Anlagen des Heilbades. Die nunmehr 5. Ausgabe des zauberhaften Frühlingsfestivals findet vom 13. März bis 26. April 2026 statt und bietet neben zahlreichen erstklassigen Kultur- und Theaterveranstaltungen auf der »Festspielmeile der kurzen Wege« auch königliche Osterfeiertage rund um den geschmückten Osterbrunnen (02.04.-06.04.) und ein geschmackvolles KunstFest (24.-26.04.) am letzten Festivalwochenende.
Zentrum des kulturellen Frühlingserwachsens ist das historische König Albert Theater. Höhepunkte sind hier der Operettenklassiker „Die Fledermaus“ (13.03. & 17.04.), ein Symphoniekonzert mit dem Chor der Frauenkirche Dresden in Bad Elster (28.03.), das Shakespeare-Ballett „Macbeth“ (05.04.), die beiden Schauspiele „Der Name der Rose“ (29.03.) und „Orson Welles probt Moby Dick“ (12.04.) sowie die Musicalerlebnisse „Anatevka“ (27.03.) und „Azzurro Tre“ am 4. April. Aber auch zahlreiche Stars blühen auf der Bühne Bad Elsters auf: So können sich die Gäste aus nah und fern u.a. auf spezielle Theaterabende mit Jay Alexander (14.03.), Gundermanns Seilschaft (21.03.), die Weltstarsopranistin Simone Kermes (06.04.), Tatort-Kommisssarin Meret Becker (11.04), Bestseller-Autor Benjamin von Stuckrad-Barre (19.04.), die Publikumslieblinge Ann-Kathrin Kramer & Harald Krassnitzer (25.04.) oder ein Schokoladenkonzert von Christina Rommel (26.04.) freuen. Außerdem gibt es in Bad Elster mit einer Irish-Folk-Show (22.03.), einem Rod-Stewart-Tribute (02.04.), einer Paul-Lincke-Gala als Benefizkonzert (01.04.) und einem Kabarettabend mit Reiner Kröhnert (10.04.) unterhaltsame Erlebnisangebote rund um einen bezaubernden Frühlingsaufenthalt.
„Wenn im Frühjahr die Königlichen Anlagen Bad Elsters aufblühen, entsteht eine ganz besondere Atmosphäre: Dann bieten Natur und Kultur eine tolle Aufenthaltsinspiration. Dieser Frühlingszauber bietet für unser Publikum aller Generationen aus nah und fern den idealen Rahmen für Musiktheater, Schauspiel, Konzerte, Kabarett und Kunst – als kulturelle Muße zur individuellen Bad-Elster-Auszeit unserer Gäste.“ GMD Florian Merz (Intendant und Geschäftsführer der gesamtverantwortlichen Chursächsischen Veranstaltungs GmbH)
Bad Elster bietet mit seinen kunstvoll gestalteten Königlichen Anlagen aus mondäner Bäder- und Parkarchitektur und den sieben historischen Veranstaltungsstätten auf der „Festspielmeile der kurzen Wege“ eine einzigartige Atmosphäre für diesen Chursächsischen Frühlingszauber. Mit der Soletherme & dem Wohlfühlzentrum im Albert Bad, dem Sächsischen Bademuseum, spannenden Ausstellungen oder verschiedenen Themenführungen und Kammermusikprogrammen von Ensembles der Chursächsischen Philharmonie gibt es in Bad Elster ganzjährig eine hohe Aufenthaltsqualität. Abgerundet wird diese durch eine strahlende Lichterwelt der Königlichen Anlagen. Hier können die Gäste täglich durch den Frühlingsduft der weitläufigen Parkanlagen flanieren, ihre Sinne berühren lassen und die Architekturschönheiten als Frühlingszauber Bad Elsters an atmosphärischen Orten in glänzender Naturkulisse ganz neu erleben: »Zufrieden jauchzet Groß und Klein: Hier bin ich Mensch, hier darf ich‘s sein!« Alle Infos zum Festivalprogramm: 037437/ 53 900 | www.chursaechsische.de

Geige aus historischem Kornhausholz erklingt erstmals öffentlich

Westsachsen/Zwickau (Stadt des überklebten Rechtskraftvermerks).- Der Förderverein der Stadtbibliothek Zwickau lädt am Samstag, dem 21. März, zu einem Konzert der besonderen Art in den Saal der Zwickauer Stadtbibliothek ein. Ab 19 Uhr sind das Kammerorchester des Robert Schumann Konservatoriums zusammen mit den Solisten Josef und Antonie Vlček (Violine) unter der Leitung René Pinnows zu erleben.

Der Star des Abends ist in diesem Fall jedoch nicht der Musiker selbst, sondern vielmehr sein Instrument: Der aus Tschechien stammende Violinist Josef Vlček, der derzeit bei den Robert-Schumann-Philharmonikern Chemnitz engagiert ist, spielt eine Geige aus dem originalen Holz des Kornhaus-Daches, das inzwischen mehr als 540 Jahre alt ist.
Eröffnet wird das erste öffentliche Konzert dieser Geige an diesem Abend mit dem Frühling aus Antonio Vivaldis Die vier Jahreszeiten op. 8. Im Anschluss erklingt Johann Sebastian Bachs Konzert für zwei Violinen d-Moll BWV 1043, gefolgt vom Sommer – ebenfalls aus Vivaldis Jahreszeiten – der den Abend beschließt. Karten für dieses ungewöhnliche Konzert sind ab 2. März erhältlich.
Eine Einführung vor dem Konzert gibt Prof. Dr. Lutz Weißbach. Der Professor der Fakultät für Kraftfahrzeugtechnik an der Westsächsischen Hochschule in Zwickau ist unter anderem für die CAD-Ausbildung der Studenten der Fakultät Musikinstrumentenbau in Markneukirchen zuständig. So pflegt er enge Kontakte in den sogenannten Musikwinkel. Außerdem zeichnet er unter anderem auch verantwortlich für das 3D-Tast-Modell des Kornhauses in der Stadtbibliothek Zwickau, das in Kooperation mit der Behindertenbeauftragten der Stadt Zwickau sowie seinem Kollegen Detlef Neumann via 3-D-Druck und Modellbau entstand.
Während der Dachsanierung des Zwickauer Kornhauses mussten große Teile des Tannenholzes im Tragwerk ersetzt werden. Dabei blieben einige größere Stücke historischen Holzes übrig. Statt dieses zu entsorgen, hatten Arndt und Katrin Liebig, ehemals Inhaber des traditionsreichen Ladengeschäfts „Kunsthandwerk Liebig“, die Idee, dem Holz ein zweites Leben zu verschaffen. In Zusammenarbeit mit dem Holzgestalter Swen Kaatz und dem Schmiedemeister Tino Trültzsch entstanden einzigartige Objekte aus Kornhausholz. Die Sammlerstücke vom Kerzenleuchter bis zur Pyramide, von der Uhr bis zum Hocker waren und sind bei Zwickauer Bürgern sowie Besuchern der Stadt gleichermaßen beliebt. Nach vielen Jahren des künstlerischen Schaffens geht der Vorrat an diesem Holz zur Neige.
t Das vielleicht ungewöhnlichste Projekt dieser Idee hat inzwischen seine Vollendung gefunden: der Bau einer Geige aus Kornhausholz. Dazu konnte Prof. Dr. Lutz Weißbach den Kontakt zur Fakultät Musikinstrumentenbau in Markneukirchen herstellen. Dort wurde das Tannenholz zunächst getestet, ob es für den späteren anspruchsvollen Einsatz geeignet ist, denn diese Holzart ist nicht erste Wahl beim Bau einer Violine. Schon Stradivari setzte ganz auf (Hasel-)Fichte für die Decke, Ahorn für den Corpus. Aber auch weitere Voraussetzungen müssen gegeben sein: ausreichende Festigkeit, um den Druck, der auf die Saiten ausgeübt wird, auszuhalten, und ausreichende Elastizität, um die von den Saiten ausgehenden Schwingungen aufzunehmen und zu verstärken. Ahornholz hingegen verbindet hohe Stabilität und Festigkeit mit moderater Dichte, die den Klang des Instruments maßgeblich beeinflusst. Tannenholz hingegen wird seltener und dann meist beim Bau tieferer Streichinstrumente eingesetzt.
Leiter der Untersuchungen war Prof. Dr. Gunter Ziegenhals. Nachdem er „grünes Licht“ erteilte, begann der Bau des Saiteninstruments. Damit betraut war die Hochschulabsolventin Ieva Tranaite. Die junge Geigenbauerin hat ein wundervolles Handwerksstück erschaffen, dessen Werdegang so ungewöhnlich wie einzigartig ist. Die Fertigstellung des Instruments liegt inzwischen knapp sechs Jahre zurück. Seit 2023 wird die Geige von Josef Vlček nicht nur eingespielt, sondern er ließ sie von Ieva Tranaite auch auf die speziellen Bedürfnisse anpassen.
Die Eintrittskarten für diesen außergewöhnlichen Konzertabend im Siegfried-Heinze-Saal der Zwickauer Stadtbibliothek sind dort ab Montag, dem 2. März 2026 zum Preis von 25 Euro während der bekannten Öffnungszeiten erhältlich.
Quelle und Fotos: Stadtverwaltung Zwickau

25 Februar 2026

Bad Elster: 23. Chursächsische Winterträume erfolgreich beendet

Westsachsen/Bad Elster.- Mit einem vollbesetzten König Albert Theater Bad Elster endeten am 22. Februar die 23. Chursächsischen Winterträume als das verbindende Festival der Musik- und Wintersportregion Oberes Vogtland. In der erfolgreichen Ausgabe unter der Schirmherrschaft der Sächsischen Staatsministerin für Kultur und Tourismus, Barbara Klepsch, inszenierte die Chursächsische Veranstaltungsgesellschaft (CVG) wieder die kulturelle und touristische Angebotsvielfalt des Oberen Vogtlands rund um die Tourismuszentren der Kultur- und Festspielstadt Bad Elster, dem Radon-Mineralheilbad Bad Brambach, der Perlmutterstadt Adorf, der Musikstadt Markneukirchen, der Weltcup-Ferienregion Klingenthal und Schöneck, dem Balkon des Vogtlandes zu einer stimmigen Einheit. Insgesamt konnten dabei vom 1. Advent bis zum 22. Februar allein bei den über 100 Kulturveranstaltungen der unterschiedlichsten Genres in der Kultur- und Festspielstadt Bad Elster rund 29.000 Besucher aller Generationen aus nah und fern begrüßt werden. Damit erreichten die Besucherzahlen der Chursächsischen Winterträume erneut das Rekordniveau des Vorjahres.

Hauptaustragungsort des Festivals ist traditionell das historische König Albert Theater in Bad Elster, welches mit einem vielfältigen Angebot von Klassik bis Pop, von Oper bis Comedy über Schauspiel bis hin zu Jazz, Lesungen und Kleinkunst die zahlreichen Gäste der Winterurlaubsregion des Oberen Vogtlandes begeisterte. Höhepunkte im König Albert Theater waren vor allem das festliche Eröffnungskonzert, das Adventskonzert des MDR Kinderchores, eine Operngala der Semperoper Dresden sowie ganz besondere Theatervorstellungen u.a. mit Stars wie Ulrich Tukur, Wolfgang Niedecken, Fritz Karl und Uschi Brüning. „Mit unserem kooperativen Festivalansatz verbinden wir das hochwertige Erlebnisangebot der Königlichen Anlagen Bad Elster mit den qualitätsvollen Saisonhöhepunkten unserer Nachbarkommunen und schaffen so ein starkes touristisches Gesamterlebnis für die Musik- und Wintersportregion Oberes Vogtland“, resümiert GMD Florian Merz, Intendant der gesamtverantwortlichen Chursächsischen Veranstaltungsgesellschaft und ergänzt: „Auf diese Weise verankern wir das überregional ausstrahlende Kulturangebot bewusst im regionalen Kontext – als gemeinsamen Mehrwert und als wichtigen Impuls für einen nachhaltigen Ganzjahrestourismus.“
So umfasste das Festival u.a. auch die Wintersportevents in der Sparkasse Vogtland Arena Klingenthal und integrierte passende „Wohlfühlträume“ im einzigartigen Albert Bad mit Soletherme & Saunawelt in Bad Elster bzw. der idyllisch gelegenen Bade- und Saunalandschaft im benachbarten Bad Brambach. Aber auch aktive „Erlebnisträume“ im Wintersportzentrum der Skiwelt Schöneck bzw. spannende Entdeckungen im neuen Erlebnismuseum Perlmutter in Adorf oder dem Musikinstrumenten-Museum Markneukirchen waren Bestandteil des Festivalkonzepts. Die 24. Chursächsischen Winterträume als Kulturfestival der Musik- und Wintersportregion Oberes Vogtland finden vom 27. November 2026 bis zum 21. Februar 2027 statt. Bereits bestätigte Höhepunkte sind u.a. die Eröffnungsveranstaltung mit der Premiere zu Mozarts Opernklassiker „Die Zauberflöte“ (27.11.26), die Konzerte von Ex-Polarkreis18-Sänger Felix Räuber (29.11.26), Ross Antony (19.12.26) und The Queen Six (26.12.26) sowie die Christmas-Show der Moving Shadows (20.12.26) und der neue Theaterabend von Bestseller-Autor Ferdinand von Schirach (09.+10.01.27). Alle Infos: 037437/ 53 900 | www.chursaechsische.de

24 Februar 2026

EXKLUSIV: Das „System Zwickau“ – Wenn Juristen Juristen erpressen

Westsachsen/Plauen/Zwickau
(Stadt des überklebten Rechtskraftvermerks).- Ein erschütterndes Dokument bringt ans Licht, was hinter den verschlossenen Türen der sächsischen Justiz offenbar zur Arbeitspraxis gehört: Beeinflussung, offene Drohungen und der Verdacht auf systematische Erpressung unter Berufskollegen. Was bisher als „Schulterschluss“ vermutet wurde, tritt nun durch einen brisanten Briefwechsel mit aller Deutlichkeit zutage.


Mit einem Schreiben vom 19. Januar (Fotokopie) wurde eine Grenze überschritten, die das Vertrauen in den Rechtsstaat in seinen Grundfesten erschüttert. Der Plauener Rechtsanwalt Reinhard Schübel – dessen akademischer Grad „Doktor“ aufgrund einer hanebüchenen, grammatikalisch fehlerhaften und in keiner Datenbank existierenden „Dissertation“ mehr als zweifelhaft ist – droht einem Berufskollegen, Stefan Titz, offen mit Verrat.
Die Botschaft ist klar: Gehorcht Titz nicht dem Willen Schübels, soll er wegen eines angeblichen Prozessbetruges in Bedrängnis gebracht werden. Es ist ein beispielloser Vorgang, der zeigt, mit welchen Bandagen in der Justizregion Zwickau gekämpft wird: Wer nicht mitspielt, wird durch gezielte Denunziation mundtot gemacht.

Die Akte Schübel: Flucht vor der Haftung?
Hinter dieser Aggressivität scheint nackte Existenzangst zu stehen. Es erhärtet sich der Verdacht, dass Schübel diese Methoden der Manipulation nicht zum ersten Mal anwendet. Im Zentrum steht die Überklebung eines gültigen Rechtskraftvermerks (RKV). Ging es dabei darum, eine eigene fehlerhafte Rechtsmitteleinlegung zu kaschieren? Musste Schübel mit allen Mitteln verhindern, dass sein beruflicher Fehler erkannt wird? Eine Haftung in diesem Fall hätte für Schübel, der laut öffentlich zugänglichen Informationen bereits unter massiven finanziellen Problemen litt, das endgültige berufliche Aus bedeutet. Es drängt sich die Frage auf: Wurden hier Urkunden manipuliert, um den eigenen Kopf aus der Schlinge zu ziehen?

Der Zwickauer „Schulterschluss“: Ein Sumpf aus Gefälligkeiten?
Dass solche Methoden überhaupt Erfolg versprechen, liegt an einem Justizapparat, der offensichtlich wegschaut. Seit 2012 duldet das Amtsgericht Zwickau nachweislich eine Urkundenfälschung und unterdrückt einen gültigen Rechtskraftvermerk. Wenn das Gericht selbst geltendes Recht ignoriert (wie im Urteil des LG Zwickau, Az.: 4 O 567/20 dokumentiert), fühlen sich Akteure wie Schübel offenbar unangreifbar.



Die Rolle von Markus Colli: Verzweiflung oder System?

In diesem Zusammenhang rückt eine Personalie besonders in den Fokus: der ehemalige Oberstaatsanwalt und jetzige Amtsgerichtsdirektor in Aue, Markus Colli (Foto 2.v.r. neben Justizministerin Constanze Geiert). Hat Schübel auch die Staatsanwaltschaft Zwickau und namentlich Markus Colli unter Druck gesetzt? Warum agiert Colli in seiner aktuellen Position so suspekt und nimmt eine fragwürdige Doppelrolle ein? Beobachter beschreiben Collis aktuelles Vorgehen als gezeichnet von „völliger Verzweiflung und Nervosität“. Er scheint mit aller Macht einen Unschuldigen zu verfolgen – ein Verhalten, das oft dann auftritt, wenn eigene Verstrickungen aus der Vergangenheit ans Licht zu kommen drohen.

Fazit: Eine Justiz am Abgrund
Die Vorfälle in Zwickau, Plauen und Aue sind kein lokales Ärgernis mehr. Die Region Westsachsen ist Schauplatz einer Justiz-Posse geworden, die Züge organisierter Kriminalität trägt sowie ein Symptom für eine Justiz, in der Korruption und erpresserische Methoden zur „Normalität“ geworden sind. Wenn ein „Winkeladvokat“ ohne echten Doktorgrad die Ermittlungsbehörden vor sich hertreibt und Richter Akten manipulieren oder manipulieren lassen, um Haftungsfragen zu entgehen, Urkunden unterdrückt werden und Staatsanwälte in Abhängigkeiten geraten, ist der Rechtsstaat am Ende.

Erstellt nach Faktencheck mit Unterstützung von KI

Tipp der Woche: Hommage an Bernstein mit Ulrich Noethen

Westsachsen/Bad Elster.- Am Freitag, den 6. März lädt mit Ulrich Noethen einer der führenden deutschen Charakterdarsteller in Film und Fernsehen um 19.30 Uhr zu einer Hommage an Leonard Bernstein ins König Albert Theater ein. Unter dem Titel »Benutzen Sie immer denselben Taktstock?« präsentiert er in Bad Elster mit dem renommierten Klavierduo von Anna und Ines Walachowski einen Abend für Leonard Bernstein: Mit seiner charismatischen Stimme zeichnet Ulrich Noethen das Porträt eines Jahrhundertkünstlers – facettenreich, menschlich und tief berührend. Mit seinem Enthusiasmus und seiner Vielseitigkeit gehört Leonard Bernstein zu den faszinierendsten Musikerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Seine Liebe und Leidenschaft galten der Musik, er arbeitete rastlos, tagein tagaus. »Ich kann keinen Tag leben, ohne Musik zu hören, ohne zu spielen, mit Musik zu arbeiten, über diese nachzudenken.« Ulrich Noethen zeichnet anhand zahlreicher Interviews, Reportagen und Briefen, mit seiner warmen, vielseitigen Stimme und seinem Gespür für Charaktere und Situationen, Bernsteins Lebensweg nach. Im Wechselspiel mit den beiden renommierten Pianistinnen Anna & Ines Walachowski entsteht so eine eindrucksvolle Hommage an den Komponisten, Dirigenten und Visionär. Sie spielen die Tänze aus der West Side Story, seine Ouvertüre aus „Candide“ und andere Stücke von Bernstein. Ein Abend als Hommage an den großen Musiker und Menschenfreund, an eine faszinierende Persönlichkeit, deren Strahlkraft bis heute nachwirkt – kraftvoll, poetisch und hochaktuell. Ein Konzertabend, der inspiriert – ganz im Sinne des Meisters. Tickets: 037437/ 53 900 | www.koenig-albert-theater.des

21 Februar 2026

Zwickauer Meisterwerke: Schumann und ein komponierender Prinz

Westsachsen/Zwickau (Stadt des überklebten Rechtskraftvermerks).- Zu einem besonderen Kammerkonzert lädt das Robert-Schumann-Haus Zwickau am Freitag, dem 27. Februar 2026, um 17 Uhr ein: Das Ensemble Quattrovaganti mit Ovidiu Simbotin (Violine), Sebastian Mickelthwate (Viola), Rolf Müller (Violoncello) und Thomas Synofzik (Hammerflügel) präsentieren Robert Schumanns selten zu hörendes Jugendquartett c-Moll und das Klavierquartett Es-Dur op. 5 seines großen Vorbilds Prinz Louis Ferdinand von Preußen. Außerdem erklingen im Konzertprogramm ein Streichtrio Franz Schuberts und Robert Schumanns Papillons op. 2 nach einer im Robert-Schumann-Haus handschriftlich überlieferten Urfassung.
Der als Komponist heute nur noch wenig bekannte Prinz war ein Neffe von Friedrich dem Großen und komponierte sein Es-Dur-Quartett vor genau 220 Jahren im Februar 1806 in Zwickau, wo er mit seinem Regiment das Winterquartier aufgeschlagen hatte. Er hatte seine Wohnung und Kompositionsstube in der Peter-Breuer-Straße an der Stelle des heutigen Hauptgebäudes der Westsächsischen Hochschule Zwickau. Wenn Robert Schumann in seiner Zwickauer Schulzeit als Pianist bei Hauskonzerten mitwirkte, stand dabei häufig auch Kammermusik von Prinz Louis Ferdinand auf dem Programm. Robert Schumann schätzte besonders dessen Klavierquartette und lobte ihn als wohl ersten Romantiker des 19. Jahrhundert – in seinem Kompositionsstil war der Prinz schon 1806 teilweise weit avancierter als sein Zeitgenosse Ludwig van Beethoven, der die musikalischen Künste des Prinzen ebenfalls bewunderte und ihm sein drittes Klavierkonzert widmete.
Noch bevor Robert Schumann sich für eine Musikerlaufbahn entschied, komponierte er im Winter 1828/1829 in Zwickau und Leipzig ein erstes Klavierquartett, das mehrfach privat aufgeführt, dann aber von ihm nicht veröffentlicht wurde. Auch wenn Einflüsse von Franz Schubert und Louis Ferdinand spürbar sind, so zeigt doch auch schon dieses Jugendwerk charakteristische Stilmerkmale des Zwickauer Meisters: Die Komposition gibt sich von Beginn an äußerst energiegeladen, mit überraschenden harmonischen Wendungen und zeigt eine bis dahin ungekannte Dichte des musikalischen Satzes.
Hörspiel Doppel-CD „Clara in Nöten“.
Erhältlich im Robert-Schumann-Haus und unter
www.clara-wieck.de
Das Ensemble Quattrovaganti besteht seit über 15 Jahren und widmet sich dem kammermusikalischen Repertoire des 18. und 19. Jahrhunderts auf zeitgenössischen Streichinstrumenten mit Darmsaiten und historischen Bögen, um die Klangfarben verschiedener Epochen authentisch wiederzugeben. Es tritt als Streichquartett, aber auch in erweiterter Besetzung auf. Ovidiu Simbotin, 1967 in Bukarest (Rumänien) geboren, war als Stellvertretender Konzertmeister zunächst in Görlitz, dann seit 1997 in Chemnitz tätig. Er absolvierte 2004 ein Zusatzstudium im Fach Barockvioline bei Stefan Mai und Susanne Scholz an der Leipziger Musikhochschule und ist auch Mitglied des Robert-Schumann-Streichquartetts. Sebastian Mickelthwate, 1973 in Frankfurt a. M. geboren, studierte Geige und Bratsche in Dresden und im Anschluss am Cleveland Institute of Music sowie bei James Dunham und Jeffrey Irvine in Colorado in den USA. Frühzeitig begann er, u. a. bei Stanley Ritchie, sich mit historischer Aufführungspraxis zu beschäftigen und spezialisierte sich u. a. auf die Viola d’amore. Seit 2005 ist er Mitglied der Robert-Schumann-Philharmonie Chemnitz. Rolf Müller (*1960 in Waldenburg) erhielt von 1974 bis 1978 seine musikalische Ausbildung am Zwickauer Robert Schumann Konservatorium und studierte dann in Weimar und Leipzig. Bei Siegfried Pank spezialisierte er sich in einem Zusatzstudium auf das Barockcello. Er war ab 1986 zunächst Solocellist im Orchester der I.G. Wismut, und spielt seit 1992 in der Robert-Schumann-Philharmonie Chemnitz. Thomas Synofzik spezialisierte sich nach kirchenmusikalischer Ausbildung in Dortmund parallel zu seiner musikwissenschaftlichen Ausbildung an der Musikhochschule Köln und dem Koninklijk Conservatorium in Brüssel auf historische Tasteninstrumente (Konzertexamen und Kammermusikalische Konzertreife 2000). Seit 2005 leitet er das Robert-Schumann-Haus Zwickau.
Der Eintritt beträgt 10 Euro, ermäßigt 7,50 Euro – eine telefonische Vorbestellung an der Museumskasse des Robert-Schumann-Hauses ist möglich.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

17 Februar 2026

Bad Elster: »Der Liebestrank« als heitere Opern-Premiere

Westsachsen/Bad Elster.-
Am Freitag, den 27. Februar öffnet sich um 19.30 Uhr im König Albert Theater Bad Elster der Vorhang für die große Premiere der spritzig-mediterranen Opernkomödie „Der Liebestrank“ von Gaetano Donizetti. In der Regie von Rainer Holzapfel musizieren die Solisten, das Ballett sowie der Chor der Landesbühnen Sachsen und die Elbland Philharmonie Sachsen unter der Leitung von Hans-Peter Preu. Mit Donizettis »Der Liebestrank« serviert das König Albert Theater eine Opernkomödie voll Charme, Gefühl und italienischem Belcanto! Die Handlung dreht sich dabei weniger um eine traditionelle Buffa-Intrige mit stilisierten Figuren, sondern – aller Komik zum Trotz – um wahrlich ernstzunehmende Gefühle. Nemorino ist unsterblich in seine Gutsherrin Adina verliebt, doch mit dem selbstsicheren Sergeanten Belcore taucht ein ernstzunehmender Rivale auf. In seiner Verzweiflung setzt Nemorino alles auf einen Liebestrank, den ihm ein durchreisender Quacksalber verkauft – in Wahrheit nur einfacher Wein. Doch der vermeintliche Zaubertrank zeigt Wirkung: Nemorinos wachsendes Selbstvertrauen beginnt Adina zu irritieren – und zu faszinieren … Zum ersten Mal in ihrem Leben fühlt sie sich – wahrhaftig – geliebt. Tickets: 037437/ 53 900 | www.koenig-albert-theater.de

15 Februar 2026

Challenge: Wer findet Schübels angebliche Doktorarbeit?

Westsachsen/Plauen/Zwickau (Stadt des überklebten Rechtskraftvermerks).-
Rechtsanwalt Reinhard Schübel (der falsche Doktor aus Plauen/Foto) behauptet nach wie vor, er dürfe öffentlich den Titel „Dr.“ führen. Im Frühjahr 2025 verlangte das Landgericht Zwickau von ihm, er möge seine Doktorarbeit als Beweis vorlegen. Dieser Aufforderung ist er, trotz gesetzter 2-Wochen-Frist, bis heute nicht nachgekommen.
Markus Colli (Alias Oberstaatsanwalt, Alias Amtsgerichtsdirektor) teilt jetzt in einem Ablehnungsschreiben mit, dass er von Ermittlungen gegen seinen Berufskollegen Reinhard Schübel absieht, weil dieser bei der Rechtsanwaltskammer Sachsen eine Doktorarbeit hinterlegt hätte. Der Titel dieser Promotion würde lauten: „Entwicklung und Wirken der Verfahrensgerichte der slowakischen Republik und der Bundesrepublik Deutschland hinzu einem europäischen Verfassungsgericht?“.
Das RechercheTeam der Westsächsischen Zeitung durchforstet seit Jahren regelmäßig alle infrage kommenden Quellen, Archive, Bibliotheken sowie Publikationen online und offline nach dieser angeblichen Doktorarbeit. Bisher ohne Erfolg. Trotzdem bleibt Markus Colli (Alias Oberstaatsanwalt, Alias Amtsgerichtsdirektor) bei seiner Behauptung, Rechtsanwalt Reinhard Schübel sei berechtigt, diesen Doktortitel zu tragen.
Da all diese Bemühungen kein Ergebnis gebracht haben, manch einer jedoch meint, man müsse nur ordentlich recherchieren, laden wir die Leser der WSZ dazu ein, sich an der Suche zu beteiligen. Wer findet also diese mysteriöse Doktorarbeit des Plauener Rechtsanwalts Reinhard Schübel? Ein kleiner Tipp am Rande: Eine Urkunde in slowakischer Sprache zählt nicht als Nachweis. Diese Urkunde kann man sich im Ausland kaufen.
Hier noch einmal der ominöse Titel der angeblichen Promotion: „Entwicklung und Wirken der Verfahrensgerichte der slowakischen Republik und der Bundesrepublik Deutschland hinzu einem europäischen Verfassungsgericht?“. Viel Erfolg beim Suchen!
   
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Verhandlung ohne Protokoll: Was unterscheidet Zwickau von Berlin?

Westsachsen/Berlin/Zwickau (Stadt des überklebten Rechtskraftvermerks).- Ein Richter am Landgericht Berlin I hatte es versäumt, ein Protokoll zu einer Hauptverhandlung zu schreiben. Das aber ist nötig, damit ein Urteil rechtskräftig wird und die nächste Instanz angerufen werden kann. Deshalb kam ein schon verurteilter Mehrfachvergewaltiger wieder auf freien Fuß. Grund des Versäumnisses ist laut Medienberichten eine schon vorher allgemein bekannt gewesene Suchterkrankung des Vorsitzenden Richters, der deswegen nicht mehr Herr seiner Sinne war.
In Zwickau, der Stadt des überklebten Rechtskraftvermerks, fehlt ebenfalls das Protokoll zu einer Verhandlung, wenn auch aus einem anderen Grund. Hier sollte nämlich zunächst niemand merken, dass diese Verhandlung überhaupt stattgefunden hat, weil es eher eine Absprache hinter verschlossener Tür war. Die Sache kam erst bei Akteneinsicht heraus, als sich eine Justizsekretärin verplapperte. Sie las aus einem Hinweisbeschluss vor, der sich auf diese nicht protokollierte Verhandlung bezog. Dabei stockte ihr selbst der Atem, denn so etwas darf es bekanntermaßen gar nicht geben.
Seit dieser Erkenntnis im Jahre 2015 versucht die betroffene Partei alles, dieses von der Justiz verursachte Problem zu lösen. Bisher ohne Erfolg. Die zuständige Richterin äußerte sich zu dem Vorwurf schriftlich: „...teile ich mit, dass es ... eine Verhandlung gegeben hat, über die ... ein Protokoll nicht erstellt wurde (Schreiben anbei).
Paradoxerweise finden bis heute nach wie vor Gerichtsprozesse in dieser Sache statt. Aber hey, wir sind hier in Zwickau. Und da ist bekanntlich alles möglich was anderswo bisher undenkbar war. Zum Beispiel ein überklebter Rechtskraftvermerk in der Akte 8 F 1059/07 (Foto).

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12 Februar 2026

Bad Elster: Internationale Chursächsische Meisterkurse mit Stardozenten

Westsachsen/Bad Elster.- Seit dem Jahr 2014 werden in Bad Elster jährlich Chursächsische Meisterkurse mit dem Ziel durchgeführt, den nationalen und internationalen Profimusikernachwuchs im Herzen Europas zu fördern. Die künstlerische Leitung obliegt dabei dem Weltklassecellisten Prof. Peter Bruns (Leipzig) und dem Intendanten des König Albert Theater Bad Elster, GMD Florian Merz (Bad Elster/Düsseldorf). Für die 12. Ausgabe der Int. Chursächsischen Meisterkurse 2026 konnten Prof. Nick Deutsch (Oboe) und Prof. Peter Bruns (Violoncello) von der Hochschule für Musik und Theater in Leipzig sowie Prof. Heime Müller (Violine/Kammermusik) von der Musikhochschule Lübeck gewonnen werden. Insgesamt haben sich in diesem Jahr 40 Teilnehmende aus 13 Nationen angemeldet. Somit freuen sich die Organisatoren der ausgebuchten 12. Internationalen Chursächsischen Meisterkurse in Bad Elster auf Musikenthusiasten aus Frankreich, Italien, Japan, Spanien, China, Malaysia, Polen, Rumänien, Tschechien, Slowenien, Großbritannien sowie Deutschland und der Schweiz.

Als Besonderheit wird die Kurswoche in den Königlichen Anlagen Bad Elsters durch ein attraktives Rahmenprogramm ergänzt, welches den besonderen Charakter der Meisterkurse unterstreichen soll: Dabei wird für die Teilnehmer ein spezieller Musiker-Gesundheitskurs im Therapiezentrum des historischen Albert Bades angeboten, die Teilnahme an einer Moderations- und Rhetorikschulung ermöglicht, ein Besuch der vogtländischen Instrumentenbauer in der benachbarten Musikstadt Markneukirchen integriert und der Eintritt in die Badelandschaft Bad Elsters zur Entspannung spendiert. Ein schöner Bestandteil der Int. Chursächsischen Meisterkurse in Bad Elster sind auch die beliebten Publikumskonzerte: In der 12. Ausgabe der Meisterkurse schenken die beteiligten Dozenten gemeinsam mit Kammerensembles aus Teilnehmenden der Meisterkurse dem Publikum Bad Elsters erneut ein virtuoses Konzertvergnügen auf Weltklasseniveau (25.02.) und alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer präsentieren sich zum Abschluss musikalisch im Rahmen des Meisterschüler-Podiums (28.02.) bevor am Ende der 12. Int. Chursächsischen Meisterkurse die Chursächsische Philharmonie unter der Leitung von GMD Florian Merz beim 7. Symphoniekonzert im König Albert Theater am 28. Februar um 19.30 Uhr gemeinsam mit den besten Meisterschülerinnen und Meisterschülern der Kurswoche musiziert. Die Meisterkurse werden vom Kulturraum Vogtland-Zwickau gefördert.