07 April 2026

Direktvermarkter aus der Region: Frischemarkt startet in die Saison

Westsachsen/Zwickau.-
Am morgigen Mittwoch startet der Frischemarkt in die Saison. Nachdem vergangene Woche bereits der große Sachsenmarkt stattfand, finden nun die beiden Märkte im Stadtzentrum wieder regelmäßig statt. Wie die Kultour Z. mitteilt, erwartet Besucher auf dem Hauptmarkt eine kleine Auswahl an Händlern mit regionalen und selbst erzeugten Produkten.
Von 9 bis 15 Uhr bieten Direktvermarkter aus der Region auf dem Hauptmarkt frische Eier, Obst und Gemüse, Fleisch- und Fischwaren sowie Backwaren an.
Die nächsten Termine für den Frischemarkt sind: 13. Mai, 10. Juni sowie 8. Juli. Der nächste Sachsenmarkt ist für den 29. April geplant.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

Bad Elster: Die Fledermaus flattert wieder im König Albert Theater

Westsachsen/Bad Elster.-
Am Freitag, den 17. April öffnet sich um 19.30 Uhr der Vorhang für den Operettenklassiker »Die Fledermaus« im König Albert Theater Bad Elster. Bei dieser spritzigen Inszenierung von Manuel Schöbel spielen und musizieren die Landesbühnen Sachsen gemeinsam mit der Elbland Philharmonie unter der Gesamtleitung von GMD Florian Merz. Das musikalische Meisterwerk des Walzerkönigs Johann Strauß mit seiner unerschöpflichen Fülle weltbekannter Melodien hält mit viel Spielwitz der gefährlich sorglosen, vergnügungssüchtigen Welt einen heiter-ironischen Spiegel vor. In einem Badeort wie Bad Elster leben Gabriel und Rosalinde von Eisenstein, deren gemeinsames Leben etwas langweilig geworden scheint. Die Vergangenheit des Herrn von Eisenstein ist aber immer noch Stadtgespräch. Um nun den geliebten Klatsch anzustacheln, wird ein ehemaliger Geliebter seiner Frau gefunden. Schon ist die Intrige im Gange! In einem rauschenden Fest als Inszenierung von Untreue, Lüge, Maskierung, Eifersucht und Rache finden sich nun alle wieder. Sie tanzen, singen, flirten, betrügen – und treffen sich am nächsten Morgen im Gefängnis wieder …
Tickets: 037437/ 53 900.

Pädokriminelle Netzwerke: Welche Rolle spielen die Justizbehörden?

Westsachsen/Plauen/Zwickau (Stadt der doppelten Amtsfunktion).- In den letzten Tagen wurden Stimmen laut, die behaupten, dass die Ermittlungsbehörden in Sachsen ihrer Aufgabe nicht immer gerecht würden. Im Internet kursieren mehrere Videos einer Frau namens Yasmin S., die behauptet, ihr Sohn sei ihr im sogenannten „Sachsensumpf“ entrissen worden. Seit 2018 kämpfe sie dafür, das Sorgerecht wieder zu erlangen. Was sie in dieser Zeit erlebt habe, sei haarsträubend.
Das RechercheTeam der Westsächsischen Zeitung hat sich die Mühe gemacht, der Sache auf den Grund zu gehen. Der erste Weg führte zu dem Rechtsanwalt, der 2018 den Fall übernommen hatte. Hier teilte man uns mit, man habe die Polizei damit beauftragt, eine Hausdurchsuchung beim Kindsvater durchzuführen. Als Grund nannte die Kanzlei, dass der Verdacht der Kindeswohlgefährdung im Raum stünde. Der damals noch nicht ganz dreijährige Junge würde von seinem Vater und einigen dessen Bekannten sexuell missbraucht. Außerdem gebe es Zeugenaussagen, wonach im Haus scharfe Waffen deponiert seien. Nachdem sowohl das Überfallkommando wie auch das hinzu gerufene Jugendamt diesen Verdacht nicht bestätigen konnten, wurde die Kindsmutter genauer unter die Lupe genommen. Danach bekam der Vater das Sorgerecht zugesprochen.
Yasmin S. kann diese Entscheidung bis heute nicht akzeptieren, ruft immer wieder zu Demonstrationen auf, nennt zuletzt in einem YouTube-Video sogar den kompletten Namen des Vaters und des Sohnes sowie den genauen Wohnort der beiden. Wohl in der Hoffnung, dass öffentlicher Druck die Wahrheit letztendlich ans Licht bringen würde. Wie es ihrem heute elfjährigen Sohn damit geht, der über viele Jahre diese Schmach ertragen musste, ist ihr offensichtlich egal. Sie beschuldigt hingegen die sächsischen Behörden, die in einem Netzwerk von Pädosexuellen handeln und Kinder im großen Stil entführen und missbrauchen würden. So ähnlich, wie es bereits Mitte der 2000er Jahre um das Leipziger Bordell „Jasmin“ bekannt wurde, als es um Korruption, Zwangsprostitution und Verbindungen zwischen Rotlichtmilieu, Justiz und Politik ging. Nur heute eben mit Kindern.
Aus den Erfahrungen der letzten Jahre und aufgrund unserer Recherchen wissen wir, dass es in der sächsischen Justiz alles andere als sauber zugeht. An Recht und Gesetz hält sich kaum noch ein Beamter. Weder in der Staatsanwaltschaft, noch bei Gericht. Im Gegenteil. Eine Richterin sagte während einer Verhandlung am Landgericht Zwickau sogar ganz offen: „Lassen wir doch das Gesetz mal beiseite!“. Auch das sächsische Justizministerium ist hier keine Hilfe. Im November 2025 wurde beispielsweise Markus Colli aus der Zwickauer Staatsanwaltschaft in die Funktion des Amtsgerichtsdirektors Aue-Bad Schlema befördert, obwohl bereits mehrere Ermittlungsverfahren wegen Rechtsbeugung gegen ihn liefen. Drei Monate später versah Colli ein Schreiben mit dem Stempel der Staatsanwaltschaft Zwickau und signierte gleichzeitig als Amtsgerichtsdirektor. Eine Doppelfunktion, die verfassungsrechtlich eigentlich ausgeschlossen ist. Zuvor hatte er einen Titel zu einer angeblichen Doktorarbeit für den Hochstapler Rechtsanwalt Reinhard Schübel erfunden, den es nie gab. Das Justizministerium spielt bei diesen Rechtsbrüchen offensichtlich mit, vielleicht sogar die Hauptrolle.
Zurück zur Ursache des Problems: Verfolgt Yasmin S. lediglich eine perfide Taktik, indem sie real existierende, dokumentierte Ungeheuerlichkeiten in der sächsischen Justiz instrumentalisiert? Es drängt sich der Verdacht auf, dass sie belegbare Skandale als seriöses Fundament nutzt, um ihren eigenen, höchst zweifelhaften Narrativen einen glaubwürdigen Anstrich zu verleihen. Ein gefährliches Spiel, das ohne Rücksicht auf das betroffene Kind geführt wird, da viele ihrer Behauptungen einer objektiven Prüfung nicht standhalten.
ABER... Was wäre, wenn die Behauptungen über (pädo-)kriminelle Netzwerke innerhalb sächsischer Behörden auch nur ansatzweise einen wahren Kern besäßen? Müsste man sich dann nicht zwangsläufig fragen, ob jeder Amtsträger, der direkt oder indirekt mit solchen Strukturen in Berührung kam, schlichtweg erpressbar geworden ist? Einige bisher rätselhafte Vorgänge wären damit erklärbar.

05 April 2026

Ostern in der Miniwelt: Die Modelle erwachen aus dem Winterschlaf

Westsachsen/Lichtenstein.- Die Vorbereitungen auf die Saison sind in vollem Gange und die Modelle erwachen aus ihrem Winterschlaf. Am Osterwochenende hoppelt der Osterhase durch die Miniwelt Lichtenstein. Dabei hat er so manche Überraschung in seinem Körbchen. Treffen Sie ihn auf seinen ausgedehnten Streifzügen persönlich! Vielleicht verrät er sogar einige Geheimnisse über den Park und seine Modelle...
Die Besucher erwarten Osterbasteleien sowie das Anfertigen von Frühlings-Holzarbeiten in der Schauwerkstatt oder bei Sonnenschein draußen im Freigelände. Bei den zahlreichen kreativen Mitmach-Aktionen kann man seiner Fantasie freien Lauf lassen. Eine Begegnung mit kleinen Küken und Hasen lässt nicht nur Kinderaugen strahlen. Dazu gibt es weitere tierische Überraschungen im Parkgelände.
Am heutigen Sonntag mit dabei: der Heimatverein St. Egidien - Bemalen und Bekleben von Puteneiern.
An allen Ostertagen sind täglich um 15:30 Uhr interaktive Sternenshows im Minikosmos zu erleben. Lassen Sie sich in die Welt der Sterne entführen! Mit dem Sternenprojektor ZKP4 wird das Universum zum Greifen nah.
Ein mit Spannung erwartetes musikalisches Oster-Ei ist noch bis Ostermontag um jeweils 16:30 Uhr zu erleben. Eine musikalische Reise, die ihresgleichen sucht. Das Oster-Special verspricht Begeisterung.
Quelle und Foto: Miniwelt Lichtenstein

03 April 2026

Kanufahrer mit Hund gekentert: Camper werden zu Lebensrettern

Auf der Koberbachtalsperre kenterten zwei Kanufahrer und konnten gerettet werden.

Westsachsen/Werdau.- Am Karfreitag um 10:25 Uhr alarmierte die Rettungsleitstelle Zwickau zahlreiche Rettungskräfte an die Koberbachtasperre in Kleinbernsdorf. Dort waren zwei Personen und deren Hund gemeinsam mit ihrem Kanu gekentert und ins kalte Wasser gefallen. Rettungsdienst, Feuerwehr, Wasserwacht und der Rettungshubschrauber aus Zwickau rückten an, um die beiden Männer aus ihrer prekären Situation zu retten.
Wenige hundert Meter entfernt hörten Marko Burkhardt und Stefan Marx die Hilferufe. „Erst dachten wir, da erlaubt sich jemand einen Scherz, doch dann haben wir so schnell es geht reagiert“, berichten die beiden Dauercamper. Unverzüglich ruderten die beiden mit ihrem Anka-Boot an die Unfallstelle und brachten beide Kanufahrer an Land und sorgten so für eine schnelle Rettung.
Parallel dazu kreiste der Hubschrauber des ADAC über der Talsperre und lies eine Rettungsboje zu Wasser. Beide Patienten wurden durch das DRK rettungsdienstlich behandelt und vorsorglich ins Krankenhaus gebracht. Im Einsatz waren neben dem Rettungsdienst die Feuerwehren aus Neukirchen und Mannichswalde mit insgesamt sechs Fahrzeugen, einem Boot sowie 35 Einsatzkräften, Polizei und Wasserwacht.
Der größte Dank gehört jedoch den beiden Ersthelfern Marko Burkhardt (Foto rechts) und Stefan Marx, die erschöpft aber glücklich den unerwarteten Einsatz beendeten.
Quelle und Fotos: André Kleber, Werbemanufaktur Werdau GmbH

Das Käthe-Kollwitz-Gymnasium feiert 50 Jahre UNESCO-Projektschule

Westsachsen/Zwickau (Stadt der Sparkassen-Affäre).- Das Käthe-Kollwitz-Gymnasium (KKG), ehemals Käthe-Kollwitz-Schule (KKS), hat etwas zu feiern. Seit 50 Jahren ist sie UNESCO-Projektschule und Teil des weltweiten Netzwerks der UNESCO. Dieses Netzwerk heißt offiziell UNESCO Associated Schools Network (ASPnet).
UNESCO-Projektschulen verpflichten sich, bestimmte Werte und Themen besonders im Unterricht und im Schulleben zu fördern. Hierzu zählen: Frieden und Menschenrechte, nachhaltige Entwicklung (Umwelt- und Klimaschutz), interkulturelles Lernen und Toleranz und eine globale Bildung (Verständnis für weltweite Zusammenhänge).
Im Vergleich zu „normalen“ Schulen legen UNESCO-Projektschulen mehr Wert auf Projektarbeit, z. B. zu Klimawandel oder globaler Gerechtigkeit, Austauschprogrammen mit Schulen in anderen Ländern, Workshops und sozialen Initiativen. Die Idee dahinter ist, Schülerinnen und Schüler zu verantwortungsbewussten, weltoffenen Menschen zu machen, die globale Probleme verstehen und mitgestalten wollen.
Das KKG in Zwickau, Lassallestraße1 ist eine echte UNESCO-Projektschule und setzt nun schon seit einem halben Jahrhundert genau auf diese Werte. Unter dem Leitspruch „Global denken, lokal handeln“ werden beispielsweise Projekte zu Frieden, Toleranz und Verantwortung umgesetzt, Schüleraustausche z. B. mit China, Italien oder den USA organisiert und Lesungen, Diskussionen, Workshops und Schülerprojekte zu historischen und politischen Themen durchgeführt. Einen Teil der Projektergebnisse werden regelmäßig im Schulhaus in Vitrinen und an Schautafeln präsentiert.
UNESCO ist ein wichtiger Teil des Schulprofils, aber nicht der einzige. Das KKG ist außerdem noch stark in Sport, MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften Biologie, Chemie und Physik sowie Technik) und bei internationalen Projekten.
Anlässlich des UNESCO-Jubiläums führte das Gymnasium in der Woche vom 30. März bis 2. April eine Projektwoche durch. Den rund 640 Schülerinnen und Schülern aller Klassenstufen (5 bis 10 sowie Jahrgangsstufen 11 und 12) wurden – auch dank zahlreicher externer Partner und Unterstützer - vielfältige Aktionen, interessante Workshops und spannende Projekte geboten. Je nach Klassenstufe konnten beispielsweise Welterbe-Symbole aus Ton gefertigt, sich mit Astronomie beschäftigt und Upcycling-Produkte gefertigt werden. Es fanden außerdem DRK-Workshops, eine Schnupperstunde zu China und Projekte zur NSU-Aufklärung, Künstlichen Intelligenz, Start-Ups und Veranstaltungen zum Jahr der Jüdischen Kultur in Sachsen statt.
Die heutige Festveranstaltung am Vormittag bildete den Höhepunkt und offiziellen Abschluss der UNESCO-Festwoche. Zu dieser waren auch die Zwickauer Oberbürgermeisterin Constance Arndt, Landrat Carsten Michaelis und weitere Gäste aus ganz Sachsen eingeladen und übermittelten ihre Glückwünsche zu diesem besonderen Ereignis.
Quelle und Fotos: Stadtverwaltung Zwickau

02 April 2026

Selten zu hörende Gambe erklingt im Robert Schumann Haus

Westsachsen/Zwickau (Stadt des Clara Schumann Hörspiels).- Am Sonntag, 12. April 2025, lädt das Robert-Schumann-Haus Zwickau um 17 Uhr in seiner Reihe Schumann-Plus zu einem Konzert mit Thomas Fritzsch (Viola da gamba) und Denny Wilke (Hammerflügel) ein. Unter dem Titel Leidenschaft erklingen Werke von Marin Marais, Johann Sebastian Bach (das berühmte Air aus der Suite in D-Dur), Georg Friedrich Händel, Joseph Haydn, Franz Liszt, John Field und Robert Schumann. Es handelt sich um Stücke aus dem Repertoire des niederländischen Sammlers und leidenschaftlichen Gambisten Paul de Wit (1852–1925), dessen Instrumentensammlung seit genau 100 Jahren die Basis des heutigen Leipziger Musikinstrumentenmuseums (im Grassi-Museum) bildet.
Thomas Fritzsch wurde 1961 in Zwickau geboren und zählt zu den bekanntesten Gambisten in Deutschland. Die im heutigen Konzertleben selten zu hörende Gambe war ein vor allem im 17. und 18. Jahrhundert verbreitetes Instrument, wurde aber auch zur Schumann-Zeit noch gepflegt und schon ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts durch Sammler und Enthusiasten wiederentdeckt. Konzertreisen führten Thomas Fritzsch neben zahlreichen Städten Europas nach New York, Boston, Tokio, Seoul, Abu Dhabi, Dubai, Havanna, Hongkong, Shanghai und Jerusalem. Zahlreiche CDs dokumentieren sein Wirken. Zuletzt erschien die Aufnahme The 19th Century Viol in der Reihe World Heritage Sound. Thomas Fritzsch spielt auf einer siebensaitigen Viola da gamba von Matteo Goffriller (Venedig, 1729).
Begleitet wird er von Denny Wilke, einem Spezialisten auf vielfältigen Arten von Tasteninstrumenten von der Orgel bis zu Cembalo und Hammerflügel. Er ist Preisträger der International Sydney Organ Competition (2010) und seine Solo-CD mit Orgelwerken von Franz Liszt wurde 2015 für die Bestenliste des Preises der deutschen Schallplattenkritik nominiert. Wilke spielt auf einem um 1830 erbauten Flügel aus der Schule des Wiener Klavierbauers André Stein.
Eintrittskarten zu 12 Euro (ermäßigt 9 Euro) sind zu den gewohnten Öffnungszeiten an der Museumskasse, Restkarten an der Abendkasse erhältlich. Eine Reservierung ist unter Telefon 0375 834406 oder E-Mail schumannhauszwickaude möglich. Vorbestellte und nicht abgeholte Karten werden eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn in den freien Verkauf gegeben.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

HBK: akutmedizinische und Notfallmedizin ziehen an Hauptstandort um

Werdauer Straße wird zu orthopädischem Fachkrankenhaus entwickelt

Westsachsen/Zwickau (Stadt der Sparkassen-Affäre).- Das Heinrich-Braun-Klinikum (HBK) setzt die Neuausrichtung seiner Zwickauer Standorte planmäßig um. Wie das Krankenhaus mitteilt, beginnt am 10. April die Verlagerung von Notfallmedizin, Allgemein Innerer Medizin, Neurologie II und Intensivmedizin an den Hauptstandort Karl-Keil-Straße.
Die Umzüge im Überblick:
ab 10. April 2026: Bündelung Notfallmedizin am Standort Karl-Keil-Straße (Zentrale Notaufnahme im Haus 6) - Notfallpatienten werden letztmalig am 9. April 2026 am Standort Werdauer Straße behandelt.
ab 13. April 2026: Umzug Allgemeine Innere Medizin (Haus 3, Station 03-3A/B)
ab 20. April 2026: Umzug Neurologie II (Haus 1, Station 01-3)
ab 27. April 2026: Umzug Intensivmedizin (Haus 1, Station 01-0)
Durch die Bündelung der Akut- und Notfallmedizin am Hauptstandort schafft das HBK die Voraussetzungen für eine noch engere interdisziplinäre Zusammenarbeit und schnellere diagnostische sowie therapeutische Entscheidungen. Patienten profitieren von einer leistungsfähigeren und besser vernetzten Versorgung.
Da die Fachbereiche bereits am Hauptstandort vorhanden sind, ist zudem gewährleistet, dass es während der Umzüge zu keinen Versorgungslücken kommt und Rettungsdienste sowie zuweisende Ärzte Patienten weiterhin verlässlich an das HBK weiterleiten können.
Wie das HBK weiter betont, wird der Standort Werdauer Straße gezielt weiterentwickelt. Die Bereiche Orthopädie und Schmerztherapie werden gestärkt und perspektivisch zu einem spezialisierten Fachklinikum ausgebaut. Zudem sollen die freiwerdenden räumlichen Kapazitäten genutzt werden, um die ambulante Versorgung weiter auszubauen.
Quelle und Fotos: Stadtverwaltung Zwickau

Planitzer Markt: Zeitkapsel wird im Pyramidenfundament versenkt

Westsachsen/Zwickau (Stadt des unvollendeten Mega-Knasts).- Die Bauarbeiten am Planitzer Markt erreichen ihre letzte große Bauphase. Damit rückt die Fertigstellung eines zentralen Projekts zur Aufwertung des Stadtteils in greifbare Nähe. Ein wesentlicher Meilenstein ist bereits erreicht: Die neue Stützwand an der Poststraße wurde erfolgreich fertiggestellt.
Derzeit konzentrieren sich die Arbeiten auf die Verkehrsanlagen im Bereich der Kreuzung Poststraße/Edisonstraße. Parallel dazu hat die Gestaltung der neuen Park- und Aufenthaltsbereiche begonnen. Auch die geplanten Themeninseln nehmen zunehmend Gestalt an, ebenso die erste Ausstattung des Marktes mit Sitz- und Spielgeräten.
Ein besonderes Augenmerk gilt der traditionellen Pyramide, die voraussichtlich am 8. April 2026 an ihrem neuen Standort errichtet wird. Im Vorfeld wurde heute früh im Beisein der Oberbürgermeisterin durch den Planitzer Schnitzverein 1908 e.V. eine Zeitkapsel im Fundament der Pyramide versenkt. Dieser symbolische Akt markiert einen weiteren wichtigen Schritt hin zur Fertigstellung des Marktes.
Trotz der zu Jahresbeginn widrigen Witterungsbedingungen und aktuell gestörten Lieferketten wird das Bauprojekt weiterhin mit hoher Intensität vorangetrieben. Ziel aller Beteiligten bleibt es, die im Mai 2024 begonnene umfangreiche Baumaßnahme termingerecht Ende Juli 2026 abzuschließen und Anfang August zur Nutzung freizugeben.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

True-Crime im großen Stil: Wer gab den Befehl zum Fälschen im Amt?

Zwei Ganoven, zwei weiße Blätter und ein riesiger Betrug. 
Wie die Rechtsanwälte Reinhard Schübel und Claudia Dietrich von der Zerstörung der Rechtsstaatlichkeit profitieren.

Westsachsen/Zwickau (Stadt des überklebten Rechtskraftvermerks).- Nachdem wir bereits über die physische Manipulation der Akte 8 F 1059/07 berichtet haben (jene zwei weißen Papierstreifen, die eine amtliche Wahrheit auslöschten), rücken nun die Drahtzieher in den Fokus. Rechtsanwalt Reinhard Schübel (der falsche Doktor aus Plauen/Foto) und die Gegenanwältin Claudia Dietrich aus Werdau (Foto vor ihrer Kanzlei). Neue Erkenntnisse belegen, dass die „Überklebung“ kein einsamer Akt eines Justizmitarbeiters war, sondern das Ergebnis einer mutmaßlichen kriminellen Allianz zwischen zwei Anwaltskanzleien.
Was passiert, wenn diejenigen, die das Recht schützen sollen, sich zusammentun, um es zu vernichten? In der Akte 8 F 1059/07 des Amtsgerichts Zwickau verbirgt sich ein Kriminalfall, der sprachlos macht. Es geht um zwei weiße Papierstreifen, ein brüllendes Anwalts-Ego und einen koordinierten Betrug an einer Mandantin.

Das Schweigekartell der Robenträger
Die zentrale Frage der „Überklebungs-Affäre“ lautet: Wer gab den Befehl zur Urkundenunterdrückung? War es Rechtsanwalt Schübel oder die Gegenanwältin Dietrich? Oder – was die Beweislage nahelegt – wurde diese Tat gemeinsam am Konferenztisch geplant? Fakt ist: Am 07.11.2014 erschlich Rechtsanwältin Dietrich eine Falschbeurkundung beim Amtsgericht Zwickau. Sie besorgte damit nicht nur sich selbst, sondern auch ihrem „Gegner“ Schübel die rechtliche Munition, um ein eigentlich beendetes Verfahren künstlich weiterzuführen.

Der Tag, an dem die Maske fiel
Der 7. Mai 2014 markiert den Wendepunkt. In seiner Kanzlei in Plauen wurde Rechtsanwalt Schübel mit einem Ermittlungsverfahren konfrontiert, das den Kern der Manipulation traf: den Rechtskraftvermerk. Zeugen berichten von einem Mann, der völlig die Fassung verlor. Hochgradig gereizt warf Schübel die Beteiligten brüllend aus der Kanzlei. Warum diese Panik? Weil die Luft dünn wurde. Kurz nach diesem Eklat, noch am selben Tag, erhielt das Amtsgericht Zwickau durch die Gegenseite Rechtsanwältin Claudia Dietrich den Auftrag, die Beschlussausfertigungen mit einem falschen Datum zu versehen. Es war der verzweifelte Versuch, die vorangegangene Aktenmanipulation nachträglich zu legalisieren.

Das Motiv: Ruin gegen Profit
Beide Anwälte wussten zu 100 Prozent: Das Verfahren war bereits am 01.05.2012 rechtskräftig beendet. Rechtsanwalt Schübel hatte einen fatalen Fehler begangen. Er legte ein Rechtsmittel am falschen Gericht ein (§ 64 FamFG) und versäumte die Frist. Für Schübel bedeutete das, er war persönlich haftbar. Da seine Kanzlei bereits damals in massiven finanziellen Problemen steckte, hätte dieser Haftungsfall sein berufliches AUS bedeutet. Für Dietrich bedeutete die Rechtskraft das Ende der zu erwartenden Gebühren. Der einzige Weg, diesen Zustand zu „heilen“, war eine Straftat. Man musste die Urkunde manipulieren, um den Weg für weitere Prozesse und neuen Betrug freizumachen. Da beide Anwälte wussten, dass der gültige Rechtskraftvermerk existierte, konnte die spätere Überklebung nur in Absprache erfolgen.

Die bittere Frage an den Rechtsstaat
Wie ist es möglich, dass zwei Anwälte gemeinsam eine Partei betrügen, Akten physisch mit Papierstreifen manipulieren und die Justiz bis heute dabei zusieht? Die Beweise liegen schwarz auf weiß in der Akte 8 F 1059/07. Dass Gerichte und Staatsanwaltschaften dieses Spiel bis heute mitspielen, ist der eigentliche Skandal hinter dem Skandal. Es ist Zeit, dass die Öffentlichkeit erfährt, wie in Zwickau mit der Aktenwahrheit umgegangen wird. Zweifel kann es nicht mehr geben. Wer Akten fälscht, um seine eigene Haut zu retten, gehört bei Gericht nicht in die Rolle eines Anwalts, sondern auf die Anklagebank mit anschließender Verurteilung.

Warum spielen die Gerichte und Staatsanwaltschaften bis heute mit? Dazu demnächst mehr in einem weiteren Bericht.