15 Februar 2026

Challenge: Wer findet Schübels angebliche Doktorarbeit?

Westsachsen/Plauen/Zwickau (Stadt des überklebten Rechtskraftvermerks).-
Rechtsanwalt Reinhard Schübel (der falsche Doktor aus Plauen/Foto) behauptet nach wie vor, er dürfe öffentlich den Titel „Dr.“ führen. Im Frühjahr 2024 verlangte das Landgericht Zwickau von ihm, er möge seine Doktorarbeit als Beweis vorlegen. Dieser Aufforderung ist er, trotz gesetzter 2-Wochen-Frist, bis heute nicht nachgekommen.
Markus Colli (Alias Oberstaatsanwalt, Alias Amtsgerichtsdirektor) teilt jetzt in einem Ablehnungsschreiben mit, dass er von Ermittlungen gegen seinen Berufskollegen Reinhard Schübel absieht, weil dieser bei der Rechtsanwaltskammer Sachsen eine Doktorarbeit hinterlegt hätte. Der Titel dieser Promotion würde lauten: „Entwicklung und Wirken der Verfahrensgerichte der slowakischen Republik und der Bundesrepublik Deutschland hinzu einem europäischen Verfassungsgericht?“.
Das RechercheTeam der Westsächsischen Zeitung durchforstet seit Jahren regelmäßig alle infrage kommenden Quellen, Archive, Bibliotheken sowie Publikationen online und offline nach dieser angeblichen Doktorarbeit. Bisher ohne Erfolg. Trotzdem bleibt Markus Colli (Alias Oberstaatsanwalt, Alias Amtsgerichtsdirektor) bei seiner Behauptung, Rechtsanwalt Reinhard Schübel sei berechtigt, diesen Doktortitel zu tragen.
Da all diese Bemühungen kein Ergebnis gebracht haben, manch einer jedoch meint, man müsse nur ordentlich recherchieren, laden wir die Leser der WSZ dazu ein, sich an der Suche zu beteiligen. Wer findet also diese mysteriöse Doktorarbeit des Plauener Rechtsanwalts Reinhard Schübel? Ein kleiner Tipp am Rande: Eine Urkunde in slowakischer Sprache zählt nicht als Nachweis. Diese Urkunde kann man sich im Ausland kaufen.
Hier noch einmal der ominöse Titel der angeblichen Promotion: „Entwicklung und Wirken der Verfahrensgerichte der slowakischen Republik und der Bundesrepublik Deutschland hinzu einem europäischen Verfassungsgericht?“. Viel Erfolg beim Suchen!
   
Diskutieren Sie mit auf unserem Facebook-Kanal:

Verhandlung ohne Protokoll: Was unterscheidet Zwickau von Berlin?

Westsachsen/Berlin/Zwickau (Stadt des überklebten Rechtskraftvermerks).- Ein Richter am Landgericht Berlin I hatte es versäumt, ein Protokoll zu einer Hauptverhandlung zu schreiben. Das aber ist nötig, damit ein Urteil rechtskräftig wird und die nächste Instanz angerufen werden kann. Deshalb kam ein schon verurteilter Mehrfachvergewaltiger wieder auf freien Fuß. Grund des Versäumnisses ist laut Medienberichten eine schon vorher allgemein bekannt gewesene Suchterkrankung des Vorsitzenden Richters, der deswegen nicht mehr Herr seiner Sinne war.
In Zwickau, der Stadt des überklebten Rechtskraftvermerks, fehlt ebenfalls das Protokoll zu einer Verhandlung, wenn auch aus einem anderen Grund. Hier sollte nämlich zunächst niemand merken, dass diese Verhandlung überhaupt stattgefunden hat, weil es eher eine Absprache hinter verschlossener Tür war. Die Sache kam erst bei Akteneinsicht heraus, als sich eine Justizsekretärin verplapperte. Sie las aus einem Hinweisbeschluss vor, der sich auf diese nicht protokollierte Verhandlung bezog. Dabei stockte ihr selbst der Atem, denn so etwas darf es bekanntermaßen gar nicht geben.
Seit dieser Erkenntnis im Jahre 2015 versucht die betroffene Partei alles, dieses von der Justiz verursachte Problem zu lösen. Bisher ohne Erfolg. Die zuständige Richterin äußerte sich zu dem Vorwurf schriftlich: „...teile ich mit, dass es ... eine Verhandlung gegeben hat, über die ... ein Protokoll nicht erstellt wurde (Schreiben anbei).
Paradoxerweise finden bis heute nach wie vor Gerichtsprozesse in dieser Sache statt. Aber hey, wir sind hier in Zwickau. Und da ist bekanntlich alles möglich was anderswo bisher undenkbar war. Zum Beispiel ein überklebter Rechtskraftvermerk in der Akte 8 F 1059/07 (Foto).

Diskutieren Sie mit auf unserem Facebook-Kanal:

12 Februar 2026

Bad Elster: Internationale Chursächsische Meisterkurse mit Stardozenten

Westsachsen/Bad Elster.- Seit dem Jahr 2014 werden in Bad Elster jährlich Chursächsische Meisterkurse mit dem Ziel durchgeführt, den nationalen und internationalen Profimusikernachwuchs im Herzen Europas zu fördern. Die künstlerische Leitung obliegt dabei dem Weltklassecellisten Prof. Peter Bruns (Leipzig) und dem Intendanten des König Albert Theater Bad Elster, GMD Florian Merz (Bad Elster/Düsseldorf). Für die 12. Ausgabe der Int. Chursächsischen Meisterkurse 2026 konnten Prof. Nick Deutsch (Oboe) und Prof. Peter Bruns (Violoncello) von der Hochschule für Musik und Theater in Leipzig sowie Prof. Heime Müller (Violine/Kammermusik) von der Musikhochschule Lübeck gewonnen werden. Insgesamt haben sich in diesem Jahr 40 Teilnehmende aus 13 Nationen angemeldet. Somit freuen sich die Organisatoren der ausgebuchten 12. Internationalen Chursächsischen Meisterkurse in Bad Elster auf Musikenthusiasten aus Frankreich, Italien, Japan, Spanien, China, Malaysia, Polen, Rumänien, Tschechien, Slowenien, Großbritannien sowie Deutschland und der Schweiz.

Als Besonderheit wird die Kurswoche in den Königlichen Anlagen Bad Elsters durch ein attraktives Rahmenprogramm ergänzt, welches den besonderen Charakter der Meisterkurse unterstreichen soll: Dabei wird für die Teilnehmer ein spezieller Musiker-Gesundheitskurs im Therapiezentrum des historischen Albert Bades angeboten, die Teilnahme an einer Moderations- und Rhetorikschulung ermöglicht, ein Besuch der vogtländischen Instrumentenbauer in der benachbarten Musikstadt Markneukirchen integriert und der Eintritt in die Badelandschaft Bad Elsters zur Entspannung spendiert. Ein schöner Bestandteil der Int. Chursächsischen Meisterkurse in Bad Elster sind auch die beliebten Publikumskonzerte: In der 12. Ausgabe der Meisterkurse schenken die beteiligten Dozenten gemeinsam mit Kammerensembles aus Teilnehmenden der Meisterkurse dem Publikum Bad Elsters erneut ein virtuoses Konzertvergnügen auf Weltklasseniveau (25.02.) und alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer präsentieren sich zum Abschluss musikalisch im Rahmen des Meisterschüler-Podiums (28.02.) bevor am Ende der 12. Int. Chursächsischen Meisterkurse die Chursächsische Philharmonie unter der Leitung von GMD Florian Merz beim 7. Symphoniekonzert im König Albert Theater am 28. Februar um 19.30 Uhr gemeinsam mit den besten Meisterschülerinnen und Meisterschülern der Kurswoche musiziert. Die Meisterkurse werden vom Kulturraum Vogtland-Zwickau gefördert.

11 Februar 2026

Mafiöse Strukturen in Zwickau: Ministerpräsident in Erklärungsnot

Westsachsen/Dresden/Zwickau (Stadt des überklebten Rechtskraftvermerks).-
Mit der Überklebung des gültigen Rechtskraftvermerks auf dem Beschluss in der Akte 8 F 1059/07 am Amtsgericht Zwickau ist laut Aussage aller bisher befragten Juristen der Straftatbestand der Urkundenfälschung nach § 267 Strafgesetzbuch (StGB) erfüllt. Darin steht: „(1) Wer zur Täuschung im Rechtsverkehr eine unechte Urkunde herstellt, eine echte Urkunde verfälscht oder eine unechte oder verfälschte Urkunde gebraucht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. (2) Der Versuch ist strafbar.“
Die Zwickauer Amtsgerichtsdirektorin Eva-Maria Ast (CDU) verweigert es, den ursprünglichen Zustand der Urkunde wiederherzustellen und macht sich dadurch mitschuldig. Darüber hinaus verbietet sie ihren Untergebenen, die Sache in Ordnung zu bringen. Mehrere Justizsekretäre wurden bereits von ihr strafversetzt, weil sie es wagten, entsprechende Anträge der Geschädigten zu bearbeiten. Ein unhaltbarer Zustand.
Der Sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) weiß das. Auch ist ihm bekannt, dass viele Rechtsanwälte die Zwickauer Gerichte wegen mafiöser Strukturen meiden. Ein Anwalt aus Crimmitschau wurde gegenüber einer Mandantin bereits 2021 sehr deutlich: „Wenn ich Sie vertrete, dann kann ich gleich meine Koffer packen und 500 Kilometer weit weg ziehen. Ich lege mich doch hier nicht mit der Stasi und der Mafia an!“.
Laut dem Zwickauer Oberstaatsanwalt Markus Colli (Alias Amtsgerichtsdirektor in Aue) benutzt Kretschmer gerade diese mafiösen Strukturen dazu, mittels Strafbefehl kritische Stimmen aus der Bevölkerung einzuschüchtern. Colli behauptet in einem der WSZ vorliegenden Schreiben, Kretschmer hätte Strafantrag gegen einen Mann gestellt, der ihn mit der Zwickauer Überklebungs-Affäre in Verbindung bringt. Der Wahrheitsgehalt ist nicht überprüfbar, weil der Ministerpräsident sich dazu nicht äußert. Über Collis Doppelrolle wurde bereits berichtet.

10 Februar 2026

Staatsdiener behauptet: „Kretschmer hat Strafantrag gestellt“

Westsachsen/Dresden/Aue/Zwickau (Stadt des überklebten Rechtskraftvermerks).- Nach dem spektakulären Karrieresprung des umstrittenen Zwickauer Oberstaatsanwalts Markus Colli zum Amtsgerichtsdirektor in Aue am 1. Dezember 2025 (WSZ berichtete) hat sich herausgestellt, dass dieser jetzt eine Doppelrolle in der sächsischen Justiz einnimmt. Ein Posten allein scheint den umtriebigen Juristen, der wegen seiner Rolle in der Zwickauer Überklebungsaffäre unter dem Verdacht der Rechtsbeugung steht, zu langweilen.
Ein Anruf Ende Januar in der Zwickauer Staatsanwaltschaft ergab, dass Colli hier nach wie vor die Fäden zieht. Er selbst meldete sich am Telefon. Eine Anfrage bei der zuständigen Justizministerin Constanze Geiert (CDU) in Dresden, die ihm höchst persönlich die Ernennungsurkunde zum Amtsgerichtsdirektor überreicht hatte (Foto oben), ergab zunächst nichts. Auch die Pressestelle der Zwickauer Staatsanwaltschaft hüllte sich in Schweigen. Bis der WSZ vor einigen Tagen ein Brief zugespielt wurde, der von Colli mit zwei Funktionen signiert wurde (Ausschnitt/Kopie).

Im Schreiben selbst wird behauptet, der Sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) habe einen Strafantrag gestellt, weil sein Name auf einer Website auftaucht, die ihn mit der Zwickauer Überklebungsaffäre in Verbindung bringt. Demnach müsste ein Verfahren wegen übler Nachrede und Verleumdung gegen eine Person des politischen Lebens eingeleitet werden. Der Wahrheitsgehalt des Vorgangs ist nicht überprüfbar, da sich Kretschmer bisher dazu nicht äußert. Auch sein Justizministerium hüllt sich derzeit noch in Schweigen. Allerdings haben inzwischen einige Bundesbehörden davon Wind bekommen. Sollte sich herausstellen, dass Markus Colli, Alias Oberstaatsanwalt, Alias Amtsgerichtsdirektor, seine Kompetenzen bei weitem überschreitet, dürfte das mehr als nur ein Disziplinarverfahren nach sich ziehen.

Konzert-Tipp: Die schönsten Ost-Balladen aus dem Land vor unserer Zeit

Westsachsen/Bad Elster.-
Am Freitag, den 20. Februar präsentieren Dirk Zöllner und Manuel Schmid um 19.30 Uhr ein Konzertprogramm mit Interpretationen der schönsten Ost-Balladen im König Albert Theater Bad Elster. Unter dem Titel „Die schönsten Balladen aus dem Land vor unserer Zeit“ präsentieren Dirk Zöllner und Manuel Schmid Lieder, die Generationen geprägt haben – und bis heute nichts von ihrer emotionalen Tiefe verloren haben. Für Dirk Zöllner sind es die Klänge seiner Kindheit und Jugend: Songs von Lift, Karat, Lakomy, Gundermann, Biege, Biebl oder Bartzsch – Musik, die in der DDR entstand und weit mehr war als bloße Unterhaltung. Sie war Ausdruck von Sehnsucht, Nachdenklichkeit und leiser Rebellion. Was sie gemeinsam auf die Bühne bringen, ist bewusst keine nostalgische Rückschau. Vielmehr verstehen sie ihr Theaterkonzert als lebendige Pflege eines Kulturerbes – gegenwärtig, authentisch und offen für neue Deutungen. Das Raue trifft auf das Zarte, Improvisation auf klare musikalische Struktur. Unterschiedliche Stimmen und Biografien verschmelzen zu einer spannenden Symbiose, die – unterstützt von ihren Mitmusikern – berührt und begeistert. So entsteht ein Konzertabend, der Erinnerungen wachruft, ohne in der Vergangenheit zu verharren – und der zeigt, wie zeitlos diese Balladen sind, wenn sie mit Leidenschaft, Respekt und künstlerischer Freiheit neu interpretiert werden. Rest-Tickets: 037437/ 53 900 | www.koenig-albert-theater.de

06 Februar 2026

100 Jahre Horch 8: Neue Sonderausstellung im Horch Museum

Westsachsen/Zwickau (Stadt des überklebten Rechtskraftvermerks).- In der neuen Sonderausstellung „100 Jahre Horch 8. Auf den Spuren eines Mythos“ präsentiert das August Horch Museum Zwickau 13 exklusive Automobile, die vielfach als Legenden gelten. Die Modelle stehen stellvertretend für den Erfolgsweg des Achtzylinders, angefangen in den Goldenen Zwanziger Jahren unter dem Namen Horch bis hinein in die 1980er, die mit dem Audi V8 quattro einen noch recht jungen Oldtimer als Abschluss zeigen. Die Sonderausstellung wird von heute an bis 10. Januar 2027 gezeigt.
Wie das August Horch Museum mitteilt, wurde vor 100 Jahren auf der Berliner Automobilwoche erstmals der von Paul Daimler für Argus & Horch entwickelte Achtzylindermotor in Serienreife vorgestellt. Der „Horch 8“ wurde schnell zum Symbol für Wertigkeit, Zuverlässigkeit und Eleganz.
Zu den besonderen Highlights gehört der Horch 855 Spezialroadster von 1938, von dem weltweit nur sieben Modelle gebaut wurden. Entworfen wurde der Zweisitzer 1934 von Günther Mickwausch, der die Dresdner Kunstakademie absolvierte und als Grafiker bei der Auto Union AG angestellt war. Der Prototyp wurde ein Jahr später im Rahmen der IAA im Berliner Filmtheater Capitol vorgestellt. Es dauerte noch drei Jahre, bis die Auto Union 1938 ein weiteres Ausstellungsfahrzeug präsentierte. Trotz großer Bewunderung seitens der Automobilfans entschied sich die Mehrheit für den günstigeren und mit einem Platzangebot für vier Personen größeren Horch 853 A. Es blieb bei insgesamt nur sieben verkauften Exemplaren in vier Jahren. Das Ausstellungsstück wurde im Juni 1938 ausgeliefert.
In der Sonderausstellung sind zu sehen:
Horch 303 Phaeton von 1937
Horch 306 Roadster von 1927
Horch 420 Sport-Kabriolett von 1931
Horch 430 Limousine von 1931
Horch 750 Pullmanlimousine von 1933
Horch 930 V Kabriolett von 1939
Horch 920 S Limousine von 1939 (nur 8 gebaute Exemplare, davon 2 Prototypen)
Horch 853 „Manuela“ (Rekonstruktion, Original von 1937)
Horch 855 Spezialroadster von 1938 (nur 7 gebaute Modelle)
P 240 Sachsenring Limousine von 1959
Horch 830BL „Texas Horch“ von 1953 (Einzelstück)
Audi Typ R “Imperator“ von 1929
Audi V8 3.6 von 1988
Quelle und Fotos: Stadtverwaltung Zwickau

04 Februar 2026

Meta Konzern zu Schadensersatz und Unterlassung verurteilt

Westsachsen/Dresden.- Der 4. Zivilsenat hat am 03.02.2026 in den ersten vier Parallelverfahren zu den so genannten Business-Tools den Meta Konzern zur Zahlung von immateriellem Schadensersatz in Höhe von jeweils 1500,- Euro sowie zur Unterlassung der Weiterverarbeitung hiermit gewonnener personenbezogener Daten an Nutzer des sozialen Netzwerks "Instagram" verurteilt.Bei diesen "Business-Tools" handelt sich um Programmschnittstellen, die der Meta-Konzern Unternehmen zur Installation auf deren Webseiten anbietet. Sie dienen dazu, personenbezogene Daten der Webseitennutzer zu sammeln, die die Unternehmen dann mit dem Meta-Konzern teilen. Der 4. Zivilsenat hat sich in den entschiedenen Verfahren die Überzeugung verschafft, dass hierzu die zu einer Datenverarbeitung erforderlichen Einwilligungserklärungen der Nutzer nicht vorgelegen haben und sich die Beklagte hierfür auch nicht auf einen weiteren der nach der Datenschutzgrundverordnung möglichen Rechtfertigungsgründe berufen könne. Durch eine solche Verarbeitung personenbezogener Daten entstehe ein Kontrollverlust, der bei betroffenen Nutzern ein Gefühl der umfassenden Überwachung hervorrufen könne. Dies rechtfertige es, einen immateriellen Schadensersatz auf der Grundlage von Art. 82 DSGVO auch dann zuzusprechen, wenn der einzelne Nutzer hierdurch keine psychische Beeinträchtigung erlitten habe. Nicht erforderlich sei es hierfür, dass der Nutzer nachweist, Webseiten besucht zu haben, die seine personenbezogenen Daten mit Hilfe dieser Business Tools an den Meta-Konzern weiterleiten.
Die Revision wurde nicht zugelassen. Die Urteile sind damit rechtskräftig.
Quelle: Oberlandesgericht Dresden

Neue Ausstellung: Bad Elster im Gespräch der Farben

Westsachsen/Bad Elster.- Am vergangenen Sonntag, den 1. Februar wurde mit einer feierlichen Vernissage im Zuge der 23. Chursächsischen Winterträume die neue Ausstellung »Im Gespräch der Farben« als Hommage an Gotthard Graubner in Kooperation des Gymnasium Markneukirchen und der Fakultät für Angewandte Kunst Schneeberg in der KunstWandelhalle Bad Elster eröffnet.
In dieser neuen Ausstellung setzen sich Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Markneukirchen sowie Studierende der Fakultät Angewandte Kunst Schneeberg der Westsächsischen Hochschule Zwickau kreativ mit dem Werk und der Persönlichkeit des gebürtigen Erlbachers Gotthard Graubner auseinander. Mit ihren adaptiven Arbeiten und vielfältigen Interpretationen nähern sie sich dem Schaffen des berühmten Künstlers auf individuelle Weise – und zollen ihm damit eine besondere Würdigung. Bei der Entstehung der Ausstellung spielten auch künstlerische Vorbilder Graubners wie Tizian, El Greco, Claude Monet und William Turner eine Rolle, welche die Schülerinnen und Schüler zu eigenständigen Bildlösungen inspirierten. Außerdem beflügelten Zitate Graubners die Fantasie der Jugendlichen und ließen märchenhafte Szenerien entstehen. „In der insgesamt sehr kreativen künstlerischen Auseinandersetzung spielten neben der Farbe als zentralem Thema auch andere Aspekte wie Licht und Schatten, Stofflichkeit bzw. Raum eine wichtige Rolle“ erklärt Kunstlehrerin und Mitorganisatorin Michaela Popp vom Gymnasium Markneukirchen und führt aus: „Darüber hinaus beschäftigten sich die Jugendlichen mit Themen, bei denen sich eine Verbindung zum vogtländischen Geburtsort herstellen lässt. Graubners Nebelräume und seine Darstellungen blattloser Bäume waren hier zum Beispiel eine wichtige Anregung.“ Damit ist diese Ausstellung nicht nur ein wirklich kreativer Farbpunkt des Winterkulturfestivals in Bad Elster, sondern auch ein lebendiges Beispiel für generationsverbindendes Bewusstsein im Sinne regionaler Kunstgeschichte.
Gotthard Graubner (1930–2013) zählt zu den bedeutendsten deutschen Malern der Nachkriegszeit. Geboren in Erlbach im Vogtland, entwickelte er ein einzigartiges Werk, das die Farbe selbst zum zentralen Thema machte. Mit seinen sogenannten „Farbraumkörpern“ prägte er die Malerei entscheidend – jenseits von Abbild und Narration. Seine Arbeiten wurden international ausgestellt und sind in bedeutenden Sammlungen vertreten, u. a. in der Nationalgalerie Berlin oder dem Museum Kunstpalast Düsseldorf. Diese wirklich beeindruckende Hommage-Ausstellung kann nun noch bis zum 19. April 2026 jeweils von Mittwoch bis Sonntag von 14 bis 17.30 Uhr sowie an den Wochenenden zusätzlich von 9.30 Uhr bis 12 Uhr sowie zu den Veranstaltungen in der KunstWandelhalle Bad Elster inmitten der Königlichen Anlagen besichtigt werden. Der Eintritt ist frei. www.kunstwandelhalle.de

03 Februar 2026

Festliche Operngala mit jungen Solisten der Semperoper Dresden

Westsachsen/Bad Elster.-
Am Freitag, den 13. Februar laden internationale Solisten des Jungen Ensembles der Semperoper Dresden unter der Leitung von Nathan Raskin (USA) um 19.30 Uhr zu einer großen Operngala im Zeichen der Liebe in das König Albert Theater Bad Elster ein. Am Vorabend des Valentinstages präsentieren Sopranistin Natasha Gesto (Australien), Sopranistin Dalia Medovnikov (USA), Mezzosopranistin Winona Martin (USA), Tenor Jin Yu (China), Bariton Yu He (China) und Bassist Metehan Köklu (Türkei) vom Jungen Ensemble der Semperoper Dresden in Bad Elster den begeisternden Konzertabend „Belcanto d'amore“ als klangvolle Operngala. Die international besetzte Solistenriege spannt dabei einen atmosphärischen Bogen von inniger Lyrik bis hin zu dramatischer Opernkunst: Vom schwermütigen Liebesduett aus La Bohème bis zum bewegenden Finalauszug aus Pagliacci, von Beethovens kunstvoller Liedkomposition Adelaide bis zu den tränenreichen Arien Massenets und Gounods – dieser Abend verspricht ein stimmungsvolles Kaleidoskop großer Opernmomente. Ein Konzert voller Emotion, Leidenschaft und musikalischer Ausdruckskraft für Opernliebhaber und alle, die es werden wollen. Das internationale Junge Ensemble der Semperoper Dresden bietet besonders talentierten jungen Künstlerinnen und Künstlern ein zweijähriges Fortbildungs- und Trainingsprogramm, das Korrepetition, Rollenstudium sowie szenischen Unterricht und Meisterkurse umfasst. Während der Probenarbeit und der Aufführungen findet ein direkter Austausch und eine intensive Zusammenarbeit mit dem Semperoper-Ensembles statt und natürlich sind die Mitglieder des Jungen Ensembles auch in Aufführungen, der Semperoper, Semper Zwei und in Konzerten zu erleben.
Tickets: 037437/ 53 900 | www.koenig-albert-theater.de