Freitag, 6. Dezember 2019

Premiere: Weihnachtsmann erstmals schokofrei im Einsatz

Werdau.- In wenigen Tagen ist es soweit: Vom 12. bis 15. Dezember 2019 wird der Werdauer Weihnachtsmarkt im Herzen der Pleißestadt veranstaltet. Dabei geht die Westsächsische Kommune einen ganz ungewöhnlichen, neuen Weg: Denn die Füllung des Weihnachtsmannsackes ist erstmals ganz ohne Schokolade, deswegen jedoch nicht weniger attraktiv.
„Zur Weihnachtszeit bekommen Kinder und Jugendliche Unmengen an Schokolade und Süßigkeiten. Das ist zwar lecker, sollte aber nicht alles sein. Daher haben wir uns ganz bewusst dafür entschieden, eine echte Alternative anzubieten“, erklärt André Kleber vom Fachdienst Stadtmarketing / Öffentlichkeitsarbeit.
Ganz konkret erhalten die Kinder beim Termin mit „Santa“ Präsente wie Obst, Nüsse, Schreibwaren oder kleine Spielsachen. Möglich macht das eine intensive Kooperation mit den Kaufländern in Werdau und Steinpleis, die ihrerseits eine ausgewogene und gleichzeitig attraktive Füllung zur Verfügung stellen. „Wir unterstützen diese Aktion und den Gedanken dahinter sehr gerne und haben mit unseren Mitarbeitern ein gutes Sortiment zusammengestellt“, erklärt Ines Kasulke, Filialleiterin in Steinpleis. Auch bei ihrem Amtskollegen Matthias Sobzick, der Verantwortung für den Standort in Werdau trägt, stießen die Mitarbeiter der Stadtverwaltung auf offene Ohren.

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Werdau

Zwickauer Justiz-Skandal: Videoüberwachung statt juristische Aufklärung

Zwickau.- In dieser Woche wurde nach heftiger Kritik aus der Bevölkerung die vor mehreren Monaten installierte Videoüberwachungsanlage von der Moccabar entfernt. Die Installation war damals auf Anordnung der Zwickauer Staatsanwaltschaft erfolgt, nachdem am Schwanenteich von bisher Unbekannten ein Bäumchen abgesägt wurde. Trotz aller Bemühungen des gesamten Zwickauer Justizapparates und der Polizei gelang es bisher nicht, den oder die Täter dingfest zu machen. Trotz ständiger Polizeipräsenz am Tatort und mehrerer Zeugenaufrufe konnte(n) der oder die unbekannte(n) Säger nicht ausfindig gemacht werden. Dafür hatte die nach geheimdienstlichen Vorgaben agierende Zwickauer Staatsanwaltschaft Gelegenheit, ihr über die Jahrzehnte angehäuftes Fachwissen, teils aus alten Stasi-Erfahrungen heraus, in die Tat umzusetzen. Über Wochen wurde die Bevölkerung ohne es zu wissen rund um die Uhr überwacht. Jeder, der sich während dieser Zeit in der Nähe der Zwickau Moccabar aufhielt kann sicher sein, dass dies fein säuberlich videografisch von den Behörden dokumentiert wurde. Vielleicht stand der eine oder andere auch mal im Stau bei Rot auf der Kreuzung? Und das vor laufender Kamera! Dafür könnte es bald einen gesalzenen Strafzettel geben.
Mit der Überwachung des eigenen Personals nimmt es die Zwickauer Staatsanwaltschaft übrigens nicht so genau. Da kann schon mal ein Unbekannter einen gültigen Rechtskraftvermerk überkleben, ohne dass dazu ermittelt wird. Dass die Urkundenfälschung, die weitere Straftaten wie Rechtsbeugung und Strafvereitelung im Amt nach sich zieht in die Kategorie Straftat fällt, ist dabei offenbar nicht so wichtig. Die einfache Sachbeschädigung wiegt in den Augen der hiesigen Ermittler offenbar viel schwerer. Verkehrte Welt? Jetzt gehen also nicht nur ein unbekannter Streicher und ein unbekannter Überkleber, sondern auch noch ein unbekannter Säger in Zwickau umher. Schöner kann Satire nicht sein.
Auf dem Foto unten ist zu sehen, wie sich die drei von der Jura-Anstalt Sebastian Gemkow, Dirk Kirst und Uwe Wiegner über die Dummheit der Bevölkerung freuen. (Kommentar WSZ)

Alles zum Thema „Zwickauer Justiz-Skandal“ ist hier zusammengefasst in einer Linksammlung

Ich kann Kochen! - Sachsens Kinder sollen besser essen

Westsachsen/BARMER.- Ausgewogene Ernährung will gelernt und erlebt sein, je früher desto besser. In Dresden konnte sich Sachsens Ministerin für Soziales und Verbraucherschutz, Babara Klepsch, bei der Initiative für praktische Ernährungsbildung Ich kann kochen! von Sarah Wiener Stiftung und BARMER davon überzeugen, wie eine Horterzieherin Schülerinnen und Schüler auch in der süßen Vorweihnachtszeit für bewussten Genuss und frisches Kochen begeistert. Die Ich kann kochen!-Gruppe der 8. Grundschule in der Dresdner Konkordienstraße ließ sich bei der Zubereitung einer besonderen Nachspeise zum Nikolaustag über die Schulter schauen. Diese Grundschule ist eine von über 850 Einrichtungen in Sachsen, die an der bundesweiten Initiative für praktische Ernährungsbildung an Kitas und Grundschulen teilnimmt.
„Eine frische und ausgewogene Ernährung ist wichtig, damit Kinder gesund aufwachsen können. Dafür brauchen sie das Wissen über Lebensmittel und wie man sie zubereitet, was vielen Kindern heute leider fehlt. Ich kann kochen! setzt genau dort an: Mit viel Spaß lernen die Kinder beim gemeinsamen Kochen, wie man sich gesund ernährt“, erklärte Ministerin Barbara Klepsch. Sie war zuvor von Köchin und Stiftungsgründerin Sarah Wiener und BARMER-Landesgeschäftsführer Dr. Fabian Magerl zur Botschafterin von Ich kann kochen! in Sachsen ernannt worden. „Ich möchte zudem ausdrücklich das Engagement unserer pädagogischen Fachkräfte würdigen! Denn es braucht beides: gut gemachte Fortbildungsangebote und engagierte Fachkräfte, die diese wahrnehmen und ihr Wissen dann in den Alltag einfließen lassen. Deshalb bin ich auch sehr gern die Sächsische Botschafterin von Ich kann kochen!“ geworden“, betonte die Ministerin.
Jede 8. Grundschule und Kita in Sachsen kann kochen Im Rahmen der Initiative wurden bis heute fast 1.700 pädagogische Fach- und Lehrkräfte aus mehr als 850 Kitas, Grundschulen, Horten und außerschulischen Lernorten in Sachsen zu Genussbotschaftern fortgebildet, um mit den Kindern in ihren Einrichtungen pädagogisch zu kochen. Über 12,5 Prozent aller sächsischen Einrichtungen mit Kindern bis zum zehnten Lebensjahr profitieren damit bereits von Ich kann kochen!.
„Wir wissen, dass Kindern Ernährungskompetenz möglichst früh vermittelt werden sollte. Denn früh
erlernte Essgewohnheiten werden in der Regel ein Leben lang beibehalten. Je mehr Kinder wir durch Präventionsprojekte frühzeitig für abwechslungsreiche Ernährung und regelmäßige Bewegung sensibilisieren, desto besser können wir sie vor Übergewicht und Folgeerkrankungen schützen“, sagte Fabian Magerl, Landesgeschäftsführer der BARMER.
Kinder in die Küche
Nicht nur über ausgewogene Ernährung aufzuklären, sondern Kinder ganz praktisch entdecken zu lassen, wie gut abwechslungsreiche, selbst gekochte Gerichte schmecken, ist das Kernziel von Ich kann kochen!. „Gerade in der Vorweihnachtszeit können pädagogische Fachkräfte und Eltern in der Küche Rituale schaffen und frische Alternativen zu klassischen Naschereien ausprobieren", erklärte Sarah Wiener. „Selbstbewusste und gesunde Kinder brauchen Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und Souveränität über den eigenen Körper. Das alles kann das gemeinsame Kochen und Backen ermöglichen! Beim Rühren, Abwiegen, Würzen und Abschmecken können die Kinder eine Beziehung zu ihrem Essen aufbauen und herausfinden, was ihnen schmeckt und gut tut."
Das bewiesen auch die Kinder des Hortes der 8. Grundschule, die Bratäpfel frisch zubereitet und dabei viele weihnachtliche Gewürze mit allen Sinnen kennengelernt haben. Ihre Erzieherin hatte sich – wie bundesweit mehr als 18.500 pädagogische Fach- und Lehrkräfte – in einer eintägigen kostenfreien Fortbildung im pädagogischen Kochen mit Kindern zur Genussbotschafterin qualifiziert. Bei den Fortbildungen von Ich kann kochen! stehen die Teilnehmenden selbst am Herd, lernen Grundlagen zum Essverhalten von Kindern und erweitern ihr Ernährungswissen.
Um den Start eigener Koch- und Ernährungsprojekte nach der Fortbildung zu vereinfachen, fördert die BARMER pädagogische Einrichtungen einmalig mit bis zu 500 Euro für den Einkauf von Lebensmitteln. Über 300 Einrichtungen in Sachsen haben dieses Angebot bereits genutzt. Die Qualifizierung zum Genussbotschafter steht allen interessierten Erziehern, Sozialpädagogen und Lehrern offen, die Anmeldung erfolgt einfach online auf www.ichkannkochen.de. Kommunen und Träger können auch individuelle Fortbildungstermine für ihre Einrichtungen vereinbaren.
Über die Initiative Ich kann kochen!
Die gemeinnützige Sarah Wiener Stiftung und die Krankenkasse BARMER haben es sich zur Aufgabe gemacht, Kinder frühestmöglich für eine vielseitige Ernährung zu begeistern. Ich kann kochen! vermittelt Kindern praxisnah und alltagstauglich, wie viel Spaß es macht, sich selbst eine frische Mahlzeit zuzubereiten. Die Initiative will Wissen über ausgewogene Ernährung fördern und helfen, ernährungsbedingten Krankheiten vorzubeugen. In den kommenden Jahren will Ich kann kochen! bundesweit mehr als eine Million Kinder erreichen. Es ist damit die größte bundesweite Initiative für praktische Ernährungsbildung von Kita- und Grundschulkindern. Ich kann kochen! ist Projektpartner von IN FORM, dem Nationalen Aktionsplan der Bundesregierung für gesunde Ernährung und mehr Bewegung in Deutschland. Weitere Informationen unter www.ichkannkochen.de.

Quelle und Fotos: BARMER

Vogtlandhalle Greiz: Blicke hinter die Kulissen

Öffentliche Führung für jedermann - Blicke hinter die Kulissen der im März 2011 eröffneten Vogtlandhalle Greiz.


Greiz.- Das Angebot dieses Rundganges richtet sich an alle Interessierten, die sich gern ein Bild von dem neuen Kulturzentrum im Herzen der Greizer Neustadt machen wollen. Informationen zum Bau, zur Ausstattung und zur Nutzung gehören während der Hausführung ebenso dazu, wie die Besichtigung des Großen Saals, der Studiobühne, des Ballettsaals und vielem weiteren mehr. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
Termin: Samstag, 07. Dezember 2019
Zeit: 10.00 Uhr
Treffpunkt: Vogtlandhalle Greiz, Carolinenstraße 15, Foyer
Dauer: rund eine Stunde
Preise: Erwachsene 4,00 Euro, Kinder bis 14 Jahre 1,50 Euro
Der Rundgang ist auf 20 Personen begrenzt. Anmeldung erwünscht: Tel. 03661 – 689815. Beachten Sie bitte, dass es aufgrund von Veranstaltungen in der Vogtlandhalle auch zu Einschränkungen bei der Besichtigung der Räumlichkeiten kommen kann.

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Greiz

Montag, 2. Dezember 2019

Zwickauer Justiz-Skandal: War es die Putzfrau?

Dresden/Zwickau.- In der Überklebungsaffäre am Zwickauer Amtsgericht sind überraschend neue Erkenntnisse aufgetaucht. Justizminister Sebastian Gemkow (CDU) zitiert in einer Stellungnahme gegenüber dem Sächsischen Landtag den Vorfall wie folgt: „...am 10. April 2013 wurde auf dem Beschluss vom 23.03. 2012 die Rechtskraft mit Datum vom 06. 02. 2013 angebracht. Zu diesem Zeitpunkt war der ursprünglich gestrichene Rechtskraftvermerk überklebt worden. Wer die erste und durchgestrichene Rechtskraftbescheinigung überklebt hat, konnte das Gericht nicht mehr ermitteln...“. Und weiter meint der Justizminister, dass „...eine Urkundenfälschung in dem irrtümlich erfolgten Überkleben jedoch nicht zu sehen sei...“
Mal ganz abgesehen davon, dass ein Gericht als solches keine Ermittlungen anstellt, sondern im Idealfall die dafür eigentlich zuständige Staatsanwaltschaft, wirft diese Behauptung weitere Fragen nach dem Sinn dieser Erklärung auf. Bisher war nie die Rede davon, dass der besagte Rechtskraftvermerk gestrichen worden sei. Selbst wenn das so gewesen wäre, weshalb sollte ein Unbekannter einen angeblich gestrichenen Rechtskraftvermerk überkleben? Wie kann man wissen, dass die Überklebung irrtümlich erfolgte, wenn mitgeteilt wird, dass der Überkleber nicht ermittelt werden konnte, er also unbekannt ist? Das ergibt einfach keinen Sinn.
Jetzt müsste schleunigst ermittelt werden, wer wann gestrichen und wer wann überklebt hat. Es gehen nun ein unbekannter Überkleber und ein unbekannter Streicher am Amtsgericht Zwickau umher. Am Ende waren es wieder der Gärtner oder die Putzfrau. Aber selbst das wird nicht ermittelt werden. Wie so vieles in der Zwickauer Justiz wohl besser im Dunkel bleibt.

Betet, dass seine Amtszeit bald vorüber ist. Sachsens Justizminister Sebstian Gemkow (CDU).
Foto: WELT

-Satire-

Freitag, 29. November 2019

Klöppelgruppe verwandelt Weihnachtsbaum in ein wahres Kunstwerk

Werdau.- Mit viel Liebe zum Detail haben die rund 20 Mitglieder der Werdauer Klöppelgruppe der Volkssolidarität nunmehr bereits zum dritten Mal den Weihnachtsschmuck für den Tannenbaum im Rathaus der Pleißestadt gestaltet.
Insgesamt etwa 90 liebevoll gestaltete, einmalige Kunstwerke zieren seit Ende November den Baum, der sich im ersten Obergeschoss befindet. Der aufmerksame Betrachter wird schnell feststellen, mit wie viel Auge fürs Detail der Weihnachtsschmuck entstand. Für jedes einzelne der Unikate nahmen sich die Klöppelfrauen zwischen drei und fünf Stunden Zeit. Mit ihrem Engagement wollen sie, wie schon beim Osterbrunnen, zu den vielen schönen Projekten und der guten Entwicklung der Stadt einen eigenen Beitrag leisten. Und vielleicht findet sich dadurch ja auch noch der eine oder andere neue Mitstreiter.

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Werdau

Donnerstag, 28. November 2019

Interview: „Ein Fisch lernt nicht fliegen, weil der Teufel ihm das befiehlt“

Berlin/Westsachsen.- „Aktueller kann ein Thema nicht sein, als unsere Musik“, sagt Andy Habermann, Sänger und Gitarrist der Berliner Rockband WUTBÜRGER. „Nicht nur, dass die Volkslieder aus dem Musikunterricht verbannt werden, es wird auch jeder an den Pranger gestellt, der nicht systemkonform singt“, so seine Erfahrung. Wir haben den 35-jährigen Musiker zum Interview getroffen. Seine An-, Ein- und Aussichten über uns als Deutsche sind bemerkenswert.
WSZ: Was unterscheidet Euch von anderen Rockbands in Deutschland?
Andy: „Sachen, die uns auf den Sack gehen, die werden angesprochen. Da ist es scheißegal, ob das ein Tierschänder oder ein Kinderschänder ist, ob's dämliche Politiker sind, das spielt für uns keine Rolle. Wir nehmen auch kein Blatt vor den Mund, auch bei Themen, die angeblich zu sensibel sind. In der Musikszene darf man ja heutzutage nur linksradikal sein.“
WSZ: Wie tolerant und wie gesellschaftskritisch wollt Ihr sein?
Andy: „Privat beschäftigte ich mich intensiv mit dem Wandel unserer Gesellschaft und schrieb unter anderem Artikel in Blogs. Nach dem offiziellen Aus von „Rotlicht“, meiner früheren Band, war mir klar: Jetzt Rockmusik! Mein Umfeld war und ist pluralistisch. Ich habe sogar Freunde aus Friedrichshain, die sich eher als links bezeichnen würden. Selbst diese schreiben mich an und wünschen mir Kraft. Das ist ein wichtiges Zeichen. Pluralismus muss erlaubt sein. Wir als Band machen es vor. Mein Keyboarder ist absolut liberal, mein Drummer neutral, mein Basser und ich sind eher rechts. Wir machen es der Gesellschaft vor, indem wir gemeinsame Probleme angreifen. Eine Band besteht aus vielen Personen, die gemeinsam ein Gesicht bilden. Das ist unseres Erachtens nach gesellschaftskritisch und patriotisch.“
WSZ: Wie ist Dein Verhältnis zur AfD, der Du als aktives Mitglied und Funktionär angehörst?
Andy: „Ich habe mich schon zur Geburtsstunde der AfD für diese Partei interessiert. Als sich unsere ganze politische Lage zuspitzte, entschied ich mich, dort als einfaches Mitglied einzusteigen. Die WUTBÜRGER kamen erst später dazu. Mir reichte die Ortsverbandsarbeit nicht mehr aus. Ich will immer etwas bewegen. Nun hat es sich aber in diesem Jahr so ergeben, dass ich in höheren Ämtern meinen Mann stehen durfte. Im ersten Moment passt das wohl nicht zusammen. Rock'n Roll und trockene Parteiarbeit? Es ist sehr wohl untypisch. Aber jeder, der mich kennt weiß, dass ich insgesamt sehr untypisch bin. Ich weiß, dass mein kompletter Ortsverband geschlossen hinter mir steht. Was die oberen Instanzen machen, überlasse ich denen.“
WSZ: Wie geht Ihr mit den ständigen Anfeindungen aus der linken Szene um?
Andy: „Teilweise wurden Adressen von Band-Mitgliedern veröffentlicht. Mit dem Hinweis, denjenigen mal zu besuchen. Leute wurden auf der Arbeit besucht. Es wurde mit dem Chef gesprochen, ob er das nicht doof findet. Kunden wurden angesprochen, aber die haben sich davon nicht schocken lassen. Bei unserem Gitarristen war es anders. Der wurde auf Anraten eines Centermanager als Security versetzt. Ein anderer Gitarrist ist aus der Band ausgestiegen. Seine Tochter wollte bei der Polizei eine Ausbildung machen. Ihr wurde nahegelegt, dass sie keine Chance hat, wenn der Vater in dieser Band mitspielt. Platten wurden aus dem Sortiment genommen. Linke Vereine hatten unsere Vertriebe und Partner angeschrieben. Ich meine, von Menschen die Autos anzünden, die Familienväter zum ersten Mai mit Steinen beschmeisen, mir etwas über Moral erzählen zu lassen, halte ich für schwierig.“
WSZ: Wie war Euer erstes Konzert?
Andy: „Dazu kam es gar nicht erst. Es gab Polizei-Hundertschaften die dort auftauchten, teilweise mit Maschinengewehren, die Züge abfingen, damit die Leute gar nicht erst von den Bahnhöfen runterkamen. Danach ging die Produktion unseres Albums los, welches voraussichtlich im Januar fertig wird. Es wird eine Überraschung bleiben, wie sich die nächsten Konzerte entwickeln. Die Angst scheint ja wahnsinnig groß zu sein, wegen einer Band, die nicht mal zwei Jahre existiert. Ich denke mit dem Konzertverbot haben wir einen neuen Rekord in Deutschland gesetzt.“
WSZ: Wie fühlt man sich, wenn man von Behörden und Medien verfolgt wird?
Andy: „Im Moment ertrage ich es einfach. Die Presse verfolgt mich, so wie auch die Streifenwagen. Noch bin ich geduldig und genügsam. Ich weiß, dass das alles nur passiert, weil ich das richtige tue. Wenn dich ein Unrechtsstaat verfolgt und dich ändern will, musst du ja theoretisch auf der guten Seite stehen. Sie wollen mich aus der Reserve locken. Provozieren mich in jeder Lebenslage. Sie wissen um mein Temperament und erhoffen sich neue Schlagzeilen.“
WSZ: Woher nehmt Ihr die Motivation, weiter zu machen?
Andy: „Diese tausenden Menschen da draußen, die im Großen und Ganzen dasselbe denken, sollten endlich aufhören, sich in diese vielen Gruppen zu spalten. Wenn wir eine Bewegung sein wollen, müssen wir eine große Familie sein. Eine Gesellschaft kann diese Hürden überwinden, indem sie sich wieder auf's wesentliche konzentriert. Familie, Freundschaft, Nachbarschaft. Nicht ohne Grund probiert unsere Elite, genau diese Faktoren auszumerzen. Wenn wir wieder anfangen, kleine Gemeinschaften zu bilden, lernen wir auch wieder Kompromissbereitschaft und Zusammenhalt. Wie soll das im Großen funktionieren, wenn wir es nicht mal im Kleinen hinbekommen. Natürlich reicht das allein nicht. Es muss mehr Arsch in die Hose. Nicht am Kneipentisch werden die Probleme gelöst, sondern in der Öffentlichkeit. Ähnlich sehe ich das jetzt in meinem Fall. Ich halte meinem Kopf nicht nur für mich und meine Kinder hin. Ich tue das für jeden Landsmann, der für eine freiheitlich-demokratische Grundordnung kämpft. Diese wieder herzustellen und geltendes Recht wieder durchzusetzen, ist mein Ansporn. Jeder Angriff auf mich, ist ein Angriff auf die komplette Patrioten-Szene. Ein Anschlag auf einen kompletten Zeitgeist. Dass ich meine Heimat liebe und beschütze, ist einfach in mir einprogrammiert. Das wird keine Behörde dieser Welt ändern. Ein Fisch lernt nicht fliegen, weil der Teufel ihm das befiehlt.“
WSZ: Die aktuellen Schlagzeilen bringen Dich zum schmunzeln?
Andy: „Es ist an Lächerlichkeit kaum mehr zu überbieten. Laut Brandenburger Verfassungsschutz wurden wir als rechtsextremistische Band eingestuft, weil unsere Kleidung szenetypisch ist, ein Ex-Gitarrist ein kleines Tattoo auf dem Arm hat, dessen Kontext aus dem Rockermiileu stammt und somit legal ist, und weil ich einen Post machte, in dem ich die Identitäre Bewegung (IB) in ein gutes Licht gestellt habe. Übrigens wird in diesem VS-Bericht die IB als rechtsextremistisch bezeichnet, was jedoch laut einem Urteil aus Köln schon seit längerem verboten ist.“
WSZ: Was willst Du den Leuten sonst noch mit auf den Weg geben?
„Lasst Euch davon nicht abschrecken. Jeder hat das Recht, seine Meinung offen zu äußern. Nur so wird sich der Nächste vielleicht trauen. Menschen sind Herdentiere. Die Mutigen müssen es den zurückhaltenden vormachen, es ihnen quasi beibringen. Das Gefühl, in der Unterzahl zu sein, ist eine Täuschung. Wir sind mehr, als Ihr denkt. Was das Tragen der Botschaften in die große Öffentlichkeit betrifft, können und müssen sich die Menschen auf Künstler und Bands verlassen, die den kürzeren Weg zur Presse haben. Genau die muss man unterstützen. Das sind die Menschen, denen das Leben schwer gemacht wird. Sie halten für alle anderen den Kopf hin. Das Mindeste ist dann doch, diese Künstler mit jeder Körperzelle zu unterstützen.“
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Adventsfest: Bad Elster strahlt im weihnachtlichen Lichterglanz

Bad Elster.- Am zweiten Adventswochenende, vom 6. bis 8. Dezember, findet in den leuchtenden Königlichen Anlagen Bad Elsters wieder das jährliche Adventsfest rund um die wunderschöne Pyramide auf dem Badeplatz statt. Ein buntes Veranstaltungsprogramm setzt dabei künstlerische Akzente, gestandene Weihnachtsmänner musizieren für die Gäste, ein liebevoller Handwerkermarkt lockt in die weihnachtliche KunstWandelhalle und ganz Bad Elster strahlt im weihnachtlichen Lichterglanz.
„Erstmals findet in diesem Jahr die stimmungsvolle Eröffnung des Adventsfestes mit dem »Anschieben der Pyramide« durch die Brunnenkönigin und den Bürgermeister bereits am Freitag um 17.00 Uhr auf dem Badeplatz statt“ freut sich Thomas Röh vom örtlichen Tourismus- und Gewerbeverein und fügt hinzu: „Gemeinsam mit den Mitveranstaltern der Chursächsischen Veranstaltungs GmbH, der Sächsischen Staatsbäder GmbH und der Stadt Bad Elster möchten wir so unser Adventsfest besonders stimmungsvoll im Lichterglanz der historischen Bäderarchitektur eröffnen.“
Der Adventsfest-Samstag wird traditionell mit dem Anschnitt des Riesenstollens feierlich zelebriert, danach findet in der KunstWandelhalle um 11.00 Uhr ein Weihnachtskonzert mit Christmas Songs auf Gitarre & Saxophon und um 14.30 Uhr das Chorkonzert der Grundschule Bad Elster statt. Um 16.00 Uhr fährt der Weihnachtsmann in seiner Weihnachtskutsche auf dem Badeplatz ein und bringt allen braven Kindern kleine Geschenke. „Als ganz besonderes Liveevent wird in diesem Jahr der MDR Sachsenspiegel ab 18.30 Uhr mit seiner TV-Weihnachtstour in Bad Elster gastieren!“ freut sich Röh und erklärt: „Dabei wird der MDR live vom Adventsfest den Elsteranern eine spezielle Tagesaufgabe stellen, die wir dann gemeinsam stemmen müssen. Wir freuen uns jetzt schon sehr darauf und hoffen auf eine breite Unterstützung von Elsteranern und Gästen, um unser Bad Elster bestens zu präsentieren!“ Nach dieser Liveshow lädt DJ Matthias dann wieder zur großen »Aprés-Party« rund um die Pyramide mit passenden Hits und Glühwein ein.
Der zweiten Adventssonntag wird mit einem Programm der Kita »Elsternest« und einem Konzert des Vogtlandchor Vocapella in der KunstWandelhalle eröffnet, den ganzen Nachmittag gibt es animierten Kinderspaß und die Markneukirchner Weihnachtsmänner spielen auf. Um 15.30 Uhr gibt es für alle kleinen und großen Zuschauer in der KunstWandelhalle das Märchen »Tischlein deck Dich« als lustiges Puppenspiel, bevor dann um 16.30 Uhr der Weihnachtsmann alle Kinder mit seiner Weihnachtskutsche besucht und der Posaunenchor Bad Elster im Anschluss den festlichen Ausklang des Adventsfestes in Bad Elster zelebriert.
Abgerundet wird das weihnachtliche Festwochenende in der Kultur- und Festspielstadt Bad Elster mit besonderen Erlebnissen im König Albert Theater: So lädt am Freitag der Chor der Chursächsischen Philharmonie zum „Großen Nikolaussingen“ (06.12.), am Samstag begeistert der Weihnachtsballettklassiker „Der Nussknacker“ (07.12.) und am Sonntag lädt Publikumsliebling Ulrich Tukur mit seinen Rhythmus Boys (08.12.) zu einem begeisternden Theaterkonzert ein. Die Kombination der Angebote macht dabei den besonderen Reiz Bad Elsters aus: Heute eine Wanderung durch eine der reizvollsten Winterlandschaften Sachsens, morgen die große Welt der Unterhaltung im König Albert Theater und danach Entspannung pur mit den hervorragenden Erholungsangeboten der Soletherme & Saunawelt Bad Elsters - so schweben Körper und Geist auf anspruchsvolle Weise! Alle Infos: 037437/ 53 900 | www.badelster.de

Dienstag, 26. November 2019

Kinder basteln für eine zauberhafte Weihnachtslandschaft

Zwickau.- Vor allem für die Kinder beginnt jetzt die wohl schönste Zeit des Jahres – die Advents- und Vorweihnachtszeit. Mit heutiger Öffnung des Weihnachtsmarktes verwandelt sich die Zwickauer Innenstadt wieder in eine zauberhafte Weihnachtslandschaft mit leckerem Lebkuchenduft, festlich geschmückten Buden und viel Lichterglanz.
Auch der Eingangsbereich des Rathauses und der Domhof werden immer schöner. Hier stehen seit den Morgenstunden insgesamt 23 frisch geschlagene Nordmanntannen, die auch in diesem Jahr von den Kitas in kommunaler und freier Trägerschaft geschmückt werden. Ihrer schönen Tradition folgend verwandelten heute Vormittag die Mädchen und Jungen die ersten Bäume in kleine Schmuckstücke. In den vergangenen Wochen wurde eifrig Material gesammelt, anschließend „verbastelt“ und heute dekorativ in Szene gesetzt. Zu sehen sind u. a. kleine Tannenzapfen-Kobolde, Perlen-Sterne, Wallnuss-Ringe, Salzteig-Plätzchen, Krepp- und Transparent-Bäumchen.
Einige Kitas schmücken am Mittwoch noch weitere Bäume und machen die Gruppe dann komplett. Bis voraussichtlich Freitag, 20. Dezember können die weihnachtlich verzierten Tannen bestaunt werden und möchten ebenso zum vorweihnachtlichen Basteln anregen.

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

Montag, 25. November 2019

Oberes Schloss Greiz: Erkundungen im Wahrzeichen der Stadt

Greiz.- Das Obere Schloss ist ein weithin bekanntes, architektonisch wertvolles und markantes Kulturdenkmal, das jeden Betrachter in seinen Bann zieht. Als Wahrzeichen vergangener deutscher Geschichte gibt es dem reizvollen Greizer Landschaftsbild im Tal der Weißen Elster ein charakteristisches Gepräge. Als ehemaliges Residenzschloss wartet es mit einer interessanten und wechselvollen Geschichte auf.
Im Rahmen einer öffentlichen Schlossführung über das Gelände des Oberen Schlosses Greiz können alle Interessierten am Samstag, 30.11.2019, auf den Spuren der einstmals fürstlichen Bewohner des Oberen Schlosses wandeln und Episoden aus der Vergangenheit und Gegenwart des beeindruckenden Schlosses erfahren. Die Besichtigung des Fürstlichen Marstalls, des Brunnenraumes und des Gefängnisses sind unter anderem Inhalt des Rundganges.
Für Fragen rund um die öffentliche Führung auf dem Oberen Schloss Greiz stehen die Mitarbeiterinnen der Tourist-Information Greiz unter Tel. 03661 – 689815 zur Verfügung. Internet: www.greiz.de

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Greiz