Donnerstag, 15. August 2019

Tipp der Woche: Pariser Leben im König Albert Theater

Bad Elster.- Am Freitag, den 23. August öffnet sich um 19.30 Uhr der Vorhang für die spritzig-frivole Operette »Pariser Leben« von Jacques Offenbach im König Albert Theater Bad Elster als Beitrag zum Offenbach-Jahr 2019. In der Inszenierung von Christopher Tölle musizieren die Landesbühnen Sachsen mit der Elbland Philharmonie Sachsen unter der musikalischen Gesamtleitung von GMD Florian Merz. Diese Operette zählt zu den erfolgreichsten Werken des Komponisten, der hier mit seinen Librettisten Henri Meilhac und Ludovic Halévy einen spöttischen Blick wirft auf das Klischee, das die Touristen aller Welt von Paris haben als einer Metropole des Champagner-Rausches und der lockeren Sitten. Ein wohlhabender schwedischer Baron und seine Gattin reisen erstmals nach Paris, um sich – wie sie heimlich planen – durchaus nicht immer gemeinsam zu vergnügen! Als Fremdenführer bieten sich ihnen die mittellosen Lebemänner Gardefeu und Bobinet an: Um an Geld und die hübsche Schwedin heranzukommen, erklärt Gardefeu kurzerhand seine Wohnung zu einer Filiale des »überbuchten« Grandhotels und einen Tag später verwandelt sich Freund Bobinet in einen »Admiral«, um in den Räumlichkeiten einer verreisten Tante ein großes Fest zu geben – mit der verkleideten Dienerschaft als »Hautevollee«. Natürlich fliegt der Schwindel auf, doch schließlich verzichtet der schwedische Baron auf ein Duell mit seinen Gastgebern: Denn wie der Mexikaner seinen Maskenball, hat auch er das »Paris seiner Träume« finanziell mitinszeniert und sich wie alle Beteiligten beim Feiern zur Musik dieser berauschenden Offenbachiade prächtig amüsiert! Tickets: (037437) 53 900 und www.koenig-albert-theater.de

Foto: Pawel Sosnowski

Quecksilber in Zahnfüllungen: Sachsens Bevölkerung wird weiter vergiftet

Reichenbach/Westsachsen.- Der umstrittene quecksilberhaltige Zahn-Füllstoff Amalgam soll eigentlich bis 2030 verschwinden. Sächsische Zahnärzte wollen ihn aber weiter einsetzen. Betroffene Patienten, gesundheitlich Geschädigte und Selbsthilfegruppen laufen dagegen Sturm. Für Ina Schiffler, die Leiterin der SHG Zahnmaterial-Geschädigte in Reichenbach (Foto unten), ist die derzeitige Praxis ein Unding. Sie ist selbst von den gesundheitsschädlichen Auswirkungen der Füllungen betroffen und sagt: „Die Befürworter dieser giftigen Substanz muss man immer gleich fragen, wie viel sie denn davon selbst im Mund haben, wenn sie es so gut finden. Quecksilber ist eines der schlimmsten Gifte und es hat deshalb im Körper des Menschen nichts zu suchen.“
Bereits seit Juli letzten Jahres bekommen Schwangere, Stillende, Kinder bis zum 15. Lebensjahr sowie Nierenkranke und Allergiker keine quecksilberhaltigen Zahnfüllungen mehr. Alle anderen müssen für Kunststofffüllungen privat zuzahlen. „Das können bis zu 100 Euro pro Füllung sein, bei Keramik- oder Goldinlays sogar noch weit mehr", sagt Dr. Holger Weißig, Chef der Kassenzahnärztlichen Vereinigung (KZV) Sachsen. „Hätten wir ein generelles Amalgamverbot, müssten die Mehrkosten für Alternativen von den Kassen getragen werden. Das könnte sich auch auf die Beiträge auswirken.“
Florian Schulze, Geschäftsführer der IG Umwelt und Zahnmedizin, kritisiert die Zurückhaltung der Bundesregierung. „Es wurde weder ein Zeitpunkt für den Amalgamausstieg festgelegt, noch eine konkrete Maßnahme dafür beschlossen, wie man den Einsatz von Amalgam auf unverzichtbare Spezialfälle beschränken möchte.“ Schulze bezeichnet Quecksilber als eines der giftigsten Elemente der Erde. Geringste Mengen könnten bereits schwerwiegende Gesundheitsschäden nach sich ziehen. „Wenn die meisten quecksilberhaltigen Produkte wie Batterien, Lampen oder Thermometer ab 2020 verboten werden, sollte bei Amalgamfüllungen keine Ausnahme gemacht werden“, sagt er.
Quecksilber ist ein Zell- und Nervengift, das sich nicht nur im Kiefer, sondern auch in Nieren, Gehirn und Gelenken ablagern kann. Deshalb soll Amalgam bis 2030 aus der Zahnmedizin verschwinden. Allerdings weniger aus gesundheitlichen, sondern aus Umweltschutzgründen.
Für Ina Schiffler der blanke Hohn: „Ich sehe darin nach wie vor eine vorsätzliche Körperverletzung. Es geht immer nur ums Geld. Für die einfache Bevölkerung ist das billigste immer gut genug. Ob es uns schadet, interessiert niemanden.“
Bis 1. Juli mussten die EU-Mitgliedsstaaten nationale Aktionspläne beschließen, wie sie Amalgam weiter reduzieren wollen. Schweden und Norwegen sind hier Vorreiter. Dort gilt schon seit zehn Jahren ein absolutes Amalgamverbot. Deutschland folgt diesem Beispiel nicht. Die Bundesregierung verspricht lediglich, die Verwendung von Amalgam zu senken und den Einsatz auf unverzichtbare Spezialfälle zu beschränken. Für alle, die nicht zu einer Risikogruppe gehören, bleibt Amalgam in Deutschland weiterhin die Regelversorgung. Trotz neuer EU-Verordnung scheiden sich beim Thema Amalgam also weiterhin die Geister.

Fotos: BARMER/ZPA

Verkehrsinsel auf Stenner Straße wird zurückgebaut

Zwickau.- Das Tiefbauamt sieht vor, noch im 3. Quartal 2019 die Verkehrsinsel auf der Stenner Straße, zwischen Rudolf-Breitscheid-Straße und Am Flugplatz, ersatzlos zurückzubauen.
Die in den 1990er Jahren eingerichtete Verkehrsinsel diente ursprünglich der Verkehrsberuhigung. Aufgrund der zurückgegangenen Verkehrsbelastung in diesem Bereich ist die Notwendigkeit einer Verkehrsinsel nicht mehr gegeben.
Der Rückbau wird zukünftig auch dem Winterdienst auf der Stenner Straße entgegenkommen. Bei dessen Durchführung kam es bisher, in Folge der geringen Durchfahrtsbreite an der Verkehrsinsel, häufig zu Problemen hinsichtlich der seitlichen Ablagerung des geräumten Schnees am rechten Fahrbahnrand. Der aufgetürmte Schnee vor der Verkehrsinsel führte zu Einschränkungen der Sichtbeziehung für die Verkehrsteilnehmer.
Der Rückbau und die anpassenden Arbeiten am Straßenbelag werden unter Vollsperrung (ca. 1 Woche) erfolgen. Die Baumaßnahme wird im Rahmen des zur Verfügung stehenden Haushaltes 2019 umgesetzt.

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

Dienstag, 13. August 2019

Schlossführung in Greiz: Erkundungen im Wahrzeichen der Stadt

Greiz.- Das Obere Schloss ist ein weithin bekanntes, architektonisch wertvolles und markantes Kulturdenkmal, das jeden Betrachter in seinen Bann zieht. Als Wahrzeichen vergangener deutscher Geschichte gibt es dem reizvollen Greizer Landschaftsbild im Tal der Weißen Elster ein charakteristisches Gepräge. Als ehemaliges Residenzschloss wartet es mit einer interessanten und wechselvollen Geschichte auf.
Im Rahmen einer öffentlichen Schlossführung über das Gelände des Oberen Schlosses Greiz können alle Interessierten am Samstag, 17.08.2019, auf den Spuren der einstmals fürstlichen Bewohner des Oberen Schlosses wandeln und Episoden aus der Vergangenheit und Gegenwart des beeindruckenden Schlosses erfahren. Die Besichtigung des Fürstlichen Marstalls, des Brunnenraumes und des Gefängnisses sind u.a. Inhalt des Rundganges.
Für Fragen rund um die öffentliche Führung auf dem Oberen Schloss Greiz stehen die Mitarbeiterinnen der Tourist-Information Greiz unter Telefon (03661) 689815 zur Verfügung. Internet: www.greiz.de
Termin: Samstag, 17. August 2019
Preise: Erwachsene 4,00 Euro, Kinder 1,50 Euro
Treffpunkt: Greiz, Oberes Schloss, Torhaus, Schloss-Information
Zeit: 14.00 Uhr, Dauer ca. 1 ½  Stunden

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Greiz

Sonntag, 11. August 2019

Ministerpräsident fühlt sich belästigt: Strafantrag gegen Arzt scheitert

Westsachsen/Ostthüringen.- Im Juli 2017 titelte die Ostthüringer Zeitung (OTZ) „Ministerpräsident stellt Strafantrag gegen Arzt“. Hintergrund war ein Streit zwischen dem amtierenden Thüringer Ministerpräsidenten Bodo Ramelow (Foto oben) und dem Dipl. med. und Facharzt für Anatomie, Psychiatrie und Psychotherapie, Wilfried Meißner (Foto unten). Worüber die OTZ bis heute nicht berichtete, ist der Ausgang des Verfahrens.
Meißner hatte seinerzeit im Namen des Vereins „Anti-Korruption . Reformation 2014 e.V.“ eine Anfrage an den Ministerpräsidenten gestellt, ob dieser in die Machenschaften der seit 1996 vom Verfassungsschutz unter Beobachtung stehenden Psychosekte Scientology verwickelt sei. Dazu übersandte er ihm ein Formular mit ganz spezifischen Fragen und machte es über das Internet öffentlich. „Die Beantwortung dieser Fragen ist elementar wichtig für unsere Gesellschaft, um zu erfahren, wer in unserem Land an den Hebeln der Macht sitzt“, so Meißner. Ramelow fühlte sich offensichtlich belästigt und verweigerte die Antwort. Als Meißner eine „Kontaktaufnahme von der Seite“ über dessen Ehefrau versuchte, platzte dem Ministerpräsidenten der Kragen. Er stellte Strafantrag wegen übler Nachrede, die Staatsanwaltschaft Gera eröffnete die Klage unter dem Aktenzeichen 122 Js 10980/17.
Doch was ist daraus geworden? Zunächst machte Wilfried Meißner auch diese Anklageschrift auf seiner Homepage für jedermann einsehbar öffentlich. Damit rief er erneut die Staatsanwaltschaft auf den Plan, die ihm „verbotene Mitteilungen über Gerichtsverhandlungen gem. § 353d Nr, 3 StGB“ vorwarf. Seine Wohnung wurde durchsucht, der Computer beschlagnahmt und Strafbefehl erlassen. Demnach sollte Meißner zur Strafe einen hohen dreistelligen Betrag zahlen. Dagegen ging er in Widerspruch und verlangte darüber hinaus Akteneinsicht.
Am 22. November 2018 urteilte das Amtsgericht Rudolstadt im Namen des Volkes: „Der Angeklagte wird freigesprochen. Die Kosten des Verfahrens und die notwendigen Auslagen des Angeklagten trägt die Staatskasse. Der Angeklagte ist für die Durchsuchung seiner Wohnung und die Beschlagnahme seines Computers zu entschädigen.“
Was motiviert den Mediziner, sich ehrenamtlich und in seiner Freizeit so stark im Kampf gegen Korruption und Scientology zu engagieren? Dazu sagt Wilfried Meißner: „Wir wollen mit unserem Verein dazu beitragen, dass die Methoden der Scientology von jedem erkannt werden. Dazu gibt es eine ausführliche Veröffentlichung auf meiner Internetseite. Wenn eine Person in Schlüsselposition nicht Stellung beziehen will, so wie im Fall Ramelow, ist das immer bedenklich“, gibt der Psychiater zu bedenken. „Das nährt natürlich den Verdacht, dass etwas vertuscht werden soll.“  Und er verweist auf ein Urteil des VG Berlin vom 31. Mai 2016 (VG 4 K 295.14): „Kein Zugang zu Verschlusssachen bei Scientology-Mitgliedschaft“.

Mittwoch, 31. Juli 2019

Straßenbahn brennt: Kreuzung Kolping- und Leipziger Straße gesperrt

Zwickau.- Heutige ging um 10.22 Uhr über Notruf in der Leitstelle, Crimmitschauer Straße 35, die Meldung ein, dass eine Straßenbahn der Städtischen Verkehrsbetriebe Zwickau im Kreuzungsbereich Leipziger Straße/Ecke Kolpingstraße brennt.
Beim Eintreffen der Berufsfeuerwehr Zwickau befanden sich bereits keine Personen mehr in der Straßenbahn. Der Fahrer der Bahn hatte selbst schon erste Löschversuche mit einem Handfeuerlöscher unternommen und konnte somit schlimmeres verhindern. Offene Flammen waren jedoch noch unter dem vorderen Radsatz der Straßenbahn zu erkennen. Hier brannte es im Bereich des elektrischen Anschlusskastens. Die Kameraden der Berufsfeuerwehr konnten den Brand mittels Pulver und Wasser recht schnell löschen und damit ein Übergreifen der Flammen auf die Straßenbahn verhindern.
Im Einsatz waren 19 Einsatzkräfte und ein Löschfahrzeug der Berufsfeuerwehr Zwickau. Alarmiert wurden auch Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Zwickau Mitte. Diese kamen nicht mehr zum Einsatz.

Dienstag, 30. Juli 2019

Schlagerkönig Jürgen Drews im NaturTheater Bad Elster

Bad Elster.- Am Sonnabend, den 10. August lädt Schlagerikone und Kultstar Jürgen Drews um 20.00 Uhr zur großen Konzertshow in die Partyarena des NaturTheaters Bad Elster ein! Der Schlager- »König von Mallorca« hält Einzug im Königsbad: Bad Elster freut sich auf den großartigen Jürgen Drews! Diese abwechslungsreiche Show verspricht pure Unterhaltung und sorgt mit speziellen Showeinlagen von Jürgen Drews für tolle Abwechslung. Er selbst bezeichnet diese Konzertshow als kleine Zeitreise durch sein Leben. Neben älteren Hits wie »Wir ziehn heut Abend auf´s Dach« oder »Barfuß durch den Sommer« gibt es auch englische Balladen mit Gänsehautgarantie. Auch seine Zeit bei den Les Humphries Singers lässt der Schlagerstar Revue passieren. Aber natürlich dürfen seine Partyhits und Schlagerperlen nicht fehlen, die gerade live mit Band zur Erlebnisparty werden! Tickets: 037437/ 53 900 | www.naturtheater-badelster.de

Foto: MORITZ-KUENSTER-MONSTERPICS

Tom Gregory kommt zum Stadtfest nach Zwickau

Zwickau.- Kaltstart in die Musikindustrie: 2017 veröffentlichte Tom Gregory seine Debütsingle RUN TO YOU (Airplaypeak #26 / 25 Mio. Streams) auf einem der erfolgreichsten Dance Labels: Kontor Records. 2018 wurde der Song zu einem der meist gespielten Radiohits. Zwei weitere Singles folgten. LOSING SLEEP und HONEST zeigten wie facettenreich der junge Brite ist. Jetzt kommt er am 17. August zum Stadtfest nach Zwickau.
Schneller Erfolg bringt aber auch große Herausforderungen mit sich. Tom fragte sich „Wer bin ich“ und „Wofür steht meine Musik“ – an diesem Punkt steht wohl jeder Künstler irgendwann, wenn er auf dem Weg nach ganz oben ist. Dass Tom facettenreich und talentiert ist, hat er bereits bewiesen. Er lieferte unter anderem Top Lines für Gestört aber GeiL und EDX. Was dem jungen Briten immer klarer wurde ist, dass er nicht in eine Schublade gesteckt werden möchte. Glattgebügelter Pop und Belanglosigkeit sprechen ihm nicht aus der Seele - und seine Stimme trifft die Menschen genau dort - in der Seele.
Werte wie diese wurden ihm früh vermittelt: „Ich habe viel Gitarrenmusik gehört und wurde außerdem sehr von meinem Vater inspiriert. Er hat mir Bands wie Kool & The Gang und James Taylor nahegebracht. Ich habe mich wenig für moderne Musik interessiert und lieber solche Bands gehört, während meine Freunde Acts wie Eminem gefeiert haben“. Mit SMALL STEPS beginnt ein neuer Abschnitt in Tom Gregorys Karriere. Organisch, urban, ausdrucksstark. Nicht am Reissbrett entstanden, sondern in seinem tiefsten Inneren kreiert und mit seinen Produzenten Matt James und Frank Sanders (M-22) in die Welt gebracht.

Foto: Maximilian König

Freitag, 26. Juli 2019

Gefährliche Grillkeime: Rund 6.000 Sachsen erkranken pro Jahr

Westsachsen/Dresden.- Schnell einen Salat zubereiten und das Grillgut auf den Grill legen, fertig ist der entspannte kulinarische Sommerabend. Doch gerade bei hohen Temperaturen ist Vorsicht im Umgang mit Lebensmitteln geboten. Campylobacter heißt eines der Bakterien, die gesundheitliche Probleme hervorrufen können. Die Bakterien sind vor allem in Geflügel- oder Hackfleisch enthalten und können eine Darmentzündung hervorrufen. Die sogenannte Campylobacter-Enteritis ist laut Robert Koch-Institut die häufigste bakterielle meldepflichtige Erkrankung in Deutschland. „Die Tendenz ist steigend. 2018 wurden in Sachsen 5.518 Fälle gemeldet, im Jahr davor waren es noch 5.136“, sagt BARMER Sprecherin Claudia Szymula. In diesem Jahr wurden bereits 2.250 Fälle registriert.
Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen
Die ersten Symptome lassen zunächst noch nicht auf das Essen als Ursache schließen, zumal die Beschwerden erst einige Tage nach der Infektion auftreten. „Oft leidet der Betroffene unter Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen und Abgeschlagenheit, bevor es dann zu starken Bauchschmerzen mit Krämpfen, Durchfall und Übelkeit kommt“, erklärt Szymula. Nach etwa einer Woche klingen die Probleme ab. Allerdings besteht die Ansteckungsgefahr weiterhin, solange das Bakterium ausgeschieden wird, insgesamt über zwei bis vier Wochen. Vor allem für Babys und Kleinkinder oder auch Senioren ist eine Campylobacter-Infektion gefährlich, weil sie durch die Durchfälle viel Flüssigkeit verlieren und dadurch besonders schnell geschwächt sind.
Fleisch sauber zubereiten
Damit es gar nicht erst zu einer Infektion kommt, empfiehlt sich ein besonders vorsichtiger Umgang mit dem Grillgut. Vor allem auf Geflügel und Hackfleisch, aber auch in Ei oder Speiseeis findet sich das Bakterium. Allerdings ist es mit bloßem Auge nicht erkennbar, denn es verändert die Lebensmittel äußerlich nicht und bringt auch keine Veränderung im Geruch mit sich. „Vor einer Campylobacter-Infektion kann man sich am besten mit konsequenter Hygiene im Umgang mit Lebensmitteln schützen.
Für die Zubereitung der Speisen bedeutet das beispielsweise, Fleisch getrennt von anderen Lebensmitteln aufzubewahren und zu verarbeiten. Das beginnt im Kühlschrank und geht weiter mit getrennten Schneidemessern und Brettchen“, so Szymula. Da ein Einfrieren von Fleisch die Erreger nicht vollständig abtötet, kann das Tauwasser ebenfalls Campylobacter enthalten. Zwischen dem Zubereiten verschiedener Zutaten und Fleisch sollten daher immer gründlich die Hände gewaschen werden, um eine Verunreinigung von Salat und Co. zu vermeiden. Verpackungen sollten zügig entsorgt, das verwendete Geschirr zeitnah abgewaschen und die Arbeitsfläche sauber gehalten werden. Auf dem Grill empfiehlt es sich, Fleisch immer gut durchzugaren.

Quelle und Foto oben: BARMER
Foto unten: Kochbar