21 Februar 2026

Zwickauer Meisterwerke: Schumann und ein komponierender Prinz

Westsachsen/Zwickau (Stadt des überklebten Rechtskraftvermerks).- Zu einem besonderen Kammerkonzert lädt das Robert-Schumann-Haus Zwickau am Freitag, dem 27. Februar 2026, um 17 Uhr ein: Das Ensemble Quattrovaganti mit Ovidiu Simbotin (Violine), Sebastian Mickelthwate (Viola), Rolf Müller (Violoncello) und Thomas Synofzik (Hammerflügel) präsentieren Robert Schumanns selten zu hörendes Jugendquartett c-Moll und das Klavierquartett Es-Dur op. 5 seines großen Vorbilds Prinz Louis Ferdinand von Preußen. Außerdem erklingen im Konzertprogramm ein Streichtrio Franz Schuberts und Robert Schumanns Papillons op. 2 nach einer im Robert-Schumann-Haus handschriftlich überlieferten Urfassung.
Der als Komponist heute nur noch wenig bekannte Prinz war ein Neffe von Friedrich dem Großen und komponierte sein Es-Dur-Quartett vor genau 220 Jahren im Februar 1806 in Zwickau, wo er mit seinem Regiment das Winterquartier aufgeschlagen hatte. Er hatte seine Wohnung und Kompositionsstube in der Peter-Breuer-Straße an der Stelle des heutigen Hauptgebäudes der Westsächsischen Hochschule Zwickau. Wenn Robert Schumann in seiner Zwickauer Schulzeit als Pianist bei Hauskonzerten mitwirkte, stand dabei häufig auch Kammermusik von Prinz Louis Ferdinand auf dem Programm. Robert Schumann schätzte besonders dessen Klavierquartette und lobte ihn als wohl ersten Romantiker des 19. Jahrhundert – in seinem Kompositionsstil war der Prinz schon 1806 teilweise weit avancierter als sein Zeitgenosse Ludwig van Beethoven, der die musikalischen Künste des Prinzen ebenfalls bewunderte und ihm sein drittes Klavierkonzert widmete.
Noch bevor Robert Schumann sich für eine Musikerlaufbahn entschied, komponierte er im Winter 1828/1829 in Zwickau und Leipzig ein erstes Klavierquartett, das mehrfach privat aufgeführt, dann aber von ihm nicht veröffentlicht wurde. Auch wenn Einflüsse von Franz Schubert und Louis Ferdinand spürbar sind, so zeigt doch auch schon dieses Jugendwerk charakteristische Stilmerkmale des Zwickauer Meisters: Die Komposition gibt sich von Beginn an äußerst energiegeladen, mit überraschenden harmonischen Wendungen und zeigt eine bis dahin ungekannte Dichte des musikalischen Satzes.
Hörspiel Doppel-CD „Clara in Nöten“.
Erhältlich im Robert-Schumann-Haus und unter
www.clara-wieck.de
Das Ensemble Quattrovaganti besteht seit über 15 Jahren und widmet sich dem kammermusikalischen Repertoire des 18. und 19. Jahrhunderts auf zeitgenössischen Streichinstrumenten mit Darmsaiten und historischen Bögen, um die Klangfarben verschiedener Epochen authentisch wiederzugeben. Es tritt als Streichquartett, aber auch in erweiterter Besetzung auf. Ovidiu Simbotin, 1967 in Bukarest (Rumänien) geboren, war als Stellvertretender Konzertmeister zunächst in Görlitz, dann seit 1997 in Chemnitz tätig. Er absolvierte 2004 ein Zusatzstudium im Fach Barockvioline bei Stefan Mai und Susanne Scholz an der Leipziger Musikhochschule und ist auch Mitglied des Robert-Schumann-Streichquartetts. Sebastian Mickelthwate, 1973 in Frankfurt a. M. geboren, studierte Geige und Bratsche in Dresden und im Anschluss am Cleveland Institute of Music sowie bei James Dunham und Jeffrey Irvine in Colorado in den USA. Frühzeitig begann er, u. a. bei Stanley Ritchie, sich mit historischer Aufführungspraxis zu beschäftigen und spezialisierte sich u. a. auf die Viola d’amore. Seit 2005 ist er Mitglied der Robert-Schumann-Philharmonie Chemnitz. Rolf Müller (*1960 in Waldenburg) erhielt von 1974 bis 1978 seine musikalische Ausbildung am Zwickauer Robert Schumann Konservatorium und studierte dann in Weimar und Leipzig. Bei Siegfried Pank spezialisierte er sich in einem Zusatzstudium auf das Barockcello. Er war ab 1986 zunächst Solocellist im Orchester der I.G. Wismut, und spielt seit 1992 in der Robert-Schumann-Philharmonie Chemnitz. Thomas Synofzik spezialisierte sich nach kirchenmusikalischer Ausbildung in Dortmund parallel zu seiner musikwissenschaftlichen Ausbildung an der Musikhochschule Köln und dem Koninklijk Conservatorium in Brüssel auf historische Tasteninstrumente (Konzertexamen und Kammermusikalische Konzertreife 2000). Seit 2005 leitet er das Robert-Schumann-Haus Zwickau.
Der Eintritt beträgt 10 Euro, ermäßigt 7,50 Euro – eine telefonische Vorbestellung an der Museumskasse des Robert-Schumann-Hauses ist möglich.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

17 Februar 2026

Bad Elster: »Der Liebestrank« als heitere Opern-Premiere

Westsachsen/Bad Elster.-
Am Freitag, den 27. Februar öffnet sich um 19.30 Uhr im König Albert Theater Bad Elster der Vorhang für die große Premiere der spritzig-mediterranen Opernkomödie „Der Liebestrank“ von Gaetano Donizetti. In der Regie von Rainer Holzapfel musizieren die Solisten, das Ballett sowie der Chor der Landesbühnen Sachsen und die Elbland Philharmonie Sachsen unter der Leitung von Hans-Peter Preu. Mit Donizettis »Der Liebestrank« serviert das König Albert Theater eine Opernkomödie voll Charme, Gefühl und italienischem Belcanto! Die Handlung dreht sich dabei weniger um eine traditionelle Buffa-Intrige mit stilisierten Figuren, sondern – aller Komik zum Trotz – um wahrlich ernstzunehmende Gefühle. Nemorino ist unsterblich in seine Gutsherrin Adina verliebt, doch mit dem selbstsicheren Sergeanten Belcore taucht ein ernstzunehmender Rivale auf. In seiner Verzweiflung setzt Nemorino alles auf einen Liebestrank, den ihm ein durchreisender Quacksalber verkauft – in Wahrheit nur einfacher Wein. Doch der vermeintliche Zaubertrank zeigt Wirkung: Nemorinos wachsendes Selbstvertrauen beginnt Adina zu irritieren – und zu faszinieren … Zum ersten Mal in ihrem Leben fühlt sie sich – wahrhaftig – geliebt. Tickets: 037437/ 53 900 | www.koenig-albert-theater.de

15 Februar 2026

Challenge: Wer findet Schübels angebliche Doktorarbeit?

Westsachsen/Plauen/Zwickau (Stadt des überklebten Rechtskraftvermerks).-
Rechtsanwalt Reinhard Schübel (der falsche Doktor aus Plauen/Foto) behauptet nach wie vor, er dürfe öffentlich den Titel „Dr.“ führen. Im Frühjahr 2025 verlangte das Landgericht Zwickau von ihm, er möge seine Doktorarbeit als Beweis vorlegen. Dieser Aufforderung ist er, trotz gesetzter 2-Wochen-Frist, bis heute nicht nachgekommen.
Markus Colli (Alias Oberstaatsanwalt, Alias Amtsgerichtsdirektor) teilt jetzt in einem Ablehnungsschreiben mit, dass er von Ermittlungen gegen seinen Berufskollegen Reinhard Schübel absieht, weil dieser bei der Rechtsanwaltskammer Sachsen eine Doktorarbeit hinterlegt hätte. Der Titel dieser Promotion würde lauten: „Entwicklung und Wirken der Verfahrensgerichte der slowakischen Republik und der Bundesrepublik Deutschland hinzu einem europäischen Verfassungsgericht?“.
Das RechercheTeam der Westsächsischen Zeitung durchforstet seit Jahren regelmäßig alle infrage kommenden Quellen, Archive, Bibliotheken sowie Publikationen online und offline nach dieser angeblichen Doktorarbeit. Bisher ohne Erfolg. Trotzdem bleibt Markus Colli (Alias Oberstaatsanwalt, Alias Amtsgerichtsdirektor) bei seiner Behauptung, Rechtsanwalt Reinhard Schübel sei berechtigt, diesen Doktortitel zu tragen.
Da all diese Bemühungen kein Ergebnis gebracht haben, manch einer jedoch meint, man müsse nur ordentlich recherchieren, laden wir die Leser der WSZ dazu ein, sich an der Suche zu beteiligen. Wer findet also diese mysteriöse Doktorarbeit des Plauener Rechtsanwalts Reinhard Schübel? Ein kleiner Tipp am Rande: Eine Urkunde in slowakischer Sprache zählt nicht als Nachweis. Diese Urkunde kann man sich im Ausland kaufen.
Hier noch einmal der ominöse Titel der angeblichen Promotion: „Entwicklung und Wirken der Verfahrensgerichte der slowakischen Republik und der Bundesrepublik Deutschland hinzu einem europäischen Verfassungsgericht?“. Viel Erfolg beim Suchen!
   
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Verhandlung ohne Protokoll: Was unterscheidet Zwickau von Berlin?

Westsachsen/Berlin/Zwickau (Stadt des überklebten Rechtskraftvermerks).- Ein Richter am Landgericht Berlin I hatte es versäumt, ein Protokoll zu einer Hauptverhandlung zu schreiben. Das aber ist nötig, damit ein Urteil rechtskräftig wird und die nächste Instanz angerufen werden kann. Deshalb kam ein schon verurteilter Mehrfachvergewaltiger wieder auf freien Fuß. Grund des Versäumnisses ist laut Medienberichten eine schon vorher allgemein bekannt gewesene Suchterkrankung des Vorsitzenden Richters, der deswegen nicht mehr Herr seiner Sinne war.
In Zwickau, der Stadt des überklebten Rechtskraftvermerks, fehlt ebenfalls das Protokoll zu einer Verhandlung, wenn auch aus einem anderen Grund. Hier sollte nämlich zunächst niemand merken, dass diese Verhandlung überhaupt stattgefunden hat, weil es eher eine Absprache hinter verschlossener Tür war. Die Sache kam erst bei Akteneinsicht heraus, als sich eine Justizsekretärin verplapperte. Sie las aus einem Hinweisbeschluss vor, der sich auf diese nicht protokollierte Verhandlung bezog. Dabei stockte ihr selbst der Atem, denn so etwas darf es bekanntermaßen gar nicht geben.
Seit dieser Erkenntnis im Jahre 2015 versucht die betroffene Partei alles, dieses von der Justiz verursachte Problem zu lösen. Bisher ohne Erfolg. Die zuständige Richterin äußerte sich zu dem Vorwurf schriftlich: „...teile ich mit, dass es ... eine Verhandlung gegeben hat, über die ... ein Protokoll nicht erstellt wurde (Schreiben anbei).
Paradoxerweise finden bis heute nach wie vor Gerichtsprozesse in dieser Sache statt. Aber hey, wir sind hier in Zwickau. Und da ist bekanntlich alles möglich was anderswo bisher undenkbar war. Zum Beispiel ein überklebter Rechtskraftvermerk in der Akte 8 F 1059/07 (Foto).

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12 Februar 2026

Bad Elster: Internationale Chursächsische Meisterkurse mit Stardozenten

Westsachsen/Bad Elster.- Seit dem Jahr 2014 werden in Bad Elster jährlich Chursächsische Meisterkurse mit dem Ziel durchgeführt, den nationalen und internationalen Profimusikernachwuchs im Herzen Europas zu fördern. Die künstlerische Leitung obliegt dabei dem Weltklassecellisten Prof. Peter Bruns (Leipzig) und dem Intendanten des König Albert Theater Bad Elster, GMD Florian Merz (Bad Elster/Düsseldorf). Für die 12. Ausgabe der Int. Chursächsischen Meisterkurse 2026 konnten Prof. Nick Deutsch (Oboe) und Prof. Peter Bruns (Violoncello) von der Hochschule für Musik und Theater in Leipzig sowie Prof. Heime Müller (Violine/Kammermusik) von der Musikhochschule Lübeck gewonnen werden. Insgesamt haben sich in diesem Jahr 40 Teilnehmende aus 13 Nationen angemeldet. Somit freuen sich die Organisatoren der ausgebuchten 12. Internationalen Chursächsischen Meisterkurse in Bad Elster auf Musikenthusiasten aus Frankreich, Italien, Japan, Spanien, China, Malaysia, Polen, Rumänien, Tschechien, Slowenien, Großbritannien sowie Deutschland und der Schweiz.

Als Besonderheit wird die Kurswoche in den Königlichen Anlagen Bad Elsters durch ein attraktives Rahmenprogramm ergänzt, welches den besonderen Charakter der Meisterkurse unterstreichen soll: Dabei wird für die Teilnehmer ein spezieller Musiker-Gesundheitskurs im Therapiezentrum des historischen Albert Bades angeboten, die Teilnahme an einer Moderations- und Rhetorikschulung ermöglicht, ein Besuch der vogtländischen Instrumentenbauer in der benachbarten Musikstadt Markneukirchen integriert und der Eintritt in die Badelandschaft Bad Elsters zur Entspannung spendiert. Ein schöner Bestandteil der Int. Chursächsischen Meisterkurse in Bad Elster sind auch die beliebten Publikumskonzerte: In der 12. Ausgabe der Meisterkurse schenken die beteiligten Dozenten gemeinsam mit Kammerensembles aus Teilnehmenden der Meisterkurse dem Publikum Bad Elsters erneut ein virtuoses Konzertvergnügen auf Weltklasseniveau (25.02.) und alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer präsentieren sich zum Abschluss musikalisch im Rahmen des Meisterschüler-Podiums (28.02.) bevor am Ende der 12. Int. Chursächsischen Meisterkurse die Chursächsische Philharmonie unter der Leitung von GMD Florian Merz beim 7. Symphoniekonzert im König Albert Theater am 28. Februar um 19.30 Uhr gemeinsam mit den besten Meisterschülerinnen und Meisterschülern der Kurswoche musiziert. Die Meisterkurse werden vom Kulturraum Vogtland-Zwickau gefördert.

11 Februar 2026

Mafiöse Strukturen in Zwickau: Ministerpräsident in Erklärungsnot

Westsachsen/Dresden/Zwickau (Stadt des überklebten Rechtskraftvermerks).-
Mit der Überklebung des gültigen Rechtskraftvermerks auf dem Beschluss in der Akte 8 F 1059/07 am Amtsgericht Zwickau ist laut Aussage aller bisher befragten Juristen der Straftatbestand der Urkundenfälschung nach § 267 Strafgesetzbuch (StGB) erfüllt. Darin steht: „(1) Wer zur Täuschung im Rechtsverkehr eine unechte Urkunde herstellt, eine echte Urkunde verfälscht oder eine unechte oder verfälschte Urkunde gebraucht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. (2) Der Versuch ist strafbar.“
Die Zwickauer Amtsgerichtsdirektorin Eva-Maria Ast (CDU) verweigert es, den ursprünglichen Zustand der Urkunde wiederherzustellen und macht sich dadurch mitschuldig. Darüber hinaus verbietet sie ihren Untergebenen, die Sache in Ordnung zu bringen. Mehrere Justizsekretäre wurden bereits von ihr strafversetzt, weil sie es wagten, entsprechende Anträge der Geschädigten zu bearbeiten. Ein unhaltbarer Zustand.
Der Sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) weiß das. Auch ist ihm bekannt, dass viele Rechtsanwälte die Zwickauer Gerichte wegen mafiöser Strukturen meiden. Ein Anwalt aus Crimmitschau wurde gegenüber einer Mandantin bereits 2021 sehr deutlich: „Wenn ich Sie vertrete, dann kann ich gleich meine Koffer packen und 500 Kilometer weit weg ziehen. Ich lege mich doch hier nicht mit der Stasi und der Mafia an!“.
Laut dem Zwickauer Oberstaatsanwalt Markus Colli (Alias Amtsgerichtsdirektor in Aue) benutzt Kretschmer gerade diese mafiösen Strukturen dazu, mittels Strafbefehl kritische Stimmen aus der Bevölkerung einzuschüchtern. Colli behauptet in einem der WSZ vorliegenden Schreiben, Kretschmer hätte Strafantrag gegen einen Mann gestellt, der ihn mit der Zwickauer Überklebungs-Affäre in Verbindung bringt. Der Wahrheitsgehalt ist nicht überprüfbar, weil der Ministerpräsident sich dazu nicht äußert. Über Collis Doppelrolle wurde bereits berichtet.

10 Februar 2026

Staatsdiener behauptet: „Kretschmer hat Strafantrag gestellt“

Westsachsen/Dresden/Aue/Zwickau (Stadt des überklebten Rechtskraftvermerks).- Nach dem spektakulären Karrieresprung des umstrittenen Zwickauer Oberstaatsanwalts Markus Colli zum Amtsgerichtsdirektor in Aue am 1. Dezember 2025 (WSZ berichtete) hat sich herausgestellt, dass dieser jetzt eine Doppelrolle in der sächsischen Justiz einnimmt. Ein Posten allein scheint den umtriebigen Juristen, der wegen seiner Rolle in der Zwickauer Überklebungsaffäre unter dem Verdacht der Rechtsbeugung steht, zu langweilen.
Ein Anruf Ende Januar in der Zwickauer Staatsanwaltschaft ergab, dass Colli hier nach wie vor die Fäden zieht. Er selbst meldete sich am Telefon. Eine Anfrage bei der zuständigen Justizministerin Constanze Geiert (CDU) in Dresden, die ihm höchst persönlich die Ernennungsurkunde zum Amtsgerichtsdirektor überreicht hatte (Foto oben), ergab zunächst nichts. Auch die Pressestelle der Zwickauer Staatsanwaltschaft hüllte sich in Schweigen. Bis der WSZ vor einigen Tagen ein Brief zugespielt wurde, der von Colli mit zwei Funktionen signiert wurde (Ausschnitt/Kopie).

Im Schreiben selbst wird behauptet, der Sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) habe einen Strafantrag gestellt, weil sein Name auf einer Website auftaucht, die ihn mit der Zwickauer Überklebungsaffäre in Verbindung bringt. Demnach müsste ein Verfahren wegen übler Nachrede und Verleumdung gegen eine Person des politischen Lebens eingeleitet werden. Der Wahrheitsgehalt des Vorgangs ist nicht überprüfbar, da sich Kretschmer bisher dazu nicht äußert. Auch sein Justizministerium hüllt sich derzeit noch in Schweigen. Allerdings haben inzwischen einige Bundesbehörden davon Wind bekommen. Sollte sich herausstellen, dass Markus Colli, Alias Oberstaatsanwalt, Alias Amtsgerichtsdirektor, seine Kompetenzen bei weitem überschreitet, dürfte das mehr als nur ein Disziplinarverfahren nach sich ziehen.

Konzert-Tipp: Die schönsten Ost-Balladen aus dem Land vor unserer Zeit

Westsachsen/Bad Elster.-
Am Freitag, den 20. Februar präsentieren Dirk Zöllner und Manuel Schmid um 19.30 Uhr ein Konzertprogramm mit Interpretationen der schönsten Ost-Balladen im König Albert Theater Bad Elster. Unter dem Titel „Die schönsten Balladen aus dem Land vor unserer Zeit“ präsentieren Dirk Zöllner und Manuel Schmid Lieder, die Generationen geprägt haben – und bis heute nichts von ihrer emotionalen Tiefe verloren haben. Für Dirk Zöllner sind es die Klänge seiner Kindheit und Jugend: Songs von Lift, Karat, Lakomy, Gundermann, Biege, Biebl oder Bartzsch – Musik, die in der DDR entstand und weit mehr war als bloße Unterhaltung. Sie war Ausdruck von Sehnsucht, Nachdenklichkeit und leiser Rebellion. Was sie gemeinsam auf die Bühne bringen, ist bewusst keine nostalgische Rückschau. Vielmehr verstehen sie ihr Theaterkonzert als lebendige Pflege eines Kulturerbes – gegenwärtig, authentisch und offen für neue Deutungen. Das Raue trifft auf das Zarte, Improvisation auf klare musikalische Struktur. Unterschiedliche Stimmen und Biografien verschmelzen zu einer spannenden Symbiose, die – unterstützt von ihren Mitmusikern – berührt und begeistert. So entsteht ein Konzertabend, der Erinnerungen wachruft, ohne in der Vergangenheit zu verharren – und der zeigt, wie zeitlos diese Balladen sind, wenn sie mit Leidenschaft, Respekt und künstlerischer Freiheit neu interpretiert werden. Rest-Tickets: 037437/ 53 900 | www.koenig-albert-theater.de

06 Februar 2026

100 Jahre Horch 8: Neue Sonderausstellung im Horch Museum

Westsachsen/Zwickau (Stadt des überklebten Rechtskraftvermerks).- In der neuen Sonderausstellung „100 Jahre Horch 8. Auf den Spuren eines Mythos“ präsentiert das August Horch Museum Zwickau 13 exklusive Automobile, die vielfach als Legenden gelten. Die Modelle stehen stellvertretend für den Erfolgsweg des Achtzylinders, angefangen in den Goldenen Zwanziger Jahren unter dem Namen Horch bis hinein in die 1980er, die mit dem Audi V8 quattro einen noch recht jungen Oldtimer als Abschluss zeigen. Die Sonderausstellung wird von heute an bis 10. Januar 2027 gezeigt.
Wie das August Horch Museum mitteilt, wurde vor 100 Jahren auf der Berliner Automobilwoche erstmals der von Paul Daimler für Argus & Horch entwickelte Achtzylindermotor in Serienreife vorgestellt. Der „Horch 8“ wurde schnell zum Symbol für Wertigkeit, Zuverlässigkeit und Eleganz.
Zu den besonderen Highlights gehört der Horch 855 Spezialroadster von 1938, von dem weltweit nur sieben Modelle gebaut wurden. Entworfen wurde der Zweisitzer 1934 von Günther Mickwausch, der die Dresdner Kunstakademie absolvierte und als Grafiker bei der Auto Union AG angestellt war. Der Prototyp wurde ein Jahr später im Rahmen der IAA im Berliner Filmtheater Capitol vorgestellt. Es dauerte noch drei Jahre, bis die Auto Union 1938 ein weiteres Ausstellungsfahrzeug präsentierte. Trotz großer Bewunderung seitens der Automobilfans entschied sich die Mehrheit für den günstigeren und mit einem Platzangebot für vier Personen größeren Horch 853 A. Es blieb bei insgesamt nur sieben verkauften Exemplaren in vier Jahren. Das Ausstellungsstück wurde im Juni 1938 ausgeliefert.
In der Sonderausstellung sind zu sehen:
Horch 303 Phaeton von 1937
Horch 306 Roadster von 1927
Horch 420 Sport-Kabriolett von 1931
Horch 430 Limousine von 1931
Horch 750 Pullmanlimousine von 1933
Horch 930 V Kabriolett von 1939
Horch 920 S Limousine von 1939 (nur 8 gebaute Exemplare, davon 2 Prototypen)
Horch 853 „Manuela“ (Rekonstruktion, Original von 1937)
Horch 855 Spezialroadster von 1938 (nur 7 gebaute Modelle)
P 240 Sachsenring Limousine von 1959
Horch 830BL „Texas Horch“ von 1953 (Einzelstück)
Audi Typ R “Imperator“ von 1929
Audi V8 3.6 von 1988
Quelle und Fotos: Stadtverwaltung Zwickau

04 Februar 2026

Meta Konzern zu Schadensersatz und Unterlassung verurteilt

Westsachsen/Dresden.- Der 4. Zivilsenat hat am 03.02.2026 in den ersten vier Parallelverfahren zu den so genannten Business-Tools den Meta Konzern zur Zahlung von immateriellem Schadensersatz in Höhe von jeweils 1500,- Euro sowie zur Unterlassung der Weiterverarbeitung hiermit gewonnener personenbezogener Daten an Nutzer des sozialen Netzwerks "Instagram" verurteilt.Bei diesen "Business-Tools" handelt sich um Programmschnittstellen, die der Meta-Konzern Unternehmen zur Installation auf deren Webseiten anbietet. Sie dienen dazu, personenbezogene Daten der Webseitennutzer zu sammeln, die die Unternehmen dann mit dem Meta-Konzern teilen. Der 4. Zivilsenat hat sich in den entschiedenen Verfahren die Überzeugung verschafft, dass hierzu die zu einer Datenverarbeitung erforderlichen Einwilligungserklärungen der Nutzer nicht vorgelegen haben und sich die Beklagte hierfür auch nicht auf einen weiteren der nach der Datenschutzgrundverordnung möglichen Rechtfertigungsgründe berufen könne. Durch eine solche Verarbeitung personenbezogener Daten entstehe ein Kontrollverlust, der bei betroffenen Nutzern ein Gefühl der umfassenden Überwachung hervorrufen könne. Dies rechtfertige es, einen immateriellen Schadensersatz auf der Grundlage von Art. 82 DSGVO auch dann zuzusprechen, wenn der einzelne Nutzer hierdurch keine psychische Beeinträchtigung erlitten habe. Nicht erforderlich sei es hierfür, dass der Nutzer nachweist, Webseiten besucht zu haben, die seine personenbezogenen Daten mit Hilfe dieser Business Tools an den Meta-Konzern weiterleiten.
Die Revision wurde nicht zugelassen. Die Urteile sind damit rechtskräftig.
Quelle: Oberlandesgericht Dresden