Dienstag, 16. Oktober 2018

TANZ-TIPP DER WOCHE: „Glanz und Tanz des Rokoko“

Hofballett-Presse©JanBräuerGlauchau/Bad Elster.- Am Sonnabend, den 28. Oktober, öffnet sich um 19.30 Uhr der Vorhang für das Königliche Hofballett Bad Elsters im »Glanz & Tanz des Rokoko«: Über 30 Darsteller, prachtvolle historische Kostüme und höfische Tänze europäischer Königshäuser werden dabei in der zeitlosen Musik von Wolfgang Amadeus Mozart, Joseph Haydn oder Jean-Baptist Lully das Königliche Kurhaus erstrahlen lassen. Die Tänzerinnen und Tänzer der Gräflich Schönburgischen Schlosscompagnie aus dem sächsischen Glauchau, eine reizende Amoretten-Schar aus Elsteraner Kindern und die Conférencieuse Mareike Greb entführen das Publikum gemeinsam mit der Chursächsischen Philharmonie in prachtvollen historischen Kostümen zum musikalisch-tänzerischen Amüsement an die europäischen Höfe. Höhepunkt ist die Aufführung des von Jean-Baptist Lully für den französischen Sonnenkönig komponierten Hofballetts »Der Triumph der Liebe« in wahrlich göttlicher Ausstrahlung - Französische Eleganz, höfischer Barock und die Poesie des Rokoko verschmelzen so zu königlicher Theaterunterhaltung! Eine wirkliche Besonderheit im Programm ist dabei die exklusive Aufführung einer Quadrille aus dem originalen »Schönburgischen Tanzbüchlein« aus den Archiven des Fürsten Günther von Schönburg-Waldenburg, welche erst kürzlich wiederentdeckt und nun speziell für Bad Elster choreografiert wurde.
Tickets: 037437/53 900 | www.chursaechsische.de

Quelle: Chursächsische Verwaltungs GmbH
Foto: Jan Bräuer

Freitag, 12. Oktober 2018

Folter in der Psychiatrie: Zwangsbett und Elektroschock-Therapie

Folterinstrument_RodewischRodewisch.- Die Berichte über Folter in der Psychiatrie des Sächsischen Krankenhauses (SKH) reißen nicht ab. Ruhigstellung der Patienten durch Zwangsmedikation und stundenlange Fixierungen gegen deren Willen. Schlampig erstellte Gutachten, die eine angezeigte Entlassung unnötig verzögern oder sogar verhindern. Die Liste der Vorwürfe gegen das SKH Rodewisch ist lang. Die Klinikleitung weigert sich, zu den Vorwürfen Stellung zu beziehen (WSZ berichtete).
Jetzt meldet sich ein weiterer Betroffener zu Wort. Michael Trützschler stammt aus einer Bäckersfamilie im Vogtländischen Auerbach, deren Existenz seit seinem Aufenthalt in der Abteilung B7 4 des SKH, wie er sagt, bedroht ist. Sein Vorwurf: „Ich wurde in der Psychiatrie nicht nur falsch behandelt, sondern fühlte mich oft machtlos und gegen meinen Willen gefoltert.“ Damit meint der ehemalige Patient vor allem seine Fixierung auf dem mit Gurten für die Fesselung präparierten Zwangsbett (Foto rechts). Außerdem seien ihm Medikamente verabreicht worden, die heftige Nebenwirkungen hervorrufen können, so der Betroffene. Man habe ihn zunächst wegen Selbstmordgefährdung eingeliefert, ihm dann jedoch das Antiepileptikum Orfiril gegeben, das bei ihm wiederum Selbstmordgedanken ausgelöst habe. Ein Sedierungsmittel zur Ruhigstellung (Neurocil) habe zudem zu vorübergehender Impotenz geführt. All das habe er dem behandelnden Oberarzt Michael Müller mehrfach mitgeteilt. Dieser ignorierte jedoch die Einwände seines Patienten. Michael Trützschler klagt an: „Diese Klinik hat eine Euthanasiegeschichte! Ich habe mich wie zwangssterilisiert gefühlt.  Neurocil und andere Medikamente bewirken nicht nur Impotenz sondern zum Beispiel ernst zu nehmende Lebererkrankungen, an denen man sterben kann. Außerdem greift man jetzt wieder auf die umstrittene Elektroschock-Therapie zurück.“ Oberarzt Müller bestätigt in der FP: „Pro Woche werden bei uns an zwei Tagen je vier bis fünf Patienten mit Elektroschock-Therapie (EKT) behandelt. Ein Zyklus umfasst etwa zwölf EKTs. Künftig sollen mehr Patienten so therapiert werden können, auch ambulant.“ Gleichzeitig gibt er jedoch zu, dass der Wirkmechanismus der Elektroschock-Behandlung bis heute nicht hundertprozentig erforscht sei.
Folter_RodewischFür den misshandelten Patienten Michael Trützschler klingt das wie Hohn. Er sagt: „Hier findet ein psychiatrischer Missbrauch wie im Stasigefängnis Hohenschönhausen statt.“ Als er einmal wegen starker Schmerzen nicht schlafen konnte und nachts nach einem Arzt rief, wurde er ans Zwangsbett gefesselt. Die Gurte verliefen genau unter seinen Armen, unter denen er ohnehin schon einen Wundausschlag hatte (Foto links). Er bat um ein Spray ohne Alkohol und Parfüm zur Linderung. Darauf habe ihm die Pflegerin geantwortet: „Es gibt keins ohne Parfüm, und hier geht es sowieso nicht nach Ihrem Willen!“.
In einem offenen Brief fordert Michael Trützschler jetzt die Offenlegung von unzumutbaren gesellschaftlichen Zuständen in Sachsen. Dabei bezieht er sich auf seine Erfahrungen in drei Sächsischen Psychiatrien. Es habe Holocaustleugnungen, Sieg Heil Rufe über die gesamte Station und einen Antisemit gegeben, der über Juden wetterte. All dies unter den Augen vorbei gehender Pfleger, die nichts dagegen unternahmen.
Zum Thema Fixierung in der Psychiatrie schreibt Wikipedia: „Eine Fixierung gegen den natürlichen Willen der betreffenden Person erfüllt regelmäßig den Straftatbestand einer Freiheitsberaubung und ist nur zulässig, wenn ein Rechtfertigungsgrund ... vorliegt und dieser durch die Fixierung abgewendet werden kann. In diesem Falle ist eine richterliche Genehmigung erforderlich... . In zurückliegenden Zeiten diente die Fixierung auch der Therapie und der Bestrafung von Patienten (Zwangsbehandlung, Somatotherapie). Zu den Vorrichtungen zählen neben Zwangsjacken und Gurten auch Zwangsstühle und Zwangsbetten (unter anderem auch Netzbetten). Die Maßnahmen stellen einen Eingriff in die persönliche Freiheit des Patienten dar. In einer Studie des Instituts für Rechtsmedizin in München aus dem Jahre 2012 waren bei 26 untersuchten Todesfällen von gurtfixierten Patienten 22 auf die jeweilige Gurtfixierung zurückzuführen.“

Fotos(2): Privat

Dienstag, 9. Oktober 2018

TIPP DER WOCHE: Der internationale Mönchschor Gregorianika

Gregorianika©MelanieMuellerBad Elster.- Am Freitag, den 19. Oktober entführt der internationale Mönchschor Gregorianika um 19.30 Uhr das Publikum in der KunstWandelhalle Bad Elster in mystische Klangwelten vom Mittelalter bis heute. Die beeindruckende A-Cappella-Show des Ensembles bringt mystischen Glanz in die KunstWandelhalle: Lassen Sie alle Sorgen des hektischen Alltags hinter sich und genießen Sie die Kraft und Energie dieser wundervollen Musik! Die Konzerte von »Gregorianika« sind wie eine Auszeit für die Seele. Wenn die sieben Mitglieder des Chores vor ihr Publikum treten herrscht ehrfürchtige Stille. Allein die schlichten Mönchskutten vermitteln eine tiefe Spiritualität. Spätestens bei Beginn des Gesangs fühlt sich der Zuschauer dann wie ins Mittelalter zurückversetzt. Gewaltig und eindrucksvoll erklingen die Stimmen und verursachen sofort Gänsehaut bei den Zuhörern. So erklingen »gregorianisierte « Popsongs und selbst komponierte Stücke, die das Klassische mit dem Modernen verknüpfen, aber trotzdem den spirituellen und besinnlichen Charakter beibehalten. Tauchen Sie ein! Tickets: 037437/53 900 | www.kunstwandelhalle.de

Quelle und Foto: Chursächsische Verwaltungs GmbH

Ausstellung zu „900 Jahre Zwickau“: Kinder entdecken ihre Stadt

Modell der Kita KrümelkisteZwickau.- Kindern Zeit begreifbar zu machen ist gar nicht so einfach. Beim 9 Jahre alten Geschwisterkind und den 90-jährigen Großeltern mag das mittels Familienalbum, eigenen Erlebnissen und Erinnerungen noch ganz gut gelingen. Aber wie vermittelt man Kindern eine 900 Jahre alte Stadt?
Darüber machten sich im vergangenen Jahr - in Vorbereitung aufs Festjahr „900 Jahre Zwickau“ - auch die Erzieher-Teams der 16 kommunalen Kitas/Horte Gedanken. Es entstanden 16 unterschiedliche Projekte, die eines gemeinsam haben – den Steppkes auf spielerische und neugierig machende Art und Weise Historisches, Neues und Interessantes über ihre  Stadt näher zu bringen. Die z. T. schon Ende 2017 gestarteten Einzelprojekte fanden im September dieses Jahres ihren Abschluss. Was die rund 2.000 Mädchen und Jungen und 200 Erzieher/innen alles erlebt, entdeckt, erforscht und entwickelt haben, möchten sie nun in der Ausstellung „Kinder entdecken ihre Stadt“ präsentieren.
Heute Vormittag wurde die Ausstellung im Rathaus, Hauptmarkt 1, im Rahmen eines Medientermins durch Bürgermeister Bernd Meyer offiziell eröffnet. Vor Ort waren auch die kleinen und großen Schöpfer der Exponate und gaben nach dem offiziellen Teil fachmännisch Auskunft zu ihren Arbeiten. Gezeigt wurden im Rahmen der Eröffnung erstmals auch zwei ca. 10-minütige Filme zweier Kitas. Die von Kindern für Kinder gedrehten Streifzüge durch Zwickau laufen nur heute in Endlosschleife und können noch bis 18 Uhr angeschaut werden.
Besucherinnen und Besucher erwartet in der Ausstellung ein kreativer Mix an Sichtweisen und Darstellungen der Kinder zu ihrer Stadt oder ihrem Stadtteil. Die Steppkes schlüpften in den zurückliegenden Monaten immer wieder in Detektivrollen und begaben sich auf Erkundungstour, fotografierten und recherchierten.
Sie besuchten unter anderem
- die Feuerwehrmänner und bestaunten Einsatzfahrzeuge,
- durften sich im Krankenhaus umsehen, eine Teddysprechstunde miterleben und sich den Rettungshubschrauber anschauen,
- radelten und picknickten im Schwanenteichpark,
- sangen und bastelten im Robert-Schumann-Haus,
- bestaunten den Dom und die Priesterhäuser,
- nahmen das Rathaus, das Gewandhaus, den Pulverturm und Schloss Osterstein unter die Lupe und „eroberten“ die Stadtmauer,
- besuchten den Oberhohndorfer Wasserturm und den Röhrensteg,
- beobachteten und dokumentierten Veränderungen im eigenen Stadtteil,
- erkundeten Auerbach und den Graurock,
- drehten Kurzfilme und
- gingen auf Zeitreise im eigenen Haus, kramten in alten und neuen Fotos und lauschten den Geschichten dazu.
AusstellungsbereichIm Nachgang werkelten die vielen kleine und großen Hände geschickt an der Umsetzung ihrer Eindrücke und Erkenntnisse. Entstanden sind unter anderem informative Poster, verschiedene Modelle historischer wie auch neuzeitlicher Bauten, ein Stadtteil-Memory, Jahreszeiten-Wanderflyer und zahlreiche Stadtteil-Karten mit Kinderpfaden, Spiel- und Lieblingsplätzen der Kinder, markanten Orten, Gebäuden und Einrichtungen.
Für die Kita-Ausstellung zur 900-Jahrfeier wurden nun alle 16 Projektergebnisse zusammengetragen. Der interessante Farb- und Darstellungsmix, gepaart mit informativen Kurzberichten und Hinweisen der Kinder, lädt ab sofort Jedermann zu einer kleinen visuellen Zeit- und Stadtreise durch Zwickau ein.
Angeschaut werden kann die Ausstellung im Rathaus, Foyer 1.OG, noch bis Freitag, 19. Oktober 2018, montags bis samstags in der Zeit von 8 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Quelle und Fotos: Stadtverwaltung Zwickau

Montag, 8. Oktober 2018

BARMER Gesundheitsreport: Zwickauer überdurchschnittlich oft krank

frau-mit-deckeZwickau.- Die Zwickauer sind häufiger und auch länger krankgeschrieben als der durchschnittliche Bundesbürger. Waren bundesweit an einem durchschnittlichen Kalendertag von 1.000 Beschäftigten 48 arbeitsunfähig, so waren es in Zwickau 52. Damit lag der Krankenstand der Zwickauer deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 4,8 Prozent. Im Jahresdurchschnitt war jeder Erwerbstätige im vergangenen Jahr 1,4 Mal krankgeschrieben.
Mehr Erkältungen und Rücken-beschwerden als im Vorjahr
Für die meisten Krankschreibungen der Zwickauer sorgten Rückenprobleme mit 4,1 Fehltagen je Versicherten, gefolgt von psychischen Leiden und Atemwegserkrankungen mit durchschnittlich 2,9 Fehltagen sowie Verletzungen mit 2,1 Fehltagen je Versicherten. „Im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen wir erfreulicher Weise bei psychischen Leiden und Verletzungen einen leichten Rückgang der Ausfalltage. Gestiegen sind allerdings die Ausfallzeiten bei Atemwegserkrankungen und Rückenbeschwerden“,  beschreibt Ingeborg Geyer, Regionalgeschäftsführerin der BARMER in Zwickau, die aktuellsten Auswertungsergebnisse des kasseneigenen Gesundheitsreports.
Nachhaltige Änderung der Arbeits- und Lebensgewohnheiten
„Gesundheitsfördernde Maßnahmen, die für mehr Bewegung und damit weniger Rückenschmerz sorgen, müssen noch besser bei den Beschäftigten ankommen. Immer häufiger rüsten Unternehmen um, schaffen beispielsweise mobile oder höhenverstellbare Arbeitsplätze für ihre Beschäftigten oder bieten die Möglichkeit für Bewegungspausen“, so Geyer. Damit wird bei einem Acht-Stunden-Büro-Tag der Rücken entlastet. Positiv zu sehen sind hier alle Maßnahmen, die Menschen motivieren sich mehr zu bewegen. So kann auch eine Teilnahme des Firmenteams an Firmenläufen oder anderen Veranstaltungen so manchen Beschäftigten mitziehen und damit positive, gemeinsame Erlebnisse in der Arbeitswelt schaffen. „Viele Menschen brauchen eine Motivation von außen, um den inneren „Schweinehund“ zu überwinden. Allerdings sollte dann auch die nachhaltige Änderung der Lebensgewohnheiten unterstützt werden“, so Geyer.
Prävention auch in kleinen und mittelständischen Unternehmen stärken
imageBetriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) scheint in großen Unternehmen zunehmend zu funktionieren, stellt allerdings kleine Betriebe aufgrund ihrer Größe vor besonders große Herausforderungen. Hier gibt es noch Nachholbedarf. Mitarbeiterorientierte Führung und Kommunikation, sinnvolle Ziele und Identifikation sind wesentliche Schlüssel für den Zustand einer optimalen Leistungsentfaltung und Gesunderhaltung. Mit Trainings- und Weiterbildungsangeboten für Führungskräfte werden die Gesundheitskompetenzen von Beschäftigten mit Leitungsfunktionen erheblich verbessert. Für kleinere Unternehmen könnten verstärkt Branchendachverbände derartige Angebote bündeln und die Organisation von Veranstaltungsangeboten übernehmen. Derzeit haben Unternehmen in Sachsen die Möglichkeit individuelle Angebote über das Portal der BGF-Koordinierungsstelle Sachsen zu erhalten. Dabei handelt es sich um ein  krankenkassenübergreifendes Portal. Unternehmen finden hier Unterstützung bei der Umsetzung von betrieblicher Gesundheitsförderung.
In Sachsen haben 2017 rund 433 Unternehmen Maßnahmen der BARMER zum betrieblichen Gesundheitsmanagement durchgeführt. Der Trend für 2018 ist steigend. Für den Gesundheitsreport 2018 wurden die Daten von 117.000 sächsischen Erwerbspersonen ausgewertet. Das sind rund sieben Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Freistaat. Die BARMER versichert insgesamt rund 370.000 Menschen in Sachsen.

Quelle und Foto: BARMER
BGF-Koordinierungsstelle: https://www.bgf-koordinierungsstelle.de/sachsen/

Letztes Schumann-Plus-Konzert: „…dies romantische Instrument“

Michael SchönheitZwickau.- Das Schumann-Plus-Konzert VIII ist eines mit ungewöhnlichen Klängen. Es ist zugleich das letzte, zu dem das Robert-Schumann-Haus Zwickau am Hauptmarkt 5 im Jahr 2018 einlädt und zwar am 4. November um 17 Uhr. Die Viola da gamba gilt als Instrument des 17. und 18. Jahrhunderts. Doch in Robert Schumanns Neue Zeitschrift für Musik wurde sie 1840 als „dies romantische Instrument“ bezeichnet. Der Gambenspezialist Thomas Fritzsch hat sich auf die Suche nach dem Gambenrepertoire des 19. Jahrhunderts gemacht, und dabei sogar Bearbeitungen von Musik Robert Schumanns entdeckt.
Auf dem Programm stehen Werke von Felix Mendelssohn Bartholdy, Robert Schumann, Franz Liszt, Christian Michael Wolff und Christian Wilhelm Podbielski. Letzterer war einer der geschicktesten Gambisten des 18. Jahrhunderts und gleichzeitig Klavier- und Kompositionslehrer des genialen und von Schumann verehrten E.T.A. Hoffmann, der seinem etwas verschrobenen Lehrer in den „Lebensansichten des Kater Murr“ ein Denkmal setzte. Ebenso wie Podbielskis Sonate G-Dur ist auch Wolffs Sonate C-Dur ein Originalwerk für Viola da gamba. Wolff war fast 60 Jahre Organist in Stettin.
Der ECHO Klassik-Preisträger Thomas Fritzsch ist in den europäischen Konzertsälen ebenso zu hören wie auf den Podien der Metropolen New York, Boston, Tokio, Seoul, Abu Dhabi, Dubai, Havanna, Hongkong, Shanghai, Jerusalem und Tel Aviv. Er sucht und findet verschollene und vergessene Werke der Gambenliteratur. Seine intensive Auseinandersetzung fand ihren Niederschlag in einer Vielzahl von Rundfunk- und Fernsehproduktionen, einer umfangreichen Diskographie (u.a. Ersteinspielung der verschollen geglaubten Gambenfantasien von Georg Philipp Telemann) und publizistischer Tätigkeit als Herausgeber Alter Musik und Autor musikwissenschaftlicher Schriften. Die Konzerttätigkeit findet ihre Ergänzung in Lehrtätigkeit und der L2018_11_04_Schumann Plus VIII_01 Fritzsch Foto Daniel Maria Deutereitung von Seminaren und Interpretationskursen in Europa und den USA. Zu den Lübecker Buxtehude-Tagen 2018 brachte Thomas Fritzsch gemeinsam mit Harald Vogel (Orgel) eine bislang unbeachtete Komposition Buxtehudes für Viola da gamba und Orgel zur Erstaufführung. In Würdigung seines weltweit ausstrahlenden Engagements für Bach und Abel wurde Thomas Fritzsch 2014 zum Kulturbotschafter der Bach-Abel-Stadt Köthen ernannt und 2017 zum Sonderbotschafter des Burgenlandkreises berufen.
Am Stein-Flügel wird Thomas Fritzsch von Michael Schönheit begleitet, der sich als Dirigent, Organist, Cembalist und Fortepianospieler einen Namen gemacht hat. Im thüringischen Saalfeld ausgebildet, war er 1984 Preisträger des Internationalen Bach-Wettbewerbs Leipzig. Nach seinem Studium wurde er 1986 Organist am Leipziger Gewandhaus. Zudem ist er Domorganist in Merseburg und künstlerischer Leiter der Merseburger Orgeltage. Seine Konzerttätigkeit übt er als Solist regelmäßig zusammen mit namhaften Orchestern wie der Sächsischen Staatskapelle Dresden, den Münchner Philharmonikern oder den New Yorker Philharmonikern aus.
Der Eintritt zum Konzert beträgt 10 Euro (ermäßigt 7,50 Euro). Karten sind an der Museumskasse, Restkarten an der Abendkasse erhältlich. Vorbestellte Karten müssen bis zum Mittwoch vor dem Konzerttag abgeholt werden, andernfalls werden sie in den freien Verkauf gegeben.
Kontakt: Telefon: 0375 834406, E-Mail: schumannhaus@zwickau.de

Quelle und Fotos: Stadtverwaltung Zwickau

Positives Resümee: Kürbisse sorgen für magischen Abend

Werdau.- Der neunte Werdauer Kürbiszauber ist Geschichte und dürfte den Besuchern, Händlern und Handwerkern als ein erstklassiges Erlebnis in Erinnerung bleiben. Am Nachmittag und Abend des 5. Oktober waren bei idealem Wetter tausende Gäste in die Werdauer Innenstadt gepilgert, wo ein abwechslungsreiches, regionales Angebot auf sie wartete. Veranstalter Rigo Reuter zog im Namen des Organisationsteams ein überaus positives Resümee: „Der Werdauer Kürbiszauber hat sich von Anfang an zu einem absoluten Highlight entwickelt. Besucher und Akteure waren in diesem Jahr besonders zufrieden. Das ist ein Erfolg der vielen Helfer hinter den Kulissen, die Jahr für Jahr zum Gelingen der Veranstaltung beitragen.“
Für das einmalige Ambiente sorgten neben den liebevoll dekorierten Ständen der einzelnen Anbieter vor allem jedoch die kreativ geschnitzten Kürbisse von Kindertagesstätten, Schulen und Einzelpersonen. Der erstmals ausgelobte Sonderpreis, ein Kochkurs für Kinder in der Erdbeerschänke, ging an die fünfjährige Lucy Lippmann, die mit Unterstützung ihrer Mutter ein überaus gelungenes Werk aus zwei Kürbissen zauberte. Aber auch viele Kleinkünstler gaben dem Fest ein besonderes Flair.

Im kommenden Jahr feiert der Kürbiszauber dann ein kleines Jubiläum. Denn am 11. Oktober von 16 bis 21 Uhr findet er bereits zum 10. Mal statt. Um die doch teils erhebliche Vorbereitungsarbeit auf breite Schultern zu verteilen, freut sich das Organisationsteam über weitere Mitstreiter.
Wer Interesse hat, kann sich schon jetzt bei Veranstalter Rigo Reuter unter Mobil 0171 3123134 melden.

Quelle und Fotos: Stadtverwaltung Werdau

Besichtigung des Mausoleums und Schlossführung in Greiz

mausoleum_altarGreiz.- Am Sonntag, dem 14. Oktober, wird das Mausoleum in Waldhaus in der Zeit von 11 bis 17 Uhr letztmalig in diesem Jahr für Besichtigungen geöffnet sein.
Für den letzten regierenden Fürsten Heinrich XXII. Reuss Aelterer Linie war Waldhaus ein beliebter Ort. Aus diesem Grund ließ er sich im Jahr 1883 seine Ruhestätte, das Mausoleum, errichten. Vor über 15 Jahren wurde die Begräbnisstelle der letzten Greizer Reußen ä.L. durch die Stadt Greiz renoviert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Eine kleine Ausstellung zur Geschichte des Mausoleums, zu Heinrich XXII. und seiner Familie ist im Inneren der Kapelle zu besichtigen.
Möchten Sie gern mit Ihren Gästen das Mausoleum außerhalb der Öffnungstermine besuchen? Gern nehmen wir Ihre Anfrage/Buchung entgegen: www.greiz.de

schlossfuehrung1Das Obere Schloss ist ein weithin bekanntes, architektonisch wertvolles und markantes Kulturdenkmal, das jeden Betrachter in seinen Bann zieht. Als Wahrzeichen vergangener deutscher Geschichte gibt es dem reizvollen Greizer Landschaftsbild im Tal der Weißen Elster ein charakteristisches Gepräge. Als ehemaliges Residenzschloss wartet es mit einer interessanten und wechselvollen Geschichte auf.
Im Rahmen einer öffentlichen Schlossführung über das Gelände des Oberen Schlosses Greiz können alle Interessierten am Samstag, dem 13. Oktober, auf den Spuren der einstmals fürstlichen Bewohner des Oberen Schlosses wandeln und Episoden aus der Vergangenheit und Gegenwart des beeindruckenden Schlosses erfahren. Die Besichtigung des Fürstlichen Marstalls, des Brunnenraumes und des Gefängnisses sind u.a. Inhalt des Rundganges.
Für Fragen rund um die öffentliche Führung auf dem Oberen Schloss Greiz stehen die Mitarbeiterinnen der Tourist-Information Greiz unter Telefon 03661 – 689815 zur Verfügung. Internet: www.greiz.de
Termin: Samstag, 13. Oktober 2018
Preise: Erwachsene 3,50 Euro, Kinder 1,50 Euro
Treffpunkt: Greiz, Oberes Schloss, Torhaus, Schloss-Information
Zeit: 14.00 Uhr, Dauer rund 1 ½  Stunden.

Quelle und Fotos: Stadtverwaltung Greiz

ISDS sucht neue Kids für K-Pop Tanzgruppe

Neue_Mitglieder_K-PopZwickau.- Die K-Pop Tanzgruppe „Black Beasts“ sucht nach neuen Mitgliedern im Alter von 14 bis 27 Jahren, die Spaß am Tanzen haben. Treffpunkt ist an jedem Sonntag um 14 Uhr in der Musikschule „Marina von Stroganoff“. Wer also etwas Neues kennen lernen möchte und/oder sich für K-Pop interessiert, ist hier goldrichtig.

Das Projekt wird vom gemeinnützigen Verein „Ich sehe die Sonne e.V.“ in Kooperation mit der Jugendinitiative JACKT durchgeführt. Es ist für ein Jahr angelegt und wird von der Aktion Mensch gefördert. Für die Teilnehmer entstehen keinerlei Kosten. Also einfach mal vorbei kommen und unverbindlich reinschnuppern.

Die K-Pop Tanzworkshops finden immer sonntags ab 14 Uhr in der Musikschule „Marina von Stroganoff“ statt und werden von der Sozialpädagogin Claudia Gehler (auf dem Foto 2. von rechts) geleitet.

Foto: ZPA

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Erfolgreicher, doppelter Festivalabschluss im Jubiläumsjahr

CP-KAT2018©JanBräuerBad Elster.- Am vergangenen Wochenende wurden nicht nur die 18. Chursächsischen Festspiele anlässlich des 200-jährigen Jubiläums der Gesundheitstradition in der Kultur- und Festspielstadt Bad Elster beendet, sondern es schloss sich auch gleichzeitig der Vorhang für das Kulturfestival des 23. Chursächsischen Sommers, welches seit Mai zehntausende Besucher in der europäischen Bäderregion begeisterte. Dabei besuchten in der Zeit vom 1. Mai bis 7. Oktober 2018 insgesamt rund 60.000 Gäste die über 300 wahrlich grenzenlosen Festivalveranstaltungen verschiedener Genres in den beiden Sächsischen Staatsbädern Bad Elster und Bad Brambach sowie in zahlreichen Spielorten der Vier-Länderregion in Sachsen, Böhmen, Bayern und Thüringen. Die Chursächsischen Festspiele allein konnten dabei vom 7. September bis zum 7. Oktober ca. 10.000 Besucher in Bad Elster begeistern.
„In den Sommermonaten stand natürlich vor allem unsere Wiedereröffnungssaison in der neuen Open-Air-Arena des NaturTheaters im besonderen Fokus des Publikumsinteresses“, erklärt GMD Florian Merz als Intendant der gesamtverantwortlichen Chursächsischen Veranstaltungsgesellschaft und ergänzt: „Hier konnten wir bei 15 Veranstaltungen mit rund 15.000 Zuschauern die erfolgreichste Saison seit Wiederaufnahme des Spielbetriebs 2007 verzeichnen.“  Weitere große Höhepunkte der beiden überregional ausstrahlenden Festivalreihen waren neben den zahlreichen, erstklassigen Veranstaltungen im König Albert Theater die erfolgreiche 15. „EQUIPAGE Bad Elster – Edle Pferde & Historische Kutschen“, die 14. Internationalen Jazztage oder das Herbstest mit einem speziellen Gesundheits-, Sport- und Eventtag in den Königlichen Anlagen. Die in Bad Elster ansässige Chursächsische Philharmonie erfreute dazu im Zuge des Sommerfestivals in den letzten Monaten nicht nur die Konzertgäste in den beiden Zentren Bad Elster und Bad Brambach, sondern hinterließ auch bei 13 Gastspielen in besonderen kulturtouristischen Einrichtungen, Kirchen, Schlössern und Konzerthäusern klangvolle Botschaften aus dem Herzen Europas. Bei den Festspielveranstaltungen zum Thema „Badekultur im Elstertal“ begeisterten vor allem das große Eröffnungskonzert der Chursächsischen Philharmonie mit Stargeiger Elin Kolev, der romantische Ballettabend zu „Carmen & Peer Gynt“, das Festkonzert zum Tag der Deutschen Einheit sowie das exklusive Gastspiel des Dresdner Kreuzchores.
Die 24. Ausgabe des Chursächsischen Sommers als größtes Festival in der europäischen Bäderregion findet vom 1. Mai bis zum 6. Oktober 2019 statt. Die 18. Chursächsischen Festspiele feiern im kommenden Jahr vom 6. September bis zum 6. Oktober 2019 als „Wasserspiele“ das große Jubiläum der Erstpublikation zur Heilkraft des Elstersäuerlings vor 350 Jahren. Die Kombination der Angebote macht auch dann wieder den besonderen Reiz Bad Elsters aus: Heute eine Wanderung durch eine der reizvollsten Naturgegenden Sachsens, morgen die große Welt der Oper im König Albert Theater und danach Entspannung pur mit den hervorragenden Erholungs- und Gesundheitsangeboten im Albert Bad oder der Soletherme & Saunawelt - so erholen sich Körper und Geist auf anspruchsvolle Weise! Alle Infos: 037437/53 900 | www.chursaechsische.de

Quelle: Chursächsische Verwaltungs GmbH
Foto: Jan Bräuer