Dienstag, 27. Juli 2021

Dringender Spendenaufruf: „Die Bevölkerung muss gewarnt werden!“

Westsachsen/Rheinland-Pfalz.-
Weil eine Justizsekretärin im Jahre 2012 am Zwickauer Amtsgericht auf Anweisung des Oberlandesgerichts Dresden (OLG) einen gültigen Rechtskraftvermerk mit einem weißen Blatt Papier überklebt hat (WSZ berichtete), muss eine Werdauerin jetzt Tausende Euro an mehrere betrügerische Rechtsanwälte und Gerichte bezahlen. Sie nimmt ihre langjährigen Erfahrungen jetzt zum Anlass, die Bevölkerung eindringlich zu warnen:
„Lasst Euch auf keine Gerichtsprozesse mehr ein! Der sogenannte ,Rechtsweg' ist ein staatlich organisiertes Betrugssystem, wie es perfider nicht geht! Nach allem, was ich durchgemacht habe, gibt es daran keinerlei Zweifel.“
Die Hauptursachen, dass diese Betrugsmasche so gut funktioniert, sind nach ihrer Einschätzung Anwaltszwang, die sogenannte „richterliche Unabhängigkeit“ und willkürliche Ermittlungen der Staatsanwaltschaften. Letztere verfolgten lieber unschuldige Opfer, statt die Täter in den eigenen Reihen anzuklagen. Und weiter: „Erschwerend kommt gerade in Zwickau hinzu, dass die hiesige Staatsanwaltschaft von ehemaligen MfS-Mitarbeitern des Ex-DDR-Geheimdienstes durchsetzt ist. Diese bilden bereits die nächste Generation nichtsnutziger Juristen aus, die dann weiterhin die Bevölkerung mit unsinnigen Prozessen überziehen und schädigen können“ (WSZ berichtete).
Auch die Politik gibt hier ein klägliches Bild ab. Sämtliche Landtagsabgeordneten aller Parteien in und um Zwickau, sowie die beiden Oberbürgermeisterinnen - früher Pia Findeiß (SPD), jetzt Constance Arndt (BfZ) - ziehen sich feige zurück. Selbst der CDU-Bundestagsabgeordneter Carsten Köber duckt sich weg, nachdem er das ganze Ausmaß der Katastrophe erkannt hat. Einzig Mario Pecher (SPD), René Hahn (Linke) und Wolgang Wetzel (Grüne) waren bereit, zu helfen. Pecher trug den Sachverhalt bereits 2017 dem ehemaligen Sächsischen Justizminister Sebastian Gemkow (CDU) vor, Hahn nahm sich Zeit, hörte aufmerksam zu und Wetzel bot der Geschädigten eine private Spende von 50 Euro an.
Die Westsächsische Zeitung schließt sich dem an und ruft ihre Leser ebenfalls zur Spende auf. Benötigt werden aktuell 1.400 Euro, damit ein Pfändungsbeschluss des betrügerischen Rechtsanwalts Michael Rößler (Foto von seiner Kanzlei in Kirchheimbolanden/Rheinland-Pfalz) abgewendet werden kann. Wer spenden möchte, wendet sich bitte an die im Impressum angegebene Email-Adresse. Wir setzen uns wegen der Überweisungsdaten mit Euch in Verbindung. Was am Ende noch fehlt, stocken wir ehrenamtlichen Journalisten der WSZ aus eigener Tasche auf.

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Sommerkonzert-Tipp der Woche: Gregor Meyle in Bad Elster

Westsachsen/Bad Elster.-
Am Freitag, den 6. August wird der sympathische Musiker Gregor Meyle mit seiner Band um 20.00 Uhr das Publikum mit seinem großen Sommerkonzert im NaturTheater Bad Elster begeistern. Bereits im Sommer 2018 berührte der äußerst populäre Musiker aus Münster mit bleibenden Songmomenten unvergesslich unser Publikum in Bad Elster und nun kehrt er zurück, um mit uns einen Abend unter Freunden zu gestalten. Songs wie »Keine ist wie du« oder »Du bist das Licht« lassen seine Seele sprechen. Dabei bleibt er immer der authentische Singer-Songwriter mit Bart und Hut. Im Jahr 2015 bekam er seine eigene TV-Sendung »Meylensteine«, in der er andere Musikergrößen besucht und persönliche Einblicke in ihr künstlerisches Wirken gewährt. Mit Gelassenheit und einer besonderen Lebensfreude erzählt er in Bad Elster nun selbst aus dem Leben - in lauten und leisen Songs. Tickets: 037437/ 53 900 | www.naturtheater-badelster.de

Montag, 26. Juli 2021

Positives Echo: Schulkinder setzen Zeichen gegen Corona-Wahnsinn

Westsachsen/Zwickau/Wilkau-Haßlau.-
Am vergangenen Freitag, dem offiziell letzten Schultag vor den Sommerferien, nutzten sachsenweit wieder zahlreiche Eltern und Kinder die Gelegenheit, um Spielzeug, handgeschriebene Briefe und andere kleine Dinge vor den hiesigen Rathäusern abzulegen. Die Eltern und Kinder wollten damit noch einmal auf die unhaltbaren Zustände des vergangenen Schuljahres, welche vor allem für die Kleinen zu massiven Einschränkungen und bis dato nicht abschätzbaren Verlusten geführt hatten, aufmerksam machen und ihrer Hoffnung Ausdruck verleihen, dass ihre Klassenzimmer in Zukunft kein Ort mehr für sogenannte Abstands- und Hygieneregeln, Testzwang und Impfpropaganda sein mögen.
In der Öffentlichkeit stieß diese Aktion überall auf ein überaus positives Echo, eröffnete die Möglichkeit für zahlreiche interessante Gespräche und regte viele Passanten zum Nachdenken an. Auch in Zwickau wurde in den frühen Abendstunden neben dem Eingang des Rathauses mit viel Liebe zum Detail ein solches kleines Kunstwerk errichtet (Foto oben). Den teilnehmenden Kindern war die Freude, ihre Wünsche und Hoffnungen auf diese Weise einmal äußern zu können, deutlich anzusehen.
Weniger erfreulich lief die Aktion im benachbarten Wilkau-Haßlau ab. Hier war schon am Freitagmorgen ein kleines Stillleben aus Plüschtieren, von den Kindern handgeschriebenen Briefen und anderen kleinen Dingen aufgebaut worden. Nur wenige Minuten später war es verschwunden. Die Enttäuschung der Kinder kann man sich gut vorstellen. Einige dachten gar, Bürgermeister Stefan Feustel (CDU/Foto unten) hätte die Anweisung gegeben, die Sachen als Müll zu entsorgen. Auf Anfrage des RechercheTeams der Westsächsischen Zeitung, warum  man das Eigentum der Kinder entfernte, äußerte sich Anja Graichen, Fachbereichsleiterin Finanzen/Steuern/Soziales im Wilkau-Haßlauer Rathaus wie folgt: „...ich antworte Ihnen in Vertretung des Bürgermeisters, welcher sich derzeit in Urlaub befindet. Da am vergangenen Freitag (23.07.2021) im Rathaus in Wilkau–Haßlau eine Trauung stattfand, wurden die handgeschriebenen Briefe und die Plüschtiere nicht als Müll entsorgt, sondern weggeräumt und in einem Zimmer des Rathauses untergebracht...“. Warum man die Sachen nach der Trauung nicht wieder aufgebaut hat, erklärt sie allerdings nicht.

Freitag, 23. Juli 2021

Schluss mit Schule: Feierliche Übergabe der Abschlusszeugnisse

Westsachsen/Werdau.-
Die Turnhalle füllte sich, die junge Klavierspielerin Clara S. K. aus der achten Klasse ging im Geiste ihre Noten durch und die angehenden Abiturienten liefen nervös in ihren schicken Roben auf und ab. Eltern schwenkten zufrieden ihre Blicke über die Köpfe der Schüler und der anderen Gäste.
Nun ist es endlich soweit – für die insgesamt 49 Abschlussschüler des Alexander-von-Humboldt-Gymnasiums ist nach zwölf langen Schuljahren endlich Schluss mit klassischem Unterricht. Jörg Oettler, Schulleiter des Gymnasiums, erlebte diesen Wechsel nun bereits zum vierten Mal in Werdau mit und entließ die Abschlussklassen mit „ihren ganz persönlichen Zertifikaten über die Schulzeit“ in den neuen Lebensabschnitt. Besonders stolz ist er auf die wirklich guten Ergebnisse der Alexander-von-Humboldt-Schüler. Mit den Worten: „Genießen Sie den Moment und seien Sie stolz auf das Geleistete!“, übergab der Pädagoge das Wort an sein Lehrerkollegium.
Die einzelnen Tutoren der jeweiligen Leistungskurse erteilten für die herausragenden Leistungen in den Fächern Deutsch, Chemie, Physik und Mathe besondere Auszeichnungen. So wurden zwei Schülerinnen mit der Sonderehrung in Deutsch, eine Schülerin und ein Schüler in Mathe, drei Schülerinnen in Chemie und schließlich ein Schüler und eine Schülerin in Physik ausgezeichnet.
Mit einer Abschlussnote von 1,0 erlangte Lara Geßner den besten Abschluss des Jahrganges. Auf die Frage nach ihrem Wunschwerdegang antwortete Lara: „Ich bin mir noch nicht sicher, ob Medizin oder Lehramt. Aber ich tendiere zum Lehramt. Denn nach dem Studium möchte ich gern zurückkehren und hier in Werdau am Alexander-Humboldt-Gymnasium den kommenden Generationen so viel Wissen und Motivation vermitteln, wie es bei mir der Fall war“. Frau Geßner verließ den Abschlussabend mit einem lachenden und einem weinenden Auge, bis sie erkennt, was ihr mit ihrem fantastischen Abschluss alles für Möglichkeiten geboten werden.
Die Stadt Werdau ist stolz auf ihre hellen Köpfe und wünscht den Abiturienten für ihre Zukunft viel Erfolg und alles erdenklich Gute.

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Werdau

Donnerstag, 22. Juli 2021

Stadtführung für Jedermann: Greiz - fürstlich vogtländisch

Westsachsen/Ostthüringen/Greiz.-
Gehen Sie mit dem Gästeführer der Tourist-Information Greiz auf Entdeckungstour und lernen Sie die ehemalige Residenzstadt Greiz während des Rundganges kennen und lieben. Haben Sie sich schon immer gefragt, wer im Unteren Schloss wohnte und welche Funktion die Alte Wache hatte? Dann kommen Sie mit auf die spannende Erkundungstour. Sie erfahren interessante Details zur Geschichte der Stadtkirche St. Marien, werden am Greizer Schlossgarten vorbei zum Röhrenbrunnen geführt und bestaunen die schönen Architekturdekors der im Jugendstil erbauten Straßenzüge. Das Rathaus mit dem Marktplatz und dem Marktbrunnen bilden den Abschluss Ihres Ausfluges in die Geschichte und die Gegenwart der Stadt Greiz.
Infos und Anmeldung unter www.greiz.de / tourismus@greiz.de
Termin: Samstag, 24. Juli 2021
Preise: Erwachsene 5 Euro / Kinder 3 Euro
Tickets: nur im Vorverkauf in der Tourist-Information im Unteren Schloss Greiz
Treffpunkt: Greiz, Unteres Schloss, Burgplatz 12, Tourist-Information
Zeit: 14.00 Uhr / Dauer rund 90 Minuten
Wichtige Hinweise: Für die Stadtführung bitten wir um vorherige Anmeldung. Die Teilnahmetickets sind im Vorverkauf, bzw. bis max. 15 Minuten vor Beginn der Führung, in der Tourist-Information Greiz im Unteren Schloss, Burgplatz 12, erhältlich. Eine Teilnahme an dem Rundgang ist nur mit gültigem Ticket möglich. Die Hygiene- und Abstandsregeln sind während des Rundganges einzuhalten.

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Greiz

Mittwoch, 21. Juli 2021

Modernisierung von Erdgas-, Wassernetz und Straßenbeleuchtung

Westsachsen/Werdau.-
Ab 09.08.2021 bis 05.11.2021 erneuern die Stadtwerke Werdau GmbH und die Wasserwerke Zwickau GmbH Ihre Wasser-, Gas- und Straßenbeleuchtungsanlagen in der Leubnitzer Hauptstraße 4 bis 26. Dabei werden auch die Hausanschlüsse für Wasser und Erdgas mit erneuert. Der Bau soll in 2 Bauabschnitten erfolgen. Zunächst ist geplant die Versorgungsleitungen vom 09.08.2021 bis 15.10.2021 bis zur Leubnitzer Bahnhofstraße zu erneuern. Ab 18.10.2021 kommt es dann zur Sperrung der Kreuzung Leubnitzer Hauptstraße / Leubnitzer Bahnhofstraße bis 05.11.2021. Für diese Baumaßnahme muss die Leubnitzer Hauptstraße ab 09.08.2021 voll gesperrt werden. Wir bitten um Verständnis für diese Maßnahmen. Bauausführendes Tiefbauunternehmen ist die Firma: H. Klemm Tiefbaubetrieb Ansprechpartner der Stadtwerke Werdau GmbH sind Herr Seidel (Straßenbeleuchtung 0152-54536735) und Herr Grünert (Erdgasversorgung 0172-3526941).

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Werdau

Dienstag, 20. Juli 2021

Tipp der Woche: Auf eine Ohrfeige rauf ins Theater

Westsachsen/Zwickau.-
Am Sonntag, den 1. August öffnet sich um 19 Uhr der Vorhang im König Albert Theater Bad Elster für die Erfolgskomödie „Darf ich noch auf eine Ohrfeige mit rauf kommen?“ nach Andrew Robb. Es spielen Tanja Baumgart und Christian Holdt in einer Inszenierung von Jan Käfer.
Groß, dunkelhaarig und blauäugig - nach einer aktuellen Studie machen diese Punkte einen attraktiven Mann aus. Aber was ist mit dem Hausputz, Müll runterbringen oder gar inneren Werten? Genau hier liegen die Fallstricke des Alltags, die mit dieser Komödie aufs Korn genommen werden. Der Held des Stückes ist Thomas, der nach drei Jahren Ehe von seiner Frau verlassen wird. Am Boden zerstört hilft ihm seine langjährige beste Freundin mit einer einfachen wie genialen Idee: Kontaktanzeigen. Und so beginnt für Thomas eine rasante Berg- und Talfahrt der Gefühle...
Tickets: 037437/ 53 900 | www.koenig-albert-theater.de

Montag, 19. Juli 2021

FP hört mit: „Niemand hat die Absicht, Zwangsimpfungen einzuführen“

Westsachsen/Zwickau.-
Während das schöne Sommerwetter am vergangenen Freitagabend zahleiche Besucher in die Zwickauer Innenstadt und speziell in die Biergärten der durch die Corona-Maßnahmen gebeutelten Gastronomen lockte, nutzte die Bürgerinitiative „Volksstimme“ einmal mehr die Gelegenheit, um lautstark auf die zahlreichen politischen Mißstände im Lande hinzuweisen. Vor der Lokalredaktion der „Freien“ Presse in der Hauptstraße machten sich die Teilnehmer ordentlich Luft. Ob sie gehört wurden, ist bisher nicht bekannt.
Nach Ansicht der Organisatoren ist die derzeitige Serie von Lockerungen nur als Verschnaufpause zu betrachten, bevor Bundes- und Landesregierungen im Herbst (wenn die anstehenden Bundestagswahlen vorüber sein werden) mit neuen und noch schärferen Freiheitsbeschränkungen aufwarten würden. Dass diese Vermutung durchaus berechtigt ist, zeigte sich bereits in der Vorwoche, als Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer steigende Fallzahlen für den kommenden Herbst angekündigt und „harte Maßnahmen für Impfunwillige“ in Aussicht gestellt hatte. Obwohl Kretschmer bis dato nicht deutlich machte, was genau unter seinen angedachten harten Maßnahmen zu verstehen sei, zeichnet sich immer deutlicher ab, wohin die Reise gehen dürfte. Die einstigen Beteuerungen, niemand hätte die Absicht, Zwangsimpfungen einzuführen, scheinen für Kretschmer und seine Kollegen zum Geschwätz von gestern zu gehören, welches heute keinen mehr wirklich interessiert. „Harte Maßnahmen gegen Impfunwillige sind schließlich in einem Rechtsstaat völlig normal“, so Kretschmer, der in den vergangenen Monaten vor allem durch seine erstaunlichen Kehrtwenden hinsichtlich der Corona-Maßnahmen auf sich aufmerksam machte.
Für die Teilnehmer der Kundgebung war daher am Freitag klar, dass trotz vorübergehender Lockerungen kein Anlass zur Entwarnung besteht. Der Protestaktion schlossen sich ebenfalls zahlreiche Gäste aus dem Chemnitzer Umland sowie der VW-Betriebsrat Andre Krüger (ZENTRUM AUTOMOBIL) an. Weitere Veranstaltungen gegen Lockdown, Impfzwang und Testpflicht sind kontinuierlich in Planung. Treffpunkt ist jeweils der Zwickauer Hauptmarkt, montags ab 19 Uhr und freitags ab 18 Uhr.

Sonntag, 18. Juli 2021

Wegen Terminkollision: Gipfeltreffen kurzfristig verschoben

Westsachsen Zwickau.- Das für den 23. Juli geplante Treffen zwischen MdB Carsten Körber (CDU), Bürgerrechtler Martin Böttger, Oberbürgermeisterin Constance Arndt (Foto) und mehreren Juristen muss verschoben werden. Grund ist eine Terminkollision im Kalender der OBin.
Der Anruf kam beim Veranstalter letzte Woche aus dem Büro des Stadtoberhauptes an: „Frau Arndt kann den Termin leider nicht wahr nehmen, da sie an diesem Abend bereits anders verplant ist“, heißt es. Man werde jedoch Rücksprache nehmen, ob und wann ein Ausweichtermin möglich ist. „Das bringt unsere Planung etwas durcheinander“, meint der Vorstand des Vereins für saubere Justizarbeit. Allerdings sei ein zweiter geladener Gast ebenfalls urlaubsbedingt verhindert, so dass man auch hier einen neuen Terminvorschlag erwarte. Es sei nicht immer leicht, alle unter einen Hut zu bringen, heißt es weiter. Dennoch bewerte man allein die Bereitschaft zum Gespräch schon als positiv.
Hintergrund, warum die Oberbürgermeisterin am so genannten Gipfeltreffen teilnehmen soll, ist die Zwickauer Sparkassenaffäre. In ihrer Funktion als Mitglied im Verwaltungsrat und Stellvertreterin des Ratsvorsitzenden, Landrat Christoph Scheurer (CDU), hat sie laut Sparkassengesetz des Freistaates Sachsen (SächsSparkG) §8, Abs. 3, Satz 3 die Aufgabe, die Richtlinien der Geschäftspolitik zu bestimmen sowie die Geschäftsführung und das operative Geschäft der Sparkasse Zwickau zu überwachen. Dieser Aufgabe ist ihre Vorgängerin, Pia Findeiß (SPD), nicht nachgekommen und musste deshalb vorzeitig als Oberbürgermeisterin zurück treten (WSZ berichtete bereits im Vorfeld). Damit sich ähnliches nicht wiederholt, will man unter anderem mit diesem Treffen, an dem weitere Politiker und Juristen sowie Mitglieder des Vereins für saubere Justizarbeit teilnehmen, vorbeugen. Außerdem gilt es zu erklären, warum es erlaubt sein soll, dass die Sparkasse im Schulterschluss mit der Zwickauer Justiz und der Stadtspitze wissentlich und regelmäßig gegen geltendes Recht verstößt (WSZ berichtete mehrmals).
Sobald ein neuer Termin feststeht, wird er in der WSZ bekannt gegeben.

Samstag, 17. Juli 2021

Zwickauer Überklebungsaffäre: Tatzeitpunkt und Täterin ermittelt

Westsachsen/Zwickau.- Nach fast einem Jahrzehnt intensiver Suche nach dem „unbekannten Überkleber“, wie ihn Exjustizminister Sebastian Gemkow (Foto oben/CDU) in einer Stellungnahme gegenüber dem Petitionsausschuss des Sächsischen Landtags nannte, taucht jetzt ein Schreiben der Potsdamer Rechtsanwaltskanzlei Magerl aus dem Jahr 2018 auf, in dem die Justizsekretärin Annett Swart als Täterin benannt wird. In einer Berufung am Landgericht Zwickau teilt der Rechtsanwalt Ulrich Magerl mit: „Der korrekte Rechtskraftvermerk (RKV), welcher die Rechtskraft des Beschlusses des Amtsgerichts Zwickau vom 23.3.2012 auf den 1.5.2012 bescheinigte, wurde mehr als ein Jahr später unter dem 6.2.2013 überklebt und von der Justizsekretärin Swart beim Amtsgericht Zwickau im Wege einer Urkundenfälschung am 10.4.2013 auf den 6.2.2013 geändert“. Beide mit der Sache befassten Justizsekretärinnen, Katrin Rößler, die den ersten RKV aufbrachte, und Annett Swart, die die Fälschung vornahm, sind im Schreiben als Zeugen aufgeführt. Ein Anruf bei der ebenfalls mit der Angelegenheit betrauten Justizsekretärin Schanz am Oberlandesgericht (OLG) Dresden ergab: „Das ist doch ganz leicht heraus zu bekommen, wer die Akte in den Händen hatte“. Der Pirnaer Rechtsanwalt Martin Braukmann setzt noch eins drauf und behauptet: „Das Mädel von der Zwickauer Geschäftsstelle hat sich nicht getraut, gegen die Anweisung des OLG anzustinken“. Die Berufung wurde seitens des Gerichts verhindert, der Termin kurzfristig abgesagt. Damit ist klar: Die Zwickauer Staatsanwaltschaft hat im Schulterschluss mit allen anderen in der Sache befassten Juristen die vom OLG in Auftrag gegebene Urkundenfälschung gedeckt.
Trotz mehrerer Strafanzeigen, angebotenen Zeugen und zahlreicher weiterer Hinweise verweigert die vom unter Stasi-Verdacht stehenden Oberstaatsanwalt Uwe Wiegner (Foto unten) geleitete Behörde bisher jegliche Ermittlungen. Da nun feststeht, wer der „unbekannte Überkleber“ ist, der den RKV nach Aussage einer studierten Richterin außerdem noch „irrtümlich überklebt“ haben soll, wurde erneut Strafanzeige erstattet. Diesmal gegen die Justizsekretärin Annett Swart. Die Erhebung der öffentlichen Klage wird angestrebt. Man darf gespannt sein, wie viele Beteiligte sich noch in diesen illegalen Strudel mit hinein ziehen lassen.

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