15 Mai 2026

Schumann und die Dichter: Das Zwickauer Schumann-Fest im Juni 2026

Westsachsen/Zwickau (Stadt des Clara-Schumann-Hörspiels).- Es gibt keinen anderen Komponisten, dessen Leben und Werk so eng mit der Dichtung verbunden ist wie Robert Schumann. „Schumann und die Dichter“ lautet daher das Motto des diesjährigen, dem in Zwickau geborenen Romantiker gewidmete Fest. Zugleich knüpft es an die Jubiläen des von Schumann verehrten Gespenster-Dichters E. T. A. Hoffmann (250. Geburtstag) und der Faust-Figur (500 Jahre Auerbachs Keller) an.
Das Zwickauer Schumann-Fest bleibt dabei seiner Zielstellung treu, „Schumann für alle“ zu bieten. Neben dem groß besetzten Eröffnungskonzert am 4. Juni im Konzert- und Ballhaus „Neue Welt“, in dem zwei selten zu hörende Hauptwerke Schumanns erklingen, oder einem Piano-Recital am 7. Juni gibt es die seit Jahren beliebten Fahrradkonzerte oder das Romantische Lichterfest um den jahrhundertealten Schwanenteich zu erleben. Erstmals wird ein Kabarettabend angeboten und zur Geburtstagsfeier am 8. Juni wird das Schumann-Denkmal mit einer grünenden und blühenden Verweilzone umgeben – pünktlich zum 125. Jubiläum des Denkmals auf dem Hauptmarkt. Ungewöhnlich wird schließlich der Abschluss am 14. Juni: Im Saal des Robert-Schumann-Hauses können die Besucher ein Chorkonzert mit Live-Improvisationen (Violine/Klavier) zu Stummfilmszenen erleben. Abgerundet wird das Angebot durch die dem Motto des Schumann-Festes entsprechende Ausstellung im Robert-Schumann-Haus.
Hörspiel-CD aus dem Leben von Clara Schumann

Robert Schumann, der als Sohn des Verlagsbuchhändlers August Schumann in Zwickau geboren wurde und aufwuchs, hatte seit Kindertagen ein enges Verhältnis zur Poesie und Literatur. Seine Begeisterung für die Musik und der zunächst daraus resultierende Wunsch Pianist zu werden, reifte erst später in ihm heran. So wundert es nicht, dass seine Kompositionen sich oft an literarische Vorbilder halten. So stellt das Schumann-Fest in diesem Jahr mit dem Titel „Schumann und die Dichter“ diese einzigartige Beziehung in den Mittelpunkt. Das Thema ist dabei aber nicht nur mottohaft, sondern auch Programm.
Von E. T. A. Hoffmann inspirierte Klavierwerke erklingen mit der Schumann-Preisträgerin Susanne Grützmann in einem Piano-Recital am 7. Juni. Und zum ersten Mal seit über 15 Jahren sind in Zwickau wieder Schumanns Szenen aus Goethes „Faust“ (Teil I/II) und als Pendant auch sein Dramatisches Gedicht „Manfred“ auf einen Text von Lord Byron zu erleben.
Im Programm findet sich in diesem Jahr auch ein musikalischer Kabarettabend (5. Juni). Und auch Stummfilm mit Live-Improvisation ist ein Novum im Programmspektrum: Im Abschlusskonzert am 14. Juni gastiert der Leipziger Kammerchor, dessen Dirigent Andreas Reuter mit dem Leipziger Jazz-Geiger Samuel Seifert zu Charlie Chaplins „A Dog’s Life“ (1918) improvisieren wird. Den Stummfilmszenen werden Chorballaden von Robert und Clara Schumann gegenübergestellt. Sie sind weit mehr als romantische Naturbilder: Sie sind klanggewordene Spiegelbilder einer bewegten politischen Realität des 19. Jahrhunderts und Ausdruck eines sich demokratisierenden Bürgertums. Diese tiefen Sehnsüchte und oft gescheiterten Visionen prägen auch die Bildsprache von Charlie Chaplins meisterhaftem Kurzfilm. Wo Schumann in Tönen dichtet, zeichnet Chaplin mit Wärme und Humor das Schicksal der Außenseiter nach und verbindet dabei messerscharfe Sozialkritik mit einem unerschütterlichen Funken Hoffnung. Dieser außergewöhnliche Dialog der Künste zeigt, dass der Kampf um Menschlichkeit und ein kleines Stück Glück über die Jahrhunderte hinweg dieselbe Sprache spricht.
Tickets gibt es im Robert-Schumann-Haus und an allen bekannten CTS-Vorverkaufs-stellen sowie über Eventim.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

Internationaler Museumstag am 17ten Mai in den Zwickauer Museen

Westsachsen/Zwickau (Stadt des Clara-Wieck-Hörspiels).-
Am Sonntag, dem 17. Mai 2026 öffnen die städtischen Museen ihre Türen zum Internationalen Museumstag und laden Besucher jeden Alters zu einem besonderen Kulturerlebnis ein. Ob spannende Familienführungen, literarische Entdeckungen in sächsischer Mundart oder faszinierende Einblicke in die Welt Max Pechsteins – in den Museen der Stadt erwartet das Publikum ein abwechslungsreicher Tag voller Kunst, Geschichte und Begegnungen.
Bei freiem Eintritt können Gäste die Vielfalt der Einrichtungen kennenlernen, bekannte Sammlungen neu erleben und mit Künstlern, Geschichten und historischen Persönlichkeiten auf inspirierende Weise in Kontakt kommen. Daneben laden die Sonderausstellungen zu neuen Entdeckungen ein: Im Zwischenraum der KUNSTSAMMLUNGEN ZWICKAU Max-Pechstein-Museum ist der „Raum für alltägliche Unzulänglichkeiten“ von Theresa Rothe zu sehen, die beim Max-Pechstein-Förderpreis 2025 das Stipendium erhielt. Die Priesterhäuser bieten in einer kleinen Sonderausstellung Einblicke in „FAUST: Seit 250 Jahren“. Um „Schumann und die Dichter“ geht es im Robert-Schumann-Haus.

Familienführung zwischen Plüsch, Fantasie und Kunst
KUNSTSAMMLUNGEN ZWICKAU Max-Pechstein-Museum im ZwischenRAUM, Domhof 2
11.30 Uhr und 13.30 Uhr: „Kuschelig? Komisch? Kunst!“
Gemeinsam mit Museumspädagogin Anne Krzyminiewski gehen Kinder und Erwachsene auf eine spielerische Entdeckungsreise durch die Arbeiten von Theresa Rothe. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie vertraute Materialien plötzlich zu Kunst werden können und welche Geschichten in ihnen stecken. Nach einem kurzen Rundgang dürfen die Teilnehmenden selbst kreativ werden und eigene Fantasiewesen gestalten, die als kleine „Museumsobjekte“ mit nach Hause genommen werden können.
Die Führung richtet sich ausdrücklich an Familien und verbindet Kunstbetrachtung mit kreativem Mitmachen.

Faust auf Sächsisch – humorvoll, klug und überraschend
Priesterhäuser Zwickau, Domhof 5–8
13 Uhr, 14.30 Uhr und 16 Uhr: „Faust oder dr gebrällte Deifel“
Dr. Lutz Mahnke, Leiter der Ratsschulbibliothek, widmet sich der faszinierenden Geschichte der Faust-Figur – von der historischen Vorlage über Goethe bis hin zur sächsischen Mundart-Version der Leipziger Schriftstellerin Lene Voigt. Der ironische und unterhaltsame Text wird zum Museumstag lebendig präsentiert.

Max Pechsteins Sehnsucht nach dem Paradies
KUNSTSAMMLUNGEN ZWICKAU Max-Pechstein-Museum im ZwischenRAUM, Domhof 2
15.30 Uhr: „Max Pechstein sucht das Paradies“
Pechstein-Kuratorin Annika Weise beleuchtet insbesondere jene Südsee-Reise, die den 1881 in Zwickau geborenen Künstler nachhaltig prägte. Die Eindrücke fremder Landschaften, Kulturen und Lebensweisen beeinflussten sein Werk ebenso wie seine Sehnsucht nach einem einfachen, naturverbundenen Leben. Die Führung eröffnet spannende Einblicke in Pechsteins künstlerische Suche nach einem persönlichen „Paradies“, die ihn bis an sein Lebensende begleitete.

Die Einrichtungen haben am Sonntag zu folgenden Zeiten geöffnet:
KUNSTSAMMLUNGEN ZWICKAU: 11.30 bis 17 Uhr
Priesterhäuser Zwickau: 11.30 bis 17 Uhr
Robert-Schumann-Haus Zwickau: 11 bis 17 Uhr
Quelle und Fotos: Stadtverwaltung Zwickau

13 Mai 2026

Internationaler Museumstag: Historische Kinderspiele im Museum

Westsachsen/Werdau.-
Zwischen historischen Dampfmaschinen, einer Ausstellung über das Verhältnis von Mensch und Tier und Spielen im Grünen lädt das Werdauer Stadt- und Dampfmaschinenmuseum am Sonntag zum Entdecken ein. Anlass ist der Internationale Museumstag, der zum 49. Mal gefeiert wird.
Wenn sich im Museumsgarten die kleine Gartenbahn in Bewegung setzt und Kinder zwischen alten Maschinen spielen, wird erneut deutlich, dass Museen weit mehr sind als stille Ausstellungsorte. Zum Aktionstag am 17. Mai öffnet das Haus von 10 bis 16 Uhr kostenfrei seine Türen. „Für unsere kleinen Gäste bieten wir Spiele im Garten an“, sagt Leiter Markus Döscher. Auch die Museumsgartenbahn soll bei schönem Wetter ihre Runden drehen.
Quelle und Foto: Stadt- und Dampfmaschinenmuseum Werdau

12 Mai 2026

Equipage: Edle Pferde und Historische Kutschen in Bad Elster

Westsachsen/Bad Elster.-
Traditionell gehört der Pfingstsonntag (in diesem Jahr der 24. Mai) im Sächsischen Staatsbad Bad Elster den Pferden. Denn dann findet wieder die beliebte »EQUIPAGE BAD ELSTER – Edle Pferde und Historische Kutschen« statt.
Im Jahr 2026 wird das überregional bekannte Pfingstevent bereits zum 21. Mal in den Königlichen Anlagen Bad Elsters veranstaltet und hat sich mittlerweile als absolutes Pfingst- und Pferdehighlight im Vogtland etabliert. Anschauen lohnt sich, Staunen ist garantiert.
Aufgrund der königlich-sächsischen Tradition des Heilbades steht an diesem Tag vor allem der historische Bezug im Vordergrund. Am Vormittag locken ab 10 Uhr über 20 herausgeputzte historische Gespanne aus Sachsen, Bayern und Böhmen vor das Königliche Kurhaus, wo diese stilvoll von einem fachmännischen Moderator präsentiert werden. Nach einer großen Stadtrunde aller Teilnehmer durch Bad Elster und einer grenzenlosen Rundfahrt in das benachbarte, böhmische »Ascher Ländchen« mit einer moderierten Ankunft am Historischen Schloss in Kopaniny bei Asch ab 10.30 Uhr, findet am Nachmittag ab 13.30 Uhr im zentralen Paul-Schindel-Park Bad Elster die große Nachmittagsveranstaltung für die ganze Familie statt. Unter anderem mit einem Wettbewerb im Hindernisfahren, dem 10. Bad-Elster-Derby sowie einer fachkundigen Präsentation von Haflingern. Als heiterer Programmpunkt des »tierisch abwechslungsreichen« Nachmittages wird wieder das beliebte Historische Kutschtheater mit Kutschen und Pferden fantasievoll eine heitere Bad-Elster-Geschichte erzählen.
Das Pfingstevent im Vogtland. Alle Infos unter: 037437/ 53 900

11 Mai 2026

Kultur im Grünen: Veranstaltungen auf der Waldparkbühne Zwickau

Westsachsen/Zwickau (Stadt der Schumann-Musik).-
Wenn sich der Waldpark im Frühling und Frühsommer von seiner schönsten Seite zeigt, wird auch die Waldbühne zum Treffpunkt für Musikliebhaber, Familien und alle, die besondere Momente in der Natur erleben möchten. Eingebettet in die grüne Kulisse verbinden sich hier Klang, Gemeinschaft und Tradition zu einem ganz eigenen Erlebnis. Ob festlicher Gottesdienst, schwungvolles Jubiläumskonzert oder gemeinsames Singen – das Programm lädt dazu ein, innezuhalten, zuzuhören und gemeinsam Kultur unter freiem Himmel zu genießen.
Donnerstag, 14. Mai 2026, 10 Uhr: Waldgottesdienst mit Posaunenchor
Die evangelisch-lutherischen Kirchgemeinden der Stadt Zwickau feiern gemeinsam einen Himmelfahrtsgottesdienst im Waldpark Weißenborn. Die musikalische Gestaltung übernehmen die Posaunenchöre der Gemeinden. Die besondere Atmosphäre der Natur verleiht dem Gottesdienst einen feierlichen Rahmen. Bei schlechtem Wetter findet der Gottesdienst in der Moritzkirche statt. Eine Information hierzu erfolgt am Vortag ab 13 Uhr über die Internetseiten der Kirchgemeinden.
Sonntag, 24. Mai 2026, 15 Uhr: Waldparkkonzert des Jugendblasorchesters
Das traditionelle Waldparkkonzert am Pfingstsonntag verbindet auch 2026 wieder Blasmusik mit der besonderen Kulisse der Waldbühne. Die „Scheffelberger Musikanten“ unter Leitung von Michael Ott präsentieren ein abwechslungsreiches Programm anlässlich ihres 25-jährigen Jubiläums. Unter dem Motto „Zum Geburtstag viel Musik!“ erwartet die Besucher ein unterhaltsamer musikalischer Streifzug – von bekannten Klassikern bis hin zu beliebten Evergreens.
Sonntag, 21. Juni 2026, 15 – 17 Uhr: Waldparksingen mit dem Männerchor Liederkranz 1843
Rund 100 Sängerinnen und Sänger aus Zwickau gestalten das diesjährige Waldparksingen auf der Waldbühne. Gastgeber ist der Männerchor Liederkranz, der ausschließlich Chöre aus der Region eingeladen hat, darunter der Schwanenschloss Kinderchor und die Chorvereinigung Sachsenring. Das Publikum erwartet ein vielfältiges Chorkonzert in familiärer Atmosphäre. Der Eintritt ist frei, um Spenden für die teilnehmenden Chöre wird gebeten. Ein Kuchenbasar sorgt zusätzlich für einen gemütlichen Familiennachmittag.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

10 Mai 2026

Dubioses Verhalten der Richterschaft: Wen erpresst Schübel noch?

Westsachsen/Plauen/Zwickau (Stadt des institutionellen Wahnsinns).-
Bisher war es nur eine Vermutung. Alle Hinweise deuteten darauf hin, dass es unter den Juristen im Gerichtsbezirk Plauen/Zwickau Erpressungsversuche geben muss. Jetzt gibt es Gewissheit. Ein hier vorliegendes Schreiben des Plauener Rechtsanwalts Reinhard Schübel an seinen Berufskollegen Stefan Titz beweist die schlimmsten Befürchtungen und offenbart dennoch nur die Spitze eines Eisbergs.
Da ist die Rede von einem Darlehen, das sich Rechtsanwalt Schübel von einem seiner Mandanten geliehen hat. Von rund 50.000 Euro in bar ist die Rede und von Rückzahlungen, die nur kleckerweise erfolgten. Seinem Berufskollegen Titz wirft Schübel vor, ihn seinerseits mehrerer Straftaten bezichtigt, wahrheitswidrige Behauptungen aufgestellt zu haben und ihn in seinem Golfclub denunzieren zu wollen. Wegen der angeblichen Beteiligung des Rechtsanwalts Titz an mehreren Straftaten fordert Schübel von ihm 10.000 Euro Schmerzensgeld. Ein klarer Erpressungsversuch, der darauf abzielt, Staatsanwaltliche Ermittlungen zu vermeiden und aus vermeintlichen Rechtsverstößen Kapital zu schlagen.
Die Westsächsische Zeitung berichtete bereits mehrmals über das dubiose Verhalten einiger Richter und Staatsanwälte in der Zwickauer Justiz. Zuletzt am 29. April, als gewahr wurde, dass der vorsitzende Richter, Rainer Droll, in einem Verfahren mit Rechtsanwalt Reinhard Schübel offensichtlich ebenfalls unter erheblichem Druck stand. Um zu vermeiden, dass Schübel zum Nachweis einer Doktorwürde seine Dissertation vorlegen muss, erfand Richter Droll haarsträubende Ausreden für den Advokaten. Der Verdacht liegt nahe, dass Rechtsanwalt Reinhard Schübel (der falsche Doktor aus Plauen) im Laufe der Jahrzehnte gegen mehrere - auch hochrangige - Juristen in Sachsen hochbrisantes Material gesammelt hat, das er je nach Bedarf zu seinem Vorteil ausspielt.
Was geschieht, wenn ein Organ der Rechtspflege beginnt, das System gegen sich selbst zu instrumentalisieren? Das Schreiben des Plauener Anwalts Reinhard Schübel wirft weitere Fragen auf, die weit über einen einfachen Streit zwischen Anwälten hinausgehen. Es steht der Vorwurf im Raum, dass hier versucht wird, Druck auf die Staatsanwaltschaft Zwickau und die regionale Richterschaft auszuüben, um private und finanzielle Ziele zu erzwingen.
In seinem Schreiben vom 15.05.2024 fordert Schübel von seinem Kollegen Stefan Titz die Zahlung von 10.000 Euro Schadenersatz und Schmerzensgeld. Die Begründung: Titz habe sich an einer Straftat (versuchter Prozessbetrug) seines Mandanten beteiligt. Doch die Brisanz liegt im Detail: Schübel koppelt die Forderung an die Erwähnung laufender Ermittlungsbehörden und stellt eine Frist zur Erledigung. Experten für Standesrecht sehen hierin eine gefährliche Grauzone. Wird hier die Justiz als Drohkulisse missbraucht, um eine außergerichtliche Zahlung zu „erpressen“?
Beobachter der Szene in Zwickau zeigen sich alarmiert. Es wird vermutet, dass solche Schreiben Teil einer größeren Strategie sind, um Druck auf die Staatsanwaltschaft Zwickau und die Richterschaft auszuüben. Wenn Anwälte beginnen, sich gegenseitig mit Strafanzeigen und Existenzvernichtung zu drohen, statt rechtliche Differenzen im Gerichtssaal zu klären, gerät das Gefüge des Rechtsstaats ins Wanken.
Schübel scheut dabei nicht vor massiven persönlichen Angriffen zurück. Er bezichtigt Titz der „wesentlichen Beteiligung“ an Straftaten und behauptet, Titz hätte sogar vorgeschlagen, ihn bei seinem Golfclub zu „denunzieren“. Konfrontiert mit den Vorwürfen der gezielten Einschüchterung und der versuchten Instrumentalisierung der Justiz, gibt sich der selbsternannte „Dr.“ Schübel wenig zimperlich. Auf Anfrage unserer Redaktion reagierte er kurz und bündig: „Das geht Sie einen feuchten Kehricht an!“ Diese verbale Entgleisung lässt tief blicken. Es scheint, als fühle sich Schübel der öffentlichen Kontrolle und dem journalistischen Fragerecht entzogen. Während er in seinem Brief von anderen „ein Verhalten an den Tag gelegt“ sieht, das eines „seriösen Rechtsanwalts schlicht nicht würdig ist“, wirft sein eigener Umgang mit Kritikern und den Medien Fragen nach seiner beruflichen Eignung auf.
Fazit: Wer kontrolliert die Kontrolleure? Der Fall wirft ein Schlaglicht auf die Justiz in Zwickau. Es geht nicht mehr nur um 10.000 Euro oder einen alten Streit um Darlehensraten. Es geht darum, ob die Staatsanwaltschaft und die Richterschaft als verlängerter Arm für persönliche Rachefeldzüge herhalten müssen. Wenn die Grenze zwischen legitimer Interessenvertretung und systematischer Einschüchterung verschwimmt, ist die Freiheit der Advokatur – und damit der Rechtsstaat – in Gefahr.

08 Mai 2026

Transformation gestalten: Sebastian Schalk übernimmt Geschäftsführung

Westsachsen/Adorf/Schöneck.-
Die Paracelsus Kliniken Deutschland haben Sebastian Schalk (Foto) mit Wirkung zum 6. Mai 2026 zum Klinikgeschäftsführer der Standorte Adorf und Schöneck im Vogtland berufen. Er folgt auf Jan Müller, der das Unternehmen auf eigenen Wunsch verlassen hat.
Sebastian Schalk übernimmt gemeinsam mit der bestehenden Klinikleitung die Verantwortung für beide Standorte in einer zentralen Transformationsphase: Seit Oktober 2025 setzen die Paracelsus Kliniken im Vogtland ein innovatives Hybridmodell um, das stationäre und ambulante Versorgung konsequent miteinander verzahnt. Während der Standort Schöneck alle stationären Leistungen — darunter Allgemeinchirurgie, Gefäßchirurgie, Innere Medizin, Orthopädie, Geriatrie, Schmerzmedizin und Palliativmedizin — bündelt und dabei Orthopädie sowie Geriatrie gezielt ausbaut, fokussiert sich Adorf auf ambulante Operationen aller chirurgischen Fachgebiete sowie die Sprechstunden der Medizinischen Versorgungszentren. Das Modell ist ein Vorreiterprojekt bei der praxisnahen Umsetzung der aktuellen Gesundheitsreform.
Sebastian Schalk bringt für diese Aufgabe ausgeprägte Expertise in der kaufmännischen Führung und Transformation von Krankenhausstrukturen mit. Zuletzt verantwortete er als Kaufmännischer Direktor und Prokurist des Evangelischen Herzzentrums Coswig gGmbH die Integration der Klinik in eine neue Konzernumgebung, inklusive der Ablösung zentraler IT-Systeme und der Abwicklung eines Asset Deals. Zuvor leitete er über mehr als vier Jahre das MediClin Herzzentrum Coswig als Kaufmännischer Direktor, wo er unter anderem eine Ambulantisierungsstrategie in der Kardiologie inklusive Praxisintegration erfolgreich umsetzte sowie den Aufbau einer eigenen Fachabteilung für Elektrophysiologie mit gefördertem Neubau verantwortete.
„Mit Sebastian Schalk gewinnen wir eine Führungspersönlichkeit, die genau das mitbringt, was unsere Standorte Adorf und Schöneck in dieser Phase brauchen: tiefe Erfahrung in der Transformation von Klinikstrukturen, ein klares Verständnis für ambulante und stationäre Versorgungsmodelle und die Fähigkeit, Menschen in Veränderungsprozessen mitzunehmen. Unser Hybridmodell im Vogtland ist bundesweit ein Vorzeigebeispiel dafür, wie zukunftsfähige Krankenhaus­versorgung aussehen kann.“, erklärt Phillip Fröschle, CEO und Miteigentümer der Paracelsus Kliniken Deutschland.
Die Paracelsus Kliniken Deutschland gehören zu den bundesweiten Vorreitern bei der praktischen Umsetzung moderner Krankenhausstrukturen. Mit dem Hybridmodell im Vogtland zeigen sie, wie wohnortnahe Versorgung, spezialisierte Medizin und wirtschaftliche Stabilität erfolgreich verbunden werden können.
Die Paracelsus Kliniken Deutschland GmbH & Co. KGaA betreibt 18 medizinische Einrichtungen an 14 Standorten in Deutschland – von Akutkliniken und Fachkliniken bis hin zu Medizinischen Versorgungszentren (MVZs). Rund 2.200 Mitarbeitende versorgen jährlich etwa 30.000 stationäre Patientinnen und Patienten mit höchstem Engagement. Die Klinikgruppe ist spezialisiert auf indikationsgeleitete Versorgung in den Bereichen Orthopädie, Urologie, Neurologie sowie Schmerzmedizin und Innere Medizin an ausgewählten Standorten. Paracelsus steht für medizinische Exzellenz, menschliche Nähe und eine konsequente Weiterentwicklung der Versorgung – in enger Verbindung mit regionalen Partnern und mit einem starken, eigenständigen Team.
Quelle und Foto: Paracelsus Kliniken

Farewell Henrike Naumann: Interventionen im ZwischenRaum

Westsachsen/Zwickau (Stadt des Pechstein Zentrums).-
Es sollte ein Höhepunkt ihrer Künstlerkarriere werden, dessen Eröffnung sie nicht mehr erleben durfte: Die Biennale in Venedig, zu der die im Februar verstorbene Henrike Naumann den deutschen Beitrag beisteuert. Pünktlich mit der Eröffnung der Biennale am 9. Mai widmen die KUNSTSAMMLUNGEN ZWICKAU Max-Pechstein-Museum in ihrem Interimsquartier, dem ZwischenRaum, der in Zwickau geborenen Künstlerin eine kleine Hommage. Diese Intervention trifft auf „Made in DDR. Zwickaus Kunst zwischen 1949 und 1989“. Hier wird der Blick auf das vielschichtige Kunstschaffen in Zwickau während der DDR-Zeit gerichtet.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

07 Mai 2026

Im Gerichtssaal: Helle Aufregung wegen eines Feuerwehreinsatzes

Westsachsen/Taucha/Eilenburg.-
Für die Verhandlung in einem Ordnungswidrigkeitenverfahren, das am 9. Juni am Amtsgericht Eilenburg stattfindet, hat der vorsitzende Richter eine sitzungspolizeiliche Anordnung gemäß § 176 GVG erlassen. Darin heißt es: „Es wird eine Einlasskontrolle angeordnet, der sich sämtliche Zuhörer (einschließlich der Vertreter der Presse, des Rundfunks und des Fernsehens), Zeugen, Dolmetscher, Sachverständige und die Verteidiger zu unterziehen haben.“ Außerdem müssen sich alle, auch Zeugen, Dolmetscher, Verteidiger, Sachverständige und Zuhörer mit einem gültigen Personalausweis oder Reisepass legitimieren. Selbst Rechtsanwälte kommen nur unter Vorlage eines Ausweises der Rechtsanwaltskammer ins Gebäude. Das ist recht ungewöhnlich für die Verhandlung zu einem einfachen Verkehrsdelikt.
Darum geht es: Um ein Ordnungswidrigkeitenverfahren gegen einen Feuerwehrmann aus Taucha. Dieser wendet sich gegen einen von der Stadt Taucha erlassenen Bußgeldbescheid wegen einer Verkehrsordnungswidrigkeit. Dem Betroffenen liegt zur Last, am 07.05.2025 als Fahrer eines Einsatzfahrzeugs der freiwilligen Feuerwehr Taucha im Bereich einer Baustelle auf der Sommerfelder Straße in Taucha auf der Fahrt zu einem Feuerwehreinsatz die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h um 39 km/h überschritten zu haben. Zahlreiche Medien berichteten bereits. Befürchtet man deshalb Unruhen im Saal?
Quelle: Amtsgericht Eilenburg
Foto: Freiwillige Feuerwehr Taucha

05 Mai 2026

Trauerbeflaggung: Sachsen gedenkt der Opfer von Leipzig

Westsachsen/Dresden/Leipzig/Zwickau (Stadt des institutionellen Wahnsinns).-
Zum Gedenken an die Opfer der gestrigen Amokfahrt in Leipzig hat der Freistaat Sachsen Trauerbeflaggung auf Halbmast angeordnet. Die Trauerbeflaggung wird heute, am 5. Mai 2026, an allen Gebäuden von Behörden und Dienststellen des Freistaates durchgeführt.
Ministerpräsident Michael Kretschmer äußerte tiefes Mitgefühl für die Betroffenen: »Unser Mitgefühl gilt den Familien und Angehörigen der Opfer. In Gedanken sind wir bei ihnen und allen, die von diesem schrecklichen Ereignis betroffen sind. Den Verletzten wünsche ich Kraft und schnelle Genesung.«
Quelle: Sächsische Staatskanzlei