16 Juli 2026

Bad Elster: Weltmusik als Fingerstyle im TheaterClub

Westsachsen/Bad Elster.-
Am Dienstag, den 21. Juli, ist der tschechische Gitarrist Ladislav Pazdera um 19.30 Uhr im Rahmen der TheaterClub-Reihe mit einem stimmungsvollen Akustik-Gitarrenkonzert im Theatercafé des König Albert Theaters Bad Elster zu Gast. Mit seinem aktuellen Programm »Chiaroscuro« präsentiert der tschechische Ausnahmegitarrist Ladislav Pazdera einen Konzertabend voller Klangfarben und Kontraste im Theaterclub.
Basierend auf seinem Solo-Debütalbum entfaltet sich so ein sommerlich-faszinierender Stil-Mix aus Fingerstyle, Weltmusik und Jazz. Andalusische Wärme trifft auf osteuropäische Melodik, brasilianische Leichtigkeit auf groovige Arrangements – virtuos, fein nuanciert und klanglich auf höchstem Niveau. Ein Sommerabend zwischen Licht und Schatten – raffiniert, lässig und berührend zugleich.
Tickets: 037437/ 53 900

Maßnahmen zeigen erste Wirkung: Alkoholverbot soll verlängert werden


Westsachsen/Zwickau (Stadt des institutionellen Wahnsinns).- Die Maßnahmen, die im Zusammenhang mit dem Geschehen auf dem Marienplatz durch die Stadtverwaltung ergriffen wurden (WSZ berichtete), zeigen Wirkung: Durch regelmäßige Bestreifungen und Kontrollen sowie das seit Anfang Juli gültige Alkoholverbot ist die Zahl von Ordnungswidrigkeiten rückläufig. Dies ergab eine erste Analyse. Um diese Entwicklung zu verstetigen, schlägt die Stadtverwaltung vor, die Polizeiverordnung über das Alkoholverbot auf dem Marienplatz um zwei Jahre zu verlängern. Dazu findet am 30. Juli eine Sondersitzung des Stadtrates statt.
„Die von uns ergriffenen Maßnahmen scheinen zu greifen“, stellt Bürgermeisterin Silvia Queck fest und ergänzt: „Allerdings ist es zu früh, um schon Entwarnung zu geben. Wir wollen das Alkoholverbot fortsetzen und arbeiten an weiteren Ideen, um Ordnung und Sauberkeit in diesem zentralen Bereich zu verbessern.“ Das Ordnungsamt hatte den zentralen und umfangreichen Platz in der Zwickauer Innenstadt in Absprache und gemeinsam mit der Polizei bereits seit Anfang März intensiv bestreift. Festzustellen waren insbesondere aggressives Verhalten, körperliche Auseinandersetzungen, Verunreinigungen und Lärmbelästigungen. Aufgrund der anhaltenden, oftmals alkoholbedingten Probleme erließ die Stadtverwaltung ein Alkoholverbot, das am 4. Juli in Kraft trat. Außerdem wurde, zusätzlich zu den täglichen Reinigungen, eine Reinigung des Marienplatzes am Sonntag beauftragt.
Mit Erlass des Alkoholverbotes wurde nun die Kontrolltätigkeit verändert: Anstelle von Fuß- finden nun vornehmlich Präsenzstreifen in Form von Standstreifen statt, d. h. dass Einsatzfahrzeuge direkt beim oder auf dem Marienplatz stehen und entsprechende Kontrollen stattfinden. Gemeinsam mit der Polizeidirektion und dem Polizeirevier führte das Ordnungsamt zwischen 4. und 13. Juli insgesamt 39 dieser Streifen durch. Das Alkoholverbot wurde in direkter Ansprache und mit Flyern in deutscher und englischer Sprache kommuniziert. Am vergangenen Montag (13. Juli) wurden insgesamt sechs Schilder, jeweils an den Zugängen zur Verbotszone installiert (Fotos).
In den ersten zehn Tagen seit Inkrafttreten der Polizeiverordnung wurden durch die Ordnungskräfte insgesamt 34 Feststellungen getätigt, davon 27 Verstöße gegen das Alkoholkonsumverbot. Die Anzahl der Personen und Gruppen, die sich auf dem Marienplatz aufhalten und von Besuchern der Innenstadt als störend empfunden werden, hat sich nicht merklich verringert. Allerdings wurden in dem Zeitraum keine alkoholbedingten Straftaten festgestellt. Auch das Problem von Verunreinigungen scheint sich zumindestens leicht verbessert zu haben.
Da sich die Gefährdungsprognose jedoch nicht grundsätzlich verändert hat, soll das Alkoholkonsumverbot verlängert werden. Aufgrund der Regelungen im Sächsischen Polizeibehördengesetz bedarf es dazu nun eines Stadtratsbeschlusses: Die Oberbürgermeisterin darf eine solche Verordnung eigenständig nur für maximal einen Monat erlassen. Die Stadtverwaltung schlägt vor, dass die Polizeiverordnung über das Verbot des Alkoholkonsums im Bereich des Marienplatzes am 4. August 2026 in Kraft und am 3. August 2028 außer Kraft tritt. Inhaltlich sollen keine Änderungen an den bisherigen Festlegungen vorgenommen werden. Das Verbot soll weiterhin auf dem Marienplatz, der Marienstraße bis zum Mariengäßchen, im Mariengäßchen sowie dem Domhof gelten. In diesem Bereich sollen sowohl der Konsum als auch das Mitführen alkoholischer Getränke zum Zwecke des Konsums an Werktagen von 15 bis 23 Uhr untersagt bleiben.
Weiterhin geprüft wird die öffentlich diskutierte Videoüberwachung. Hier gilt es unter anderem die rechtlich hohen Hürden zu beachten, die unter anderem vorgeben, dass zuerst mildere Maßnahmen zu ergreifen sind. „Wir prüfen sorgfältig und wollen das Thema der Videoüberwachung im September mit den Stadtratsfraktionen in Ruhe und sachlich erörtern. Dann liegen zudem weitere Ergebnisse der bisher ergriffenen Maßnahmen vor“, betont Bürgermeisterin Queck. Regelmäßig tagt inzwischen eine Projektgruppe, die das Geschehen auf dem Marienplatz auswertet und mögliche Maßnahmen diskutiert. Neben verschiedenen Ämtern der Stadt sind auch die Beschäftigungsförderung Zwickau (BFZ), die die Reinigungen durchführt, sowie Vertreter des Polizeireviers involviert.
Quelle und Fotos: Stadtverwaltung Zwickau

10 Juli 2026

Kinderbuchlesung: Von Räubern, Zeitdieben und fliegenden Besen

Westsachsen/Bad Elster.-
Mit einer Kinderbuchlesung für die ganze Familie wurde am vergangenen Sonntag die neue Ausstellung „Von Räubern, Zeitdieben und fliegenden Besen“ mit Kunstdrucken zu Klassikern der Thienemann-Verlage in der KunstWandelhalle Bad Elster eröffnet.
Diese neue Ausstellung voller Bildergeschichten entführt kleine und große Besucher in die fantasievollen Welten zweier bedeutender Erzähler der deutschen Kinderliteratur. Gezeigt werden hochwertige Kunstdrucke mit den beliebten Illustrationen aus den Kinderbuchklassikern von Otfried Preußler – darunter »Das kleine Gespenst«, »Die kleine Hexe«, »Der kleine Wassermann« und »Der Räuber Hotzenplotz«. Ergänzt wird die Schau durch eindrucksvolle Bildwelten von Sebastian Meschenmoser zu Michael Endes »Die unendliche Geschichte«, die die Magie Phantásiens auf besondere Weise sichtbar machen. So entsteht eine liebevoll gestaltete Reise durch zauberhafte Märchen-, Abenteuer- und Fantasiewelten, die seit Generationen Kinder und Erwachsene gleichermaßen begeistern.
„Kinderbücher sind oft die ersten Türen in die Welt der Fantasie. Mit dieser Ausstellung und dem dazu passenden Feriengruppenangebot möchten wir kleine und große Besucher einladen, diese Welten gemeinsam neu zu entdecken – voller Abenteuer, Zauber und unvergesslicher Geschichten.“ Ute Gallert (Ausstellungskoordinatorin der Chursächsischen Veranstaltungs GmbH)
Während der Sommerferien (20. Juli bis 14. August) lädt die KunstWandelhalle Bad Elster im Zuge dieser Ausstellung alle Hort- und Vorschulgruppen zu einer spannenden Entdeckungsreise durch die Welt von Otfried Preußler und Michael Ende ein. Gemeinsam wird die Ausstellung erkundet, Geschichten gehört und abwechslungsreiche Aufgaben rund um Räuber, Hexen, Gespenster und fantastische Abenteuer gelöst. Abgerundet wird dieser lebendige Ferientag mit einem Besuch im Sächsischen Bademuseum - Ein kreatives Ferienerlebnis voller Entdeckungen, Spiel, Spaß und Fantasie. Anmeldungen dafür sind noch möglich.
Zu den Thienemann Verlagen gehören u.a. zwei der ältesten und renommiertesten Kinderbuchverlage Deutschlands - Thienemann und Esslinger. Schwerpunkte sind Kinder- und Jugendbücher für alle Altersgruppen zwischen 0 und 18 Jahren, vom hochwertigen Bilderbuch bis zum Roman für junge Erwachsene. Das Fundament der Thienemann – Verlage bilden u.a. Kinderbuchklassiker wie „Der Räuber Hotzenplotz“ und „Krabat“ von Otfried Preußler sowie „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ und „Die unendliche Geschichte von Michael Ende“ genauso wie „Urmel“ von Max Kruse. Die fantasievolle Ausstellung kann noch bis zum 30. August 2026 jeweils von Mittwoch bis Sonntag von 14 bis 17.30 Uhr sowie an den Wochenenden zusätzlich von 9.30 Uhr bis 12 Uhr bzw. zu den Veranstaltungen in der KunstWandelhalle besichtigt werden. Der Eintritt ist frei.

Bahnhofsvorplatz Zwickau: Erster Spatenstich für die Umgestaltung

Westsachsen/Zwickau.- Gestern Vormittag konnten Bürgermeisterin Silvia Queck gemeinsam mit Staatsministerin Regina Kraushaar und weiteren Beteiligten den ersten Spatenstich für die grundlegende Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes vornehmen. Die Bauarbeiten sollen 2028 abgeschlossen werden. Im Anschluss nahm die Geschäftsführung der Städtischen Verkehrsbetriebe Zwickau (SVZ) den Fördermittelbescheid für die neuen Straßenbahnen in Empfang.
Der Platz wird zu einem barrierefreien Umsteigepunkt zwischen Straßenbahn, Bus, Bahn und Taxi umgebaut. Die Gesamtkosten dafür liegen bei über 12 Millionen Euro, 85 Prozent der zuwendungsfähigen Baukosten sollen aus Bundes- und Landesmitteln gefördert werden. Dazu meint Staatsministerin Regina Kraushaar: „Mit den Fördermitteln des Freistaats unterstützen wir die neue zentrale Schnittstelle des Zwickauer Nahverkehrs. Das ist gut angelegtes Geld, denn Investitionen in den Nahverkehr sind Investitionen in die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger.“ Baubürgermeisterin Silvia Queck ergänzt: „Dieser Spatenstich ist ein starkes Signal für Zwickau und bedeutet uns allen sehr viel: Ein lange diskutiertes Vorhaben wird nun Wirklichkeit. Dass wir an diesem Schlüsselort und Tor der Stadt nun bauen können, verdanken wir mutigen Entscheidungen, viel Ausdauer, dem Vertrauen in dieses Projekt aller Beteiligten und der verlässlichen Unterstützung unserer Fördermittelgeber.“
Für die Erneuerung der Straßenbahnflotte übergab die Ministerin einen Fördermittelbescheid über 22,5 Millionen Euro an die SVZ. Die Mittel stehen für die Beschaffung von sechs modernen Niederflurbahnen bereit, die die in die Jahre gekommene Hochflur-Flotte vom Typ Tatra ablösen. 18 Millionen Euro stammen aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), 4,5 Millionen Euro steuert der Freistaat als Kofinanzierung bei.
Für die Fahrgäste bedeutet der Wechsel vor allem einen leichteren Einstieg. Die neuen Bahnen vom Modell TINA des Herstellers Stadler können durchgängig ebenerdig und ohne Stufen betreten werden. Sie sind 30 Meter lang sowie 2,30 Meter breit, zeigen den Besetzungsgrad an und verfügen über ein Fahrerassistenzsystem, das die Sicherheit im Betrieb erhöht.
Sebastian Eßbach, technischer Geschäftsführer der SVZ freut sich: »Mit der Beschaffung der neuen innovativen Bahnen ab 2028 erreichen wir unser Ziel, zukünftig eine niederflurige Fahrzeugflotte in Zwickau einzusetzen und die derzeitigen Tatra-Hochflurstraßenbahnen abzulösen. Mit den Tina-Niederflurbahnen von Stadler werden unsere Fahrgäste sowie Fahrpersonale eine neue Qualität erfahren.«
Die Zwickauer Verkehrsbetriebe haben derzeit 26 Straßenbahnen im Fahrgastbetrieb und unterhalten 47 Kilometer Gleise. In ihrem Fahrplan bieten die SVZ den jährlich 10,5 Mio. Fahrgästen in Bus und Bahn insgesamt 3.317.820 Fahrplankilometer an.
Quelle und Fotos: Stadtverwaltung Zwickau

06 Juli 2026

Sommerferien in Sachsen starten: Buchungslage stimmt optimistisch

Westsachsen/Dresden.-
Mit dem Beginn der Sommerferien in Sachsen startet für viele Menschen die schönste Zeit des Jahres – und auch die sächsischen Reiseregionen freuen sich auf zahlreiche Gäste. Die Rückmeldungen aus den Regionen stimmen optimistisch: Die Buchungslage für die Sommersaison 2026 ist insgesamt gut. Gleichzeitig gibt es vielerorts noch freie Kapazitäten für alle, die sich spontan für einen Urlaub im Freistaat entscheiden.
Besonders gefragt sind familienfreundliche Angebote, aktive Naturerlebnisse, kulturelle Highlights sowie Veranstaltungen unter freiem Himmel. Je nach Region zeigt sich ein unterschiedliches Bild: Während einzelne Ferienzeiträume, Wochenenden oder Großveranstaltungen bereits sehr gut gebucht sind, laden viele Reiseziele noch zu einem spontanen Sommerurlaub ein. Da viele Gäste ihre Reise erst kurzfristig planen, rechnen die Regionen auch in den kommenden Wochen mit weiteren Buchungen.
Ob beeindruckende Felslandschaften, idyllische Seen, lebendige Städte oder kulturelle Schätze – Sachsen bietet eine außergewöhnliche Vielfalt für Erholungssuchende, Familien, Aktivurlauber und Kulturbegeisterte. Besonders beliebt sind Pensionen, Ferienwohnungen und Ferienhäuser in den ländlichen Regionen sowie Hotels und Appartements in den Großstädten. Ferienresorts und Campingplätze, insbesondere in Wassernähe, erfreuen sich ebenfalls großer Beliebtheit und versprechen unvergessliche Urlaubsmomente.
„Der Blick in die sächsischen Reiseregionen zeigt: Der Tourismus ist und bleibt eine tragende Säule für Wirtschaftskraft, Lebensqualität und regionale Entwicklung in Sachsen“, sagt Alexander Dierks MdL, Präsident des Sächsischen Landtags und Präsident des Landestourismusverbandes Sachsen e. V. „Die Sommerferien bieten gute Chancen für unsere Betriebe, auch wenn kurzfristige Buchungen und veränderte Reiseentscheidungen die Branche weiter fordern. Entscheidend ist jetzt, dass wir die touristischen Angebote im Reiseland gemeinsam stärken – mit verlässlicher politischer Unterstützung, leistungsfähigen Strukturen vor Ort und einer klaren Botschaft: Urlaub in Sachsen lohnt sich“.
„Die Sommerzeit ist traditionell Familienzeit. In Sachsen haben insbesondere die knapp 160 familienfreundlich zertifizierten Freizeiteinrichtungen, Unterkünfte und Orte attraktive Angebote für Familien zusammengestellt“, sagt Veronika Hiebl, Geschäftsführerin der Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen mbH. So genüge ein Klick auf die Website „Sommerferientipps in Sachsen“ für viele Anregungen vor allem für Familien mit Kindern.
Quelle und Fotos: Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen mbH

05 Juli 2026

Alkoholverbot. Konsequenz aus dramatischen Vorkommnissen

Westsachsen/Zwickau.-
Die Stadt Zwickau erlässt auf dem Marienplatz und in angrenzenden Bereichen ein Alkoholverbot. Die entsprechende Polizeiverordnung wurde heute im elektronischen Amtsblatt bekanntgemacht und gilt ab Samstag, dem 4. Juli. Das Ordnungsamt setzt seine Kontrollen, die bereits seit Anfang März verstärkt stattfinden, fort. Sebastian Lasch, Bürgermeister für Finanzen und Ordnung, betont: „Trotz unserer Kontrollen in den letzten Monaten müssen wir leider feststellen, dass manche Menschen den Marienplatz wiederholt zu einem Problembereich machen. Wir gehen daher mit dem Alkoholverbot den nächsten Schritt – im Interesse der Bürger, der Besucher unserer Stadt und der ansässigen Händler und Gastronomen.“ Die Polizeiverordnung gilt auf dem Marienplatz, der Marienstraße bis zum Mariengäßchen, im Mariengäßchen sowie dem Domhof. In der Zeit von 15 bis 23 Uhr sind von Montag bis Samstag sowohl der Konsum als auch das Mitführen alkoholischer Getränke zum Zwecke des Konsums untersagt. Ausgenommen davon sind lediglich die genehmigten Bereiche der Außengastronomie. Zuwiderhandlungen können mit einer Geldbuße von bis zu 5.000 Euro geahndet werden. Die Verordnung gilt aus rechtlichen Gründen zunächst bis einschließlich 3. August. Die räumliche Begrenzung sowie die zeitlichen Festlegungen wurden in Auswertung der Feststellungen getroffen, die durch Ordnungsamt, Polizei und Rettungsdienste bisher gemacht wurden. Zusätzlich zu der regelmäßigen Reinigung an Werktagen wurde durch das Baudezernat zudem eine Reinigung des Marienplatzes an Sonntagen beauftragt. Damit soll ein weiterer Beitrag geleistet werden, um die Attraktivität dieses zentralen Bereichs der Zwickau Altstadt zu erhalten. Das Ordnungsamt hatte seine Kontrollen auf dem Marienplatz bereits Anfang März deutlich intensiviert. Seither wurden in enger Zusammenarbeit mit der Polizeidirektion Zwickau insgesamt 184 Fußstreifen und Schwerpunkteinsätze durchgeführt. Eingebunden sind außerdem die Träger der Straßensozialarbeit, mit denen fortlaufend Abstimmungen erfolgen.
Quelle: Stadtverwaltung Zwickau
Foto: Tag24

04 Juli 2026

Tötungsdelikt: In der Zwickauer Innenstadt eskalierte ein Streit

Westsachsen/Zwickau.-
An der Marienstraße gerieten am Samstagabend aus bisher unbekannter Ursache vier Männer in einen Streit. Die Situation eskalierte und es kam zur körperlichen Auseinandersetzung. Dabei erlitt ein 26-Jähriger lebensbedrohliche Verletzungen. Rettungskräfte brachten ihn in ein Krankenhaus. Der zweite Geschädigte im Alter von 20 Jahren wurde leicht verletzt.
Polizisten konnten einen 25-jährigen Tatverdächtigen vor Ort vorläufig festnehmen. Der zweite Tatverdächtige – ein 19-Jähriger – wurde in einer nahegelegenen Wohnung gestellt und ebenfalls vorläufig festgenommen.
Die Kriminalpolizei ermittelt wegen eines versuchten Tötungsdelikts gegen die beiden Tatverdächtigen. Sowohl die Tatverdächtigen als auch die Geschädigten sind afghanische Staatsangehörige.
Quelle: PD Zwickau

03 Juli 2026

Halberstädter Erklärung: „Schutz des Einzelnen vor staatlicher Willkür“

Mitteldeutschland/Westsachsen/Dresden/Zwickau (Stadt des institutionellen Wahnsinns).- Die Justizministerinnen von Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen haben sich in Halberstadt im Landkreis Harz getroffen und mit der „Halberstädter Erklärung" ein deutliches Signal zum Schutz des Rechtsstaats und der Justiz abgegeben. Dabei lag der Schwerpunkt auf dem Schutz von Angehörigen der Justiz vor der Zunahme persönlicher Anfeindungen von Bürgern, die sich durch willkürliche Entscheidungen der Gerichte ungerecht behandelt fühlen. Dazu heißt es in einer gemeinsamen Erklärung von Sachsen-Anhalts Justizministerin Franziska Weidinger (Foto Mitte), Sachsens Staatsministerin der Justiz Prof. Constanze Geiert (Foto rechts) und Thüringens Justizministerin Beate Meißner:
„Unser Rechtsstaat ist das Fundament einer freiheitlichen und demokratischen Gesellschaft. Er ist Ergebnis des über Generationen erfolgten Einsatzes für Freiheit, Gleichheit vor dem Gesetz und für den Schutz des Einzelnen vor staatlicher Willkür. Unser Rechtsstaat ist stark und er bleibt stark. Das Wissen um die Geschichte unserer Länder verpflichtet uns, jederzeit wachsam zu sein. Diese Wachsamkeit ist heute in besonderem Maße gefordert. Wir sehen mit großer Besorgnis die Zunahme der persönlichen Anfeindungen gegenüber Angehörigen der Justiz. Wir verurteilen entschieden jegliche Angriffe auf die Justiz und insbesondere die Unabhängigkeit der Richterinnen und Richter. Diese Unabhängigkeit ist ein unverzichtbares Fundament unseres demokratischen Rechtsstaats. Wer sie angreift, greift die Grundwerte unserer Verfassungsordnung an. Es ist allein Aufgabe unserer unabhängigen Gerichte, über die Einhaltung von Recht und Gesetz zu entscheiden. Unser gemeinsames Ziel ist es, dass die Menschen in unseren drei Ländern uneingeschränkt darauf vertrauen können, dass ihre Grundrechte durch unabhängige Gerichte und losgelöst von jedweder Einflussnahme und politischem Druck geschützt werden.“
Die mitteldeutschen Justizministerinnen haben sich auf eine gemeinsame Linie zur Stärkung des Rechtsstaats verständigt: Null Toleranz bei Angriffen auf Justizangehörige, die das Vertrauen in den Rechtsstaat untergraben. Schutz der Integrität des Justizdienstes – von der Ausbildung bis in die Praxis. Stärkung einer leistungsfähigen, bedarfsgerecht ausgestatteten und unabhängigen Justiz als Grundlage für Vertrauen und Rechtssicherheit. Zugleich setzen die drei Länder auf eine praxis- und bürgernahe Justizpolitik: weniger bürokratische Überfrachtung, mehr Fokus auf funktionierende Verfahren und starke Institutionen.
Sachsens Justizministerin Prof. Constanze Geiert: „Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt verbindet weit mehr als eine gemeinsame Geschichte. Wir stehen auch vor denselben rechtspolitischen Herausforderungen. Daher ist eine engere Zusammenarbeit zwischen unseren Ländern ein wichtiger Baustein für den starken Rechtsstaat. Gemeinsam wollen wir unsere Justiz stärken, Kriminalität effektiv bekämpfen und mit einer starken Stimme die Interessen der Bürgerinnen und Bürger aus unseren Ländern auf Bundesebene vertreten. Die vereinbarte Sicherheitspartnerschaft der mitteldeutschen Länder für den Justizvollzug ist hierfür ein guter Schritt.“
Über diese Sicherheitspartnerschaft in Bezug auf den unvollendeten Mega-Knast in Zwickau-Marienthal wurde bereits mehrfach berichtet (Millionengrab in Zwickau: Wer haftet für diesen Größenwahn?). Ebenso darüber, wie von Seiten der Justiz wissentlich und regelmäßig gegen geltendes Recht verstoßen wird („Ein krimineller Sumpf, wie es schlimmer nicht geht“). Dass nun genau dieselben Personen, die das Recht mit Füßen treten, besonderen Schutz für sich beanspruchen, ist - gelinde gesagt - makaber.

Quelle: Sächsisches Staatsministerium der Justiz
Fotos: MDR/Archiv/KI

01 Juli 2026

Sommerprogramme: Ferien voller Kunst, Geschichte und Entdeckungen

Westsachsen/Zwickau.-
Sommerferien sind mehr als eine Pause vom Alltag – sie sind eine Zeit, in der auch Neues ausprobiert, Bekanntes anders gesehen und eigene Wege entdeckt werden können. Genau zu dieser besonderen Zeit öffnen Zwickauer Kultureinrichtungen und laden Kinder, Jugendliche und Familien dazu ein, Kunst, Geschichte und Geschichten auf ganz unmittelbare Weise zu erleben.
In den Ferien werden aus Ausstellungen ein Entdeckungsraum, aus Geschichte ein Erlebnis und aus Kunst ein Spiel mit Farben, Formen und Ideen. Wer sich auf den Weg macht, begegnet überall kleinen und großen Überraschungen. Ob in den farbintensiven Räumen der KUNSTSAMMLUNGEN ZWICKAU Max-Pechstein-Museum im ZwischenRAUM, bei interaktiven Familienführungen in den Priesterhäuser Zwickau oder beim kreativen Ausprobieren in der Stadtbibliothek Zwickau – überall entstehen Orte, an denen Ferienzeit zu Erlebniszeit wird.
Im Mittelpunkt stehen Neugier, Kreativität und das gemeinsame Entdecken: von Farben und Licht, von historischen Spuren und kulturellen Traditionen, von Geschichten, die berühren, und Ideen, die weiterführen. So werden die Sommerferien 2026 in Zwickau zu einer Einladung, genauer hinzusehen, selbst aktiv zu werden und die Stadt als Ort voller Geschichten neu zu entdecken.
Die jeweiligen Angebote der Museen und der Stadtbibliothek sind auf den entsprechenden Internetseiten der Einrichtungen zu finden:
- KUNSTSAMMLUNGEN ZWICKAU Max-Pechstein-Museum im ZWISCHENRaum
- PRIESTERHÄUSER ZWICKAU
- Stadtbibliothek Zwickau

Quelle und Fotos: Stadtverwaltung Zwickau

Planitzer Markt wird nach umfassender Neugestaltung eröffnet

Westsachsen/Zwickau (Stadt des unvollendeten Mega-Knasts).- Nach rund zwei Jahren Bauzeit wird die umfassende Neugestaltung des Planitzer Marktes vorzeitig abgeschlossen. Am 7. Juli 2026 wird der Platz um 14 Uhr durch Oberbürgermeisterin Constance Arndt im Beisein geladener Gäste aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Bürgerschaft offiziell eröffnet und damit einen Monat früher als geplant wieder vollständig der Öffentlichkeit übergeben. In der kommenden Woche fällt zudem der Startschuss für den vom Stadtrat beschlossenen Ideenwettbewerb.
Oberbürgermeisterin Constance Arndt zeigt sich dankbar: „Die Anlieger haben angesichts der unvermeidbaren Einschränkungen viel Geduld haben müssen und aufgebracht – dafür herzlichen Dank! Es ist außerdem sehr bemerkenswert, dass bei diesem überaus komplexen Großprojekt der Zeit- und der Kostenplan eingehalten wurden. Dafür danke ich dem städtischen Tiefbauamt sowie allen, die an der Planung und der Realisierung dieses wichtigen Vorhabens beteiligt waren.“
Die Bauarbeiten auf dem Planitzer Markt hatten am 13. Mai 2024 begonnen. Bereits im Juni 2025 konnte mit der termingerechten Freigabe der Äußeren Zwickauer Straße ein wesentlicher Teil des Projektes abgeschlossen werden. In diesem Bauabschnitt wurden der Wiesenbach, dessen Überbauung ehedem marode war, neu verrohrt. Sämtliche Medienleitungen wurden erneuert und die Straße grundhaft ausgebaut.
Im Anschluss konzentrierten sich die Arbeiten auf den südlichen Abschnitt des Areals. Dort entstanden neue Freiflächen zum Aufenthalt und ein moderner Mehrzweckplatz, der vielfältige Nutzungsmöglichkeiten für die Bürgerinnen und Bürger bietet. Neben mehr als 60 Stellplätzen wurde im Anschluss an die Poststraße auf diesem auch ein Treffpunkt für Jugendliche mit Tischtennisplatte geschaffen. Im Platzbereich integrierte Verankerungen für Festzelte und eine erweiterte Strom-Infrastruktur ermöglichen zudem die Nutzung für Märkte, Feste und weitere Veranstaltungen.
Zur Steigerung der Aufenthaltsqualität wurden im Kernbereich des Marktes verschiedene Themeninseln angelegt. Diese umfassen unter anderem Spielangebote für Kinder sowie einen Trinkbrunnen mit Sitzgelegenheiten. Die Bushaltestellen wurden neu geordnet und barrierefrei hergestellt. Die Planitzer Pyramide erhielt einen neuen Standort im Herzen des Marktes.
Die Maßnahme umfasste einen Bereich von mehr als 9.000 m², der grundhaft umgestaltet und erneuert wurde. Im Zuge der Bauarbeiten wurden sämtliche unterirdischen Ver- und Entsorgungsleitungen modernisiert. Dabei wurden neben knapp 200 Metern Bachverrohrung mit einem Durchmesser von 1,3 Metern, rund 300 Meter Gasleitung, 1.500 Meter Abwasser- und Trinkwasserleitungen, 1.300 Meter Leitungen für die Straßenbeleuchtung sowie 1.100 Meter Stromleitungen neu verlegt. Die Baufirmen mussten rund 13.500 m³ Straße und Boden ausbauen bzw. ausheben. Über 6.200 m² Beton- und Granitpflaster sowie 1.620 m² Asphalt verleihen dem Markt nun ein neues und attraktives Erscheinungsbild.
Mit der Fertigstellung erhält Oberplanitz ein modernes Stadtteilzentrum, das Raum für Begegnung, Öffentlichkeit und Erholung bietet. Die Maßnahme stärkt die Attraktivität des Stadtteils nachhaltig. Die Entwicklung des Umfeldes setzt sich bereits darüber hinaus fort: das ehemalige Kaufhaus Schocken wird derzeit grundhaft erneuert und weitere Bauvorhaben sollen die städtebauliche Entwicklung des Quartiers abrunden. Bis Ende des Jahres wird auch das sich in städtischem Eigentum befindende WC-Haus am Markt renoviert.
Quelle und Fotos: Stadtverwaltung Zwickau