02 September 2026

Crowdfunding-Aktion: EigenArt lädt auf den Hauptmarkt ein

Westsachsen/Zwickau.-
Mit einem bunten und abwechslungsreichen Programm wartet EigenArt auch in diesem Jahr wieder auf. Das inklusive Straßenfest findet am kommenden Samstag von10 bis 18 Uhr auf dem Hauptmarkt statt. Seit 1994 bringt die Veranstaltung Menschen mit und ohne Behinderung mitten in der Stadt zusammen. In diesem Jahr richtet sich der Blick dabei auch schon auf 2027. Wie die Diakonie Westsachsenn mitteilt, soll mit einer Crowdfunding-Aktion die Zukunft des Straßenfestes gesichert werden.
Besucher erwartet am 5. September ein Bühnenprogramm mit Theateraufführungen, inklusiven Musikprojekten, Schlagermusik sowie Tanzperformances zum Zuschauen und Mitmachen. Auf dem Hauptmarkt gibt es für Klein und Groß Kinderschminken, Hüpfburg, Perlenschmuck, Rollstuhlparcours und weitere Kreativ- und Mitmachangebote. Ein besonderes Angebot ist ein Gebärdensprachkurs von 12 bis 15 Uhr. Für das leibliche Wohl ist ebenfalls gesorgt. Der Eintritt ist frei.
Gestartet wird in diesem Jahr eine Crowdfunding-Aktion, da die bisherige Förderung durch die Aktion Mensch entfällt. Auf „GoFundMe“ sollen mit „EigenArt bleibt.“ bis zum 31. Januar 2027 8.000 Euro zusammenkommen. Die Besucher können sich bereits beim Straßenfest über die Aktion informieren und dazu beitragen, dass EigenArt auch im kommenden Jahr wieder einen Ort für Begegnung und gelebte Inklusion mitten in Zwickau schafft.
EigenArt findet seit über 30 Jahren statt. Die Schirmherrschaft in diesem Jahr haben übernommen Oberbürgermeisterin Constance Arndt, Landrat Carsten Michaelis und Michael Welsch, Sächsischer Landesbeauftragter für Inklusion der Menschen mit Behinderungen.
Quelle und Flyer: Stadtverwaltung Zwickau

01 September 2026

Tipp der Woche: Ein Festspielabend mit Corinna Harfouch

Westsachsen/Bad Elster.- Am Samstag, den 12. September, kehrt die vielfach ausgezeichnete Film- und Theaterschauspielerin Corinna Harfouch um 19.30 Uhr mit einem besonderen Literatur- und Musikabend in das König Albert Theater Bad Elster zurück. Gemeinsam mit der renommierten Pianistin Hideyo Harada widmet sie sich unter dem Titel „Erstaunliche Siege von Frauen auf Schlachtfeldern“ zwei außergewöhnlichen Frauenpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts: der britischen Schriftstellerin Virginia Woolf und der Komponistin Ethel Smyth.
Im Mittelpunkt des Festspielabends stehen die bewegende Freundschaft und der intensive geistige Austausch zwischen den beiden bedeutenden Vertreterinnen der internationalen Frauenbewegung. Kennengelernt hatten sich Virginia Woolf und die offen lesbisch lebende Komponistin Ethel Smyth im Jahr 1930. Trotz ihrer unterschiedlichen Lebenswege verband sie eine tiefe gegenseitige Wertschätzung, die sich in Briefen, Tagebüchern, literarischen Texten und musikalischen Werken eindrucksvoll widerspiegelt.
Corinna Harfouch verleiht den eindringlichen Briefen und Gedanken der beiden Frauen ihre Stimme, während Hideyo Harada den Abend mit den Klavierwerken Ethel Smyths musikalisch gestaltet. So entsteht ein feinfühliges Zusammenspiel von Literatur und Musik, das den Blick auf zwei außergewöhnliche Künstlerinnen richtet, die mit Mut, Haltung und Kreativität ihrer Zeit weit voraus waren. Mit ihrer unverwechselbaren Bühnenpräsenz zählt Corinna Harfouch zu den bedeutendsten Schauspielerinnen Deutschlands.
Gemeinsam mit der international renommierten Pianistin Hideyo Harada verspricht sie einen ebenso bewegenden wie inspirierenden Festspielabend über Freundschaft, Kunst und den Mut, neue Wege zu gehen. Tickets: 037437/ 53 900

Nach erfolgreichem Protest: Kulturhaus-Leiter darf bleiben

Westsachsen/Reichenbach.- Der Aufsichtsrat und die Gesellschafter der Vogtland Kultur GmbH haben sich am Montag, 31. August, in einer gemeinsamen nicht-öffentlichen Sondersitzung mit den aktuellen Entwicklungen rund um das Neuberinhaus Reichenbach befasst. Das teilt das Landratsamt des Vogtlandkreises mit.
Nach einem intensiven Austausch und der Abwägung unterschiedlicher Standpunkte hätten sich die Gesellschafter im Ergebnis einstimmig dafür ausgesprochen, die Kündigung des Leiters, Severin Zähringer, zurückzunehmen. Der Geschäftsführer der Vogtland Kultur GmbH, Steffen Gerisch, der die Kündigung ausgesprochen hatte, trage diese Entscheidung mit.
Vorausgegangen war eine Protestwelle aus dem ganzen Vogtland, auch aus Greiz, nachdem Mitte August bekannt wurde, dass Gerischer Zähringer entlassen hatte. Zu den Gründen gibt es bis heute offiziell keine Auskunft. Wie die Freie Presse berichtet, soll es sich aber zum einen um persönliche Differenzen gehandelt haben. Zum anderen kam es wohl zum Streit über eine geplante AfD-Veranstaltung im Neuberinhaus, die Zähringer mit Verweis auf die Hausordnung ablehnte.
Gerade weil die Gründe unbekannt blieben, hatte Zähringer angekündigt, rechtlich gegen die Kündigung vorzugehen. Das scheint nun auch zumindest einer der Gründe gewesen zu sein, warum Aufsichtsrat und Gesellschafter die Entscheidung rückgängig gemacht haben: „Bei der Sitzung wurden im Interesse der Vogtland Kultur GmbH auch mögliche rechtliche und wirtschaftliche Risiken in die Abwägung über das weitere Vorgehen einbezogen“, heißt es in der Mitteilung.
Ziel sei es jetzt, die Handlungsfähigkeit des Neuberinhauses zu sichern und die zurückliegenden Entwicklungen gemeinsam auszuwerten, so die Pressemitteilung. „Für uns als Gesellschafter war entscheidend, die Situation sorgfältig zu bewerten und eine tragfähige Lösung für das Neuberinhaus und die Vogtland Kultur GmbH zu finden. Jetzt geht es darum, Vertrauen wieder aufzubauen und den Blick nach vorn zu richten“, wird Landrat Thomas Hennig (CDU) zitiert.
Im Mittelpunkt stünden jetzt die verlässliche Fortführung des Veranstaltungsbetriebs und die Zukunft des Neuberinhauses als wichtiger Kulturstandort für Reichenbach und das Vogtland.
Quelle und Foto: Ostthüringische Zeitung

30 August 2026

Zwickauer Justiz intern (Teil 2): Staatsanwalt erfindet Doktorarbeit

Rechtsanwalt Reinhard Schübel mit seinen
Angestellten vor der Kanzlei in Plauen.
Westsachsen/Plauen/Zwickau.- Die Posse um Reinhard Schübel, den falschen Doktor aus Plauen, (Foto rechts) geht in eine neue Runde. Nach den Ermittlungen zu Plagiatsvorwürfen gegen die Berliner Senatorin Felor Badenberg (CDU) und den Thüringer Ministerpräsidenten Mario Voigt (CDU) befasst sich jetzt die renommierte Plagiatsprüfer Kanzlei von Doz. Dr. Stefan Weber aus Salzburg/Österreich mit dem Fall Schübel. Weber war maßgeblich am Entzug der Doktorwürde von Mario Voigt beteiligt. Jetzt untersucht er die mysteriösen Zusammenhänge um die nicht existierende Doktorarbeit des Plauener Rechtsanwalts. Seine erste Reaktion: „Auch ich habe nach kursorischer Recherche keine Doktorarbeit gefunden.“ Sein Rat: „Sie können bei jeder Staatsanwaltschaft oder Polizeidienststelle eine Anzeige wegen Verdachts des Verstoßes nach § 132a StGB einbringen.“
Selbstverständlich haben wir diesen Rat befolgt und Anzeige bei der zuständigen Staatsanwaltschaft in Hof erstattet. Nach all den Erfahrungen im Zusammenhang mit der Arbeitsweise deutscher Staatsanwaltschaften wissen wir jedoch, dass das Ermittlungsverfahren „zuständigkeitshalber“ wieder in Zwickau landen wird. Hier hat dann Schübels Busenfreund, Markus Colli (Oberstaatsanwalt und gleichzeitig Amtsgerichtsdirektor), auf dem Foto rechts neben Justizministerin Constanze Geiert/CDU, wieder Zugriff darauf. Dieser erfand für Schübel zuletzt den legendären Dissertationstitel „Entwicklung und Wirken der Verfahrensgerichte der slowakischen Republik und der Bundesrepublik Deutschland hinzu einem europäischen Verfassungsgericht?“ (WSZ berichtete). Die Einstellung ist also vorprogrammiert.
Davon unberührt bleibt die Tatsache, dass Reinhard Schübel nachgewiesener Maßen, jetzt auch bestätigt durch eine der bekanntesten Plagiatsprüfer Kanzleien überhaupt, keinen „Dr.“-Titel tragen darf. Trotzdem führt er diesen Titel ILLEGAL auf seiner Webseite und im Briefkopf seiner Anwaltsschreiben. Wie lange wollen die Behörden hierbei noch tatenlos zusehen?
Die Spekulationen schießen ins Kraut, Verbindungen werden hergestellt. Zum Beispiel zur Zwickauer Überklebungsaffäre (Foto). Die Vermutung liegt nahe, dass Schübel seit der Tatzeit im Mai 2012 die sächsische Justiz mit Wissen über schlimmste Verbrechen in der Hand hat. Urkundenfälschung und Falschbeurkundung sind hier noch die harmlosesten Vergehen. In der Folge haben sich immer mehr Amtsträger (Staatsanwälte, Richter, sogar Justizminister) strafbar gemacht. Unter anderem durch Rechtsbeugung.
Rechtsanwalt Schübel, der gegen den Beschluss in der Akte 8 F 1059/07 das falsche Rechtsmittel verspätet beim unzulässigen Gericht eingelegt hat, versucht erneut zu erreichen, dass diese Wahrheit nicht weiter verbreitet wird. Er fordert vom Gericht, man möge dies bei Androhung einer hohen Geldstrafe „die weh tut“ verbieten. Am 10. September findet dazu ein weiterer Prozess am Landgericht Zwickau statt.

28 August 2026

Erneuerung der Heizungsanlage: Spielhaus bis auf Weiteres geschlossen

Westsachsen/Zwickau.-
Im Jugendclub City Point und dem zugehörigen Spielhaus in der Hauptstraße 44 laufen seit Mitte Juni umfassende Arbeiten zur Erneuerung der gesamten Heizungsanlage. Die alte Anlage wurde bereits vollständig demontiert und zum Teil schon durch ein modernes System ersetzt. Im Zuge der Baumaßnahme waren bereits mehrere Kernbohrungen für neue Steigleitungen erforderlich, die insbesondere die Räumlichkeiten des Spielhauses betrafen.
Nachdem beide Bereiche zwischenzeitlich wieder für junge Besucherinnen und Besucher geöffnet werden konnten, muss das Spielhaus erneut bis auf Weiteres schließen. Grund hierfür sind aktuelle Bauarbeiten im oberen Gebäudeteil, in dem sich auch die Spiel-, Aufenthalts- und Büroräume des Spielhauses befinden.
Sobald die Bauarbeiten abgeschlossen sind und das Spielhaus wieder öffnen kann, wird rechtzeitig darüber informiert. Der Jugendbereich ist davon nicht betroffen und hat regulär geöffnet.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

26 August 2026

Zwickauer Justiz intern (Teil1): Jetzt zocken sie die Ärmsten ab

Westsachsen/Zwickau (Stadt des überklebten Rechtskraftvermerks).- Vor kurzem berichtete die WSZ über Diskriminierung gegen Frauen und Ausländer in der Zwickauer Justiz. Dazu sowie zu anderen Problemen erreichten uns zahlreiche Zuschriften. Manche Inhalte sind so verstörend, dass wir sie hier nicht veröffentlichen können. Bei einigen Vorfällen waren Reporter unserer Zeitung zugegen und berichten nun davon. Heute geht es um die Diskriminierung einer geflüchteten Ukrainerin und um Stasiseilschaften innerhalb der Justiz.
Das Amts- und Landgericht in Zwickau. Hier werden regelmäßig Rechtsbeugeurteile gefällt.
Man stelle sich folgende Konstellation vor: Eine traumatisierte junge Frau aus der Ukraine kommt mit ihren beiden kleinen Kindern im März 2022 nach Deutschland, um hier Zuflucht zu finden. Flüchtlingshelfer haben Fotos der Familie im Internet veröffentlicht. So kam es, dass sich schon kurz nach ihrer Ankunft in Leipzig das Ehepaar Gunther und Anka Raithel aus Crimmitschau meldete und genau diese Familie aufnehmen wollte. 
Flüchtlinge kommen am Flughafen Leipzig an.
Zunächst schien auch alles so weit in Ordnung. Die Raithels kümmerten sich schon im Juli 2022 um eine Arbeit bei einem Pflegedienst für die junge Frau, wo sie auch heute noch arbeitet. Außerdem brachten sie sie mit ihren Kindern in einem 12 Quadratmeter großen Zimmer in ihrem Haus unter. Dafür hat das Amt drei Monate lang die Miete bezahlt und die Mutter gab von ihrem Unterhalt monatlich 500 Euro dazu.
Dann begannen die Unregelmäßigkeiten. Schon im Mai 2022 legten die Raithels einen Mietvertrag für eine 52 Quadratmeter-Wohnung vor, die monatlich rund 330 Euro kosten sollte. Darin enthalten waren etwa 70 Euro Nebenkosten. Diese Wohnung war jedoch nicht bezugsfertig, befand sich noch im Bau. Die Miete wurde trotzdem sofort fällig und kassiert. Erst  rund neun Monate später konnte die Familie einziehen, nachdem die Ukrainerin selbst beim Ausbau mit geholfen hatte. Bad und Küche waren zu diesem Zeitpunkt noch immer nicht benutzbar.
Das Sozialamt übernahm anfangs die Miete.             
Damit die zugezogene Mieterin ihre Rechnungen bezahlen kann, richtete Anka Raithel in deren Namen ein Girokonto mit EC Karte ein. Davon überwies sie sich selbst die Miete plus Nebenkostenabschlag plus zusätzlich alle im Haus anfallenden Kosten, wie Brennholz für den Kamin, Gas, Strom, Wasser, Müll, Verpflegung und weitere Positionen. Aufgrund kreativer Rechnungsgestaltung kamen so pro Monat im Durchschnitt rund 1.200 Euro zusammen. Der Kontoinhaberin selbst blieben von ihren knapp 1.500 Euro, die sie mit ihrer Arbeit bei dem Pflegedienst verdiente, gerade mal 300 Euro zur eigenen Verfügung für sich und die zwei Kinder. Der Tagesablauf, ihr Leben und selbst die Erziehung der Kinder wurde gegen ihren Willen nahezu vollständig von den Raithels dominiert. Selbst was, wieviel und wann die kleine Familie zu essen hatte, wurde von den Raithels vorgeschrieben. Ein Aufbegehren war wegen fehlender Deutschkenntnisse, mangels Kontakten zu Menschen, die sie unterstützen konnten und fehlender Rechtskenntnisse nicht kurzfristig möglich. Außerdem drohte Anka Raithel, der Familie Probleme bei den Ämtern zu machen und auch die Kinder durch das Jugendamt entziehen lassen zu können.
Nach 16 Monaten fand die junge Frau durch Freunde den Weg in ein selbst bestimmtes Leben und wollte umziehen. Sie kündigte zum Monatsende und begann damit, kleinere Teile, die sie tragen konnte, in die neue Wohnung mitzunehmen. Miete und Nebenkostenabschlag waren zu diesem Zeitpunkt für den gesamten Monat bereits bezahlt. Womit sie nicht rechnete: Als die Vermieterin, Anka Raithel, das sah, stellten sie und ihr Mann alle anderen Möbelstücke und persönlichen Sachen auf die Straße und ließen die Familie nicht mehr ins Haus. Nur unter dem sofortigen Einsatz mehrerer befreundeter Unterstützer konnten sie ihr Hab und Gut in Sicherheit bringen und wurden nicht obdachlos.
Unter dem Strich haben sich Anka Raithel, geb. Unglaub, die nach Behörden-Auskunft zu DDR-Zeiten innerhalb des Systems in der Abteilung Kindesentzug tätig gewesen sein soll, und ihr Ehemann, Gunther Raithel, ehemaliger DDR Kripo-Beamter, auf diese Weise mit rund 14.000 Euro an der Ukrainerin bereichert. 
Aufgrund des offensichtlichen Betruges riet man zur Klage. Ein Rechtsanwalt im Ort übernahm den Fall und kämpfte sich wacker durch zwei Prozesse. Allerdings ohne Erfolg. Schlussendlich wurden dem Ehepaar die ergaunerten Euro bis auf 2000 Euro zugesprochen, obwohl alles durch Abrechnungen und Kontoauszüge beweisbar war. Wie es dazu kommen konnte, zeigt ein Blick auf die stattgefundenen Verhandlungen, die unsere Reporter besucht haben.
Rechtsanwältin Claudia Dietrich, Werdau
Beispiel Landgericht Zwickau, Richter Bernd Gremm: Auf der Beklagten-Seite sitzen Anka und Gunther Raithel (beide DDR-Elite) samt ihrer Rechtsanwältin Claudia Dietrich (Foto / ebenfalls DDR-Elite). Die Klägerin mit Rechtsanwalt und einem Dolmetscher auf der anderen Seite. Zur Eröffnung hält Richter Gremm über eine halbe Stunde lang einen Fachvortrag über Nebenkostenabrechnungen und Rechtsverhältnisse zwischen Mietern und Vermietern, verwendet Zahlenwerke und Konstellationen, bei denen selbst die anwesenden Juristen ins Grübeln kommen. Von der juristisch völlig ahnungslosen und der deutschen Sprache kaum mächtigen Ukrainerin wird vorausgesetzt, dass sie dies alles nach Übersetzung durch einen Dolmetscher, der auch nur die Hälfte von dem versteht, was Richter Gremm da faselt, verinnerlicht und darauf die passenden Antworten gibt. Einen unfaireren Kampf kann man sich kaum vorstellen.
Währen sich die Parteien in einer Verhandlungspause draußen berieten, kam es im Gerichtssaal zu emotionalen Szenen, die Richter Gremm über sich ergehen lassen musste. So konfrontierte ihn eine Prozessbeobachterin aus dem Zuschauerraum damit, dass das Ehepaar Raithel ihr Kind für eigene Zwecke instrumentalisiert, beeinflusst und missbraucht habe. Dafür hätten sie vom Gericht ein Annäherungsverbot verhängt bekommen, das sie beide aber nicht einhalten würden. Zudem wurde bekannt, dass die Raithels auch jetzt noch die Ukrainerin mit ihren Kindern stalken.
Gremm reagierte darauf verwundert, kommentierte dies jedoch nicht. Auch dass die Beklagte, Anka Raithel, erst kürzlich wegen der Misshandlung des 5-jährigen Jungen der Ukrainerin wegen Körperverletzung verurteilt wurde, schien ihn nicht besonders zu interessieren. Die von der Überklebungsaffäre betroffene Werdauerin verwies auf das „Allmachtsgehabe charakterschwacher Menschen“, das sie nicht nur in diesem Gerichtssaal feststellte.
Familiengericht Zwickau. Amtssitz von Richter Rainer Droll.

Am Ende wurde der Großteil der Klage verworfen und der Rest ans Amtsgericht verwiesen. Demnach muss die Ukrainerin rund 800 Euro für den vom Gericht gestellten Dolmetscher bezahlen, weitere 2.400 Euro an ihren Rechtsanwalt, die gleiche Summe an die gegnerische Rechtsanwältin und rund 1.500 Euro Gerichtskosten. Macht zusammen noch einmal ungefähr 7.000 Euro zusätzlicher Schaden.
Ein Teil des Verfahrens wurde an das Amtsgericht Zwickau, Richter Rainer Droll, verwiesen. Auf die Sache wurde dort nicht eingegangen, die Schriftsätze des Anwalts ignoriert, Beweise nicht gewürdigt. Die Geschädigte hätte nichts zu fordern. Droll drängte zum Vergleich. Demnach blieben ihr 2.000 Euro, mit denen sie sich abzufinden habe. Die anteilige Prozesskostenhilfe könnte ihr versagt werden, wenn sie dem nicht zustimme, so die Meinung des Richters Rainer Droll. Dagegen protestierte  ihr Rechtsanwalt energisch, stellte sich dem Richter kommunikativ entgegen, blieb jedoch erfolglos. Das Urteil schien schon vorher festzustehen.
Auch die anwesenden Prozessbeobachter waren fassungslos, äußerten sich nach der Verhandlung: „Solch eine Dreistigkeit haben wir noch nie erlebt“. Doch es half alles nichts. Unter dem Strich muss die vom Krieg aus der Heimat vertriebene, von ehemaligen Stasi-Schergen um ihr sauer verdientes Geld betrogene Frau sogar noch draufzahlen. Sowohl die Ex-Stasi-Anwältin Claudia Dietrich, wie auch die kriminelle Vereinigung innerhalb der Zwickauer Gerichte fordern Gebühren von ihr. Das Vertrauen in einen funktionierenden, fairen deutschen Rechtsstaat hat die junge Ukrainerin auf jeden Fall zu Recht verloren.
Uns liegen weitere Zuschriften mit ähnlichem Inhalt vor. Dies alles aufzuarbeiten, wird einige Zeit dauern. Es lohnt sich also, die WSZ regelmäßig zu lesen...

19 August 2026

Wegen AfD-Verbot: Neuberinhaus will seinen Leiter loswerden

Westsachsen/Reichenbach/Greiz.-
Ende vergangener Woche wurde dem Neuberinhaus-Leiter Severin Zähringer gekündigt. Die Gründe sind bisher unbekannt. Der Förderverein schreibt von „Unverständnis“ für die Kündigung.
Nachdem Severin Zähringer Ende der vergangenen Woche überraschend als Leiter des Neuberinhaus im Greizer Nachbarort Reichenbach gekündigt wurde, stellt sich nun der Förderverein der Vogtland Philharmonie – das Orchester tritt sehr regelmäßig im Haus auf – hinter den geschassten Kulturhaus-Chef.
Man habe die „Nachricht von der Kündigung“ „mit großer Bestürzung und Unverständnis zur Kenntnis“ genommen. Zu den Gründen der Kündigung hüllen sich beide Seiten – Zähringer und Steffen Gerisch als Geschäftsführer der Vogtland Kultur GmbH – bisher in Schweigen. Zähringer hat bisher nur bekannt gegeben, gerichtlich gegen den Rauswurf vorgehen zu wollen.
Es kursieren deswegen Gerüchte um den Rausschmiss. Zum einen soll es zum Zerwürfnis gekommen sein, als Zähringer es ablehnte, eine AfD-Veranstaltung – einen Bürgerdialog mit dem Bundestagsabgeordneten Mathias Weiser und dem Landtagsabgeordneten René Standke – im Neuberinhaus zuzulassen, weil diese als parteipolitische Veranstaltung per Hausordnung verboten sei. Gerisch und eine juristische Einschätzung aus dem Landratsamt sahen das laut Bericht anders. Zum anderen sollen Brandschutzmängel im Haus aufgetaucht sein.
Severin Zähringer habe sich mit „außergewöhnlichem persönlichem Engagement, großer fachlicher Kompetenz und viel Herzblut“ für das Neuberinhaus eingesetzt, schreibt nun der Förderverein des Vogtland-Orchesters. Sein Wirken sei „von herausragender Bedeutung“ für die kulturelle Entwicklung, die Vernetzung und die Strahlkraft nicht nur der Region, sondern des Vogtlandes. Zähringer sei eine „Persönlichkeit von großer Bedeutung“, die die Verbindungen zwischen Neuberinhaus, Vogtland Philharmonie und Förderverein gestärkt und mit Leben erfüllt habe.
Der Vorstand des Fördervereins, und damit in gewisser Weise auch das Orchester als einer der größten Kulturträger der Region, bekunde deshalb „ausdrücklich sein großes Interesse an einer Weiterbeschäftigung“ von Zähringer. Man sei überzeugt, dass seine Erfahrung, seine Kontakte, seine Kompetenz und sein Engagement „von unschätzbarem Wert“ für die gesamte Kulturlandschaft im Vogtland seien. Sein Verlust sei für die Vogtland Philharmonie und deren kulturelles Netzwerk „ein erheblicher Einschnitt“.
Man bitte die Verantwortlichen „eindringlich“, die Entscheidung noch einmal zu überdenken und „eine sofortige Rücknahme der Kündigung sowie die Weiterbeschäftigung von Herrn Zähringer“ möglich zu machen. Aus Sicht des Fördervereins solle man alles daransetzen, „sein wertvolles Wirken für unsere Region zu erhalten“.
Quelle und Foto: Ostthüringer Zeitung

18 August 2026

20 Jahre ibug: Eröffnung am 22. August in Riesa

Westsachsen/Riesa.-
Die Industriebrachenumgestaltung – kurz ibug – feiert 2026 in Riesa ihr 20-jähriges Bestehen. Ab Samstag, den 22. August, öffnet das Festivalgelände im ehemaligen Muskator-Werk an der Elbe seine Pforten für das Publikum. An drei Wochenenden – jeweils samstags und sonntags – erwartet die Besucher ein besonderer Mix aus urbaner Kunst und Industriegeschichte, Musik und mehr.
Die ibug 2026, die zweite Edition im ehemaligen Mischfutterwerk in Riesa, findet am 22. und 23. August, am 29. und 30. August sowie am 5. und 6. September statt. Die Ausstellung in den Gebäuden ist an allen Veranstaltungstagen von 10:00 bis 20:00 Uhr und der Außenbereich mit Biergarten von 10:00 bis 00:00 Uhr geöffnet.
Mehr dazu hier: https://www.ibug-art.de/

Highland-Original: Schottische Musikparade im NaturTheater

Westsachsen/Bad Elster.-
Am Sonntag, den 30. August, gastiert das Highland-Original aus Edinburgh um 19.00 Uhr mit seiner mitreißenden „Schottischen Musikparade“ im NaturTheater Bad Elster. Keltischen Zauber und schottische Lebensfreude – das können die Zuschauer bei dieser musikalischen Show der Extraklasse erleben! Hierfür haben sich die besten Künstler Schottlands zusammengeschlossen: Dudelsackspieler, Trommler, Musiker, Sänger und Tänzer nehmen das Publikum mit auf eine ebenso mitreißende wie abwechslungsreiche musikalische Reise. Die Kombination zwischen traditionellem Dudelsack-Spiel und moderner Rockmusik gelingt! Wenn das gesamte Ensemble dann z.B. zu Simon & Garfunkels »Scarborough Fair«, Phil Collins` »We wait and we wonder«, Leonard Cohens »Hallelujah« oder Coldplays »Adventure of a Lifetime« einstimmt, ist das Gänsehaut-Feeling garantiert. Bad Elster freut sich auf ein Drum-Feuerwerk, schwungvolle Tänze und ausgelassene Stimmung! Tickets: 037437/ 53 900

17 August 2026

August Horch Museum präsentiert Trabant mit Wankelmotor

Westsachsen/Zwickau.-
Nach dreijähriger Restaurierung ist ein außergewöhnliches Fahrzeug der Zwickauer Automobilgeschichte wiederhergestellt: Der Trabant P 602 V mit dem Wankelmotor KKM 400 – ein Funktionsmuster des VEB Sachsenring aus dem Jahr 1966. Das Fahrzeug soll, wie das August Horch Museum informiert, ab dem 1. Oktober im Rahmen einer Sonderausstellung zu sehen sein.
Der P 602 V unterscheidet sich bereits äußerlich vom bekannten Trabant: Die Vollheckkarosserie verfügt über einen um rund 30 Zentimeter verlängerten Radstand. Entstanden ist das Fahrzeug ursprünglich im Rahmen von Entwicklungsarbeiten, bei denen zwei zentrale Fragen im Mittelpunkt standen: die Modernisierung der Karosserie und die Erprobung verschiedener Kreiskolbenmotoren, landläufig Wankelmotoren genannt.
Im Oktober 1966 wurde der P 602 V zu Erprobungszwecken für den Straßenverkehr zugelassen und später durch verschiedene Besitzer wieder auf einen seriennahen Zustand zurückgebaut. Derzeit befindet sich das Fahrzeug im Besitz einer privaten Leihgeberin, die es dem August Horch Museum als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt hat. Im Rahmen der Restaurierung wurde das Fahrzeug in einen Zustand versetzt, der seine historische Besonderheit wieder nachvollziehbar macht. Verschiedene Teile des Fahrzeugs stammen aus dem Bestand des August Horch Museums, darunter der Wankelmotor KKM 400, die Sitze, Fahrschemel und diverse Kleinteile, wie etwa das Lenkrad und die Türgriffe.
Passend zum Jubiläum „60 Jahre Trabant mit Wankelmotor“ wird der P 602 V ab dem 1. Oktober 2026 gemeinsam mit dem Wankeltrabant „Felix“ des Vereins Internationalen Trabantregisters im Rahmen der Sonderausstellung präsentiert: „2 Konzepte – 1 Jubiläum. – 60 Jahre Trabant mit Wankelmotor“.
Quelle und Fotos: Stadtverwaltung Zwickau