Mittwoch, 14. April 2021

„April, April“: Montagsdemonstranten haben Salamitaktik endgültig satt

Westsachsen/Zwickau.- Unter dem Motto „April, April“ trafen sich am vergangenen Montagabend erneut hunderte Menschen vor dem Zwickauer Rathaus, um ihre wachsende Unzufriedenheit mit den ständigen Verlängerungen der desaströsen Lockdown-Maßnahmen zum Ausdruck zu bringen. Das Motto sagt bereits aus, was den Menschen besonders unter den Nägeln brennt. Man empfindet die ständigen Vertröstungen, die ein angebliches Ende der Corona-Maßnahmen immer wieder ankündigen, nur um sich einige Wochen später erwartungsgemäß als leere Versprechungen zu entpuppen, als leicht durchschaubare Taktik, um die Menschen einzulullen, permanent in Angst zu halten und dadurch gefügig zu machen. Das besondere Augenmerk richtete sich diesmal auf die angekündigte Übertragung aller Befugnisse, die im Zusammenhang mit dem angeblichen Seuchenschutz stehen, auf die Bundesregierung; einem in dieser Form bis dato historisch einmaligen Vorgang, für den etliche der Teilnehmer die Bezeichnung „Ermächtigungsgesetz“ für angebracht halten. Die Landesregierungen, die schon jetzt für viele nur noch wie lästige Anhängsel der Bundesregierung wirken, könne man dann konsequenterweise gleich ganz einsparen. Für besonders deutliche Unmutsäußerungen sorgten die Redebeiträge, die die derzeitigen chaotischen Zustände an den hiesigen Schulen thematisierten, an denen es nun auch erste Fälle von erzwungenen Tests gegen den ausdrücklichen Willen von Eltern gegeben haben soll. Hierzu wird man bei der nächsten Veranstaltung, die wie gewohnt wieder montags um 19 Uhr auf dem Zwickauer Hauptmarkt stattfinden wird, näheres erfahren. Auch dass es die Polizei für ihre Aufgabe hält, „illegal“ angebrachte Transparente an Schulgebäuden und Schulhöfen, die sich gegen Schulschließungen und andere Zwangsmaßnahmen richten, während der Nacht zu entfernen, stieß auf breite Ablehnung.
Im Unterschied zu früheren Veranstaltungen hielt sich die Polizei zurück und verzichtete auch diesmal auf Schikanen und Provokationen. Es ist deutlich spürbar, dass die hiesige Polizei bei ihrem Vorgehen seit einigen Wochen auf Vernunft und Deeskalation setzt. Die Anwesenheit eines Kamerateams des MDR sorgte hingegen bei den Kundgebungsteilnehmern für mehrheitlich negative Reaktionen. Das aufdringliche Verhalten der öffentlich-rechtlichen Filmer wurde von vielen Teilnehmern als unprofessionell und störend empfunden.
Das bewährte Konzept des Offenen Mikrofons fand auch diesmal wieder großen Anklang bei den Bürgern der Stadt, die sich ihre Sorgen und Nöte auf diesem Wege von der Seele redeten. Die Reaktionen auf die Redebeiträge zweier AfD-Mitglieder stießen hingegen auf ein geteiltes Echo. Zwar genießt ins besondere AfD-Mann Jörg Reichenbach unter den Montagsdemonstranten hohes Ansehen für sein anhaltendes Engagement bei den Protesten gegen die Corona-Maßnahmen, Versuche parteipolitischer Vereinnahmung stoßen jedoch größtenteils auf ein eher verhaltenes Echo, was nicht zuletzt daran liegen dürfte, dass sich der Zwickauer AfD-Kreisverband unlängst ausdrücklich von den Protesten gegen die Lockdown-Maßnahmen distanziert hat. Auch die Tatsache, dass es ausgerechnet die Sächsische Landtagsfraktion der AfD war, die bereits zu Beginn des vergangenen Jahres, als selbst Ministerpräsident Kretschmer (CDU) noch zu Mäßigung und Vernunft aufrief, für Maskenzwang und Lockdown-Maßnahmen trommelte, scheint bei den Montagsdemonstranten keineswegs vergessen zu sein. Hierzu passt auch, dass während der Veranstaltung drei Zwickauer AfD-Stadträte, die sich vorher zufällig im Rathaus aufgehalten hatten, von dort auf den Nachhauseweg machten ohne von der Kundgebung Notiz zu nehmen.
Kurz vor Ende der Veranstaltung fand xxx noch einige sehr bewegende Worte, mit denen er seine Erlebnisse im Schicksalsherbst 1989 noch einmal Revue passieren ließ und Parallelen zur heutigen Situation aufzeigte. Auch der Vertreter des Bürgerbündnisses „Volksstimme“ hatte zuvor in seinem Redebeitrag angekündigt, dass man im Falle weiterer Freiheitsbeschneidungen das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit auch ohne behördliche Anmeldung wahrnehmen werde.

Ein Mittschnitt der Veranstaltung gibt es auf dem Kanal des Westsächsischen Fernsehens.


Donnerstag, 8. April 2021

Vorname Adolf: Ein Freibrief für Machtmissbrauch?

Westsachsen/Zwickau.- Wer nennt sein Kind denn heute noch „Adolf“? Spätestens nach dem Ende des 2. Weltkrieges sollte dieser Name doch tabu sein - denkt man. Doch weit gefehlt. Insgesamt 46.171 Adolfs leben heutzutage in Deutschland. Die meisten davon im Westen, denn in der ehemaligen DDR war es streng verboten, sein Kind Adolf zu nennen. Damit ist Adolf Lindenberger (Foto), Richter am Zwickauer Amtsgericht, schon mal vom Verdacht befreit, ein Zuträger des früheren DDR-Staatssicherheitsdienstes gewesen zu sein. Seine Verhaltensweisen erinnern jedoch an ein anderes dunkles Kapitel deutscher Geschichte.
„Ich kam mir vor wie vor einem Tribunal“, sagt Claudia Friedrich. Sie ist Betroffene im Zwickauer Sparkassenskandal und in der Überklebungsaffäre am Zwickauer Amtsgericht. „Adolf Lindenberger hat mich behandelt, als wäre ich ein unmündiges unartiges Kind, das man erziehen müsste. Als ich ihn mit der Urkundenfälschung konfrontierte, schlug er seine Hände vor's Gesicht und schrie: ,ich will das nicht sehen!'. Später behauptete er, ich hätte den gültigen Rechtskraftvermerk selbst überklebt und gab mir den Rat, ich solle doch zum Arzt gehen“.
Während der Verhandlung drückte Adolf Lindenberger immer wieder den Alarmknopf und ließ vom Wachpersonal Leute aus dem Saal entfernen. Darunter Prozessbeobachter, die ihren Unmut gegen seine Unverschämtheiten lautstark zum Audruck brachten. Aber auch völlig Unbeteiligte, die einfach nur den Kopf schüttelten. Claudia Friedrich war fassungslos: „Ich hatte die Verhandlung im Voraus bezahlt, wollte vom Gericht die Gültigkeit des Rechtskraftvermerks festgestellt haben. Stattdessen blufft mich dieser Richter an, als wäre ich für ihn ein Mensch zweiter Klasse und hätte keine Ahnung. In Wirklichkeit wusste er genau, was hier gespielt wird. Mit seinem Herumgetobe wollte er offenbar von seiner Unsicherheit und Inkompetenz ablenken“. In der Folge nannte sie ihren Peiniger einen asozialen, kriminellen, unverschämten, strafvereitelnden Lumpenhund, was ihr eine Strafanzeige wegen angeblicher Richterbeleidigung einbrachte (WSZ berichtete).
Inzwischen wissen wir, dass faschistische Verhaltensweisen nicht unbedingt etwas mit dem Vornamen zu tun haben müssen. Allerdings braucht es nicht viel Fantasie, sich die Kindheit des kleinen Adolfs vorzustellen. Leicht hatte er es damit bestimmt nicht. Trotzdem ist dies kein Grund, später in Machtposition rechtsuchende Menschen zu traktieren, die ihn und seine Verhandlung auch noch bezahlen müssen. „Von einem Richter erwartet man Größe und dass er über den Dingen steht“, so Claudia Friedrich. „Sich so zu benehmen, ist eines Staatsdieners unwürdig. Eine Entschuldigung wäre angebracht“.

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Mittwoch, 7. April 2021

Kampfszenario: „Kinderspielwelten“ im wilden Westen

Westsachsen/Werdau.-
Das Stadt- und Dampfmaschinenmuseum lädt ein: „Lassen Sie sich in die Kinderspielwelten vergangener Zeiten entführen und bestaunen Sie ausgewählte Stücke der privaten Spielzeugsammlungen der Familien Reißmann und Roth aus Greiz. Reisen Sie in den Wilden Westen Amerikas oder bewundern Sie den Detailreichtum der zwanzig, teils selbst gestalteten Ritterburgen.“
Neben dem Kaufladen, der Eisenbahn und der Puppenstube gilt die Ritterburg als „Klassiker“ des Kinderzimmers und sorgte sowohl damals wie heute, bei Groß und Klein, für strahlende Augen. Der zweite Ausstellungsteil aus „Kinderspielwelten im 20. Jahrhundert“ präsentiert, neben farbenprächtigen Indianer- und Cowboyspielfiguren, auch Westernhäuser, Saloons, Tipis und Forts. In den Vitrinen wurden Szenarien zusammengestellt, die Indianerdörfer, Landschaften und vieles mehr zeigen.

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Werdau

Auf Empfang: Ausgewählte Stücke einer Radiosammlung zu bewundern

Westsachsen/Werdau.-
Im Dezember 2020 jährte sich zum 100. Mal die erste zivile Rundfunkübertragung in Deutschland. Damals sprach ein Postbeamter die Worte: „Hallo, hallo! Hier ist Königs Wusterhausen auf Welle 2700“. Mit der Liveübertragung eines Weihnachtskonzerts gelang am 22. Dezember 1920 der Schritt von der drahtlosen Telegrafie zum Radio.
Im ersten Obergeschoss präsentiert das Werdauer Stadt- und Dampfmaschinenmuseum eine Auswahl verschiedener Radios der museumseigenen Sammlung, vom Nürnberger Lumophon der Zwanziger Jahre bis zum rumänischen Transistorradio Cora der Siebziger Jahre. Die ausgewählten Stücke der Werdauer Radiosammlung können ab dem 06. April im Museum bewundert werden.

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Werdau

Arbeitseinsatz: Fische schwimmen in die neue Saison

Westsachsen/Werdau.-
Rund 200 Kilogramm Fisch wurden am Ostermontagvormittag vom Angelverein Werdau e.V. in die Teiche im Landwehrgrund eingesetzt. Es war der erste große Arbeitseinsatz 2021 für die Petrijünger, die bereits seit 2003 für das Pachtgewässer verantwortlich zeichnen.
Insgesamt fanden 79 Schleien und 85 Karpfen in den beiden größeren Teichen ein temporäres neues Zuhause. Bei Letzteren handelte es sich um bis zu 67cm lange Spiegelkarpfen, Wild- und Schuppenkarpfen. Der Besatz, der nur einmal im Jahr erfolgt, dient als Ausgleich für die gefangenen Tiere des Vorjahres. Dabei wird über den Bestand genau Buch geführt, wie Thomas Bail berichtet. „Wir werten jedes Fangjahr genau aus, um die Besatzmenge im Auge zu behalten. Es ist wichtig, einen zu hohen Fischbestand zu vermeiden, um den Tieren den nötigen Raum für eine gesunde Entwicklung zu garantieren. Dieser ist genau auf jeden Teich angepasst“, erklärt der Gewässerwart.
Eine sehr gute und enge Zusammenarbeit gibt es, neben der Stadtverwaltung Werdau, auch mit den Heimatverein Landwehrgrund. Gemeinsam wurde das Areal in den letzten Jahren in unzähligen Arbeitseinsätzen mit viel Liebe zu einem beliebten Naherholungs- und Ausflugsort aufgewertet. Einziger Wermutstropfen: Die illegale Einleitung von Abwässern am oberen Zufluss. „Dadurch ist das Leben in den ersten Teichen nahezu vollständig zum Erliegen gekommen“, berichtet Thomas Bail.

Quelle und Foto: André Kleber/Werbemanufaktur Werdau

Dienstag, 6. April 2021

Weißer Ostermontag im Zeichen des Widerstandes

Westsachsen/Zwickau.-
Der vergangene Ostermontag wurde wie in vielen anderen Städten auch in Zwickau trotz des für viele überraschenden Schneefalls wieder zum Schauplatz des deutlichen Protestes gegen die anhaltenden Zumutungen im Zusammenhang mit der Corona-Panik. Die Polizei hielt sich an diesem Feiertag durchweg im Hintergrund, es kam zu keinerlei Schikanen oder Provokationen vonseiten der Staatsmacht.
Etwa 200 Menschen hatten diesmal bis zum Beginn um 19 Uhr den Weg zum Zwickauer Hauptmarkt gefunden, um ein Zeichen gegen die als Willkür empfundenen Corona-Maßnahmen der Bundes- und der Sächsischen Landesregierung zu setzen. Dabei war festzustellen, dass die Themenpalette der Redebeiträge von Woche zu Woche größer wird. Längst sind es nicht mehr nur die belastenden Zwangsschließungen und Abstands- und Verhaltensgebote, die den Unmut der Menschen wecken; die Corona-Maßnahmen entpuppen sich mehr und mehr als der Tropfen, der ein ohnehin schon übervolles Fass zum Überlaufen bringt. Thematisiert wurden in diesem Zusammenhang auch das voraussehbare Scheitern, der sogenannten „Energiewende“, welches durch die für die Wirtschaft desaströsen Lockdown-Maßnahmen immer weiter beschleunigt werden dürfte. Die Initiative „Eltern stehen auf“ kritisiert derweil die von oben erneut befeuerte Diskussion über die Einführung sogenannter Kinderrechte ins Grundgesetz, während nahezu alle anderen Rechte, die das Grundgesetz auf dem Papier nach wie vor garantiert, unter dem Vorwand des „Seuchenschutzes“ mehr und mehr geschliffen werden. Da diese „Kinderrechte“, die von der Bundesregierung und ihren Ministerien favorisiert und von ihren Kritikern als trügerischer Euphemismus für staatliche Einflussnahme bis ins Kinderzimmer betrachtet werden, ohnehin schon geeignet sind, einen Spaltkeil in innerfamiliäre Angelegenheiten zu treiben und dem Staat weitere Gelegenheiten bieten, Kinder im Sinne seiner ideologischen Agenda zu indoktrinieren, dürfte die Sorge nur allzu berechtigt sein, dass sich die angeblichen Kinderechte im Zuge der Corona-Maßnahmen schon bald als Impfzwang für Kinder, auch gegen den Willen ihrer Eltern, entpuppen könnten.
Weitere Künstler, Gewerbetreibende und Menschen von nebenan warteten auch diesmal mit interessanten und engagierten Redebeiträgen auf und machten auf unterschiedlichste Weise auf ihre persönliche Sicht der Dinge aufmerksam. Der Mitschnitt der kompletten Veranstaltung wird in Kürze beim Westsächsischen Fernsehen zu sehen sein. Am meisten trafen jedoch auch diesmal wieder die beiden jüngsten Redner den Nerv der anwesenden Gäste. Josefine (12), die den meisten Besuchern noch von der Veranstaltung am 8.März in guter Erinnerung war (WSZ berichtete), unterstrich noch einmal klar und unmissverständlich ihre Entschlossenheit, sich nicht erpressen zu lassen. Luka (13) warnte mit bemerkenswerter Weitsicht vor dem weiteren Ausbau diktatorischer Maßnahmen unter dem Deckmantel des „Seuchenschutzes“. Mit den berühmten Worten „Wir sind nicht nur für das verantwortlich, was wir tun, sondern auch für das, was wir widerstandslos hinnehmen“, beendete der junge Mann seinen couragierten Redebeitrag, der auf breite Zustimmung unter den anwesenden Gästen stieß. Die gewohnt deutlichen Worte des Vertreters der Bürgerinitiative „Volksstimme“ in Richtung Berliner Reichstag rundeten die äußerst vielseitige Veranstaltung gegen 20.45 Uhr ab. Die nächste Kundgebung dieser Art findet am kommenden Montag um 19 Uhr wie gewohnt auf dem Zwickauer Hauptmarkt statt.

Das Video zur Veranstaltung auf YouTube
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Winter zurück: Frühjahrsbepflanzung eingeschneit - Brunnen abgestellt

Westsachsen/Zwickau.-
In diesem Jahr wird der April seinem Ruf mit wechselhaftem Wetter mehr als gerecht. Nach Sonne, Regen und sinkenden Temperaturen am Osterwochenende kehrte gleich zu Wochenbeginn noch einmal der Winter zurück. Der am Montagabend einsetzende Schneefall aktivierte die Einsatzpläne der städtischen Winterdienste. Diese starteten bereits in der Nacht von Ostermontag zu Dienstag und sind derzeit auf Zwickaus Hauptstraßennetz unterwegs. Auch das Garten- und Friedhofsamt rückte in den Morgenstunden mit Handkräften aus, um die wichtigsten Wege und Übergänge im Zwickauer Stadtgebiet von Schnee zu beräumen. Der noch immer anhaltende Schneefall erschwert allerdings die Räumarbeiten. Besondere Vorkommnisse liegen bis jetzt aber keine vor.
Laut Streuplan werden zunächst die gefährlichen und verkehrswichtigen Stellen beräumt bzw. zu bestreut. Sind die wichtigsten Straßen frei, werden die weniger befahrenen Routen angefahren. Zu beräumen sind öffentliche Straßen mit einer Gesamtlänge von zirka 340 Kilometern, 20 Kilometer Gehwege, Radwege, Treppen und Überwege sowie Grün- und Parkanlagen. Je nach Hinweisen anderer Schwerpunktmeldungen wird der Tourenplan entsprechend angepasst. Alle Verkehrsteilnehmer werden darauf hingewiesen, entsprechend der örtlichen Straßenverhältnisse und insbesondere im Bereich von Kreuzungen langsam zu fahren, da hier durch die Anfahrvorgänge besonders mit Glättebildung zu rechnen ist.
Von der erst kurz vor Ostern erfolgten Frühjahrsbepflanzung ist aktuell leider so gut wie nichts mehr zu sehen. Das wechselhafte Wetter stellt für die Pflanzen aber kein Problem dar, denn sie halten kurzzeitigen Kältephasen schadlos stand. Brunnen und Wasserspiele Anders sieht es bei den Brunnen und Wasserspielen im Stadtgebiet aus. Bei diesen wurden bzw. werden heute vorsorglich die Pumpen und die Elektrik abgestellt, um mögliche Schäden zu vermeiden. Das Wasser verbleibt vorerst in den Becken, da keine länger anhaltende Frostperiode zu erwarten ist. Sobald es die Witterung wieder zulässt, werden die Brunnen wieder in Betrieb genommen.

Quelle und Fotos: Stadtverwaltung Zwickau

Freitag, 2. April 2021

Kommentar: Kindersorgen sind rechtextrem? „Freie“ Presse - es reicht!

Westsachsen/Zwickau.-
Kinder stellen in diesen Tagen viele Fragen. Es sind die typischen Fragen von Kindern, die ihr Leid und ihre Sorgen mit ihren Worten mitteilen. Sie wollen wissen, wann sie wieder in die Schule gehen oder wieder mit ihren Freunden spielen dürfen. Und ob sie noch einmal Oma oder Opa werden besuchen können, die im Krankenhaus gerade in Isolation und Einsamkeit im Sterben liegen.
Erwachsene sind in diesen Tagen oft ratlos. Ratlos deshalb, weil sie nicht wissen, was sie auf diese Fragen antworten sollen. Denn es gibt keine befriedigenden Antworten. Umso mehr sollten sich vernünftige Menschen (unabhängig davon, welche Sichtweise der Einzelne zu den verordneten Corona-Maßnahmen haben mag) darüber einig sein, dass die Fragen von Kindern ernst genommen werden müssen. Man sollte vor allem in deren Interesse alle Hebel in Bewegung setzen, um ihnen baldigst wieder Zuversicht und eine lebenswerte Kindheit unter normalen menschlichen Bedingungen zurückgeben zu können.
Dass dieses einfache Gebot des gesunden Menschenverstandes beim Lokalbatt „Freie“ Presse offensichtlich keinen nennenswerten Stellenwert besitzt, befremdet in diesen Tagen sehr viele Menschen. Die propagandaartige Berichterstattung mit ihrer stetig zunehmenden Diffamierung und Entmenschung von Kritikern der Corona-Maßnahmen reicht den Verantwortlichen dieser Tageszeitung offensichtlich nicht mehr aus. Mittlerweile sieht man sich in deren Redaktionsstuben wohl sogar veranlasst, selbst die Sorgen von Kindern in den Kontext von Rechtsextremismus und angeblichen Angriffen auf Polizisten setzen zu müssen. Dies ist auf den Social Media-Kanälen des Lokalblattes nachzulesen (siehe Foto oben). Nach dem Weglassen der bei den systemtreuen Medien sonst üblichen Autorennennung, scheint man dort nun auch die letzten verbliebenen Hemmungen über Bord geworfen zu haben.

Was sind das für Menschen, die so etwas tun? Diese Frage stellten auch die Teilnehmer der Montagsdemo in der vergangenen Woche auf dem Zwickauer Hauptmarkt und forderten den Medienvertreter der „Freien“ Presse auf, sich zu erkennen zu geben. Niemand meldete sich zu Wort, was nur zwei mögliche Schlussfolgerungen zulässt: Entweder betreibt man gar keine eigene Recherche mehr vor Ort, oder als anwesender Medienvertreter der „Freien“ Presse ist man sich durchaus über die beschämende Qualität der eigenen Berichterstattung im klaren. Dies wäre angesichts der jüngsten Fehlleistungen durchaus nachvollziehbar. An ihn gerichtete Fragen zur Einseitigkeit seiner Berichterstattung lässt der für den Zwickauer Lokalteil verantwortliche Redakteur Michael Stellner (Foto unten Mitte, mit Grünen-MdB Wolfgang Wetzel, links und Kunstbanause Klaus Fischer, rechts) nach wie vor konsequent offen.

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Mittwoch, 31. März 2021

Sonderausstellung: Zwickauer Exponate gehen nach Chemnitz

Westsachsen/Zwickau/Chemnitz.-
Fünf wertvolle Exponate aus dem Zwickauer Stadtarchiv, den KUNSTSAMMLUNGEN und den Priesterhäusern ergänzen eine Sonderausstellung im SMAC Chemnitz. Wenn am Donnerstag, dem 1. April 2021 um 18 Uhr im Staatlichen Museum für Archäologie Chemnitz – kurz: SMAC – die neue Sonderausstellung unter dem Titel „DIE STADT. Zwischen Skyline und Latrine“ digital eröffnet wird, sind auch fünf wichtige Exponate aus den Zwickauer Kultureinrichtungen zu sehen.
So zeigen die Priesterhäuser einen Schwurblock („Eidstöckchen“), der farbig gefasst und auf das Jahr 1547 datiert ist. Er hat die Gestalt eines Reliquienschreins und trägt – wahrscheinlich als Warnung vor Meineiden – die Aufschrift „DV SOLT NIT SCHWEREN BEDENCK DAS ENDE“. Auf einer Seite ist der Schwurblock mit einer Kreuzigungsszene bemalt, auf der anderen Seite ist Christus als Weltenrichter dargestellt. Es stammt aus der ehemaligen Gerichtsstube in Zwickau.
Die KUNSTSAMMLUNGEN ZWICKAU Max-Pechstein-Museum stellen ein Ölgemälde eines unbekannten Malers mit der Bezeichnung „Zwickau – Das Obere Tor“, angefertigt nach einer Lithografie der Herzog Chronik von Zwickau (dort datiert 1882), als Leihgabe zur Verfügung. Zu sehen ist darauf das Stadttor mit der dazugehörigen Stadtmauer, der Grabenbrücke und dem Schlagbaum. Im Turm befindet sich eine Tafel mit einem eingelassenen Schwan, dem Wappentier der Stadt Zwickau. Rechts des Turmes erkennt man ein Haus mit einem Staffelgiebel. („Dünnebierhaus“). Das Bild wurde in Vorbereitung der Ausstellung konservatorisch behandelt, d.h. die Oberflächen wurden gereinigt und die losen Malschichtpartien wieder gefestigt und planiert sowie der Firnis abgenommen. So erstrahlt es wieder in einem freundlichen Licht.
Das Stadtarchiv Zwickau steuert eines seiner wertvollsten Exponate und gleichzeitig einen der Höhepunkte in der Ausstellung bei: Den Codex Statutorum Zviccaviensium, das Zwickauer Stadtrechtsbuch, aus dem Jahr 1348. Er fixiert erstmals das Gewohnheitsrecht für unsere Stadt und zählt zu den ältesten schriftlichen Überlieferungen im Stadtarchiv. Als eigenständige Quelle zur Sozial-, Wirtschafts- und Politikgeschichte mit überregionaler Ausstrahlkraft steht er auf einer Stufe mit dem Freiberger Stadtrecht von 1300 und gilt als Vorlage für weitere Stadtrechtskodifizierungen. Angelegt von „Heinrich dem Schreiber“ hat er aufgrund seiner Rechtsbedeutung und seiner verwaltungsleitenden Funktion einen besonderen Schutz genossen, weshalb er viele Brände, v.a. den großen Stadtbrand von 1403, unbeschadet überstanden hat. Neben der in Deutsch verfassten Beschreibung der Bürgerrechte und -pflichten enthält er die ersten Handwerks-ordnungen: in diesem Zusammenhang auch die Ersterwähnung des Gebrauchs von Steinkohle durch die Schmiede. Von besonderem Wert sind die farbigen Miniatur-zeichnungen mittelalterlicher Strafen, da Zwickau zu dieser Zeit Inhaber der hohen Gerichtsbarkeit war – ein Recht, was nur wenigen anderen Städten zustand. Der Codex befindet sich in einem hervorragenden Zustand, lediglich der Einband wurde 2019 restauriert. Mittlerweile liegt er in digitaler Form vor, so dass das Original nicht mehr in die Hand genommen werden muss. Eine große Ausnahme stellt nun die Ausstellung in Chemnitz dar, in der das Original aus konservatorischen Gründen vier Wochen zu Beginn und zwei Wochen vor Ende der Ausstellung den Besuchern präsentiert wird. Darüber hinaus gehen noch der älteste bekannte Siegelstempel der Stadt aus dem Jahr 1290 und ein Stadtsiegel aus rotem Wachs aus dem Jahr 1473 auf die Reise nach Chemnitz.
Die Ausstellung ist vom 1. April bis zum 26. September 2021 bis zu einer Öffnung der Museen vorerst online zu sehen. In der Schau geht es um die Stadt als kulturübergreifendes Phänomen und zentraler Ort in komplexen Gesellschaften. Ausgangspunkt ist die sächsische Stadtarchäologie, die Schichten und Spuren freilegt, welche unsere Städte oft bis heute prägen. Exponate kommen aus Städten des Zweistromlandes, der klassischen Antike, des Mittelalters, der Neuzeit und vielleicht sogar der „Zukunft“.

Quelle und Fotos: Stadtverwaltung Zwickau

Dienstag, 30. März 2021

Wegen Hetze im Netz: „Volksstimme“ empfiehlt Wetzel die Ausreise

Westsachsen/Zwickau.-
Nachdem sich schon am vergangenen Wochenende in Zwickau hunderte Menschen zum spontanen Protest gegen die immer empfindlicheren Freiheitsbeschneidungen unter dem Vorwand des „Seuchenschutzes“ versammelt hatten, wurde der Zwickauer Hauptmarkt auch am Montagabend wieder zum Ort der freien Meinungsäußerung. Erneut konnte man hier miterleben, wie die immer wieder verlängerten Lockdown-Maßnahmen der Bundes- und Landesregierung und die dadurch hervorgerufenen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Schäden den Menschen unter den Nägeln brennen. Im Unterschied zum Wochenende verzichteten die anwesenden Polizeikräfte am Montag auf Provokationen. Es scheint, dass sich auf dieser Seite die Einsicht durchsetzt, dass eine weitere Eskalation der gespannten Lage niemandem dienlich ist.
Dass derartige Einsichten auch in den Kreisen der politisch Verantwortlichen angekommen sein könnten, wird von den Demonstranten allerdings stark bezweifelt. Deutliche Worte wurden auch diesmal in Richtung Landes- und Bundeshauptstadt geschickt. Auch die staatsnahen Medien, vor allem der MDR und das Regionalblatt „Freie“ Presse bekamen ihr Fett weg. Deren Berichterstattung wird in immer größerem Maße als plumpe Propaganda und betreutes Denken für eine als unmündig eingestufte Leserschaft, nicht selten gespickt mit persönlichen Diffamierungen, empfunden.
Vom Offenen Mikrofon wurde auch diesmal wieder reichlich Gebrauch gemacht. Es ist die breite Palette verschiedenster Sichtweisen und Weltanschauungen, die diese Veranstaltungen für viele Besucher immer wieder zu etwas Besonderem machen. Vor allem Max (21), Trainer einer Faustball-Jugendmannschaft, traf diesmal den Nerv der anwesenden Gäste. Es tut ihm in der Seele weh, wie die Kinder, die er einst trainiert hat, unter ihrer sozialen Isolation leiden.
Der Vertreter des Zwickauer Bürgerbündnisses „Volksstimme“ widmete sich gegen Ende der Veranstaltung in einer äußerst stimmungs- und humorvollen Rede der anhaltenden Hetze des Zwickauer Bundestagsabgeordneten Wolfgang Wetzel (Grüne) und empfahl diesem (auch wegen des gestörten Verhältnisses der Grünen zur Heimat) die Ausreise. Dieser Ratschlag stieß auf ausgiebigen Zuspruch.
Die nächste Veranstaltung dieser Art findet am Ostermontag um 19 Uhr wie gewohnt auf dem Zwickauer Hauptmarkt statt.

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Saisonbeginn: Erste Brunnen und Wasserspiele sprudeln wieder

Westsachsen/Zwickau.-
In diesem Jahr konnte aufgrund der wechselhaften und zum Teil ungünstigen Witterungsbedingungen erst Mitte März mit der Überprüfung, Reinigung und Komplettierung der Brunnenanlagen begonnen werden. Diese Arbeiten sind nun weitestgehend abgeschlossen. Somit konnten heute die ersten Brunnenanlagen in Betrieb gehen. Hierzu zählen der Kinderreigen vorm frisch sanierten Gewandhaus, das Wasserlichtspiel auf dem Westspiegel des Hauptmarktes und die Brunnen auf dem Domhof und dem Kornmarkt. Auch die neu angelegte Brunnenanlage am Vereinsheim in Schlunzig läuft bereits.
Bis Ostern folgen noch das Brunnenensemble an der Katharinenstraße und der Schwanenbrunnen im Schwanenteichpark. Nach Ostern werden dann noch der Amorbrunnen im Park „Neue Welt“ und der Fischbrunnen in Planitz zugeschaltet. Die Inbetriebnahme des Freundschaftsbrunnens am Schumannplatz verzögert sich leider noch ein wenig. Hier wurden während der Überprüfung kleinere Risse an der Anlage gesichtet, die erst noch abgedichtet werden müssen. Den Abschluss bildet die Fontaine auf dem Schwanenteich. Diese wird – wie jedes Jahr – erst Anfang Mai in Betrieb gehen.

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

Ein Zeichen der Zuversicht: Kunstwerk aus bunten Eiern lockt

Westsachsen/Werdau.-
Nach einer Zwangspause im vergangenen Jahr darf er nun wieder bestaunt werden: Der Werdauer Osterbrunnen. Am Freitagnachmittag, dem 26. März, wurde er von gut zehn freiwilligen Helfern unterschiedlichsten Alters im Herzen der Stadt errichtet.
Vorbereitet wurde er von Brigitte Tittmann und Helga Kleber. Dazu wurden unter anderem überdimensionalen Eier, die einst vom Bildungswerk der Sächsischen Wirtschaft aus alten Fahrradfelgen gefertigt wurden, neu dekoriert. Eine Woche vor Karfreitag erfolgte dann mit Unterstützung vom Garten- und Landschaftsbau Volkmar Gutsche der Aufbau und die Dekoration vor Ort am Marktbrunnen. Das nötige Strauchmaterial lieferten der Werdauer Waldfriedhof und der Friedhof Leubnitz an.
Voraussichtlich bis zum dritten Aprilwochenende wird der Brunnen nun als kleines aber feines Ausflugs- und Fotoziel zu bewundern sein. Wer die private Initiative zukünftig unterstützen möchte, kann sich an André Kleber, einen der Initiatoren, unter Telefon 0174 7275595 wenden.

Quelle und Foto: André Kleber, Werbemanufaktur Werdau GmbH

Montag, 29. März 2021

Mit Maske und Aktenkoffer: Stadtrat Böttger auf Erkundungstour

Westsachsen/Zwickau.-
Bei der letzten wöchentlich stattfindenden Kundgebung gegen die Corona-Maßnahmen am vergangenen Montag tauchte auch der Grünen-Politiker Martin Böttger auf (Foto). Trotz seiner FFP2-Vermummung wurde sein, den Teilnehmern nur allzu bekanntes, Gesicht erkannt. Zeugen beobachteten, wie Böttger auf penetrante Art und Weise anwesende Polizisten dazu aufstachelte, gegen Kundgebungsteilnehmer vorzugehen. Seiner Meinung nach kamen einige der Pflicht zum Tragen eines Mund-und-Nasen-Schutzes nicht korrekt genug nach. In der Tat erfolgte kurz darauf die Aufforderung der Polizei an die Veranstaltungsleitung, die Einhaltung des Maskenzwangs nochmals mit Nachdruck von den Teilnehmern einzufordern. Im Anschluss mischte sich Böttger unter die Menge der Anwesenden und es kam zu mehreren Situationen, in denen sich Teilnehmer von ihm verbal belästigt fühlten. Erst als einer der Veranstaltungsteilnehmer Böttger namentlich ansprach und zu seinem ehemals engen Verhältnis zum Staatssicherdienst der DDR in den den 70er und 80er Jahren befragte, verschwand der sonst nicht auf den Mund gefallene Grünen-Politiker so plötzlich wie er erschienen war.
Diese Art der Provokation und Spitzelei scheint für Böttger ein vertrautes Feld zu sein. Zeitgenossen berichten, dass er dies bereits zu DDR-Zeiten im Umfeld der damaligen Zwickauer „Friedensbibliothek“ als vermeintlicher Oppositioneller eifrig beackert habe. Durch sein vertrautes Verhältnis zur Stasi wurde er - mit Ausnahme einer 14-tägigen „Haft“ - auf wundersame Weise stets von staatlichen Repressionen verschont. Böttger konnte nach eigenem Bekunden unter den Augen des Staates sogar ungestört der sogenannten „Beratungstätigkeit für DDR-Oppositionelle“ nachgehen. Die von ihm in dieser Weise Beratenen hatten im Anschluss jedoch meistens nicht das Glück, von Verhaftungen und Verfolgungen verschont zu bleiben.
Nach der Wiedervereinigung wurde Böttger zum hiesigen Außenstellenleiter der Gauck-Behörde ernannt. Jener Außenstelle mit dem umfangreichsten Aktenschwund des gesamten ehemaligen DDR-Gebietes. Eine personelle Besetzung, von der zahlreiche Opfer der SED-Diktatur der Meinung waren, hier hätte man den Bock zum Gärtner gemacht.
Bis heute inszeniert sich Böttger mit Hilfe staatsnaher Medien als sogenannter „Bürgerrechtler“. 2018 wurde er vom Zwickauer Landgericht der Falschaussage gegen einen Mann, den er zuvor denunziert hatte, überführt. Das Verfahren gegen ihn wurde im Anschluss jedoch von der Zwickauer Staatsanwaltschaft unter Federführung des ehemaligen SED-Staatsanwaltes Jörg Rzehak „mangels öffentlichen Interesses“ eingestellt.
Dass es im Umfeld der Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen zu Provokationen solcher Akteure kommt, ist keine sonderlich große Überraschung. Vor allem die Polit-Akteure der Grünen und der Linken sind es, die mit der Begründung des „Seuchenschutzes“ permanent ein gewaltsames Vorgehen der Polizei gegen missliebige Demonstranten fordern.

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Staatsanwaltschaft ermittelt wieder gegen die Sparkasse Zwickau

Westsachsen/Zwickau.-
Nachdem die Westsächsische Zeitung bereits mehrfach darüber berichtet hatte, nimmt die Staatsanwaltschaft Zwickau jetzt die Ermittlungen gegen die Vorstände der Zwickauer Sparkasse, Felix Angermann und Josef Salzhuber, wieder auf. Wie Staatsanwalt Jörg Rzehak (Foto) mitteilt, wird die Strafanzeige der WSZ vom 2. Dezember 2020 derzeit unter dem Aktenzeichen 100 Js 26095/20 bearbeitet.
Bereits seit 2016 gehen bei den Ermittlungsbehörden regelmäßig Betrugsanzeigen gegen die vorbezeichneten Personen ein. Bisher wurden alle Verfahren eingestellt. Hintergrund dürften die mutmaßlichen Verquickungen zwischen Sparkasse, Stadtverwaltung und Justiz sein. So wurde bereits vor Jahren bekannt, dass der Haus- und Hofanwalt der Sparkasse Zwickau, Jörg Dietsch, mit der bis vor kurzem noch in der Zwickauer Staatsanwaltschaft tätigen Antje Dietsch verheiratet ist. Letztere hatte Einfluss auf die Ermittlungen gegen die Sparkasse, was sie vermutlich auch ausnutzte (WSZ berichtete). Ende des vergangenen Jahres wurde sie an den Bundegerichtshof berufen. Damit dürfte in Zwickau erstmals der Weg für neutrale Ermittlungen frei sein. Dies liegt nun in Rzehaks Händen.
Da sowohl die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), die Staatsanwaltschaft Dresden, wie auch das Sächsische Justizministerium darüber in Kenntnis sind, dürfte es diesmal schwer werden, eine Einstellung des Verfahrens zu erklären. Insider rechnen deshalb mit der Erhebung einer öffentlichen Klage.

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Freitag, 26. März 2021

Neuer Partner: GGV Werdau unterstützt Baby-Begrüßungsaktion

Westsachsen/Werdau.-
Am 1. September 2013 startete die Stadtverwaltung Werdau mit der Übergabe von Baby-Begrüßungs-Paketen an Eltern und Kinder aus dem Standesamtsbezirk des Rathauses. Mittlerweile wurden bereits knapp 1.750 Pakete von den Standesbeamten überreicht. Allein 2020 waren es 126 Stück, weitere 31 in den ersten Wochen des Jahres 2021.
Die Idee selbst stammt vom ehemaligen Oberbürgermeister Stefan Czarnecki (kleines Foto) und war im Rahmen der Diskussionen über ein Begrüßungsgeld für Neugeborene entstanden. „Das Problem mit Bargeld ist, dass es binnen weniger Tage aufgebraucht wird. Wir wollen Kind und Eltern aber einen größeren, zielgruppengerechten Nutzen geben“, so der Familienvater im Jahr 2013. Aufbauend auf den vielen guten Erfahrungen der Vergangenheit basiert das Werdauer Begrüßungspaket auf einer engen Zusammenarbeit mit den Händlern und Unternehmen.
Derzeit unterstützen insgesamt zehn Partner das Konzept, an dem auch Sören Kristensen (großes Foto rechts) weiter festhält. „Die Baby-Begrüßungs-Pakete sind eine kleine aber feine Erfolgsgeschichte, die bislang von ausnahmslos allen Eltern positiv angenommen wurde. Umso mehr freue ich mich, dass wir nun och einen zusätzlichen Partner mit im Boot haben“, erklärt das Werdauer Stadtoberhaupt.
Gemeint ist die Gebäude- und Grundstücksverwaltungs- GmbH Werdau mit Sitz auf der Turnhallenstraße. Das Unternehmen vermietet insgesamt 1.545 Wohnungen und Gewerbeeinheiten in 160 eigenen Objekten. Außerdem werden 450 Einheiten anderer Eigentümer betreut. „Der Slogan ‚Willkommen daheim‘ ist für uns weit mehr als ein Spruch. Er ist die Kernaussage einer Philosophie, mir der wir nun auch die Baby-Begrüßungs-Pakete unserer Heimat bereichern wollen“, erklärt Geschäftsführerin Ines von Müller (großes Foto links). Und so befindet sich im Päckchen künftig auch ein Willkommens-Lätzchen, für das sich Ines von Müller auch aus eigener Erfahrung entschieden hat. „Es gibt einige wenige, nützliche Dinge, von denen man als Eltern nie genug haben kann. Lätzchen gehören da definitiv dazu“, ergänzt die Unternehmerin mit einem Augenzwinkern.
Bislang erfolgte die Anschaffung von insgesamt 2.000 dekorativen und hochwertigen Pappkartons im Werdau-Layout, die durch die Eltern für das Kind individualisiert und später mit Zeichnungen, Fotos und anderen Erinnerungen gefüllt werden können. Das Layout und die Produktion organisierte die Werdauer Firma Werbung und Druck Dahmen auf der Mühlenstraße. Die Sparkasse Zwickau beteiligt sich von Anfang an als Premiumpartner maßgeblich an der Finanzierung der Baby-Begrüßungs-Pakete.
Die Füllung, bestehend aus Gutscheinen und kleinen Geschenken, stammt von verschiedenen Einzelhändlern und Unternehmen aus dem Werdauer Stadtgebiet und Fraureuth. Damit sind die Kartons gut gefüllt. Die Geschenke von Facheinzelhändler und Unternehmen stoßen auf ein meist gutes Echo. Viele Gutscheine werden jedoch oft erst im Laufe der Jahre in Geschäften eingelöst.


Quelle und Foto: André Kleber, Werbemanufaktur Werdau GmbH

Donnerstag, 25. März 2021

Zwickauer MdB übernimmt Vorsitz im Rechnungsprüfungsausschuss

Berlin/Westsachsen/Zwickau.- Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat den Zwickauer Bundestagsabgeordneten Carsten Körber (CDU/Foto) in seiner gestrigen Sitzung einstimmig zum neuen Vorsitzenden des Rechnungsprüfungsausschusses gewählt. Der 41-jährige übernimmt damit den Vorsitz von seinem Kollegen Axel E. Fischer. Körber dankte Fischer für die bisherige, gute Zusammenarbeit und den Mitgliedern des Haushaltsausschusses für das in seine Person gelegte Vertrauen.
Der Rechnungsprüfungsausschuss ist ein Unterausschuss des Haushaltsauschusses. Während der Haushaltsausschuss für den Bundesetat und die Bewilligung der Haushaltsmittel für die Bundesregierung zuständig ist, prüft der Rechnungsprüfungsausschuss die Haushalts- und Wirtschaftsführung des Bundes und bereitet die Entlastung der Bundesregierung durch den Bundestag vor. Grundlage der Arbeit des Rechnungsprüfungsausschusses sind die jährlichen Bemerkungen des Bundesrechnungshofes.
Weitere Informationen finden sich auf der Internetseite der Badischen Neuesten Nachrichten: https://bnn.de/nachrichten/politik/wechsel-im-bundestag-carsten-koerber-folgt-auf-axel-e-fischer-bei-ausschussvorsitz.

Quelle und Foto: CDU/Carsten Körber

Mittwoch, 24. März 2021

Ausstellung digital: Spannende Infos zu Künstlern und Werken via App

Westsachsen/Zwickau.- Groß ist das Fernweh und die Sehnsucht - nach Sommer, Sonne, Italien oder dem Dolce Vita. Die Ausstellung „Italiensehnsucht! Auf den Spuren deutschsprachiger Künstlerinnen und Künstler 1905-1933“ (geplante Ausstellungsdauer: 27. März bis 30. Mai) in den KUNSTSAMMLUNGEN ZWICKAU Max-Pechstein-Museum nimmt mit auf die Reise in „das Land, wo die Zitronen blüh’n“. Man entdeckt nicht nur die Orte Italiens – die Fischerorte an der ligurischen Küste oder am Golf von Salerno, die großen Städte wie Florenz, Venedig und Rom – sondern auch ganz viele verschiedene künstlerische Temperamente und die Art, wie sie Italien für sich wahrgenommen haben. Die Ausstellung vereint rund 80 Gemälde, Fotografien, Papierarbeiten und Skulpturen von Künstlerinnen und Künstlern zwischen 1905 und 1933 – u. a. von Ernst Barlach, Adolf Erbslöh, Erich Heckel, Carlo Mense, Gabriele Münter, Walter Ophey, Max Pechstein, Hans Purrmann, Anita Rée und Karl Schmidt-Rottluff.
Da das Museum derzeit geschlossen ist, wird die Ausstellung mit digitalen Aktionen begleitet. Dazu zählen ein 360-Grad-Rundgang, Videos zu „Lieblingsbildern“, eine App mit Quiz und natürlich: ausgewählte Werke.
Mit Italien verbinden sich seit Goethes berühmter Reise südliche Sehnsuchtsbilder, die viele Künstlergenerationen magisch anzogen. Es galt, antike Schätze, geschichtsträchtige Städte und eine sonnendurchflutete Mittelmeerlandschaft zu erkunden. Vielfältig waren die kulturellen Anregungen, überwältigend das südliche Lebensgefühl. Unzählige Kunstwerke in den Kirchen, Palazzi und Museen lockten in das Land jenseits der Alpen: In Florenz ließ sich die Kunst der Renaissance studieren, die Zauberstadt Venedig faszinierte durch seine Lage in der Lagune und Rom beeindruckte als macht- und prachtvolles Zentrum der katholischen Weltkirche. Die Mittelmeerlandschaft, das glitzernde Wasser, das gleißende Licht, die exotische Vegetation faszinierten gleichermaßen. Neben Paris, das zu Beginn des 20. Jahrhunderts zur maßgeblichen Inspirationsquelle für die junge Künstlergeneration avancierte, blieb Italien begehrtes Reiseziel, etwa für August Macke und Max Pechstein. Künstler wie Ernst Barlach oder Karl Schmidt-Rottluff kamen als Stipendiaten an die deutschen Künstlerhäuser, die Villa Romana in Florenz und die Villa Massimo in Rom, und konnten das Land auf diese Weise für sich und ihr Schaffen entdecken.
Derzeit müssen die KUNSTSAMMLUNGEN leider geschlossen bleiben. Das Haus hat daher digitale Angebote entwickelt, die ab Samstag, dem 27. März unter www.kunstsammlungen-zwickau.de genutzt werden können. Dazu zählen ein 360-Grad-Rundgang, Videos der Kuratorinnen und Mitarbeiterinnen des Museums zu ihren „Lieblingsbildern“, eine App mit Quiz und ausgewählten Werke, versehen mit Hörtexten. Mit Ausstellungsbeginn fließen jede Woche neue Bilder und Kreativangebote ein. Der 360-Grad-Rundgang durch die Ausstellung ersetzt zwar nicht die persönliche Begegnung mit den Kunstwerken, bietet aber einen anschaulichen Einblick in die Ausstellungsräume. Ergänzt wird der virtuelle Rundgang durch Zoom-Effekte, Videos, Hör- und Textstationen. Verschiedene Malvorlagen, Suchbilder sowie weitere spielerische Angebote laden zum kreativen Entdecken der Italien-Bilder ein. Die neue Challenge in der App MuseumStars „ITALIENSEHNSUCHT?“ bietet eine abwechslungsreiche Entdeckungsreise nach Bella Italia, mit spannenden Infos zu Künstlern und Werken sowie kniffligen Quiz- und Schätzfragen. Die App MuseumStars steht zum Download in allen App-Stores zur Verfügung. 

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

Dienstag, 23. März 2021

Eltern empört: Protest gegen Freiheitsbeschränkungen wächst stetig

Westsachsen/Zwickau.-
Wie in vielen anderen Städten kam es auch in Zwickau am Montagabend erneut zum friedlichen Protest gegen die immer weiter ausufernden Freiheitsbeschneidungen unter dem Deckmantel der Corona-Bekämpfung. Neben den Organisatoren der immer montags stattfindenden Kundgebung machten auch zahlreiche Gäste Gebrauch vom Offenen Mikrofon: Unternehmer, deren Existenzen durch die Maßnahmen immer weiter ruiniert werden, Eltern, deren Kinder unter Schulschließungen, Angstmacherei und Testzwang leiden und Mitmenschen, die nicht weiter tatenlos dabei zusehen wollen, wie ihre unveräußerlichen Grundrechte mehr und mehr mit Füßen getreten werden. Mit deutlichen Worten kritisiert wurde die Salamitaktik (Foto) der Bundes- und Landesregierungen, mit der den Menschen der Entzug ihrer Grundrechte scheibchenweise schmackhaft gemacht werden soll. Als ob man diese Einschätzung bestätigen wollte, hatte die Sächsische Landesregierung unter Michael Kretschmer (CDU) gestern fast zeitgleich noch einmal nachgelegt, die desaströsen Lockdown-Maßnahmen ein weiteres Mal verlängert und verschärft. Sprach man im vergangenen November noch von einem harten Lockdown, der angeblich dafür sorgen sollte, dass man Weihnachten wieder unbeschwert würde feiern können, ist es nun mittlerweile das kommende Osterfest, welches den von oben diktierten Lockdown-Maßnahmen zum Opfer fallen soll. Die forcierten Massentests, welche allein durch ihre Fehlerquote die angeblichen Ansteckungszahlen auch in den nächsten Wochen absehbar in die Höhe treiben werden, stoßen ebenfalls auf immer größeren Unmut, was im Laufe der Veranstaltung in ebenso deutlichen wie sachlichen Worten angeprangert wurde. Unbestrittener Höhepunkt des Abends war eine Kunstaktion eines Aktivistenteams in Seuchenschutzanzügen mit passender musikalischer Untermalung. Einig war man sich, dass trotz ungebrochener positiver Resonanz die Teilnehmerzahl von mehreren hundert Menschen, die sich auf und um den Zwickauer Hauptmarkt versammelt hatten, noch eindeutig zu wenig ist. Für kommenden Montag ist die nächste Veranstaltung angesetzt. Diese wird aufgrund der Umstellung auf die Sommerzeit um 19 Uhr auf dem Zwickauer Hauptmarkt beginnen. Den ungekürzten Video-Mitschnitt der Veranstaltung kann man in Kürze auf diesem Kanal anschauen: Westsächsisches Fernsehen

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Kommentar zu Anti-Corona Demos: Fallen bald alle Hemmungen?

Westsachsen/Aue/Dresden.-
Am Wochenende kam es in vielen Städten Sachsens zu spontanen Protesten gegen die immer weiter um sich greifenden Freiheitsbeschneidungen, die die Landesregierung unter Michael Kretschner (CDU) mit dem angeblichen Seuchenschutz begründet. So zogen am Samstag in Aue rund eintausend Menschen durch die Straßen ihrer Stadt, um ein deutliches Zeichen für ihre unveräußerlichen Freiheitrechte zu setzen.
Das Verhalten der Polizei ist in diesen Tagen vor allem von sichtlicher Ratlosigkeit geprägt. Während die allermeisten Beamten kein Interesse daran haben, gewaltsam gegen friedliche Menschen - unter ihnen Alte und Kinder - vorzugehen, sind es vor allem Polit-Akteure der Grünen, SPD und Linken, die eben dieses gewaltsame Einschreiten gegen das eigene Volk einfordern.
Während sich in ganz Deutschland und in vielen anderen Ländern immer größerer Unmut über die desaströsen Folgen der angeblichen Seuchenbekämpfung Bahn bricht, ist aus der sächsischen Landeshauptstadt kein Signal des Einlenkens zu erkennen. War es zu Beginn der Corona-Panik noch Ministerpräsident Kretschmer selbst, der dazu mahnte, man müsse bei der Corona-Bekämpfung „Maß und Mittel wahren“, scheint seine Landesregierung mittlerweile vollständig auf den eingeforderten Kurs der Bundesregierung eingeschwenkt zu sein.
Viele Demonstranten sind besorgt, dass von staatlicher Seite aus bald alle Hemmungen fallen könnten. Die Möglichkeiten der Repression, die man mit dem Seuchenschutz nun immer begründen kann, könnten sich als zu verlockend für am Machterhalt interessierte Regierungen erweisen. Zu verlockend, um sie wieder zurückzunehmen. Die Landesregierung unter Michael Kretschmer scheint diesen Prozess im Gehorsam gegenüber ihrer Bundesregierung aussitzen zu wollen, auch um jetzt nicht ihr Gesicht zu verlieren. Da die immer wieder verlängerten und verschärften Lockdown-Maßnahmen die soziale Spannungslage weiter verschärfen, wird man früher oder später auch in der Landeshauptstadt nicht um eine Entscheidung herumkommen, ob man auf den Boden des Grundgesetzes zurückfinden will oder ihn vollends verlassen wird.

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Freitag, 19. März 2021

Die Luft ist raus bei „fridays for future“: Viel Platz für den Mindestabstand

Westsachsen/Zwickau.- Lange war von den „fridays for future“-Organisatoren die Werbetrommel gerührt worden, dass es am 19. März um 15 Uhr endlich wieder losgehen sollte. Auch das Regionalblatt „Freie“ Presse hatte sich mit großem Eifer an dieser Vorankündigung beteiligt. Tatsächlich erschienen zu der nachmittäglichen Veranstaltung auf dem Zwickauer Hauptmarkt jedoch lediglich etwa 30 bis 40 Personen, größtenteils wohlstandsverwöhnte Jugendliche, die von Erwachsenen im Auto zu der Inszenierung gefahren worden waren. Nach rund 30 Minuten trieb es die Demonstranten wegen einsetzendem Schneefall schon wieder nach Hause.
Die selbst ernannte „Protestbewegung“, die angetreten ist das Weltklima für uns zu retten, leidet zurzeit gleich unter mehreren Schwierigkeiten. Zunächst dürfte der Neuschnee kurz vor dem Frühlingsbeginn kaum die passende Kulisse für hysterische Mahnungen vor einer nahenden Klimakatastrophe bieten. Für professionell agierende Klima-Aktivisten ist dies kein neues Problem. Man spricht hierbei vom sogenannten Al Gore-Effekt. Auch die anfänglich gern benutzte Bezeichnung „Schulstreik“ verfängt aufgrund der Tatsache, dass Schule unter den derzeitigen Bedingungen im Zuge des Seuchenschutzes ohnehin nur noch sporadisch stattfindet, kaum noch. Wer nicht in die Schule gehen möchte, kann dies mittlerweile auch ohne die Teilnahme an „fridays for future“ unterlassen.
Die allzu plumpe Staatsnähe dieser „Protestbewegung“ macht sie für intelligente Jugendliche außerdem in zunehmendem Maße unattraktiv. Die Tatsache, dass sowohl die Bundeskanzlerin als auch ein Großteil ihrer Funktionseliten für derartige Protestaktionen schwärmen, verleiht „fridays for future“ den nur allzu markanten Geruch einer von linksextremen (erwachsenen!) Polit-Akteuren inszenierten Schülerbewegung, bei der man naive Jugendliche lediglich als Stichwortgeber für die eigene Agenda instrumentalisiert. Ein Manöver, mit dem immer weniger Jugendliche etwas zu tun haben wollen.
Das martialische Polizei-Aufgebot, wie es montags zur mutmaßlichen Einschüchterung der Kritiker der Corona-Maßnahmen eingesetzt wird, fehlte am Freitag freilich wie erwartet. Auch dies unterstreicht für den kritischen Betrachter die oft geleugnete Staatsnähe derartiger Inszenierungen. Schlussendlich ist es natürlich auch die allgegenwärtige Corona-Panik als solche, die das Interesse an den selbsternannten Klimarettern dahinschmelzen lässt.
Seit es in den Mainstream-Medien nur noch ein einziges Thema zu geben scheint, haben es die vormals medial verwöhnten Klima-Jünger immer schwerer, ihr Anliegen an den Mann zu bringen. Dies zeigte sich auch an diesem Freitagnachmittag vor Ort in Zwickau. Da die Innenstadt aufgrund der Lockdown-Maßnahmen und erneuter Geschäftsschließungen weitgehend einsam und verlassen ihrem Verfall entgegendümpelt, gibt es auch keinerlei Laufkundschaft für die Hiobsbotschaften pubertierender Klima-Aktivisten. Dennoch hatten die Organisatoren im Vorfeld dazu aufgerufen, während der Veranstaltung unbedingt Mund-Nase-Bedeckungen zu tragen und den vorgeschriebenen Mindestabstand zu wahren. Dieser fiel dann mangels Beteiligung sogar größer aus als eigentlich notwendig. Neben der Rettung des Weltklimas möchte man künftig auch noch bei der Senkung der Corona-Zahlen mitwirken.

Fotos: Webcam mit Zeitstempel / Stadtverwaltung Zwickau

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Ausstellung: Fernweh und regionale Impressionen auf Bildern

Westsachsen/Werdau.- Gerd Michael aus Steinpleis zeigt der Öffentlichkeit im Werdauer Rathaus Urlaubsimpressionen in Acryl. Zu sehen sind Landschaften am Gardasee, aus der Toskana und aus den Niederlanden. Auch besonders schöne regionale Sehenswürdigkeiten wie die Göltzschtal- und Elstertalbrücke, das Werdauer Rathaus, die Burg Schönfels sind in der Ausstellung zu finden. Eine Farbpalette, Pinsel, Stifte und persönliche Skizzen bzw. Vorlagen runden die Ausstellung ab. Seit 25 Jahren beschäftigt sich Gerd Michael mit diesem Hobby und stellt seine Werke auch regelmäßig in der Kleinen Galerie der Werdauer Stadthalle „Pleißental“ aus. Die Bilder können bei Anfrage käuflich erworben werden. Die aktuelle Ausstellung soll bis etwa Ende Mai gezeigt werden.

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Werdau

Donnerstag, 18. März 2021

Kommende Woche startet die Frühjahrsbepflanzung

Westsachsen/Zwickau.- Am kommenden Dienstag starten die Mitarbeiter des Garten- und Friedhofsamtes mit der diesjährigen Frühjahrspflanzung. Bepflanzt werden zunächst die Blumenkübel und Hochbeete in der Innenstadt und am Bahnhofsvorplatz. Gleichzeitig erhalten die Balkonkästen und der Eingangsbereich am Rathaus eine farbenfrohe Frühjahrsbepflanzung. Zum Einsatz kommen Narzissen, Primeln, Schöterich und Stiefmütterchen. Sollte das wechselhafte nasskalte Wetter noch anhalten, stellt das für diese Pflanzen kein Problem dar, denn sie halten kurzzeitige Kältephasen schadlos aus.
Insofern es die Witterung zulässt, erfolgen dann auch die Frühjahrspflanzungen auf den städtischen Friedhöfen. Hier werden überwiegend Stiefmütterchen in verschiedenen Farben in die Erde gebracht. Im Park Neue Welt wird eine bunte Mischung aus Tausendschön den beginnenden Frühling einläuten. Auch der Wassergarten in Niederplanitz erhält frühlingsfrische Farbtupfer. In den hier befindlichen Pflanzflächen sind Stiefmütterchen und Tausendschön in den Farben Orange, Dunkelblau und Weiß/Rot vorgesehen. Mit der Bepflanzung der 4 Beete am Platz der Deutschen Einheit wird die Frühjahrspflanzung abschließen. Hier sollen Tausendschönchen und Stiefmütterchen in den Farben Rot, Weiß und orange/dunkelblau die Rabatten zieren.
Aufgrund der gegenwärtigen Witterung kann es möglicherweise zu Verschiebung einiger Pflanztermine kommen. Das betrifft insbesondere die Flächen Am Wassergarten in Planitz und am Platz der Deutschen Einheit im Stadtzentrum. Die großflächigen Beete sind besonders anfällig bei nasser Witterung und müssen erst gründlich abtrocknen. Bis spätestens Ende März – und somit pünktlich vor Ostern - sollten aber die über 26.000 Pflanzen im Boden sein und für ein frühlingshaftes Stadtbild sorgen. Zum Einsatz kommen 16.500 Viola (Stiefmütterchen), 8.400 Bellis (Tausendschön), 600 Myosotis (Vergissmeinnicht) und 600 Erysium (Schöterich). Die Kosten für die Frühjahrsbepflanzung betragen ca. 10.000 Euro.

Quelle und Fotos: Stadtverwaltung Zwickau


Liste aufgetaucht: Stasi-Seilschaften geraten weiter unter Druck

Westsachsen/Dresden/Zwickau.- Nach jahrelangen Vertuschungsversuchen seitens der Zwickauer Justiz bezüglich ihrer ehemaligen Stasi-Mitarbeiter steht die endgültige Aufklärung offenbar kurz bevor. Unserer Zeitung wurde eine Liste mit Namen der infrage kommenden Personen zugespielt, deren Glaubwürdigkeit und Aktualität gerade geprüft wird. Demnach tauchen unter anderem die Namen mehrerer regional bekannter Staatsanwälte und Richter auf. Wie der Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (BStU) gegenüber dem Verein für saubere Justizarbeit mitteilt, ist für die Überprüfung des Personals der Rechtspflege das Sächsiche Justizministerium in Dresden zuständig. Dort hält man sich derzeit noch bedeckt. Unseren Recherchen zufolge, die auf Aussagen von in Zwickau aktiven Rechtsanwälten beruhen, wurde ein Richter mit Doppelnamen bereits auf unbestimmte Zeit beurlaubt.
Seit mehr als zwei Jahren berichtet die Westsächsische Zeitung in Abständen über Missstände in der Zwickauer Justiz. Zuletzt am 9. Februar unter der Überschrift „Polizei bestätigt: Staatsanwaltschaft von Stasi-Zuträgern durchsetzt“. Viele der aufgedeckten Ungereimtheiten sind aus heutiger Sicht auf das Agieren alter Stasi-Seilschaften zurück zu führen. So ist zum Beispiel auffällig, dass bei Ermittlungen der Zwickauer Staatsanwaltschaft Täter aus der linken Szene meist unbehelligt davon kommen. Bei Verdächtigen anderer politischer oder religiöser Einstellungen wird jedoch gnadenlos Anklage erhoben und die Maximalstrafe gefordert. Das hat natürlich einen Grund, der nunmehr klar ersichtlich wird. Beispiele dazu finden sich hier und hier.
Wer jetzt vielleicht meint, mit dem Eintritt der alten Kader ins Rentenalter erledigen sich viele Probleme von selbst, der irrt gewaltig. Damit die Zersetzungsmethoden des ehemaligen MfS weiterleben, wird der Nachwuchs in der Zwickauer Staatsanwaltschaft bereits auf Linie gebracht. Während einer Verhandlung am Landgericht beispielsweise saß ein junger Mann direkt neben einem unter Stasi-Verdacht stehenden Staatsanwalt, erhielt von ihm die Anklageschrift. Dann fachsimpelten sie gemeinsam über den Ausgang des Verfahrens. Auf seine Rolle hin angesprochen behauptete er, lediglich „Zuschauer“ zu sein. Später sah man ihn mehrfach nach Feierabend aus dem Gebäude der Staatsanwaltschaft kommen.
Diese offensichtlichen Lügen sind es, die es dem Bürger auch in Zukunft schwer machen werden, in seiner Sache Recht zu bekommen. Denn Konsequenzen brauchte ein Staatsanwalt für sein Handeln bisher nicht zu fürchten. Von wem auch...?

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Digitales Lernen: Schüler sollen es leichter haben

Westsachsen/Werdau.- Bereits zu Beginn des Schuljahres zeigten die Kinder der Klasse 1b ein großes Interesse am Lernen mit digitalen Medien. Arbeitsblätter, Erklärvideos und Übungen wurden über „LernSax“ bereitgestellt.
Während der pandemiebedingten Schulschließung hatten die Schüler der Klasse 1b und deren Eltern regelmäßigen Kontakt mit der Lehrkraft durch Videokonferenzen über „Schullogin“. Individuelle Beratungen und ein Elternabend fanden auch auf diese Weise statt.
Nach der Schulöffnung entschied sich eine Familie aus gesundheitlichen Gründen, ihr Kind im Homeschooling zu belassen. Stabiles und schnelles Internet in der Schule sowie der Einsatz vorhandener Geräte ermöglichen die Teilnahme des Kindes am Unterricht der Klasse per Videokonferenz.
Im Präsenzunterricht wird nun regelmäßig das Computerkabinett der Schule genutzt. Die Schüler der Klasse 1b arbeiten motivierter und selbstständiger. Digitalisierung ermöglicht (zum Beispiel durch Lernprogramme) einen aktuellen und flexiblen Unterricht, der dem individuellen Lernfortschritt der Kinder angepasst ist.

Quelle und Foto: Karla Weber (stellv. Schulleiterin GHS-Werdau)

Mittwoch, 17. März 2021

Buchlesung mit der Autorin: „Weggesperrt“ von Gudrun Rödel

Westsachsen/Zwickau.- Vor einigen Tagen fand im Redaktionsbüro der Westsächsischen Zeitung die lang erwartete erste Buchlesung mit Gudrun Rödel (Foto) statt. Die Autorin stellte ihr neues Buch „Weggesperrt“ einem interessierten Publikum vor. Im Laufe des Abends gab Gudrun Rödel eine Einführung in die drei spektakulären Kriminalfälle, die im Mittelpunkt ihres neuen Buches stehen. So der Fall der getöteten Peggy Knobloch (9) und das darauf folgende Fehlurteil gegen einen geistig behinderten Nachbarn. Der lange zurückliegende Mordfall an Ursula H. und seine mehr als zweifelhafte Aufklärung nach fast drei Jahrzehnten sowie der Überfall auf Natalie S. im Jahre 2003, für den Alexander Daniel Z., ein offensichtlich unbeteiligtes Bauernopfer, im Nachgang verurteilt worden war.
Die Gemeinsamkeit der drei beschriebenen Fälle liegt im skandalösen Verhalten von Ermittlungsbhörden und Gerichten, die aus unterschiedliche Gründen bestrebt waren, ihren jeweiligen Fall als geklärt abzuschließen. Auch zum Preis von Fehlurteilen gegen Unschuldige. Besonders das Schicksal des geistig behinderten Ulvi K., dem man mit schier unglaublichen Verdrehungen und Beweisfälschungen zum Mörder der kleinen Peggy machte und der dafür ein Jahrzehnt unschuldig hinter Gittern saß, bewegte das Publikum an diesem Abend sehr. Die teils sehr ausführlichen Schilderungen der Autorin über ihr jahrelanges Engagement für Opfer von Justizskandalen boten viele neue Details und Erkenntnisse für die Gäste des Abends. So verging der über zweistündige Vortrag wie im Fluge und wurde mit viel positiver Resonanz aufgenommen. Eine teils kontrovers geführte Diskussion über die Ausmaße von systematischem Justizunrecht rundete den interessanten Abend ab.
Weitere Veranstaltungen sind in Planung. Gudrun Rödels Buch „Weggesperrt“ kann man hier bestellen: www.zpa-online.de


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Freitag, 12. März 2021

Feuerwehr im Großeinsatz: Falsche Zutaten für die Heizungsanlage?

Westsachsen/Werdau.-
Heute in den frühen Morgenstunden drangen dicke, schwarze Rauschschwaden aus dem Keller eines Gebäudes auf der St.-Florian-Straße in Werdau, direkt gegenüber des Beruflichen Schulzentrums. Aus diesem Grund wurden die Rettungskräfte der Stadt um 7:39 Uhr wegen des Verdachtes auf einen Gebäudebrand alarmiert. Vor allem für die herbeigerufene Feuerwehr der Stadt, deren Gerätehaus nur wenige Meter weiter ist, war das ein Heimspiel.
Als die Kameraden wenige Minuten später an der Einsatzstelle eintrafen stellte es sich heraus, dass es sich um die Fehlbefeuerung einer Heizungsanlage handelte. Dadurch kam es – nicht zum ersten Mal – zu einer starken Rauchentwicklung, die in der Nachbarschaft zu spüren war. Die Feuerwehr, die mit insgesamt 38 Kameraden der Ortswehren Werdau, Königswalde und Langenhessen angerückt war, konnte die Lage schnell unter Kontrolle bringen. Verletzte gab es zum Glück keine. Dennoch waren ein Rettungswagen der DRK-Rettungswache Werdau sowie der Organisatorische Leiter Rettungsdienst und die Polizei vorsorglich zum Ort des Geschehens alarmiert worden.

Winkeladvokat zeigt willkürlich Opfer an: Wie anonym ist anonym?

Westsachsen/Plauen/Werdau/Zwickau/Bayern/Hof.- Dreht er jetzt völlig durch? Rechtsanwalt Reinhardt Schübel, der falsche Doktor aus Plauen (WSZ berichtete), hat eine weitere Anzeige am Hals. Diesmal anonym verfasst. Die Polizei in Hof (Bayern) hat ihn deshalb zur Vernehmung geladen. Hier behauptet der Advokat zu wissen, wer diese anonyme Anzeige verfasst hat: „Claudia Friedrich aus Werdau! Wer sonst?“ Der Vorgang wurde zur weiteren Bearbeitung an die Polizeidirektion nach Zwickau übergeben. Von hier bekam Frau Friedrich einen Fragebogen zugesandt. Die erste Frage lautet: Haben Sie eine anonyme Anzeige gegen „Dr.“ Reinhardt Schübel verfasst? Weitere folgen...(siehe Foto).
Mal ganz abgesehen davon, dass ein anonymer Anzeigenerstatter wahrscheinlich aus gutem Grund seinen Namen nicht nennen will, hat gerade die jetzt von Schübel angezeigte Frau überhaupt keine Veranlassung, anonym zu bleiben. Im Gegenteil. Bereits seit Jahren zeigt sie regelmäßig den nach ihren Worten „kriminellen, betrügerischen, faulen und verlogenen Anwalt“ bei den Behörden in Zwickau wegen Prozessbetrug, Mandantenverrat und einiger anderer Delikte an. Bisher ohne nennenswerten Erfolg. Jetzt liegt die Sache in Bayern und es kommt ein Fragebogen.
Bis zum 19. März hat Frau Friedrich Zeit, darauf zu antworten. Erste Gespräche mit dem bearbeitenden Polizeikommisariat lassen auf eine umfangreiche Ermittlung schließen. Die bisher in Zwickau liegen gebliebenen Strafanzeigen gegen Schübel werden um den Punkt falsche Verdächtigung nach § 164 StGB erweitert und in Hof bearbeitet. Die Betroffene hofft, dass der seit Jahren an ihr begangene schwerwiegende Betrugsfall dadurch endlich richtig aufgeklärt wird.

Das Übel- Schübel Lied bei YouTube

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Dienstag, 9. März 2021

Josefine (12): „Ich lasse mich nicht erpressen!“

Westsachsen/Zwickau.-
Am Montagabend versammelten sich auf dem Zwickauer Hauptmarkt erneut zahlreiche kritische Zeitgenossen, um ein deutliches Zeichen gegen die andauernden Freiheitsbeschränkungen im Zusammenhang mit der Corona-Panik zu setzen. Etwa 200 Menschen hatten diesmal den Weg in die Innenstadt gefunden, um unter den Augen eines massiven Polizei-Aufgebotes von ihrem Recht auf freie Meinungsäußerung Gebrauch zu machen. Zahlreiche Redner kamen dieser Möglichkeit nach und machten ebenso sachlich wie deutlich ihrem Ärger Luft. Vor allem der künftig geplante Testzwang an Schulen erhitzte die Gemüter sichtlich.
Dass es in Zukunft für Schulkinder verpflichtend sein soll, sich regelmäßig testen lassen zu müssen, um überhaupt wieder am Unterricht teilnehmen zu können, stößt auf breite Ablehnung und Empörung. Auch deswegen, weil durch derartige Massentests mit erheblichen Fehlerquoten gerechnet wird. Die angeblichen Infektionszahlen dürften dadurch erneut in die Höhe schnellen, was dann erwartungsgemäß als erneuter Vorwand für weitere Freiheitsbeschränkungen herhalten muss.
Die zwölfjährige Schülerin Josefine (Foto oben) ließ es sich nicht nehmen, selbst ans Mikrofon zu treten und die gegenwärtigen Zustände in aller Deutlichkeit anzuprangern. Das mutige Mädchen denkt gar nicht daran, sich künftig zum Abstrich zwingen zu lassen, um wieder in die Schule gehen zu dürfen. „Ich lasse mich nicht erpressen“, lautete hier ihre klare Ansage. Dass ein Kind den Erwachsenen so eindrucksvoll vorführt, was es heißt, Haltung zu zeigen, bewegte die Gäste der Veranstaltung sehr, was sich in lang anhaltendem Beifall zeigte.

Der angekündigte Besuch von Oberbürgermeisterin Constanze Arndt (Bürger für Zwickau/Foto unten), der im Vorfeld für große Erwartungen gesorgt hatte, geriet dabei in den Hintergrund. Zwar stieß die Visite der neuen Stadtchefin überwiegend auf deutliche Zustimmung; dass sie sich jedoch nur abseits der Veranstaltung in einem Kokon aus maskierten Polizisten in Kampfmontur aufhielt, um an sie gerichtete Fragen zu beantworten, entsprach eher nicht den Vorstellungen, die die meisten Menschen mit einem Bürgerdialog verbinden. Auch bleibt weiterhin völlig unklar, weshalb Veranstaltungen friedlicher und sachlich argumentierender Menschen Woche für Woche von martialisch wirkenden Polizei-Aufgeboten kontrolliert werden müssen. Eine mittlerweile schon fast als „normal“ geltende Praxis, die zahlreiche Veranstaltungsteilnehmer als Einschüchterungsversuch empfinden.
Zum Abschluss wurde der Offene Brief an Landrat Christoph Scheurer (CDU) verlesen, in dem dieser mit deutlichen Worten aufgefordert wird, endlich für Klarheit bei den nicht nachvollziehbaren Statistiken rund um das behauptete Infektionsgeschehen zu sorgen und seiner Pflicht als verantwortlicher Landrat nachzukommen. 

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Erste Hoffnungsschimmer: Nachwuchs darf wieder trainieren

Westsachsen/Werdau.- Es ist der erste Lichtblick für die Werdauer Judoka seit ihrem letzten Training vor rund fünf Monaten: Am 8. März trafen sich 20 Kinder und Jugendliche im Alter von 5 bis 12 Jahren, um ihrem Sport wieder Leben einzuhauchen. In zwei Leistungsgruppen und unter Fachkundiger Anleitung ihrer Trainer vom Judosportverein Werdau e.V. absolvierten sie im Fred-Oettel-Bürgerpark erste Konditions- und Technikübungen.
Möglich machte das die neue sächsische Corona-Schutz-Verordnung, die nun ausdrücklich Kinder- und Jugendsport mit entsprechenden Hygienekonzepten im Freien erlaubt. Dem kurzfristigen Aufruf des Vereinsvorstands waren zahlreiche junge Mitglieder gefolgt.
Judosport hat in Werdau seit 1952 Tradition. 60 Kinder und Jugendliche sowie 20 Erwachsene trainieren im Verein, bestreiten Wettkämpfe und richten unter normalen Bedingungen mehrere Meisterschaften im Jahr selbst aus.

Quelle und Foto: André Kleber, Werbemanufaktur Werdau

Montag, 8. März 2021

Wegen Corona: Offener Brief an Landrat Christoph Scheurer

Westsachsen/Zwickau.- Die Bürgerinitiative „Querdenker2020 Zwickau“ hat von den verordneten Coronamaßnahme endgültig die Nase voll. In einem Brandbrief an den Zwickauer Landrat Christoph Scheurer (Foto) machen sich die Mitglieder der Initiative Luft: „Wir hatten nun schon ein Jahr lang Zeit, uns mit der Thematik Corona auseinanderzusetzen und haben das auch gewissenhaft getan. Es sind mehrere Fragen wichtig um eine Thematik von allen Seiten zu beleuchten“. Dazu haben die Initiatoren einen Fragenkatalog zusammengestellt, den Sie jetzt dem Landrat zugestellt haben. Hier einige Ausschnitte:
- Werden die dem Gesundheitsamt Zwickau vorliegenden Ergebnisse der PCR-Tests und Grundlagen für Quarantäne-Bescheide nach Ct-Werten beurteilt/eingestuft?
- Wie stellt das Gesundheitsamt Zwickau sicher, dass positiv getestet Personen nicht durch einen möglicherweise fehlerhaften PCR-Test positiv sind (also falsch-positiv)?
- Wird die Quarantäne als freiheitsberaubende Maßnahme, wie vom Gesetz gefordert, von einem Richter angeordnet?
- Wie ermittelt der Landkreis Zwickau den Anteil der Gesunden und der symptomlosen Erkrankten und der tatsächlich Erkrankten, um die Maßnahmen gegenüber der Bevölkerung zu rechtfertigen?
Bitte veröffentlichen Sie dazu eine klare und eindeutige Statistik, auf die Rückschlüsse über das Infektionsgeschehen in dieser Altersgruppe zu ziehen sind. (Altersgruppe, positiv Getestete, Erkrankte, symptomlose Erkrankte, stationär Behandelte, Genesene, Verstorbene).
- Warum stellen wir als normale Bürger solche Fragen und nicht der Landrat? Ist nicht genau das seine Aufgabe?
- Der Schutz des Lebens ist natürlich immer wichtig, aber warum wird jedem ein Schutz aufgezwungen?
- Sind wir keine mündigen Menschen? Streitet man uns Eigenverantwortung ab?
Im Brief heißt es weiter: „Wir haben es satt immer wieder vertröstet zu werden mit Zahlen und Hinhaltetaktiken! Nach einem Jahr muss es doch möglich sein, endlich mal Lösungen zu präsentieren, die logisch, umsichtig und für Alle tragbar und umsetzbar sind. Wir wohnen in einem Staat in dem es ein Grundgesetz mit Artikel 1 - die Menschenwürde und aber auch den Artikel 20 Abs. 4 (Widerstandsrecht) gibt. Oder wurde das ohne unser Wissen abgeschafft? Wir sind verantwortungsbewusst und denken an Solidarität. Aber wie solidarisch ist es, Kindern, Jugendlichen und Grosseltern „Hausarrest“ zu erteilen? Wie solidarisch ist es, Geschäftsführern ein Berufsverbot aufzuerlegen?
Es ist unerträglich was hier veranstaltet wird! Wenn man Kindern, die Lachen sollten, eine Maske aufzwingt und ihnen eintrichtert, DAS sei sozial. Wenn man Jugendlichen verbietet, sich frei zu entfalten und das Leben zu entdecken. Wenn man die Älteren wegsperrt und vor sich hinvegetieren lässt. Eine ganz simple Verhaltensweise heißt Eigenwahrnehmung und Eigenverantwortung. Prinzipiell wäre es doch ganz einfach: Fühle ich mich krank, bleibe ich zu Hause, bis es mir besser geht. Das wäre aus unserer Sicht solidarischer. Soll das Jahr um Jahr so weitergehen? Also unsere Vorstellung ist eine andere! Wir möchten eine Welt die offen ist und herzlich, in der wir unser Gegenüber auch mal umarmen dürfen, wenn einem danach ist, ohne den Gedanken an Strafe im Hinterkopf. Wir möchten miteinander reden und nicht übereinander. Wir sind soziale Wesen und brauchen Gemeinschaft. Das ist Leben. Eigenverantwortung und Selbstbestimmung – mehr möchten wir nicht. Möchte das unser Landrat auch? Was glauben Sie?“

Der ganze Brief zum Download hier: Offener Brief Landrat

Freitag, 5. März 2021

Verstoß gegen den verordneten Freiheitsentzug wird gnadenlos verfolgt

Westsachsen/Zwickau.- Die Jagd auf Corona-Sünder hat für die Zwickauer Stadtspitze weiterhin oberste Priorität. Dies stellte der amtierende Rathaussprecher Mathias Merz (Foto), der von vielen Zwickauern vor allem als Altlast der Findeiß-Ära gesehen wird, in dieser Woche unmißverständlich klar. In der Morgenpost verkündet er seine Bilanz der vergangenen Tage: Eine aufgelöste Feierlichkeit mit zehn Menschen in einer Pölbitzer Wohnung, die Auflösung einer illegalen Versammlung in einer Garage mit acht Menschen und die Auflösung einer Festlichkeit für sechs Kinder und Jugendliche. Diese „schwerwiegenden“ Verstöße gegen den erst kürzlich von der Landesregierung wieder verlängerten Freiheitsentzug wurden mit massiven Aufgeboten aus Polizei und Ordnungsamt aufgelöst, alle Beteiligten werden strafrechtlich verfolgt.
Rathaussprecher Merz verkündet diese Bilanz nicht ohne sichtlichen Stolz. Die Verfolgungen seien schließlich „im Interesse von Familien, Freunden und Mitbürgern“. Ob die Betroffenen das auch so sehen, dürfte fraglich sein. Merz selbst legt, wie viele andere kommunalpolitische Akteure auch, für sich selbst die Corona-Regelungen weitaus großzügiger aus. Zwar achtet er sehr penibel darauf, dass Rathausbesucher ihre Gesichtsmasken korrekt anlegen, an sich selbst stellt er jedoch weitaus geringere Ansprüche. Einen Mundschutz brauche er beim Kontakt mit Bürgern nicht zu tragen, stellte er im vergangenen Jahr gegenüber zwei Mitgliedern des Recherche-Teams der Westsächsischen Zeitung klar. Schließlich sei er hier bei der Arbeit.
Wie Oberbürgermeisterin Constanze Arndt (Bürger für Zwickau) die aktuellen Aktivitäten der Zwickauer Ordnungshüter gegen die Bürger, die sie zum Oberhaupt der Stadt gewählt haben, bewertet, wurde bisher noch nicht kommuniziert. Wir haben uns diesbezüglich mit einer Presseanfrage an die Oberbürgermeisterin gewandt. Über die Beantwortung werden wir in Kürze informieren.

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Die Alten sollen Leben retten: Abgabe von Verbandsmaterial erwünscht

Westsachsen/Werdau.- Sie liegen in Garagen, im Küchenschrank, dem Kofferraum oder hängen manchmal sogar seit Jahren unbemerkt an der Wand: Kisten mit abgelaufenem Verbandmaterial. Was für die einen eine eiserne Reserve, für viele jedoch nur ein vergessenes Relikt oder schlicht „Müll“ ist, kann tatsächlich Leben retten. Darauf macht Thomas Schreiber (Foto), Ausbildungsleiter des DRK-Kreisverbandes Zwickauer Land e.V. noch einmal aufmerksam. Denn das Material eignet sich perfekt für Schulungen in Erster Hilfe. „Jahr für Jahr bilden wir zwischen 2.000 und 3.000 Menschen im Kreisverband in lebensrettenden Maßnahmen aus. Die Lehrgänge werden so praxisnah wie möglich durchgeführt. Das bedeutetet natürlich einen großen Bedarf an entsprechenden Übungsmaterialien“, erklärt der 63-jährige Rot-Kreuzler. Was liegt da näher, als auf alte, jedoch verschlossene und noch gut nutzbare Materialien zurück zu greifen? Abgegeben werden können sie zum Beispiel in den Sozialmärkten Crimmitschau und Werdau oder an der Stadtinformation im Werdauer Rathaus. Das DRK kann so, unterstützt durch Bevölkerung und Unternehmen, aus Abfall einen wichtigen und nützlichen Rohstoff machen – ein nachhaltiger Nutzen für die Gesellschaft als Ganzes. 2020 bildete der DRK-Kreisverband Zwickauer Land e.V. in 36 Erste-Hilfe-Ausbildungen 562 Personen aus. Hinzu kamen 88 Auffrischungslehrgänge mit 1.451 Teilnehmern. Außerdem gab es 6 Seminare „Erste Hilfe am Kind“, 11 Kurse „Erste Hilfe in der Pflege“ und zwei Veranstaltungen „Erste Hilfe am Kind“. 45 Grundlehrgänge mussten Corona-bedingt abgesagt werden. Sobald die derzeitigen Auflagen gelockert werden, rechnet das DRK mit einem deutlichen Anstieg der Lehrgänge. Aktuell bereits gut nachgefragt ist die Schulung zum Covid-19-Schnelltester, die im Werdauer Ausbildungszentrum „Altes Schützenhaus“ in Kooperation mit dem DRK-Bildungswerk Sachsen in Dresden angeboten wird. Interessenten für alle Lehrgänge können sich an Thomas Schreiber, Mobil 0174 3375521 oder t.schreiber@drk-zwickauer-land.de wenden.

 Quelle und Foto: André Kleber, Werbemanufaktur Werdau GmbH

Freitag, 26. Februar 2021

Frohe Ostern: Eier sollen wieder in die Stadt locken

Westsachsen/Werdau.- Nach einer Zwangspause 2020 soll der Werdauer Osterbrunnen in diesem Jahr wieder in seiner vollen Pracht in die Innenstadt locken. Mit den entsprechenden Vorbereitungen haben Brigitte Tittmann und Helga Kleber im Februar begonnen. Aktuell werden die überdimensionalen Eier, die einst vom Bildungswerk der Sächsischen Wirtschaft aus alten Fahrradfelgen gefertigt wurden, neu dekoriert. Am Freitag, den 26. März soll dann mit Unterstützung vom Garten- und Landschaftsbau Volkmar Gutsche der Aufbau und die Dekoration vor Ort am Marktbrunnen erfolgen. Das nötige Strauchmaterial liefert voraussichtlich der Werdauer Waldfriedhof an. Erstmals in diesem Jahr mit im Boot ist die Werbemanufaktur Werdau GmbH. „Mit dem Ende meiner Tätigkeit in der Stadtverwaltung war auch die Zukunft des Osterbrunnens und Adventskranzes offen. Beides war und ist für mich jedoch eine Herzensangelegenheit. Aus diesem Grund haben mein Team und ich uns entschlossen, beide Projekte aktiv als Firma zu unterstützen“, so André Kleber, ehemaliger Fachdienstleiter Stadtmarketing im Werdauer Rathaus. Unabhängig davon sind die Organisatoren stets auf der Suche nach neuen, bemalten (Plastik-)Eiern und tatkräftigen Helfern. Insbesondere die beiden federführenden Seniorinnen würden sich sehr freuen, künftig nur noch beratend tätig zu sein.
Interessenten können sich bei André Kleber unter Telefon 0174 7275595 melden.

Quelle und Foto: André Kleber, Werbemanufaktur Werdau