Dienstag, 29. Oktober 2019

Zum 9. November: Beethoven-Oper als Hohelied der Freiheit

Bad Elster.- Am Sonnabend, den 9. November öffnet sich zum 30. Jahrestag des Berliner Mauerfalls um 19.30 Uhr der Vorhang für die Premiere zu Beethovens berühmter Oper »Fidelio« im König Albert Theater Bad Elster. In der Inszenierung von Manuel Schöbel musizieren die Landesbühnen Sachsen mit der Elbland Philharmonie Sachsen unter der musikalischen Gesamtleitung von GMD Florian Merz. Beethoven, der sich den Idealen der Französischen Revolution verpflichtet fühlte, schrieb hier eine schicksalhafte Freiheitsoper: Obwohl das Werk in ein Gefängnis führt, siegt Gerechtigkeit über Tyrannenwillkür.
»Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geiste der Brüderlichkeit begegnen.« Ungeachtet dieser Forderung in Artikel 1 der UN-Menschenrechtscharta von 1948, die den Ruf nach Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit aus Zeiten der Französischen Revolution zitiert, werden auch heutzutage in den erstarkenden Diktaturen dieser Welt unbequeme Kritiker ausgeschaltet und ohne rechtsstaatliche Verfahren in Gefängnissen weggesperrt. Verkleidet als Mann sucht Leonore, die sich Fidelio nennt, in dem Kerker des Gefängnisdespoten Don Pizarro nach Florestan, ihrem wahrheitsliebenden und mutigen Gatten, der seit zwei Jahren spurlos verschwunden ist. In letzter Minute kann sie durch beherztes Eingreifen den Mord Pizarros an einem streng abgeschirmten Staatsgefangenen verhindern, in dem sie schließlich ihren Florestan erkennt. Die Oper, die wie ein Singspiel beginnt und als große Oper vom Kerkerdunkel ans Licht führt, mündet im Zusammenhang mit einer Generalamnestie aller Gefangenen – ähnlich wie später die 9. Symphonie mit ihrem Vokalfinale – in ein Oratorium: Ein »Hohelied der Freiheit«. Tickets: 037437/ 53 900 | www.koenig-albert-theater.de

Foto: Pawel Sosnow

Weihnachtliches Konzert der Vogtland Philharmoniker

Werdau.- Liebhaber der besinnlichen Klassik kommen am Mittwoch, 27. November 2019, um 19.30 Uhr in Werdau ganz auf ihre Kosten. Dann nämlich gastiert die Vogtland Philharmonie unter Leitung von Dirigent Dorian Keilhack in kammermusikerkalischer Besetzung im Stadtverordnetensaal des Rathauses und stellt mit der jungen Cellistin Margreta Häfer, Konzertmeister Sergei Synelnikov (Violine) und Michael Krejcik (Viola) gleich drei Solisten in den Mittelpunkt ihres Adventskonzertes.
Auf dem Programm stehen Francesco Manfredinis berühmtes Weihnachtskonzert „Sinfonia Pastorale per il Santissimo Natale“ op. 2 Nr. 12 D-Dur, Joseph Haydns Konzert für Violoncello und Orchester Nr. 1 C-Dur (Hob. VIIb:1) sowie Wolfgang Amadeus Mozarts Sinfonia Concertante für Violine und Viola Es-Dur KV 364 (320d).
Beginn der Veranstaltung ist 19.30 Uhr. Karten gibt es zum Preis von 14,00 EUR, ermäßigt für Schüler und Studenten 7,00 EUR, an der Bürgerinformation oder an der Abendkasse im Rathaus. Einlass ist um 18.30 Uhr.

Montag, 28. Oktober 2019

Feuerwehren der Stadt Werdau testen Sonderlage „Mistral“

Werdau.- Am Samstag gegen 08:50 Uhr ertönten in allen Ortsteilen der Stadt die Sirenen und alarmierten 50 Kameraden und Kameradinnen der jeweiligen Feuerwehr zum Einsatz. Der Text auf den digitalen Meldeempfängern war anders als sonst – Sonderlage Werdau, Herstellen Einsatzbereitschaft und Melden in der Einsatzleitung. Die Gemeindefeuerwehr Werdau hat sich an einer vom Landkreis organisierten Übung beteiligt. Auch in Fraureuth, Neukirchen und Crimmitschau wurde diese Übung mit durchgeführt.
Was war geschehen? Es gab eine 5b – Wetterlage namens Mistral. Sturm, heftiger Regen und Schneemassen haben im gesamten Landkreis zu einem erhöhten Einsatzaufkommen geführt.
Was sollte mit der Übung unter anderem erreicht werden?
- Aus- und Fortbildung der Führungskräfte der Gemeindefeuerwehr
- Einweisung in die Handlungsabläufe bei Sonderlagen
- Nutzung des Mobikat Einsatzmoduls zur Lageführung und Darstellung in allen Führungsstellen
Nach dem Aufbau der Einsatzleitung im Gerätehaus Werdau galt es auch schon, die ersten Einsätze zu bearbeiten. Einsatzleiter Alexander Bauer und sein Team begannen mit dem Koordinieren der 10 Einsatzfahrzeuge. Die Einsatzstellen wurden angefahren, Lageerkundungen durchgeführt und Rückmeldungen gegeben. Insgesamt mussten 30 Einsätze unterschiedlicher Art abgearbeitet werden. Noch während  dieser Übung kam es zu einem Realeinsatz in Langenhessen. Durch die Kameraden musste eine Türnotöffnung abgearbeitet werden.
Nach über 4 Stunden angestrengter Arbeit und Führung konnte Gemeindewehrleiter Henning Tröger am Ende ein sehr positives Fazit ziehen. „Ich bin mit der Übung und der Umsetzung der gestellten Aufgaben mehr als zufrieden; natürlich gibt es hier und da Verbesserungsbedarf“. Auch Oberbürgermeister Sören Kristensen sowie Ordnungsamtsleiter Florian Kieslich konnten sich vom guten Verlauf direkt vor Ort überzeugen.
Die Ausbildung in den letzten Monaten, die technische Ausrüstung des Raumes für Sonderlagen und das Zusammenwirken der einzelnen Kräfte macht es uns möglich, solche Lagen zu führen.

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Werdau

Freitag, 25. Oktober 2019

17. Internationales Bäderfechtturnier: Engarde Royal

Bad Elster.- Am Samstag, den 2. November wird das Königliche Kurhaus Bad Elster ab 9.00 Uhr zum 17. Mal zur großen Fechtsporthalle. Dann lädt die SG Medizin Bad Elster in Kooperation mit der Chursächsischen Veranstaltungs GmbH und der Sächsischen Staatsbäder GmbH zum 16. Internationalen Bäderfechtturnier in das historische Ambiente Bad Elsters ein. In den Räumlichkeiten des Königlichen Kurhauses kreuzen sich an diesem Tag wieder die Klingen von über 15 Mannschaften u.a. aus Rottleben, Radebeul, Saalfeld, Schkeuditz, Hof, Selb, Dresden, Pisek (Tschechien) und natürlich Bad Elster. Jedes Team der Freizeitfechter besteht aus einer Frau und einem Mann, weshalb das Turnier auch unter dem Motto „Sie und Er: Städte- und Degenturnier“ steht. "Die besondere Wettkampfatmosphäre hier im Königlichen Kurhaus ist jedes Jahr ein Aushängeschild des Freizeitfechtsports im Vogtland und der europäischen Bäderregion" erklärt freudig Michael Höfer von der Abteilung Fechten der SG Medizin Bad Elster und ergänzt „Mittlerweile ist das Turnier auch zu einem herzlichen Treffen befreundeter Teams in königlicher Kulisse geworden – genau das macht eben unseren Gästeort Bad Elster so besonders!“
Die Siegerehrung des 17. Internationalen Bäderfechtturniers findet am Ende der Wettkämpfe gegen 16.00 Uhr statt. Die Veranstalter des Turniers - die SG Medizin Bad Elster in Kooperation mit der Chursächsischen Veranstaltungs GmbH und der Sächsischen Staatsbäder GmbH - laden alle am Fechtsport-Interessierten herzlich ein, das 17. Internationale Bäderfechtturnier 2019 im Königlichen Kurhaus in Bad Elster zu besuchen. Der Eintritt ist frei. Alle Infos: 037437/ 53 900 | www.badelster.de

Foto: Jan Bräuer

Mittwoch, 23. Oktober 2019

Ein letztes Mal dröhnen dieses Jahr die Motoren

Reinsdorf.- Einen Rennsportsonntag der Extraklasse hält der 27. Oktober bereit. Zum 11. Mal geben sich dann alte Haudegen des Zwei-, Drei- und Vierrad-Motorsports die Ehre. Vor sicherlich wieder imposanter Zuschauerkulisse werden sie auf dem 1,2-km-Rundkurs im Reinsdorfer Gewerbegebiet ihre Runden drehen. Bewährter Weise werden die Motorräder und Autos in 5er, 10er oder 20er Gruppen entsprechend der eingeteilten Leistungsgruppen/  Klassen zwei- oder dreimal auf den Kurs gehen. Je nach Größe des Teilnehmerfeldes werden die Fahrer sich und ihre Fahrzeuge für jeweils zehn oder 15 Minuten präsentieren. „Wir wollen allen Teilnehmern und natürlich den Zuschauern so oft wie ausführbar die Möglichkeit geben, sich zu zeigen und das Flair des Motorrennsports zu erleben“, liegt die akribische Organisation dafür auf dem Tisch von Johannes Schmutzler vom MC Zwickau.
Der erste Start erfolgt um 9:30 Uhr und um 17:00 Uhr wird die letzte Zielflagge geschwenkt. Es wird mit über 80 Meldungen gerechnet. In den Nennlisten stehen neben Rennmaschinen, Tourenwagen und Karts aus den vergangenen Jahrzehnten auch die besonders beeindruckenden Seitenwagen-Gespanne. Das älteste Fahrzeug ist ein Motorrad NSU OSL 501 aus dem Jahr 1938. Auch einige Rallye-Teams haben sich angemeldet. Dazu gesellen sich Aktive aus dem gesamten Bundesgebiet und laufenden Klassik-Trophy (ADMV Classic Cup). Zum Fachsimpeln wird das Fahrerlager im Briefzentrum Zwickau der Deutschen Post AG der Hauptanziehungspunkt für alle Motorsportfans sein. Dass es an diesem Tag nicht um Pokale und auszufahrende Wertungen geht, ist völlige Nebensache. Bei dieser Demonstrationsfahrt für Historische Renn- und Sportfahrzeuge steht ausschließlich die pure Begeisterung für den Motorsport im Mittelpunkt.

Dienstag, 22. Oktober 2019

Mehr als zehn Nationen lernen Pflegeberuf in Werdau

Werdau.- Insgesamt rund 95 Schülerinnen und Schüler aus fünf Nationen sind in den zurückliegenden Wochen in die Ausbildung zur Altenpflege an den Neidel International Schools in Werdau gestartet. Die jungen Erwachsenen absolvieren in der Pleißestadt eine dreijährige Ausbildung mit dem Ziel, künftig als Pflegefachkräfte in der Region eingesetzt werden zu können.
Neben den klassischen Inhalten geht die Werdauer Schule jedoch noch einige Schritte weiter, hilft mit ganz konkreten Angeboten den Auszubildenden bei der Integration vor Ort, ein Angebot, von dem sowohl Schüler als auch Ausbildungsbetriebe profitieren. Zum Programm gehört unter anderem eine Willkommenspräsentation mit Oberbürgermeister Sören Kristensen im Rathaus mit anschließender Turmbesteigung.
Die Stadtverwaltung selbst ist seit Jahren Teil eines sehr aktiven Netzwerkes zur Integration. Man sieht darin eine von vielen Möglichkeiten, dem demographischen Wandel offensiv zu begegnen.
An den Neidel International Schools in Werdau absolvieren aktuell insgesamt ca. 350 Schülerinnen und Schüler, davon mindestens ein Drittel mit Migrationshintergrund, aus mehr als 10 verschiedenen Nationen (Deutschland, Bosnien, Vietnam, Serbien, Albanien, Montenegro etc.) eine Ausbildung im Bereich der Gesundheitsberufe. Hinzu kommen regelmäßige Teilnehmer an vorbereitenden Deutschkursen und telc - Sprachprüfungen.

Kunstsammlungen zeigen Lieblingsstücke zur Museumsnacht

Zwickau.- Am Samstag, 26. Oktober 2019, ist es wieder so weit. Dann öffnen von 18 bis 24 Uhr wieder Museen und Einrichtungen der Stadt ihre Türen für eine lange ereignisreiche (Museums-)Nacht.
Besucher erwartet ein Blick hinter die Kulissen, sie können den Kuratoren und Museumsdirektoren Fragen stellen und einzigartige Schätze in den Ausstellungen und Museen der Stadt entdecken. Ein Shuttle mit historischem Omnibus und historischer Straßenbahn verbindet an diesem Tag Zwickaus einzigartige Museumslandschaft und lädt dazu ein, Neues zu entdecken. Die Tickets zu einem günstigeren Vorverkaufspreis sind in allen teilnehmenden Einrichtungen und in der Tourist Information, Hauptstraße 6, erhältlich.
Die Museumspädagogin in den KUNSTSAMMLUNGEN ZWICKAU Max-Pechstein-Museum, Fabia Günther-Sperber, wird am Samstag in den Führungen um 18 und 19.30 Uhr die Lieblingsstücke der Museumsbesucher präsentieren. Eines der berühmtesten Objekte aus der Skulpturensammlung ist das im Erzgebirge verbreitete „Bornkinnl“ aus dem 15. Jahrhundert. Das pausbäckige Kindchen mit hellem Inkarnat, geröteten Wangen, roten Lippen, blauer Iris, schwarzen Pupillen und braunen Wimpern steht mit nackten Füßen auf einer Konsole mit angedeutetem steinigen Untergrund. Der kleine Jesusknabe als Einzelfigur – dargestellt als stehendes, etwa einjähriges nacktes Kind in Lebensgröße – kommt seit dem Anfang des 14. Jahrhunderts vor. Besondere Bedeutung erlangt die Darstellung des Jesuskindes bei der volkstümlichen Feier der Weihnacht, wo es als sogenanntes „Bornkinnl“ auf den Altar gestellt wurde. In der Zwickauer Marienkirche wurde dieser Brauch 1993 wieder aufgenommen! Diese „Bornkinnl“ oder „Jesulein“, die im Erzgebirge besonders häufig vorkommen, waren zum Bekleiden vorgesehen. Die Gewänder haben sich allerdings selten original erhalten.
Ein Gebärdendolmetscher wird die Führung begleiteten und übersetzen. Unter www.zwickau.de/museumsnacht ist das gesamte Programm 2019 zu finden. Es empfiehlt sich, die eigenen Highlights zu markieren, um bei den vielen interessanten Veranstaltungen nicht den Überblick zu verlieren.
Teilnehmende Museen und Einrichtungen auf einen Blick:
-          August Horch Museum, Audistraße 7
-          KUNSTSAMMLUNGEN ZWICKAU Max-Pechstein-Museum, Lessingstraße 1
-          Ratsschulbibliothek, Lessingstraße 1
-          Stadtarchiv (20 und 21.30 Uhr mit einer Filmvorführung in den KUNSTSAMMLUNGEN ZWICKAU Max-Pechstein-Museum), Lessingstraße 1
-          Priesterhäuser, Domhof 5-8
-          Galerie am Domhof, Domhof 2
-          Robert-Schumann-Haus, Hauptmarkt 5 (21 Uhr: Theateraufführung Theater Plauen-Zwickau)

Stau wegen Unfall: Frühstück auf der Autobahn

Crimmitschau.- Mit großer Dankbarkeit wurden Einsatzkräfte der DRK-Wasserwacht Koberbachtalsperre, einer Ortsgruppe des DRK-Kreisverbandes Zwickauer Land e.V., am frühen Dienstagmorgen auf der Autobahn A 4 begrüßt. Im Auftrag des Rettungszweckverbandes „Südwestsachsen“ waren insgesamt sechs ehrenamtliche Helferinnen und Helfer mit zwei Fahrzeugen angerückt, um die Betroffenen eines Staus zu versorgen, für die es seit der Nacht weder vor noch zurückgegangen war. Im Gepäck hatten die Wasserwächter Getränke, warme Wiener mit Brötchen, Energieriegel und Decken, um den Zwangsaufenthalt etwas angenehmer zu gestalten.
Ursache für den Einsatz war ein LKW-Unfall auf der A4 zwischen den Anschlussstellen Schmölln und Meerane, der die komplette Fahrbahn blockierte. Der Fahrer kam glücklicherweise mit dem Schrecken davon. Gegen 9 Uhr konnte die Sperrung teilweise aufgehoben werden. Dann versorgten die Kameradinnen und Kameraden noch die herbeigerufenen Einsatzkräfte, die mit der Bergung des LKW beschäftigt waren.
Die DRK-Wasserwacht Koberbachtalsperre ist, anders als ihr Name vermuten lässt, auch vielfältig an Land aktiv. Mit ihren rund 200 ehrenamtlichen Mitgliedern aus 7 Nationen können neben dem Wasserrettungsdienst auch Sanitätsdienste und unterschiedliche größere Schadensereignisse mit Helfern und Material abgedeckt werden.

Tipp der Woche: Poetisches Schattentanztheater in Bad Elster

Bad Elster.- Am Sonnabend, den 2. November präsentiert das Kölner Theaterensemble »Die Mobilés« um 19.30 Uhr mit »Moving Shadows« im König Albert Theater Bad Elster eine faszinierende Theatershow und entführt die Zuschauer facettenreich mit extravaganten Schattenspielen in eine andere Welt.  Tiere, Menschen, Pflanzen - als Schatten in Bewegung! Es gibt viele Begriffe für dieses Genre: Schattentheater. Shadowdance. Schattenspiel. Keiner reicht jedoch für die berauschende Performance dieser Truppe aus. Die grandiose Theatershow versetzt die Zuschauer in begeistertes Staunen! Mit erstaunlicher Präzision und verblüffender Leichtigkeit kreieren »Die Mobilés« auf der Bühne charmante einfallsreiche Geschichten – von zauberhaft poesievoll bis hinreißend komisch. Das überraschende, geheimnisvolle Schattenspiel entführt so an diesem Abend das Publikum in eine fantastische Welt der Imagination. Die Körper verschmelzen auf artistische Weise und werden so zu verschiedensten Dingen, Tieren, Pflanzen – und wieder zu Menschen. Erstklassig performt in mitreißender Musik entsteht dabei ein unglaublich fesselnder Bilderreigen, der Assoziationen und Emotionen weckt. Das Spiel mit Licht und Schatten wird dabei zum zauberhaften Spektakel für die ganze Familie… Tickets: 037437/ 53 900 | www.koenig-albert-theater.de

Foto: Manni Linke

Freitag, 18. Oktober 2019

Stadt setzt auf verkehrsberuhigte Maßnahmen im Stadtgebiet

Zwickau.- Kinder möchten immer in Bewegung sein, ob zu Hause, im Urlaub, in den Ferien – und erst recht nach einem anstrengenden Schultag hinter der Schulbank. Besonders jüngere Kinder können noch nicht wirklich zwischen Garten und Parkplatz, Bürgersteig und Straße unterscheiden. Sie laufen und springen wie immer und reagieren auf äußere Einflüsse spontan: Dadurch wird ihr Verhalten für andere Verkehrsteilnehmer unberechenbar.
Mit verkehrsberuhigten Maßnahmen werden Straßen sicherer, vor allem für Kinder. In Zwickauer Wohngebieten sind Tempo-30-Zonen seit vielen Jahren selbstverständlich, auch streckenbezogene Temporeduzierungen von 50 auf 30 km/h – nicht aber in sensiblen Bereichen wie vor Kitas und Schulen – zumindest nicht überall. Rund 77 Prozent der Zwickauer Einrichtungen befinden sich bereits im Geltungsbereich verkehrsberuhigender Maßnahmen (Tempo-30-Zone, Sackgasse, Spielstraße etc.), wie z. B. die Nicolaischule in der Innenstadt, das Peter-Breuer-Gymnasium in der Georgenstraße und die Kita „Krümelkiste“ in der Stephan-Roth-Straße. Bei den restlichen 23 Prozent fehlte der Stadt bisher die gesetzliche Grundlage, ähnliche Maßnahmen zur Sicherheit der Kinder anzuordnen.

Das hat sich jedoch geändert. Seit der Gesetzesnovelle 2017 ist die Hürde für Tempo 30 deutlich gesunken. Voraussetzung war bislang eine vorhandene Gefahrenlage, die das gewöhnliche Verkehrsrisiko erheblich übersteigt. Durch die Änderung ist dies nicht mehr zwingend nötig. Den größeren Handlungsspielraum nahm die Stadt Zwickau nicht nur wohlwollend zur Kenntnis, sondern begann zeitnah mit der Planung und Umsetzung verkehrsberuhigender Maßnahmen und Ergänzungsbeschilderungen in den noch ausstehenden Kita- und Schulbereichen. Das betraf vor allem die Einrichtungen, die unmittelbar an (Hauptverkehrs-)Straßen liegen.
In folgenden Bereichen konnten nun - im Zusammenhang mit der StVO-Novelle - noch streckenbezogene Temporeduzierungen auf 30 km/h umgesetzt werden:
-          Ernst-Grube-Straße (Kita Planitzer Kinderwelt),
-          Uthmannstraße (Kita Spaßvogel),
-          Straße der Einheit (Kita Crossener Muldenstrolche),
-          Wostokweg (Kita Sputnik),
-          Lunikweg (Kita Wassertröpfchen),
-          Lunikweg (Hort Wichtelhaus),
-          Dr. Friedrichs-Ring (Kita Stadtstrolche), mit Zusatzbeschilderung „Freiwillig 30“,
-          Freiheitsstraße (Kita Am Wasserturm),
-          Kiesweg (Kita Auerbach),
-          Crimmitschauer Straße abseits (Kita Kinderland),
-          Schneppendorfer Straße (Grundschule Crossen),
-          Uthmannstraße (Schillerschule), mit Zusatzbeschilderung „Freiwillig 30“.
Die Bielstraße in Höhe Dr.-Martin-Luther-Grundschule wurde mit „Freiwillig 30“ beschildert. Noch ausstehend ist die Beschilderung im Bereich der Kita „Grüner Hof“ in der Saarstraße. Hier wurde eine Tempo-30-Zone angeordnet. Diese bildet den Abschluss der Beschilderungen. Damit verfügen dann alle Zwickauer Kitas, Grund-, Ober-, Förderschulen und Gymnasien über ein verkehrsberuhigtes Umfeld.
Bisherige Erfahrungen/Anordnungen haben gezeigt, dass keine weiteren Unfallhäufungen in Bereichen mit Tempo-30-Zonen und Geschwindigkeitsbeschränkungen zu verzeichnen sind und sich diese somit bewährt haben. In verkehrsberuhigten Bereichen ereignen sich nicht nur weniger Unfälle, da Gefahren früher erkannt werden, die Autofahrer nehmen auch mehr Rücksicht auf Kinder. Außerdem werden Lärm und Abgase reduziert und auch die Qualität des Wohnumfeldes steigt.
Abstimmt, angeordnet und umgesetzt wurden alle Maßnahmen in der Arbeitsgruppe Verkehrsorganisation unter Leitung der Straßenverkehrsbehörde gemeinsam mit dem Tiefbauamt, der Polizei und den Unternehmen des ÖPNV.

Projekt Bahnhofsvorplatz: Baumaßnahmen erfordern langfristige Planung

Zwickau.- Die Vorplanungen für die Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes sowie die Innenstadttangente und die neue Quertrasse der Straßenbahn zur Kopernikusstraße laufen auf Hochtouren. Die Ergebnisse für das komplexe Projekt sollen im ersten Quartal des kommenden Jahres den Ausschüssen und dem Stadtrat vorgelegt werden.
Aufgrund des Verschleißes der über 30 Jahre alten Gleisanlage im Bereich des Bahnhofsvorplatzes bzw. der Straße Am Bahnhof muss der Betrieb der zum Hauptbahnhof führenden Straßenbahnlinie ab dem 15. Dezember aus Sicherheitsgründen zunächst eingestellt werden. Die Städtischen Verkehrsbetriebe Zwickau (SVZ) werden die Erreichbarkeit des Hauptbahnhofes vor allem mit der Buslinie 10 sicherstellen. Darüber und über den derzeitigen Stand der Planungen informierten am heutigen Donnerstag Oberbürgermeisterin Dr. Pia Findeiß, Baubürgermeisterin Kathrin Köhler, die Geschäftsführerin der SVZ, Anett Glöckner sowie Tiefbauamtsleiter Thomas Pühn.
Komplexmaßnahme erfordert aufwendige Planungen und intensive Abstimmungen
Aktuell erfolgt die Vorplanung für das Gesamtprojekt, das zu den komplexesten Bauvorhaben seit 1990 gehört. Erforderlich sind aufeinander abgestimmte und ineinander übergehende Planungen für das Teilstück der Innenstadttangente zwischen Reichenbacher und Werdauer Straße, für die Querverbindung der Straßenbahn zwischen Werdauer und Bahnhofstraße sowie den Umbau des Bahnhofvorplatzes. Allein die Umgestaltung des zentralen „Eingangsportals“ der Stadt bietet eine Vielzahl von Herausforderungen. Zu diesen gehören beispielsweise die städtebauliche Aufwertung, die Erhöhung der Aufenthaltsqualität und die generelle Attraktivitätssteigerung, die Verbesserung der Verknüpfung von Schienenfern- und -nahverkehr mit Bussen und Straßenbahnen, die Herstellung der Barrierefreiheit oder die „suggestive“ Führung insbesondere ortsfremder Besucher.
Das Vorhaben betrifft somit die Verkehrsplanung mit einer Fahrbahnfläche von mehr als 15.000 Quadratmetern und einem Gleiskörper mit bis zu 6.000 Quadratmetern. Hierbei entsteht eine planerische Komplexität, die nicht nur die allgemeinen städtebaulichen Zwangspunkte, sondern auch das Bauwerk der Deutschen Bahn über die Kopernikusstraße und die grundlegenden Belange des Bahnhofsvorplatzes berücksichtigen muss. Das mit den Planungsleistungen beauftragte Büro Obermeyer Planen und Beraten GmbH befindet sich daher in enger Abstimmung mit der SVZ und dem Tiefbauamt.
Es wird auch die Möglichkeit angestrebt, den Bahnhofsvorplatz im Sinne einer vorgezogenen Realisierung aus der zukünftigen Vorzugslösung herauszutrennen und „vorzuziehen“. Hierfür werden somit auch verschiedene Varianten geprüft, den Teilbereich des Bahnhofsvorplatzes planerisch so kompatibel wie möglich zum Gesamtprojekt zu gestalten. Außerdem werden die erforderlichen Baugrunduntersuchungen in zwei Stufen durchgeführt. Die Ergebnisse der ersten Stufe, in der die Bereiche berücksichtigt werden, die variantenunabhängig immer im Projektumfang liegen, sollen noch im Oktober vorliegen.
Ziel ist, erste Ergebnisse einschließlich einer Vorzugsvariante der Verwaltung im ersten Quartal 2020 in den Gremien des Stadtrates vorzustellen. Denkbar wäre grundsätzlich, zunächst die Entwurfsplanung für den Bahnhofsvorplatz und dann dessen Umgestaltung zu realisieren. Ein Baustart wäre hier im Idealfall 2023 möglich. Innenstadttangente sowie Querspange für die Straßenbahn ließen sich anschließend in einem eigenem Genehmigungsverfahren zur Erlangung des Baurechts verwirklichen. Alternativ könnte gleich das Genehmigungsverfahren für das Gesamtprojekt angestrebt werden, was einen zeitlichen Mehraufwand von vermutlich 15 Monaten mit sich brächte.
Vorsorglich wurde auf Basis der vorhandenen Studie der Bedarf an Fördermitteln beim zuständigen Landesamt für Straßenbau und Verkehr (LASuV) angezeigt. Dies betrifft sowohl den ÖPNV betreffenden Projektteil als auch den Bedarf für die Innenstadttangente.
Die Anbindung des Hauptbahnhofs ab 15. Dezember
Aufgrund der infrastrukturellen Voraussetzungen zwischen den Haltestellen „Hauptbahnhof“ und „Georgenplatz“ muss der Straßenbahnbetrieb in diesem Bereich ab Mitte Dezember vorübergehend eingestellt werden. Die seit den 80er-Jahren betriebene Gleisanlage ist inzwischen technisch verschlissen, die Grenzwerte bei Spurweite und Rillentiefe sind erreicht. Dies betrifft insbesondere die Kurvenradien zur Straße Am Bahnhof sowie von der Straße Am Bahnhof in die Bahnhofstraße. Eine Erneuerung dieses Gleisabschnittes wäre wegen der grundhaften Erneuerung des Bahnhofvorplatzes und der Veränderung der Gleisanlage wirtschaftlich nicht zu verantworten.
Als Ersatz für die Straßenbahnlinien 5 und 7 werden die Fahrgäste auf diesem Streckenabschnitt, zwischen Neumarkt und Hauptbahnhof über Georgenplatz, mit der Buslinie 10 befördert. Stadtauswärts verkehrt die Linie 10 künftig über die derzeitige Straßenbahnhaltestelle am Hauptbahnhof. Stadteinwärts wird weiterhin die gewohnte Haltestelle am Hauptbahnhof (Stand 10) bedient.
Durch den Wegfall der Straßenbahnlinien 5 und 7 wird die Straßenbahnlinie 4 (Pölbitz – Städtisches Klinikum) ab dem Fahrplanwechsel von Montag bis Freitag im 10-Minuten-Takt zwischen 6 Uhr und 17.15 Uhr verkehren. Ebenfalls wird der Takt auf der Buslinie 10 zwischen Neumarkt und Hauptbahnhof verdichtet. Somit besteht zu der Hauptverkehrszeit ein 10-Minuten-Takt auf diesem Abschnitt. Um das Angebot, insbesondere für Frühaufsteher zu verbessern, werden zusätzliche Neumarkt-Anschlüsse um 5 Uhr und 5.30 Uhr von Montag bis Freitag angeboten. In den Sommerferien verkehren die Straßenbahnlinien 3 und 4 sowie die Buslinie 10 im 15-Minuten-Takt bis 20.15 Uhr mit ganztägigem Anschluss am Neumarkt.
Komplexmaßnahme ist zentraler Bestandteil des ÖPNV-Konzeptes
Die Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes und die Straßenbahnneubaustrecke zwischen Hauptbahnhof und Werdauer Straße, die in Zwickau ein effektives Zwei-Linien-Netz ermöglicht, sind seit Jahren beschlossene Sache. Aufgeführt sind sie bereits im ÖPNV-Konzept, das vom Stadtrat 2012 bestätigt wurde. Ebenfalls sind sie in der Fortschreibung des Verkehrsentwicklungsplanes verankert, der im Dezember 2012 ebenfalls vom Zwickauer Kommunalparlament beschlossen wurde. Beide Konzepte waren zuvor in Einwohnerversammlungen vorgestellt und diskutiert worden.
Den Grundsatzbeschluss für das Komplexvorhaben Umgestaltung Bahnhofsvorplatz, Innenstadttangente und Straßenbahnspange zur Werdauer Straße fasste der Stadtrat – nicht ohne vorherige kontroverse Diskussion – im Dezember 2016. Die Beauftragung der Obermeyer Planen und Beraten GmbH zur Erbringung der derzeitigen Vorplanungen erfolgte mit großer Mehrheit durch den Bau- und Verkehrsausschuss am 3. Dezember 2018.

Donnerstag, 17. Oktober 2019

Zwickauer Justiz-Skandal: Mandantenverrat als Geschäftsmodell?

Zwickau.- Stellen Sie sich vor, Sie werden - aus welchen Gründen auch immer - in einen Gerichtsprozess verwickelt. Sie dürfen sich nicht selbst verteidigen, weil beim zuständigen Gericht Anwaltszwang herrscht. Sie beauftragen also einen Rechtsanwalt Ihres Vertrauens mit der Wahrnehmung Ihrer Interessen. Dieser versichert Ihnen, dass es kein Problem sei, den Prozess zu gewinnen. Sie bekommen eine Rechnung und zahlen erstmal einen Vorschuss. Je nach Streitwert können das unter Umständen mehrere Tausend Euro sein. Bis hierher scheint alles ordnungsgemäß.
Was passiert aber, wenn der teuer bezahlte Rechtsanwalt nicht zum Prozess erscheint? Sie werden vielleicht sagen: „Dann wird halt ein neuer Termin anberaumt“. Das könnte man als normal denkender Mensch vermuten. Tatsächlich spricht der Richter jedoch ein Versäumnisurteil. Der Mandant verliert automatisch den Prozess und muss zu den Rechtsanwaltskosten jetzt auch noch die Gerichtsgebühren bezahlen.
In letzter Zeit häufen sich Fälle, in denen Anwälte zu anberaumten Terminen absichtlich nicht vor Gericht erscheinen. Meistens dann, wenn sie vermuten den Prozess ohnehin nicht gewinnen zu können. Es ist für sie bequemer das Versäumnisurteil abzuwarten, als sich am Ende womöglich Vorwürfe des Mandanten wegen Falschberatung anhören zu müssen. Eine Ausrede, warum man zum Termin gerade verhindert war, findet sich immer irgendwie.
Mandantenverrat als Geschäftsmodell? In Zwickau wurde jetzt ein besonders krasser Fall bekannt, wonach ein Richter von sich aus einen Gerichtstermin abgesagt hat mit der Begründung: „Ihr Prozessbevollmächtigter wäre sowieso ohne Entschuldigung zum Termin nicht erscheinen“. Daraus könnte man unter Umständen schließen, dass bestimmte Richter mit einigen Rechtsanwälten gemeinsame Sache machen, um sich über den Anwaltszwang auf Kosten der Betroffenen zu bereichern.
Darauf wurde inzwischen auch die Verbraucherzentrale Sachsen aufmerksam. Betroffene, denen ähnliches widerfahren ist, können sich telefonisch unter (0371) 431500 oder im Internet www.verbraucherzentrale-sachsen.de Rat und Hilfe holen.

In eigener Sache

Ausschreibung: Alte Posthalterei bleibt vorerst im Eigentum der Stadt

Zwickau.- Die Stadt Zwickau hatte das Objekt „Letzte Posthalterei“ in der Katharienstraße befristet bis zum 23. Mai 2019 zum Mindestpreis für Bieter in Höhe von 360.000 Euro (aktueller Verkehrswert) ausgeschrieben. Fristgerecht eingegangen sind zwei Angebote, die dem Mindestpreis entsprochen haben. Bei einem Bieter fehlte jedoch der Finanzierungsnachweis.
Da es sich bei dem Objekt um eine markante, innenstadtrelevante und denkmalgeschützte Immobilie von historischer Bedeutung handelt, war - neben dem Mindestpreis – vor allem das einzureichende Nutzungskonzept mit Angaben zum Investitionsvolumen und vorgesehenen Umsetzungszeitraum ein wesentliches Vergabekriterium. Seitens der Stadt wurde Wert darauf gelegt, dass innerhalb eines gewissen Zeitraums an diesem wichtigen Objek
Im Ergebnis der Auswertung der eingegangenen Konzepte und der Bietergespräche ist die Stadtverwaltung nun zu der Entscheidung gekommen, keinem der beiden Bewerber den Zuschlag zu erteilen.
Das Gebäude, was erstmalig auf der Expo 2017 und danach auch im Internet auf den Seiten der Stadt zum Verkauf angeboten wurde, befindet sich derzeit in einem soliden baulichen Zustand.
Die Stadtverwaltung ist weiterhin an einem professionellen Investor interessiert, der ein Konzept vorlegt, das den Ansprüchen der Stadt genügt, das wichtige Denkmal einer wirtschaftlich tragbaren Nutzung zuzuführen. Über die weitere Verfahrensweise wird in nächster Zeit entschieden.
t Investitionen erfolgen. Aufgrund der Bedeutung der Immobilie lag das Entscheidungskriterium für die Erteilung des Zuschlages daher besonders auf dem vorgelegten Nutzungskonzept und dem Investitionsablauf in einem gewissen Zeitraum.

Mittwoch, 16. Oktober 2019

Oberes Schloss Greiz: Erkundungen im Wahrzeichen der Stadt

Greiz.- Das Obere Schloss ist ein weithin bekanntes, architektonisch wertvolles und markantes Kulturdenkmal, das jeden Betrachter in seinen Bann zieht. Als Wahrzeichen vergangener deutscher Geschichte gibt es dem reizvollen Greizer Landschaftsbild im Tal der Weißen Elster ein charakteristisches Gepräge. Als ehemaliges Residenzschloss wartet es mit einer interessanten und wechselvollen Geschichte auf.
Im Rahmen einer öffentlichen Schlossführung über das Gelände des Oberen Schlosses Greiz können alle Interessierten am Sonntag, 20.10.2019, auf den Spuren der einstmals fürstlichen Bewohner des Oberen Schlosses wandeln und Episoden aus der Vergangenheit und Gegenwart des beeindruckenden Schlosses erfahren. Die Besichtigung des Fürstlichen Marstalls, des Brunnenraumes und des Gefängnisses sind unter anderem Inhalt des Rundganges.
Für Fragen rund um die öffentliche Führung auf dem Oberen Schloss Greiz stehen die Mitarbeiterinnen der Tourist-Information Greiz unter Tel. 03661 – 689815 zur Verfügung. Internet: www.greiz.de

Dienstag, 15. Oktober 2019

Theatermärchen: Des Kaisers neue Kleider im Königsbad

Bad Elster.- Am Sonntag, den 27. Oktober gastiert das hessische Theater Mimimkri um 15.00 Uhr mit einer Aufführung des Märchens „Des Kaisers neue Kleider“ für Kinder ab fünf Jahren im König Albert Theater Bad Elster. Das renommierte Kindertheater aus Hessen zeigt dabei das berühmte Märchen in farbenprächtiger Kostümkunst, märchenhafter Spannung und mitreißender Musik! Ein Theatermärchen mit Webstuhlmusik und Kleidermagie… Kaiser Klemens ist kleidersüchtig! Er glaubt, nur durch prächtige Kleider könne er sein Volk beeindrucken. Zeremonienmeisterin und Finanzminister wissen keinen Rat. Das Land ist pleite! Schneiderin Elsa und Weber Walter warten verzweifelt auf ihr Geld. Doch Not macht erfinderisch. Und so tauchen im Palast zwei Experten für magische Majestätsgewänder auf, deren prächtige Kleider für dumme Menschen unsichtbar bleiben. Der Kaiser ist begeistert… Tickets: 037437/ 53 900 | www.koenig-albert-theater.de

Foto: Claus Sterling

Bon appétit: Französische Woche bei Scheibners

Werdau.- Der Werdauer Fischmarkt Scheibner ist für seine frische Ware ebenso bekannt wie für ausgefallene Aktionen und Ausstellungen. Vom Dienstag, den 22. bis Freitag, den 25. Oktober dürfen sich die Kunden auf dem Markt der Pleißestadt auf ein weiteres, in diesem Fall kulinarisches Abenteuer freuen. Denn in dieser Zeit findet eine französische Woche statt.
Gemeinsam mit einem Koch aus Frankreich werden verschiedene Spezialitäten als Mittagstisch zubereitet, so etwa Lachsfilet mit Pernodsauce, Thunfischfilet „Provencial“ oder im Gemüsereisnest serviertes Fischfrikassee „Bretagne“. Dazu gibt es Lavendellimonade und andere Leckereien. In der Frischetheke finden sich viele Spezialitäten des deutschen Nachbarlands, die Kunden zu Hause zubereiten können. Zudem wird am 24. und 25. Oktober vor Ort frisch geräuchert.

Montag, 14. Oktober 2019

Zwickauer Justiz-Skandal: Seilschaften der Stasi noch heute aktiv?

Zwickau.- Im Skandal um die Überklebung eines gültigen Rechtskraftvermerkes am Amtsgericht kommen immer mehr Details zum Vorschein. Recherchen unserer Zeitung haben ergeben, dass der leitende Oberstaatsanwalt Uwe Wiegner (Foto) bereits zu DDR-Zeiten als Staatsanwalt tätig war. Eine dahin gehende Überprüfung fand nach unserem Kenntnistand bisher nicht statt. Eine entsprechende Anfrage beim zuständigen Dienstherren in Dresden blieb bisher unbeantwortet.
Unterdessen weigert sich Wiegner beharrlich, Fragen nach der nachgewiesenen und von mehreren Juristen als solche bestätigten Urkundenfälschung im Rahmen eines Gesprächs zu begegnen. Seiner Meinung nach wird eine Sache nicht wahrer, indem man sie ständig wiederholt. Stattdessen fordert er einen „Fragenkatalog“, den er schriftlich beantworten will. Zu diesem Thema wurde bereits berichtet: „Pressestelle verweigert Gespräch“
Als leitender Oberstaatsanwalt hätte Wiegner die Möglichkeit, der Sache bald ein Ende zu bereiten, indem er sachgerechte Ermittlungen führt, die der Wahrheitsfindung dienen. Stattdessen ist er heute erstmal abgetaucht. „Eine Woche nicht erreichbar“, erfährt man beim Einlassdienst im Gebäude der Staatsanwaltschaft.

In eigener Sache

Kürbiszauber bringt viele Augen zum Leuchten

Werdau.- Sehr gut besucht war die bereits zehnte Auflage des Werdauer Kürbiszaubers, der am Freitag, den 11. Oktober in der Pleißestadt durchgeführt wurde. „Bei trockenem Wetter durften wir uns erneut über viele dankbare Besucher freuen. Diese genossen, wie schon in den letzten Jahren, das einmalige und liebevolle Ambiente unserer Veranstaltung“, resümiert Rigo Reuter vom Organisations-Team. So durften sich die „Kürbiszauberer“ in diesem Jahr über mehr als 70 mit viel Fantasie und Geschick entstandenen Gemüse-Kunstwerke freuen – ein Rekord! So viel es den Juroren des Schnitzwettbewerbes denkbar schwer, eine abschließende Entscheidung zu treffen. Die Palette der Kürbisse reichte von geschnitzt über bemalt bis hin zu gestapelt. Schlussendlich durfte sich Curt Geisendörfer mit seiner Familie über den Hauptpreis, einen Gutschein für einen Kinderkochkurs in der Werdauer Erdbeerschänke, freuen.
Erstmals bei dem Event dabei waren unter anderem der Dorfladen Langenhessen, der Hagebaumarkt Zwickau und der Kleingartenverein am Kranzberg. „Und jeder einzelne hat schon Ideen im Kopf für den Kürbiszauber 2020“, freut sich Rigo Reuter. Auch die Volksbank Zwickau, die auf dem Markt zu einem Tag der offenen Baustelle eingeladen hatte, zog eine überaus positive Resonanz.
Einen kleinen Wehrmutstropfen gab es hingegen beim Lampionumzug. Dieser fand wie geplant um 18 Uhr statt und war mit rund 250 Teilnehmern gut besucht. „Leider gab es jedoch ein Kommunikationsproblem und an einigen Stellen wurde er für 19 Uhr angekündigt. Wir können uns für das Verständnis derer, die so zur falschen Zeit gekommen waren, nur herzlich bedanken“, erklärt André Kleber, der ebenfalls bei der Organisation mitwirkte. Abgesehen davon verlief die Veranstaltung jedoch frei von Störungen.
Für die Zukunft gilt es nun, das Konzept weiterzuentwickeln mit dem Ziel, das Gemütliche, die freundliche, entspannte und einmalige Atmosphäre beizubehalten. Dafür sind dem Organisations-Team neue Idee, konstruktive Vorschläge und Unterstützer stets herzlich willkommen.

Quelle und Fotos: Stadtverwaltung Werdau
 

Dienstag, 8. Oktober 2019

König Albert Theater: Serenadenglanz für einen guten Zweck

Bad Elster.- Am Freitag, den 18. Oktober erheben die Musikerinnen und Musiker der Chursächsischen Streichersolisten als Benefizveranstaltung zugunsten der Telefonseelsorge Vogtland um 19.30 Uhr ihre Instrumente für »Eine kleine Nachtmusik« im König Albert Theater Bad Elster.
Dieses besondere Serenadenkonzert im Kerzenschein unterstützt damit gleichzeitig Arbeit der Telefonseelsorge Vogtland und präsentiert dem Publikum eine Auswahl musikalischer Perlen der Klassik, welche von den Chursächsischen Streichersolisten in prachtvollen historischen Kostümen aufgeführt werden. Neben der weltberühmten Serenade »Eine kleine Nachtmusik« von Wolfgang Amadeus Mozart verbreiten an diesem stimmungsvollen Abend Kompositionen wie das virtuose Streichkonzert in e-Moll von Antonio Vivaldi oder die himmlische Orchestersuite Nr. 3 in D-Dur von Johann Sebastian Bach eine einzigartig-festliche Atmosphäre. Abgerundet wird dieser unterhaltsame Serenade der Klassik u.a. mit berühmten Kompositionen wie dem »Triumphmarsch« (Verdi) oder dem stürmischen »La Tempesta« (Rossini) sowie dem stimmungsvollen Nachtwachen-Quintett »La musica notturna di Madrid« als passende Abendmusik von Luigi Boccherini. Mittlerweile ist die jährliche Benefizveranstaltung zugunsten der Telefonseelsorge Vogtland zu einer beliebten und auch wichtigen Tradition geworden. Jedes Jahr unterstützen Prominente, Ensembles und Künstler im König Albert Theater Bad Elster diese wichtige vogtländische Institution. Tickets: 037437/ 53 900 | www.koenig-albert-theater.de

Foto: Jan Bräuer

Religionsfreiheit: Aufklärungsarbeit über verfolgte Christen in Pakistan

Zwickau.- Religionsfreiheit, wie sie unter anderem in Deutschland existiert, ist in vielen Ländern dieser Welt nicht viel mehr als ein Traum. Was hier oft kaum jemand zu schätzen weiß, kann in anderen Regionen zur Existenzbedrohung werden. So beispielsweise für verfolgte Christen in Pakistan. Diesem Thema widmet sich ein Jugendgottesdienst am Freitag, den 11. Oktober um 19 Uhr in der Friedhofskapelle des Werdauer Ortsteils Leubnitz. Organisiert wird die Andacht von der Jugend-Gebetsbewegung für verfolgte Christen, der Jungen Gemeinde Leubnitz und dem Gemeindepädagogen Bernhard Müller (Foto). Gemeinsam soll Aufklärungsarbeit geleistet und für die Verfolgten gebetet werden. Interessenten jeden Alters sind herzlich eingeladen.

Clara 200: Ausstellung von Gymnasiasten im Robert-Schumann-Haus

Zwickau.- Schülerinnen und Schüler des Künstlerischen Profils des Peter-Breuer-Gymnasiums Zwickau gratulieren Clara Schumann geb. Wieck zum 200. Geburtstag. Unter Anleitung des Kunstpädagogen Christian Siegel haben sie sich seit Juni dieses Jahres mit verschiedenen grafischen und malerischen Techniken der bekannten Komponistin und Pianistin angenähert. Zum Kennenlernen ihres Lebens und Wirkens diente unter anderem der Spielfilm „Frühlingssinfonie“, der gemeinsam angesehen wurde.
Auch bei einem Besuch im Robert-Schumann-Haus am Hauptmarkt 5 konnten die bekannten Porträts von ihr bestaunt und als Anregung zum eigenen künstlerischen Schaffen verwendet werden. Immer wieder tauchen in den 14 Kunstwerken, neben dem Gesicht und den Händen der Pianistin, Noten auf. Somit gehen Musik und bildende Kunst in der Ausstellung eine schöne Symbiose ein. Manch neue und auch individuelle Sichtweise auf Clara Schumann wird hier entdeckt.
Die Ausstellung ist bis zum 30. Januar 2020 im Kammermusiksaal des Robert-Schumann-Hauses Zwickau zu sehen. Hier gibt es auch die Hörspiel-CD „Clara in Nöten“ von und mit der Zwickauer Autorin Christine Adler zu erwerben. Einzelheiten dazu hier: www.clara-wieck.de

BARMER Gesundheitstipp für gesunden Schlaf


DRK-Wasserwacht: Lebensretter trainieren wieder im WEBALU

Werdau.- Die Rettungsschwimmerinnnen und Rettungsschwimmer der Wasserwacht Koberbachtalsperre, einer Ortsgruppe des DRK-Kreisverbandes Zwickauer Land e.V., trainieren ab sofort wieder im Hallen- und Freibad WEBALU in Werdau. Zuvor hatten Sie bis zuletzt das schöne Wetter ausgenutzt, um sich im Strandbad fit zu halten – je nach Witterungslage im oder auch außerhalb des Wassers. Seit 5. Oktober sind die Ehrenamtlichen nun wieder stets samstags 8 – 10 Uhr in Bad auf der Ziegelstraße anzutreffen. Dabei wird in unterschiedlichen Leistungsgruppen trainiert, auch für Nachwuchsretter und Eltern gibt es eine separate Bahn. Zudem findet im Februar ein neuer Rettungsschwimmerlehrgang statt. Die Ausschreibung und viele andere interessante Informationen sind unter www.wasserwacht-kober.de zu finden.

Montag, 7. Oktober 2019

Grundsteinlegung: Kita „Marienhof“ kostet rund 3,4 Millionen Euro

Zwickau.- Auf dem Gelände der Marienthaler Kindertagesstätte „Marienhof“ hat sich seit dem Sommer so einiges getan. Da wo Ende Juni noch ein alter, in die Jahre gekommener Flachbau stand, ist heute ein großflächiges neues Fundament zu sehen. Nach dem Abriss des alten Flachbaus im Juli, der Baufeldfreimachung und den darauf folgenden Fundamentarbeiten konnte heute Vormittag in feierlichem Rahmen der Grundstein für den Ersatzneubau gelegt werden. Mit dabei waren auch die zukünftigen Nutzer des Neubaus. Die Steppkes sorgten nicht nur für den musikalischen Rahmen, sondern durften auch beim Einlegen der Zeitkapsel, die mit Angaben zum Bauprojekt, der aktuellen Tageszeitung und Geldmünzen gefüllt wurde, mithelfen.
Die 1971 errichtete Kindertagesstätte befand sich baulich in einem schlechten Zustand und erfüllte die heutigen Mindeststandards einer modernen, zeitgemäßen Kindertagesstätte nicht mehr. Neben dem Sanierungsstau zu DDR-Zeiten gab es auch Defizite bei der Erfüllung der räumlichen und funktionellen Anforderungen durch den Gesetzgeber und der Unfallkasse. In Abwägung vieler Faktoren wurde deshalb aus wirtschaftlichen Gründen entschieden, einen Ersatzneubau vorzunehmen.
Der neue „Marienhof“ soll als integrative Kindertagesstätte entstehen und ausreichend Platz für 74 Kinder in fünf Gruppen, davon 50 Kindergarten- und 24 Krippenkinder, bieten. Das neue Gebäude ist als ein eingeschossiger barrierefreier Winkelbau mit fünf Gruppenräumen geplant, der die nördliche Gebäudeaußenecke des alten Gebäudes wieder aufnimmt.
Das Gelände des Flurstückes ist von Südwest nach Nordost stark abfällig. Um erhöhte Aufwendungen in der Gebäudegründung und erforderlichen Bodenaustausch/-abtrag durch die Hanglage zu reduzieren, wird der Neubau auf das vorhandene Bodenniveau der alten Kita errichtet. Der Neubau erhält ein Flachdach mit Dachbegrünung, um den Abfluss des anfallenden Regenwassers zu kompensieren. Im Bereich der Indoor-Spielfläche wird das Gebäude um ein halbes Geschoss erhöht und ebenfalls mit einem Flachdach ausgestattet. Der L-förmige Baukörper des Neubaus gliedert sich in drei Zonen und ergibt sich aus der Verschiebung der Funktion der beiden Baukörper zu einander.
Eingangsbereich
Die erste Zone bildet den zentralen Bereich des Ankommens. Dieser unterteilt die Bereiche Krippe und Kindergarten. Der Flur zu den beiden Arealen wird durch Oberlichter natürlich beleuchtet und beherbergt zu dem die Garderoben. Das große Foyer kann auch als Mehrzweckhalle für Veranstaltungen mit den Eltern oder als erweitere Spielfläche bei schlechtem Wetter genutzt werden. Highlight des Foyers ist die erhöhte Dachebene. Dadurch wird dieser Bereich optimal belichtet und belüftet und kann zudem als zweite Spielebene genutzt werden. Diese ist als eine Art Indoorspielplatz konzipiert und kann zukünftig von mehreren Gruppen gleichzeitig oder unabhängig voneinander genutzt werden.
Kindergrippe
Der Kinderkrippenbereich bildet den zweiten Bereich und wird zweckmäßig weiter weg vom Hort angeordnet, um den Lärmpegel durch die größeren Kinder zu minimieren und den Kleineren mehr Schutz und Geborgenheit zu bieten. Somit ist auch eine sinnvolle Unterteilung der Außenspielfläche in Krippen- & Kindergartenbereich möglich. In diesem Teil des Neubaus sind zwei zusammenlegbare Gruppenräume für jeweils 12 Kinder vorgesehen, ein gemeinsamer Sanitärtrakt, der Haustechnikraum, die Außentoilette, die Küche und dazugehörige Nebenräume.
Kindergarten
Der dritte Bereich beinhaltet drei Gruppenräume für jeweils 17 Kindergartenkinder, von denen zwei durch eine Schiebetür zusammenlegbar sind, sowie die dazugehörigen Sanitärräume. Die Gruppenräume des Winkelbaus sind alle nach Süden orientiert und über die davorliegenden Terrassen ist der Spiel- und Gartenbereich direkt erschließbar. Durch die großzügige Verglasung der Gruppenräume wird eine Blickbeziehung zum Außenspielgelände geschaffen. Verstärkt wird diese Blickbeziehung durch die integrierten Sitzbänke, so kann auch bei schlechtem Wetter der Außenbereich von den Kindern beobachtet werden. Die vorgezogenen Überdachungen bieten zudem eine natürliche Verschattung der Gruppenräume. Im überdachten Bereich können unteranderem Außenmöbel witterungsgeschützt aufgestellt werden.
Der Marienhof soll in Zukunft als integrative Einrichtung geführt werden. Dazu bietet die Einrichtung neben der barrierefreien Erschließung des gesamten Gebäudes auch einen barrierefreien Sanitärbereich mit Dusche und WC - sowohl für Erwachsene als auch für Kinder – und ein Therapieraum an.
Die Gesamtkosten betragen rund 3,4 Mio. Euro, davon sind gerundet 1,5 Mio. Euro Fördermittel des Freistaates Sachsen. Der Eigenanteil der Stadt Zwickau beläuft sich auf zirka 1,8 Mio. Euro.

In eigener Sache: Westsächsische Zeitung plant neue Anlaufstelle

Zwickau.- Ab Januar 2020 wird die „Westsächsische Zeitung“ eine neue Anlaufstelle für Leser und Anzeigenkunden eröffnen. Geplant ist ein kleiner Laden nahe der Innenstadt mit Redaktion, Anzeigenannahme, Ticketverkauf für regionale Veranstaltungen sowie Bücher- und CD-Verkauf.
Wegen der erhöhten Nachfrage nach redaktionellen Beiträgen, die aufgrund ihrer Brisanz, Exklusivität und der beharrlichen Recherche unserer Mitarbeiter in der Region einzigartig sind, möchten wir dem Wunsch unserer Leser nach besserer Erreichbarkeit mit einer direkten Anlaufstelle entgegen kommen.
Wie jedes andere Medium sind auch wir von finanziellen Zuwendungen abhängig. Unser Finanzierungskonzept basiert auf Freiwilligkeit. Nähere Informationen dazu geben wir gern auf Anfrage. Unsere Kontaktdaten finden Sie hier: Impressum


Vogtlandhalle Greiz: Blicke hinter die Kulissen für jedermann

Greiz.- Das Angebot dieses Rundganges richtet sich an alle Interessierten, die sich gern ein Bild von dem neuen Kulturzentrum im Herzen der Greizer Neustadt machen wollen. Informationen zum Bau, zur Ausstattung und zur Nutzung gehören während der Hausführung ebenso dazu, wie die Besichtigung des Großen Saals, der Studiobühne, des Ballettsaals und vielem weiteren mehr.
Termin: Samstag, 12. Oktober 2019
Zeit: 10.00 Uhr
Treffpunkt: Vogtlandhalle Greiz, Carolinenstraße 15 im Foyer
Dauer: rund 1 Stunde
Preise: Erwachsene 4,00 €, Kinder bis 14 Jahre 1,50 €
Der Rundgang ist auf 20 Personen begrenzt. Um telefonische Anmeldung wird unter der Nummer (03661) 689815 bis zum 11. Oktober, 16.00 Uhr gebeten. Beachten Sie bitte, dass es aufgrund von Veranstaltungen in der Vogtlandhalle auch zu Einschränkungen bei der Besichtigung der Räumlichkeiten kommen kann.

Brandschutz: Grundriss der mittelalterlichen Nikolaikirche wird korrigiert

Zwickau.- Zur Sicherstellung des zweiten Rettungsweges im Brandfall – eine Auflage der Feuerwehr der Stadt Zwickau – beginnen demnächst unter anderem im Bereich der Freifläche vor den Wohnblöcken Nicolaistraße 1-5 Baumaßnahmen und Geländeregulierungen. Die geplanten Aufstell- und Zufahrtsflächen für die Feuerwehr führen zum Teil über das im Untergrund noch in Resten befindliche, historisch-bedeutsame Denkmal der ehemaligen Nikolaikirche. Ihre Entstehung ist im dritten Viertel des zwölften Jahrhunderts als Kirche einer ersten frühstädtischen Markt- oder Kaufmannssiedlung auf dem Territorium der späteren Stadt Zwickau anzunehmen. Die Kirche wurde im Verlauf der Reformation geschlossen und 1682 endgültig abgerissen.
Im Zuge der Neubebauung des östlichen Zentrumsbereiches konnten 1977/80, im Zusammenhang mit den umfangreichen Tiefbau- und Erschließungsarbeiten auf dem damaligen Regerplatz, die Fundamentreste der Kirche durch archäologische Grabungen zum Teil wieder freigelegt werden. Teilweise zwar bis auf die unterste Steinlage abgetragen, konnte dennoch der Grundriss einer Saalkirche mit Chorturm und halbrunder Apsis von etwa 25 Metern Gesamtlänge ermittelt werden.
Mit der jetzt notwendigen Brandschutzmaßnahme kann nun die in den 1980er Jahren falsch verstandene, durch Hochbeete und damit für den Betrachter kaum nachvollziehbare, Darstellung des Kirchengrundrisses korrigiert werden. Die Grundlage dafür bildet eine Entwurfsplanung des VEB Denkmalpflege Zwickau aus dem Jahr 1987, der Aufmaßpläne zu Grunde lagen, die im Rahmen der Grabung seitens der früheren Abteilung Ur- und Frühgeschichte am Städtischen Museum erstellt wurden.
Mit großem Interesse hat die Bauherrschaft, die ZBI Zentral Boden Immobilien Gruppe, vertreten durch die ZBVV Zentral Boden Vermietung und Verwaltung GmbH, die Anregungen der Denkmalpfleger aufgegriffen und die Kennzeichnung des kompletten Fundamentverlaufes der mittelalterlichen Nikolaikirche durch Pflasterbänder auf dem privaten Grundstück in ihre Planungen integriert. Die Fundamentreste im Boden werden durch die Baumaßnahme nicht beeinträchtigt.
Bauvorbereitende Arbeiten (Gehölzrodungen) haben bereits begonnen. Der Abschluss der Baumaßnahme kann aufgrund von archäologischen Grabungen derzeit noch nicht genannt werden. Die Arbeiten werden fachlich begleitet vom Landesamt für Archäologie Sachsen und der unteren Denkmalschutzbehörde der Stadt Zwickau.

Büchertauschzelle: Kooperation auch über Stadtgrenzen hinweg

Zwickau/Werdau.- Die Büchertauschzelle auf dem Zwickauer Schumannplatz erfreut sich bei Bücherwürmern großer Beliebtheit. Leider wurde sie jedoch jüngst von Dieben heimgesucht, die alle literarischen Werke entwendeten. Ärgerlich, und trotzdem Anlass, in der Region noch näher zusammenzurücken. So hatte sich die Stadt Werdau kurzfristig entschlossen, ihre Hilfe anzubieten. „Wir sitzen alle in einem Boot, wenn es um die Erhöhung der Attraktivität unserer Heimat geht“, so André Kleber vom Fachdienst Stadtmarketing / Öffentlichkeitsarbeit der Pleißestadt.
In Werdau selbst stehen drei solche Angebote bereit, die je nach Standort von Vereinen, dem Gymnasium oder in Kooperation mit der Stadtbibliothek betrieben und betreut werden. Von letzterer und der DRK-Wasserwacht Koberbachtalsperre wurden kurzfristig vier Kartons mit unterschiedlichsten Büchern wie Romanen, Reiseführern und Kinderliteratur, zusammengestellt und an Zwickaus Stadtmanagerin Ariane Spiekermann übergeben. Auch mehrere Zwickauerinnen und Zwickauer trugen dazu bei, dass es nun wieder eine breite Auswahl an Werken in der Büchertauschzelle zu entdecken gibt.
Foto: Am Nachmittag des 2. Oktober übergab André Kleber von der Werdauer Stadtverwaltung vier Kisten mit Büchern an Zwickaus Stadtmanagerin Ariane Spiekermann.

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Samstag, 5. Oktober 2019

BARMER warnt: Erster Fall von Menigoenzephalitis durch Mückenstich

Westsachsen/Dresden.- Altweibersommer: Die Blätter färben sich bunt, Tautropfen glitzern in Spinnennetzen, die letzten Mücken tanzen in den noch wärmenden Sonnstrahlen. Die Zeit ist gut den Garten langsam winterfit zu machen. „Bei der Gartenarbeit sollte man den Mückenschutz nicht vernachlässigen. Auch der Insektenschutz in den Fenstern sollte noch bleiben, denn in den kühler werdenden Nächten retten sich Mücken gern in die wohlig warmen Räume“, rät Dr. Fabian Magerl, Landesgeschäftsführer der BARMER in Sachsen. Im September dieses Jahres wurde laut Robert-Koch-Institut (RKI) in Sachsen, erstmals in Deutschland überhaupt, eine von Mücken übertragene Infektion und Erkrankung mit dem West-Nil-Virus (WNV) nachgewiesen. Betroffen war ein 70-jähriger Mann mit ländlichem Wohn- und Arbeitsort, ohne eine vorherige Auslandsreise. Bei ihm wurde eine durch Mückenstiche ausgelöste Menigoenzephalitis- eine Entzündung von Gehirn und Hirnhäuten- diagnostiziert. Er ist zwischenzeitlich wieder genesen.
BARMER schaltet aus aktuellem Grund eine Telefon-Hotline
Die medizinischen Experten der BARMER stehen allen Interessierten rund um die Uhr über die kostenlose Hotline 0800 84 84 111 Rede und Antwort. Sie erfahren hier beispielsweise wie hoch das derzeitige Risiko einer Infektion durch das WNV ist, welche Symptome typisch für eine Infektion sind oder wie man einer solchen vorbeugen kann.
Infizierte Mücken in mehreren Bundesländern
Nach Ausführungen des RKI, waren mit dem WNV infizierte Mücken 2019 insbesondere in Sachsen, Bayern, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Berlin und Hamburg unterwegs. Mit dem Beginn des kühleren Herbstwetters sinke zwar die Wahrscheinlichkeit weiterer menschlicher Infektionen. Bleiben jedoch die Sommer auch in den kommenden Jahren so überdurchschnittlich lang und warm, ist mit einer Ausbreitung des WNV und damit mehr Erkrankungsfällen auch in Deutschland zu rechnen.

Mittwoch, 2. Oktober 2019

Zulieferer für die VW-Elektrofahrzeugproduktion sucht Mitarbeiter

Zwickau/Meerane.- BLG LOGISTICS sucht ab sofort Fachkräfte für Lagerlogistik und Lagerhelfer für den Einsatz am neuen Logistikstandort im Industriepark in Meerane. Mit der Inbetriebnahme des neuen Logistikzentrums ab Januar 2020 entstehen 75 neue Arbeitsplätze in der Region Zwickau.
Das 6.500 Quadratmeter große Logistikzentrum ist mit einem hochmodernen automatischen Kleinteilelager ausgestattet und spezialisiert auf die Abwicklung von Bordnetzen der Firma LEONI. Die Bordnetze sind für die VW-Elektrofahrzeugproduktion vorgesehen.
Die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG hat ihre Kernkompetenzen in der Automobil-, Kontrakt- und Containerlogistik. In diesen drei Geschäftsbereichen bietet die Unternehmensgruppe logistische Systemdienstleistungen an. Zu den Kunden zählen die führenden Automobilhersteller ebenso wie starke Marken aus dem Handel.
Der Logistikdienstleister aus Bremen gehört zu den größten im Bereich der Autoteilelogistik. Rund 10.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter übernehmen täglich die Verantwortung für die reibungslose Logistik hochwertiger Produkte.

Quelle und Foto: BLG LOGISTICS

Dienstag, 1. Oktober 2019

„Klartext-Richter“ liest Straftätern in Werdauer Verein die Leviten

Werdau.- Am Mittwoch, den 09. Oktober 2019 um 19.00 Uhr ist Stephan Zantke Gast im Martin-Luther-King-Zentrum. Er liest aus seinem Buch „Wenn Deutschland so scheiße ist, warum sind Sie dann hier?': Ein Strafrichter urteilt“. Der Zwickauer Richter schildert darin seine drastischsten Fälle und gibt Einblicke in deutsche Parallelwelten und kriminelle Milieus. Er zeigt auf, wie die Rechtsprechung in Deutschland funktioniert. Zudem versucht Stephan Zantke zu vermitteln, wie nah das Verbrechen eigentlich ist und wie machtlos der Staat oftmals bleibt. Im Anschluss an die Lesung wird der Referent auch auf Fragen aus dem Publikum eingehen.
„Wenn es bei uns so scheiße ist, warum sind Sie dann hier?“ fragte Stephan Zantke 2017 einen libyschen Mehrfachstraftäter, der vor Gericht über Deutschland schimpfte. Damit sorgte der Zwickauer Amtsrichter für Schlagzeilen, seine strengen Urteile brachten ihn den Namen „Knallhart-Richter“ ein.
Stephan Zantke, Jahrgang 1961, geboren und aufgewachsen in Nordrhein-Westfalen, absolvierte in Heidelberg ein Studium der Rechtswissenschaften. Während seines Referendariats arbeitete er im sächsischen Kultusministerium der Landesregierung Biedenkopf Dresden. Am 1. April 1993 begann er seine Arbeit als Staatsanwalt in Zwickau. Seit 2000 arbeitet er als Amtsrichter beim Amtsgericht in Zwickau.

Quelle: Martin-Luther-King-Zentrum Werdau

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ADAC ist Ansprechpartner für Mobilität und Verbraucherschutz

Zwickau.- ADAC Mitglieder und Reisebürokunden haben ihren Anlaufpunkt direkt auf dem Hauptmarkt zurück. Der Vorsitzende des ADAC Sachsen, Klaus Klötzner, und Vorstandsmitglied Detlef Hastreiter, durchschnitten heute gemeinsam mit Ariane Spiekermann, Stadtmanagerin in Zwickau, das gelbe Band vor dem neuen Eingang von ADAC Geschäftsstelle & Reisebüro. Nach einer längeren Umbauphase bietet der Club seinen 80.000 Mitgliedern im Landkreis Zwickau nunmehr ein modernes Beratungs- und Kauferlebnis inmitten der Innenstadt.
„Wir helfen nicht nur bei einer Panne oder einem Unfall, sondern sind auch Ansprechpartner vor Ort, wenn es um die persönliche Mobilität, Verbraucherschutz oder die nächste Urlaubsreise geht“, sagte Klaus Klötzner. Der Club bietet in Zwickau nunmehr wieder das gesamte Portfolio der Mitgliedsleistungen, Versicherungen sowie des Reisevertriebs an. „Der ADAC Sachsen glaubt an die Zukunft des stationären Vertriebs“, betont Klaus Klötzner.
Über 820.000 sächsische ADAC Mitglieder werden über ein Netz von sieben Geschäftsstellen & Reisebüros, dem ADAC Telefonservice und derzeit sieben sächsischen ADAC Vertretungen betreut.