Freitag, 18. Juni 2021

Radweg: Markierung auf Einbahnstraße sorgt für mehr Sicherheit

Westsachsen/Zwickau.-
Im April 2020 startete der Verkehrsversuch, den Einbahnstraßen-Abschnitt der Spiegelstraße in Richtung Bahnhofstraße (Höhe ehem. Hotel Wagner) für Radfahrer auch in die Gegenrichtung freizugeben. Die geänderte Verkehrsregelung wurde während der einjährigen Testphase durch die Arbeitsgruppe Verkehrsorganisation, bestehend aus Vertretern der Straßenverkehrsbehörde, dem Tiefbauamt sowie der Polizei, beobachtet und nun ausgewertet. Die Erfahrungen fielen durchweg positiv aus. Deshalb entschied die Arbeitsgruppe, diese Verkehrsregelung dauerhaft zu belassen.
Nach den Regelwerken kann in Tempo-30-Zonen auf eine entsprechende Markierung verzichtet werden. Um jedoch den Wünschen der Zwickauer Radfahrer nach mehr Sicherheit im Straßenverkehr nachzukommen, entschied sich die AG dennoch für die ergänzende optische Hervorhebung der Verkehrssituation. Mit den Markierungen wird dem Kfz-Verkehr noch einmal verdeutlicht, dass der Radverkehr diesen Straßenabschnitt entgegen der Einbahnstraße befahren darf.
Die Markierungsarbeiten wurden seitens des Tiefbauamtes bereits durchgeführt. Damit steht dem Radverkehr zwischen Kopernikus- und Bahnhofstraße ab sofort eine kürzere und vor allem sichere Wegeführung in diesem Abschnitt zur Verfügung.

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

Donnerstag, 17. Juni 2021

„Augenblick und Ewigkeit“: Erstes Rathaus Konzert nach der Kulturpause

Westsachsen/Werdau.-
Musik ist die Sprache des Herzens, die überall auf der Welt verstanden wird. Sie verbindet, schenkt Freude und berührt einen tief im Herzen. Lange mussten wir auf derartige Kulturveranstaltungen verzichten, doch glücklicherweise startet nach langer Kulturpause wieder die beliebte Konzertreihe in unserem Rathaus in Werdau.
Am 26. Juni können Sie ab 19 Uhr zwei außergewöhnlichen Talenten lauschen und sich durch wohlwollende Klänge in eine andere Welt entführen lassen. Wir konnten für unsere Veranstaltungsreihe zwei Künstlerinnen gewinnen, die in vergangenen Konzerten immer wieder begeistert bejubelt wurden, Ani Taniguchi (Foto/Sopran) im Duo mit Sarah Stamboltsyan (Klavier). Zuletzt waren sie in der Triobesetzung als „Trio Frauenrausch“ zu erleben. So können unserer Konzertbesucher dieses Mal einen ganz persönlichen Blick auf die Künstlerinnen erhaschen. Im Duo widmen sie sich Ihren Lieblingsstücken aus Musik und Lyrik. Mit dem Programm „Augenblick und Ewigkeit“ erklingt ein wunderbar abwechslungsreiches, sommerliches Programm mit Liedern, Arien und Chansons von Clara Schumann, Hugo Wolf, Richard Strauss, Franz Léhar, Friedrich Hollaender, Henry Mancini und anderen.
Lassen Sie sich überraschen und genießen Sie, von zwei international gastierenden Künstlerinnen, klassische Musik vom Feinsten. Der Kartenverkauf findet nach telefonischer Reservierung unter (03761) 594 264 oder an der Abendkasse statt. Die derzeitige Situation lässt es zu, ohne Test aber mit Maske und Mindestabstand, maximal 30 Besuchern Einlass zu gewähren.

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Werdau

Mittwoch, 16. Juni 2021

Leserbrief: Zwickauer Richterin soll endlich ihren Fehler korrigieren

Sehr geehrte Frau Richterin Nitschke,
haben Sie vorsätzlich im Jahr 2012 das veraltete, also nicht mehr geltende Familienrecht im Verfahren 8 F 1059/07 angewandt und damit Art.111 Abs. 5 FGG - RG missachtet, oder ist Ihnen ein Fehler unterlaufen? Wenn die Anwendung des nicht mehr geltenden Familienrechtes ein Fehler war, warum wird er nicht korrigiert, obwohl ich schon im Oktober 2014 die Staatsanwaltschaft Zwickau um Überprüfung der gesamten Sache gebeten habe?
Sie sind auch in Kenntnis über die fehlerhafte Rechtsmitteleinlegung des Herrn JUDr.PhD. Reinhard Schübel. Danach brachte Frau Rößler am 02.05.2012 den Rechtskraftvermerk (RKV) „rechtskräftig seit 01.05.2012“ auf den Beschluss vom 23.03.2012 auf. Waren Sie einverstanden mit der Überklebung dieses RKV? Sollte so Ihr vermeintlicher Fehler vertuscht werden? Bitte beantworten Sie mir umgehend meine Fragen. Hier besteht dringender Klärungsbedarf, denn die Rechtslage ist eindeutig. Rechtsanwalt Kay Estel (Foto) von der Chemnitzer Kanzlei „Klaus Bartl & Kollegen“ formuliert es so:
„Sehr geehrte Frau Friedrich,
Ihre Frage, welches Verfahrensrecht in der vorliegenden Konstellation Anwendung hätte finden müssen, ist - nach zugegeben etwas aufwändigerer Recherche - dann doch recht eindeutig zu beantworten: Maßgebliche Norm für die Beanwortung der Frage ist Art. 111 Abs. 5 FGG-Reformgesetz. Demnach kommt dann neues Recht, hier also dasjenige des FamFG zur Anwendung, wenn es sich um ein Verfahren handelt, welcheserstens mit einem Versorgungsausgleichsverfahren im Verbund steht/stand und zweitens im Versorgungsausgleichsverfahren zum 31.08.2010 noch keine erstinstanzliche Entscheidung ergangen war. Beides ist hier der Fall. Das ursprüngliche Verfahren umfasste den Verbund von Scheidungsverfahren, Versorgungsausgleichsverfahren und Zugewinnverfahren. Da das Scheidungsverfahren vor dem Inkrafttreten des FamFG eingeleitet wurde, war auf selbiges bis zum 31.08.2010 altes Verfahrensrecht auch anwendbar. (Dies wurde auch so umgesetzt, da im Februar 2010 ein Urteil erging. Nach neuem Recht hätte statt dessen ein Beschluss gefasst werden müssen.) Die Abtrennung des Zugwinnausgleichsverfahrens und die Aussetzung des Versorgungsausgleichsverfahrens bewirkte im Februar 2010 lediglich eine Auflösung des Verbundes. Da die Verfahren jedoch einmal miteinander im Verbund standen, hatte die Trennung der Verfahren keine Auswirkungen auf die Anwendbarkeit der Übergangsregeln des Art 111 FGG-RG. Zum 31.08.2010 lag nach den mir vorliegenden Informationen allerdings immer noch keine erstinstanzliche Entscheidung zum Versorgungsausgleich vor. Damit war ab dem 01.09.2010 sowohl für das Versorgungsausgleichsverfahren als auch das ehemals im Verbund geführte güterrechtliche Verfahren nach der eingangs benannten Norm die Anwendung des FamFG maßgeblich. Selbiges gilt insbesondere auch für das Rechtsmittelverfahren. Der Bundesgerichtshof hat diese Rechtslage in einem vergleichbaren Fall bereits im August 2012 zugunsten der Anwendung des neuen Verfahrensrechts entschieden. Die betreffende Entscheidung habe ich Ihnen mit Augenmerk auf die Entscheidungsgründe auf Seiten 4 und 5 im Dateianhang beigefügt. Gemäß § 64 Abs. 1 FamFG hätte die Beschwerde damit zwingend beim Ausgangsgericht, hier also dem Amtsgericht eingereicht werden müssen. Das Amtsgericht hat also mit der Aufbringung des Rechtskraftvermerkes Recht. Ich hoffe, dass ich Ihre Frage zu Ihrer Zufriedenheit beantworten konnte ... Mit freundlichen Grüßen, Kay Estel.“
Ich fordere alle Mitlesenden zur Beteiligung an der Klärung auf. Aller Wahrscheinlichkeit nach wurde im fraglichen Zeitraum in etlichen Fällen nach falschem Recht entschieden. Es betrifft also weitere Geschädigte. Und es kann jeden treffen, der in einen Prozess am Zwickauer Gericht verwickelt wird.
Mit freundlichen Grüßen, Claudia Friedrich.

Kommentar zur Montagsdemo: „Neue Normalität“ stößt auf geteiltes Echo

Westsachsen/Zwickau.-
Das herrliche Wetter der letzten Tage lockt zusehends wieder mehr Menschen in die Zwickauer Innenstadt. Vor allem bei Gastronomen und Einzelhändlern, die unter den mittlerweile seit über einem Jahr andauernden desaströsen Lockdown-Maßnahmen besonders zu leiden haben, sorgt dies für ein vorübergehendes Aufatmen. Zudem locken zahlreiche Veranstaltungen und Kundgebungen die Menschen regelmäßig auf und um den Zwickauer Hauptmarkt, wo man in diesen Tagen die politische Vielfalt der Region hautnah miterleben kann.
Die „Bewegung Zwickau“, die auch am vergangenen Montag wieder ihre mittlerweile traditionell gewordene Kundgebung abhielt, hält das vorschnelle Aufatmen, zu dem sich viele Bürger nur allzu leichtfertig hinreißen lassen, jedoch für deutlich verfrüht. Eine „neue Normalität“, in der die Wahrnehmung von unveräußerlichen Grundrechten weiterhin an Bedingungen geknüpft bleiben soll, ist für die Aktivisten ebenso wie für ihre wöchentlichen Gäste absolut inakzeptabel. Viele Kritiker der hiesigen Corona-Politik vermuten hinter den derzeitigen „Lockerungen“ lediglich eine taktisch verordnete Verschnaufpause, bevor man im kommenden Herbst/Winter bei erwartungsgemäß wieder steigenden Erkältungszahlen „die Zügel wieder anziehen“ wird, wie es Bayerns Ministerpräsident Markus Söder auf recht plastische Weise formulierte.
In der Tat scheinen etliche Randbemerkungen, auch von hiesigen Kommunalpolitikern, die Befürchtung der Kritiker der Corona-Maßnahmen zu bestätigen. Nicht ganz unbegründet dürften die an die derzeitigen Entwarnungen geknüpften Hinweise sein, dass die behauptete Gefahr noch lange nicht vorüber sei. Auch im Vorfeld der im Herbst stattfindenden Bundestagswahlen könnte dem Establishment an vermeintlichen oder tatsächlichen Erfolgsmeldungen sehr gelegen sein, bevor man danach, so zumindest die Befürchtung der Teilnehmer der Montagskundgebungen, dem Volk die ernüchternde Rechnung für das wirtschaftliche Chaos präsentieren wird, das man zuvor mit den Lockdown-Maßnahmen angerichtet hat. Auch vor einem sich möglichweise einschleichenden allgemeinen Gewöhnungseffekt hinsichtlich Ausgangssperren, Überwachungsmaßnahmen, Test- und Impfpflicht sowie vielen weiteren empfindlichen Einschnitten wird von den Kritikern der Corona-Maßnahmen mit Nachdruck gewarnt. Wer sich hierzu weiterbilden oder in den, mitunter auch kontrovers geführten, Dialog treten möchte, hat auch am kommenden Montag um 19 Uhr wieder Gelegenheit dazu. Zudem plant die Bürgerinitiative „Volksstimme“ für den kommenden Freitag um 17 Uhr auf dem Zwickauer Hauptmarkt eine Überraschung der besonderen Art. Für politische Vielfalt im beginnenden Sommer dürfte demzufolge auch in den kommenden Wochen gesorgt sein.

Montag, 14. Juni 2021

Schumann-Wettbewerb: Stadt hofiert Verursacher der Sparkassenaffäre

Vorwort:
Der nachfolgende Text ist eine Pressemitteilung der Stadtverwaltung  Zwickau. Die Westsächsische Zeitung hat diesen übernommen, weil wir der Meinung sind, dass der Robert-Schumann-Wettbewerb ein wichtiges Ereignis ist, über dass wir berichten sollten. Am Ende des offiziellen Textes haben wir noch ein paar Fakten zur Personalie Felix Angermann hinzu gefügt, der bei der Bekanntgabe der Preisträger zugegen war (Foto rechts). Wir bitten unsere Leser, dies in die Gesamtbeurteilung der Veranstaltung mit einfließen zu lassen.
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Westsachsen/Zwickau.-
Ein besonderer Wettbewerb in einer besonderen Zeit: So lässt sich der Internationale Robert-Schumann-VIDEO-Wettbewerb wohl am besten umschreiben. Aus der anfänglichen Idee, nur die erste Runde als Video-Runde auszutragen und in der zweiten mit Teilnehmern vor Ort zu starten, ist am Ende ein kompletter Video-Wettbewerb in zwei Runden geworden – ohne, dass ein Teilnehmer Zwickau besuchte, und ohne Jury vor Ort, ohne Gasteltern, die mit ihren Gästen mitfiebern, und ohne rauschendes Preisträgerkonzert. Aber: Der Wettbewerb fand mit nicht weniger Mühen und auch nicht weniger Fragen der Teilnehmer statt, nicht mit weniger Engagement der Jury und auch nicht mit weniger Aufregung auf Seiten der Teilnehmerinnen und Teilnehmer; in diesem Jahr nur alles eben digital und ein bisschen anders.
Was bleibt sind die tollen Beiträge der Finalisten auf dem Youtube-Kanal „Schumann in Zwickau“ (www.youtube.com/schumanninzwickau) und die Erfahrung, dass im Notfall auch digitale Lösungen funktionieren. Nur ein einziger der ausgewählten Teilnehmer sandte schließlich kein Video für die Finalrunde. Die meisten haben qualitativ hochwertige Videos eingereicht und sich bestmöglich präsentiert. Auch wenn es natürlich kein Vergleich zur Live-Atmosphäre und dem Auftritt vor Publikum ist, so konnte damit zumindest ein kleiner Eindruck auch der Öffentlichkeit vermittelt werden.
Jetzt ist der Internationale Robert-Schumann-VIDEO-Wettbewerb zu Ende gegangen. Am Donnerstagabend hatten die beiden international besetzten Jurys (mit mehreren ehemaligen Preisträgern des Zwickauer Wettbewerbs) per Video-Konferenz mit Wettbewerbsleiter Thomas Synofzik getagt, um die schlussendliche Entscheidung zu fällen, wer die zwölf Sonderpreise erhalten soll. Die Videoschalte der Juroren hatte sich bereits in der ersten Runde bewährt und konnte ohne große technische Schwierigkeiten über die Bühne gehen. Aufgrund der Zeitverschiebungen, zum Beispiel nach Arizona, war die Terminfindung fast das Komplizierteste.
Preisträger Klavier:
Antonio Di Dedda (Italien/ 29 Jahre)
Viktor Radic (Serbien/ 25 Jahre)
Viktor Soos (Deutschland/ 25 Jahre)
Daeun Song (Südkorea/ 29 Jahre)
Preisträger Gesang (Damen):
Bella Adamova, Mezzosopran (Tschechische Republik/Russland/ 29 Jahre)
Hyun Seon Kang, Sopran (Südkorea/ 29 Jahre)
Soyeon Lee, Mezzosopran (Südkorea/ 32 Jahre)
Preisträger Gesang (Herren):
Ronan Caillet, Tenor (Frankreich/ 26 Jahre)
Vincent Kusters, Bariton (Niederlande/ 30 Jahre)
Johannes Schwarz, Bariton (Deutschland/ 32 Jahre)
Zhuohan Sun, Tenor (China/ 28 Jahre)
Sonderpreis Liedbegleitung:
Malte Schäfer (Deutschland/ 29 Jahre)
Über fehlende Internationalität konnte man sich auch in der Video-Wertung nicht beklagen. In der ersten Runde nahmen 64 Pianisten und 67 Sänger teil. In der Finalrunde kamen noch 16 Klavierbegleiter hinzu, die um den Sonderpreis Liedbegleitung konkurrierten. Die 147 jungen Musiker und Musikerinnen stammen aus insgesamt 33 Ländern, zum ersten Mal dabei war ein Teilnehmer aus Nordmazedonien. Dabei kommt das Fach Klavier auf eine Beteiligung von 19 Nationen, der Gesang auf 21. Am stärksten vertreten waren Deutschland (23), Japan und China (je 13) sowie Südkorea (12). Mit Anmeldungen aus den USA, Australien/Neuseeland und Brasilien waren zudem alle fünf Erdteile vertreten.
Vergeben werden bei dieser Sonderauflage nur gleichdotierte Sonderpreise im Wert von je 2000 EUR. Alle Preisträger sollen im Herbst dieses Jahres zu Auftritten in Zwickau eingeladen werden. Außerdem winken Anschlussauftritte, unter anderem beim Chopin-Festival im französischen Nohant und den Städten des Schumann-Netzwerks. So zum Beispiel der Robert-Schumann-Gesellschaft Düsseldorf e. V.. Museumsbesucher des Robert-Schumann-Hauses in Zwickau können in den nächsten Tagen, bis zum 27. Juni, die Preisträger mit ihren Videoaufnahmen wenigstens schon mal auf der Leinwand im Konzertsaal konsumieren.
Trotz der schwierigen Planbarkeit und letztlichen Absage des eigentlichen Wettbewerbs sicherten die Fördermittelgeber und Sponsoren ihre Unterstützung auch für den VIDEO-Wettbewerb zu. Somit geht ein großes Dankeschön an die Sparkasse Zwickau, den Kulturraum Vogtland-Zwickau sowie die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen – ohne dieses Engagement wäre auch die Alternativvariante nicht möglich gewesen
Ein Video-Clip, in dem Oberbürgermeisterin Constance Arndt, Dr. Thomas Synofzik, der Leiter des Robert-Schumann-Hauses und Wettbewerbsvorsitzender, gemeinsam mit dem Vorstandvorsitzenden der Sparkasse Zwickau, Felix Angermann, die Preisträger bekannt geben, steht ebenfalls auf dem Kanal www.youtube.com/schumanninzwickau zur Verfügung. Informationen zum Internationalen Robert-Schumann-Wettbewerb sind unter www.schumann-zwickau.de zu finden.

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

Anmerkung der Redaktion:
Felix Angermann, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Zwickau (Foto rechts), ist in die Zwickauer Sparkassenaffäre verwickelt (WSZ berichtete). Trotzdem ist sich die Stadtverwaltung Zwickau nicht zu schade, diese fragwürdige Personalie in ihrem Video auftreten zu lassen. Man nimmt im Gegenteil gern das Geld von Leuten wie Herrn Angermann, die sich damit die Gunst der Politiker(innen) erkaufen. Besser kann man Kommunalpolitik nicht gestalten.
Zur Erinnerung: Die WSZ hat nachgewiesen, dass die Sparkasse Zwickau im Schulterschluss mit der Zwickauer Justiz und der Stadtspitze gemeinschaftlich gegen geltendes Recht verstößt. Nachzulesen hier: Justiz und Politik decken Sparkassen-Betrug

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Freitag, 11. Juni 2021

Schwanenteichgelände: Baumaßnahmen gehen voran

Westsachsen/Zwickau.- In den städtischen Parks ist immer etwas los – auch im Schwanenteichpark, derzeit auch im baulichen Sinn. Denn um die älteste gartengestalterische Anlage der Stadt noch attraktiver zu machen, laufen aktuell verschiedene Baumaßnahmen im Rahmen des EFRE-Projektes Integrierte Stadtentwicklung 2014-2020 Schwanenteichpark.
Lan
ger Teich
Aktuell fällt die Sanierung des Langen Teichs im östlichen Bereich der Parkanlage besonders ins Auge. Hier konnten nach der Entwässerung im März und dem anschließenden Abfischen rund ein halber Meter Schlamm beseitigt und der Teichboden neu modelliert werden. Im nördlichen Teich, nahe der Terrasse, ist er nun mit knapp zwei Metern am tiefsten. Damit hat er nicht nur an Volumen gewonnen, sondern sorgt zukünftig auch für eine optimale Gewässerkühlung. Südlich wurde er recht flach gehalten und bietet der Pflanzenwelt, den Amphibien und Insekten somit ideale Bedingungen. In der Mitte wurde der Teichboden im ursprünglichen Niveau belassen.
Die kleine Insel nördlich im Teich, bestehend aus homogenen Teichboden und einer Einfassung aus Wasserbausteinen, ist besonders markant. Da, wo sich jetzt gelegentlich noch Enten tummeln, sollen später einmal Seerosen blühen. Das Wasserniveau wird an dieser Stelle später rund 80 Zentimeter bis 1,20 Meter betragen. Maximal 15 Pflanzen sind vorgesehen. Die „Pflanzinsel“ ermöglicht ein kontrolliertes Wachstum und verhindert eine Ausbreitung der Pflanzen im Gewässer. Aktuell wird am nördlich gelegenen Übergabeschacht (Schachtbauwerk) gearbeitet, welches zukünftig das überschüssige Wasser bei Bedarf ableiten wird. Noch herzustellen ist der Überlauf in Form eines Möchbauwerks, das den Zu- und Ablauf regulieren und damit die ökologische Gewässerstruktur mit einer höheren CO2-Bindung verbessern wird. Mit Wasser versorgt wird der Lange Teich ausschließlich vom höher gelegenen Schwanenteich. Auch dieser erhält ein neues Mönchsbauwerk. Die Baumaßnahme ist bereits für Ende Juni vorgesehen und erfolgt unter kurzzeitiger Vollsperrung (eine Woche) des Dammweges zwischen Schwanenteich und Langer Teich (Crataegusdamm). Nach dessen Fertigstellung können der Lange Teich mit Wasser befüllt und neue Fische eingesetzt werden. Am westlichen Ufer des Langen Teichs ist jetzt schon ein neu angelegter schmaler Plateau-Streifen zu sehen. Die Fläche wird als Wiese hergestellt, soll Wartungsarbeiten am Teich erleichtern und u. a. auch Anglern zur Verfügung stehen. Vorgesehen ist, die Gesamtbaumaßnahme Langer Teich spätestens Ende November abzuschließen.
Radroute 5 von Marienthal nach Planitz

Diese liegt im Parkbereich nahe der Humboldtstraße und ist Bestandteil der Radwegverbindung Marienthaler Fußweg–Schwanenteichpark– Planitz/Schedewitz. Ein Teil davon, zwischen Am Schwanenteich und Saarstraße, konnte 2020 bereits grundhaft saniert und wieder freigegeben werden. Der Abschnitt in Richtung Amtsgericht steht noch aus. Sobald die (groben) Bauarbeiten am Langen Teich abgeschlossen sind, wird auch dieser eine neue Asphaltdeckschicht erhalten. Auch in diesem Bereich liegt der Schwerpunkt im regelkonformer Ausbau der Wegstrecke für eine Befahrung im Gegenverkehr. Im Anschluss der Arbeiten folgen noch die notwendigen landschaftsbaulichen Arbeiten, um die unmittelbaren Geländeanschlüsse zu den Parkflächen wiederherzustellen. Zudem werden an den Parkeingängen erforderliche Beschilderungen angebracht. Auf eine zusätzliche Wegebeleuchtung wird in den 3 Bauabschnitten verzichtet. Spätestens Ende Oktober/Anfang November wird der Weg wieder durchgängig begeh- und befahrbar sein und als attraktive Radverkehrsverbindung westlich der Innenstadt zur Verfügung stehen. Wieder nutzbar ist der Parkweg westlich der Ziegelwiese. Der Abschnitt der West-Ost-Verbindung durch den Schwanenteichpark von der Parkstraße aus in Richtung Innenstadt erhielt im März eine wassergebundene Deckschicht. Auch die Arbeiten im Bereich der anliegenden Ziegelwiese sind so gut wie abgeschlossen.
Zie
gelwiese
Nach erfolgtem Rückbau und Geländemodellierung wurden auf den Brachflächen und im Bereich des Biotops ausgedehnte Pflanzflächen eingeordnet. Der im Jahr 2019 im nördlichen Bereich angelegte Gedenkort für die Opfer des NSU erhielt einen neuen Erkundungsweg, an dem Bänke zum Verweilen einladen. Gut sichtbar ist eine kleine Anhöhe inmitten der Ziegelwiese, auf der neu gepflanzte Bäume und Sträucher „trockenen Fußes“ gedeihen können. Die Pflanzauswahl erfolgte ganz im Sinne des historischen Gestaltungskonzeptes Petzolds, dem gärtnerischen Schöpfer des Areals. Neu in die Ziegelwiese integriert wurden auch zwei Feuchtbiotope für Amphibien und Insekten. Noch führt eine etwas holprige Baustraße direkt in die Fläche hinein. Diese wurde eigens für die Herstellung der Pflanzfläche innerhalb des Biotops angelegt und bleibt als Pflegeweg bestehen. Der Weg wird im Sommer noch mit Schotterrasen begrünt und kann dann für die zukünftigen Pflegearbeiten im Bereich der Ziegelwiese genutzt werden. Ab Mitte Juli werden sich Parkbesucher auf eine weitere Einschränkung einstellen müssen. Dann wird der nächste Wegabschnitt, zwischen Ziegelwiese und Denkmal liegend, grundhaft erneuert. Ab spätestens Mitte September soll die beliebte Querverbindung durch den Park aber wieder nutzbar sein.
Areal Schwanenschloss
Fast fertig ist die Sanierung des Parkbereichs, auf dem einst das Schwanenschloss thronte. Die Fläche wurde zunächst vom Bewuchs befreit, die Schwanenteichquelle gesichert und die Kellerräume schrittweise abgerissen. Die Gewölbe im Bereich der Quelle wurden erhalten und notwendige Untersuchungen zum Erhalt der Quelle sowie zu den Gründungsverhältnissen des Standortes durchgeführt. Das Gelände wurde modelliert und durch den Neubau der Freitreppe und einer Terrasse mit wassergebundener Wegedeckschicht für die öffentliche Nutzung begehbar angelegt. Inmitten dieser kommt nun auch eine alte Kastanie perfekt zur Geltung. Ein Teilbereich der Terrassenfläche an der Parkstraße ist noch gesperrt. Hier wird noch im Bereich zweier Baugruben gearbeitet. In einer befindet sich ein alter Zugang zum Kellergewölbe. In diesem muss der Kellerfußboden noch so hergerichtet werden, dass anfallendes Sicker-/Quellwasser gesammelt und über einen Schacht zum Ablauf in Richtung Schwanenteich geleitet wird. Nach Abschluss dieser Arbeiten werden die Böschungen und die verbliebene derzeitige Baufläche in Form einer Blumenwiese entsprechend aufbereitet, so dass der gesamte Bereich spätestens Ende August freigegeben kann.

Quelle und Fotos: Stadtverwaltung Zwickau

Dienstag, 8. Juni 2021

Gewandhaus-Sanierung: Mehrkosten sollen im Oktober vorgelegt werden

Westsachsen/Zwickau.-
Der Abrechnungsbeschluss zur Sanierung und zum Umbau des Zwickauer Gewandhauses wird voraussichtlich in der Oktobersitzung des Stadtrats behandelt. Der Grund, dass diese Vorlage erst nach der Sommerpause eingebracht wird, sind bisher noch nicht vorliegende Schlussrechnungen.
Seit der Fertigstellung des Gewandhauses und der Übergabe an das Theater Plauen-Zwickau erfolgt fortlaufend die Abrechnung der jeweiligen Leistungen. Am Ende werden insgesamt 189 Schlussrechnungen zu 189 Verträgen stehen. Zum 31. Mai 2021 lagen dem Liegenschafts- und Hochbauamt 178 gestellt Schlussrechnungen vor. 170 davon sind geprüft und mit einer Summe von 20.619.272,83 Euro bezahlt. Die acht, die sich noch in Prüfung befinden, entsprechen einem noch nicht bestätigten Wert von 496.430,19 Euro. Die elf noch offenen Schlussrechnungen haben einen Umfang von 204.296,98 Euro. Prognostiziert ergibt sich daraus für den Umbau und die Sanierung des Gewandhauses eine Maximalsumme von 21.320.000 Euro.
Die dementsprechenden Mehrkosten konnten durch nicht verbrauchte Mittel im Finanzhaushalt des Hochbau- und Liegenschaftsamt im Doppelhaushalt 2019/2020 gedeckt werden. Entsprechende Abstimmungen zwischen Bau- und Finanzverwaltung erfolgten. Die im März 2019 gefasste Änderung zum Vorhabensbeschluss hatte 19,5 Mio. Euro beinhaltet. Abschließend und detailliert dargestellt wird die dann festgestellte Abrechnungssumme in einem Abrechnungsbeschluss zur Maßnahme. Dieser soll im Oktober 2021 dem Stadtrat vorgelegt werden

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

Der Kultur-Tipp des Monats: AIDA - das VERDI-OPERN-AIR

Westsachsen/Bad Elster.- Am Freitag, den 18. Juni, erklingt um 19.30 Uhr Verdis Meisteroper „Aida“ in Originalsprache mit dem Ensemble und Orchester des Nordböhmischen Opern- und Balletttheaters Usti nad Labem unter der Gesamtleitung von GMD Florian Merz im NaturTheater Bad Elster. Endlich wieder Oper: Die tragische Liebesgeschichte als episches Drama ist voll von spektakulären Massenszenen und emotionalen Momenten. Giuseppe Verdi paart hier exotische Melodien mit dem »con brio« italienischer Musik – Ein wirklich ganz besonderes Opernerlebnis in diesem Sommer! Schauplatz der Oper ist Ägypten zur Zeit der Pharaonen. Aida ist eine nubische Prinzessin, die nach Ägypten als Geisel verschleppt wurde. Der ägyptische Heerführer Radames muss sich entscheiden zwischen seiner Liebe zu Aida und seiner Loyalität dem Pharao gegenüber bzw. der Hochzeit mit Amneris, der Tochter des Pharaos. Verona-Feeling in Bad Elster! Tickets: 037437/ 53 900 | www.naturtheater-badelster.de
TÄNZERISCHES STRAUSS-POTPOURRI
Am Samstag, den 19. Juni, öffnet sich um 19.30 Uhr der Vorhang wieder für die »Große Johann-Strauß-Gala« im König Albert Theater. Die Produktion mit dem Chursächsischen Hofballverein und dem Chursächsischen Salonorchester präsentiert dabei im prachtvollen Ambiente des König Albert Theaters wieder ein unterhaltsames musikalisch-tänzerisches Potpourri im Glanze der großen Melodien von Johann Strauß. Auf dem Programm dieser musikalischen Reise im König Albert Theater stehen wieder zahlreiche Weltklassiker der Strauß-Dynastie: Neben dem berühmten Wiener »Donauwalzer« und einem Besuch »Im Krapfenwaldl« zeigen kontinentale Ausflüge mit dem »Egyptischen« und dem »Persischen Marsch«, der schwungvolle »Cachucha-Galopp«, eine lustige Fahrt im »Vergnügungszug« oder der weltberühmte »Radetzky Marsch« die große Vielfalt der Kompositionskunst in der Strauß-Familie. Die dazu hinreißend inszenierten Choreographien des Chursächsischen Hofballvereins geben dieser Gala in Bad Elster dabei eine besonders reizende Note, welche beim spritzigen »Can Can« oder dem feurigen »Säbeltanz« ihren Höhepunkt erreicht. Abgerundet wird das bunte Programm durch unterhaltende Orchesterwerke des Chursächsischen Salonorchesters. Ein Konzert für alle Freunde der leichten Muse! Tickets: 037437/ 53 900 | www.koenig-albert-theater.de
ARNULF RATING FEGT ÜBER DIE KABARETTBÜHNE
Am Sonntag, den 20. Juni, gastiert um 19.00 Uhr mit Arnulf Rating aus Wuppertal (Foto unten) einer der aktuell renommiertesten Politkabarettisten im König Albert Theater. Der Kabarettstar gewann bisher alle wichtigen deutschen Kabarettpreise und ist regelmäßig im TV zu erleben. Sein aktuelles Kabarettprogramm »Zirkus Berlin« ist eine Reise in die Manege der Abgründe, aber alles mit Netz und doppeltem Boden. Zirkus eben. Was kommt nach Corona? War da was? Wir reden über alles. In den Manegen der Talkshows. Arnulf Rating kennt sich aus: Er lebt in Berlin – und er gehört zur Risikogruppe. In seinem neuen Programm nimmt er uns mit auf den Parforceritt durch die Manege. Mit Tempo und hohem Unterhaltungswert brilliert hier eine der Dienstältesten scharfen Zungen des Landes. Unterhaltung mit Haltung. Gerade, wenn es stürmisch wird. Der Anspruch bleibt: die Menschen oben mit erweitertem Bewusstsein und unten mit nasser Hose aus dem Theater zu entlassen. Unbedingt hingehen! Tickets: 037437/ 53 900 | www.koenig-albert-theater.de
Abgerundet wird das Sommerprogramm in den Königlichen Anlagen Bad Elster mit verschiedenen Kammermusikprogrammen von Ensembles der Chursächsischen Philharmonie, einer sehenswerten Kunstaustellung in der KunstWandelhalle und der Dauerausstellung im Sächsischen Bademuseum.
Tickethinweis: Im Zuge der Veranstaltungen gibt es aufgrund der Hygienekonzepte spezielle Veranstaltungsregelungen. Tickets können derzeit über den Onlinevorverkauf oder über den telefonischen Vorverkauf erworben werden. Der Ticketservice in der Touristinformation Bad Elster ist jeweils von Montag bis Sonntag von 14.00 bis 18.00 Uhr für den Vorverkauf und sämtliche Programminfos geöffnet. Alle aktuellen Infos: 037437/ 53 900 | www.chursaechsische.de

Quelle und Fotos: Chursächsische Verwaltungs GmbH