Freitag, 12. Oktober 2018

Folter in der Psychiatrie: Zwangsbett und Elektroschock-Therapie

Folterinstrument_RodewischRodewisch.- Die Berichte über Folter in der Psychiatrie des Sächsischen Krankenhauses (SKH) reißen nicht ab. Ruhigstellung der Patienten durch Zwangsmedikation und stundenlange Fixierungen gegen deren Willen. Schlampig erstellte Gutachten, die eine angezeigte Entlassung unnötig verzögern oder sogar verhindern. Die Liste der Vorwürfe gegen das SKH Rodewisch ist lang. Die Klinikleitung weigert sich, zu den Vorwürfen Stellung zu beziehen (WSZ berichtete).
Jetzt meldet sich ein weiterer Betroffener zu Wort. Michael Trützschler stammt aus einer Bäckersfamilie im Vogtländischen Auerbach, deren Existenz seit seinem Aufenthalt in der Abteilung B7 4 des SKH, wie er sagt, bedroht ist. Sein Vorwurf: „Ich wurde in der Psychiatrie nicht nur falsch behandelt, sondern fühlte mich oft machtlos und gegen meinen Willen gefoltert.“ Damit meint der ehemalige Patient vor allem seine Fixierung auf dem mit Gurten für die Fesselung präparierten Zwangsbett (Foto rechts). Außerdem seien ihm Medikamente verabreicht worden, die heftige Nebenwirkungen hervorrufen können, so der Betroffene. Man habe ihn zunächst wegen Selbstmordgefährdung eingeliefert, ihm dann jedoch das Antiepileptikum Orfiril gegeben, das bei ihm wiederum Selbstmordgedanken ausgelöst habe. Ein Sedierungsmittel zur Ruhigstellung (Neurocil) habe zudem zu vorübergehender Impotenz geführt. All das habe er dem behandelnden Oberarzt Michael Müller mehrfach mitgeteilt. Dieser ignorierte jedoch die Einwände seines Patienten. Michael Trützschler klagt an: „Diese Klinik hat eine Euthanasiegeschichte! Ich habe mich wie zwangssterilisiert gefühlt.  Neurocil und andere Medikamente bewirken nicht nur Impotenz sondern zum Beispiel ernst zu nehmende Lebererkrankungen, an denen man sterben kann. Außerdem greift man jetzt wieder auf die umstrittene Elektroschock-Therapie zurück.“ Oberarzt Müller bestätigt in der FP: „Pro Woche werden bei uns an zwei Tagen je vier bis fünf Patienten mit Elektroschock-Therapie (EKT) behandelt. Ein Zyklus umfasst etwa zwölf EKTs. Künftig sollen mehr Patienten so therapiert werden können, auch ambulant.“ Gleichzeitig gibt er jedoch zu, dass der Wirkmechanismus der Elektroschock-Behandlung bis heute nicht hundertprozentig erforscht sei.
Folter_RodewischFür den misshandelten Patienten Michael Trützschler klingt das wie Hohn. Er sagt: „Hier findet ein psychiatrischer Missbrauch wie im Stasigefängnis Hohenschönhausen statt.“ Als er einmal wegen starker Schmerzen nicht schlafen konnte und nachts nach einem Arzt rief, wurde er ans Zwangsbett gefesselt. Die Gurte verliefen genau unter seinen Armen, unter denen er ohnehin schon einen Wundausschlag hatte (Foto links). Er bat um ein Spray ohne Alkohol und Parfüm zur Linderung. Darauf habe ihm die Pflegerin geantwortet: „Es gibt keins ohne Parfüm, und hier geht es sowieso nicht nach Ihrem Willen!“.
In einem offenen Brief fordert Michael Trützschler jetzt die Offenlegung von unzumutbaren gesellschaftlichen Zuständen in Sachsen. Dabei bezieht er sich auf seine Erfahrungen in drei Sächsischen Psychiatrien. Es habe Holocaustleugnungen, Sieg Heil Rufe über die gesamte Station und einen Antisemit gegeben, der über Juden wetterte. All dies unter den Augen vorbei gehender Pfleger, die nichts dagegen unternahmen.
Zum Thema Fixierung in der Psychiatrie schreibt Wikipedia: „Eine Fixierung gegen den natürlichen Willen der betreffenden Person erfüllt regelmäßig den Straftatbestand einer Freiheitsberaubung und ist nur zulässig, wenn ein Rechtfertigungsgrund ... vorliegt und dieser durch die Fixierung abgewendet werden kann. In diesem Falle ist eine richterliche Genehmigung erforderlich... . In zurückliegenden Zeiten diente die Fixierung auch der Therapie und der Bestrafung von Patienten (Zwangsbehandlung, Somatotherapie). Zu den Vorrichtungen zählen neben Zwangsjacken und Gurten auch Zwangsstühle und Zwangsbetten (unter anderem auch Netzbetten). Die Maßnahmen stellen einen Eingriff in die persönliche Freiheit des Patienten dar. In einer Studie des Instituts für Rechtsmedizin in München aus dem Jahre 2012 waren bei 26 untersuchten Todesfällen von gurtfixierten Patienten 22 auf die jeweilige Gurtfixierung zurückzuführen.“

Fotos(2): Privat

Dienstag, 9. Oktober 2018

TIPP DER WOCHE: Der internationale Mönchschor Gregorianika

Gregorianika©MelanieMuellerBad Elster.- Am Freitag, den 19. Oktober entführt der internationale Mönchschor Gregorianika um 19.30 Uhr das Publikum in der KunstWandelhalle Bad Elster in mystische Klangwelten vom Mittelalter bis heute. Die beeindruckende A-Cappella-Show des Ensembles bringt mystischen Glanz in die KunstWandelhalle: Lassen Sie alle Sorgen des hektischen Alltags hinter sich und genießen Sie die Kraft und Energie dieser wundervollen Musik! Die Konzerte von »Gregorianika« sind wie eine Auszeit für die Seele. Wenn die sieben Mitglieder des Chores vor ihr Publikum treten herrscht ehrfürchtige Stille. Allein die schlichten Mönchskutten vermitteln eine tiefe Spiritualität. Spätestens bei Beginn des Gesangs fühlt sich der Zuschauer dann wie ins Mittelalter zurückversetzt. Gewaltig und eindrucksvoll erklingen die Stimmen und verursachen sofort Gänsehaut bei den Zuhörern. So erklingen »gregorianisierte « Popsongs und selbst komponierte Stücke, die das Klassische mit dem Modernen verknüpfen, aber trotzdem den spirituellen und besinnlichen Charakter beibehalten. Tauchen Sie ein! Tickets: 037437/53 900 | www.kunstwandelhalle.de

Quelle und Foto: Chursächsische Verwaltungs GmbH

Ausstellung zu „900 Jahre Zwickau“: Kinder entdecken ihre Stadt

Modell der Kita KrümelkisteZwickau.- Kindern Zeit begreifbar zu machen ist gar nicht so einfach. Beim 9 Jahre alten Geschwisterkind und den 90-jährigen Großeltern mag das mittels Familienalbum, eigenen Erlebnissen und Erinnerungen noch ganz gut gelingen. Aber wie vermittelt man Kindern eine 900 Jahre alte Stadt?
Darüber machten sich im vergangenen Jahr - in Vorbereitung aufs Festjahr „900 Jahre Zwickau“ - auch die Erzieher-Teams der 16 kommunalen Kitas/Horte Gedanken. Es entstanden 16 unterschiedliche Projekte, die eines gemeinsam haben – den Steppkes auf spielerische und neugierig machende Art und Weise Historisches, Neues und Interessantes über ihre  Stadt näher zu bringen. Die z. T. schon Ende 2017 gestarteten Einzelprojekte fanden im September dieses Jahres ihren Abschluss. Was die rund 2.000 Mädchen und Jungen und 200 Erzieher/innen alles erlebt, entdeckt, erforscht und entwickelt haben, möchten sie nun in der Ausstellung „Kinder entdecken ihre Stadt“ präsentieren.
Heute Vormittag wurde die Ausstellung im Rathaus, Hauptmarkt 1, im Rahmen eines Medientermins durch Bürgermeister Bernd Meyer offiziell eröffnet. Vor Ort waren auch die kleinen und großen Schöpfer der Exponate und gaben nach dem offiziellen Teil fachmännisch Auskunft zu ihren Arbeiten. Gezeigt wurden im Rahmen der Eröffnung erstmals auch zwei ca. 10-minütige Filme zweier Kitas. Die von Kindern für Kinder gedrehten Streifzüge durch Zwickau laufen nur heute in Endlosschleife und können noch bis 18 Uhr angeschaut werden.
Besucherinnen und Besucher erwartet in der Ausstellung ein kreativer Mix an Sichtweisen und Darstellungen der Kinder zu ihrer Stadt oder ihrem Stadtteil. Die Steppkes schlüpften in den zurückliegenden Monaten immer wieder in Detektivrollen und begaben sich auf Erkundungstour, fotografierten und recherchierten.
Sie besuchten unter anderem
- die Feuerwehrmänner und bestaunten Einsatzfahrzeuge,
- durften sich im Krankenhaus umsehen, eine Teddysprechstunde miterleben und sich den Rettungshubschrauber anschauen,
- radelten und picknickten im Schwanenteichpark,
- sangen und bastelten im Robert-Schumann-Haus,
- bestaunten den Dom und die Priesterhäuser,
- nahmen das Rathaus, das Gewandhaus, den Pulverturm und Schloss Osterstein unter die Lupe und „eroberten“ die Stadtmauer,
- besuchten den Oberhohndorfer Wasserturm und den Röhrensteg,
- beobachteten und dokumentierten Veränderungen im eigenen Stadtteil,
- erkundeten Auerbach und den Graurock,
- drehten Kurzfilme und
- gingen auf Zeitreise im eigenen Haus, kramten in alten und neuen Fotos und lauschten den Geschichten dazu.
AusstellungsbereichIm Nachgang werkelten die vielen kleine und großen Hände geschickt an der Umsetzung ihrer Eindrücke und Erkenntnisse. Entstanden sind unter anderem informative Poster, verschiedene Modelle historischer wie auch neuzeitlicher Bauten, ein Stadtteil-Memory, Jahreszeiten-Wanderflyer und zahlreiche Stadtteil-Karten mit Kinderpfaden, Spiel- und Lieblingsplätzen der Kinder, markanten Orten, Gebäuden und Einrichtungen.
Für die Kita-Ausstellung zur 900-Jahrfeier wurden nun alle 16 Projektergebnisse zusammengetragen. Der interessante Farb- und Darstellungsmix, gepaart mit informativen Kurzberichten und Hinweisen der Kinder, lädt ab sofort Jedermann zu einer kleinen visuellen Zeit- und Stadtreise durch Zwickau ein.
Angeschaut werden kann die Ausstellung im Rathaus, Foyer 1.OG, noch bis Freitag, 19. Oktober 2018, montags bis samstags in der Zeit von 8 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Quelle und Fotos: Stadtverwaltung Zwickau

Montag, 8. Oktober 2018

BARMER Gesundheitsreport: Zwickauer überdurchschnittlich oft krank

frau-mit-deckeZwickau.- Die Zwickauer sind häufiger und auch länger krankgeschrieben als der durchschnittliche Bundesbürger. Waren bundesweit an einem durchschnittlichen Kalendertag von 1.000 Beschäftigten 48 arbeitsunfähig, so waren es in Zwickau 52. Damit lag der Krankenstand der Zwickauer deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 4,8 Prozent. Im Jahresdurchschnitt war jeder Erwerbstätige im vergangenen Jahr 1,4 Mal krankgeschrieben.
Mehr Erkältungen und Rücken-beschwerden als im Vorjahr
Für die meisten Krankschreibungen der Zwickauer sorgten Rückenprobleme mit 4,1 Fehltagen je Versicherten, gefolgt von psychischen Leiden und Atemwegserkrankungen mit durchschnittlich 2,9 Fehltagen sowie Verletzungen mit 2,1 Fehltagen je Versicherten. „Im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen wir erfreulicher Weise bei psychischen Leiden und Verletzungen einen leichten Rückgang der Ausfalltage. Gestiegen sind allerdings die Ausfallzeiten bei Atemwegserkrankungen und Rückenbeschwerden“,  beschreibt Ingeborg Geyer, Regionalgeschäftsführerin der BARMER in Zwickau, die aktuellsten Auswertungsergebnisse des kasseneigenen Gesundheitsreports.
Nachhaltige Änderung der Arbeits- und Lebensgewohnheiten
„Gesundheitsfördernde Maßnahmen, die für mehr Bewegung und damit weniger Rückenschmerz sorgen, müssen noch besser bei den Beschäftigten ankommen. Immer häufiger rüsten Unternehmen um, schaffen beispielsweise mobile oder höhenverstellbare Arbeitsplätze für ihre Beschäftigten oder bieten die Möglichkeit für Bewegungspausen“, so Geyer. Damit wird bei einem Acht-Stunden-Büro-Tag der Rücken entlastet. Positiv zu sehen sind hier alle Maßnahmen, die Menschen motivieren sich mehr zu bewegen. So kann auch eine Teilnahme des Firmenteams an Firmenläufen oder anderen Veranstaltungen so manchen Beschäftigten mitziehen und damit positive, gemeinsame Erlebnisse in der Arbeitswelt schaffen. „Viele Menschen brauchen eine Motivation von außen, um den inneren „Schweinehund“ zu überwinden. Allerdings sollte dann auch die nachhaltige Änderung der Lebensgewohnheiten unterstützt werden“, so Geyer.
Prävention auch in kleinen und mittelständischen Unternehmen stärken
imageBetriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) scheint in großen Unternehmen zunehmend zu funktionieren, stellt allerdings kleine Betriebe aufgrund ihrer Größe vor besonders große Herausforderungen. Hier gibt es noch Nachholbedarf. Mitarbeiterorientierte Führung und Kommunikation, sinnvolle Ziele und Identifikation sind wesentliche Schlüssel für den Zustand einer optimalen Leistungsentfaltung und Gesunderhaltung. Mit Trainings- und Weiterbildungsangeboten für Führungskräfte werden die Gesundheitskompetenzen von Beschäftigten mit Leitungsfunktionen erheblich verbessert. Für kleinere Unternehmen könnten verstärkt Branchendachverbände derartige Angebote bündeln und die Organisation von Veranstaltungsangeboten übernehmen. Derzeit haben Unternehmen in Sachsen die Möglichkeit individuelle Angebote über das Portal der BGF-Koordinierungsstelle Sachsen zu erhalten. Dabei handelt es sich um ein  krankenkassenübergreifendes Portal. Unternehmen finden hier Unterstützung bei der Umsetzung von betrieblicher Gesundheitsförderung.
In Sachsen haben 2017 rund 433 Unternehmen Maßnahmen der BARMER zum betrieblichen Gesundheitsmanagement durchgeführt. Der Trend für 2018 ist steigend. Für den Gesundheitsreport 2018 wurden die Daten von 117.000 sächsischen Erwerbspersonen ausgewertet. Das sind rund sieben Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Freistaat. Die BARMER versichert insgesamt rund 370.000 Menschen in Sachsen.

Quelle und Foto: BARMER
BGF-Koordinierungsstelle: https://www.bgf-koordinierungsstelle.de/sachsen/

Letztes Schumann-Plus-Konzert: „…dies romantische Instrument“

Michael SchönheitZwickau.- Das Schumann-Plus-Konzert VIII ist eines mit ungewöhnlichen Klängen. Es ist zugleich das letzte, zu dem das Robert-Schumann-Haus Zwickau am Hauptmarkt 5 im Jahr 2018 einlädt und zwar am 4. November um 17 Uhr. Die Viola da gamba gilt als Instrument des 17. und 18. Jahrhunderts. Doch in Robert Schumanns Neue Zeitschrift für Musik wurde sie 1840 als „dies romantische Instrument“ bezeichnet. Der Gambenspezialist Thomas Fritzsch hat sich auf die Suche nach dem Gambenrepertoire des 19. Jahrhunderts gemacht, und dabei sogar Bearbeitungen von Musik Robert Schumanns entdeckt.
Auf dem Programm stehen Werke von Felix Mendelssohn Bartholdy, Robert Schumann, Franz Liszt, Christian Michael Wolff und Christian Wilhelm Podbielski. Letzterer war einer der geschicktesten Gambisten des 18. Jahrhunderts und gleichzeitig Klavier- und Kompositionslehrer des genialen und von Schumann verehrten E.T.A. Hoffmann, der seinem etwas verschrobenen Lehrer in den „Lebensansichten des Kater Murr“ ein Denkmal setzte. Ebenso wie Podbielskis Sonate G-Dur ist auch Wolffs Sonate C-Dur ein Originalwerk für Viola da gamba. Wolff war fast 60 Jahre Organist in Stettin.
Der ECHO Klassik-Preisträger Thomas Fritzsch ist in den europäischen Konzertsälen ebenso zu hören wie auf den Podien der Metropolen New York, Boston, Tokio, Seoul, Abu Dhabi, Dubai, Havanna, Hongkong, Shanghai, Jerusalem und Tel Aviv. Er sucht und findet verschollene und vergessene Werke der Gambenliteratur. Seine intensive Auseinandersetzung fand ihren Niederschlag in einer Vielzahl von Rundfunk- und Fernsehproduktionen, einer umfangreichen Diskographie (u.a. Ersteinspielung der verschollen geglaubten Gambenfantasien von Georg Philipp Telemann) und publizistischer Tätigkeit als Herausgeber Alter Musik und Autor musikwissenschaftlicher Schriften. Die Konzerttätigkeit findet ihre Ergänzung in Lehrtätigkeit und der L2018_11_04_Schumann Plus VIII_01 Fritzsch Foto Daniel Maria Deutereitung von Seminaren und Interpretationskursen in Europa und den USA. Zu den Lübecker Buxtehude-Tagen 2018 brachte Thomas Fritzsch gemeinsam mit Harald Vogel (Orgel) eine bislang unbeachtete Komposition Buxtehudes für Viola da gamba und Orgel zur Erstaufführung. In Würdigung seines weltweit ausstrahlenden Engagements für Bach und Abel wurde Thomas Fritzsch 2014 zum Kulturbotschafter der Bach-Abel-Stadt Köthen ernannt und 2017 zum Sonderbotschafter des Burgenlandkreises berufen.
Am Stein-Flügel wird Thomas Fritzsch von Michael Schönheit begleitet, der sich als Dirigent, Organist, Cembalist und Fortepianospieler einen Namen gemacht hat. Im thüringischen Saalfeld ausgebildet, war er 1984 Preisträger des Internationalen Bach-Wettbewerbs Leipzig. Nach seinem Studium wurde er 1986 Organist am Leipziger Gewandhaus. Zudem ist er Domorganist in Merseburg und künstlerischer Leiter der Merseburger Orgeltage. Seine Konzerttätigkeit übt er als Solist regelmäßig zusammen mit namhaften Orchestern wie der Sächsischen Staatskapelle Dresden, den Münchner Philharmonikern oder den New Yorker Philharmonikern aus.
Der Eintritt zum Konzert beträgt 10 Euro (ermäßigt 7,50 Euro). Karten sind an der Museumskasse, Restkarten an der Abendkasse erhältlich. Vorbestellte Karten müssen bis zum Mittwoch vor dem Konzerttag abgeholt werden, andernfalls werden sie in den freien Verkauf gegeben.
Kontakt: Telefon: 0375 834406, E-Mail: schumannhaus@zwickau.de

Quelle und Fotos: Stadtverwaltung Zwickau

Positives Resümee: Kürbisse sorgen für magischen Abend

Werdau.- Der neunte Werdauer Kürbiszauber ist Geschichte und dürfte den Besuchern, Händlern und Handwerkern als ein erstklassiges Erlebnis in Erinnerung bleiben. Am Nachmittag und Abend des 5. Oktober waren bei idealem Wetter tausende Gäste in die Werdauer Innenstadt gepilgert, wo ein abwechslungsreiches, regionales Angebot auf sie wartete. Veranstalter Rigo Reuter zog im Namen des Organisationsteams ein überaus positives Resümee: „Der Werdauer Kürbiszauber hat sich von Anfang an zu einem absoluten Highlight entwickelt. Besucher und Akteure waren in diesem Jahr besonders zufrieden. Das ist ein Erfolg der vielen Helfer hinter den Kulissen, die Jahr für Jahr zum Gelingen der Veranstaltung beitragen.“
Für das einmalige Ambiente sorgten neben den liebevoll dekorierten Ständen der einzelnen Anbieter vor allem jedoch die kreativ geschnitzten Kürbisse von Kindertagesstätten, Schulen und Einzelpersonen. Der erstmals ausgelobte Sonderpreis, ein Kochkurs für Kinder in der Erdbeerschänke, ging an die fünfjährige Lucy Lippmann, die mit Unterstützung ihrer Mutter ein überaus gelungenes Werk aus zwei Kürbissen zauberte. Aber auch viele Kleinkünstler gaben dem Fest ein besonderes Flair.

Im kommenden Jahr feiert der Kürbiszauber dann ein kleines Jubiläum. Denn am 11. Oktober von 16 bis 21 Uhr findet er bereits zum 10. Mal statt. Um die doch teils erhebliche Vorbereitungsarbeit auf breite Schultern zu verteilen, freut sich das Organisationsteam über weitere Mitstreiter.
Wer Interesse hat, kann sich schon jetzt bei Veranstalter Rigo Reuter unter Mobil 0171 3123134 melden.

Quelle und Fotos: Stadtverwaltung Werdau

Besichtigung des Mausoleums und Schlossführung in Greiz

mausoleum_altarGreiz.- Am Sonntag, dem 14. Oktober, wird das Mausoleum in Waldhaus in der Zeit von 11 bis 17 Uhr letztmalig in diesem Jahr für Besichtigungen geöffnet sein.
Für den letzten regierenden Fürsten Heinrich XXII. Reuss Aelterer Linie war Waldhaus ein beliebter Ort. Aus diesem Grund ließ er sich im Jahr 1883 seine Ruhestätte, das Mausoleum, errichten. Vor über 15 Jahren wurde die Begräbnisstelle der letzten Greizer Reußen ä.L. durch die Stadt Greiz renoviert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Eine kleine Ausstellung zur Geschichte des Mausoleums, zu Heinrich XXII. und seiner Familie ist im Inneren der Kapelle zu besichtigen.
Möchten Sie gern mit Ihren Gästen das Mausoleum außerhalb der Öffnungstermine besuchen? Gern nehmen wir Ihre Anfrage/Buchung entgegen: www.greiz.de

schlossfuehrung1Das Obere Schloss ist ein weithin bekanntes, architektonisch wertvolles und markantes Kulturdenkmal, das jeden Betrachter in seinen Bann zieht. Als Wahrzeichen vergangener deutscher Geschichte gibt es dem reizvollen Greizer Landschaftsbild im Tal der Weißen Elster ein charakteristisches Gepräge. Als ehemaliges Residenzschloss wartet es mit einer interessanten und wechselvollen Geschichte auf.
Im Rahmen einer öffentlichen Schlossführung über das Gelände des Oberen Schlosses Greiz können alle Interessierten am Samstag, dem 13. Oktober, auf den Spuren der einstmals fürstlichen Bewohner des Oberen Schlosses wandeln und Episoden aus der Vergangenheit und Gegenwart des beeindruckenden Schlosses erfahren. Die Besichtigung des Fürstlichen Marstalls, des Brunnenraumes und des Gefängnisses sind u.a. Inhalt des Rundganges.
Für Fragen rund um die öffentliche Führung auf dem Oberen Schloss Greiz stehen die Mitarbeiterinnen der Tourist-Information Greiz unter Telefon 03661 – 689815 zur Verfügung. Internet: www.greiz.de
Termin: Samstag, 13. Oktober 2018
Preise: Erwachsene 3,50 Euro, Kinder 1,50 Euro
Treffpunkt: Greiz, Oberes Schloss, Torhaus, Schloss-Information
Zeit: 14.00 Uhr, Dauer rund 1 ½  Stunden.

Quelle und Fotos: Stadtverwaltung Greiz

ISDS sucht neue Kids für K-Pop Tanzgruppe

Neue_Mitglieder_K-PopZwickau.- Die K-Pop Tanzgruppe „Black Beasts“ sucht nach neuen Mitgliedern im Alter von 14 bis 27 Jahren, die Spaß am Tanzen haben. Treffpunkt ist an jedem Sonntag um 14 Uhr in der Musikschule „Marina von Stroganoff“. Wer also etwas Neues kennen lernen möchte und/oder sich für K-Pop interessiert, ist hier goldrichtig.

Das Projekt wird vom gemeinnützigen Verein „Ich sehe die Sonne e.V.“ in Kooperation mit der Jugendinitiative JACKT durchgeführt. Es ist für ein Jahr angelegt und wird von der Aktion Mensch gefördert. Für die Teilnehmer entstehen keinerlei Kosten. Also einfach mal vorbei kommen und unverbindlich reinschnuppern.

Die K-Pop Tanzworkshops finden immer sonntags ab 14 Uhr in der Musikschule „Marina von Stroganoff“ statt und werden von der Sozialpädagogin Claudia Gehler (auf dem Foto 2. von rechts) geleitet.

Foto: ZPA

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Erfolgreicher, doppelter Festivalabschluss im Jubiläumsjahr

CP-KAT2018©JanBräuerBad Elster.- Am vergangenen Wochenende wurden nicht nur die 18. Chursächsischen Festspiele anlässlich des 200-jährigen Jubiläums der Gesundheitstradition in der Kultur- und Festspielstadt Bad Elster beendet, sondern es schloss sich auch gleichzeitig der Vorhang für das Kulturfestival des 23. Chursächsischen Sommers, welches seit Mai zehntausende Besucher in der europäischen Bäderregion begeisterte. Dabei besuchten in der Zeit vom 1. Mai bis 7. Oktober 2018 insgesamt rund 60.000 Gäste die über 300 wahrlich grenzenlosen Festivalveranstaltungen verschiedener Genres in den beiden Sächsischen Staatsbädern Bad Elster und Bad Brambach sowie in zahlreichen Spielorten der Vier-Länderregion in Sachsen, Böhmen, Bayern und Thüringen. Die Chursächsischen Festspiele allein konnten dabei vom 7. September bis zum 7. Oktober ca. 10.000 Besucher in Bad Elster begeistern.
„In den Sommermonaten stand natürlich vor allem unsere Wiedereröffnungssaison in der neuen Open-Air-Arena des NaturTheaters im besonderen Fokus des Publikumsinteresses“, erklärt GMD Florian Merz als Intendant der gesamtverantwortlichen Chursächsischen Veranstaltungsgesellschaft und ergänzt: „Hier konnten wir bei 15 Veranstaltungen mit rund 15.000 Zuschauern die erfolgreichste Saison seit Wiederaufnahme des Spielbetriebs 2007 verzeichnen.“  Weitere große Höhepunkte der beiden überregional ausstrahlenden Festivalreihen waren neben den zahlreichen, erstklassigen Veranstaltungen im König Albert Theater die erfolgreiche 15. „EQUIPAGE Bad Elster – Edle Pferde & Historische Kutschen“, die 14. Internationalen Jazztage oder das Herbstest mit einem speziellen Gesundheits-, Sport- und Eventtag in den Königlichen Anlagen. Die in Bad Elster ansässige Chursächsische Philharmonie erfreute dazu im Zuge des Sommerfestivals in den letzten Monaten nicht nur die Konzertgäste in den beiden Zentren Bad Elster und Bad Brambach, sondern hinterließ auch bei 13 Gastspielen in besonderen kulturtouristischen Einrichtungen, Kirchen, Schlössern und Konzerthäusern klangvolle Botschaften aus dem Herzen Europas. Bei den Festspielveranstaltungen zum Thema „Badekultur im Elstertal“ begeisterten vor allem das große Eröffnungskonzert der Chursächsischen Philharmonie mit Stargeiger Elin Kolev, der romantische Ballettabend zu „Carmen & Peer Gynt“, das Festkonzert zum Tag der Deutschen Einheit sowie das exklusive Gastspiel des Dresdner Kreuzchores.
Die 24. Ausgabe des Chursächsischen Sommers als größtes Festival in der europäischen Bäderregion findet vom 1. Mai bis zum 6. Oktober 2019 statt. Die 18. Chursächsischen Festspiele feiern im kommenden Jahr vom 6. September bis zum 6. Oktober 2019 als „Wasserspiele“ das große Jubiläum der Erstpublikation zur Heilkraft des Elstersäuerlings vor 350 Jahren. Die Kombination der Angebote macht auch dann wieder den besonderen Reiz Bad Elsters aus: Heute eine Wanderung durch eine der reizvollsten Naturgegenden Sachsens, morgen die große Welt der Oper im König Albert Theater und danach Entspannung pur mit den hervorragenden Erholungs- und Gesundheitsangeboten im Albert Bad oder der Soletherme & Saunawelt - so erholen sich Körper und Geist auf anspruchsvolle Weise! Alle Infos: 037437/53 900 | www.chursaechsische.de

Quelle: Chursächsische Verwaltungs GmbH
Foto: Jan Bräuer

Dienstag, 2. Oktober 2018

Rössl-Operette, Thieme spielt Baal und „Eine kleine Nachtmusik“

Im weissen Rössl_1©Jan BräuerBad Elster.- Am Dienstag, den 9. Oktober nimmt der Weltenbummler Frank Zagel die Gäste um 19.30 Uhr im Königlichen Kurhaus Bad Elster mit auf eine Reise zur grünen Insel Irland! Der Weltenbummler Frank Zagel aus Lohr am Main ist seit vielen Jahren zusammen mit seiner Frau und seinen beiden Kindern auf den Kontinenten dieser Erde unterwegs. Auf drei Reisen und sechs Monaten Aufenthalt erlagen sie dem Charme dieser wunderbaren Insel. Und diese war viel mehr als ein Abenteuer zwischen Schafen, Moos und verfallenen Ruinen. Da ist die aufregende Geschichte bis in die Gegenwart hinein, welcher der aufmerksame Reisende immer wieder begegnet. Dann natürlich die wunderschöne immergrüne Natur und die einzigartige und berühmte keltische Musik. Von Irlands Hauptstadt Dublin aus führt die Reise in versteckte Winkel dieser geheimnisvollen Insel, die in vielerlei Hinsicht ein reales Märchen im äußersten Westen Europas darstellt. Auf ihren Reisen begegnet die Familie immer wieder den typisch irischen Charakteren. Ein Aufenthalt auf Tory Island wird gekrönt mit einer Audienz beim einzigen »irischen König«, Patsy Dan Rogers. Immer wieder befahren die Zagels die berüchtigten, von Rhododendren flankierten, engen und kurvigen Straßen und schlafen an einsamen Traumstränden. In dieser live kommentierten Film- und Bilderreportage entführt Frank Zagel mit einem humorvollen Überblick über alle irischen Grafschaften. Tickets: 037437/53 900 | www.chursaechsische.de
OPERETTEN-TIPP DER WOCHE
Am Freitag, den 12. Oktober wird um 19.30 Uhr wieder der Operettenklassiker »Im weißen Rössl« von Ralph Benatzky als Gemeinschaftsproduktion der Landesbühnen Sachsen und der Chursächsischen Philharmonie unter der Leitung von Thomas Gläser im historischen König Albert Theater Bad Elster aufgeführt. Diese Operette erfreut sich seit der Uraufführung 1930 weltweiter Beliebtheit. In Kooperation mit den Landesbühnen Sachsen widmet sich das Chursächsische Salonorchester diesem Klassiker der Operette mit seinen unsterblichen Ohrwürmern. Bad Elster zeigt sich einmal mehr im Fieber der leichten Muse..! Im »Weißen Rössl« am Wolfgangsee herrscht Hochsaison. Ottilie singt vor sich hin »die ganze Welt ist himmelblau« während ihr Vater Fabrikant Giesecke sich weder für die Gegend noch für den Rechtsanwalt und Stammgast Siedler begeistern kann. Dieser gefällt jedoch seiner Tochter. Doch nicht nur sie wirft Siedler Blicke zu, auch Wirtin Josepha hat ein Auge auf ihn geworfen, so nimmt das Spiel seinen Lauf… Tickets: 037437/53 900 | www.koenig-albert-theater.de
THEATER-TIPP DER WOCHE
ThomasThiemeBaal©ThomasNitz2Am Sonnabend, den 13. Oktober bringt Ausnahmeschauspieler Thomas Thieme Bertolt Brechts erstes Bühnenwerk »Baal« um 19.30 Uhr auf die Bühne im König Albert Theater Bad Elster. Einer der größten deutschen Charakter-Darsteller auf der Theaterbühne und Filmleinwand spielt Brecht! Der Ausnahmeschauspieler unternimmt eine Spurensuche, bei der es leicht zugehen kann, melancholisch und anarchisch. Im Zentrum steht der egomanische Künstler, der auf Kosten der Gesellschaft lebt – hemmungslos, gierig, (selbst-)zerstörerisch. »Das Stück«, schrieb Brecht, »hat keine Weisheit«. Aber es hat Kraft. Thomas Thieme wird die Texte konzertant spielen, sein Sohn Arthur den Rhythmus mit der Bassgitarre bestimmen. Baal ist genial-poetische Krafthuberei, die Phantasmagorie eines Kerles, der keine Grenzen kennt: Nur Flaschen, die er leert, nur Weiber, die er füllt … Thomas Thieme gehört zu den prägnantesten Film- und Theaterschauspielern Deutschlands. Er war unter anderem am Berliner Ensemble, der Schaubühne Berlin, dem Burgtheater Wien sowie dem Münchner Kammerspielen engagiert, wo er mit Regisseuren wie Claus Peymann, Einar Schleef und Robert Wilson zusammenarbeitete. 2000 wurde er von der Jury der Zeitschrift »Theater heute« als Schauspieler des Jahres ausgezeichnet Einem breiterem Publikum wurde er durch die Kinofilme »Der Untergang«, »Das Leben der Anderen« und »Der Baader Meinhof Komplex« bekannt. Thomas Thieme wurde mit der Goldenen Kamera 2014 in der Kategorie bester Schauspieler ausgezeichnet. Tickets: 037437/53 900 | www.koenig-albert-theater.de
Am Sonntag, den 14. Oktober erheben die Musiker der Chursächsischen Streichersolisten um 19.00 Uhr ihre Instrumente für »Eine kleine Nachtmusik« im Königlichen Kurhaus Bad Elster. Dieses besondere Serenadenkonzert im Kerzenschein präsentiert dem Publikum eine Auswahl musikalischer Perlen der Klassik, welche von den Chursächsischen Streichersolisten in prachtvollen historischen Kostümen aufgeführt werden. Neben der weltberühmten Serenade »Eine kleine Nachtmusik« von Wolfgang Amadeus Mozart verbreiten an diesem stimmungsvollen Abend Kompositionen wie das virtuose Streichkonzert in e-Moll von Antonio Vivaldi oder die himmlische Orchestersuite Nr. 3 in D-Dur von Johann Sebastian Bach eine einzigartig-festliche Atmosphäre. Abgerundet wird dieser unterhaltsame Serenade der Klassik u.a. mit berühmten Kompositionen wie dem »Triumphmarsch« (Verdi) oder dem stürmischen »La Tempesta« (Rossini) sowie dem stimmungsvollen Nachtwachen-Quintett »La musica notturna di Madrid« als passende Abendmusik von Luigi Boccherini. Tickets: 037437/53 900 | www.chursaechsische.de
Abgerundet wird das herbstliche Programm in den Königlichen Anlagen der Kultur- und Festspielstadt Bad Elster mit verschiedenen Kammermusikprogrammen von Ensembles der Chursächsischen Philharmonie und Folklore-Konzerten mit Orchestern der Musikregion Vogtland. Die Veranstaltungen können selbstverständlich jederzeit mit Rahmenprogrammen aus Erholung & Kulinarium kombiniert werden. Tickets & Infos: 037437 /53 900 | www.badelster.de

Quelle und Fotos: Chursächsische Verwaltungs GmbH

Montag, 1. Oktober 2018

Soziales Engagement Ehrenamtlicher in Zwickau gewürdigt

Auszeichnung Ehrenamtlicher 2018Zwickau.- Heute Nachmittag fand in der Jakobskapelle im Rathaus die feierliche Auszeichnung ehrenamtlich Tätiger in der Seniorenarbeit statt. Insgesamt 11 Auszeichnungsvorschläge der Vereine und Institutionen wurden in diesem Jahr von der Auswahlkommission zur Auszeichnung bewilligt.
Kathrin Köhler, Bürgermeisterin Bauen, bedankte sich im Namen der Stadt bei den freiwillig und sozial engagierten Bürgerinnen und Bürgern Zwickaus aufs herzlichste und überreichte neben einer Urkunde der Oberbürgermeisterin auch einen Einkaufsgutschein und einen Blumenstrauß. Freuen können sich die insgesamt 9 Personen und 2 Gruppen außerdem über eine CD mit eindrucksvollen Bildern vom „Festival of Ligths“, dem allabendlichen Highlight der abwechslungsreichen Festwoche „900 Jahre Zwickau“ im Mai. Musikalisch umrahmt wurde die Auszeichnungsveranstaltung von Sängerin und Tanzpädagogin Ellen Haddenhorst-Lusensky.
Die Palette ehrenamtlicher Tätigkeit in Zwickau ist sehr vielfältig und macht deutlich, wie wichtig bürgerschaftliches Engagement in vielen sozialen Bereichen gegenwärtig ist und auch zukünftig bleiben wird. Die sozial-engagierten Frauen und Männer helfen im Bereich der Seniorenarbeit u. a. bei Vorbereitungen und Durchführungen verschiedener Veranstaltungen oder sichern Öffnungszeiten von Vereinen ab. Aber auch individuelle Beratungs- und Hilfsangebote oder aktive Maßnahmen gehören zur ehrenamtlichen Angebotspalette. Freiwilliges Engagement kann aber auch als eine Chance verstanden werden, sich einzumischen und mit zu gestalten. Es ist nicht nur Hilfe für andere, sondern bedeutet auch persönliche Weiterentwicklung.
Die Würdigung des Ehrenamtes in der Seniorenarbeit gibt es bereits seit 1994 in Zwickau. Jährlich werden durchschnittlich 20 Personen für ihr Engagement in den verschiedensten sozialen Bereichen des öffentlichen Lebens ausgezeichnet. Die Vorschläge zur Auszeichnung können nur Vereine, Wohlfahrtsverbände, Kirchgemeinden, Parteien, Institutionen oder sonstige Gruppierungen einreichen, in der Ehrenamtliche tätig sind. Nach Meldeschluss treffen das Amt für Schule, Soziales und Sport gemeinsam mit der Seniorenvertretung der Stadt eine Auswahl der zu ehrenden Personen.

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

Freiflächengestaltung mit Sport- und Spielanlagen in Eckersbach

Menschen zusammenbringen, Zeit zum Zuhören haben, Erfahrungsräume schaffen

Zwickau.- Mit dem Investitionspakt „Soziale Integration im Quartier“ (IVP–IQ) fördert das Bundesbauministerium seit 2017 die Erneuerung sowie den Aus- und Neubau sozialer Infrastruktur und deren Weiterqualifizierung zu Orten des sozialen Zusammenhalts und der Integration in den Städten und Gemeinden. Ziel des Investitionspakts ist es, Angebote der quartiersbezogenen Integration und des sozialen Zusammenhalts zu schaffen und Einrichtungen der sozialen Infrastruktur als Orte der Integration zu qualifizieren.011018_Spatenstich_FreiflaecheMaxPlanck
Mit der Übernahme der städtischen Kita „Albert-Funk-Straße“ 1999 durch den damaligen AWO Regionalverband Südwestsachsen e.V., entwickelte sich trotz großflächigem Rückbau und Einwohnerrückgang des Stadtteiles Eckersbach mit dem Kinderhaus „Kuschelkiste“ ein Kristallisationspunkt im bestehenden Quartier. Über Jahre hinweg wurden hier Kinder und deren Familien begleitet und für das Leben „fit“ gemacht.
Das Team des Kinderhauses wollte nicht untätig zusehen, wie sich die Umgebung rings um das neu errichtete Stadion nur wenig zum Positiven veränderte und entwickelte ein Konzept. Inhaltliche Ideen wurden mit Skizzen zur Gestaltung untersetzt. Der Träger des Kinderhauses, die AWO KV Zwickau e.V., wurde frühzeitig in die Konzeptentwicklung eingebunden. Viele Vorgespräche mit Verantwortlichen der Gebäude- und Grundstücksgesellschaft Zwickau mbH, des Stadtplanungsamtes u.a. wurden geführt. Das Vorhaben fand Interesse, weil es sich im Rahmen der Stadtteilentwicklung in das Fördermittelprogramm des Bundes „Soziale Integration im Quartier“ gut einfügte und wurde 2017 mit der Fortschreibung im Städtebaulichen Entwicklungskonzept Eckersbach aufgenommen.
Ein Zuwendungszweck des Förderprogramms sind der Erhalt und Ausbau von Freiflächen. Im Stadtumbaugebiet „Eckersbach 2012“ soll eine gestaltete Freifläche mit Spiel- und Freizeitaktivitäten entstehen, um einen Ort der Integration im Quartier zu schaffen. Das Garten- und Friedhofsamt erstellte die Planung der Freifläche. Auf dem ca. 1 ha großen Areal wird ab Oktober 2018 eine neu gestaltete Freifläche mit Sport- und Spielangeboten entstehen. Grünflächen und insbesondere Spielplätze sind ein Ort der Begegnung. Für Menschen unterschiedlichen Alters und mit mannigfaltigen (Freizeit)Interessen wird eine gemeinsame Basis geschaffen, um einen Dialog zu ermöglichen und Zeit miteinander zu verbringen. Im Vordergrund des Projektes stand deshalb das Ziel, dem demografischen Wandel in Eckersbach entgegenzuwirken und nachhaltig das Wohnumfeld zu verbessern. Ermöglicht wird dies durch die Schaffung von allwettertauglichen Wegen sowie dem Bau einer Multifunktionssportanlage und eines Spielbereiches mit Kletterpyramide. Unweit der Wohnbebauung wird es durch die neue Infrastruktur zukünftig möglich sein, seine Freizeit aktiv zu gestalten und bspw. den ca. 190 Meter langen Weg in Nord-Süd-Richtung mit Inlineskates zu benutzen. Auch der Anschluss an das Eckersbacher Rundwanderwegsystem rückt in greifbare Nähe. Viele Menschen werden die städtische Grünfläche auch nutzen, um den Ausblick auf das historische Stadtzentrum Zwickaus zu genießen oder das neu errichtete Stadion zu erreichen. Nach dem Abholen der Kinder aus der Kita werden Eltern dann hoffentlich selten um einen Besuch auf dem nahen Spielplatz herumkommen, wo getobt und Ball gespielt werden kann.
Die Nach- bzw. Umnutzung von ehemaligen Wohnbebauungsflächen zur Parkanlage mit Großgrün gelingt durch die Herstellung von ca. 1.200 Quadratmeter Wegen und Plätzen, die das Grundstück erschließen und eine Anbindung zu benachbarten Flächen schaffen. Weiterhin ist die Pflanzung von 18 einheimischen Laubbäumen vorgesehen, die kurz- und mittelfristig um weitere Gehölzpflanzungen ergänzt werden.
Im Konzept des Förderantrages war ein weiterer Schwerpunkt verankert. Geplant ist ein Anbau an das Gebäude des Kinderhauses, welcher unabhängig vom Betrieb der Kindertagesstätte als Treff- und Anlaufpunkt für Menschen aus dem Stadtteil mit unterschiedlichsten Bedürfnissen dienen soll.
Die Sächsische Aufbau- und Förderbank (SAB) bewilligt als Projektförderung zur anteiligen Finanzierung (Anteilfinanzierung) in Höhe von 90 % der zuwendungsfähigen Ausgaben eine nicht rückzahlbare Zuwendung (Zuschuss) in Höhe von 540.000 Euro. Die restlichen 10 % werden als Eigenanteil durch die Stadt Zwickau getragen. Diese 10 % bilden eine Summe von 60.000 €. Insgesamt stehen für die Umsetzung des Projektes 600.000 Euro zur Verfügung, wobei 400.000 Euro für die Freiflächengestaltung vorgesehen sind. Bei der SAB wurde ein weiterer Antrag auf Zuschusserhöhung gestellt, der Bewilligungsbescheid dazu steht, zum jetzigen Zeitpunkt, noch aus.

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

Kindesmissbrauch: Ermittlungen eingestellt - mal wieder

Staatsanwaltschaft_Zwickau2_thumb2Plauen/Zwickau/Rodewisch.- Es ist die viel zitierte „Spitze eines Eisberges“ und doch schon mehr als schlimm genug. Es mehren sich die Verdachtsmomente, dass in mindestens einem Fall ein Kind von den Behörden an einen Pädophilen in Obhut gegeben wurde. Bisher bekannt gewordene Indizien scheinen die schlimmsten Befürchtungen der Mutter zu belegen. Die Staatsanwaltschaft Zwickau hat die Ermittlungen indes eingestellt – mal wieder (WSZ berichtete).
Angefangen hat alles mit einem Sorgerechtsstreit. Maria G. (Name von der Redaktion geändert) zog im April 2017 aufgrund häuslicher Gewalt gegen sie und ihren heute dreijährigen Jungen aus der bis dahin gemeinsam mit dem Kindsvater genutzten Wohnung aus. Dieser begehrte daraufhin das Sorgerecht. Das Familiengericht im Amtsgericht Auerbach gewährte ihm das Umgangsrecht in Begleitung eines Umgangspflegers. Das brisante daran: der bestellte Umgangspfleger Jörg K. ist jetzt selbst dringend tatverdächtig, den Dreijährigen in seiner Wohnung gemeinsam mit dem Kindsvater Robert H. sexuell missbraucht und dabei gefilmt zu haben. Das geht aus der Beschwerde einer Chemnitzer Rechtsanwaltskanzlei an die Generalstaatsanwaltschaft Dresden gegen die Einstellungsverfügung der Zwickauer Staatsanwaltschaft hervor (Aktenzeichen 410 Js 13950/18).
Dass dies keineswegs ein Einzelfall ist, zeigt die große Besorgnis der Opferhilfsorganisation WEISSER RING. In einem Rundbrief an die Mitglieder schreibt der geschäftsführende Bundesvorstand und Schatzmeister Franz X. Wanninger: „Bitte helfen Sie uns, die Rechte der Opfer zu wahren! (…) Die große Opferzahl ist beeindruckend. (…) Die Bundesregierung plant leider, die Entschädigungsleistungen für die Opfer zu verschlechtern. Deshalb müssen wir jetzt nachdrücklich unsere Forderungen stellen…“
Klinik_Rodewisch_thumb2Eine fragwürdige Rolle spielt im Fall Maria G. auch die Kinder- und Jugendpsychiatrie in Rodewisch (kleines Foto). Hier sollte das Kind ursprünglich nach einer Begutachtung vorübergehend untergebracht werden. Aus bisher nicht bekannten Gründen entschied man sich jedoch für den betreuten Umgang mit den beiden jetzt dringend Tatverdächtigen Robert H. und Jörg K., bei denen sich der Junge gegen den Willen seiner Mutter seit dem 10. August aufhält.

Fotos: ZPA

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Freitag, 28. September 2018

Vorbereitungen zum Werdauer Kürbiszauber laufen auf Hochtouren

Werdau.- Am Freitag, dem 05.10.2018, gibt es von 16 – 21 Uhr auf dem Markt und in der Innenstadt Werdaus viel zu sehen. Bereits zum neunten Mal steigt an diesem Tag der schon fast legendäre Werdauer Kürbiszauber. Besucher erleben Kulinarisches rund um den Kürbis, einen Lampionumzug und viele weitere Aktionen und Attraktionen für Jung und Alt.
Eines der Highlights sind die vielen, liebevoll geschnitzten Kürbis-Kunstwerke, die Jahr für Jahr das Fest bereichern. Für den dazugehörigen Wettbewerb läuft jetzt die heiße Phase. In den nächsten Tagen liefern Helfer des Organsiationsteams rund 60 Kürbisse an Kitas und Schulen aus. Möglich macht das unter anderem die Unterstützung von Reifen Kratzsch in Werdau. Aber auch Privatpersonen, vor allem natürlich Kinder und Jugendliche, sind aufgerufen, ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen.
Abgabe ist am 05.10.2018 von 12 bis 13 Uhr vor der Freien Presse auf dem Werdauer Markt. Die Prämierung ist nach dem Lampionumzug auf den Rathausstufen. Kürbisse sind dafür bitte mit Namen, Adresse und Alter der Künstler zu versehen.
Alle Teilnehmer erhalten wieder ein kleines Dankeschön. Neu ist, dass diesmal der schönste Kürbis einen ganz besonderen Preis erhält: Einen Gutschein für einen Kochkurs für Kinder bzw. Jugendliche im Restaurant Erdbeerschänke in Leubnitz. Inhaber Ronald Otto (Foto), der seit Jahren beim Kürbiszauber vertreten ist, stiftet diese ganz besondere Prämie, die beispielsweise im Rahmen eines Kindergeburtstags Verwendung finden kann.

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Werdau

Donnerstag, 27. September 2018

Nach Sturmtief: Kita „Krümelkiste“ sammelt für den Tierpark Hirschfeld

Spielzeugbasar02Zwickau.- Wie in jedem Jahr wollten die Kinder der integrativen Kita „Krümelkiste“ in Pölbitz Eicheln und Kastanien für die Tiere im Tierpark Hirschfeld sammeln. Doch Sturmtief Fabienne sorgte am vergangenen Wochenende für heftige Verwüstungen im Tierpark. Bäume stürzten um, Zäune wurden zerstört, Dächer abgedeckt – fast jedes Gehege ist betroffen. Aufgrund der umfangreichen Schäden bleibt der Tierpark bis auf weiteres geschlossen.
Die Kinder und Erzieher der „Krümelkiste“ möchten dem Tierpark Hirschfeld gern helfen. Deshalb haben sie einen Spendenaufruf gestartet und am heutigen Donnerstag einen kleinen Spielzeugbasar organisiert. Der Erlös aus dem Basar wird als Spende an den Tierpark überwiesen. Kita-Leiterin Christine Wendt unterstrich, warum die Unterstützung des Parks besonders wichtig ist: „Die Kinder sollten die Möglichkeit haben, Tiere hautnah kennenzulernen, um mit der Natur und ihren Lebewesen im Einklang zu leben. Deshalb wünschen wir uns, dass der Tierpark bald wieder geöffnet ist.“
Bereits im vergangenen Jahr unterstützte die Kita „Krümelkiste“ den Tierpark mit Tierpatenschaften und einer Spende für den Bau des Wisent-Geheges.

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

Mittwoch, 26. September 2018

Korruption - verhindern Zwickauer Staatsanwälte juristische Aufklärung?

Amtsgericht_ZwickauWerdau/Zwickau/Karlsruhe.- Im Fall der Werdauerin Claudia Friedrich, die der Zwickauer Justiz im Zusammenhang mit ihrem Prozess am Familiengericht Komplettversagen vorwirft, kommen immer mehr Ungereimtheiten ans Licht. So stellte kürzlich ein Richter des Amtsgerichts Zwickau fest, dass es sich bei dem überklebten Beschluss vom 23. März 2012 (WSZ berichtete) wohl durchaus um eine Urkundenfälschung handeln kann. Allerdings sehe er keinen Grund, der Sache nachzugehen, beschwert sich die Betroffene. Auch müsse sich erst ein Staatsanwalt um Aufklärung bemühen, bevor er als Richter tätig werden könne. Doch hier liegt der Hase im Pfeffer. Kein Staatsanwalt will sich offensichtlich an diesem brisanten Fall die Finger verbrennen. Zu viele Ungereimtheiten auch über interne Vorgänge beim Amtsgericht Zwickau würden dann zur Sprache kommen und müssten aufgearbeitet werden. Claudia Friedrich ist frustriert: „Das bedeutet im Klartext, dass ich auf einem Berg von Gerichtskosten sitzen bleibe, die ich nicht verursacht habe. Mein Haus musste ich schon verkaufen. Den Erlös hat man mir durch Vollstreckung mit Haftbefehl gepfändet. Es ist einfach nur noch schlimm und extrem ungerecht.“
Im Juni 2016 verfügte die damals vorsitzende Richterin am Landgericht Zwickau, Birgit Borris, gegenüber dem leitenden Oberstaatsanwalt Klaus Roevekamp, dass Ermittlungen in eigener Zuständigkeit geprüft werden sollen. Kurze Zeit später wurde sie zum Bundesgerichtshof (BGH) nach Karlsruhe berufen.
„Bis heute schweigen die Verantwortlichen und schieben sich gegenseitig die Karten zu“, sagt Claudia Friedrich und klagt weiter an: „Hier sind Rechtsfrieden und Rechtssicherheit massiv gestört. Das geht uns alle an, denn es kann jeden treffen. Wenn bei Gericht willkürlich Akten manipuliert und Straftaten vertuscht werden, dann kann sich doch niemand mehr auf einen fairen Prozess verlassen!“
Am 22. August verkündete das Amtsgericht Zwickau „Im Namen des Volkes“ das Endurteil im Rechtsstreit Schübel/Friedrich. Demnach wurde die Widerklage der Werdauerin als unzulässig abgewiesen.

Foto Amtsgericht Zwickau: ZPA

Dienstag, 25. September 2018

Führung zur Geschichte der Greizer Flussübergänge

Die Greizer Brücken – sieben baulich-historische Verbindungswege im Stadtgebiet

brueckenfuehrung_an_der_elsterGreiz.- Sie überspannen Hindernisse, wie Flüsse, Bahngleise, Schluchten auf den Verkehrswegen und ermöglichen damit die Querung. Aufgrund der Tal- und Flusslage der Stadt Greiz entstanden im Laufe der Jahrhunderte im Stadtgebiet Greiz zahlreiche Brücken.
Außergewöhnliche Geschichten rund um diese sieben Brückenbauwerke der Stadt Greiz erwarten die Teilnehmer. Überquert werden während der Tour sieben Brücken, welche die maßgeblichen Verbindungselemente der Infrastruktur der Stadt Greiz sind.
Für Fragen rund um diese öffentliche und thematisch einmalige Führung stehen die Mitarbeiterinnen der Tourist-Information Greiz unter Tel. 03661 – 689815 zur Verfügung.
Termin: Samstag, 29. September 2018
Preise: Erwachsene 3,50 Euro, Kinder 1,50 Euro
Treffpunkt: Greiz, Unteres Schloss, Burgplatz 12, Tourist-Information
Zeit: 14.00 Uhr, Dauer: ca. 2 Stunden

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Greiz

Montag, 24. September 2018

Chursächsische Veranstaltungsgesellschaft verzeichnet Rekordjahr

CVG_BadElsterBad Elster.- Die Chursächsische Veranstaltungs GmbH (CVG) mit Sitz in Bad Elster ist zuständig für Kulturveranstaltungen jeglicher Art in der Region der beiden Sächsischen Staatsbäder Bad Elster und Bad Brambach. Nach 17 Jahren stetiger, kontinuierlicher und erfolgreicher Entwicklung konnte nun für das Jahr 2017 das bisher insgesamt erfolgreichste Jahresergebnis vorgelegt werden.
Das Geschäftsjahr 2017 war das bislang umsatz- und ertragsreichste Jahr der 2001 gegründeten CVG und wurde durch die beiden Gesellschafter der Sächsischen Staatsbäder GmbH und der Stadt Bad Elster mit großem Dank bestätigt. Wie aus dem geprüften und jetzt in den Gremien festgestellten Jahresabschluss hervorgeht, steigerte die CVG mit über 78.000 Tickets ihren Ticketverkauf um drei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Gesamtbesucherzahl aus 916 Veranstaltungen, Kunstausstellungen, Stadtfesten und Events stieg dabei auf einen Rekordwert von 230.000. Daraus resultierend konnten die Gesamtumsätze um sechs Prozent auf 1,6 Mio. Euro bei einem Gesamtertrag von 2,2 Mio. Euro gesteigert werden. Insbesondere die hohe Kostendeckungsquote mit jetzt 59 Prozent ist dabei für Kulturunternehmen bundesweit beispielhaft.
Mit dieser erneut erfolgreichen Jahresbilanz unterstreicht die CVG neben ihrer Bedeutung für die Menschen im Vogtland und in Westsachsen vor allem auch ihre kulturtouristische Anziehungskraft, die sich auch deutlich auf die touristische Gesamtentwicklung wie die Übernachtungs- und Gästezahlen des Sächsischen Staatsbades Bad Elster wirtschaftsfördernd zum Wohle der ganzen Region auswirkt. „Mit diesem wirtschaftlich erfolgreichen Kreislauf von und für die Region hat die CVG in den letzten Jahren aber auch eine herausragende Relevanz für die Bereiche Kultur und Gesellschaft erreicht“, betont der Geschäftsführende Intendant der CVG, GMD Florian Merz und verdeutlicht: „Unsere aktive Netzwerkarbeit an der Schnittstelle von Kultur und Tourismus prägt somit nicht nur maßgeblich den Erlebniswert der Kultur- und Festspielstadt Bad Elster, sondern besetzt auch einen gesellschaftlichen Raum für Begegnungen aller Generationen. Egal ob Theaterbesucher, Urlauber, Gesundheitsgast, Einwohner oder Tagesausflügler – das »chursächsische« Erlebnis ist in Bad Elster auch immer ein wertschöpfender Impulsgeber.“
Aufbauend auf der bereits 1817 begründeten Kultur- und Musiktradition des Königlich-Sächsischen Staatsbades wurde in Bad Elster 1912 auf Initiative der Sächsischen Staatsregierung eine Theatergesellschaft mbH gegründet, aus der letztlich die heutige, 2002 ins Leben gerufene Chursächsische Veranstaltungsgesellschaft hervorgegangen ist. Ziel war es damals wie heute, das im Herzen Europas gelegene Bad Elster neben einem Gesundheitsstandort auch als herausragende Kultur- und Festspielstadt mit internationaler Ausstrahlung zu positionieren: Die Chursächsische Veranstaltungs GmbH ist heute Ansprechpartner für Veranstaltungen und Kultur aller Art in der Region der Sächsischen Staatsbäder Bad Elster und Brambach. Insbesondere durch die erfolgreiche Vermarktung der sieben historischen Veranstaltungsstätten als „Festspielmeile der kurzen Wege“ in den Königlichen Anlagen mit dem König Albert Theater, dem Königlichen Kurhaus, der KunstWandelhalle, dem NaturTheater und den drei Musikpavillons wurde ein kulturtouristisches Angebot etabliert, welches das ganze Jahr über nachhaltig-wertschöpfende Impulse setzt. Mit rund 1.000 Veranstaltungen pro Jahr und über 200.000 Besuchern zählt die Chursächsische Veranstaltungsgesellschaft damit heute zu den führenden Unternehmen der Branche in den neuen Bundesländern. www.chursaechsische.de

Quelle: Chursächsische Verwaltungs GmbH
Foto: Jan Bräuer

Triathleten des Werdauer „Team Outfit“ beim Triathlon 2018 in Zwickau

Team_OutfitWerdau/Zwickau.- Auch in diesen Jahr gingen wieder die Triathleten des Team Outfit im SV Sachsen 90 Werdau e.V. in der Muldestadt an den Start. In diesem Jahr wurde die Sachsenmeisterschaft auf der Sprintdistanz (750m;20km;5km) beim beliebten und letzten Triathlon der Saison in Zwickau ausgetragen. Unsere Sportler nahmen an unterschiedlichen Wettbewerben teil. Die Schwimmstrecke wurde in der Glück auf - Schwimmhalle auf 50m Bahnen und bei angenehmer Wassertemperatur absolviert. Dann ging es hinaus ins regnerische und kühle Herbstwetter, auf die Radstrecke. Die 20 km wurden in mehreren Radrunden absolviert, wobei immer eine Runde im Westsachsenstadion gefahren wurde. Nach der neu gestalteten Wechselzone verlief der abschließende Lauf am Muldendamm entlang. Unsere Athleten erzielten folgende Ergebnisse: Sachsenmeisterschaft Sprintdistanz: Mike Kändler erreichte den 6. Platz der AK40. in 1:13h:24h. Rene Scarabis kam ebenfalls als 6. in der AK 50 nach 1.20:26h ins Ziel. Daniela Schweizer-Theodor wurde 3. in AK 45 in der Zeit von 1:31:52h und Susan Lenk sicherte sich in der AK 40 den 1. Platz und finishte in 1:34:31h. Bei dem Jedermann (750m,;20km;5km) Wettbewerb erreichte Steven Beninca den 1. Platz in der AK 45 und erreichte das Ziel nach 1:22:10h. Gefolgt von Neu-Mitglied Andre Lechner, er belegte Platz 6 bei der AK 35 in einer Zeit von 1.24:33h. Jana Scarabis wurde auf der selben Distanz 5. in der AK 50 und kam nach 1:49:07h ins Ziel. Katja Beninca startete auf der Einsteiger-Distanz (400m; 10km;2,5km) und holte sich bei den Damen den 2. Platz bei der AK 40 und beendete ihren Triathon in 1:06:15h. Somit ist die Triathlon Saison für unsere Athleten beendet, jedoch wird ein gebührender Abschluss bei einen gemeinsamen Wochenendausflug im Thüringer Wald gefeiert und auch verschiedene Laufveranstaltungen werden unsere Athleten ganz bestimmt nicht auslassen.

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Werdau

Veranstaltungstipp: ROCK THE CIRCUS in der „Neuen Welt“

Rock the Circus_Pressefoto_08Zwickau.- Mitreißend, spektakulär, außergewöhnlich - So ist es, wenn die legendärsten Hits der Rockgeschichte mit atemberaubender Artistik verschmelzen. In einer noch nie dagewesenen, elektrisierenden Zirkusatmosphäre verschmelzen die LIVE gespielten Hits der größten Rock-Giganten mit den artistischen Höchstleistungen der internationalen Akrobaten zu einer einzigartigen Kunstform.
ROCK THE CIRCUS - eine Show, die die Augen tanzen lässt, kommt am 02.04.2019 in die Neue Welt nach Zwickau. Tickets gibt’s bei der Kultour Z, der Freien Presse und an allen bekannten VVK-Stellen sowie versandkostenfrei unter 0365-5481830 und www.rockthecircus.de

Sonntag, 23. September 2018

Anführer von arabischstämmiger Schlägerbande hinter Gittern

koerperverletzung-und-bedrohung-in-zwickau-koerperverletzung-und-bedrohung-in-zwickau-539x365Zwickau.- Das Amtsgericht Zwickau hat am Donnerstag einen 19-jährigen zu einer Gefängnisstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten verurteilt. Der Migrant aus Nordafrika war Haupttäter bei einer Schlägerei im Sommer am Schumannplatz (WSZ berichtete). Ein 31-jähriger Deutscher wurde damals von dem jetzt verurteilten Gewaltstraftäter mehrfach ins Gesicht getreten. Das Opfer musste mit schweren Kopfverletzungen in ein Krankenhaus stationär eingewiesen werden.
Staatsanwalt Jörg Rzehak nahm in seiner Anklage Bezug auf mehrere übereinstimmende Zeugenaussagen, wonach der Anführer der Schlägerbande Ali H. wie bei einem Elfmeter-Schuss mehrfach gegen den Kopf des am Boden liegenden Mann getreten haben soll. Bis vor kurzem hielt sich die Bande noch am Neumarkt auf und versetzte hier die Bürger in Angst und Schrecken (WSZ berichtete).
Auch der Überfall auf einen 46-Jährigen Deutschen im Dezember 2017 am Planitzer Markt geht auf das Konto der Schlägerbande, die Ali H. angeführt hat. Das Opfer wurde damals ebenfalls schwer verletzt.

Beispielfoto Rettungseinsatz bei einer Schlägerei am Neumarkt (Archiv): Hit-TV.eu

Donnerstag, 20. September 2018

Liebe, Humor & Musik: „In Einheit gegen Hass“

GMD Florian Merz ©JanBräuerBad Elster.- Anlässlich des 28. Tags der Deutschen Einheit findet das Festkonzert „Chursachsen & Beethoven“ am Mittwoch, den 3. Oktober um 19.00 Uhr im König Albert Theater Bad Elster unter dem Motto „In Einheit gegen Hass!“ statt. Die Chursächsische Philharmonie musiziert dabei auf historischen Instrumenten der Klassik mit dem renommierten Hammerflügelspezialisten Prof. Florian Uhlig aus Dresden unter der Gesamtleitung von GMD Florian Merz.
»Wir möchten dieses Konzert bewusst nutzen, um hier in der Kultur- und Festspielstadt Bad Elster im Herzen Europas zwischen Bayern, Böhmen und Sachsen ein klares Statement für eine weltoffene, demokratische Gesellschaft zu setzen« beton Chefdirigent GMD Florian Merz als Geschäftsführender Intendant des König Albert Theaters Bad Elster. In diesem Sinne vereint das Konzert zwei gerade in bewegten Zeiten wichtige Projektionsflächen kultureller Entfaltung: Die Liebe und den Humor. Im Zeichen der Liebe stehen an diesem besonderen Abend die Ouvertüre zum Singspiel »Soldatenliebschaft« von Felix Mendelssohn Bartholdy, welches er im Alter von elf Jahren für die Geburtstagsfeier seines Vaters schuf und die zwei meisterhaften Klavierkonzertstücke von Robert Schumann mit Prof. Florian Uhlig am Hammerflügel. Die Klavierstücke schenkte der sächsische Romantiker Schumann seiner großen Liebe Clara Schumann zum 34. Geburtstag: So erklingen das Concert-Allegro mit Introduction für Pianoforte und Orchester op. 134 sowie die Komposition Introduction und Allegro appassionato op. 92.  Der zweite Teil des Konzerts gehört dann Beethovens 8. Symphonie. Im Jahr 1812 beendete Beethoven mit den Worten »Ewig dein. Ewig mein. Ewig uns.« einen der schönsten Liebesbriefe an eine Unbekannte und unter diesen emotionalen Eindrücken seines Lebens, das trotz einsetzender Schwerhörigkeit voller inspirierender Gespräche und Liebe zu stecken schien, schrieb er die ersten Skizzen zu seiner Nummer 8. Die Komposition steht bekanntlich zwischen den beiden monumentalen symphonischen Werken 7 und 9 und ist dabei eigentlich ein „Lehrstück“ des musikalischen Humors aus virtuoser Originalität, musikalischem Witz und ungewohnt leisen Tönen. Kritiker bescheinigtem dem Werk unter anderem einen lachenden philosophischen Ansatz: Gewitzt. Schnell. Brillant. »Gerade diese besondere musikalische Ebene aus Liebe, Emotion und Humor eignet sich wunderbar, um einen Tag der Deutschen Einheit klangbildlich zu feiern« erklärt Merz.
Bereits um 18.15 Uhr gibt es einen Einführungsvortrag mit GMD Florian Merz und Prof. Florian Uhlig zum Konzert im König Albert Theater Bad Elster. Die Chursächsische Philharmonie unter der Gesamtleitung von GMD Florian Merz verfolgt vor dem Hintergrund einer bis in das Jahr 1817 zurückreichenden, langen Orchestertradition seit 1992 vor allem in der Kultur- und Festspielstadt Bad Elster das künstlerische Ziel, die Musik aller Epochen möglichst stilsicher im Originalklangerlebnis zur Aufführung zu bringen. Konsequent verfolgt führt dieser Weg aus Sicht der Chursächsischen Philharmonie unweigerlich zur Verwendung historischer Instrumente aus den verschiedenen Stilrichtungen des Barock, der Klassik und der Romantik. Hauptaufgabe des Orchesters ist vor allem das umfassende Konzertangebot in den Sächsischen Staatsbädern Bad Elster und Bad Brambach. Hier geben die „Chursachsen“ mit einer großen Repertoirevielfalt jährlich über 500 Konzerte in verschiedensten Formationen, von klassischer Kammermusik, über Symphonik bis hin zu Unterhaltungsprogrammen der leichten Muse. Sitz der Philharmonie ist das renommierte König Albert Theater in der Kultur- und Festspielstadt Bad Elster.  Infos & Tickets: 037437/53 900 | www.chursaechsische-philharmonie.de

Quelle und Foto: Chursächsische Verwaltungs GmbH

Mittwoch, 19. September 2018

Jetzt abstimmen: Wie fahrradfreundlich ist Zwickau?

Stadtfahrradtour_StartZwickau.- Noch bis zum 30. November 2018 können deutschlandweit Radfahrerinnen und Radfahrer die Radverkehrsbedingungen in ihren Städten und Gemeinden bewerten. Der Fahrrad-Club ruft gemeinsam mit dem Bundesverkehrsministerium zur Teilnahme am großen ADFC-Fahrradklima-Test 2018 auf. Der Test, der seit Anfang September läuft, hilft, Stärken und Schwächen der Radverkehrsförderung zu erkennen. In diesem Jahr ist die Familienfreundlichkeit Schwerpunktthema. Bei der Online-Umfrage werden 32 Fragen gestellt.
Mehr als 120.000 Bürgerinnen und Bürger haben 2016 mitgemacht und die Situation in über 500 Städten beurteilt. Zwickau belegte 2016 in der Stadtgrößenklasse 50.000 bis 100.000 Einwohner leider einen der hintersten Plätze. Die Ergebnisse der diesjährigen Umfrage werden im Frühjahr 2019 präsentiert. Ausgezeichnet werden die fahrradfreundlichsten Städte und Gemeinden nach sechs Einwohner-Größenklassen sowie diejenigen Städte, die seit der letzten Befragung am stärksten aufgeholt haben.
Die Stadt Zwickau möchte sich erneut dem Fahrradklima-Test stellen und ruft daher zur Teilnahme an der Umfrage unter www.fahrradklima-test.de auf. „Seit der letzten Befragung 2016 hat sich einiges getan. Es wäre schön, wenn es Zwickau nun zumindest unter die Aufholer schafft.“, wünscht sich Christian Foltas, neuer Sachbearbeiter für die Radverkehrsplanung im Tiefbauamt. „Wir haben in den vergangenen Jahren einige Wege und Straßen fahrradfreundlich ausbauen, sanieren und mit Radfahr(schutz)streifen markieren können.“, resümiert Foltas und nennt neben der umfassend sanierten Fuß- und Radwegebrücke in der Nordvorstadt in Richtung Crossen, der Öffnung der innerstädtischen Fußgängerzonen für Radfahrer und einer E-Bike-Ladestelle in der Hauptstraße auch die erst kürzlich im Rahmen einer Hochwasserschutzmaßnahme abgeschlossene Verbreiterung des Marienthaler Fuß- und Radweges am Marienthaler Bach.
Zweite Einwohnerversammlung auf RädernStadtfahrradtour_Reichenbacher Straße - Eingang Stiftstraße
Der Fuß- und Radweg am Marienthaler Bach war auch einer der insgesamt 8 Haltepunkte während der zweiten Einwohnerversammlung auf Rädern, zu der Oberbürgermeisterin Dr. Pia Findeiß und die Stabsstelle Stadtentwicklung am 21. August eingeladen hatten. Über 50 Teilnehmer radelten auf einem ca. 9 Kilometer langen Rundweg über den Marienthaler Fußweg, die Olzmannstraße in Richtung Neuplanitz, den Galgengrund und die Saarstraße zurück ins Zentrum. Neben fachlichen Ausführungen zu bereits abgeschlossenen Baumaßnahmen und Wegsanierungen standen vor allem auch bevorstehende und geplante Maßnahmen zum Radverkehrsnetz in Zwickau zur Diskussion.
· Thema war u. a. die Herstellung einer Querungshilfe auf der Reichenbacher Straße im Bereich der Kreuzung zur Stiftstraße. Die seit Jahren verfolgte Zielstellung soll nun endlich im Herbst 2018 umgesetzt werden.
· Besonderes Augenmerk galt auch der schlecht einsehbaren Engstelle auf dem Rad- und Fußweg am Marienthaler Bach, Höhe Eisenbahnviadukt westlich der Robert-Blum-Straße. Thomas Pühn, Leiter des Tiefbauamtes, und Radverkehrsplaner Christian Foltas stellten während eines Zwischenstopps Ideen zum Neubau eines Radweges auf der nördlichen Bachseite bis zur Bachbrücke Fröbelstraße vor. Eine Umsetzung dieser Variante ist jedoch zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht absehbar.
· Aufgegriffen wurde ebenso eine Radwegeverbindung von der Olzmannstraße über den Korridor der alten Lehmbahn in das neue Wohngebiet “ Hoferstraße“ bis zur Hoferstraße. In der Planung und Erschließung des Wohngebiets ist diese bereits enthalten.
· Ein wichtiges Straßenbauvorhaben der Stadt Zwickau ist auch die Sanierung der Olzmannstraße. Nach Abschluss des Brückenneubaus der DB soll die Straße in mehreren Bauabschnitten grundhaft saniert werden. Vorgesehen ist, bis zur Kreuzung mit der B173 auf beiden Seiten eine Radverkehrsanlage zu integrieren. Weitere Verbesserungen im Zwickauer Radwegenetz wird es ebenso durch den derzeit noch laufenden Ausbau der Verbindung zwischen dem Südblick und der Bülaustraße/ Brander Marktsteig geben.
· Auch die Ausschilderungen in Richtung Galgengrund bis zur Kreuzung Bürgerschachtstraße/Fuchsgraben/Erich-Reuter-Weg waren Thema. Diskutiert wurden verschiedene Varianten der Radwegeführung. Die jetzt neu installierte Ausschilderung ist eine abgestimmte, sichere und korrekte Wegeführung. Jedoch stellt sie nicht die gewünschte attraktivste bzw. kürzeste Verbindung dar. Auch eine Sanierung der Bürgerschachtstraße mit der Integration von Radverkehrsanlagen wurde kurz angesprochen.
· In der Kritik etlicher Teilnehmer stand die Wegweisung für den Radverkehr über die Saarstraße, über die zurück ins Zentrum gefahren wurde. Für diese Verbindung ist langfristig leider kein Ausbau oder eine Deckensanierung vorgesehen. Hier wurde eine nochmalige Diskussion zur Wegführung angeregt.
„Wir sind dankbar, für jeden ernstgemeinten und verwertbaren Hinweis unserer Zwickauer Radfahrer und Fußgänger, um Bestehendes zu optimieren und Planungen entsprechend der Notwendigkeiten und Bedarfe anzupassen. Dabei helfen nicht nur die Einwohnerversammlungen (auf Rädern), sondern auch derartige Umfragen. Sie zeigen uns, ob die Verbesserungen auch bei den Bürgerinnen und Bürgern ankommen, was schon gut läuft und was nicht. Wir bitten also alle Zwickauerinnen und Zwickauer sich ein paar Minuten für die Befragung auf www.fahrradklima-test.de Zeit zu nehmen.“
Parallel dazu nimmt das Tiefbauamt gern auch weitere Ideen und Hinweise zur Entwicklung des Radwegenetzes in Zwickau entgegen - entweder telefonisch, per E-Mail oder auf dem Postweg (Stadtverwaltung Zwickau, Tiefbauamt/ Sachgebiet Verkehrsplanung und Bau, Werdauer Straße 62, 08056 Zwickau; Tel.: 0375 836601; E-Mail: tiefbauamt@zwickau.de).
Der ADFC-Fahrradklima-Test ist die größte Befragung zum Radfahrklima weltweit und findet im Herbst 2018 zum achten Mal statt. Er wird vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur im Rahmen des Nationalen Radverkehrsplans gefördert. 2016 haben mehr als 120.000 Bürgerinnen und Bürger mitgemacht und die Situation für Radfahrer in 539 Städten bewertet.

Quelle und Fotos: Stadtverwaltung Zwickau

Samstag, 15. September 2018

Übung zum Hochwasserschutz: Einsatzleiter mit dem Ergebnis zufrieden

150918_Hochwasseruebung_SandsaeckeSchlunzigZwickau.- In der Hoffnung, dass die in der Stadt Zwickau vorgehaltenen Schutzmaßnahmen gegen ein Hochwasser der Mulde nicht zum Einsatz kommen müssen, übten am Vormittag des heutigen Samstags 220 Einsatzkräfte aller Zwickauer Feuerwehren den Ernstfall.
Zum Einsatz kamen an der Pappelkurve das Hochwasserschutzsystem Aquariwa, in der Moseler Straße ein Dammbalkensystem und im weiteren Verlauf bis zum Eingang des Pölbitzer Bades das Schlauchwallsystem. Zudem wurde im Ortsteil Schlunzig der Muldendamm auf einer Länge von 30 m um 30 cm erhöht. Inhalt der Übung war weiterhin, den Kommunikationsablauf zwischen der Einsatzleitung in der Wache der Berufsfeuerwehr, den Abschnittsleitungen in den Gerätehäusern Auerbach und Mosel sowie den Einsatzstellen zu trainieren.
Mit dem Ergebnis der Übung zeigt sich der Abteilungsleiter Einsatz, Rettungsdienst und Technik, Nils Eichhorn, welcher zugleich der Einsatzleiter der Übung war, zufrieden. „Es war wichtig diese Übung durchzuführen, um die Abläufe zu optimieren. Die Handhabung der Hochwasserschutzsysteme beherrschten die Einsatzkräfte gut. Bei den zeitlichen Abläufen muss jedoch noch etwas nachgesteuert werden“, so seine zusammenfassende Einschätzung.

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

Aufklärung aus erster Hand zum Tag der offenen Tür in Rodewisch

RodewischLichtenstein/Rodewisch.- Einfach war es für Olaf Fanghänel sicher nicht, ein Jahr nach seiner Freilassung aus der Forensischen Psychiatrie in Rodewisch wieder an den Ort seiner Peinigung zurück zu kehren (WSZ berichtete). Direkt vor dem Gefängnis, in dem der heute 54-jährige 13 Jahre seines Lebens verbringen musste, berichtete er nun interessierten Besuchern beim „Tag der offenen Tür“ von seinen Erfahrungen hinter Gittern.
„Ich hege keinen Groll mehr gegenüber den Mitarbeitern, die mich damals oft zu unrecht gequält und ungerecht behandelt haben“, sagt Fanghänel. Allerdings hätte er sich schon gewünscht, die Verantwortlichen nochmals zur Rede stellen zu können. Doch daraus wurde nichts. Stattdessen kamen viele Besucher auf ihn zu und erkundigten sich über den Alltag der inhaftierten Patienten in der Forensischen Psychiatrie. Sie wollten aus erster Hand erfahren, wie es sich anfühlt, der Macht und teilweise auch Willkür des „Pflegepersonals“ komplett ausgeliefert zu sein. Die Szenerie wirkte ein wenig wie die Erzählungen von Zeitzeugen im ehemaligen Stasiknast Hohenschönhausen. Olaf Fanghänel gab bereitwillig Auskunft und war stets darum bemüht, immer sachlich zu bleiben. Kein leichtes Unterfangen, wenn man die Hintergründe kennt.
Insgesamt nutzten 210 Personen die Möglichkeit, einen Teil des Maßregelvollzuges zu besichtigen. Hier bleiben wollte freiwillig niemand.

Quelle und Foto: ZPA

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Donnerstag, 13. September 2018

DPFA mit sächsischem „Innovationspreis Weiterbildung“ geehrt

DPFA_Preis1Zwickau.- Aus den Händen von Kultusminister Christian Piewarz konnte heute DPFA-Hauptgeschäftsführerin Catrin Liebold im Beisein von Sachsens Ministerpräsident Matthias Kretschmer den „Innovationspreis Weiterbildung 2018“ des Freistaates Sachsen entgegennehmen.
Unter über 20 Bewerbern wurden die DPFA Schulen gGmbH von einer 13- köpfigen Jury mit dem „Pilotprojekt zur Anpassungsqualifizierung vietnamesischen Krankenpfleger zum deutschen Gesundheits- und Krankenpfleger (GKP)“ für die Preisverleihung vorgeschlagen.
Während der feierlichen Festveranstaltung im Leipziger Paulinum würdigte Minister Piwarz in seiner Laudatio insbesondere das Miteinander von Beschäftigten der DPFA, ehrenamtlich Tätigen. zahlreichen Wirtschafts- und Praxispartnern sowie Behörden.
„Die besondere Herausforderung an dieses Projekt besteht darin, interkulturelle Themen aufzugreifen, Sprachbarrieren zu überwinden und gesellschaftliche Annäherung zu schaffen. Und diese Herausforderung wird vom Projekt beispielhaft gemeistert, u.a. durch die Tatsache belegt, dass mit dem Projekt die Verzahnung von beruflicher, allgemeiner und interkultureller Weiterbildung vorbildlich gelingt und das Ergebnis des Projektes, 12 von 15 erfolgreiche Vermittlungen, die hohe Qualität dieser Weiterbildung veranschaulicht“ so der Minister.DPFA_Preis
In der jüngsten Vergangenheit wurde in den Medien die Thematik „Ausländische Fachkräfte“ insbesondere wegen der Herausforderungen hinsichtlich des Spracherwerbs teilweise kontrovers diskutiert.
Mit der Verleihung des Innovationspreises an die DPFA Schulen gGmbH und den mit dieser kooperierenden Unternehmen, insbesondere der HELIOS- Klinik Schloss Pulsnitz und der Cultus gGmbH Dresden soll Mut gemacht werden, sich zukünftig weiter intensiv mit der Thematik zu befassen.
In der DPFA in Dresden wird mittlerweile aus den bisherigen Erfahrungen lernend weiter an der Ausbildung vietnamesischer Krankenpfleger gearbeitet.

Quelle: DPFA Schulen gGmbH
Fotos: DPFA/Kultusministerium Sachsen

ImPuls – Festival „Oh! (n) Macht“ im Neuberinhaus Reichenbach

Antoinette_ReichenbachReichenbach/Zwickau.- Traditionsgemäß findet alle zwei Jahre das Amateur-Theaterfestival „ImPuls“ im Neuberinhaus statt. Erstmals wird dieses Festival auch unter Federführung des Neuberinhauses Reichenbach veranstaltet. Das regionale Festival wird vom 20. bis 23. September stattfinden.
Eröffnet wird am Donnerstag, dem 20. September um 19:30 Uhr mit der Premiere des Theaterstücks „Antoinette“, welches vom Neuberin-Ensemble seit März einstudiert wurde. Regie führen die beiden Gastregisseure Annegret Thalwitzer und Tilo Nöbel aus Zwickau.
Königin Antoinette sitzt vollgefressen mit Hühnerkeulen auf ihrem Thron und muss kotzen – ab jetzt will sie lieber Schweineschnitzel! Die Hühnerzüchter im Tiefland sollen gefälligst Schweine anbauen! Unter Führung von Tonton planen sie einen Aufstand gegen die Herrscherin und auch die Studenten im Königreich diskutieren die Möglichkeit einer Revolution. Antoinette aber scheint unangreifbar.
Diese bitterbös-witzige Farce über Herrscher und Beherrschte und solche, die sich nicht beherrschen können, wird das ImPuls-Festival eröffnen.
Weitere Termine:
„I would prefer not to“, Freitag, 21. September , 19:00 Uhr
„Ringelnatz mit Busch unter Morgensterns Licht“, Freitag, 21. September, 20:45 Uhr
„ImprovisationsTheater“ (Workshop), Samstag, 22. September, 14:00 Uhr
„…und nun zum Wetter“, Samstag, 22. September, 19:00 Uhr
„Kein Ei gleicht dem Anderen“, Samstag, 22. September, 20:30 Uhr
„Antoinette“, Sonntag, 32. September, 19:00 Uhr
Bei allen Vorstellungen sitzt auch das Publikum mit auf der Bühne. Deshalb ist die Platzkapazität auf jeweils 70 Besucher reduziert. Daher wird um frühzeitige Platzreservierung gebeten: www.neuberinhaus.de

Quelle: Neuberinhaus Reichenbach
Foto: Annegret Thalwitzer