Donnerstag, 14. November 2019

Für begabte Schüler: Das KON hat eine neue Konzertharfe

Zwickau.- Anfang November 2019 ist dem Zwickauer Robert Schumann Konservatorium eine neue Konzertharfe übergeben worden. Das Modell „Serenade“ mit einer zusätzlichen Resonanzbodenverbreitung wurde durch Harfenbaumeister Alexander Riedel aus Pöhla (Erzgebirge) gefertigt. Er lieferte das Instrument persönlich aus und übernimmt fortan die Betreuung.
Seit 2013 wurde am Robert Schumann Konservatorium erfolgreich eine Harfen-Klasse aufgebaut. Derzeit erlernen neun Kinder das Harfenspiel am Zwickauer KON. Hierfür standen bisher eine Haken- und eine Einfachpedalharfe zur Verfügung. Zunehmende Fortschritte begabter Schüler, sprich tolle Ergebnisse bei Jugend musiziert und eine Landesförderschülerin, machten nun die Anschaffung einer Doppelpedalharfe notwendig. Denn die wirklich große Sololiteratur ist nur mit solch einem Instrument zu bewältigen.
„Dank großer Spendenbereitschaft konnte die neue Harfe finanziert werden. Durch tolle Aktionen unseres Fördervereins wurden Spenden für den Harfenkauf von insgesamt 9.500 Euro gesammelt“, freut sich die stellvertretende Schulleiterin Katja Wolf. „Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen privaten Spendern und Unternehmen und auch beim Kulturraum Vogtland-Zwickau für die großzügige Unterstützung! Schon bald wird unser Publikum die neue Harfe bei einer unserer zahlreichen Veranstaltungen hören können.“

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

Mittwoch, 13. November 2019

Leserbrief zum Thema „Klimaschutzkommune“ Zwickau

Zwickau.- Die Akteure, welche sich so erfolgreich präsentieren, haben es bisher nicht verstanden, warum die Bürgerinitiative für die Energiewende Zwickau und Umgebung so verärgert ist. Unsere Erkenntnisse werden ignoriert und unser „Misch mit!“ (Überschrift einer Neujahrsansprache der OB) wird als unerwünscht oder sogar kriminell dargestellt.
Unser Eindruck wird stärker, dass es hier nur ums Geldverdienen geht. Die Mieter werden ruhig gestellt, wenn jährlich bei den Betriebskostenabrechnungen Guthaben ausgewiesen werden. Sie begreifen nicht, dass jährlich die Vorauszahlungen wegen zu „erwartender Preissteigerungen“ erhöht werden.
Wer kontrolliert schon Rechnungen beim Vermieter, wenn es Geld wieder gibt? Vermieter machen sich nicht strafbar, wenn sie falsche BK-Abrechnungen erstellen. Quelle: Ratgebersendung am 07.10.2017 in „n-TV“. („Der Wust an Vorschriften wäre unübersehbar.“) Die Mieter müssten hier Aufklärung betreiben!
Hier sollten auch die Politik und die Rechtssprechung eine Änderung herbeiführen, zumal Abrechnungsfirmen wohl nach Vermietervorgaben handeln und auch regelmäßig Preissteigerungen einkalkulieren. Wenn BGH-Urteile zum Leerstand nicht beachtet werden, dann ist es ein Unding, wenn dazu informierte Politiker es nicht für nötig halten, sich damit zu beschäftigen. Ja noch nicht einmal nachzufragen, wie wir darauf kommen.
it der Erhöhung des Wohngeldes durch die Bundesregierung wird nur der Profit der Vermieter und Versorgungsunternehmen erhöht. So entsteht der begründete Verdacht auf geduldete Korruption. Statt sich mit den Hinweisen zu beschäftigen werden Hausverbote erteilt und unser Engagement kriminalisiert.
Wenn das Zitat des Hirnforschers Gerald Hüther beachtet werden würde, wäre dem nicht so. „Kommunale Intelligenz bedeutet, den wahren Schatz der Kommune zu heben: ...Die für die kommunale Entwicklung verantwortlichen Personen können nur geeignete Voraussetzungen und Rahmenbedingungen dafür schaffen, dass sie ihr Zusammenleben als bereichernd empfinden, dass sie aufeinander zugehen statt sich voneinander abgrenzen , dass es ihnen Freude macht, an der Weiterentwicklung des kommunalen Lebens mitzuwirken."
Reiner Gelfort / Initiator der
Bürgerinitiative für die Energiewende Zwickau und Umgebung

Der Artikel Zwickau holt sich zum dritten Mal den Titel „Klimaschutzkommune“ erschien in der Westsächsischen Zeitung am 6.11.2019.

Dienstag, 12. November 2019

Wettbewerbserfolge: „Großartiges Engagement beider Ensembles“

Zwickau.- Nach dem großen Gemeinschaftskonzert vom Zupforchester und der Big Band „swing it“ im sehr gut besuchten Bürgersaal am 30. Oktober 2019 machten sich beide Formationen an den vergangenen zwei Wochenenden auf zum 8. Sächsischen Orchesterwettbewerb nach Dresden und nach Hoyerswerda.
Das Zupforchester unter der Leitung von Annette Schneider erspielte sich am 2. November in Dresden 23 Punkte und wurde mit „hervorragendem Erfolg“ als Options-Orchester für die Weiterleitung zum Deutschen Orchesterwettbewerb im Mai 2020 in Bonn nominiert. Die Big Band unter der Leitung von Jens Pflug nahm am vergangenen Wochenende an der Deutsch-Tschechischen Jazzbegegnung „Jazzwelten“ in Hoyerswerda teil und erspielte sich am Sonntag einen „sehr guten Erfolg“.
Die Schulleitung gratuliert den Spielerinnen und Spielern beider Ensembles sowie allen beteiligten Lehrkräften zu den tollen Erfolgen und dankt zugleich für das großartige Engagement.

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

Bruno Jonas: Spitzen-Kabarettist im König Albert Theater

Bad Elster.- Er zählt ohne Zweifel zur Spitzenklasse der Kabarettisten in Deutschland. Er prägte den »Scheibenwischer« sowie Kabarett im TV generell und er ist einfach »saugut«. Er heißt Bruno Jonas und das König Albert Theater Bad Elster freut sich, ihn am Freitag, den 22. November um 19.30 Uhr wieder begrüßen zu dürfen.
In seinem neuen Programm setzt er sich auf seine Art mit den verschiedensten Annahmen auseinander. Denn viele glauben, dass sie annehmen müssen, was ihnen geboten wird. Die europäischen Werte? Brauchen wir die? Und wenn ja, was sind sie uns wert? Krieg ich sie in der Türkei günstiger? Existiert ein Annahmestopp für die Zukunft? In der Politik sind Annahmen sehr beliebt. Die SPD nimmt an, dass sie eine Volkspartei bleiben wird, selbst wenn sie demnächst an der 5% Klausel scheitern sollte, die Grünen sind überzeugt, dass sie die moralische Instanz im Lande sind und ihre Energiewende das Weltklima retten wird und über alle Parteigrenzen hinweg herrscht die Annahme, dass die AfD bald wieder von der Bildfläche verschwinden wird. Aber jetzt NUR MAL ANGENOMMEN, wenn nicht? Bruno Jonas selbst nimmt an, was er annehmen kann, vor allem Päckchen von DHL, aber nur, wenn er daheim ist. Auf ihn kann man sich verlassen, zumindest, was die Annahmen angeht. Nur mal angenommen, Sie wollen einen richtig guten Kabarettabend erleben, dann sollten Sie diesen Terminvorschlag hier annehmen! ! Tickets: 037437/ 53 900 | www.koenig-albert-theater.de

Foto: Rosi Aigner-Jonas

Bastelladen Werdau: Kreativität kennt keine Grenzen

Werdau.- „Kreativität ist ein menschlicher Reflex.“ - Dieses Zitat stammt von Hip-Hopper Smudo (Michael Bernd Schmidt), und sicher würden dem auch Jürgen Rohleder und seine Tochter Katja Modes ihre volle Zustimmung geben. Die Unternehmer organisieren gemeinsam mit ihrem Team des Werdauer Bastelgeschäftes das bereits 13. Werdauer Kreativwochenende.
Am 16. und 17. November jeweils ab 13:00 Uhr kann in den Räumen des DRK-Schulungszentrums „Altes Schützenhaus“ in der Zwickauer Straße 37 nach Herzenslust gemalt, gefilzt und gebastelt werden. Dabei erhalten Neugierige jeden Alters viele Tipps und Ideen rund um kreative Gestaltungen für verschiedenste Anlässe, traditionelle Techniken und neue Trends werden vorgestellt. In diesem Jahr sind unter anderem Woll- und Holzbäumchen, Miniaturdioramen in Kugeln, beleuchtete Wichtel-Aquarelle und Radiergummis zum Kneten die Schwerpunkte. Zudem können Papiersterne und sogenannte „Bubble-Waschschwämme“ sowie „Diamond Dots“ angefertigt werden. Wie immer werden viele hundert Gäste aus nah und fern erwartet.

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Werdau

Montag, 11. November 2019

Von der friedlichen Revolution zur Deutschen Einheit

Bad Elster.- Die Kultur- und Festspielstadt Bad Elster bietet auf ihrer historisch einzigartigen „Festspielmeile der kurzen Wege“ im Jahresverlauf vor allem große Festivalreihen und verschiedenste Themenschwerpunkte, die Gäste aus nah und fern zu einem erlebnisreichen Aufenthalt in Kombination aus Kultur und Erholung in die europäische Musik- und Bäderregion einladen. Anlässlich der friedlichen Revolution in der damaligen DDR und dem Fall der Berliner Mauer vor 30 Jahren gedachte Bad Elster in einer erfolgreichen Gedenkwoche diesen historischen Tagen im Herbst 1989 mit speziellen kulturellen Angeboten und einem facettenreichen Veranstaltungsprogramm, wobei am vergangenen Freitag in der Galerie des Königlichen Kurhauses Bad Elster nun auch eine sehenswerte, zeithistorische Ausstellung eröffnet wurde.
In Kooperation mit dem Deutsch-Deutschen Museum Mödlareuth zeigt Bad Elster dabei eine aktuelle Ausstellung der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur „Von der friedlichen Revolution zur Deutschen Einheit“. Die Ausstellung wirft Schlaglichter auf die Jahre 1989 / 90. Sie erinnert an den Protest gegen die Fälschung der DDR-Kommunalwahlen, an die Fluchtbewegung im Sommer, die Massenproteste im Herbst und den Mauerfall, welche die SED-Diktatur in die Knie zwangen. Sie berichtet von der Selbstdemokratisierung der DDR, der deutsch-deutschen Solidarität und den außenpolitischen Weichenstellungen bis zur Wiedererlangung der Deutschen Einheit. Autor und Kurator der Ausstellung ist der Berliner Historiker Dr. Ulrich Mählert, der den Arbeitsbereich Wissenschaft der Bundesstiftung Aufarbeitung leitet. Im Zuge des Wendejubiläums wird diese sehenswerte Ausstellung in Bad Elster exklusiv mit Fotos von den Grenzöffnungen in der Region aus dem Herbst 1989 und dreidimensionalen Objekten aus der Sammlung des Deutsch-Deutschen Museums ergänzt. Zwei Pultvitrinen und eine Installation zeigen dabei einen Bruchteil der über 14.000 inventarisierten dreidimensionalen Objekte des Sammlungsbestandes, u.a. ist in Bad Elster das Modell einer Antipersonenmine und ein Beispiel einer Selbstschussanlage ausgestellt. Dazu vervollständigt die Filmdokumentation „Alltag an der Grenze“ am Beispiel des geteilten Dorfes Mödlareuth den regional-historischen Kontext. Die interessante Ausstellung kann nun noch bis zum 31. Januar 2020 jeweils Montag bis Freitag von 9.00 bis 17.00 Uhr sowie zu den Veranstaltungen im Königlichen Kurhaus Bad Elster besichtigt werden. Der Eintritt ist frei. www.chursaechsische.de

Foto: Harald Kirschner

Freitag, 8. November 2019

Zwickauer Justiz-Skandal: Geschäftsmodell Gerichtskostenvorschuss

Zwickau/Dresden/Karlsruhe.- Am 17. Oktober 2019 veröffentlichte die Westsächsische Zeitung unter der Überschrift „Mandantenverrat als Geschäftsmodell?“ einen Artikel über Machenschaften in der Zwickauer Justiz (hier nachzulesen). Inzwischen kommen immer mehr Details zum Vorschein, welche die damals als Frage formulierte Vermutung erhärten. Und das betrifft lange nicht mehr „nur“ die Zwickauer Gerichtsbarkeit.
Die Landesjustizkasse Chemnitz zum Beispiel schickte einer Leserin eine Kostenrechnung, wonach sie 3624 Euro Vorschuss zahlen musste, damit ein Berufungsverfahren beim Oberlandesgericht Dresden stattfinden kann. Kurz vor der Verhandlung sagte das Gericht den Termin ab. Das im Voraus bezahlte Geld behielt das Gericht jedoch ein, da ein ausführlicher Schriftsatz erstellt worden sei, der die Absage des Termins begründe.
Eine renommierte Anwaltskanzlei ging daraufhin beim Bundesgerichtshof in Beschwerde. Die Kosten dafür, rund 5000 Euro, musste die Betroffene ebenfalls wieder vorfinanzieren. Der Bundesgerichtshof wies die Beschwerde ab und verlangte dafür nochmals 2000 Euro. Zusammen mit den Kosten für den eigenen Anwalt in erster Instanz und die Gegenseite, die von der Abweisung profitiert, sind das rund 30.000 Euro, die das Justizsystem einfordert, ohne ein Ergebnis vorzuweisen.
Brisant: Ursache dieser Angelegenheit ist die fragwürdige Ablösung eines Darlehens durch die Sparkasse Zwickau, zu welcher aber die Zustimmung von drei Darlehensnehmern beweisbar fehlt.

Neueröffnung: Viel Raum für Kreativität und Inspiration

Werdau.- Yvonne Köhler und Maria Müller sind vielen Werdauerinnen und Werdauern bereits bestens bekannt, wenn es um schöne Blumen- und Pflanzenarrangements oder ansprechende Dekorationsideen geht. Nur einen Steinwurf von ihren bisherigen Wirkungsort entfernt, um genau zu sein im zentral gelegenen Markt 26, eröffneten Sie am Freitag, den 8. November das Floristikfachgeschäft die „Grüne Manufaktur“.
In den neuen Räumlichkeiten ist viel Raum für Kreativität und die Leidenschaft zur Natur: Liebevolle Gestecke, Einpflanzungen, exklusive Deko-Elemente und viele kleine Inspirationen warten auf interessierte Kunden. Diese sind unter anderem eingeladen, die Angebote von einer Sitzinsel im Schaufenster aus auf sich wirken zu lassen. „Sehr gerne beraten wir unsere Kunden zu allen floristischen Wünschen und erstellen ganz individuelle und einzigartige Lösungen für alle möglichen Anlässe“, verspricht das junge, erfahrene Team.

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Werdau

Mittwoch, 6. November 2019

Zwickau holt sich zum dritten Mal den Titel „Klimaschutzkommune“

Zwickau darf sich für weitere drei Jahre „Europäische Energie- und Klimaschutzkommune“ nennen. Die Auszeichnungsfeier mit dem European Energy Award® - eea fand am Montag, 4. November 2019, im Rahmen der 12. Jahrestagung „Kommunaler Energie-Dialog Sachsen“ der Sächsischen Energieagentur (SAENA) im Deutschen Hygiene-Museum Dresden statt.
In diesem Jahr wurden insgesamt 9 sächsische Städte und Gemeinden für ihr Energieengagement gewürdigt. Darunter sind auch zwei neue Akteure, die sich in diesem Jahr der externen Zertifizierung gestellt hatten: die ostsächsische Gemeinde Kodersdorf sowie die Stadt Markkleeberg. Die Stadt Delitzsch hingegen zählt bereits zu den „alten Hasen“ mit ihrer nunmehr vierten Zertifizierung. Zum dritten Mal wurden die Städte Zwickau, Heidenau und die Gemeinden Burkhardtsdorf und Großharthau ausgezeichnet, die Stadt Wurzen zum zweiten Mal. Die Stadt Chemnitz hat die anspruchsvolle GOLD-Zertifizierung bereits zum zweiten Mal erreicht. Die Auszeichnungen nahm Thomas Schmidt, Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft vor.
Nach erfolgten internen und externen Audits konnte sich die Stadt Zwickau mit einer Bewertung von 69,5 Prozent sowohl gegenüber dem letzten externen Audit 2015 (61,4 Prozent) als auch dem letzten internen Audit 2018 (67,3 Prozent) leicht verbessern.
Punkten konnte Zwickau u. a. mit der Umsetzung folgender Maßnahmen:
-          wichtige Fortschreibung der Treibhausgas-Bilanz,
-          umfangreiche Dienstleistungen in den Bereichen Wärme-/Anlagencontracting, Planung, Bau und Errichtung von Erdgastankstellen und Ladepunkten
-          Umsetzung zahlreicher ZEV-Vorzeigeprojekte (u. a. Inbetriebnahme eines Wärmespeichers im Fernwärmenetz der ZEV, Umstellung auf Biogasbezug zur Speisung des BHKW Neuplanitz, Inbetriebnahme eines Biomasseheizkraftwerkes auf der Reinsdorfer Straße),
-          positive Entwicklungen der Verwaltungsmobilität der Stadt Zwickau wie z. B. durch die Beschaffungsrichtlinie für Dienstfahrzeuge (verlangt Berechnung von Lebenszykluskosten sowie Einbeziehung kalkulatorischer Umweltzuschläge),
-          aktuell laufende Umsetzung der Kooperationsvereinbarung zur Elektromobilität mit VW Sachsen, die auch Maßnahmen in und mit der kommunalen Verwaltung beinhaltet,
-          Festschreibung von Zuständigkeiten/Kompetenzen in entsprechenden Strukturplänen der Stadtverwaltung,
-          Anlegen und Pflegen von Internet-Seiten zum Thema eea,
-          Erarbeitung eines eigenen Kommunikationskonzeptes mit Maßnahmenteil, welches als Arbeitsgrundlage für Klimaschutzaktivitäten dient,
-          Durchführung von Projekten bzw. Aktionen mit kommunalen Schulen und Kitas (Schulprojekt Käthe-Kollwitz-Gymnasium, „Haus der kleinen Forscher“ in Kitas, ZEV-Projekttage und Exkursionen).
Der European Energy Award ist ein europäisches Qualitätsmanagementsystem und Zertifizierungsverfahren, mit dem die Energie- und Klimaschutzaktivitäten einer Kommune erfasst, bewertet, geplant, gesteuert und überprüft werden. Die Zielerreichung wird alle vier Jahre von einem externen Sachverständigen überprüft und bescheinigt. Der eea wird vom Freistaat Sachsen aus Mitteln des EFRE unterstützt. Zwickau nimmt seit 2010 am eea-Prozess teil.
Weitere Informationen zum eea und zu den Klimaschutzaktivitäten der Stadt Zwickau finden Sie im Internet unter www.zwickau.de/klimaschutz

Vogtlandhalle Greiz: Öffentliche Führung mit Blick hinter die Kulissen

Greiz.- Das Angebot dieses Rundganges durch die im März 2011 eröffnete Vogtlandhalle Greiz richtet sich an alle Interessierten, die sich gern ein Bild von dem neuen Kulturzentrum im Herzen der Greizer Neustadt machen wollen. Informationen zum Bau, zur Ausstattung und zur Nutzung gehören während der Hausführung ebenso dazu, wie die Besichtigung des Großen Saals, der Studiobühne, des Ballettsaals und vielem weiteren mehr.
Termin: Samstag, 09. November 2019
Zeit: 10.00 Uhr, Dauer rund eine Stunde
Treffpunkt: Vogtlandhalle Greiz, Carolinenstraße 15 im Foyer
Preise: Erwachsene 4,00 Euro, Kinder bis 14 Jahre 1,50 Euro
Der Rundgang ist auf 20 Personen begrenzt. Anmeldung unter Telefon (03661) 689815 erwünscht.

Quelle und Foto. Stadtverwaltung Greiz

Dienstag, 5. November 2019

Spritzig-frivole Operette: Pariser Leben im König Albert Theater

Bad Elster.- Am Freitag, den 15. November öffnet sich um 19.30 Uhr der Vorhang für die spritzig-frivole Operette »Pariser Leben« von Jacques Offenbach im König Albert Theater Bad Elster als Beitrag zum Offenbach-Jahr 2019 anlässlich seines 200. Geburtstages. In der Inszenierung von Christopher Tölle musizieren die Landesbühnen Sachsen mit der Elbland Philharmonie Sachsen unter der musikalischen Gesamtleitung von GMD Florian Merz. Diese Operette zählt neben »Orpheus in der Unterwelt« und der »Schönen Helena« zu den erfolgreichsten Werken des Komponisten. Ein wohlhabender schwedischer Baron und seine Gattin reisen erstmals nach Paris, um sich – wie sie heimlich planen – durchaus nicht immer gemeinsam zu vergnügen! Als Fremdenführer bieten sich ihnen die mittellosen Lebemänner Gardefeu und Bobinet an: Um an Geld und die hübsche Schwedin heranzukommen, erklärt Gardefeu kurzerhand seine Wohnung zu einer Filiale des »überbuchten« Grandhotels und einen Tag später verwandelt sich Freund Bobinet in einen »Admiral«, um in den Räumlichkeiten einer verreisten Tante ein großes Fest zu geben – mit der verkleideten Dienerschaft als »Hautevollee«. Natürlich fliegt der Schwindel auf, doch schließlich verzichtet der schwedische Baron auf ein Duell mit seinen Gastgebern: Denn wie der Mexikaner seinen Maskenball, hat auch er das »Paris seiner Träume« finanziell mitinszeniert und sich wie alle Beteiligten beim Feiern zur Musik dieser berauschenden Offenbachiade prächtig amüsiert! Tickets: 037437/ 53 900 | www.koenig-albert-theater.de

Foto: Pawel Sosnowski

Freitag, 1. November 2019

Zwickauer Justiz-Skandal: Tatsachenbericht erscheint als Buch


Voraussichtlicher Erscheinungstermin Mitte Dezember 2019. Vorbestellungen sind ab sofort möglich. Entweder per Paypal (siehe unten) oder per Email direkt beim Anbieter: kontakt@zpa-online.de

Letztes Schumann Plus Konzert: nur noch Restkarten erhältlich

Zwickau.- Unter dem Motto „Lieder der sel’gen Geister“ lädt das Robert-Schumann-Haus Zwickau am Sonntag, 3. November, um 17 Uhr, zum letzten Konzert der Reihe Schumann Plus 2019 mit ungewöhnlich großer Besetzung ein. Es singt das zwölfköpfige Vokalensemble der Musikhochschule Karlsruhe, sämtlich professionelle Sänger, die sich an der Karlsruher Hochschule in einem speziellen Studiengang dem Ensemblegesang widmen. Die Leitung hat Holger Speck, der mit dem von ihm gegründeten Vocalensemble Rastatt mehrfach Preisträger des Deutschen Chorwettbewerbs, aber z. B. auch des Internationalen Kammerchorwettbewerbs Marktoberdorf war. Als Klavierbegleiter musste an Stelle von Hartmut Höll kurzfristig die Pianistin Magdalena Wolfarth einspringen.
Auf dem Programm stehen die drei a-cappella-Chöre Clara Schumanns Abendfeier, Vorwärts und Gondoliera, deren Originalhandschriften im Robert-Schumann-Haus erhalten sind. Von Robert Schumann erklingt die selten zu hörende Gelegenheitskomposition „Die Orange und Myrthe hier“ aus dem letzten Schaffensjahr 1853 sowie das komplette Spanische Liederspiel op. 74. Schumann komponierte diese Mini-Oper 1849 in Dresden – mehrstimmige und solistische Gesänge auf Texte aus den Spanischen Volksliedern und Romanzen Emanuel Geibels ergeben einen amourösen Handlungsstrang.
Restkarten sind zum Preis von 10 EUR (erm. 7,50 EUR) an der Museumskasse des Robert-Schumann-Haus Zwickau am Hauptmarkt 5 im Vorverkauf erhältlich. Zugleich startet zum letzten Schumann Plus Konzert 2019 bereits der Kartenvorverkauf für Schumann-Plus 2020.

Quelle und Foto (Vokalensemble Musikhochschule Karlsruhe): Stadtverwaltung Zwickau

Dienstag, 29. Oktober 2019

Zum 9. November: Beethoven-Oper als Hohelied der Freiheit

Bad Elster.- Am Sonnabend, den 9. November öffnet sich zum 30. Jahrestag des Berliner Mauerfalls um 19.30 Uhr der Vorhang für die Premiere zu Beethovens berühmter Oper »Fidelio« im König Albert Theater Bad Elster. In der Inszenierung von Manuel Schöbel musizieren die Landesbühnen Sachsen mit der Elbland Philharmonie Sachsen unter der musikalischen Gesamtleitung von GMD Florian Merz. Beethoven, der sich den Idealen der Französischen Revolution verpflichtet fühlte, schrieb hier eine schicksalhafte Freiheitsoper: Obwohl das Werk in ein Gefängnis führt, siegt Gerechtigkeit über Tyrannenwillkür.
»Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geiste der Brüderlichkeit begegnen.« Ungeachtet dieser Forderung in Artikel 1 der UN-Menschenrechtscharta von 1948, die den Ruf nach Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit aus Zeiten der Französischen Revolution zitiert, werden auch heutzutage in den erstarkenden Diktaturen dieser Welt unbequeme Kritiker ausgeschaltet und ohne rechtsstaatliche Verfahren in Gefängnissen weggesperrt. Verkleidet als Mann sucht Leonore, die sich Fidelio nennt, in dem Kerker des Gefängnisdespoten Don Pizarro nach Florestan, ihrem wahrheitsliebenden und mutigen Gatten, der seit zwei Jahren spurlos verschwunden ist. In letzter Minute kann sie durch beherztes Eingreifen den Mord Pizarros an einem streng abgeschirmten Staatsgefangenen verhindern, in dem sie schließlich ihren Florestan erkennt. Die Oper, die wie ein Singspiel beginnt und als große Oper vom Kerkerdunkel ans Licht führt, mündet im Zusammenhang mit einer Generalamnestie aller Gefangenen – ähnlich wie später die 9. Symphonie mit ihrem Vokalfinale – in ein Oratorium: Ein »Hohelied der Freiheit«. Tickets: 037437/ 53 900 | www.koenig-albert-theater.de

Foto: Pawel Sosnow

Weihnachtliches Konzert der Vogtland Philharmoniker

Werdau.- Liebhaber der besinnlichen Klassik kommen am Mittwoch, 27. November 2019, um 19.30 Uhr in Werdau ganz auf ihre Kosten. Dann nämlich gastiert die Vogtland Philharmonie unter Leitung von Dirigent Dorian Keilhack in kammermusikerkalischer Besetzung im Stadtverordnetensaal des Rathauses und stellt mit der jungen Cellistin Margreta Häfer, Konzertmeister Sergei Synelnikov (Violine) und Michael Krejcik (Viola) gleich drei Solisten in den Mittelpunkt ihres Adventskonzertes.
Auf dem Programm stehen Francesco Manfredinis berühmtes Weihnachtskonzert „Sinfonia Pastorale per il Santissimo Natale“ op. 2 Nr. 12 D-Dur, Joseph Haydns Konzert für Violoncello und Orchester Nr. 1 C-Dur (Hob. VIIb:1) sowie Wolfgang Amadeus Mozarts Sinfonia Concertante für Violine und Viola Es-Dur KV 364 (320d).
Beginn der Veranstaltung ist 19.30 Uhr. Karten gibt es zum Preis von 14,00 EUR, ermäßigt für Schüler und Studenten 7,00 EUR, an der Bürgerinformation oder an der Abendkasse im Rathaus. Einlass ist um 18.30 Uhr.

Montag, 28. Oktober 2019

Feuerwehren der Stadt Werdau testen Sonderlage „Mistral“

Werdau.- Am Samstag gegen 08:50 Uhr ertönten in allen Ortsteilen der Stadt die Sirenen und alarmierten 50 Kameraden und Kameradinnen der jeweiligen Feuerwehr zum Einsatz. Der Text auf den digitalen Meldeempfängern war anders als sonst – Sonderlage Werdau, Herstellen Einsatzbereitschaft und Melden in der Einsatzleitung. Die Gemeindefeuerwehr Werdau hat sich an einer vom Landkreis organisierten Übung beteiligt. Auch in Fraureuth, Neukirchen und Crimmitschau wurde diese Übung mit durchgeführt.
Was war geschehen? Es gab eine 5b – Wetterlage namens Mistral. Sturm, heftiger Regen und Schneemassen haben im gesamten Landkreis zu einem erhöhten Einsatzaufkommen geführt.
Was sollte mit der Übung unter anderem erreicht werden?
- Aus- und Fortbildung der Führungskräfte der Gemeindefeuerwehr
- Einweisung in die Handlungsabläufe bei Sonderlagen
- Nutzung des Mobikat Einsatzmoduls zur Lageführung und Darstellung in allen Führungsstellen
Nach dem Aufbau der Einsatzleitung im Gerätehaus Werdau galt es auch schon, die ersten Einsätze zu bearbeiten. Einsatzleiter Alexander Bauer und sein Team begannen mit dem Koordinieren der 10 Einsatzfahrzeuge. Die Einsatzstellen wurden angefahren, Lageerkundungen durchgeführt und Rückmeldungen gegeben. Insgesamt mussten 30 Einsätze unterschiedlicher Art abgearbeitet werden. Noch während  dieser Übung kam es zu einem Realeinsatz in Langenhessen. Durch die Kameraden musste eine Türnotöffnung abgearbeitet werden.
Nach über 4 Stunden angestrengter Arbeit und Führung konnte Gemeindewehrleiter Henning Tröger am Ende ein sehr positives Fazit ziehen. „Ich bin mit der Übung und der Umsetzung der gestellten Aufgaben mehr als zufrieden; natürlich gibt es hier und da Verbesserungsbedarf“. Auch Oberbürgermeister Sören Kristensen sowie Ordnungsamtsleiter Florian Kieslich konnten sich vom guten Verlauf direkt vor Ort überzeugen.
Die Ausbildung in den letzten Monaten, die technische Ausrüstung des Raumes für Sonderlagen und das Zusammenwirken der einzelnen Kräfte macht es uns möglich, solche Lagen zu führen.

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Werdau

Freitag, 25. Oktober 2019

17. Internationales Bäderfechtturnier: Engarde Royal

Bad Elster.- Am Samstag, den 2. November wird das Königliche Kurhaus Bad Elster ab 9.00 Uhr zum 17. Mal zur großen Fechtsporthalle. Dann lädt die SG Medizin Bad Elster in Kooperation mit der Chursächsischen Veranstaltungs GmbH und der Sächsischen Staatsbäder GmbH zum 16. Internationalen Bäderfechtturnier in das historische Ambiente Bad Elsters ein. In den Räumlichkeiten des Königlichen Kurhauses kreuzen sich an diesem Tag wieder die Klingen von über 15 Mannschaften u.a. aus Rottleben, Radebeul, Saalfeld, Schkeuditz, Hof, Selb, Dresden, Pisek (Tschechien) und natürlich Bad Elster. Jedes Team der Freizeitfechter besteht aus einer Frau und einem Mann, weshalb das Turnier auch unter dem Motto „Sie und Er: Städte- und Degenturnier“ steht. "Die besondere Wettkampfatmosphäre hier im Königlichen Kurhaus ist jedes Jahr ein Aushängeschild des Freizeitfechtsports im Vogtland und der europäischen Bäderregion" erklärt freudig Michael Höfer von der Abteilung Fechten der SG Medizin Bad Elster und ergänzt „Mittlerweile ist das Turnier auch zu einem herzlichen Treffen befreundeter Teams in königlicher Kulisse geworden – genau das macht eben unseren Gästeort Bad Elster so besonders!“
Die Siegerehrung des 17. Internationalen Bäderfechtturniers findet am Ende der Wettkämpfe gegen 16.00 Uhr statt. Die Veranstalter des Turniers - die SG Medizin Bad Elster in Kooperation mit der Chursächsischen Veranstaltungs GmbH und der Sächsischen Staatsbäder GmbH - laden alle am Fechtsport-Interessierten herzlich ein, das 17. Internationale Bäderfechtturnier 2019 im Königlichen Kurhaus in Bad Elster zu besuchen. Der Eintritt ist frei. Alle Infos: 037437/ 53 900 | www.badelster.de

Foto: Jan Bräuer

Mittwoch, 23. Oktober 2019

Ein letztes Mal dröhnen dieses Jahr die Motoren

Reinsdorf.- Einen Rennsportsonntag der Extraklasse hält der 27. Oktober bereit. Zum 11. Mal geben sich dann alte Haudegen des Zwei-, Drei- und Vierrad-Motorsports die Ehre. Vor sicherlich wieder imposanter Zuschauerkulisse werden sie auf dem 1,2-km-Rundkurs im Reinsdorfer Gewerbegebiet ihre Runden drehen. Bewährter Weise werden die Motorräder und Autos in 5er, 10er oder 20er Gruppen entsprechend der eingeteilten Leistungsgruppen/  Klassen zwei- oder dreimal auf den Kurs gehen. Je nach Größe des Teilnehmerfeldes werden die Fahrer sich und ihre Fahrzeuge für jeweils zehn oder 15 Minuten präsentieren. „Wir wollen allen Teilnehmern und natürlich den Zuschauern so oft wie ausführbar die Möglichkeit geben, sich zu zeigen und das Flair des Motorrennsports zu erleben“, liegt die akribische Organisation dafür auf dem Tisch von Johannes Schmutzler vom MC Zwickau.
Der erste Start erfolgt um 9:30 Uhr und um 17:00 Uhr wird die letzte Zielflagge geschwenkt. Es wird mit über 80 Meldungen gerechnet. In den Nennlisten stehen neben Rennmaschinen, Tourenwagen und Karts aus den vergangenen Jahrzehnten auch die besonders beeindruckenden Seitenwagen-Gespanne. Das älteste Fahrzeug ist ein Motorrad NSU OSL 501 aus dem Jahr 1938. Auch einige Rallye-Teams haben sich angemeldet. Dazu gesellen sich Aktive aus dem gesamten Bundesgebiet und laufenden Klassik-Trophy (ADMV Classic Cup). Zum Fachsimpeln wird das Fahrerlager im Briefzentrum Zwickau der Deutschen Post AG der Hauptanziehungspunkt für alle Motorsportfans sein. Dass es an diesem Tag nicht um Pokale und auszufahrende Wertungen geht, ist völlige Nebensache. Bei dieser Demonstrationsfahrt für Historische Renn- und Sportfahrzeuge steht ausschließlich die pure Begeisterung für den Motorsport im Mittelpunkt.

Dienstag, 22. Oktober 2019

Mehr als zehn Nationen lernen Pflegeberuf in Werdau

Werdau.- Insgesamt rund 95 Schülerinnen und Schüler aus fünf Nationen sind in den zurückliegenden Wochen in die Ausbildung zur Altenpflege an den Neidel International Schools in Werdau gestartet. Die jungen Erwachsenen absolvieren in der Pleißestadt eine dreijährige Ausbildung mit dem Ziel, künftig als Pflegefachkräfte in der Region eingesetzt werden zu können.
Neben den klassischen Inhalten geht die Werdauer Schule jedoch noch einige Schritte weiter, hilft mit ganz konkreten Angeboten den Auszubildenden bei der Integration vor Ort, ein Angebot, von dem sowohl Schüler als auch Ausbildungsbetriebe profitieren. Zum Programm gehört unter anderem eine Willkommenspräsentation mit Oberbürgermeister Sören Kristensen im Rathaus mit anschließender Turmbesteigung.
Die Stadtverwaltung selbst ist seit Jahren Teil eines sehr aktiven Netzwerkes zur Integration. Man sieht darin eine von vielen Möglichkeiten, dem demographischen Wandel offensiv zu begegnen.
An den Neidel International Schools in Werdau absolvieren aktuell insgesamt ca. 350 Schülerinnen und Schüler, davon mindestens ein Drittel mit Migrationshintergrund, aus mehr als 10 verschiedenen Nationen (Deutschland, Bosnien, Vietnam, Serbien, Albanien, Montenegro etc.) eine Ausbildung im Bereich der Gesundheitsberufe. Hinzu kommen regelmäßige Teilnehmer an vorbereitenden Deutschkursen und telc - Sprachprüfungen.

Kunstsammlungen zeigen Lieblingsstücke zur Museumsnacht

Zwickau.- Am Samstag, 26. Oktober 2019, ist es wieder so weit. Dann öffnen von 18 bis 24 Uhr wieder Museen und Einrichtungen der Stadt ihre Türen für eine lange ereignisreiche (Museums-)Nacht.
Besucher erwartet ein Blick hinter die Kulissen, sie können den Kuratoren und Museumsdirektoren Fragen stellen und einzigartige Schätze in den Ausstellungen und Museen der Stadt entdecken. Ein Shuttle mit historischem Omnibus und historischer Straßenbahn verbindet an diesem Tag Zwickaus einzigartige Museumslandschaft und lädt dazu ein, Neues zu entdecken. Die Tickets zu einem günstigeren Vorverkaufspreis sind in allen teilnehmenden Einrichtungen und in der Tourist Information, Hauptstraße 6, erhältlich.
Die Museumspädagogin in den KUNSTSAMMLUNGEN ZWICKAU Max-Pechstein-Museum, Fabia Günther-Sperber, wird am Samstag in den Führungen um 18 und 19.30 Uhr die Lieblingsstücke der Museumsbesucher präsentieren. Eines der berühmtesten Objekte aus der Skulpturensammlung ist das im Erzgebirge verbreitete „Bornkinnl“ aus dem 15. Jahrhundert. Das pausbäckige Kindchen mit hellem Inkarnat, geröteten Wangen, roten Lippen, blauer Iris, schwarzen Pupillen und braunen Wimpern steht mit nackten Füßen auf einer Konsole mit angedeutetem steinigen Untergrund. Der kleine Jesusknabe als Einzelfigur – dargestellt als stehendes, etwa einjähriges nacktes Kind in Lebensgröße – kommt seit dem Anfang des 14. Jahrhunderts vor. Besondere Bedeutung erlangt die Darstellung des Jesuskindes bei der volkstümlichen Feier der Weihnacht, wo es als sogenanntes „Bornkinnl“ auf den Altar gestellt wurde. In der Zwickauer Marienkirche wurde dieser Brauch 1993 wieder aufgenommen! Diese „Bornkinnl“ oder „Jesulein“, die im Erzgebirge besonders häufig vorkommen, waren zum Bekleiden vorgesehen. Die Gewänder haben sich allerdings selten original erhalten.
Ein Gebärdendolmetscher wird die Führung begleiteten und übersetzen. Unter www.zwickau.de/museumsnacht ist das gesamte Programm 2019 zu finden. Es empfiehlt sich, die eigenen Highlights zu markieren, um bei den vielen interessanten Veranstaltungen nicht den Überblick zu verlieren.
Teilnehmende Museen und Einrichtungen auf einen Blick:
-          August Horch Museum, Audistraße 7
-          KUNSTSAMMLUNGEN ZWICKAU Max-Pechstein-Museum, Lessingstraße 1
-          Ratsschulbibliothek, Lessingstraße 1
-          Stadtarchiv (20 und 21.30 Uhr mit einer Filmvorführung in den KUNSTSAMMLUNGEN ZWICKAU Max-Pechstein-Museum), Lessingstraße 1
-          Priesterhäuser, Domhof 5-8
-          Galerie am Domhof, Domhof 2
-          Robert-Schumann-Haus, Hauptmarkt 5 (21 Uhr: Theateraufführung Theater Plauen-Zwickau)

Stau wegen Unfall: Frühstück auf der Autobahn

Crimmitschau.- Mit großer Dankbarkeit wurden Einsatzkräfte der DRK-Wasserwacht Koberbachtalsperre, einer Ortsgruppe des DRK-Kreisverbandes Zwickauer Land e.V., am frühen Dienstagmorgen auf der Autobahn A 4 begrüßt. Im Auftrag des Rettungszweckverbandes „Südwestsachsen“ waren insgesamt sechs ehrenamtliche Helferinnen und Helfer mit zwei Fahrzeugen angerückt, um die Betroffenen eines Staus zu versorgen, für die es seit der Nacht weder vor noch zurückgegangen war. Im Gepäck hatten die Wasserwächter Getränke, warme Wiener mit Brötchen, Energieriegel und Decken, um den Zwangsaufenthalt etwas angenehmer zu gestalten.
Ursache für den Einsatz war ein LKW-Unfall auf der A4 zwischen den Anschlussstellen Schmölln und Meerane, der die komplette Fahrbahn blockierte. Der Fahrer kam glücklicherweise mit dem Schrecken davon. Gegen 9 Uhr konnte die Sperrung teilweise aufgehoben werden. Dann versorgten die Kameradinnen und Kameraden noch die herbeigerufenen Einsatzkräfte, die mit der Bergung des LKW beschäftigt waren.
Die DRK-Wasserwacht Koberbachtalsperre ist, anders als ihr Name vermuten lässt, auch vielfältig an Land aktiv. Mit ihren rund 200 ehrenamtlichen Mitgliedern aus 7 Nationen können neben dem Wasserrettungsdienst auch Sanitätsdienste und unterschiedliche größere Schadensereignisse mit Helfern und Material abgedeckt werden.

Tipp der Woche: Poetisches Schattentanztheater in Bad Elster

Bad Elster.- Am Sonnabend, den 2. November präsentiert das Kölner Theaterensemble »Die Mobilés« um 19.30 Uhr mit »Moving Shadows« im König Albert Theater Bad Elster eine faszinierende Theatershow und entführt die Zuschauer facettenreich mit extravaganten Schattenspielen in eine andere Welt.  Tiere, Menschen, Pflanzen - als Schatten in Bewegung! Es gibt viele Begriffe für dieses Genre: Schattentheater. Shadowdance. Schattenspiel. Keiner reicht jedoch für die berauschende Performance dieser Truppe aus. Die grandiose Theatershow versetzt die Zuschauer in begeistertes Staunen! Mit erstaunlicher Präzision und verblüffender Leichtigkeit kreieren »Die Mobilés« auf der Bühne charmante einfallsreiche Geschichten – von zauberhaft poesievoll bis hinreißend komisch. Das überraschende, geheimnisvolle Schattenspiel entführt so an diesem Abend das Publikum in eine fantastische Welt der Imagination. Die Körper verschmelzen auf artistische Weise und werden so zu verschiedensten Dingen, Tieren, Pflanzen – und wieder zu Menschen. Erstklassig performt in mitreißender Musik entsteht dabei ein unglaublich fesselnder Bilderreigen, der Assoziationen und Emotionen weckt. Das Spiel mit Licht und Schatten wird dabei zum zauberhaften Spektakel für die ganze Familie… Tickets: 037437/ 53 900 | www.koenig-albert-theater.de

Foto: Manni Linke

Freitag, 18. Oktober 2019

Stadt setzt auf verkehrsberuhigte Maßnahmen im Stadtgebiet

Zwickau.- Kinder möchten immer in Bewegung sein, ob zu Hause, im Urlaub, in den Ferien – und erst recht nach einem anstrengenden Schultag hinter der Schulbank. Besonders jüngere Kinder können noch nicht wirklich zwischen Garten und Parkplatz, Bürgersteig und Straße unterscheiden. Sie laufen und springen wie immer und reagieren auf äußere Einflüsse spontan: Dadurch wird ihr Verhalten für andere Verkehrsteilnehmer unberechenbar.
Mit verkehrsberuhigten Maßnahmen werden Straßen sicherer, vor allem für Kinder. In Zwickauer Wohngebieten sind Tempo-30-Zonen seit vielen Jahren selbstverständlich, auch streckenbezogene Temporeduzierungen von 50 auf 30 km/h – nicht aber in sensiblen Bereichen wie vor Kitas und Schulen – zumindest nicht überall. Rund 77 Prozent der Zwickauer Einrichtungen befinden sich bereits im Geltungsbereich verkehrsberuhigender Maßnahmen (Tempo-30-Zone, Sackgasse, Spielstraße etc.), wie z. B. die Nicolaischule in der Innenstadt, das Peter-Breuer-Gymnasium in der Georgenstraße und die Kita „Krümelkiste“ in der Stephan-Roth-Straße. Bei den restlichen 23 Prozent fehlte der Stadt bisher die gesetzliche Grundlage, ähnliche Maßnahmen zur Sicherheit der Kinder anzuordnen.

Das hat sich jedoch geändert. Seit der Gesetzesnovelle 2017 ist die Hürde für Tempo 30 deutlich gesunken. Voraussetzung war bislang eine vorhandene Gefahrenlage, die das gewöhnliche Verkehrsrisiko erheblich übersteigt. Durch die Änderung ist dies nicht mehr zwingend nötig. Den größeren Handlungsspielraum nahm die Stadt Zwickau nicht nur wohlwollend zur Kenntnis, sondern begann zeitnah mit der Planung und Umsetzung verkehrsberuhigender Maßnahmen und Ergänzungsbeschilderungen in den noch ausstehenden Kita- und Schulbereichen. Das betraf vor allem die Einrichtungen, die unmittelbar an (Hauptverkehrs-)Straßen liegen.
In folgenden Bereichen konnten nun - im Zusammenhang mit der StVO-Novelle - noch streckenbezogene Temporeduzierungen auf 30 km/h umgesetzt werden:
-          Ernst-Grube-Straße (Kita Planitzer Kinderwelt),
-          Uthmannstraße (Kita Spaßvogel),
-          Straße der Einheit (Kita Crossener Muldenstrolche),
-          Wostokweg (Kita Sputnik),
-          Lunikweg (Kita Wassertröpfchen),
-          Lunikweg (Hort Wichtelhaus),
-          Dr. Friedrichs-Ring (Kita Stadtstrolche), mit Zusatzbeschilderung „Freiwillig 30“,
-          Freiheitsstraße (Kita Am Wasserturm),
-          Kiesweg (Kita Auerbach),
-          Crimmitschauer Straße abseits (Kita Kinderland),
-          Schneppendorfer Straße (Grundschule Crossen),
-          Uthmannstraße (Schillerschule), mit Zusatzbeschilderung „Freiwillig 30“.
Die Bielstraße in Höhe Dr.-Martin-Luther-Grundschule wurde mit „Freiwillig 30“ beschildert. Noch ausstehend ist die Beschilderung im Bereich der Kita „Grüner Hof“ in der Saarstraße. Hier wurde eine Tempo-30-Zone angeordnet. Diese bildet den Abschluss der Beschilderungen. Damit verfügen dann alle Zwickauer Kitas, Grund-, Ober-, Förderschulen und Gymnasien über ein verkehrsberuhigtes Umfeld.
Bisherige Erfahrungen/Anordnungen haben gezeigt, dass keine weiteren Unfallhäufungen in Bereichen mit Tempo-30-Zonen und Geschwindigkeitsbeschränkungen zu verzeichnen sind und sich diese somit bewährt haben. In verkehrsberuhigten Bereichen ereignen sich nicht nur weniger Unfälle, da Gefahren früher erkannt werden, die Autofahrer nehmen auch mehr Rücksicht auf Kinder. Außerdem werden Lärm und Abgase reduziert und auch die Qualität des Wohnumfeldes steigt.
Abstimmt, angeordnet und umgesetzt wurden alle Maßnahmen in der Arbeitsgruppe Verkehrsorganisation unter Leitung der Straßenverkehrsbehörde gemeinsam mit dem Tiefbauamt, der Polizei und den Unternehmen des ÖPNV.

Projekt Bahnhofsvorplatz: Baumaßnahmen erfordern langfristige Planung

Zwickau.- Die Vorplanungen für die Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes sowie die Innenstadttangente und die neue Quertrasse der Straßenbahn zur Kopernikusstraße laufen auf Hochtouren. Die Ergebnisse für das komplexe Projekt sollen im ersten Quartal des kommenden Jahres den Ausschüssen und dem Stadtrat vorgelegt werden.
Aufgrund des Verschleißes der über 30 Jahre alten Gleisanlage im Bereich des Bahnhofsvorplatzes bzw. der Straße Am Bahnhof muss der Betrieb der zum Hauptbahnhof führenden Straßenbahnlinie ab dem 15. Dezember aus Sicherheitsgründen zunächst eingestellt werden. Die Städtischen Verkehrsbetriebe Zwickau (SVZ) werden die Erreichbarkeit des Hauptbahnhofes vor allem mit der Buslinie 10 sicherstellen. Darüber und über den derzeitigen Stand der Planungen informierten am heutigen Donnerstag Oberbürgermeisterin Dr. Pia Findeiß, Baubürgermeisterin Kathrin Köhler, die Geschäftsführerin der SVZ, Anett Glöckner sowie Tiefbauamtsleiter Thomas Pühn.
Komplexmaßnahme erfordert aufwendige Planungen und intensive Abstimmungen
Aktuell erfolgt die Vorplanung für das Gesamtprojekt, das zu den komplexesten Bauvorhaben seit 1990 gehört. Erforderlich sind aufeinander abgestimmte und ineinander übergehende Planungen für das Teilstück der Innenstadttangente zwischen Reichenbacher und Werdauer Straße, für die Querverbindung der Straßenbahn zwischen Werdauer und Bahnhofstraße sowie den Umbau des Bahnhofvorplatzes. Allein die Umgestaltung des zentralen „Eingangsportals“ der Stadt bietet eine Vielzahl von Herausforderungen. Zu diesen gehören beispielsweise die städtebauliche Aufwertung, die Erhöhung der Aufenthaltsqualität und die generelle Attraktivitätssteigerung, die Verbesserung der Verknüpfung von Schienenfern- und -nahverkehr mit Bussen und Straßenbahnen, die Herstellung der Barrierefreiheit oder die „suggestive“ Führung insbesondere ortsfremder Besucher.
Das Vorhaben betrifft somit die Verkehrsplanung mit einer Fahrbahnfläche von mehr als 15.000 Quadratmetern und einem Gleiskörper mit bis zu 6.000 Quadratmetern. Hierbei entsteht eine planerische Komplexität, die nicht nur die allgemeinen städtebaulichen Zwangspunkte, sondern auch das Bauwerk der Deutschen Bahn über die Kopernikusstraße und die grundlegenden Belange des Bahnhofsvorplatzes berücksichtigen muss. Das mit den Planungsleistungen beauftragte Büro Obermeyer Planen und Beraten GmbH befindet sich daher in enger Abstimmung mit der SVZ und dem Tiefbauamt.
Es wird auch die Möglichkeit angestrebt, den Bahnhofsvorplatz im Sinne einer vorgezogenen Realisierung aus der zukünftigen Vorzugslösung herauszutrennen und „vorzuziehen“. Hierfür werden somit auch verschiedene Varianten geprüft, den Teilbereich des Bahnhofsvorplatzes planerisch so kompatibel wie möglich zum Gesamtprojekt zu gestalten. Außerdem werden die erforderlichen Baugrunduntersuchungen in zwei Stufen durchgeführt. Die Ergebnisse der ersten Stufe, in der die Bereiche berücksichtigt werden, die variantenunabhängig immer im Projektumfang liegen, sollen noch im Oktober vorliegen.
Ziel ist, erste Ergebnisse einschließlich einer Vorzugsvariante der Verwaltung im ersten Quartal 2020 in den Gremien des Stadtrates vorzustellen. Denkbar wäre grundsätzlich, zunächst die Entwurfsplanung für den Bahnhofsvorplatz und dann dessen Umgestaltung zu realisieren. Ein Baustart wäre hier im Idealfall 2023 möglich. Innenstadttangente sowie Querspange für die Straßenbahn ließen sich anschließend in einem eigenem Genehmigungsverfahren zur Erlangung des Baurechts verwirklichen. Alternativ könnte gleich das Genehmigungsverfahren für das Gesamtprojekt angestrebt werden, was einen zeitlichen Mehraufwand von vermutlich 15 Monaten mit sich brächte.
Vorsorglich wurde auf Basis der vorhandenen Studie der Bedarf an Fördermitteln beim zuständigen Landesamt für Straßenbau und Verkehr (LASuV) angezeigt. Dies betrifft sowohl den ÖPNV betreffenden Projektteil als auch den Bedarf für die Innenstadttangente.
Die Anbindung des Hauptbahnhofs ab 15. Dezember
Aufgrund der infrastrukturellen Voraussetzungen zwischen den Haltestellen „Hauptbahnhof“ und „Georgenplatz“ muss der Straßenbahnbetrieb in diesem Bereich ab Mitte Dezember vorübergehend eingestellt werden. Die seit den 80er-Jahren betriebene Gleisanlage ist inzwischen technisch verschlissen, die Grenzwerte bei Spurweite und Rillentiefe sind erreicht. Dies betrifft insbesondere die Kurvenradien zur Straße Am Bahnhof sowie von der Straße Am Bahnhof in die Bahnhofstraße. Eine Erneuerung dieses Gleisabschnittes wäre wegen der grundhaften Erneuerung des Bahnhofvorplatzes und der Veränderung der Gleisanlage wirtschaftlich nicht zu verantworten.
Als Ersatz für die Straßenbahnlinien 5 und 7 werden die Fahrgäste auf diesem Streckenabschnitt, zwischen Neumarkt und Hauptbahnhof über Georgenplatz, mit der Buslinie 10 befördert. Stadtauswärts verkehrt die Linie 10 künftig über die derzeitige Straßenbahnhaltestelle am Hauptbahnhof. Stadteinwärts wird weiterhin die gewohnte Haltestelle am Hauptbahnhof (Stand 10) bedient.
Durch den Wegfall der Straßenbahnlinien 5 und 7 wird die Straßenbahnlinie 4 (Pölbitz – Städtisches Klinikum) ab dem Fahrplanwechsel von Montag bis Freitag im 10-Minuten-Takt zwischen 6 Uhr und 17.15 Uhr verkehren. Ebenfalls wird der Takt auf der Buslinie 10 zwischen Neumarkt und Hauptbahnhof verdichtet. Somit besteht zu der Hauptverkehrszeit ein 10-Minuten-Takt auf diesem Abschnitt. Um das Angebot, insbesondere für Frühaufsteher zu verbessern, werden zusätzliche Neumarkt-Anschlüsse um 5 Uhr und 5.30 Uhr von Montag bis Freitag angeboten. In den Sommerferien verkehren die Straßenbahnlinien 3 und 4 sowie die Buslinie 10 im 15-Minuten-Takt bis 20.15 Uhr mit ganztägigem Anschluss am Neumarkt.
Komplexmaßnahme ist zentraler Bestandteil des ÖPNV-Konzeptes
Die Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes und die Straßenbahnneubaustrecke zwischen Hauptbahnhof und Werdauer Straße, die in Zwickau ein effektives Zwei-Linien-Netz ermöglicht, sind seit Jahren beschlossene Sache. Aufgeführt sind sie bereits im ÖPNV-Konzept, das vom Stadtrat 2012 bestätigt wurde. Ebenfalls sind sie in der Fortschreibung des Verkehrsentwicklungsplanes verankert, der im Dezember 2012 ebenfalls vom Zwickauer Kommunalparlament beschlossen wurde. Beide Konzepte waren zuvor in Einwohnerversammlungen vorgestellt und diskutiert worden.
Den Grundsatzbeschluss für das Komplexvorhaben Umgestaltung Bahnhofsvorplatz, Innenstadttangente und Straßenbahnspange zur Werdauer Straße fasste der Stadtrat – nicht ohne vorherige kontroverse Diskussion – im Dezember 2016. Die Beauftragung der Obermeyer Planen und Beraten GmbH zur Erbringung der derzeitigen Vorplanungen erfolgte mit großer Mehrheit durch den Bau- und Verkehrsausschuss am 3. Dezember 2018.

Donnerstag, 17. Oktober 2019

Zwickauer Justiz-Skandal: Mandantenverrat als Geschäftsmodell?

Zwickau.- Stellen Sie sich vor, Sie werden - aus welchen Gründen auch immer - in einen Gerichtsprozess verwickelt. Sie dürfen sich nicht selbst verteidigen, weil beim zuständigen Gericht Anwaltszwang herrscht. Sie beauftragen also einen Rechtsanwalt Ihres Vertrauens mit der Wahrnehmung Ihrer Interessen. Dieser versichert Ihnen, dass es kein Problem sei, den Prozess zu gewinnen. Sie bekommen eine Rechnung und zahlen erstmal einen Vorschuss. Je nach Streitwert können das unter Umständen mehrere Tausend Euro sein. Bis hierher scheint alles ordnungsgemäß.
Was passiert aber, wenn der teuer bezahlte Rechtsanwalt nicht zum Prozess erscheint? Sie werden vielleicht sagen: „Dann wird halt ein neuer Termin anberaumt“. Das könnte man als normal denkender Mensch vermuten. Tatsächlich spricht der Richter jedoch ein Versäumnisurteil. Der Mandant verliert automatisch den Prozess und muss zu den Rechtsanwaltskosten jetzt auch noch die Gerichtsgebühren bezahlen.
In letzter Zeit häufen sich Fälle, in denen Anwälte zu anberaumten Terminen absichtlich nicht vor Gericht erscheinen. Meistens dann, wenn sie vermuten den Prozess ohnehin nicht gewinnen zu können. Es ist für sie bequemer das Versäumnisurteil abzuwarten, als sich am Ende womöglich Vorwürfe des Mandanten wegen Falschberatung anhören zu müssen. Eine Ausrede, warum man zum Termin gerade verhindert war, findet sich immer irgendwie.
Mandantenverrat als Geschäftsmodell? In Zwickau wurde jetzt ein besonders krasser Fall bekannt, wonach ein Richter von sich aus einen Gerichtstermin abgesagt hat mit der Begründung: „Ihr Prozessbevollmächtigter wäre sowieso ohne Entschuldigung zum Termin nicht erscheinen“. Daraus könnte man unter Umständen schließen, dass bestimmte Richter mit einigen Rechtsanwälten gemeinsame Sache machen, um sich über den Anwaltszwang auf Kosten der Betroffenen zu bereichern.
Darauf wurde inzwischen auch die Verbraucherzentrale Sachsen aufmerksam. Betroffene, denen ähnliches widerfahren ist, können sich telefonisch unter (0371) 431500 oder im Internet www.verbraucherzentrale-sachsen.de Rat und Hilfe holen.

In eigener Sache

Ausschreibung: Alte Posthalterei bleibt vorerst im Eigentum der Stadt

Zwickau.- Die Stadt Zwickau hatte das Objekt „Letzte Posthalterei“ in der Katharienstraße befristet bis zum 23. Mai 2019 zum Mindestpreis für Bieter in Höhe von 360.000 Euro (aktueller Verkehrswert) ausgeschrieben. Fristgerecht eingegangen sind zwei Angebote, die dem Mindestpreis entsprochen haben. Bei einem Bieter fehlte jedoch der Finanzierungsnachweis.
Da es sich bei dem Objekt um eine markante, innenstadtrelevante und denkmalgeschützte Immobilie von historischer Bedeutung handelt, war - neben dem Mindestpreis – vor allem das einzureichende Nutzungskonzept mit Angaben zum Investitionsvolumen und vorgesehenen Umsetzungszeitraum ein wesentliches Vergabekriterium. Seitens der Stadt wurde Wert darauf gelegt, dass innerhalb eines gewissen Zeitraums an diesem wichtigen Objek
Im Ergebnis der Auswertung der eingegangenen Konzepte und der Bietergespräche ist die Stadtverwaltung nun zu der Entscheidung gekommen, keinem der beiden Bewerber den Zuschlag zu erteilen.
Das Gebäude, was erstmalig auf der Expo 2017 und danach auch im Internet auf den Seiten der Stadt zum Verkauf angeboten wurde, befindet sich derzeit in einem soliden baulichen Zustand.
Die Stadtverwaltung ist weiterhin an einem professionellen Investor interessiert, der ein Konzept vorlegt, das den Ansprüchen der Stadt genügt, das wichtige Denkmal einer wirtschaftlich tragbaren Nutzung zuzuführen. Über die weitere Verfahrensweise wird in nächster Zeit entschieden.
t Investitionen erfolgen. Aufgrund der Bedeutung der Immobilie lag das Entscheidungskriterium für die Erteilung des Zuschlages daher besonders auf dem vorgelegten Nutzungskonzept und dem Investitionsablauf in einem gewissen Zeitraum.

Mittwoch, 16. Oktober 2019

Oberes Schloss Greiz: Erkundungen im Wahrzeichen der Stadt

Greiz.- Das Obere Schloss ist ein weithin bekanntes, architektonisch wertvolles und markantes Kulturdenkmal, das jeden Betrachter in seinen Bann zieht. Als Wahrzeichen vergangener deutscher Geschichte gibt es dem reizvollen Greizer Landschaftsbild im Tal der Weißen Elster ein charakteristisches Gepräge. Als ehemaliges Residenzschloss wartet es mit einer interessanten und wechselvollen Geschichte auf.
Im Rahmen einer öffentlichen Schlossführung über das Gelände des Oberen Schlosses Greiz können alle Interessierten am Sonntag, 20.10.2019, auf den Spuren der einstmals fürstlichen Bewohner des Oberen Schlosses wandeln und Episoden aus der Vergangenheit und Gegenwart des beeindruckenden Schlosses erfahren. Die Besichtigung des Fürstlichen Marstalls, des Brunnenraumes und des Gefängnisses sind unter anderem Inhalt des Rundganges.
Für Fragen rund um die öffentliche Führung auf dem Oberen Schloss Greiz stehen die Mitarbeiterinnen der Tourist-Information Greiz unter Tel. 03661 – 689815 zur Verfügung. Internet: www.greiz.de

Dienstag, 15. Oktober 2019

Theatermärchen: Des Kaisers neue Kleider im Königsbad

Bad Elster.- Am Sonntag, den 27. Oktober gastiert das hessische Theater Mimimkri um 15.00 Uhr mit einer Aufführung des Märchens „Des Kaisers neue Kleider“ für Kinder ab fünf Jahren im König Albert Theater Bad Elster. Das renommierte Kindertheater aus Hessen zeigt dabei das berühmte Märchen in farbenprächtiger Kostümkunst, märchenhafter Spannung und mitreißender Musik! Ein Theatermärchen mit Webstuhlmusik und Kleidermagie… Kaiser Klemens ist kleidersüchtig! Er glaubt, nur durch prächtige Kleider könne er sein Volk beeindrucken. Zeremonienmeisterin und Finanzminister wissen keinen Rat. Das Land ist pleite! Schneiderin Elsa und Weber Walter warten verzweifelt auf ihr Geld. Doch Not macht erfinderisch. Und so tauchen im Palast zwei Experten für magische Majestätsgewänder auf, deren prächtige Kleider für dumme Menschen unsichtbar bleiben. Der Kaiser ist begeistert… Tickets: 037437/ 53 900 | www.koenig-albert-theater.de

Foto: Claus Sterling

Bon appétit: Französische Woche bei Scheibners

Werdau.- Der Werdauer Fischmarkt Scheibner ist für seine frische Ware ebenso bekannt wie für ausgefallene Aktionen und Ausstellungen. Vom Dienstag, den 22. bis Freitag, den 25. Oktober dürfen sich die Kunden auf dem Markt der Pleißestadt auf ein weiteres, in diesem Fall kulinarisches Abenteuer freuen. Denn in dieser Zeit findet eine französische Woche statt.
Gemeinsam mit einem Koch aus Frankreich werden verschiedene Spezialitäten als Mittagstisch zubereitet, so etwa Lachsfilet mit Pernodsauce, Thunfischfilet „Provencial“ oder im Gemüsereisnest serviertes Fischfrikassee „Bretagne“. Dazu gibt es Lavendellimonade und andere Leckereien. In der Frischetheke finden sich viele Spezialitäten des deutschen Nachbarlands, die Kunden zu Hause zubereiten können. Zudem wird am 24. und 25. Oktober vor Ort frisch geräuchert.

Montag, 14. Oktober 2019

Zwickauer Justiz-Skandal: Seilschaften der Stasi noch heute aktiv?

Zwickau.- Im Skandal um die Überklebung eines gültigen Rechtskraftvermerkes am Amtsgericht kommen immer mehr Details zum Vorschein. Recherchen unserer Zeitung haben ergeben, dass der leitende Oberstaatsanwalt Uwe Wiegner (Foto) bereits zu DDR-Zeiten als Staatsanwalt tätig war. Eine dahin gehende Überprüfung fand nach unserem Kenntnistand bisher nicht statt. Eine entsprechende Anfrage beim zuständigen Dienstherren in Dresden blieb bisher unbeantwortet.
Unterdessen weigert sich Wiegner beharrlich, Fragen nach der nachgewiesenen und von mehreren Juristen als solche bestätigten Urkundenfälschung im Rahmen eines Gesprächs zu begegnen. Seiner Meinung nach wird eine Sache nicht wahrer, indem man sie ständig wiederholt. Stattdessen fordert er einen „Fragenkatalog“, den er schriftlich beantworten will. Zu diesem Thema wurde bereits berichtet: „Pressestelle verweigert Gespräch“
Als leitender Oberstaatsanwalt hätte Wiegner die Möglichkeit, der Sache bald ein Ende zu bereiten, indem er sachgerechte Ermittlungen führt, die der Wahrheitsfindung dienen. Stattdessen ist er heute erstmal abgetaucht. „Eine Woche nicht erreichbar“, erfährt man beim Einlassdienst im Gebäude der Staatsanwaltschaft.

In eigener Sache

Kürbiszauber bringt viele Augen zum Leuchten

Werdau.- Sehr gut besucht war die bereits zehnte Auflage des Werdauer Kürbiszaubers, der am Freitag, den 11. Oktober in der Pleißestadt durchgeführt wurde. „Bei trockenem Wetter durften wir uns erneut über viele dankbare Besucher freuen. Diese genossen, wie schon in den letzten Jahren, das einmalige und liebevolle Ambiente unserer Veranstaltung“, resümiert Rigo Reuter vom Organisations-Team. So durften sich die „Kürbiszauberer“ in diesem Jahr über mehr als 70 mit viel Fantasie und Geschick entstandenen Gemüse-Kunstwerke freuen – ein Rekord! So viel es den Juroren des Schnitzwettbewerbes denkbar schwer, eine abschließende Entscheidung zu treffen. Die Palette der Kürbisse reichte von geschnitzt über bemalt bis hin zu gestapelt. Schlussendlich durfte sich Curt Geisendörfer mit seiner Familie über den Hauptpreis, einen Gutschein für einen Kinderkochkurs in der Werdauer Erdbeerschänke, freuen.
Erstmals bei dem Event dabei waren unter anderem der Dorfladen Langenhessen, der Hagebaumarkt Zwickau und der Kleingartenverein am Kranzberg. „Und jeder einzelne hat schon Ideen im Kopf für den Kürbiszauber 2020“, freut sich Rigo Reuter. Auch die Volksbank Zwickau, die auf dem Markt zu einem Tag der offenen Baustelle eingeladen hatte, zog eine überaus positive Resonanz.
Einen kleinen Wehrmutstropfen gab es hingegen beim Lampionumzug. Dieser fand wie geplant um 18 Uhr statt und war mit rund 250 Teilnehmern gut besucht. „Leider gab es jedoch ein Kommunikationsproblem und an einigen Stellen wurde er für 19 Uhr angekündigt. Wir können uns für das Verständnis derer, die so zur falschen Zeit gekommen waren, nur herzlich bedanken“, erklärt André Kleber, der ebenfalls bei der Organisation mitwirkte. Abgesehen davon verlief die Veranstaltung jedoch frei von Störungen.
Für die Zukunft gilt es nun, das Konzept weiterzuentwickeln mit dem Ziel, das Gemütliche, die freundliche, entspannte und einmalige Atmosphäre beizubehalten. Dafür sind dem Organisations-Team neue Idee, konstruktive Vorschläge und Unterstützer stets herzlich willkommen.

Quelle und Fotos: Stadtverwaltung Werdau
 

Dienstag, 8. Oktober 2019

König Albert Theater: Serenadenglanz für einen guten Zweck

Bad Elster.- Am Freitag, den 18. Oktober erheben die Musikerinnen und Musiker der Chursächsischen Streichersolisten als Benefizveranstaltung zugunsten der Telefonseelsorge Vogtland um 19.30 Uhr ihre Instrumente für »Eine kleine Nachtmusik« im König Albert Theater Bad Elster.
Dieses besondere Serenadenkonzert im Kerzenschein unterstützt damit gleichzeitig Arbeit der Telefonseelsorge Vogtland und präsentiert dem Publikum eine Auswahl musikalischer Perlen der Klassik, welche von den Chursächsischen Streichersolisten in prachtvollen historischen Kostümen aufgeführt werden. Neben der weltberühmten Serenade »Eine kleine Nachtmusik« von Wolfgang Amadeus Mozart verbreiten an diesem stimmungsvollen Abend Kompositionen wie das virtuose Streichkonzert in e-Moll von Antonio Vivaldi oder die himmlische Orchestersuite Nr. 3 in D-Dur von Johann Sebastian Bach eine einzigartig-festliche Atmosphäre. Abgerundet wird dieser unterhaltsame Serenade der Klassik u.a. mit berühmten Kompositionen wie dem »Triumphmarsch« (Verdi) oder dem stürmischen »La Tempesta« (Rossini) sowie dem stimmungsvollen Nachtwachen-Quintett »La musica notturna di Madrid« als passende Abendmusik von Luigi Boccherini. Mittlerweile ist die jährliche Benefizveranstaltung zugunsten der Telefonseelsorge Vogtland zu einer beliebten und auch wichtigen Tradition geworden. Jedes Jahr unterstützen Prominente, Ensembles und Künstler im König Albert Theater Bad Elster diese wichtige vogtländische Institution. Tickets: 037437/ 53 900 | www.koenig-albert-theater.de

Foto: Jan Bräuer

Religionsfreiheit: Aufklärungsarbeit über verfolgte Christen in Pakistan

Zwickau.- Religionsfreiheit, wie sie unter anderem in Deutschland existiert, ist in vielen Ländern dieser Welt nicht viel mehr als ein Traum. Was hier oft kaum jemand zu schätzen weiß, kann in anderen Regionen zur Existenzbedrohung werden. So beispielsweise für verfolgte Christen in Pakistan. Diesem Thema widmet sich ein Jugendgottesdienst am Freitag, den 11. Oktober um 19 Uhr in der Friedhofskapelle des Werdauer Ortsteils Leubnitz. Organisiert wird die Andacht von der Jugend-Gebetsbewegung für verfolgte Christen, der Jungen Gemeinde Leubnitz und dem Gemeindepädagogen Bernhard Müller (Foto). Gemeinsam soll Aufklärungsarbeit geleistet und für die Verfolgten gebetet werden. Interessenten jeden Alters sind herzlich eingeladen.

Clara 200: Ausstellung von Gymnasiasten im Robert-Schumann-Haus

Zwickau.- Schülerinnen und Schüler des Künstlerischen Profils des Peter-Breuer-Gymnasiums Zwickau gratulieren Clara Schumann geb. Wieck zum 200. Geburtstag. Unter Anleitung des Kunstpädagogen Christian Siegel haben sie sich seit Juni dieses Jahres mit verschiedenen grafischen und malerischen Techniken der bekannten Komponistin und Pianistin angenähert. Zum Kennenlernen ihres Lebens und Wirkens diente unter anderem der Spielfilm „Frühlingssinfonie“, der gemeinsam angesehen wurde.
Auch bei einem Besuch im Robert-Schumann-Haus am Hauptmarkt 5 konnten die bekannten Porträts von ihr bestaunt und als Anregung zum eigenen künstlerischen Schaffen verwendet werden. Immer wieder tauchen in den 14 Kunstwerken, neben dem Gesicht und den Händen der Pianistin, Noten auf. Somit gehen Musik und bildende Kunst in der Ausstellung eine schöne Symbiose ein. Manch neue und auch individuelle Sichtweise auf Clara Schumann wird hier entdeckt.
Die Ausstellung ist bis zum 30. Januar 2020 im Kammermusiksaal des Robert-Schumann-Hauses Zwickau zu sehen. Hier gibt es auch die Hörspiel-CD „Clara in Nöten“ von und mit der Zwickauer Autorin Christine Adler zu erwerben. Einzelheiten dazu hier: www.clara-wieck.de

BARMER Gesundheitstipp für gesunden Schlaf


DRK-Wasserwacht: Lebensretter trainieren wieder im WEBALU

Werdau.- Die Rettungsschwimmerinnnen und Rettungsschwimmer der Wasserwacht Koberbachtalsperre, einer Ortsgruppe des DRK-Kreisverbandes Zwickauer Land e.V., trainieren ab sofort wieder im Hallen- und Freibad WEBALU in Werdau. Zuvor hatten Sie bis zuletzt das schöne Wetter ausgenutzt, um sich im Strandbad fit zu halten – je nach Witterungslage im oder auch außerhalb des Wassers. Seit 5. Oktober sind die Ehrenamtlichen nun wieder stets samstags 8 – 10 Uhr in Bad auf der Ziegelstraße anzutreffen. Dabei wird in unterschiedlichen Leistungsgruppen trainiert, auch für Nachwuchsretter und Eltern gibt es eine separate Bahn. Zudem findet im Februar ein neuer Rettungsschwimmerlehrgang statt. Die Ausschreibung und viele andere interessante Informationen sind unter www.wasserwacht-kober.de zu finden.

Montag, 7. Oktober 2019

Grundsteinlegung: Kita „Marienhof“ kostet rund 3,4 Millionen Euro

Zwickau.- Auf dem Gelände der Marienthaler Kindertagesstätte „Marienhof“ hat sich seit dem Sommer so einiges getan. Da wo Ende Juni noch ein alter, in die Jahre gekommener Flachbau stand, ist heute ein großflächiges neues Fundament zu sehen. Nach dem Abriss des alten Flachbaus im Juli, der Baufeldfreimachung und den darauf folgenden Fundamentarbeiten konnte heute Vormittag in feierlichem Rahmen der Grundstein für den Ersatzneubau gelegt werden. Mit dabei waren auch die zukünftigen Nutzer des Neubaus. Die Steppkes sorgten nicht nur für den musikalischen Rahmen, sondern durften auch beim Einlegen der Zeitkapsel, die mit Angaben zum Bauprojekt, der aktuellen Tageszeitung und Geldmünzen gefüllt wurde, mithelfen.
Die 1971 errichtete Kindertagesstätte befand sich baulich in einem schlechten Zustand und erfüllte die heutigen Mindeststandards einer modernen, zeitgemäßen Kindertagesstätte nicht mehr. Neben dem Sanierungsstau zu DDR-Zeiten gab es auch Defizite bei der Erfüllung der räumlichen und funktionellen Anforderungen durch den Gesetzgeber und der Unfallkasse. In Abwägung vieler Faktoren wurde deshalb aus wirtschaftlichen Gründen entschieden, einen Ersatzneubau vorzunehmen.
Der neue „Marienhof“ soll als integrative Kindertagesstätte entstehen und ausreichend Platz für 74 Kinder in fünf Gruppen, davon 50 Kindergarten- und 24 Krippenkinder, bieten. Das neue Gebäude ist als ein eingeschossiger barrierefreier Winkelbau mit fünf Gruppenräumen geplant, der die nördliche Gebäudeaußenecke des alten Gebäudes wieder aufnimmt.
Das Gelände des Flurstückes ist von Südwest nach Nordost stark abfällig. Um erhöhte Aufwendungen in der Gebäudegründung und erforderlichen Bodenaustausch/-abtrag durch die Hanglage zu reduzieren, wird der Neubau auf das vorhandene Bodenniveau der alten Kita errichtet. Der Neubau erhält ein Flachdach mit Dachbegrünung, um den Abfluss des anfallenden Regenwassers zu kompensieren. Im Bereich der Indoor-Spielfläche wird das Gebäude um ein halbes Geschoss erhöht und ebenfalls mit einem Flachdach ausgestattet. Der L-förmige Baukörper des Neubaus gliedert sich in drei Zonen und ergibt sich aus der Verschiebung der Funktion der beiden Baukörper zu einander.
Eingangsbereich
Die erste Zone bildet den zentralen Bereich des Ankommens. Dieser unterteilt die Bereiche Krippe und Kindergarten. Der Flur zu den beiden Arealen wird durch Oberlichter natürlich beleuchtet und beherbergt zu dem die Garderoben. Das große Foyer kann auch als Mehrzweckhalle für Veranstaltungen mit den Eltern oder als erweitere Spielfläche bei schlechtem Wetter genutzt werden. Highlight des Foyers ist die erhöhte Dachebene. Dadurch wird dieser Bereich optimal belichtet und belüftet und kann zudem als zweite Spielebene genutzt werden. Diese ist als eine Art Indoorspielplatz konzipiert und kann zukünftig von mehreren Gruppen gleichzeitig oder unabhängig voneinander genutzt werden.
Kindergrippe
Der Kinderkrippenbereich bildet den zweiten Bereich und wird zweckmäßig weiter weg vom Hort angeordnet, um den Lärmpegel durch die größeren Kinder zu minimieren und den Kleineren mehr Schutz und Geborgenheit zu bieten. Somit ist auch eine sinnvolle Unterteilung der Außenspielfläche in Krippen- & Kindergartenbereich möglich. In diesem Teil des Neubaus sind zwei zusammenlegbare Gruppenräume für jeweils 12 Kinder vorgesehen, ein gemeinsamer Sanitärtrakt, der Haustechnikraum, die Außentoilette, die Küche und dazugehörige Nebenräume.
Kindergarten
Der dritte Bereich beinhaltet drei Gruppenräume für jeweils 17 Kindergartenkinder, von denen zwei durch eine Schiebetür zusammenlegbar sind, sowie die dazugehörigen Sanitärräume. Die Gruppenräume des Winkelbaus sind alle nach Süden orientiert und über die davorliegenden Terrassen ist der Spiel- und Gartenbereich direkt erschließbar. Durch die großzügige Verglasung der Gruppenräume wird eine Blickbeziehung zum Außenspielgelände geschaffen. Verstärkt wird diese Blickbeziehung durch die integrierten Sitzbänke, so kann auch bei schlechtem Wetter der Außenbereich von den Kindern beobachtet werden. Die vorgezogenen Überdachungen bieten zudem eine natürliche Verschattung der Gruppenräume. Im überdachten Bereich können unteranderem Außenmöbel witterungsgeschützt aufgestellt werden.
Der Marienhof soll in Zukunft als integrative Einrichtung geführt werden. Dazu bietet die Einrichtung neben der barrierefreien Erschließung des gesamten Gebäudes auch einen barrierefreien Sanitärbereich mit Dusche und WC - sowohl für Erwachsene als auch für Kinder – und ein Therapieraum an.
Die Gesamtkosten betragen rund 3,4 Mio. Euro, davon sind gerundet 1,5 Mio. Euro Fördermittel des Freistaates Sachsen. Der Eigenanteil der Stadt Zwickau beläuft sich auf zirka 1,8 Mio. Euro.