Freitag, 22. Oktober 2021

Nach einem Jahr Bauzeit: Kreuzung in Werdau wieder frei gegeben

Westsachsen/Werdau.-
Nach einem Jahr Bauzeit rollt der Verkehr wieder am Gedächtnisplatz. Am Freitagvormittag wurde die B 175 zwischen Theodor-Körner-Straße und Uhlandstraße für Autofahrer freigegeben. Wie das Landesamt für Straßenbau heute mitgeteilt hat, ist die Bundesstraße auf rund 170 Metern grundhaft ausgebaut worden. Gleichzeitig wurde die Kurve entschärft. Bislang mussten Autofahrer im Gegenverkehr anhalten, wenn ein LKW die Kurve passierte. Außerdem wurden Gehwege gebaut und Radfahrstreifen aufgezeichnet.
Auch an den Naturschutz haben die Planer gedacht. Für Turmfalken, Sperlinge und Fledermäuse, die in dem abgerissenen Eckhaus lebten, wurden in der Gerhard-Hauptmann-Schule Ersatzquartiere angebracht. Die Kosten für das Bauvorhaben belaufen sich laut Landesamt für Straßenbau auf 1,6 Millionen Euro.

Stark ohne Drogen: Initiative empfiehlt fünf Punkte zur Vorsorge

Westsachsen/Zwickau/Glauchau/Lichtenstein.-
Am 23. Juni startete das 2-jährige Modellprojekt „Trouble in the City – Stark ohne Drogen“, eine gemeinsame Initiative der Rotary Clubs Zwickau-Glauchau-Lichtenstein, der Stadtmission Zwickau, dem Landkreis und der Stadtverwaltung Zwickau. Seit dem Projektstart konnten bereits einige Aktionen umgesetzt und erste Erfahrungen gesammelt werden. Beispielsweise am 9. Oktober im Rahmen des Festes „Youth 4 Move“ im Areal der Lutherkirche. Hier konnten sich Jugendliche im Siebdruck, Graffitisprühen und Discgolf ausprobieren. Letzteres ist ein Frisbeesportspiel, das am gemeinsamen Stand der Stabsstelle Kommunale Prävention der Stadt und des Streetwork-Projektes der Stadtmission Zwickau angeboten wurde.
Die spielerisch-entspannte Atmosphäre am Stand ermöglichte es, mit den jungen Leuten ins Gespräch zu kommen, deren Lebensziele zu hinterfragen und über das Modellprojekt „Trouble in the City - Stark ohne Drogen!“ zu informieren. Dabei ging es nicht nur allgemein um Drogenaufklärung. Viel wichtiger war, zunächst eine Vertrauensbasis zu schaffen, individuelle (Drogen-)Erfahrungen der Jugendlichen zu sammeln, Motive für einen Drogenkonsum herauszufinden, gezielte Hilfsangebote zu unterbreiten und Chancen für positive Veränderungen zu bieten. Im Rahmen des Festes fand außerdem ein Spendenlauf für die Kinder- und Jugendarbeit der Stadtmission Zwickau statt. Mindestens 500 Parkrunden galt es zu schaffen, um ein Spendengeld in Höhe von 1.000 Euro für den Kinder- und Jugendtreff Lutherkeller zu erlaufen, welches vom Hauptsponsor der Veranstaltung, dem Bauunternehmen GOLDBECK, zur Verfügung gestellt wurde. Insgesamt 34 Läuferinnen und Läufer gingen an den Start und legten sich für den Kinder- und Jugendtreff Lutherkeller in der Bahnhofsvorstadt sich so richtig ins Zeug. Und es hat sich gelohnt: Am Ende konnten nicht nur stolze 701 Runden auf dem Konto verbucht werden.
Schon in den Sommermonaten gab es im Rahmen des Modellprojektes einen open-Air-Kinonachmittag und ein Skater-Angebot. Gezeigt wurde das Fantasy Abenteuer „Jumanji“, ein Streifen, in dem Mut und Stärke, aber auch Schwäche, eine Rolle spielen. Eine gute Grundlage, um im Nachgang mit den Jugendlichen darüber zu reden und sich zum Thema auszutauschen. Bei der Aktion „Push your limits - Skaten statt Drogen“ stand eher ein sportlich-versiertes und gesundes Körpergefühl im Focus.
Viele kleinere und größere Aktionen gemeinsam mit zahlreichen Partnern sollen im Rahmen des zweijährigen Modellprojekts noch folgen. Den Projekt-Initiatoren liegt besonders am Herzen herauszufinden, mit welchen Aktionen in der Suchtprävention junge Menschen am besten erreicht werden können. Die verschiedenen Angebote zielen alle darauf ab, Jugendliche vor allem zum Nachdenken anzuregen und sie zu animieren, Antworten auf die Frage „Was mach MICH stark im Leben?“ zu finden. Alle Aktionen, Eindrücke und Erfahrungen werden im Verlauf des Modellprojektes in einem Buch gesammelt und abschließend zusammengefasst. Dieses soll zukünftigen Präventionsschaffenden zur Verfügung gestellt werden.
Quelle und Foto (Walentina Hamidulla, Streetworkerin, und Nicola Niedernolte): Stadtverwaltung Zwickau

Neue Asylflut: Welche Unterbringungskapazitäten sind dafür notwendig?

Westsachsen/Zwickau.-
Auf dem Gelände des Asylantenheims an der Kopernikusstraße im Zwickauer Stadtteil Weißenborn wird gerade ein neuer Komplex aus dem Boden gestampft. Offenbar erfolgen die Bauarbeiten unter großem Zeitdruck. An den sächsischen Außengrenzen kündigt sich bereits seit einigen Monaten eine neue Asylwelle an.
Die politisch Verantwortlichen in Zwickau, die sich trotz mehrfacher Nachfragen zu diesem Thema bisher nicht äußern wollen, scheinen sich angesichts solcher Neubauprojekte durchaus im klaren darüber zu sein, welche Invasion sich diesmal zusammenbrauen könnte. Selbst auf dem Höhepunkt des Asyltsunamis von 2015 bestand für derartige Neubaumaßnahmen in Zwickau kein Anlass. Zwar schrieb das Konkurrenzblatt „Freie“ Presse im Juli 2020 davon, dass die Kapazität von 200 auf 150 Plätze reduziert werden solle. Doch welchen Wert haben die Aussagen einer Redaktion, die vorgefertigte Pressemitteilungen als eigene Berichterstattung verkauft? Hier ein Beispiel: WSZ berichtete.
Das Zwickauer Rathaus ist seit Monaten mit Parolen der Pro-Einwanderungs-Kampagne „Weltoffene Kommune - Wir sind dabei!“ beflaggt. Die Organisatoren dieser Kampagne, darunter die Bertelsmann-Stiftung, haben sich zum Ziel gesetzt, die teilnehmenden Kommunen fit für mehr Einwanderung zu machen. Oberbürgermeisterin Constance Arndt (BfZ) bezeichnet die Aktion als ihr „sehr wichtig“. Dass ihr Lockruf so schnell Früchte tragen würde, dürfte sie selbst überrascht haben.
Das RechercheTeam der Westsächsischen Zeitung hat der Zwickauer Stadtspitze einen Fragenkatalog vorgelegt, auf welches Szenario man sich derzeit vorbereitet und welche Kapazitäten man bereitzustellen gedenkt. Über die Beantwortung werden wir berichten, sobald diese erfolgt ist.
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Donnerstag, 21. Oktober 2021

Neue Ausstellung: Träumerische Werke einer jungen Künstlerin

Westsachsen/Zwickau.-
Am Dienstag dem 19.10.2021 wurde in der Kleinen Galerie der Werdauer Stadthalle eine neue Ausstellung im Foyer vorbereitet. Ab heute und bis zum 23.01.2022 können die Werke der jungen Künstlerin Larissa Scholz aus Blankenhain bewundert werden.
Das Zeichnen begleitet die 18-jährige Auszubildende bereits seit der Kindheit: „früher habe ich während meiner Grundschulzeit zusammen mit meiner Schwester die Tiere aus dem riesigen Tierbuch meiner Mutter abgemalt.“ Mittlerweile ist Larissa mit der Schule fertig und lässt sich nun als Maßschneiderin ausbilden.
Dass sie ihre kreative Ader nicht verloren hat, lässt sich nicht nur am angestrebten Beruf ablesen, sondern auch an der Vielzahl ihrer bunten und träumerischen Kunstwerke aus Ölfarben, Blei- und Buntstiften. Die Werke entführen den Betrachter in eine andere, phantasievolle Welt und laden zum Träumen und Gedankenschweifen ein. Larissa Scholz möchte nach eigner Aussage die Betrachter berühren und Emotionen und Gedanken weitergeben. Dies gelingt ihr - ganz egal ob mit ihren romantisch gestalteten Weihnachtskugeln (auf A4), dem Blick in die Ferne oder den filigranen Frauenbildern, Larissa Scholz ist ein junger und leuchtender Stern am Künstlerhimmel.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Werdau

Mittwoch, 20. Oktober 2021

47 Millionen verzockt: Mehrere Stadträte in Sparkassenaffäre verstrickt

Westsachsen/Zwickau/Frankfurt.-
Der Hinweis kam überraschend aus einer Ecke, die man zunächst nicht vermutet, wenn es um die Sparkasse Zwickau geht. Prof. Dr. Ralf Jasny vom Fachbereich Wirtschaft und Recht an der University of Applied Sciences in Frankfurt am Main (Foto oben), der regelmäßig die Sparkassen bundesweit untersucht, meldet sich in der Wirtschaftsredaktion der Westsächsischen Zeitung mit der Frage, ob denn hier schon aufgefallen sei, dass die Sparkasse Zwickau entgegen ihrem öffentlichen Auftrag mit dem Geld ihrer Kunden an der Börse spekuliert. Mit Verweis auf den Jahresabschlussbericht von 2020 entlässt er uns in die Recherche.
Was hierbei bisher zutage gefördert wurde, ist bemerkenswert, zum Teil beängstigend, auf jeden Fall schädlich für die Allgemeinheit, insbesondere für die Sparkassenkunden. Wir erinnern uns: Die Sparkasse Zwickau verstößt im Schulterschluss mit der Zwickauer Justiz und der Rathausspitze wissentlich und regelmäßig gegen geltendes Recht (WSZ berichtete mehrmals). Diese Rechtsverstöße sind allen Beteiligten spätestens seit gestern bekannt. Eine Mail mit der Frage „Was werden Sie zu tun, diese ungeheuerlichen Vorwürfe aus der Welt zu schaffen, um das Ansehen Zwickaus nicht weiter zu schädigen?“ ging an die Stadtspitze (OB Arndt, Finanzbürgermeister Lasch), die Verwaltungsräte (Landrat Scheurer, die Stadträte Juraschka, Itzek, Otto, Luther, Reischl, Beierlein) und die Pressestelle der Sparkasse Zwickau raus.
Während wir auf die Antworten warten, beleuchten wir kurz die Hintergründe. Auf Seite 7 des Jahresabschlussberichtes 2020 befindet sich im unteren Drittel verklausuliert der entscheidende Hinweis: „... Aufgrund des im März 2020 eingetretenen massiven Kursverfalls an den Aktienmärkten durch die Corona-Pandemie hat die Sparkasse zur Risikoreduzierung Aktienpositionen verkauft sowie Absicherungsgeschäfte getätigt. Im Ergebnis haben wir nicht an der auf die Absicherung folgenden Kurserholung partizipiert. Bezogen auf den 31. Dezember 2020 ergibt sich somit im Masterfonds ein Bewertungsaufwand von 40,4 Mio. EUR. Der Verlust wird insbesondere durch das Fondssegment A-Horch-Euro-Aktien in Höhe von 47,4 Mio. EUR geprägt ...“. Das heißt im Klartext, die Sparkassenvorstände haben sich verzockt und dann kalte Füße bekommen. Sprich, zur Unzeit verkauft. So etwas kann passieren, selbstverständlich. Pech gehabt? Nein. Die Sparkasse Zwickau darf zwar ihre Kunden zu Aktiengeschäften beraten und Empfehlungen abgeben, als öffentlich rechtliches Kreditinstitut ist ihre Aufgabe laut Sparkassengesetz die Versorgung der Bevölkerung mit Geld- und Kreditleistungen – nicht die Spekulation mit Kundengeldern. Ein Verlust in dieser Größenordnung deutet nicht nur auf ein Versagen des Vorstands hin, sondern auch auf ein Versagen des Kontrollgremiums, des Verwaltungsrats.
Und der Verwaltungsrat? Nun ja, zur qualitativen Zusammensetzung der Mitglieder ist auch noch einiges zu sagen. Prof. Dr. Ralf Jasny gibt zu bedenken: „Jeder, der ein Auto fahren will, muss zuerst eine Führerscheinprüfung ablegen. Ein Arzt muss studieren, bevor er operieren darf. Zur Qualifikation als Verwaltungsratsmitglied genügt es, wenn man volljährig ist“.
In der Tat verwundert es bei genauer Betrachtung schon, wer sich von den Stadträten zum Sparkassenkontrollgremium hingezogen fühlt. Da ist zunächst der Vorsitzende, Landrat Christoph Scheurer. Ein enger Freund von Oberstaatsanwalt Jörg Rzehak. Dieser verhindert seit Jahren die Aufklärung im Fall der illegalen Ablösung eines Darlehens (WSZ berichtete). Die Sparkasse Zwickau hatte einer Kundin rund 11.000 Euro entwendet, indem sie behauptete, diese hätte die Ablösung gewollt. Die entsprechenden Unterlagen mit dem angeblichen Ablösungswunsch existieren jedoch nicht. Rzehak weiß das, ermittelt aber trotzdem nicht gegen die Sparkasse Zwickau. Denn dann würde er indirekt die Mittäterschaft seines Freundes Landrat Christoph Scheurer aufdecken, der als Verwaltungsrat eine Kontrollfunktion gegenüber der Sparkasse hat und damit in der Verantwortung steht. Originaltext im Sächsischen Sparkassengesetz (SächsSparkG) unter §8, Abs. 3, Satz 3: „Der Verwaltungsrat bestimmt die Richtlinien der Geschäftspolitik und hat die Geschäftsführung und das operative Geschäft der Sparkasse Zwickau zu überwachen“. Dies wurde bisher von ALLEN Verwaltungsräten sträflich vernachlässigt.
Jens Juraschka, Vorsitzender des Vereins „Gemeinsam Ziele erreichen“, hat jedenfalls kein Interesse daran, unangenehm als Sparkassen-Kontrolleur aufzufallen. Bekommt sein Verein doch regelmäßig Spenden von dort zugeschanzt. Auch Sven Itzek ist als Immobilienmakler auf gute Beziehungen zum Kreditinstitut angewiesen. Zur Rolle der restlichen Mitglieder wird von hier aus noch recherchiert und auf die Antwort aus dem Rathaus gewartet.
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Achtung, Hochspannung: 3.000 Passagiere und ein Mörder auf der Jagd

Westsachsen/Bad Elster.-
Am Sonntag, den 31. Oktober präsentiert das renommierte Berliner Kriminaltheater um 19.30 Uhr im König Albert Theater Bad Elster erstmalig eine fesselnde Bühnenadaption des Bestsellers »Passagier 23« von Deutschlands erfolgreichstem Thriller-Autor Sebastian Fitzek in der Regie von Thomas Wingrich: Achtung, Hochspannung!
23 sind es jedes Jahr weltweit, die während einer Reise mit einem Kreuzfahrtschiff verschwinden. 23, bei denen man nie erfährt, was passiert ist. Noch nie ist jemand zurückgekommen. Bis jetzt, bis auf Anouk, einem Mädchen, das vor einem halben Jahr mit seiner Mutter verschwand. Anouk, die wieder auftaucht. In ihrem Arm hält sie einen Teddybär. Und es ist nicht ihr eigener. Der mysteriöse Anruf kommt mitten während eines Einsatzes. Der Polizeipsychologe Martin Schwartz muss sofort nach England reisen und an Bord des Kreuzfahrtschiffs »Sultan of the Seas« kommen. Das Schiff legt ab, begibt sich auf den Weg nach New York. 3.000 Passagiere, ein traumatisiertes Mädchen, ein zutiefst verstörter Polizeipsychologe – und ein Mörder auf der Jagd...
Rest-Tickets: 037437/ 53 900 | www.koenig-albert-theater.de

Collegium Musicum: Orchester erhält Spende für mehr Durchblick

Westsachsen/Werdau.-
Notenblätter lesen in schlecht erhellten Sälen, das gehört für das Collegium Musicum mit Unterstützung der Stadtwerke Werdau GmbH und der Gebäude- und Grundstücksverwaltungs GmbH der Vergangenheit an. Die beiden kommunalen Unternehmen verstehen sich als verlässliche Partner für Kunst- und Kulturliebhaber in unserer Stadt und dies erst recht in den zurückliegenden schwierigen Zeiten.
Mit Hilfe einer Spende in Höhe von insgesamt 1.000 Euro konnten sich die rund 30 Musiker der Stammbesetzung des Ensembles aus Werdau eine dringend benötigte mobile Beleuchtung für ihr gemeinsames Instrumentenspiel anschaffen. „Das ist jetzt ein ganz anderes Proben. Gerade auch bei den älteren Musikern, die mit den vielen kleinen Noten bei schlechter Beleuchtung ein paar Probleme haben. Es ist absolut toll und für die Unterstützung sind wir sehr dankbar“, sagt Heike Angermann, die im Collegium Musicum den Kontrabass spielt. Jetzt freut sich das Ensemble auf die geplanten Aufführungen von „Die Geschöpfe des Prometheus“ und „Das Lied von der Glocke“ am 19. und 20. November und hofft auf zahlreiche Besucher. Einmal mehr zeigt sich, was man gemeinsam erreichen kann.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Werdau

Freitag, 15. Oktober 2021

Bad Elster: Neue Erlebnis- und Lichtwelt in den Königlichen Anlagen

Westsachsen/Bad Elster.- Das Sächsische Staatsbad – die Kultur- und Festspielstadt Bad Elster - erstrahlt in einem völlig neuen Licht: In der besonderen Aufenthaltsqualität aus Natur, Kultur und Gesundheit erwartet die Gäste eine neue, faszinierende Erlebnis- und Lichterwelt Königlicher Anlagen. Das Gemeinschaftsprojekt der Sächsischen Staatsbäder GmbH und der Chursächsischen Veranstaltungsgesellschaft wurde am vergangenen Wochenende mit Beginn der Dämmerung und dem Erstrahlen der neuen Lichterwelt in den Königliche Anlagen initiiert und dann ab sofort täglich, 365 Tage im Jahr kostenfrei zugänglich sein. Denn Bad Elster bietet mit seinen weitläufigen historischen Parkanlagen, der mondänen Bäderarchitektur und der einmaligen „Festspielmeile der kurzen Wege“ seit der Ernennung zum Königlich-Sächsischen Staatsbad 1848 eine einzigartige Erholungslandschaft, die von berühmten Gartenarchitekten Europas ganz bewusst für diesen Zweck gestaltet wurde. Diese besondere Architekturlandschaft als Zentrum des Heilbades bekommt nun mit einem europaweit einzigartigen, ganzjährigen Illuminationserlebnis eine ganz neue Aufmerksamkeitsdimension! Im Zuge der begleitenden Außendarstellung dieser neuen Erlebnis- und Lichterwelt werden die Königlichen Anlagen Bad Elster somit nicht nur am Tag sondern auch bei Nacht bewusst inszeniert, um mit erweiterten Aufenthaltsaspekten erfolgreich touristische Impulse für die ganze Musik- und Bäderregion im Herzen Europas zu setzen. „Durch die stilvolle Beleuchtung erhoffen wir uns neben neuer Impulse für die einzigartigen Königlichen Anlagen als Teil des kulturellen Erbe Sachsens natürlich auch neue Besucher- und Gästezielgruppen, welche die stimmige Aufenthaltsqualität Bad Elsters aus dem Dreiklang Natur, Kultur & Gesundheit bewusst genießen und damit auch zur touristischen Wertschöpfung der ganzen Region beitragen,“ ist Florian Merz, Generalmusikdirektor und Geschäftsführender Intendant der Chursächsischen Veranstaltungs GmbH optimistisch.
ERLEBNISWELT AM TAG
Ein Besuch der Königlichen Anlagen Bad Elster ist bereits am Tag ein Erlebnis: Das harmonische Ensemble der über 170-jährigen historischen Parkanlagen aus farbenprächtigem Blütenmeer, reizvollen Themengärten und Kleinoden rund um die stilprägenden Bauten der Bäderarchitektur und den Veranstaltungsstätten ist ein kulturelles Erbe sächsischer Geschichte sowie deren zeitgemäßer Fortschreibung und ein touristisches Aushängeschild im Kulturreiseland Sachsen. „Mit der attraktiven Lichtinszenierung, die elegant und zurückgenommen die Königlichen Anlagen unterstreicht, möchten wir Sie das ganze Jahr über zum Flanieren einladen: am Tag und in der Nacht, auch ganz besonders jetzt zur Belebung der dunkleren Jahreszeit. Entdecken Sie die Schönheiten Bad Elsters, am Tag von der Sonne angestrahlt; und welchen überraschenden Erlebnischarakter zum Beispiel die detailreichen Kunstwerke durch die abendliche Spezialbeleuchtung erhalten. Zukünftig ist geplant, gemeinsam mit unserem Partner, der Chursächsischen Veranstaltungs Gesellschaft, immer wieder neue Anreize zu einem Besuch der Erlebnis- und Lichterwelt zu geben und somit zusätzlich zu unseren Gesundheits- und Kulturgästen auch Park- und Architekturliebhaber, Bildungs- und Individualreisende anzusprechen“, stellt Gernot Ressler, Geschäftsführer Sächsische Staatsbäder GmbH, in Aussicht.
Ein besonderer Erlebniswert wird durch einen Aufenthalt in der Soletherme & Saunawelt Bad Elster, im Therapie- und Wohlfühlzentrum des historischen Albert Bads oder bei einem Besuch der ca. 1.000 Veranstaltungen pro Jahr in einer der historischen Veranstaltungsstätten auf der »Festspielmeile der kurzen Wege« wie dem König Albert Theater und dem NaturTheater generiert. Außerdem laden zahlreiche Erlebnisangebote wie der Genuss von Mineralheilquellen in der architektonisch-reizvollen Marienquelle, die eindrucksvolle Dauerausstellung zur Ortsentwicklung im Sächsischen Bademuseum, ein moderner Fitness- und Motorikpark®, verschiedenste Themenführungen und Kunstausstellungen oder saisonale Großevents wie die etablierten „Chursächsischen“ Kulturfestivals, die berühmte Rhododendronblüte, die EQUIPAGE BAD ELSTER oder das Brunnen- und Herbstfest jährlich Tausende BesucherInnen in die Königlichen Anlagen der Kultur- und Festspielstadt Bad Elster ein.
LICHTERWELT BEI NACHT
Ein deutschlandweit einzigartiges, hochmodernes Lichtdesign inszeniert die Königlichen Anlagen Bad Elster ab dem 9. Oktober zu jeder Jahreszeit in einer strahlenden neuen Lichterwelt. Zahlreiche kunstvolle Illuminationen visualisieren kreativ die historische Gesamtanlage in einer ganz neuen Aufenthaltsdimension: Die BesucherInnen flanieren durch weitläufige gepflegte Parkanlagen, lassen ihre Sinne berühren und wandeln über erleuchtete Promenadenwege vom Albert Park über den Badeplatz bis hin zum Waldpark. Dabei werden die Schönheiten Bad Elsters an atmosphärischen Orten, durch schimmernde Wasserspiele und in glühender Naturkulisse ganz neu erlebbar: Gäste wandeln auf erhellten Wegen zu mystischen Orten und erleuchteten Kunstwerken in einer Welt aus Licht – Als Abendspaziergang im funkelnden Lichterspiel.
LICHTDESIGN
Die Konzeption des modernen Lichtdesigns erfolgte seit 2017 durch die Lichtdesignerin Ulrike Birnbaum vom Büro für Architektonische Lichtplanung aus Görlitz in enger Abstimmung mit dem Projektsteuerungsteam aus Sächsischer Staatsbäder GmbH und Chursächsischer Veranstaltungs GmbH. „Wir haben mit dem Projekt ein zusammenhängendes Lichtnetz geschaffen, das Plätze von Interesse in den Königlichen Anlagen akzentuiert und in einer Erlebniswelt voll satter Lichtklänge und umhüllender Farben miteinander verbindet. Was die Besucher hier in den Abendstunden ab morgen erwartet, ist einmalig. Ich kenne kein vergleichbares Areal in Europa in dieser Größenordnung und Qualität, das wie Bad Elster so voller Geschichten und Kultur steckt, aufgewertet durch die Lichtinszenierung.“ schwärmt Lichtdesignerin Ulrike Birnbaum. Da das gesamte Areal aus denkmalgeschützten Gebäuden und Parkanlagen besteht, war die größte Herausforderung, die Denkmalschutzvorgaben mit dem Projekt behutsam in Einklang zu bringen. Die gesamte Installation soll bei Tag möglichst unauffällig, ohne sichtbare Kabel etc. bleiben.
SCHONENDE TECHNOLOGIE
Das Thema „Light Pollution“ war von Anfang ein wichtiger Teil der Umsetzungsgedanken aller Beteiligten. Vor allem durch die Nutzung schonender Technologie, die eher sanfte Beleuchtungsintensität und Ausrichtung, die gezielte Inszenierungsführung bzw. die konzentrierte Naturinszenierung als Teil der Wegeführung gästefrequentierter Bereiche und die deutliche Begrenzung der Nutzungsdauer bis Mitternacht wurden sinnvolle Maßnahmen zum behutsamen Umgang mit der natürlichen Umwelt gewählt. Um die Lichtverschmutzung zu vermeiden, sind zusätzlich alle Leuchten über ein Lichtsteuerungssystem gekoppelt, das Dämmerung und Wetter misst und die Funktionalität der Leuchten über zuvor eingespielte Programme darauf abstimmt. Die Lichtdesignerin Ulrike Birnbaum erklärt dazu: „Zum Schutz von Insekten sind nur LED-Lichtquellen zum Einsatz gekommen, welche die höheren Spektralbereiche emittieren, sprich in warmweiße Töne tendieren. Die spezifizierten und verbauten Leuchten sind von den Herstellern alle entsprechenden Tests unterzogen worden - die Qualität der LEDs in den Leuchten ist diesbezüglich sehr hoch und insektenfreundlich.“ Parkmöglichkeiten für Besucher bestehen im Parkhaus „Zentrum / Albert Bad“ sowie kostenfrei am großen Besucherparkplatz am Ortseingang.

Mittwoch, 13. Oktober 2021

Feuerwehreinsatz: 25 Kameraden bekämpfen PKW-Brand

Westsachsen/Werdau.-
Am Dienstag Abend gegen 22:30 Uhr wurden die Ortsfeuerwehren aus Werdau und Langenhessen zu einem PKW-Brand alarmiert. Auf einem Parkplatz an der Gneisenaustraße standen beim Eintreffen der Kameraden zwei PKW im Vollbrand. Durch richtiges taktisches Vorgehen konnte ein Übergreifen auf einen weiteren PKW verhindert werden.
Da aus den Fahrzeugen auch Betriebsstoffe ausgelaufen sind, wurde zur Aufnahme dieser und zur Reinigung der Parkflächen eine Fachfirma angefordert. Nach über zwei Stunden war der Einsatz für die 25 angerückten Kameraden beendet.
Ebenfalls am Einsatzort war ein Rettungswagen der DRK-Rettungswache Werdau und die Polizei. Verletzt wurde niemand, die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.
Quelle und Foto: Feuerwehr Werdau

Dienstag, 12. Oktober 2021

Stadtführung für Jedermann : Greiz - fürstlich vogtländisch

Westsachsen/Ostthüringen/Greiz.-
Gehen Sie mit dem Gästeführer der Tourist-Information Greiz auf Entdeckungstour und lernen Sie die ehemalige Residenzstadt Greiz während des Rundganges kennen und lieben. Haben Sie sich schon immer gefragt, wer im Unteren Schloss wohnte und welche Funktion die Alte Wache hatte? Dann kommen Sie mit auf die spannende Erkundungstour. Sie erfahren interessante Details zur Geschichte der Stadtkirche St. Marien, werden am Greizer Schlossgarten vorbei zum Röhrenbrunnen geführt und bestaunen die schönen Architekturdekors der im Jugendstil erbauten Straßenzüge. Das Rathaus mit dem Marktplatz und dem Marktbrunnen bilden den Abschluss Ihres Ausfluges in die Geschichte und die Gegenwart unserer Stadt. Infos und Anmeldung unter www.greiz.de / tourismus@greiz.de
Termin: Samstag, 16. Oktober 2021
Preise: Erwachsene 5,00 Euro / Kinder 3,00 Euro
Tickets: nur im Vorverkauf in der Tourist-Information im Unteren Schloss Greiz
Treffpunkt: Greiz, Unteres Schloss, Burgplatz 12, Tourist-Information
Zeit: 14.00 Uhr  Dauer rund 90 Minuten
Wichtige Hinweise: Für die Stadtführung bitten wir um vorherige Anmeldung. Die Teilnahmetickets sind im Vorverkauf, bzw. bis max. 15 Minuten vor Beginn der Führung, in der Tourist-Information Greiz im Unteren Schloss, Burgplatz 12, erhältlich. Eine Teilnahme an dem Rundgang ist nur mit gültigem Ticket möglich. Die Hygiene- und Abstandsregeln sind während des Rundganges einzuhalten.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Greiz

Freitag, 8. Oktober 2021

Große Modellbahnschau sorgt für abwechslungsreichen Fahrbetrieb

Westsachsen/Langenhessen.-
Da im letzten Jahr die Ausstellung „Große Modellbahnschau“ kurzfristig ausfallen musste, freuen sich die Mitglieder des Modellbahnclub Langenhessen e.V. nun umso mehr auf die diesjährige Präsentation der Anlagen. Am 13./14./17./20. und 21. November ist die Schau in der Zeit von 10 bis 17 Uhr im Koberbachcentrum Werdau/ OT Langenhessen zu sehen.
Unter schwierigen und ungewissen Bedingungen ließen die Mitglieder ihrer Kreativität freien Lauf und arbeiteten, teils viele Stunden zuhause, an der weiteren Gestaltung der Clubanlagen. Besonders stolz sind die Modellbahner auf ihre transportablen Großanlagen. Neben den am Bahnhof Werdau angegliederten Bahnbetriebswerk Werdau in H0, welches elektronisch weiter ausgerüstet sowie die Gestaltung der Umgebung vervollständigt wurde, zeigen die Mitglieder auch in diesem Jahr ihre Gartenbahn. Diese ist vor allem bei unseren kleinsten Gästen sehr beliebt und lädt dabei zum Staunen und Verweilen ein.
Eine weitere ausgestellte Clubanlage ist die große Spur 1 Modellbahn nach erzgebirgischem Vorbild. Diese wird durch ein privat gebautes Modul mit dem Modell einer Brücke der Brückenbergkohlenbahn aus Zwickau/Pöhlau vervollständigt. Immer wieder ein Highlight der Ausstellung ist die große Gleiswendel der Modulanlage in Spur N. Zudem ermöglicht der bereits 2019 präsentierte Abzweig einen interessanten und abwechslungsreichen Fahrbetrieb.
Eine Abwechslung zu den großen Vereinsanlagen bieten auch in diesem Jahr wie gewohnt, kleinere Heimanlagen von mehreren Modellbahnfreunden. Dazu zählen neben dem Modell eines Bahnbetriebswerks in Spur TT die eher weniger bekannte britische Spurweite 00 im Maßstab 1:76. Anlage und Fahrzeuge sind nach britischem Vorbild gebaut. Es wird aber auch etwas historisch in diesem Jahr. Aufgebaut wird eine Heimanlage aus Langenhessen, welche in unzähligen Stunden bereits ab 1960 in der Spurweite H0 entstanden ist.
Wie gewohnt können Modellbahnartikel, Puppenstuben und Geschenkartikel gekauft werden. Die bei den Kindern beliebte Bastelstraße wird ein weiteres Mal von der Firma Auhagen unterstützt und bietet Raum zum Basteln und zum kreativen Gestalten.
Natürlich soll auch dazu angeregt werden, selbst aktiv zu werden. Die Mitglieder freuen sich stets über „Modelleisenbahnerzuwachs“. Egal ob groß oder klein, jung oder alt, jeder ist herzlich willkommen. Gegenwärtig umfasst die Mitgliederzahl des Modellbahnclubs Langenhessen e.V. 19 Mitglieder. Vereinsvorsitzender ist Markus Pecher. Getroffen wird sich freitags ab 16 Uhr in den vereinseigenen Clubräumen in Werdau.
Aus aktuellem Anlass bitten wir unsere Besucher die aktuellen Corona-Bestimmungen zu beachten. Mit dem Einhalten dieser Regeln kann die Ausstellung von jedermann in Ruhe genossen werden. Die Mitglieder des Modellbahnclub Langenhessen e.V. freuen sich auf Ihren Besuch und auf interessante und ereignisreiche Tage für die ganze Familie rund um das Thema „Eisenbahn“.
Quelle und Foto: Modellbahnclub Langenhessen e.V.

Herbstfest im Zwergenland: Ein Duft von Waffeln zog durch's Haus

Westsachsen/Werdau.-
Am 1. Oktober fand in der Kita „Zwergenland“ das diesjährige Herbstfest statt. Schon früh am Morgen waren die Vorbereitungen in vollem Gange. Es wurden mit Hilfe einiger Muttis fleißig Waffeln gebacken. Der wunderbare Duft der Waffeln zog sich durch das ganze Haus.
Bei super sonnigem Herbstwetter ging es nach dem Frühstück für alle Kinder gleich in den Garten. Die Kleinen waren total aufgeregt, weil sie nicht wussten, was sie dort erwartete. Im herbstlich geschmückten Pavillon, der im Vorfeld vom Elternrat aufgestellt wurde, trafen sich alle Kinder und Erzieherinnen. Um 9 Uhr eröffneten wir gemeinsam das Fest. Im Anschluss gab es dann für alle Zwerge die leckeren Waffeln und dazu Kinderbowle.
In der Zeit in der sich die Kinder die Leckereien schmecken ließen, wurde am Eingang der Kita eine Bühne mit verschiedenen Requisiten aufgebaut. Die Spannung bei den Kindern wurde immer größer. Nun endlich war es soweit und die Kleinen wurden von Fridolin dem Zauberer begrüßt. Mit seiner tollen Show begeisterte er klein und groß. Es durften sogar einige Kinder mit Fridolin zusammen zaubern. Das war natürlich für die Kinder das Größte. Die 50-minütige Show brachte die Kinder oft zum Lachen, aber auch bei manchen Tricks zum Staunen. Mit einem riesen Applaus wurde Fridolin von allen herzlichst verabschiedet und vielleicht kommt er mal wieder in unsere Kita. Alle würden sich sehr darüber freuen.
Mit Wiener Würstchen und Apfelsaft, was ebenfalls draußen im Garten serviert wurde, ging das Herbstfest dann langsam zu Ende. Es war für alle Kinder und Erzieherinnen ein gelungenes Fest und ein unvergessener Tag.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Werdau

Mittwoch, 6. Oktober 2021

Ehrung für die Stasi: Wer bekommt als nächstes ein Bäumchen?

Westsachsen/Zwickau.- Nachdem zu Ehren von Bernd Meyer ein Bäumchen gepflanzt wurde, schlugen die Wellen in der Bevölkerung hoch (WSZ berichtete). Jetzt wurde die Gedenktafel für den Ex-Finanzbürgermeister und ehemaligen SED-Kreissekretär (SED/PDS/Linkspartei/DIE LINKE) am Fuße des Baumes entfernt. Die Stadtverwaltung will Anzeige erstatten, weiß aber nicht gegen wen. Wer sollte ein Interesse daran haben, die Erinnerung an den so hoch gelobten 70-jährigen auszulöschen?
Da wäre zunächst der Geehrte selbst. Wie man hört, ist es ihm Ende der 1980er Jahre recht gut gelungen, seine SED/MfS-Vergangenheit unter den Teppich zu kehren. Vielleicht war ihm der Nachruf auf sein Bürgermeisterleben ebenfalls peinlich. Andererseits hätte auch die Oberbürgermeisterin allen Grund, die Ehrentafel in einer Nacht- und Nebelaktion verschwinden zu lassen. Damit erspart sie sich die Antwort auf die von mehreren Stadträten gestellte Frage nach Entfernung derselben.
Unterdessen witzelt man hinter vorgehaltener Hand, wer wohl als nächstes ein Bäumchen gepflanzt bekommt. Die Auswahl an infrage kommenden Ex-Stasileuten ist in Zwickau groß, nicht nur in der Stadtverwaltung. Inzwischen ist allgemein bekannt, dass auch die Zwickauer Justiz mit ehemaligen MfS-Mitarbeitern durchsetzt ist. Zwei Namen tauchen in diesem Zusammenhang immer wieder auf: Oberstaatsanwalt Uwe Wiegner und Staatsanwalt Jörg Rzehak. Der Gedanke ist gruselig, drängt sich jedoch geradezu auf: Auch bei der Rechtsprechung wirken die alten Kräfte weiterhin reibungslos zusammen. So könnte man vermuten, dass der ehemalige Stasi-Befehlshaber Bernd Meyer in der Zwickauer Sparkassenaffäre als Finanzbürgermeister kräftig mitgemischt hat. Verbindungen zur DDR-Staatsanwaltschaft sind sehr wahrscheinlich.
Zur Erinnerung: Im vergangenen Jahr wurde bestätigt, dass die Sparkasse Zwickau im Schulterschluss mit der Zwickauer Justiz und der Rathausspitze wissentlich und regelmäßig gegen geltendes Recht verstößt (WSZ berichtete). Wie sollte dies unbehelligt möglich sein, wenn nicht durch weiterhin gut funktionierende Stasi-Seilschaften? Die Personalie Bernd Meyer als oberster Stasi-Chef in Zwickau und Staatsanwälte, die bereits zu DDR-Zeiten auf dem Posten waren und heute noch sind. Selbstverständlich werden die nicht gegen eine kriminell agierende Sparkasse vorgehen, mit der Finanzbürgermeister und GGZ-Aufsichtsrat Bernd Meyer gute Geschäfte macht. Das wäre kontraproduktiv und widerspricht dem Ehrenkodex der (SED-)Funktionäre.
Jetzt liegt es an den Stadträten und den Zwickauern selbst, zu entscheiden, wie sie mit diesem Wissen umgehen wollen.

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Dienstag, 5. Oktober 2021

Traditionelle Dampftage: Museumsteam hofft auf zahlreiche Besucher

Westsachsen/Werdau.-
Die Pilzsaison 2021 ist noch nicht zu Ende. Viele Pilzsucher hoffen noch auf den letzten Metern des Jahres ihre Körbe mit den schmackhaften Pilzen der Region füllen zu können. Im Werdauer Stadt- und Dampfmaschinenmuseum hatten mehrere Pilzberater der Region am Sonntag, dem Tag der deutschen Einheit, viel zu tun. Etwa 130 Besucher schauten sich die zahlreichen Exemplare an und brachten eigene Funde zur Beratung vor Ort mit.
Die erste Pilzausstellung gab es 1987 im Museum Werdau. Seitdem ist es zur Tradition geworden einmal jährlich diese Ausstellung den „Pilzfreunden“ zu zeigen. Dafür einen herzlichen Dank an Frank Schuster und seine Kollegen der Pilzberater Südwestsachsen e.V.
Bei dem schönen Wetter drehten die Gartenbahnen ihre Runden und die Besucher konnten die Werke der Künstlergruppe Viertel in der diesjährigen Kunstausstellung betrachten. Am kommenden Wochenende, dem 9. und 10. Oktober, finden die traditionellen Dampftage statt.“ Auch hier hofft das Team des Stadt- und Dampfmaschinenmuseum Werdau auf zahlreiche Besucher.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Werdau

Dirk Steffens in Bad Elster: Liebeserklärung an die Erde

Westsachsen/Bad Elster.-
Am Samstag, den 16. Oktober, gastiert Abenteurer und TV-Star Dirk Steffens um 19.30 Uhr mit einem höchst interessanten Vortrag zum aktuellen »Living Planet – Report« im König Albert Theater Bad Elster. Deutschlands bekanntester Reise-, Natur- und Wissenschaftsmoderator („Terra X“) bereist seit fast einem Vierteljahrhundert die Erde. Sein aktueller Vortrag nimmt die Zuhörer mit zu seinen Lieblingsorten, erzählt von der Schönheit, aber auch von der Verletzlichkeit des blauen Planeten. Der Living Planet Report ist eine Liebeserklärung an die Erde - und zugleich seine Krankenakte. Auf der Basis aktueller naturwissenschaftlicher Erkenntnisse und als Augenzeuge des globalen Wandels vermittelt der Globetrotter und Wissenschaftsjournalist seinen Zuhörern einen umfassenden Eindruck davon, wie sehr die menschliche Zivilisation das Gesicht der Erde bereits verändert hat - und wie die Natur darauf reagiert. Sind Klimawandel, Artensterben und schwindende Ressourcen eine von Menschen verursachte Natur-Katastrohe? Warum ist Nachhaltigkeit für uns überlebenswichtig? Steffens präsentiert Umweltfakten ohne erhobenen Zeigefinger, dafür mit Begeisterung und Humor. Eine Erkenntnisreise rund um die Erde, von der Arktis bis in die Südsee, zu den Maori in Neuseeland, den San in der Kalahari und den Bewohnern der Osterinsel. Ein einmaliger Reisebericht vom Planeten Erde, spannend, informativ, unterhaltsam. Wissenschaftliche Grundlage des Vortrages ist der alle zwei Jahre erscheinende Living Planet Report des WWF. Tickets: 037437/ 53 900 | www.koenig-albert-theater.de

Sonntag, 3. Oktober 2021

Neue Stasi-Säuberungswelle: Bernd Meyer war erst der Anfang

Westsachsen/Zwickau.-
Die Empörung war groß, als zur Stadtratssitzung am vergangenen Donnerstag das Thema Stasi in der Stadtverwaltung zur Sprache kam. Zuvor war bekannt geworden, dass dem ehemaligen SED Kreissekretär und späteren Finanzbürgermeister Bernd Meyer (Foto oben | SED/PDS/Linkspartei/DIE LINKE) zu Ehren ein Bäumchen mit Widmung am Schwanenteich gepflanzt wurde (WSZ berichtete). Diese Ehrung empfanden etliche Stadträte und auch viele Zwickauer Bürger als empörend und unerträglich.
Die Stadträte Dr. Michael Luther und Karl-Ernst Müller stellten in ihren Anfragen die Sinnhaftigkeit dieser Aktion infrage. Luther meinte, wenn das jeder machen würde, dann könnte auch die NPD auf die Idee kommen, ihren Funktionären Bäume zu pflanzen, um ihnen zu huldigen. Das sei so nicht hinnehmbar. Müller ging noch einen Schritt weiter und sprach von sich als jemand, der aus einer Opfer-Familie stammt: „Es sind in den letzten Wochen ein paar Dinge passiert, die ich nicht akzeptieren kann. Das ist zum Ersten, dass die FDJ durch unsere Stadt zieht und dieses Haus schändet.“ Damit spielte er auf die Erstürmung des Rathausbalkons im März 2020 durch Mitglieder der ehemaligen SED-Jugendorganisation an (WSZ berichtete). „Zum Zweiten ist noch immer eine Broschüre zu tausenden Exemplaren in Umlauf und liegt im Rathaus aus, auf der das Konterfei von Bernd Göpfert, verkleidet als August Horch, zu sehen ist.“ Göpfert wurde 1989 als Nachfolger für den damaligen Oberbürgermeister Heiner Fischer (beide SED) gehandelt. Schlussendlich machte Rainer Eichhorn (CDU) das Rennen. „Zum Dritten finde ich es unverschämt“, so Müller weiter, „dass ein Mann wie Bernd Meyer, der diesem Unrechtssystem in hohem Range gedient hat, und ich kenne die Aussprüche dieses Herrn, als er noch als FDJ-Sekretär gedient hat...“ Hier fährt ihm die Oberbürgermeisterin in die Parade und mahnt zur Fragestellung. Karl-Ernst Müller will wissen, ob man seitens der Stadtverwaltung vor hat, weiterhin ohne eine gesetzliche Grundlage solche Aktionen durchzuführen. Er fragt außerdem, ob es vostellbar sei, dass dieses Schild entfernt wird. Die Antwort erfolgt laut Oberbürgermeisterin Constance Arndt schriftlich.
Seit der politischen Wende stellt sich die Frage nach dem Umgang mit ehemaligen SED- und Stasikadern regelmäßig. Im Jahre 2008 veröffentlichte die Zwickauer CDU einen Brandbrief mit der Überschrift: „Die Stasi macht wieder mobil - wehret den Anfängen!“. Damals ging es um die Frage, ob ein ehemaliger Stasi-Spitzel in einer Ausstellung von Dr. Edmund Käbisch mit Klarnamen genannt werden darf. Käbisch bekam damals Recht, durfte den Namen nennen. Die Probleme bleiben jedoch bis heute dieselben: Stasikader in so ziemlich allen öffentlichen Bereichen. Bernd Meyer hat es geschafft, sich 30 Jahre lang auf dem Posten zu halten. Wie viele weitere ehemalige Genossen noch immer in leitenden Positionen ihr Unwesen treiben, wird man sehen. Die Empörung darüber sollte jedoch erst der Anfang einer neuen Säuberungswelle sein.

Freitag, 1. Oktober 2021

Gaga-Zwickau: Grünen-Politiker bewirbt mutmaßliche Linksterroristen

Westsachsen/Zwickau.- Die Nachwehen der Bundestagswahl waren auch am Donnerstag während der Stadtratsitzung noch deutlich zu spüren. Vor allem ihrem wohl größten Verlierer, dem Grünen-Politiker Wolfgang Wetzel (Foto mit Maske links), steckte der Frust über sein niederschmetterndes Ergebnis noch deutlich sichtbar in den Knochen. Nicht ohne Grund, denn selbst die Wähler der Grünen hatten dem umtriebigen Caritas-Drogenberater, der am Ende der vergangenen Legislaturperiode für einen ausgeschiedenen Parteikollegen in den Bundestag nachrutschen konnte, eine schallende Ohrfeige erteilt.
Das trotz riesigem Werbeaufwand sehr magere Ergebnis der Grünen im Landkreis Zwickau von nur 4,9 Prozent unterbot Direktkandidat Wetzel noch einmal deutlich. Fast 20 Prozent der Grünen-Wähler hatten Wetzel ihre Erststimme versagt. Damit traf das ein, was man in Kreisen der sächsischen Grünen offensichtlich bereits im Vorfeld vermutet hatte, als man entschloss, Wetzel nicht als Listenkandidat aufzustellen, sondern ihm stattdessen lediglich die aussichtslose Rolle des Direktkandidaten zu überantworten.
Hinter dieser Entscheidung dürfte Kalkül gesteckt haben, denn auf der sächsischen Landesliste der Grünen suchte man offen linksextreme Agitatoren vom Schlage eines Wetzel oder Kasek vergeblich. Viel mehr war die Partei bemüht, sich einen bürgerlichen Anstrich zu verpassen. Wetzels peinliche Auftritte in der Vergangenheit scheinen selbst in der eigenen Partei als kontraproduktiv empfunden zu werden. Ungeachtet dessen bedankte sich Wetzel zur Stadtratssitzung am Donnerstag für an ihn gerichtete Glückwünsche und behauptete, einen „grandiosen Erfolg“ errungen zu haben.
Von wenig Erfolg hingegen war sein Denunziationsversuch gegen den Gewinner der hiesigen Direktwahl, den AfD-Kandidaten Mathias Moosdorf, geprägt, gegen den Wetzel seit seiner Wahlniederlage eine Hetz- und Diffamierungskampagne betreibt. In seiner Rede beschwerte er sich, dass Mossdorf in der Zeit des Wahlkampfes der Zwickauer Ballsaal „Neue Welt“ als Konzertort zur Verfügung gestellt worden war. Offenbar gilt es für den grünen Drogenberater als Selbstverständlichkeit, dass man einem international renommierten Musiker Auftrittsmöglichkeiten untersagt, sofern dieser nicht das linksgrüne Weltbild Wetzels teilt. Von der Zwickauer Stadtspitze erhielt er für seinen allzu plumpen Denunziationsversuch jedenfalls einen Korb.
Bemerkenswertes Detail am Rande des Geschehens war, dass Wetzel während der Stadtratssitzung für alle sichtbar für die linksextreme Gruppierung „Leipzig nimmt Platz“ warb, deren Mitglieder nach Angaben von Wetzels Parteifreund Jürgen Kasek vom Verfassungsschutz überwacht werden. Das sogenannte „Aktionsnetzwerk“ ist integraler Bestandteil der linksextremen Szene in Leipzig, aus deren Dunstkreis seit Jahren Verbrechen wie Angriffe auf Leib und Leben politisch Andersdenkender, Brandstiftungen, Sachbeschädigungen, Landfriedensbrüche und Angriffe auf Polizisten und Polizeieinrichtungen verübt werden. Das von Wetzel beworbene „Aktionsnetzwerk“ solidarisiert sich ebenfalls offen mit der linksterroristischen „Hammerbande“, gegen die derzeit vor dem Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts in Dresden verhandelt wird.
Das offene Tragen politischer Losungen ist Besuchern der Zwickauer Stadtratssitzungen ausdrücklich untersagt, wie auch Zwickaus Oberbürgermeisterin Constance Arndt (BfZ) am Donnerstag zu Beginn der Sitzung informierte. Unklar ist dagegen, ob sich dieses Verbot auch auf Werbung für verfassungsfeindliche Strukturen durch anwesende Stadträte bezieht. Ebenfalls unklar ist, wie es nach Ansicht der Zwickauer Stadtspitze mit der Würde des Hauses vereinbar ist, wenn Stadträte, die sich sonst gerne nach außen hin als „demokratisch“ und „rechtsstaatlich“ ausgeben, offen für verfassungsfeindliche Strukturen werben.
Das Recherche-Team der Westsächsischen Zeitung hat der Zwickauer Oberbürgermeisterin diesbezüglich eine Anfrage vorgelegt, über deren Beantwortung wir informieren werden, sobald diese erfolgt ist.
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