Freitag, 10. Juli 2020

Hilfegottesschachtstraße: Dritter Bauabschnitt beginnt

Westsachsen/Zwickau.- Die Bauarbeiten am Industrie- und Gewerbestandort Reichenbacher Straße sind seit März dieses Jahres wieder in vollem Gang. Nun ist der Bereich des 2. Bauabschnitts fast geschafft. In der kommenden Woche sind die Asphaltarbeiten vorgesehen. Ab 20. Juli werden die Nebenflächen hergestellt und Restarbeiten durchgeführt. Ab Montag, 27. Juli beginnt dann der Bau des letzten Abschnittes der Hilfegottesschachtstraße, der bis zur Reichenbacher Straße reicht.
Auch für diesen Abschnitt muss die Hilfegottesschachtstraße voll gesperrt werden. Das Anfahren der ansässigen Firmen erfolgt ab diesem Zeitpunkt rückwärtig übHilfegotteser die Flurstraße und Planstraße Süd. Entsprechende Wegweiser werden aufgestellt.
Die Erreichbarkeit der Firmen in der Hilfegottesschachtstraße 3, wie z. B. Nephrologisches Zentrum Zwickau (Dialyse), KS Autoglas oder Schankanlagen-Service Richter, erfolgt über die rückwertige Zuwegung. Die Stadt bittet bei der Benutzung dieser Zuwegung um angepasste Fahrweise und gegenseitige Rücksichtnahme.
Das Bauende der Gesamtbaumaßnahme ist für August 2021 vorgesehen. Die derzeit veranschlagten Baukosten für die Bauleistungen in Höhe von ca. 1.2 Mio Euro (Brutto) teilen sich Stadt, ZEV und WWZ. Dabei werden 85 Prozent des städtischen Anteiles hälftig durch den Bund bzw. den Freistaat über das Förderprogramm „Gemeinschaftsaufgabe - Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ getragen.

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

Donnerstag, 9. Juli 2020

Temporäres Museum: Kein nachhaltiger Wert für die Stadt?

Westsachsen/Zwickau.- Derzeit laufen die letzten Vorbereitungen auf die umstrittene 4. Sächsische Landesausstellung BOOM, die am kommenden Wochenende auf dem Gelände des Zwickauer August-Horch-Museums erstmals ihre Pforten öffnen soll. Schon zu Beginn dieser Woche hatte Baubürgermeisterin Kathrin Köhler (CDU), die demnächst in die Fußstapfen von Noch-Oberbürgermeisterin Pia Findeiß (SPD) treten möchte, das Mobilitätskonzept für die Ausstellung vorgestellt. Köhler konnte vermelden, dass wenige Tage vor Ausstellungsbeginn bereits eine der beiden dafür neu eingerichteten Bushaltestellen fertiggestellt sei.
Auch Kurator Thomas Spring gab sich betont optimistisch. Trotz der von der Landesregierung nach wie vor verhängten Abstandsregelungen und Hygienevorschriften im Zuge der Corona-Panik rechnet Spring noch immer mit der stolzen Anzahl von 110.000 Gästen, die seiner Meinung nach die Ausstellung besuchen würden.
Die Landesausstellung gilt als umstritten, weil Kritiker in ihr eine gigantische Verschwendung zulasten des sächsischen Steuerzahlers sehen. Zudem bleibe aufgrund des von den Ausrichtern als „modern“ empfundenen, nicht nachhaltigen Konzeptes der Ausstellung nach deren Ende keinerlei Wert für die Stadt erhalten. Das ehemalige Montagegebäude der Auto Union AG und des VEB Sachsenring sei eigens für die 4. Sächsische Landesausstellung zu einem temporären Museum für Industriekultur ertüchtigt worden, heißt es von Veranstalter-Seite. Ein Angebot zur anschließenden Nutzung der Räumlichkeiten für die Unterbringung des Stadtarchivs wurde durch den Stadtrat mit knapper Mehrheit abgelehnt. Baubürgermeisterin Köhler und der Stadtverband ihrer Partei hatten eine sachliche und zielführende Diskussion zu diesen Fragen bereits im vergangenen Jahr konsequent abgelehnt. (red)

Dienstag, 7. Juli 2020

Die Ferien stehen vor der Tür: Ein Gruß vom Lehrerkollektiv


Liebe Schüler und zukünftige Schulanfänger der Gerhart-Hauptmann Grundschule Werdau, in ein paar Tagen ist das aktuelle Schuljahr zu Ende und für euch beginnen die wohlverdienten Ferien. Das Lehrerkollektiv der GHS-Werdau freut sich schon auf die neuen Schulanfänger und die Übergabe der Zuckertüten am 29.08.2020. Um den Einstieg der Schulanfänger etwas zu erleichtern, werden die zukünftigen Viertklässler mithelfen. Sie haben schon eine Kleinigkeit vorbereitet, daher lasst euch überraschen. Wir wünschen allen schöne Ferien und gute Erholung und hoffen, dass nach den Ferien die Schule wieder in gewohnter Weise stattfinden kann. Von unseren Viertklässlern verabschieden wir uns wie immer mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Alles Gute auf eurem Weg!

Autor: GHS-Werdau, 03761-889318, E-Mail: ghs-werdau@t-online.de
Foto: Schüler und Schülerinnen der beiden zukünftigen vierten Klassen, der GHS-Werdau

Galerie am Domhof: Ausstellung „Zwei Malerinnen“ ab 19. Juli

Westsachsen/Zwickau.- „Zwei Malerinnen“ – in der Ausstellung in der Galerie am Domhof sind Werke von Mandy Friedrich und Ulrike Hahn zu sehen. Menschenbilder und Landschaften sind Sujets, die die Künstlerinnen auf großformatige Leinwand bannen. Pinselstrich für Pinselstrich entstehen farbstarke und stimmungsintensive Werke, die weniger Abbild der Wirklichkeit als vielmehr Sinnbild sind. Die Sonderausstellung wird vom 19. Juli bis 20.September gezeigt. Im Kabinett werden Werke von Heinz Fleischer präsentiert.
Mandy Friedrich und Ulrike Hahn trafen sich 2005 zu einer Ausstellungseröffnung in Berlin – am Anfang war die Farbe, eine unsichtbare Verbindung in Magenta und Rostrot. Von da aus zog sich der rote Faden zum gemeinsamen Pleinair in Domburg NL und zurück nach Berlin und Dresden. Ateliergespräche folgten, die Idee einer gemeinsamen Ausstellung wurde geboren und wird nun in der Galerie am Domhof in Zwickau Wirklichkeit.
Mandy Friedrich zeigt in der Ausstellung mit ihrer großformatigen Ölmalerei, die zwischen 2012 und 2020 entstand, hiesige Menschen und Landschaften, aber auch Impressionen aus Georgien, wohin die Malerin im Rahmen eines Stipendiums 2019 reiste. Alle Bilder eint der liebevolle Umgang zwischen Mensch, Tier und Natur. Die gegenwärtig gezeigten Bilder Ulrike Hahns sind vielseitig lesbar. Die Landschaften und figurativen Arbeiten ergänzen einander und zeugen von einer malerischen Auffassung mit sensitiver Farbgebung, die richtungsweisend ist und über das Formale hinausgeht. Allen Arbeiten gemein ist das atmosphärisch Aufgeladene und die Verdichtung des Gesehenen und Erlebten.
Gleichzeitig wird im sogenannten Kabinett der Galerie am Domhof die Ausstellung „da capo“ mit Werken von Heinz Fleischer gezeigt. Da die große Schau mit dem Titel „Retrospektive“, welche in Erinnerung an den Zwickauer Maler, Grafiker und Textilgestalter von der Galerie am Domhof zusammengestellt wurde, durch die Schließung der Museen wegen der Corona-Pandemie nur vier Tage für Besucher geöffnet war, zeigt die Galerie nun noch einmal ausgewählte Werke des Künstlers in einer Kabinettausstellung. Neben Malereien und farbig gestalteten Druckstöcken werden unter anderem auch von Heinz Fleischer bedruckte textile Wandbehänge gezeigt. In Anerkennung seiner Leistungen erhielt Heinz Fleischer 1950 den Max-Pechstein-Preis seiner Heimatstadt Zwickau, der er stets sehr verbunden war.

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

Miriam Spranger: Mit Witz, Charme oder purer Ehrlichkeit

Westsachsen/Bad Elster.- Am Dienstag, den 14. Juli entführt die Chemnitzer Singer- und Songwriterin Miriam Spranger ihre Gäste um 19.30 Uhr zu einem besonderen akustischen Abend in der KunstWandelhalle. Wie man es dreht und wendet – die Chemnitzer Musikerin Miriam Spranger ist ein echtes Multitalent. Nicht nur, dass sie ihre Musik selbst schreibt, sie produziert sie auch. Musikalisch angesiedelt irgendwo zwischen Pop, Folk und dem, was man hierzulande Singer/Songwriter nennt, bringt sie mal mit Loop Station, mal minimalistisch, facettenreiche Konzerte auf die Bühne, bei dem keines dem anderen gleicht. Sie versteht es, auf ihr Publikum einzugehen, sei es mit Witz, Charme oder purer Ehrlichkeit. Und genau das ist es, was sie so sympathisch macht: Authentizität! Intelligente Texte, mal laut, mal sprachlos, mal frech, mal nachdenklich und an den richtigen Stellen in Ironie verpackt – das sind die Zutaten für Geschichten, die jeder schon einmal erlebt hat & in denen man sich wiederfindet. Kleine, scheinbar unbedeutende Dinge genauso wie tief bewegende, ohne dabei dem Selbstmitleid zu verfallen, und doch ist nicht alles autobiografisch. Besonderes Augenmerk liegt dabei immer auf ihrer Muttersprache. Über 50 Konzerte allein bei der letzten Tour haben sie durch ganz Deutschland geführt. Sie spielte außerdem schon als Support vor Jennifer Rostock, stand mit Dirk Zöllner auf der Bühne und ist selbst für Annett Louisan ein bekanntes Gesicht. Tickets: 037437/ 53 900 | www.kunstwandelhalle.de

Montag, 6. Juli 2020

Feigheit vor dem Feind: Schübel schleicht sich aus der Verantwortung

Westsachsen/Zwickau.- Nach der Verhandlung vom vergangenen Donnerstag am Amtsgericht Zwickau gegen einen aus Saalfeld stammenden Mann, der wegen der Weitergabe eines Internet-Links nach dem Wunsch des umstrittenen Rechtsanwaltes Reinhard Schübel aus Plauen zu zwei Jahren Haft verurteilt werden sollte (WSZ berichtete), haben sich die Wogen bis heute nicht geglättet. Besonders die Feigheit Schübels, der statt selbst zu erscheinen seine in der Sache unwissende Praktikantin vorschickte, brachte die Anwesenden auf die Palme: „Hat dieser Mann denn überhaupt kein Ehrgefühl im Leib?“, hieß es zum Beispiel von einer Prozessbeobachterin. „Die arme Frau scheint ja vollkommen überfordert.“
Tatsächlich musste sich die Mitarbeiterin aus der Schübel-Kanzlei, Jutta Kesselring, vom Prozessgegner, aber auch vom Publikum einiges gefallen lassen. So ließ eine am Prozess beteiligte Frau ausrichten, dass Herr Schübel ein „lügender, betrügender Lumpenhund“ sei und ihrer Meinung nach aufgrund seines strafrelevanten Verhaltens sofort in Untersuchungshaft gehört. Auf die Frage der Richterin an Schübels Mitarbeiterin, ob die Aussage ins Protokoll aufgenommen werden soll sagte diese, das sei nicht so wichtig. Worauf sofort der Vorwurf der Protokollmanipulation aus dem Publikum kam. Es könne nicht sein, dass schon wieder wichtige Informationen einfach weg gelassen werden, empörte sich einer der Anwesenden: „Es wird Zeit, dass sämtliche Gerichtsprozesse komplett mit Ton und Bild aufgezeichnet werden, um derartige Absprachen auszuschließen.“ Richterin Birgit Nagel, die sich während der gesamten Verhandlung hinter einem sogenannten „Spuckschutz“ aus transparenten Gummimatten verbarg, meinte dazu, dies sei technisch nur schwer zu realisieren, obgleich bei einigen Strafprozessen auch jetzt schon aufgezeichnet würde.
In der Sache selbst gab es auch in dieser zweiten Verhandlung zum gleichen Thema keine Entscheidung. Am 23. Juli findet um 15 Uhr ein weiterer Prozess in dieser Sache statt. Diesmal stehen sich Schübel und die Westsächsische Zeitung gegenüber. Letztere klagt auf Zurücknahme einer Einstweiligen Verfügung, in der Schübel unter Androhung von einer viertel Million Euro Geldstrafe verhindern will, dass weiterhin über seine Machenschaften berichtet werden darf.

Bootsfahrt auf dem Schwanenteich: Täglich außer montags

Westsachsen/Zwickau.- Seit dem 1. Juli ist der Bootsverleih am Schwanenteich wieder geöffnet. Täglich, außer montags, können jeweils von 13.30 bis 18.30 Uhr Rundfahrten mit den Booten und Wassertretern unternommen werden. Zur Verfügung stehen 14 Ruderboote, sechs Wassertreter und fünf Tretbootschwäne (drei Zweisitzer und zwei Viersitzer).
Während der Sommerferien vom 18. Juli bis 30. August ist auch wieder länger geöffnet. Der Wasserfahrspaß ist dann täglich schon ab 11.30 bis 18.30 Uhr möglich. Montags bleibt der Bootsverleih geschlossen.
Aufgrund der aktuellen Situation kann es unter Umständen zu längeren Wartezeiten kommen. Das Garten- und Friedhofsamt bittet dafür um Verständnis. Im Interesse der Sicherheit aller wird ebenso um Beachtung und Einhaltung der allgemeingültigen Hygieneregeln und der Weisungen des Personals gebeten. Die Entgelte für die Benutzung der Boote bleiben unverändert.

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

Freitag, 3. Juli 2020

Link weiter gegeben: Schübel-Praktikantin klagt auf zwei Jahre Haft

Westsachsen/Zwickau.- „Das ist kein Beschluss sondern ein Urteil!“. Schon fast verzweifelt beschwörte gestern Nachmittag Richterin Birgit Nagel eine Lüge, an die sie offensichtlich selbst nicht mehr glaubt. Mit ausschweifenden Erklärungen versuchte sie immer wieder die Prozessbeobachter davon zu überzeugen. Weil nicht sein kann, was nicht sein darf. Dabei konnte jeder der Anwesenden deutlich erkennen, dass sowohl auf dem Original wie auch auf der Ausfertigung das Wort BESCHLUSS steht (siehe Fotokopie). Das Wort URTEIL hingegen ist explizit gestrichen, was die Sache noch verdeutlicht und eigentlich unbestreitbar macht. Warum Richterin Nagel an dieser absurden Behauptung bis zum Ende der Verhandlung festhielt, in der es eigentlich um die Weitergabe eines Internet-Links ging, bleibt zunächst ihr Geheimnis.
Fakt ist, dass es zwei Varianten des Beschlusses gibt. Ein Original und eine Ausfertigung. Wobei der Rechtskraftvermerk auf dem Original mit einem weißen Blatt Papier überklebt wurde. Sachsens Ex-Justizminister Gemkow meinte seinerzeit, dies sei irrtümlich durch einen Unbekannten geschehen (WSZ berichtete). Es gibt weitere Abweichungen zwischen dem Original und der Ausfertigung. So fehlt zum Beispiel auf dem Original der Dienststempel, auf der Ausfertigung ist er jedoch zu sehen. Das wirft weitere Fragen auf, die auch Richterin Nagel gestern nicht beantworten wollte. Stattdessen behauptet sie weiterhin, dieser Beschluss sei ein Urteil.
Nun kann man mutmaßen, welche Beweggründe dahinter stehen. Ein Psychiater hätte da sicher eine andere Erklärung als zum Beispiel ein Kriminalist. Wenn man jedoch die Fakten und Zusammenhänge kennt, erscheint ein recht klares Bild.
Fakt 1: Die dem Beschluss zugrunde liegende Sache wurde von der damals zuständigen Richterin Marion Nitschke nach falschem, weil veraltetem Recht verhandelt. Fakt 2: Der damalige Rechtsanwalt der Klägerin, der umstrittene „Doktor“ Reinhard Schübel, legte gegen diesen Beschluss ein falsches Rechtsmittel beim nicht zuständigen Oberlandesgericht in Dresden ein. Fakt 3: Bis heute wird die Betroffene mit unsinnigen Gerichtsprozessen überzogen und damit finanziell sowie gesundheitlich ruiniert (Linksammlung).
Nach dieser Faktenlage ergibt sich folgendes Bild: Richterin Birgit Nagel will verhindern, dass die Fehler ihrer Berufskollegin Marion Nitschke offenbar werden. Dahinter steht die nahe liegende und mittlerweile auch bewiesene Vermutung, dass seitens der Justiz alle Hebel in Bewegung gesetzt werden, damit das so bleibt. Man versucht also, die Überklebung eines gültigen Rechtskraftvermerkes bis heute zu vertuschen. Daran sind Juristen aller Berufsstände bis hin ins Justizministerium beteiligt. Würde Frau Nagel also zugeben, was nicht mehr zu verleugnen ist, dann müssten nach geltendem Recht sämtliche am Fall beteiligten Juristen strafrechtlich belangt werden. Was das für den „Rechtsstaat“ Deutschland bedeutet, kann sich jeder selbst ausmalen.
Zurück zur gestrigen Verhandlung: Eine Praktikantin aus der Plauener Rechtsanwaltskanzlei Schübel hatte den Saalfelder Mediziner Wilfried Meißner auf 250.000 Euro, ersatzweise bei Wiederholung bis zu zwei Jahre Haft verklagt, weil dieser einen Link mit dem Artikel aus der Westsächsischen Zeitung in einem offenen Verteiler per Email an eine Reihe nicht näher benannter Empfänger weiter gegeben hatte. Meißner verglich diese Anschuldigung mit dem Verbot der Weitergabe einer Zeitung. „Ich soll hier von einem Mann mundtot gemacht werden, der sich über das Gesetz stellt. Um seine nicht vorhandene Doktorwürde nicht nachweisen zu müssen, versucht Schübel die Weitergabe eines öffentlich zugänglichen Artikels zu verhindern. Das ist absurd und völlig unlogisch.“ Meißner sieht Parallelen zu scientologischen Strukturen innerhalb der Zwickauer Justiz, die genau so agieren würden, wie Schübel es tut. „Weil er kein Argument gegen die Zeitung hat, zieht er unbeteiligte Dritte hinzu, um einzuschüchtern“. Das seien die Methoden der Scientology-Sekte, so Meißner.
Richterin Birgit Nagel vermochte auch in der zweiten Verhandlung zu diesem Thema, die wiederum über 130 Minuten lang dauerte, keine Entscheidung zu finden. Ein neuer Termin wurde auf September 2020 festgelegt.

Zeitkapsel und Grundsteinlegung für Neuplanitzer Mehrzweckhalle

Westsachsen/Zwickau.- Am Montagmorgen fand unter Führung von Baubürgermeisterin Kathrin Köhler (CDU/Foto oben) die Grunsteinlegung für die seit langem geplante Mehrzweckhalle neben der Adam-Ries-Schule in Neuplanitz statt. Der Neubau wird als eingeschossiges barrierefreies Mehrzweckgebäude zwischen der Adam-Ries-Schule und der Fucik-Oberschule errichtet und optisch an das Erscheinungsbild beider Schulen angepasst. Neben der schulischen Nutzung soll das Gebäude nach Fertigstellung unter anderem auch als Wahllokal und verschiedenste schulische Veranstaltungen im Klassenverband oder klassenübergreifend genutzt werden. Deshalb wird auch eine kleine Bühne eingebaut. Neben dem Landtagsabgeordneten Gerald Otto (CDU) nahmen auch die Stadträte Rene Hahn (Die Linke) und Sven Georgi (Zukunft Zwickau) an der Zermonie teil. Letzterer hatte als Kind selbst die benachbarte Schule besucht.
Wie üblich wurde auch hier während des Rahmenprogramms wieder eine Zeitkapsel im Fundament abgelegt, in die die Schulleitung neben etwas Münzgeld und einer bunten Liste, auf der Schüler ihre Namen geschrieben hatten, auch ein Warnschild und eine Liste der aktuell aufgrund der Corona-Panik geltenden Abstandsregeln stopfte. Ein Kinderchor rundete das kurze Rahmenprogramm ab. Am Ende des offiziellen Teils ließ sich Kathrin Köhler, die in wenigen Monaten bei der Zwickauer OB-Wahl antreten wird, im Kreise der Schulkinder mit der Mörtelkelle fotografieren. Im Anschluss widmete man sich dem vormittäglichen Sektempfang und den Leckereien der zu diesem Zweck angeheuerten Cateringfirma.
Die Kosten für das Mehrzweckgebäude belaufen sich auf rund 1.550.000 Euro. Der Bau der Mehrzweckhalle wird mit 85 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben über zwei Förderrichtlinien (Schulinfra-FöriSIF und VwV Invest Schule) in Höhe von rund 1.297.500 Euro gefördert.
Mit Beginn der Sommerferien 2020 startet dann auch die Sanierung der Adam-Ries-Schule, einschließlich dem Herrichten der Außenanlagen. Das in den 1970er Jahren erbaute Gebäude bildet mit der 2019 fertig sanierten Fucik-Oberschule einen gemeinsamen Schulstandort. Zum Areal gehören ebenso ein Sportplatz und zwei, durch einen Zwischenbau verbundene, Ein-Feld-Sporthallen. Die Sanierungsarbeiten werden bei laufendem Schulbetrieb ausgeführt, da kein Ausweichobjekt zur Verfügung steht. Gute Erfahrungen konnten diesbezüglich schon bei der Sanierung der Fucik-Oberschule gemacht werden, bei der es ähnlich ablief.
Der Abschluss der Baumaßnahme ist im September 2022 avisiert. Die Kosten für die Schulsanierung liegen bei insgesamt rund 4.752.000 Euro. Auch hier wurden ca. 85 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten in Höhe von ca. 3.999.000 Euro bewilligt (Förderung wie Mehrzweckgebäude ebenfalls über Schulinfra-FöriSIF und VwV Invest Schule).

Naschen erlaubt: „Essbare Stadt“ empfiehlt Giftpflanze des Jahres

Westsachsen/Zwickau.- Das ist ja gerade nochmal gut gegangen! Im Schlobigpark wurden giftige Pflanzen in einem Beet mit essbaren Kräutern entdeckt. Unter der Überschrift „Naschen erlaubt“ wuchs neben Kornblumen und anderen Gewächsen auch gelber kalifornischer Mohn (Goldmohn). Dieser ist in allen Teilen giftig und wurde 2016 vom Industrieverband Agrar (IVA) sogar zur Giftpflanze des Jahres gewählt. Eine Vergiftung zeigt sich durch Erbrechen, Magenbeschwerden und Durchfall. Besonders Kinder sind gefährdet, wenn sie mit diesen Pflanzen spielen oder sie sogar verschlucken.
Darauf angesprochen verwies die Stadt Zwickau zunächst auf die Naturschutzstation Gräfenmühle, die mit dem Projekt „Essbare Stadt“ in der Verantwortung stehe. Nachfolgend wird jedoch erklärt, dass es sich um eine öffentliche Fläche handelt, deren Bewirtschaftung auch vom Zutun der Bewohner Zwickaus lebt. Deshalb könne nicht ausgeschlossen werden, dass sich Arten einschleichen. „Da der Naturschutz-Aspekt im Projekt ,Essbare Stadt' ebenfalls eine Rolle spielt, kultivieren wir bewusst auch Beikräuter wie zum Beispiel Kornblumen und lassen sie in den Beeten stehen“, so ein Stadtsprecher. Und weiter: „Teilweise wurde mit Wildblumenmischungen gearbeitet.
Um bei Einnahme eine toxische Wirkung zu erzielen, reicht die Menge im Beet des Projekts ,Essbare Stadt' bei weitem nicht aus. Nichts desto trotz sollen keine falschen Signale gesendet werden. Daher wurden die Pflanzen umgehend aus dem Beet im Schlobigpark entfernt.“
In den umliegenden Krankenhäusern hat man während dessen kein erhöhtes Aufkommen an Patienten mit Vergiftungserscheinungen festgestellt. Es seien keine derartigen Fälle bekannt, heißt es unter anderem aus der Paracelsusklinik.











Mittwoch, 1. Juli 2020

Musikalisches Bad Elster: Ein Sommernachtstraum in Meisterwerken

Westsachsen/Bad Elster.- Am Samstag, den 11. Juli präsentieren die Chursächsischen Streichersolisten unter der Leitung von Almut Seidel um 19.30 Uhr im Königlichen Kurhaus einen musikalischen „Sommernachtstraum“ als Serenade im Kerzenschein mit besonderen Meisterwerken. Dabei kann das Publikum ganz träumerisch in der Suite „The Fairy Queen“ von Henry Purcell versinken, die auf der gleichnamigen Semi-Oper des englischen Barockkomponisten basiert, welche wiederum von Shakespeares „Sommernachtstraum“ inspiriert wurde. Dazu wird dieser musikalische Sommernachtstraum mit der berühmten Streichersinfonie Nr. 7 von Felix Mendelssohn Bartholdy und mit Benjamin Brittens „Simple Symphony“ bereichert, wobei letztere acht Kindheits-Themen des Komponisten musikalisch bebildert - Ein poetisch-träumerisches Sommerkonzert in Königlichen Anlagen. Tickets: 037437/ 53 900 | www.chursaechsische.de

Dienstag, 30. Juni 2020

Hochwasserschutzmaßnahme am Planitzbach fertiggestellt

Westsachsen/Zwickau.- Der noch fehlende Hochwasserschutz am linksseitigen Ufer des Planitzbaches im Bereich Planitzer Straße/Ecke Saarstraße ist nach einer Bauzeit von knapp zwei Monaten fertiggestellt. Mit der rund einem Meter hohen Geländeverwallung und einer Hochwasserschutzwand wird der Hochwasserschutz bei einem nächsten Hochwasserereignis im Planitzbach in diesem Bereich gewährleistet.
Auch wenn die Schlussrechnung noch nicht vorliegt, ist davon auszugehen, dass die veranschlagten Baukosten in Höhe von rund 100.000 Euro eingehalten werden. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

Spannende Entdeckungstour durch die Residenzstadt Greiz

Westsachsen/Ostthüringen/Greiz.- Mit dem Gästeführer der Tourist-Information Greiz auf Entdeckungstour gehen und die ehemalige Residenzstadt Greiz während eines Rundganges kennen und lieben lernen. Das bietet die Stadtführung für Jedermann im fürstlich vogtländischen Greiz.
Haben Sie sich schon immer gefragt, wer im Unteren Schloss wohnte und welche Funktion die Alte Wache hatte? Dann kommen Sie mit auf die spannende Erkundungstour. Sie erfahren interessante Details zur Geschichte der Stadtkirche St. Marien, werden am Greizer Schlossgarten vorbei zum Röhrenbrunnen geführt und bestaunen die schönen Architekturdekors der im Jugendstil erbauten Straßenzüge. Das Rathaus mit dem Marktplatz und dem Marktbrunnen bilden den Abschluss des Ausfluges in die Geschichte und die Gegenwart der Stadt Greiz.
Termin: Samstag, 4. Juli 2020
Preise: Erwachsene 4,00 Euro, Kinder 2,00 Euro
Tickets: nur im Vorverkauf in der Tourist-Information im Unteren Schloss Greiz
Treffpunkt: Greiz, Unteres Schloss, Burgplatz 12, Tourist-Information
Zeit: 14 Uhr, Dauer rund 1,5 Stunden
Infos und Anmeldung unter www.greiz.de / tourismus@greiz.de 
Wichtige Hinweise: 
Für die Stadtführung bitten wir um vorherige Anmeldung. Die Teilnahmetickets sind im Vorverkauf, bzw. bis max. 15 Minuten vor Beginn der Führung, in der Tourist-Information Greiz im Unteren Schloss, Burgplatz 12, erhältlich. Eine Teilnahme an dem Rundgang ist nur mit gültigem Ticket möglich. Aufgrund der aktuellen Situation können nur 15 Personen an der Führung teilnehmen. Die Bezahlung der Tickets bei dem Gästeführer ist nicht möglich. Die Hygiene- und Abstandsregeln sind während des Rundganges einzuhalten.

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Greiz

Montag, 29. Juni 2020

Gehweg-Erneuerung bringt mehr Verkehrssicherheit für Fußgänger

Westsachsen/Zwickau.- Am 6. Juli beginnen die Arbeiten zur Erneuerung des südlichen Gehwegbereichs in der Schumannstraße. Der Abschnitt, in dem die Arbeiten erfolgen, erstreckt sich (von der Humboldtstraße kommend) ab Höhe Hausnummer 9 bis hin zum Dr.-Friedrichs-Ring.
Auf einer Länge von etwa 100 Metern werden die unterschiedlich vorhandenen und zum Teil beschädigten Befestigungen entfernt und neues Betonsteinpflaster verlegt. Im Zuge der Arbeiten wird auch der Bordanschlag auf eine einheitliche Höhe von drei Zentimetern gebracht und Parkmöglichkeiten durch einen Farbwechsel im Pflaster definiert. Zudem wird auf der gesamten Länge die Straßenbeleuchtung ergänzt. Ziel des Gehwegneubaus ist es, die Verkehrssicherheit für Fußgänger zu verbessern.
Während der Bauzeit erfolgt eine Einbahnstraßenregelung in Richtung Dr.-Friedrichs-Ring. Der Verkehr vom Dr.-Friedrichs-Ring in Richtung Kreuzungsbereich Moccabar wird gesperrt. Die Umleitung wird ausgeschildert. Während der Bauphase steht Fußgängern in der Schumannstraße nur die gegenüberliegende Gehwegseite zur Verfügung.
Die Baukosten belaufen sich auf ca. 61.000 Euro. Die Arbeiten werden durch eine Baufirma aus Frohburg ausgeführt und sollen voraussichtlich Mitte August abgeschlossen sein.

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

Samstag, 27. Juni 2020

„Weg zur Industriekultur“ als Teil der umstrittenen Landesausstellung

Westsachsen/Zwickau.- Am Mittwoch fand vor den Pforten des Zwickauer August-Horch-Museums unter Leitung von Baubürgermeisterin Kathrin Köhler (CDU) die Enthüllung einer Infotafel statt, die interessierten Gästen nun umliegende Wanderwege näherbringen soll.  Der „Weg zur Industriekultur“ ist Teil der anberaumten Industrieausstellung, die in diesem Jahr am Zwickauer August-Horch-Museum stattfinden soll und verbindet die Innenstadt mit dem im nördlichen Stadtgebiet gelegenen Areal von August Horch Museum und Audi-Bau. Mit Tafeln und Stelen wurden insgesamt 18 Gebäude und Orte gekennzeichnet, die in engem Zusammenhang mit der Wirtschafts- und Industriegeschichte der Automobil- und Robert-Schumann-Stadt stehen.
Die Ausstellung „Boom. 500 Jahre Industriekultur in Sachsen“, die am 11. Juli ihre Pforten für alle Interessierten öffnet, gilt als umstritten und hatte bereits im Vorfeld für starke Reibereien innerhalb der Zwickauer CDU gesorgt. Das langjährige CDU-Mitglied Detlef Bauer hatte die Vorbereitungen auf die Landesausstellung stark kritisiert. Seiner Ansicht nach läuft hier eine gewaltige Fehlplanung und Verschwendung zulasten der Bürger Zwickaus. Diese Äußerung an die Öffentlichkeit stieß bei Baubürgermeisterin Kathrin Köhler, die zugleich die Zwickauer CDU anführt, auf harsche Kritik. Auch der Chef der Zwickauer CDU/FDP-Stadtratsfraktion, Thomas Beierlein, reagierte sauer. Zu einer sachlichen Auseinandersetzung mit Bauers Kritik kam es nicht. Stattdessen begegnete man ihm mit Anfeindungen und Verunglimpfungen, worauf Detlef Bauer aus Protest die Partei verließ.
Diese Unstimmigkeiten scheinen auch an Kathrin Köhler, die in wenigen Monaten als OB-Kandidatin für die Zwickauer CDU ins Rennen gehen will, nicht spurlos vorübergegangen zu sein. Zusätzlich zum umstrittenen Konzept der Landesausstellung könnten sich jetzt auch noch die zu erwartenden verschärften Besucherregelungen aufgrund der Corona-Panik als negativer Faktor erweisen. Köhlers eher halbherziges Fazit, noch „das Beste aus der Situation zu machen“, ist daher durchaus verständlich.
Abschließend stellte KulturZ-Chef Matthias Rose noch in Aussicht, künftig betreute Radtouren durch die Zwickauer Industrielandschaft anbieten zu wollen. Weitere Informationen sind unter www.zwickau.de/industriekultur zu finden.



Freitag, 26. Juni 2020

Werdauer Naturwaren- und Bauernmarkt erlebt Neuauflage

Westsachsen/Werdau.- Nach zwei Jahren in den Händen der Firma UDiEvents ist nun wieder die Marktmeisterin der Stadtverwaltung Werdau, Margit Schleicher, in Aktion und steckt voll in den Vorbereitungen zum Naturwaren- und Bauernmarkt. Neu sind unter anderem der Veranstaltungsort rund um die Marienkirche und Mitwirkung der von René Schneider von RS Eventservice Werdau, der in der Stadt bereits so manche Veranstaltung zum Erfolg geführt hat.
Einige Händlerzusagen aus der Zeit vor „Corona“ gab es bereits. Nun dürfen wieder Spezialmärkte stattfinden und es können sich weitere Teilnehmer anmelden. „Wir freuen uns, endlich wieder zum Markttreiben im Herzen der Pleißestadt beitragen zu können“, erklärt Margit Schleicher.
Der Naturwaren- und Bauernmarkt erlebt seine Neuauflage am Samstag, den 05.09.2020 von 9 bis 16 Uhr. Ansprechpartner für Fragen, Anmeldungen zu Märkten und Marktplatznutzung ist Margit Schleicher, Telefon +49 3761 594 295, E-Mail: 3.22schleicher@werdau.de.

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Werdau

Mittwoch, 24. Juni 2020

Ehrenamtliche Einsatzkräfte leisten Langzeiteinsatz der besonderen Art

Westsachsen/Plauen/Zwickau.- Seit Mitte März bewegt die Angst vor dem Corona-Virus und seine Auswirkungen die Menschen in Deutschland. Das ist auch im Verantwortungsbereich des Rettungszweckverbandes „Südwestsachsen“ nicht anders. Vor drei Monaten wurden in enger Kooperation mit der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen und den Gesundheitsämtern des Landkreises Zwickau und des Vogtlandkreises neue, bis dato sachsenweit einmalige Strukturen geschaffen, um die herausfordernde Situation zu meistern. Ermöglicht werden sie primär durch ehrenamtliche Einsatzkräfte.
Konkret wurden ab dem 21. März zwei ärztlich besetzte Teams gebildet um den Rettungsdienst, den hausärztlichen Sektor und den öffentlichen Gesundheitsdienst zu unterstützen. Die Teams, bestehend aus einem Arzt und einem ehrenamtlichen Sanitär / Rettungssanitäter, waren bis zum 14. Juni in der Regel täglich von 8 bis 16 Uhr als Hausbesuchsdienst im Einsatz. Im Landkreis Zwickau wurden die Helfer vom DRK-Kreisverband Zwickau e. V. und der DRK-Wasserwacht Koberbachtalsperre gestellt. Im Vogtlandkreis übernahm der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. Regionalverband Zwickau/Vogtland die Besetzung der Einsatzfahrzeuge. Insgesamt wurden über 3.000 Stunden durch die Ehrenamtler und Ärzte geleistet.
In beiden Landkreisen wurden spezielle „Massen-Test-Teams“ geschaffen. Die DRK-Wasserwacht Koberbachtalsperre erhielt den Auftrag für den Landkreis Zwickau. Bis Mitte Juni rückten die Ehrenamtler zu 18 Großtests in Senioreneinrichtungen, Wohnheimen, Kitas und Schulen aus und leisteten so knapp 250 Einsatzstunden. Seit Mitte Mai wurde aufgrund der hohen Einsatzzahlen zudem der DRK-Kreisverband Hohenstein-Ernstthal e. V. mit ins Boot geholt. Im Vogtlandkreis erfolgten ebenfalls rund 20 dieser Einsätze, welche durch die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. Regionalverband Zwickau/Vogtland und den DRK Kreisverband Vogtland/Reichenbach e. V. durchgeführt wurden.
Insgesamt wurden fast 10.000 Personen in den beiden Landkreisen getestet. Die „Massen-Test-Teams“ werden voraussichtlich noch bis Ende Oktober bei Bedarf durch die Gesundheitsämter angefordert. „Wir sind sehr froh, dass wir mit den ehrenamtlichen Helfern der von uns ausgewählten Organisationen so gut und strategisch arbeiten können. Da die Einsätze stets in der Freizeit abgedeckt werden, ist ein solcher Dienst alles andere als selbstverständlich und verdient hohe Anerkennung“, betont Jens Leistner, Geschäftsführer des Rettungszweckverbandes „Südwestsachsen“. Darüber, ob und wie viele der getesteten Personen tatsächlich an Corona erkrankt sind, konnte Leistner keine Angaben machen. Das sei Sache der jeweiligen Gesundheitsämter.

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Werdau

FSJ-Wettbewerb in Werdau: „Zum Glück nur eine Übung“

Westsachsen/Werdau.- Druckverband, stabile Seitenlage, Wärmeerhalt – jeder Handgriff sitzt bei den jungen Helferinnen und Helfern, die am Mittwochvormittag Verletzte auf dem Werdauer Markt versorgen. Zum Glück war jedoch alles nur eine Übung. Denn der DRK-Kreisverband Zwickauer Land e.V. führt in der Werdauer Innenstadt seinen jährlichen FSJ-Wettbewerb durch. An verschiedenen Standorten der Pleißestadt warteten insgesamt zehn Stationen mit praktischen und theoretischen Aufgaben rund um Themen wie Erste Hilfe, aktuelles Weltgeschehen, Heilpflanzen, Sexualität oder Rot-Kreuz-Geschichte auf, die in kleinen Teams von je drei Mitgliedern absolviert wurden. 
Der Wettbewerb war der Höhepunkt der Abschlussseminarwoche, die vom Deutschen Roten Kreuz traditionell in der Sportschule Werdau ausgerichtet wird. Sie läutet das offizielle Ende von einem Freiwilligen Sozialen Jahr für 35 Jugendliche ein, die in unterschiedlichen Einrichtungen in ganz Sachsen tätig waren. Gemeinsam gilt es Resümee zu ziehen, Erfahrungen und Wissen auszutauschen und einen Ausblick auf die nun vor den jungen Erwachsenen liegenden beruflichen Perspektiven zu bekommen. Ungewöhnlich sind in diesem Jahr nur die Auflagen durch die geltenden Hygieneschutzregeln, was dem Lernerfolg und Spaß jedoch keinen Abbruch tut. Als kreative Aufgabe stand unter anderem das Basteln von Zuckertüten auf dem Plan, die, gefüllt mit Informationen und guten Wünschen, an die Teilnehmer des nächsten Jahres übergeben werden sollen. 
„Wir sind sehr froh, dass das Seminar durchgeführt werden konnte, zumal das für März geplante in diesem Jahr aus aktuellem Anlass ausgefallen war. Ein persönlicher und direkter Austausch zwischen allen Beteiligten ist daher umso wichtiger“, erklärt Elke Lippold, Leiterin Freiwilligendienste beim DRK-Kreisverband Zwickauer Land e.V. Aktuell sind beim Roten Kreuz sachsenweit noch genügend Plätze für die neue Saison frei. In der Region Crimmitschau – Werdau stehen noch fünf FSJ-Stellen in Altenpflegeheimen und Kindertagesstätten zur Verfügung. Interessenten können sich an Elke Lippold (Telefon 03762 955849 / E-Mail e.lippold@drk-zwickauer-land.de) wenden.

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Werdau

Stadtrat-Anfrage zu Club „Barrikade“: Werden Corona-Auflagen ignoriert?

Update vom 25.06.2020
Aufgrund der unten stehenden Nachfrage im Stadtrat antwortete die Baubürgermeisterin Kathrin Köhler wie folgt: „Sehr geehrter Herr Stadtrat Georgi, Ihre Anfrage für den Stadtrat am 25.06.2020 möchte ich nachfolgend beantworten. Das Grundstück befindet sich nicht im Eigentum der Stadt Zwickau. Die sogenannte ,Barrikade' in der Reichenbacher Straße 109 Z (bzw. Flurstraße abseits) ist der Verwaltung lediglich angezeigt als Sommersitz für vereinsinterne Veranstaltungen und private Geburtstagsfeiern mit Nutzung unter freiem Himmel. Dies sollte temporär erfolgen bis der Sitz des betreibenden Vereins als Veranstaltungsstätte bautechnisch- und bauordnungsrechtlich ertüchtigt ist. Die Stadtverwaltung wird Ihre Anfrage aufgreifen und den Sachverhalt näher prüfen.“

Westsachsen/Zwickau.- Zur Stadtratssitzung am kommenden Donnerstag will Stadtrat Sven Georgi von „Zukunft Zwickau“ eine Anfrage zu den baulichen Bedingungen und Sicherheitsvorkehrungen im sogenannten Club „Barrikade“ in der Flurstraße stellen. Der Club gilt in einigen Szenekreisen seit langem als überregionaler  linksradikaler Treffpunkt und Hauptbetätigungsstätte des Vereins „Roter Baum e.V.“. Immer wieder werden Personen aus dem Umfeld des Vereins mit den zahlreichen Schmierereien und Sachbeschädigungen im Zwickauer Stadtgebiet in Zusammenhang gebracht (Foto unten). Zahlreiche Anwohner aus dem benachbarten Stadtteil Neuplanitz klagten in der Vergangenheit auch über Lärmbelästigungen bei Veranstaltungen im Club „Barrikade“. „Dessen ungeachtet wird der Verein „Roter Baum e.V.“ regelmäßig mit großzügigen Fördergeldern versorgt“, moniert Stadtrat Georgi. „Erst vor wenigen Wochen schanzte der Landkreis Zwickau dem Verein erneut 5.000 Euro aus Steuermitteln zu“, so sein Vorwurf.
Ob dieses Geld tatsächlich der „Demokratiearbeit“ zugeführt wird, wie es die offizielle Begründung verheißt, wird von „Zukunft Zwickau“ bezweifelt. Fraglich sei auch, in wie weit die derzeitigen Corona-Auflagen bei dortigen Veranstaltungen kontrolliert und durchgesetzt werden. Fragen also, zu deren Klärung die Zwickauer Stadtspitze am Donnerstag im Idealfall beitragen kann.
Die Stadtratssitzung findet auch diesmal wieder unter verschärften Hygienebedingungen statt. Noch-Oberbürgermeisterin Pia Findeiß (SPD) wird nicht zugegen sein, da sie sich nach einer privaten Reise in ein nicht näher benanntes Urlaubsgebiet derzeit unter häusliche Quarantäne befindet.

Montag, 22. Juni 2020

Nach Sturmschäden: Waldfriedhof erhält neue Bäume

Westsachsen/Werdau.- Es war ein schwerer Schlag für den Werdauer Waldfriedhof, als im Februar Orkantief „Sabine“ große Schäden im Areal anrichtete. Über 20 ausgewachsene Bäume fielen dem Sturm zum Opfer. Für Ersatzpflanzungen wurden Kosten von bis zu 20.000 Euro prognostiziert. Die Stadt rief zu Spenden auf, um das auch von Erholungssuchenden gern genutzte Areal wieder her zu richten. Viele Werdauerinnen und Werdauer folgten dem Aufruf. Bis dato kamen 2.695 Euro zusammen. Aus diesen Mitteln sollen Ende des Jahres neue Bäume beschafft werden.
Seither ist aber auch jetzt schon viel passiert. Durch Ausgleichspflanzungen für Baumaßnahmen konnten 12 große, neue Bäume ins Erdreich eingebracht werden. Arten wie Amberbaum, Korkbaum, Ungarische Eiche, Schwarzbirke und zwei kanadische Judasblattbäume direkt vor der Friedhofskapelle bereichern das beeindruckende Ensemble. Und auch mehrere als Sachleistung gespendete Bäume werden nach und nach in die Anlage integriert.
Besonders zukunftsträchtig ist die Tatsache, dass parallel zu den aktuellen Arbeiten ein ganzheitliches Pflanzkonzept für den Waldfriedhof erarbeitet wird. Das entsteht in Regie von Volkmar Gutsche, Inhaber des gleichnamigen Garten- und Landschaftsbauunternehmens, und dem Mitglied der Deutschen Dendrologischen Gesellschaft Dr. Marco S. Engelmann aus Werdau. Ziel ist ein Leitfaden mit Pflanzempfehlungen für die nächsten 20-30 Jahre, in der sich die Besonderheiten der Anlage ebenso niederschlagen wie die Ansprüche und Eigenschaften der Bäume in Bezug auf Verträglichkeit, Lichtverhältnisse, Boden und Feuchtigkeit.

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Werdau

Urlaub im eigenen Land: Lust auf Ferien in der Heimat

Westsachsen/Dresden/Berlin.- Heute startet die Deutsche Bahn (DB) erstmals gemeinsam mit den Marketingorganisationen aller 16 deutschen Bundesländer eine großangelegte Kampagne unter dem Motto „Entdecke Deutschland“. Auf den ersten Blick spielt die Kampagne mit dem Fernweh und zeigt Sehnsuchtsziele vieler Deutscher – die Motive sind aber ausschließlich Reiseziele in Deutschland. Sachsen ist mit vier bedeutenden Tourismushighlights in die Kampagne eingebunden, die gut mit der Deutschen Bahn erreichbar sind.
So sind das Völkerschlachtdenkmal in Leipzig, das beeindruckende Sandsteinpanorama mit der Basteibrücke in der Sächsischen Schweiz, das barocke Dresden sowie die Kulturlandschaft der Sächsischen Weinstraße Sachsen in die DB-Kampagne integriert. Als eine von insgesamt nur vier deutschen Destinationen genießt Sachsen zudem das Privileg, in einem landesweiten TV-Spot der Deutschen Bahn dabei zu sein. Außerdem wird digital, in Online-Medien, auf sozialen Kanälen, auf www.bahn.de/entdeckedeutschland sowie in Magazinen und überregionalen Tageszeitungen geworben.
„Wir freuen uns, im Schulterschluss mit den Marketingorganisationen der 16 Bundesländer in diesem Sommer Lust auf Urlaub in der Heimat zu machen“, sagt Stefanie Berk, Marketingvorständin bei DB Fernverkehr, und Jürgen Kornmann, Leiter Konzernmarketing der DB, ergänzt: „Die Kampagne zeigt mit einem sympathischen Augenzwinkern, dass es nicht immer Patagonien oder die Karibik sein muss, wenn man Bayern oder die Ostsee vor der Haustüre hat.“
„Man muss nicht immer ins Ausland reisen, um tolle Ziele zu entdecken. Mit geballter Kraft für Urlaub im eigenen Land zu werben, ist punktgenau zum Beginn der Sommerferien in Deutschland das richtige Signal. Die Kampagne führt vor Augen, welche reizvollen Reiseziele es im eigenen Land zu entdecken gibt und per Bahn erreicht werden können. Durch die Vernetzung mit unserer eigenen neuen Kampagne www.erlebe-dein-sachsen.de und der bundesweiten Kampagne ‚Entdecke Deutschland‘ können einzigartige Synergien erzielt werden“, sagte die Geschäftsführerin der Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen mbH, Veronika Hiebl, am Montag in Dresden.
Bis in den September wird die Kampagne crossmedial in TV, Online Kanälen und Print ausgespielt. Die Landes-Marketingorganisationen bündeln die Informationen zu den attraktiven Städten und Tourismusregionen unter www.entdecke-deutschland.de, auf die von der Landingpage der DB verlinkt wird. Touristischer Content und Bahninformationen sind auf beiden Seiten eng verzahnt.


Freitag, 19. Juni 2020

Telefonischer Verkauf von Fundsachen wird ab Juli erweitert

Westsachsen/Zwickau.- Der Verkauf von Fund-Fahrrädern lief in dieser Woche sehr gut an. Das Telefon im Fundbüro stand zum Verkaufsstart am Dienstag kaum still. Der ein oder andere Interessent hatte sicher Probleme beim Durchkommen. Das Ordnungsamt bittet an dieser Stelle bei allen Anrufern um Verständnis und Geduld. Die Liste der zum Verkauf stehenden Räder wurde nun aktualisiert und auf der Homepage eingestellt. Ein Blick in die Liste lohnt sich auch weiterhin.
Am Mittwoch, 1. Juli 2020, werden durch das Ordnungsamt der Stadt Zwickau weitere Fundsachen - hauptsächlich Bekleidung - aus dem letzten halben Jahr auf einer neuen Liste zum telefonischen Verkauf kommen.
Für den Verkauf und die Herausgabe aller Fundsachen gelten die bekannten Regeln: Der Verkauf erfolgt ausschließlich telefonisch unter der Rufnummer 0375 833214 zu den jeweiligen Festpreisen, die der Liste zu entnehmen sind. Der Käufer hat beim Telefonat die Möglichkeit, sich über den aktuellen Zustand des Fundstücks zu informieren und bekommt einen Abholtermin und -ort (innerhalb Verwaltungszentrum, Werdauer Straße) mitgeteilt. Kommt es zum Verkauf, wird es aus der Liste genommen. Die Verkaufsliste wird regelmäßig aktualisiert.
Die Herausgabe der Fundsachen erfolgt nur gegen Barzahlung an volljährige Personen. Bei Veräußerung der Fundsachen erlangt der Erwerber die gleichen Rechte, wie wenn er die Sache vom Eigentümer erworben hätte. Dem Erwerber stehen keine Gewährleistungsansprüche wegen Rechts- oder Sachmängeln zu.

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

Neue Fußgängerbrücke über den Planitzbach fertig gestellt

Westsachsen/Zwickau.- Die neue Fußgängerbrücke über den Planitzbach, kurz vor dem Eingang zum Strandbad, ist fertiggestellt. Der Ersatzneubau war notwendig, da die bestehende Brücke durch Hochwasser und einen umgestürzten Baum irreparabel geschädigt war.
Ziel war, ein dauerhaftes Brückenbauwerk mit ansprechendem Äußeren zu errichten, das zugleich den Anforderungen an den Hochwasserschutz genügt. So erhielt dieses bei vergrößertem Durchflussquerschnitt einen Überbau aus Stahlträgern mit einem Belag aus glasfaserverstärktem Kunststoff.
Die Bauarbeiten hatten Ende März begonnen. Die beauftragte Firma konnte die geplante Bauzeit um rund zwei Wochen verkürzen. Der angesetzte Kostenrahmen wurde eingehalten. Auch wenn die Schlussrechnung noch nicht vorliegt, wird mit maximalen Baukosten in Höhe von 110.000 Euro gerechnet.

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

Keiner will weg: Faltern gefällt es bei den Kindern richtig gut

Westsachsen/Werdau.- Die Mädchen und Jungen der Kita im Jugendheimweg 3 in Werdau haben am 28. Mai ein flatterndes Projekt gestartet: „Von der Raupe zum Distelfalter“.
In allen vier Gruppen wurden Aufzuchtsbehälter mit kleinen Raupen aufgestellt und täglich das Wachsen und Verändern beobachtet. Mit Lupen und scharfen Augen entging den Kids rein gar nichts: täglich wurden die Fortschritte im Wachstum fotografiert und kreativ festgehalten. „Dabei waren die Kinder auffällig ruhig und besonnen, denn keiner wollte die Raupen bis zur Verpuppung stören“, berichtet Einrichtungsleiterin Anja Püschel. Nach ca. einer Woche hingen helle Kokons am Fließ im Deckel der Behälter und der vorsichtige Wohnungswechsel in die Schmetterlingsvolieren stand bevor. Dieser wurde trotz zitternder Hände problemlos gemeistert. Nun hieß es warten und beobachten, wann sich die Kokons verfärben und die Metamorphose beginnt.
Anfang dieser Woche wurden dann alle kleinen und großen Forscher von flattrigen Gesellen in den Volieren überrascht - fast alle Falter waren übers Wochenende geschlüpft, was für großen Jubel in den Gruppenzimmern führte. Kurz darauf herrschte eifriges Treiben, denn die neugeborenen Distelfalter brauchten Futter. Aufgeschnittene Orangen, Bananen und Zuckerlösung auf Blütenranken wurden den Faltern in ihre Wohnungen gestellt. Nun bot sich ein weiteres Schauspiel, wenn die Falter ihren Saugrüssel ausrollten und sich genüsslich an den Säften stärkten.
Am Mittwoch nahte dann der Tag des Abschiedes: Herrlicher Sonnenschein und putzmuntere Distelfalter in vier Volieren boten optimale Startmöglichkeiten. Doch zum Erstaunen aller erhob sich nach Öffnung der Volieren kein einziger Falter in die Lüfte. Ihnen schien es bei den Kindern richtig gut zu gefallen. Sie ließen sich, sitzend auf einer Orangenhälfte herausnehmen und aus allernächster Nähe betrachten. Sechs Beine, zwei lange hauchdünne Fühler und ein einrollbarer Saugrüssel sowie die orangeleuchtenden Flügel begeisterten die Kinder und auch alle Erwachsenen ringsum.
Nach und nach flogen die Distelfalter in den Kindergarten-Garten und beim Spielen im Sandkasten und auf der Wiese besuchten einige den ganzen Vormittag über immer wieder ihre Gasteltern. Dieses eindrucksvolle Forschererlebnis wird bestimmt allen kleinen und großen Falter-Freunden der Kita „Schöne Aussicht“ ewig in Erinnerung bleiben.

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Werdau

Donnerstag, 18. Juni 2020

Hoch spezialisiertes Team erforscht seltene Krankheiten

Westsachsen/Werdau.- Arachnoiditis und Tarlov-Zysten – zwei genauso seltene wie schwerwiegende Erkrankungen, von denen wohl nur die wenigsten schon einmal gehört haben. Tatsächlich erkranken gerade mal eine von 20.000 Personen. Leider ist das jedoch auch der Grund, warum Forschung und Heilungsaussichten für Patienten bislang nur in den Kinderschuhen stecken.
Das zu ändern hat sich ausgerechnet eine Organisation aus dem westsächsischen Werdau auf die Fahnen geschrieben: Die Vigdis Thompson Foundation. Auf der August-Bebel-Straße im Herzen der Pleißestadt beheimatet, widmet sich das kleine aber hoch spezialisierte Team der Erforschung, Etablierung und Publikation neuer Erkenntnisse über diese Erkrankung des Rückenmarkes und baut derzeit das erste weltweite Register darüber auf.
Forschen und damit die Voraussetzung schaffen, zu heilen inmitten der Stadt Werdau - Wie kann man sich das vorstellen? Patienten aus der ganzen Welt finden die Stiftung über das Internet und senden ihre medizinischen Daten. Zwei hauptamtliche Mitarbeiterinnen, Kathleen Gebardt und Sandrina Walther, bereiten diese Daten so auf, dass sie von einem ehrenamtlich arbeitenden Ärzteteam ausgewertet werden können. Mit dieser Aufgabe sind federführend der Neurochirurg Prof. Dr. med. habil. Jan-Peter Warnke und Chefärztin Dr. med. Angelika Klammer betraut. Ziel ist es zu verstehen, wie es zu dieser Erkrankung kommt und welche Wege der Behandlung es gibt.
Finanziert wird die Vigdis Thompson Foundation – benannt nach ihrer selbst erkrankten Stiftern aus Norwegen – durch die großzügige Unterstützung der HEAD-Genuit-Stiftung sowie viele privaten Spenden. Nähere Informationen über die Arbeit der Stiftung findet man unter www.vigdis-thompson-foundation.org.
Auf dem Bild: Neurochirurg Prof. Dr. med. habil. Jan-Peter Warnke gemeinsam mit den hauptamtlichen Mitarbeiterinnen, Kathleen Gebardt (rechts) und Sandrina Walther (links) von der Vigdis Thompson Foundation.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Werdau

Städtisches Museum: Hochinteressanter Vortrag zur Industrielandschaft

Westsachsen/Zwickau.- Die Ausstellung „Industrie in Bildern“, die man derzeit im Zwickauer Stadtmuseum besuchen kann, hatte es aufgrund der alles bestimmenden Corona-Panik in den vergangenen Monaten sehr schwer. Zwar ist der Museumsbetrieb unter den üblichen erschwerten Hygienebestimmungen wieder möglich, allerdings ist auch hier kaum zu übersehen, welche Schneise die Zwangsverordnungen auch in das hiesige Kulturleben geschlagen haben.
Das zeigte sich vor allem am vergangenen Sonntag, als Diplom-Ökonom Horst Sommer vom Steinkohlenbergbauverein Zwickau e.V. einen hochinteressanten Vortrag zum Thema „Die westsächsische Industrielandschaft im Spiegel der Kunst“ hielt und einen großen Bogen von den Anfängen des Steinkohle- und Silberbergbaus über den Uranabbau bis hin zur Automobilindustrie der Gegenwart schlug. Anschaulich untermalt wurde diese kleine Zeitreise mit dem Werken so unterschiedlicher Künstler wie Albert Schwarz, Erhard Zierold, Eduard Heuchler, Peter Schettler, Käte Walther und vielen weiteren. Es wurde deutlich, welche Rolle der Kunst bei der geschichtlichen Einschätzung der vielen Epochen, die die einmalige Industrielandschaft Westsachsens in den vergangenen Jahrhunderten durchlebte, zukommt.
Trotz des interessanten Themas fanden sich nur wenige Besucher ein, was zeigt, dass wir noch weit entfernt von den Verhältnissen aus der Zeit vor den Zwangsmaßnahmen der vergangenen Wochen und Monate sind. Leere Ausstellungsräume und mit Mundschutz gewappnetes Museumspersonal erinnern den Gast zuweilen selbst an ein surreales Kunstwerk. Es bleibt zu hoffen, dass sich dies in den nächsten Wochen wieder hin zum Positiven verändern wird. Die Ausstellung „Industrie in Bildern“ kann noch bis zum 26. Juli diesen Jahres besichtigt werden.

Gashaverie in Leubnitz: Bewohner mussten evakuiert werden

Westsachsen/Werdau.- Am Mittwoch, den 17. Juni um 17:37 Uhr wurden die Feuerwehren aus Werdau und dem Ortsteil Leubnitz zu einer Gashavarie auf die Zeppelinstraße gerufen. Auf der dortigen Baustelle war eine Steinborde auf die Medienleitungen gerutscht. Sowohl die Wasser- als auch die Gasleitung wurden beschädigt.
Binnen weniger Minuten waren 4 Einsatzfahrzeuge mit insgesamt 17 Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr vor Ort, zudem 2 Rettungswagen und ein Organisatorischer Leiter Rettungsdienst des DRK-Kreisverbandes Zwickauer Land e.V. Auch die Wasserwerke Zwickau, die Stadtwerke Werdau und das zuständige Bauunternehmen kamen zur Einsatzstelle.
Vor Ort bestätigte sich ein starker Gas- und Wasseraustritt. Letzterer konnte schnell abgestellt werden. Vorsorglich wurden die Bewohner der direkt anliegenden Mehrfamilienhäuser für die Dauer des Einsatzes evakuiert. Die herbeigerufenen Medienversorger konnten die entsprechenden Leitungen sichern. Verletzt wurde niemand. Auch zu weiteren Schäden kam es nicht. Gegen 19:15 Uhr konnte der Einsatz schrittweise beendet werden.

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Werdau

Mittwoch, 17. Juni 2020

Park „Neue Welt“: Älteste Brunnenanlage wieder in Betrieb

Westsachsen/Zwickau.- Im Park „Neue Welt“ in Pölbitz findet nach rund 3-jähriger Bauzeit (von April 2017 bis Juni 2020) eine umfangreiche Baumaßnahme ihren Abschluss. Aufgewertet wurde eine rund 2.300 Quadratmeter große Fläche im historischen Parkbereich mit Amorbrunnen. Zudem wurde die Parkanlage nördlich und südlich durch Flächenankauf und Umwandlung einer teilweise leerstehenden Kleingartenanlage um ca. 3.100 Quadratmeter erweitert. Damit erstreckt sich der Park nun über eine 29.500 große Gesamtfläche.

Amorbrunnen
Leicht verborgen zwischen immergrünen Rhododendren und unter dem sanften Blick einer Brunnennymphe (Wassergeist, der an einem Brunnen lebt) befindet sich im historischen Bereich der Parkanlage der Amorbrunnen. Den halbwüchsigen Knaben mit Schwan konnten die Zwickauer bereits ab 1903 bewundern.
Seit der Einweihung sind die mehr als einhundert Jahre nicht spurlos am ältesten Zwickauer Brunnen vorbeigegangen. Ein undichtes Wasserbecken, fehlende Trink- und Abwasserleitungen und Vandalismusschäden haben dazu geführt, dass sich die Baumaßnahme hauptsächlich auf die Sanierung des Amorbrunnens konzentrierte. Besonders schwierig war dabei der Umgang mit der Brunnenplastik. In Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde bzw. der Landesdenkmalpflege und auf Grundlage eines Gutachtens wurde entschieden, die Figurengruppe abzuformen und aus haltbarem Beton neu zu gießen. Ein Replikat ziert nun das Wahrzeichen der Parkanlage. Das Original ist im städtischen Betriebshof eingelagert.

Wegesystem
Nicht nur der Brunnen hat eine Frischekur bekommen. Auch das Wegesystem im zentralen Parkbereich wurde grundhaft ausgebaut. Mit einer Einfassung aus Stahlband können die historischen Parkwege jetzt wieder gut begangen werden.
Im Rahmen einer Ausgleichs- und Ersatzmaßnahme wurde zusätzlich bereits im Oktober 2019 auf einer Brachfläche ein neuer Zugang von der Brückenstraße in den Park und zum Ballhaus geschaffen.
Im nördlichen Teil der Anlage finden derzeit noch Bauarbeiten statt. Zukünftig gelangt man über zwei Wege, vom Mulderadweg und der verlängerten Dorotheenstraße aus, in den Park Neue Welt. Die ca. 2.300 Quadratmeter große Fläche wird später noch nach historischen Vorgaben mit Strauch- und Baumpflanzungen ausgestattet. Zahlreiche Banknischen im Park und auf den neu dazugewonnenen Flächen laden unweit der Zwickauer Mulde zum Verweilen und Entspannen ein.

Kosten
Die Gesamtkosten der Baumaßnahme, die zu 2/3 über das  Bund-Länder-Programm Stadtumbau Ost – Teil Aufwertung gefördert werden, belaufen sich auf 357 TEUR, 119 TEUR davon sind Eigenmittel der Stadt Zwickau. Umfangreiche Mittel wurden vor allem in die Grundlagenermittlung, Planung und Vorbereitung der Baumaßnahmen investiert (Denkmalschutz).

Historisches
Der Park Neue Welt und das gleichnamige Ballhaus blicken gemeinsam auf eine wechselvolle Geschichte zurück. Begonnen hatte es mit dem Wunsch Richard Harzers, an der Leipziger Straße ein Ballhaus einschließlich reicher Ausstattung mit Konzertpark erbauen zu lassen. Pfingsten 1903 fand die Eröffnung statt und noch heute schmücken Harzer's Initialen das Gebäude und die Bühne im großen Saal.
Seit dem Neubau ist diese „Etablissement“ auch überregional bekannt und für viele Zwickauer ein beliebtes Ausflugsziel. Würde man das Ensemble nur auf gesellige Feierlichkeiten reduzieren, so täte man hier Unrecht. Vor über 100 Jahren fanden bereits Gartenbauausstellungen (1911 und 1927) im Park und in den Räumen der „Neuen Welt“ statt. Es folgten u. a. in den 1980er Jahren Kunstausstellungen und Kulturveranstaltungen, die bis heute viele Besucher in ihren Bann ziehen.
Systematisch wurde die Grünfläche erweitert und Teile davon neu gestaltet. Bereits 1904/05 kaufte Richard Harzer ein Grundstück an der Altenburger Straße 20 und ließ eine Festwiese errichten.
Seit der Sanierung, Erweiterung und Neugestaltung des Parks in den 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts hat sich das Erscheinungsbild nicht merklich verändert. Der Entwurf des Landschaftsarchitekten Karl Wienke wurde leider nur in Teilen umgesetzt.
Eng mit dem Konzerthaus verbunden sind die historische Parkanlage und der Amorbrunnen. Anzunehmen ist, dass die Grünfläche erst 1911 im Rahmen der Gartenbauausstellung angelegt wurde. Kennzeichnend für die ca. 3 ha große Parkanlage sind nicht nur die buntlaubigen Gehölze, sondern auch verschiedenen Skulpturen. Geschaffen vom Zwickauer Bildhauer Karl Rudolf Mosebach heißen vier Allegorien die Besucher am Haupteingang des Parks willkommen.

Quelle und Fotos: Stadtverwaltung Zwickau

Geführter Rundgang durch den Fürstlich Greizer Park

Westsachsen/Ostthüringen/Greiz.- „Ich verstehe nicht, wie man an einem Baum vorübergehen kann, ohne glücklich zu sein.“ - Fjodor Dostojewskij
Er gehört zu den schönsten europäischen Landschaftsparks: der Fürstlich Greizer Park. Angelegt im englischen Stil, verzaubert die wundervolle Parkanlage mit Parksee und atemberaubender Pflanzenvielfalt die Besucher zu jeder Jahreszeit.
Der Parkführer führt  bei der knapp zweistündigen Tour zu malerischen Plätzen, öffnet die Augen für die zahlreichen dendrologischen Besonderheiten und gibt Informationen zur Geschichte und Gegenwart des Fürstlich Greizer Parks.
Termin: Samstag, 20. Juni 2020
Preise: Erwachsene 4,00 Euro, Kinder 2,00 Euro
Zeit / Dauer: 14.00 Uhr / rund zwei Stunden
Ticketverkauf: Tourist-Information Greiz im Unteren Schloss, Burgplatz 12 (bis 15 Minuten vor Beginn des Rundganges)
Wichtige Hinweise:
Für die Parkführung bitten wir um vorherige Anmeldung. Die Teilnahmetickets sind im Vorverkauf, bzw. bis max. 15 Minuten vor Beginn der Führung, in der Tourist-Information Greiz im Unteren Schloss, Burgplatz 12, erhältlich. Eine Teilnahme an dem Rundgang ist nur mit gültigem Ticket möglich. Aufgrund der aktuellen Situation können nur 15 Personen an der Führung teilnehmen. Es wird sich vorbehalten, die Führung abzusagen, wenn die Mindestteilnehmerzahl von sieben Personen nicht erreicht wird. Die Hygiene- und Abstandsregeln sind während des Rundganges einzuhalten.

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Greiz

Dienstag, 16. Juni 2020

Wettbewerb gewonnen: „Demokratisch handeln“ ist gefragt

Westsachsen/Zwickau.- In der Schule am Scheffelberg dürfen Schülerinnen und Schüler jetzt ein Wörtchen mitreden. Und das eigentlich schon seit 2019, denn im vergangenen Jahr wurde an der Grundschule in Eckersbach eine „Lehrer-Kinder-Konferenz“ ins Leben gerufen. Über diese haben die Kinder die Möglichkeit, sich aktiv an der Gestaltung schulinterner Prozesse zu beteiligen – und das bereits recht erfolgreich. Denn alle bisher gemeinsam getroffenen Entscheidungen bzw. Maßnahmen konnten im Schuljahr 2019/2020 schon umgesetzt werden. Und mehr noch: Jetzt hat die Grundschule mit ihrer „Lehrer-Kinder-Konferenz“ sogar beim bundesweit ausgeschriebenen Wettbewerb „Demokratisch handeln“ gewonnen.
Gesucht wurden Projekte, in denen sich Kinder und Jugendliche mit eigenen Ideen für demokratische Prozesse in der Gemeinde, in der Schule, in Jugendeinrichtungen oder an anderen Orten einsetzen, kurz: in denen sie demokratisch handeln. Und genau das ermöglicht die Kinderkonferenz. Sie motiviert und befähigt Kinder, an der Gestaltung ihrer „Schule zum Wohlfühlen“ mitzuwirken, eigene Ideen einzubringen und sich auch für Interessen anderer einzusetzen. Zudem werden die Kommunikation, das Verantwortungs- und Gemeinschaftsgefühl der Kinder und die eigene Identifikation mit der Schule gestärkt.
Für die im Oktober 2019 eingereichte Projektidee erhielt die Schule am Scheffelberg vergangene Woche die Information zur Auszeichnung und ist sogar sachsenweit die einzige Grundschule, die einen Zuschlag erhielt. Eine Jury wählte aus insgesamt 330 eingereichten Projektideen aus ganz Deutschland (15 davon aus Sachsen) die 50 besten aus.
Normalerweise werden die Gewinner jeweils im Frühsommer eines Jahres zu einer 3-tägigen Lernstatt Demokratie in jährlich wechselnde Städte Deutschlands eingeladen. Leider fällt diese aufgrund der Corona-Panik aus und wird nun ins Netz verlegt. Heute ab 17 Uhr können dann unter www.demokratisch-handeln.de/lernstatt-digital die feierliche Eröffnung, die digitale Ausstellung der Preisträger und die Kulturangebote online angeschaut werden.
Mit Engagement, Freude und Stolz über bisher erreichtes geht es in der Schule am Scheffelberg weiter, der Prozess der Partizipation wird fortgesetzt. Die „Kinderkonferenz“ soll sich zum festen Bestandteil des pädagogischen Konzeptes der Eckersbacher Grundschule etablieren – und darf auch gern Schule machen.

Foto: Schule am Scheffelberg

Montag, 15. Juni 2020

Von der Quelle bis ins Meer: Tag der kleinen Forscher in Zwickau

Westsachsen/Zwickau.- Pandemiebedingt mussten in diesem Jahr bereits viele Veranstaltungen ausfallen oder auf später verschoben werden. Nicht aber diese: „Tag der kleinen Forscher“, der am Dienstag, 16. Juni 2020 bundesweit stattfinden wird. Auch wenn der Aktionstag in diesem Jahr nicht ganz so ausgelassen wie sonst gefeiert werden kann, wird der kindliche Entdeckergeist und forschendes Lernen in vielen Kitas, Horten und Grundschulen dennoch im Mittelpunkt stehen.
Auch in vielen Zwickauer Kitas und Horten wird an diesem Tag - oder gleich eine ganze Woche lang - geforscht. Dafür steht seitens der Stiftung wieder jede Menge kostenfreies Aktions- und Infomaterial zur Verfügung. Auch für Familien, denn die Forscherideen lassen sich auch zu Hause ganz einfach ausprobieren und erfordern keine pädagogischen Vorkenntnisse. Anregungen dafür gibt’s hier: https://www.tag-der-kleinen-forscher.de/mitforschen/aktionsmaterial
Die kommunalen Kitas und Horte haben sich zu diesem fast unerschöpflichen Thema bereits mächtig ins Zeug gelegt und unzählige spannende Experimente einfallen lassen! In den Kitas „Schatzinsel“ in Mosel, „Wassertröpfchen“ in Eckersbach und im Kinderhort „Rasselbande“ in Oberplanitz erkunden die Steppkes u. a., was schwimmt und was sinkt, bauen eine Minikläranlage, machen Wassermusik mit Gläsern und untersuchen mittels Blattbooten die Wasserströmungen.
Eine ganze Woche experimentieren z. B. die Kitas „Marienhof“ und „Anne Frank“ in Marienthal und die „Muldenstrolche“ in Crossen. Neben „Kneipp“-Anwendungen gehen die kleinen Wissenschaftler auch den Fragen nach, wie jeder Wasser sparen und ob man es hören kann, wie es in den Wasserhahn kommt und wem es eigentlich gehört.
Die Mädchen und Jungen der „Krümelkiste“ in Pölbitz experimentieren sogar zum Thema Corona. Mit einem Pfeffer-im-Wasser-Experiment möchten sie beobachten, wie sich ein Virus verbreiten kann.
Es gibt so viele spielerisch-experimentelle Möglichkeiten, diese lebenswichtige Ressource schätzen zu lernen und interessanten Fragen nachzugehen, sei es in der direkten Umgebung, bei Streifzügen durch die Natur oder auch zu Hause. Die Kids können den Regen beobachten, Wetter-“Konzerten“ lauschen oder Pfützen genauer unter die Lupe nehmen. Der Kreativität der kleinen Forscher-Teams in den Einrichtungen und Familien sind fast keine Grenzen gesetzt!
Forscher-Fest in diesem Jahr DIGITAL erlebbar
Stattfinden wird auch das Forscherfest mit dem diesjährigen Partner experimenta. Die Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ verlegt es pandemiebedingt kurzerhand ins Netz und lädt alle kleinen und großen Entdecker dazu ein. Veröffentlicht wird die „Kleine Forscher“-Show direkt am „Tag der Kleinen Forscher“, Dienstag, 16. Juni 2020, ab 10 Uhr unter folgendem Link: https://www.tag-der-kleinen-forscher.de/aktionstag/kleine-forscher-show Einfach mal reinschauen, staunen und nachmachen!
Der „Tag der kleinen Forscher“ ist eine Aktion der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ und findet seit 2009 statt. Jedes Jahr widmet er sich einem neuen Thema und zeigt, dass Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik lebendig, spannend und allgegenwärtig sind. Jedes Jahr unterstützen auch zahlreiche Politikerinnen und Politiker den Aktionstag. Sie zeigen damit, dass sie die pädagogische Arbeit in den Kitas, Horten und Grundschulen in ihrer Region wertschätzen.

Quelle und Foto/Grafik: Stadtverwaltung Zwickau

Tipp der Woche: Eine Bilderreise nach Sibirien

Westsachsen/Bad Elster.- Am Dienstag, den 16. Juni laden Nina und Thomas W. Mücke um 19.30 Uhr im Königlichen Kurhaus Bad Elster zu einer bildgewaltigen Reise nach »Sibirien« ein. In acht Wochen mit Familie, Wohnmobil, Abenteuerschlauchboot und Geländemaschine ein halbes Mal um die Erde oder noch viel besser: 20.000 km durch Sibirien. Hauptziele dieser Reise waren der Baikalsee sowie die Altairegion. Diese bildgewaltige Dia-Ton-Show gibt dabei sehenswerte Einblicke in die unvergleichliche Schönheit, ja Mystik dieser Orte. Aber auch Städte wie etwa Jekatarienburg, Omsk, Novosibirsk oder Irkutsk bestechen nicht nur mit futurischen Neubauten, sondern ebenso mit gepflegtem Stadtgrün. Die Bilderreise zeigt dabei auf imposante Weise, dass man sich in Russland und allemal in Sibirien sehr wohlfühlen kann. Ein hinreisender Abend! Tickets: 037437/ 53 900 | www.chursaechsische.de
Weltwunder im Forellenquintett
Am Donnerstag, den 18. Juni präsentieren die Chursächsischen Streichersolisten um 19.30 Uhr gemeinsam mit dem Pianisten Radim Vojír in der KunstWandelhalle ein „Forellenquintett“ als Konzertabend musikalischer Weltwunder: Das Ensemble der Chursächsischen Philharmonie präsentiert an diesem Abend zwei äußerst populäre Werke der Wiener Klassik: Mozarts Klavierkonzert in Es-Dur ist 1777 noch in Salzburg entstanden und gehört heute nach wie vor zu seinen meistgespielten Kompositionen. Der berühmte Pianist und Mozartinterpret Alfred Brendel bezeichnete das auch unter dem Namen „Jeunehomme-Konzert“ bekannte Stück sogar als „eines der größten Weltwunder“, was die Bekanntheit des Werkes eindrucksvoll unterstreicht. Dem gegenüber erklingt mit Schuberts 1819 komponierten einzigem Klavierquintett ein nicht minder bekanntes Werk, welches auf wunderbare Weise eine musikalische Brücke zwischen Volksmusik, Salon und Romantik schlägt. Den Beinamen erhielt dieses weltberühmte Quintett, weil Schubert dem Variationensatz sein Lied „Die Forelle“ als Thema zugrunde legte. Tickets: 037437/ 53 900 | www.kunstwandelhalle.de
Ein Sommernachtstraum in Meisterwerken
Am Samstag den 20. Juni präsentieren die Chursächsischen Streichersolisten unter der Leitung von Almut Seidel um 19.30 Uhr im Königlichen Kurhaus einen musikalischen „Sommernachtstraum“ als Serenade im Kerzenschein mit besonderen Meisterwerken. Dabei kann das Publikum ganz träumerisch in der Suite „The Fairy Queen“ von Henry Purcell versinken, die auf der gleichnamigen Semi-Oper des englischen Barockkomponisten basiert, welche wiederum von Shakespeares „Sommernachtstraum“ inspiriert wurde. Dazu wird dieser musikalische Sommernachtstraum mit der berühmten Streichersinfonie Nr. 7 von Felix Mendelssohn Bartholdy und mit Benjamin Brittens „Simple Symphony“ bereichert, wobei letztere acht Kindheits-Themen des Komponisten musikalisch bebildert - Ein poetisch-träumerisches Sommerkonzert in Königlichen Anlagen. Tickets: 037437/ 53 900 | www.chursaechsische.de
Gut gelaunt in den längsten Tag des Jahres
Am Sonntag, 21. Juni, lädt die Chursächsische Cafémusik um 10.00 Uhr zu einer heiter-vergnügten Morgenmatinee in die KunstWandelhalle Bad Elster ein. Dabei lädt das Ensemble der Chursächsischen Philharmonie „Gut gelaunt“ zu einem musikalischen Start in den längsten Tag des Jahres: Das Publikum kann sich dann auf ein Konzert mit bekannten und beliebten Melodien wie „Frühling am Boulevard“, „Serenade d’Amalfi“, „Mein Liebeslied muss ein Walzer sein“, „Vilja-Lied“, „Frohe Fahrt“ und viele andere mehr freuen - Diese Freude darf an diesem Tag ganz lange andauern. Tickets: 037437/ 53 900 | www.kunstwandelhalle.de
Abgerundet wird das sommerliche Programm in den Königlichen Anlagen Bad Elster mit verschiedensten Promenadenkonzerten, der Kunstausstellung „Familien-Bande“ in der KunstWandelhalle und der Dauerausstellung im Sächsischen Bademuseum. Im Zuge der Sommer-Veranstaltungen werden selbstverständlich alle derzeit gebotenen Hygiene-Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie berücksichtigt, demzufolge gibt es auch Besucherbegrenzungen und spezielle Gästeleitsysteme. Tickethinweis: Es wird darum gebeten, die Veranstaltungstickets online oder im Vorverkauf zu erwerben. Der weitläufige Empfangsbereich der KunstWandelhalle steht dabei allen Gästen von Montag bis Freitag von 10.00 – 12.30 Uhr und 14.00 - 17.00 Uhr sowie an Samstag und Sonntag von 14.00 - 17.00 Uhr als saisonales Ticket- und Servicezentrum für den Vorverkauf und sämtliche Programminfos zur Verfügung. Alle Infos: 037437/ 53 900 | www.chursaechsische.de

Fotos: Thomas W. Mücke / Jan Bräuer

Parkanlage mit Schwanenbrunnen wieder frei gegeben

Westsachsen/Zwickau.- Seit einigen Tagen sprudelt eine der schönsten und ältesten Brunnenanlagen der Stadt wieder: der imposante und wertvolle Schwanenbrunnen im nördlichsten Teilbereich der historischen Parkanlage Schwanenteich. Im ursprünglich aufwändig gestalteten Eingangsbereich der denkmalgeschützten Parkanlage wurden auf einer rund 2.500 Quadratmeter großen Gesamtfläche auch der Bereich um die Brunnenanlage, die Treppe nebst unterer Platzfläche, die Pergola-Konstruktion aus Naturstein und der angrenzende Rad- und Gehweg saniert.
Mit der Baumaßnahme konnte die Aufenthaltsqualität der früher schon intensiv genutzten Grünfläche nahe der Zentralhaltestelle und der Bahnhofstraße deutlich verbessert werden. Zudem stellt diese nun auch eine attraktive Verbindung zwischen Bahnhofsvorstadt und Stadtzentrum dar und kann wieder als Naherholungsraum und sozialer Treffpunkt für die Einwohner der Bahnhofsvorstadt fungieren.
Schwanenbrunnen
Die Entstehung des Schwanenteichparks und auch des Ensembles um den Schwanenbrunnen ist eng mit Zwickaus Geschichte verbunden. Der sagenumwobene Teich wurde einst nicht nur zur Fischzucht genutzt, sondern spielte als „Wehrteich“ eine wichtige Rolle bei der Stadtverteidigung. Mit dem Wachsen der Stadt während der Industrialisierung entstand seitens der Zwickauer der Wunsch nach einem „Ausflugsziel“. Diesem wurde auch durch Erweiterung des Schwanenteichgeländes in nördliche Richtung Rechnung getragen. Er beherbergt den Schwanenbrunnen und liegt heute zwischen der Reichenbacher- und der Alten Reichenbacher Straße.
Die Gestaltungsidee geht auf den Gartengestalter/Garteninspektor Carl Eduard Petzold zurück, dessen Entwurf aus dem Jahr 1866 in den Folgejahren umgesetzt wurde. Den Zwickauern ist Petzold unter anderem durch die Umgestaltung der Parkanlage des Schlosses Planitz bekannt, dem heutigen Sitz des Clara-Wieck-Gymnasiums.
Erst mehrere Jahrzehnte nach der Entstehung des nördlichen Parkteils wurde der uns heute bekannte Brunnen geschaffen. Der Verkehrs- und Verschönerungsverein und die Eisen-Barth-Stiftung finanzierten damals das Bauvorhaben und schufen so nach 6-jähriger Bauzeit (1929-1935) einen der schönsten Zwickauer Brunnen.
Eine Zäsur erfolgte am Brunnen mit Ausbruch des 2. Weltkriegs. Die Schwanengruppe wurde abgebaut und eingeschmolzen. Seit 1945 ziert ein Neuabguss den Brunnen aus Naturstein.
Nach 85 Jahren Betriebszeit und zahlreichen baulichen und technischen Mängeln findet nun eine Sanierung seinen Abschluss, die im April 2019 begann. Mit Hilfe des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) im Rahmen der integrierten Stadtentwicklung konnten für die Maßnahme Fördermittel generiert werden.
Die finanziellen Mittel wurden u. a. dafür verwendet, rund 1.800 Quadratmeter Wege- und Platzflächen grundhaft zu sanieren. Gut sichtbar für Fußgänger und Radfahrer sind auch die 44 überarbeiteten Pergola-Pfosten einschl. der Metallkonstruktion, die in neuem Glanz erstrahlen. 12 LED-Elemente tauchen bei einbrechender Dunkelheit die Eingangsbereiche unter der Pergola in dezentes Licht. Über eine Freitreppe, die aus Bestandsmaterial gefertigt wurde, gelangt man auf die untere Platzfläche, die von Sitzmauern umsäumt ist.
Der Öffentlichkeit weitestgehend verborgen sind jedoch die unterirdischen Bauwerke. Bis in knapp 6 Meter Tiefe waren Tiefbauarbeiten notwendig, um Schachtanlagen, Pumpenstube und Wasserhaltungsschacht zu installieren. Von der Pumpenstube gelangt man über einen Verbindungsgang direkt unter den Brunnen. Hier befindet sich ein Teil der neu verlegten Trink- und Abwassertechnik. Auch die elektrischen Anlagen mussten im Zuge der Sanierung erneuert werden.
Ausbau Abschnitt Radroute 4
Der asphaltierte Weg entlang der Humboldtstraße zwischen der Alten Reichenbacher Straße und der Reichenbacher Straße ist Bestandteil der Radwegverbindung zwischen dem Marienthaler Bachweg und dem Stadtteil Planitz.
Der schrittweise Ausbau begann mit dem Abschnitt Radroute 4 unmittelbar vor dem Beginn der Bauarbeiten am Schwanenbrunnenareal. Ein weiterer bereits im Ausbau befindlicher Abschnitt innerhalb des Schwanenteichparks stellt die sogenannte Radroute 5 zwischen der Reichenbacher Straße und der Saarstraße dar.
Mit dem Aufbringen einer gelben Einstreudecke wird der Rad-/Gehweg im Bereich der Pergola in den Eingangsbereich um den Schwanenbrunnen eingebunden. Zugleich wird mit dem optischen Belagswechsel auf die besondere Führung der Wegstrecke durch das Bauwerk aufmerksam gemacht.
Auch dieses Projekt ist Teil des EFRE-Förderprogramms für eine nachhaltige attraktive Stadtentwicklung.
Kosten
Die Gesamtsumme beider Baumaßnahmen beläuft sich auf rund 865 TEUR, die sich aus 80 Prozent Fördermittel über den "Europäischen Fonds für regionale Entwicklung im Programm der Integrierten Stadtentwicklung (EFRE)" und 20 Prozent Eigenanteil der Stadt Zwickau zusammensetzen.

Quelle und Fotos: Stadtverwaltung Zwickau