24 Juni 2024

Nach oben gelobt: Wechsel an der Spitze der Sächsischen Staatskanzlei

Westsachsen/Dresden.-
Ministerpräsident Michael Kretschmer hat den Staatssekretär und Bevollmächtigten des Freistaates Sachsen beim Bund, Conrad Clemens, mit Wirkung zum 16. Juli 2024 zum neuen Chef der Sächsischen Staatskanzlei und Staatsminister für Bundesangelegenheiten und Medien berufen.
Er überreichte ihm am Freitag in Dresden die Berufungsurkunde. Der 41-jährige Clemens tritt das Amt am 16. Juli 2024 an. Er folgt auf Oliver Schenk, der aufgrund seiner Wahl in das Europäische Parlament zum 15. Juli 2024 seinen Rücktritt erklärt hat.
Kretschmer sagte: »Conrad Clemens hat einen großen Erfahrungsschatz in der politischen Steuerung, Koordinierung und Planung. Er hat dies auch in den vergangenen Jahren als Bevollmächtigter des Freistaates Sachsen beim Bund immer wieder mit großem persönlichen Einsatz und viel Geschick unter Beweis gestellt und in Berlin erfolgreich für sächsische Interessen geworben und gekämpft.«
Kretschmer dankte zugleich Oliver Schenk für »hervorragende Arbeit, Weitblick und großes Engagement bei der Koordination der Regierungsgeschäfte. Dankbar bin ich für manchen guten Rat und ausgezeichnete und freundschaftliche Zusammenarbeit.« Mit Oliver Schenk verlasse ein enger Vertrauter die Staatskanzlei. »Es freut mich, dass wir in Brüssel mit ihm eine wichtige Stimme für Sachsen haben werden.« Schenk war 2017 zum Chef der Staatskanzlei und Staatsminister für Bundes- und Europaangelegenheiten berufen worden.
Conrad Clemens studierte Internationale Betriebswirtschaft an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt/Oder und in Maastricht, sein Masterstudium absolvierte er in Vancouver. Nach Stationen als Berater einer international tätigen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und als Büroleiter im Bundestag arbeitete er als Bundesgeschäftsführer der Jungen Union Deutschlands und als Landesgeschäftsführer der CDU Sachsen, bevor er 2019 zum Bevollmächtigten des Freistaates beim Bund ernannt wurde.
Quelle und Foto: Sächsische Staatskanzlei

23 Juni 2024

Gärtnern, heiraten, forschen: Mini-Zwickau 2024 startet morgen

Westsachsen/Zwickau.- Ab Montag, 24. Juni ist wieder Spielstadt-Zeit! Dann ist die Pestalozzischule, Seminarstraße 3 wieder fest in Kinderhand. Punkt 9 Uhr öffnen sich Tür und Tor und ein phantastisches Spiel kann beginnen. Kinder im Alter von 7 bis einschließlich 14 Jahren können zwei Wochen lang in die Alltagsrollen Erwachsener schlüpfen und sich spielerisch mit den Kreisläufen in Dienstleistungen, Wirtschaft, Politik und Kultur vertraut machen. Die Kids können sich in verschiedenen Berufen versuchen, (Spiel-)Geld verdienen und es nach Herzenslust wieder ausgeben, den Spielstadt-Alltag mitgestalten und –bestimmen, neue Freunde kennenlernen und auf jeden Fall eine ganze Menge Spaß haben.
In diesem Jahr sind rund 35 Spielstadt-Betriebe mit ca. 250 Arbeitsplätzen am Start. Hier findet sicher jeder Spielstädter den passenden Job für sich. Gearbeitet werden muss mindestens eine Stunde im gewählten Betrieb, dann kann bei Bedarf auch gewechselt werden. Die Kinder können u.a. gärtnern, backen oder handwerklich aktiv werden. Es gibt z.B. ein Fundbüro, eine Vitamin- und Saftbar, den beliebten Freizeitpark, ein Werbestudio, einen Mini-Markt und eine Post. Unter vielen „alten bekannten“ Betrieben sind auch einige neue zu finden, beispielsweise eine Bastelbude, eine Brandmalerei, eine Spiele-Werkstatt (analog) und ein DJ-Projekt. Wieder mit am Start ist auch ein Standesamt, in dem die Mini-Bürger – natürlich im entsprechenden Outfit - heiraten können.
In der ersten Spielstadt-Woche können die Kids außerdem in die Welt der Forschung und Technik eintauchen. Eine Mini-WHZ (Westsächsische Hochschule Zwickau) macht`s möglich. Hier werden die Kids im Konstruieren und Programmieren eines Lego-Roboters fit gemacht und können interessanten Vorlesungen lauschen. Wer besonders viel forscht, kann sich auch weiterqualifizieren und am Ende sogar Professor werden. Das Schüler-Lab der WHZ begleitet die jungen Forscherinnen und Forscher.
Gearbeitet wird natürlich nicht „für nass“. Für jede geleistete Arbeitsstunde gibt es 5 Zwicker, das ist die Spielstadtwährung, zwei davon werden als Steuer einbehalten. Der Rest kann gespart oder innerhalb der Spielstadt wieder ausgegeben werden. Über die Verwendung der Steuern wird in der Bürgerversammlung und im Stadtrat Mini Zwickau entschieden. Der Stadtrat wird übrigens von den Spielstädtern gewählt. Wer selbst Bürgermeister oder Stadtrat von Mini Zwickau werden möchte, kann sich zur Wahl aufstellen.
Der Spielstadt-Alltag, der allein schon fetzig genug ist, wird auch in diesem Jahr wieder mit einigen zusätzlichen Acts ergänzt. Dienstags und donnerstags starten die Spielstädter beispielsweise 10.15 Uhr mit einem gemeinsamen Frühsport in den Tag. Am Mittwoch, 26. Juni ist das Puppentheater Zwickau zu Gast und lässt ab 15 Uhr die Puppen tanzen. Am 28. Juni ist großer Vereinstag und auch die Verkehrswacht mit vor Ort. In der zweiten Spielstadtwoche wird eine Mini-Fußball-EM ausgetragen und am 3. Juli können sich die Kids auf ein eher außergewöhnliches Kreativ-Angebot freuen: Sie dürfen einen (einfachen) Linien-Bus der Städtischen Verkehrsbetriebe Zwickau bemalen.
Wer noch mitmachen möchte, kann einfach am Montag, 24. Juni 2024 oder an einem der anderen Spielstadt-Tage direkt in die „Pesta“ kommen. Noch sind Restplätze vorhanden.
Die Spielstadt läuft bis zum 5. Juli 2024, jeweils Montag bis Freitag von 9 bis 16 Uhr. Die Teilnahme kostet 2 Euro pro Tag und Kind, Zwickauer Familienpass-Inhaber und Inhaber eines Zwickau-Passes bezahlen nur 1 Euro Teilnehmergebühr. Ein warmes Mittagessen gibt’s für 2 Euro im Gasthaus „Hexenkessel“ (Schulspeiseraum).
Unter der Internetadresse kann ab Montag bzw. Dienstag auch wieder geschaut werden, was in der Spielstadt los ist/war. Die Berichterstattungen, Fotos und Interviews werden natürlich auch hier von den Kids selbst erstellt.

Quelle und Fotos: Stadtverwaltung Zwickau

Malzirkel-Steinkohle e.V. Zwickau: Vernissage im Rathaus

Westsachsen/Zwickau.- Der „Malzirkel-Steinkohle e.V. Zwickau“ veranstaltet eine Vernissage im Rathaus. Ausgestellt werden Bilder von Künstlern des Vereins, die mit verschiedenen Maltechniken arbeiten sowie Radierungen herstellen. Die Bilder zeigen hauptsächlich Gebäude und Landschaften in und um Zwickau. Gemalt wird mit Acryl- oder Ölfarben auf Leinwand.
Der Verein „Malzirkel-Steinkohle e.V. Zwickau“ ist Teil der „Urban Sketchers“, einer globalen Gemeinschaft von Skizzenzeichnern, die sich der Praxis des Zeichnens vor Ort widmet. „Wir teilen unsere Liebe zu den Orten, an denen wir leben und reisen - eine Zeichnung nach der anderen“, so der Vereinsvorsitzende, Hans-Jürgen Segeht.
Das Projekt „Zwickau und Umgebung“ wird von der Stadt Zwickau und dem Kulturraum Vogtland-Zwickau gefördert. Beginn der Vernissage ist am Donnerstag, dem 4. Juli, um 17 Uhr.

18 Juni 2024

Eintritt frei: KunstFEST im Max-Pechstein-Museum vor Sanierung

Westsachsen/Zwickau.-
Die vorerst letzten Tage in den KUNSTSAMMLUNGEN ZWICKAU Max-Pechstein-Museum sind angebrochen. Danach wird das Haus für mindestens vier Jahre geschlossen. Zum Finale wartet auf die Besucher ein KunstFEST im idyllischen Garten. Gemeinsam möchte man am Sonntag, dem 30. Juni von 11.30 bis 17 Uhr einen schönen Sommertag verbringen. Der Eintritt ist frei.
Die Besucher können sich mit einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen oder einem Eis unter den riesigen schattenspendenden Bäumen niederlassen, um Kraft zu schöpfen bevor es weitergeht - durch die Dauerausstellung oder zur nächsten Führung. In Kurzführungen begibt man sich auf einen Streifzug durch die Highlights der Ausstellungen und lässt sich vom Team der KUNSTSAMMLUNGEN durch die Sammlung der Meisterwerke führen. Es ist die Gelegenheit, diese Objekte noch einmal in all ihrer Pracht zu bewundern, bevor sie für eine Weile verborgen sind. An einer Kreativstation im Garten können Besucher ihrer Fantasie freien Lauf lassen. Von Blättern und Blumen bis hin zu recycelten Alltagsgegenständen inspiriert, kann man mit Alltags- und Naturmaterialien einzigartige Kunstwerke drucken.
Mit dem KunstFEST verabschieden sich die KUNSTSAMMLUNGEN ZWICKAU Max-Pechstein-Museum vorübergehend. Ab dem 1. Juli schließt das Museum an der Lessingstraße im Rahmen einer geplanten, umfassenden Sanierung für mehrere Jahre. Verzichten muss man jedoch nicht komplett auf das Museum: Ab 25. Januar 2025 zeigt sich die Galerie am Domhof als ZwischenRAUM für die Kunstsammlungen und öffnet für Besucher ihre Türen.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

Schübel und die Unterlassungsklage: Verschoben auf Sankt Nimmerlein

Westsachsen/Zwickau.- Der auf den 28. August anberaumte Verhandlungstermin zum Thema falscher Doktor aus Plauen (WSZ berichtete) wurde schon wieder verschoben. Diesmal sogar bis ins Jahr 2025. Als Grund gibt das Landgericht Zwickau an, der bisher zuständige Richter, Christian Ruderisch, der sich selbst als befangen abgelehnt hatte (WSZ berichtete), würde aus dem Referat ausscheiden. Eine Neubesetzung sei nicht absehbar.
Rechtsanwalt Reinhard Schübel (Foto) hatte bereits 2023 geklagt, weil er die Veröffentlichung von Googlerezensionen über seine Arbeit verbieten lassen wollte. Das wird ihm vor 2025 nicht gelingen. Deshalb darf weiter öffentlich darüber berichtet werden, dass Schübel seinen Doktortitel im Ausland gekauft hat und dass er regelmäßig und wissentlich, im Schulterschluss mit der Zwickauer Justiz, gegen geltendes Recht verstößt.

16 Juni 2024

KITA Anne Frank feiert 60-jähriges Jubiläum

Westsachsen/Zwickau.-
Markant im Erscheinungsbild und Marienthalern bestens vertraut liegt sie fast ein wenig versteckt am Rand zweier Zwickauer Wohngebiete, umgeben von einer Gartenanlage und dem Stadtpark – die Integrative Kindertagesstätte „Anne Frank“ in der Joliot-Curie-Straße 2. Hier wird sich liebevoll und verantwortungsbewusst um den Nachwuchs gekümmert – und das nun schon seit 60 Jahren!
Im Jahr 1964 öffneten sich erstmals die Türen, damals noch als „Wochenkrippe“ für Säuglinge und Kleinkinder bis zu drei Jahren. Später wurde die Einrichtung als Tageskrippe und Ausbildungsstätte für Erzieherinnen geführt. 1992 begann die Umprofilierung. Viele Eltern wünschten sich, dass ihre Kinder auch nach dem dritten Geburtstag in der Einrichtung bleiben können. Daraufhin wandelte sich die Kinderkrippe in eine Kindertagesstätte, in der die Mädchen und Jungen in altersgemischten Gruppen betreut wurden. Damit war auch der Weg frei für die Hortbetreuung. 1994 hielt die erste Gruppe Einzug – Schülerinnen und Schüler der zweiten und dritten Klasse der Windbergschule.
In der vergangenen Woche feierte die Kita „Anne Frank“ ihr stolzes Jubiläum und dass gleich eine ganze Woche lang. Jeder Tag hielt ein anderes Highlight für die Steppkes bereit. Gestartet wurde mit einem Sportfest. Am Dienstag gastierte das Puppentheater Zwickau mit der Raupe Nimmersatt in der Einrichtung und lies gemeinsam mit den Kindern die Puppen tanzen. In der Wochenmitte war großer Forschertag. Tags darauf sorgten die Freiwillige Feuerwehr Marienthal und Polizei für staunende Kinderaugen. Mit vor Ort war ebenso der Rettungshunde- und Sanitätsgruppe Chemnitz e.V., der u. a. auch eine „Teddy-Sprechstunde“ für die Kids anbot. Mit einem großen Familienfest, einer Talente-Show und vielen schönen Eindrücken endete die ereignisreiche Woche am vergangenen Freitag.
Die integrative Kindertageseinrichtung „Anne Frank“ betreut aktuell bis zu 124 Kinder im Alter von 0 bis 11 Jahren in 4 altersgemischten Gruppen und einer Hortgruppe. Im Mittelpunkt der pädagogischen Arbeit stehen die Bedürfnisse, Erfahrungen und Interessen der Kinder und deren Familien und eine vertrauensvolle Erziehungspartnerschaft mit den Sorgeberechtigten der Kinder. Die Kita beteiligt sich regelmäßig an der bundesweiten Stiftung „Kinder forschen“ und am Gartenprojekt „Schreberino“. Zudem kooperiert die Kita mit der nahegelegenen Grundschule am Windberg und erleichtert somit Kindern und Eltern den Übergang vom Kita- in den Schulalltag.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

Mister „Dummes Gelapp“: Bekommt er als nächstes ein Bäumchen?

Oberbürgermeisterin Constance Arndt, Ex-Finanzbürgermeister
Bernd Meyer † und Ex-Oberbürgermeisterin Pia Findeiß
beim Bäumchen Giesen. 
Westsachsen/Zwickau.-
Es werden wieder Wetten angenommen: Wer bekommt als nächstes ein Bäumchen spendiert? Nachdem im September 2021 die Zwickauer Stadtspitze zu Ehren des ehemaligen SED Kreissekretärs und späteren Finanzbürgermeisters Bernd Meyer † (SED/PDS/Linkspartei/DIE LINKE) am Schwanenteich ein Bäumchen pflanzte (WSZ berichtete), stand diese Frage schon einmal im Raum. Damals galten die Vorstände der Sparkasse Zwickau, Felix Angermann und Josef Salzhuber, die im Schulterschluss mit der Zwickauer Justiz und der Stadtspitze wissentlich und regelmäßig gegen geltendes Recht verstoßen, als Favoriten (WSZ berichtete). Diesmal ist es ein langgedientes Mitglied aus dem Stadtrat, das bei den Wetten ganz vorn liegt: Herbert Reischl (SED/DSU/Linkspartei/DIE LINKE), der zur letzten Stadtratswahl nicht mehr angetreten ist.
Ex-Stadtrat
Herbert Reischl
Seinen Abschied begründet der 80-Jährige gegenüber der Presse so: „Es hat einfach keinen Spaß mehr gemacht. Nur noch dummes Gelapp.“ Damit meint er vordergründig ehemalige Fraktionskollegen und die Oberbürgermeisterin Constance Arndt, die nach seiner Auffassung nicht genug Führungskompetenz besitzt. Ob er sich damit für ein Bäumchen qualifiziert? Wohl eher nicht. Allerdings steht auf seiner Haben-Seite die Nähe zu Bernd Meyer, der ihn 1990 an seine Seite holte. Damit war ihm die Unterstützung der noch immer aktiven Stasi-Seilschaften sicher. Auch hatte er das Privileg der kurzen Wege zur damaligen Baubürgermeisterin Kathrin Köhler (CDU), die als Mieterin in seinem alten Firmensitz wohnte. Reischl war in der Baubranche tätig. Dass es ihm im Stadtrat damals noch Spaß machte, ist aus seiner Sicht verständlich. Außenstehende würden hier Korruption und Vorteilsnahme vermuten. Schließlich war Köhler als Mieterin auch von seinem Wohlwollen als Vermieter abhängig. Aber hey - wer macht das heutzutage nicht: seine Beziehungen spielen lassen...?
Wenn also in nächster Zeit im Stadtrat mal wieder darüber diskutiert wird, wem ein Denkmal gesetzt werden soll, dann darf Herbert Reischl nicht vergessen werden.

12 Juni 2024

Bunter Querschnitt: Das Konservatorium feiert wieder Hoffest

Westsachsen/Zwickau.-
Das Robert Schumann Konservatorium lässt das Schuljahr mit seinem traditionellen Hoffest ausklingen. Dieses findet am Mittwoch, dem 19. Juni ab 15 Uhr statt. Musikalisch gibt es einen bunten Querschnitt der Musikschulensembles.
Das Programm startet um 15.30 Uhr mit den Kindern der Musikalischen Früherziehung. Danach folgen unter anderem die Streichergruppen Fidolinos und Intermezzo, Holzbläserensembles, Sänger, die Folkband Saitenspiel und die Rockband. Ab ca. 19 Uhr beendet die Big Band „swing it“ den Abend mit einem kleinen Konzert.
Für die jüngsten Besucher gibt es wieder eine Bastelstraße, der Geigenbaumeister Bönsch und die Mandolinenbauerin Jacob aus Erlbach sind wieder mit einer Werkbank dabei und für große und kleine Bienenfreunde gibt es ein spannendes Quiz! Auch für das leibliche Wohl ist mit Eis, Kaffee und Kuchen, einer Waffelbäckerei, Getränken und einem Grill gesorgt.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

Regierungserklärung von Ministerpräsident Michael Kretschmer

Westsachsen/Dresden.-
Ministerpräsident Michael Kretschmer (Foto) hat wenige Wochen vor dem Ende der Legislaturperiode eine positive Bilanz der Regierungsarbeit gezogen. »In den vergangenen knapp fünf Jahren haben wir in Sachsen enorm viel erreicht. Die Koalition hat konstruktiv, professionell und ehrgeizig gearbeitet. Am Ende steht eine positive Bilanz für Sachsen«, sagte Kretschmer in einer Regierungserklärung im Sächsischen Landtag. »Wir wissen um unsere Unterschiede. Die Basis für eine konstruktive Arbeit waren unsere Gemeinsamkeiten.«
Sachsen habe insgesamt an wirtschaftlicher Kraft weiter zugelegt und sich zugleich zu einer international anerkannten Qualitätsmarke für Zukunftstechnologien und Forschung entwickelt. Der Strukturwandel in den Kohlerevieren in Mitteldeutschland und der Lausitz nehme Fahrt auf – die Weichenstellungen wirken.
Kretschmer verwies auf eine Vielzahl von Standortentscheidungen zugunsten des Freistaates und die damit verbundenen enormen Investitionen von Unternehmen gerade auch im Hochtechnologiebereich. Dies sei eine Bestätigung der kontinuierlichen Arbeit in der Vergangenheit und sorge für einen weiteren Schub für den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Sachsen.
In dem Zusammenhang betonte er die Notwendigkeit eigener wirtschaftlicher Stärke und Unabhängigkeit. »Ein starkes Land hat eine gute Zukunft.« Der einzige Weg zu mehr Gestaltungsspielraum seien gute Einnahmen aus einer starken Wirtschaft. »Wer nicht stark ist, ist abhängig. Und das ist auch das Ende von Freiheit«, sagte er.
Kretschmer ging auch auf globale Krisen und den Krieg in Europa ein. Die Corona-Pandemie habe die Welt erschüttert und sei ein Stresstest für freiheitliche Gesellschaften gewesen - die Balance zwischen Sicherheit und Freiheit habe ständig neu austariert werden müssen. Besonders aufmerksam und selbstkritisch sehe man auf Kinder und Jugendliche und ihre Eltern, denen sehr viel abverlangt worden sei.
Mit Blick auf den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine in Europa betonte er: »Um es klar zu sagen - Putin ist der Aggressor. Und die Ukraine ist das attackierte Land.« Gleichwohl müsse neben aller Unterstützung der Ukraine auch versucht werden, diesen Konflikt so schnell wie möglich diplomatisch zu lösen. »Wir müssen die Logik von Waffen und Gewalt durchbrechen.«
In seiner Regierungserklärung warb Kretschmer für Respekt und sozialen Zusammenhalt. »Wer Menschen mit Hass aufstachelt, wer Respekt untergräbt, Verrohung fördert, wer Gewalt in Kauf nimmt, der zerstört Werte und schadet damit unserem Land als Ganzes. Keiner, der so handelt, kann für sich beanspruchen, seine Heimat zu lieben.« Der Anstieg bei Hasskriminalität gebe Anlass zur Sorge. »Hass und Extremismus sind eine Gefahr für unser Land, für unsere Demokratie und für unser aller Zukunft. Der Hass kennt nur Verlierer und das ist kein Zukunftsprogramm für unser Land.«
Der Regierungschef warnte auch: »Wir haben in unserem Land Kräfte, die aus dem Hass auf die Moderne unser Land zu einem Museum machen möchten. Eine Politik, die nicht auf den Klimawandel und die Notwendigkeit zu nachhaltigem Wirtschaften reagiert, wird den Anschluss verlieren. Niemand braucht ein solches Land als Partner. Wir wollen aber nicht aufs Abstellgleis, wir wollen nach vorn.«
Kretschmer verwies darauf, dass ein Schwerpunkt in der zu Ende gehenden Legislaturperiode unter anderem Investitionen in Schulen und im Bildungsbereich gewesen sind. »Dort gab und gibt es Handlungsbedarf. Aber die Weichen sind richtig gestellt und die Maßnahmen greifen,« fügte er mit Blick auf die Einführung der Verbeamtung von Lehrern und die Ausweitung der Lehrkräfteausbildung hinzu. Kräftig investiert hat der Freistaat auch in Sicherheit – unter anderem wurde die Polizei um 1.000 Stellen gestärkt.
Mit Blick nach vorn kündigte Kretschmer an, »nächste Priorität werden unsere Krankenhäuser sein«. Auch sie stünden für Gerechtigkeit und Sicherheit. »Wir sind fest davon überzeugt, dass ein starkes Land selbstbewusst, freundlich und optimistisch ist. Und deshalb investieren wir konsequent in unsere Stärken. Was uns in jeder herausfordernden Situation immer helfen wird: ein respektvolles Miteinander, das offene Wort, eine ganz bewusst gepflegte politische Kultur. Diesen Weg werden wir weitergehen und dann wird Sachsen eine europäische Zukunftsregion bleiben.«
Quelle: Sächsische Staatskanzlei
Foto: Wikipedia

11 Juni 2024

Tipp der Woche: Carmen als Opern-Air in Bad Elster

Westsachsen/Bad Elster.-
Am Freitag, den 21. Juni präsentiert das NaturTheater Bad Elster um 19.30 Uhr den Opernwelterfolg »Carmen« von Georges Bizet als leidenschaftliches Sommer-Musiktheater-Event. Es musizieren das Nordböhmische Theater Ústí nad Labem unter der Gesamtleitung von GMD Florian Merz. Der Geniestreich und Welterfolg des französischen Komponisten Georges Bizet flirrt und flimmert von spanischem Temperament, grenzenloser Eifersucht und leidenschaftlichem Begehren – Ein heißer Abend in der sommerlichen Freiluftatmosphäre im Waldpark Bad Elsters! Das Stück in der Regie von Andrea Hlinková handelt von der ebenso verführerischen wie eigenwilligen Carmen, die diversen Herren reihenweise die Köpfe verdreht. Stets gelingt es ihr, dank ihrer Reize aus momentanen Situationen das Beste zu machen, doch dabei auch das Verderben ihrer Verehrer in Kauf zu nehmen. Es ist die Geschichte einer stolzen und selbstbewussten Femme Fatale, die ihre Weiblichkeit und Sinnlichkeit subtil zur Schau stellt und mit Verführungskunst die Männer in die Schranken weist. Ein großer Opernabend in Bad Elster! Tickets: 037437/ 53 900 | www.naturtheater-badelster.de

06 Juni 2024

Internationaler Schumann-Wettbewerb: Die Teilnehmer stehen fest

Westsachsen/Zwickau.-
Die Teilnehmerzahl des 19. Internationalen Wettbewerbs steht fest: Stand heute, 14 Uhr haben sich insgesamt: 121 Teilnehmer (66 Sänger, 55 Pianisten) aus 27 Ländern angemeldet. Als besondere Nationalitäten, die in der bisherigen Wettbewerbsgeschichte eher selten vertreten waren, gelten sicher Malaysia, Australien, Vietnam, Brasilien oder die Republik Moldau. Zudem können 46 Liedbegleiter begrüßt werden. Nach einem ruhigen ersten Anmeldetag gestern, war das Wettbewerbsbüro heute bereits ab 8 Uhr gut besucht. Bis 14 Uhr hatte das Organisationsteam zu tun, die vielen Fragen der Teilnehmer und Teilnehmerinnen zu beantworten, Tickets für den ÖPNV auszugeben oder einfach die Proberaumsituation und Wege zu erklären.
Die wichtigste Frage, die alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten, war die nach den Starterlisten. Diese stehen jedoch erst am heutigen späten Nachmittag fest. Oberbürgermeisterin Constance Arndt wird während der Eröffnungsveranstaltung ab 16 Uhr auf der Open Stage auf dem Hauptmarkt den Buchstaben ziehen, der die Reihenfolge der Startliste vorgibt.
Ein erstes musikalisches Highlight des Wettbewerbs steht heute um 19.30 Uhr im Konzert- und Ballhaus „Neue Welt“ auf dem Programm, wenn das Eröffnungskonzert mit Schumanns sinfonischen Chorballaden den Wettbewerb feierlich eröffnet. Am Freitag beginnt der Wettbewerb für alle mit der ersten Wertungsrunde. Die Pianisten starten bereits 10.30 Uhr in der „Neuen Welt“. Die Sänger haben ihre ersten Wertungen ab 13 Uhr im Gewandhaus.
Schumanns Geburtstag wird am 8. Juni – allerdings diesmal nicht nachmittags, sondern erst um 20 Uhr – am Denkmal in traditioneller Weise begangen. Mit Geburtstagsgrüßen der Oberbürgermeisterin, Blumen und einer musikalischen Umrahmung durch das Jugendblasorchester Zwickau.
Am 10. Juni wird es das erste Mal spannend für alle Beteiligten und zwar wenn feststeht, wer es in die zweite Runde geschafft hat, die dann vom 11. bis 13. auf dem Programm steht. Ab jeweils 11 Uhr präsentieren die Pianisten in diesem Zeitraum ihr Können im Saal der „Neuen Welt“ bevor ab jeweils 14 Uhr auch die Sänger im Gewandhaus in die nächste Runde starten.
Für das große Finale am 14./15. Juni ziehen dann auch die Sänger ins Konzert- und Ballhaus „Neue Welt“. Der Abend des 15. Juni wird ganz im Zeichen der Bekanntgabe der Preisträger stehen. Um 23 Uhr verkündet der Wettbewerbsvorsitzende Dr. Thomas Synofzik die Ergebnisse im Foyer des Konzert- und Ballhauses „Neue Welt“. Am Sonntag, dem 16. Juni, ist dann bereits alles auf den feierlichen Abschluss ausgerichtet. Um 10 Uhr wird es die öffentliche Generalprobe für das Preisträgerkonzert am Abend geben, bevor um 16 Uhr im Robert-Schumann-Haus Zwickau die Preisverleihung durch die Oberbürgermeisterin, Sponsoren und Juroren erfolgt. Am Abend, 19 Uhr, stehen alle Preisträger gemeinsam mit den Clara-Schumann-Philharmonikern auf der Bühne.
Alle Wertungsrunden sind öffentlich und können besucht werden. Zusätzlich zu den Wertungsrunden haben interessierte Besucher auch die Möglichkeit, einige der Teilnehmer in öffentlichen Proberäumen (im Saal des Robert-Schumann-Hauses, den KUNSTSAMMLUNGEN ZWICKAU Max-Pechstein-Museum sowie im Rathaus) und auf der Open Stage auf dem Hauptmarkt live zu erleben.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

05 Juni 2024

Das erste Original-Beweisfoto: „Dafür gehört die Ast in den Knast!“

Westsachsen/Zwickau/Dresden.-
Nachdem die Amtsgerichtsdirektorin Eva-Maria Ast (CDU) jahrelang mit allen Mitteln versucht hatte, die Überklebung des gültigen Rechtskraftvermerkes auf dem Beschluss in der Akte 8 F 1059/07 am Amtsgericht Zwickau zu vertuschen, konnte jetzt erstmals ein Beweisfoto angefertigt werden. Darauf ist deutlich zu erkennen, dass der gültige Rechtskraftvermerk vom 02.05.2012 sogar mit zwei weißen Blättern Papier überklebt wurde. Darunter mit Datum vom 10.04.2013 die Falschbeurkundung der Justizsekretärin Swart. Aufgrund dieser Urkundenfälschung, für die es bis heute keinerlei rechtliche Begründung gibt, wurden Prozesse weitergeführt, die es nie hätte geben dürfen. Rechtsanwälte, Staatsanwälte sowie Richter der Zwickauer und Dresdener Gerichte haben damit im Schulterschluss die Existenz und die Gesundheit der Betroffenen ruiniert.
Dazu schreibt der Pirnaer Rechtsanwalt Martin Braukmann (AfD) an seine ehemalige Mandantin: „Der eigentlich Schuldige ist Herr Lames. Der hat Ihnen den Schaden zugefügt. Das OLG Dresden hat unter dem Vorsitz dieses Richters jämmerlich versagt“.
Peter Lames (SPD/Foto) war bis 2015 Richter am Oberlandesgericht Dresden (OLG DD). Hier hatte er als Vorsitzender einer Richterkommission direkt mit der Zwickauer Überklebungsaffäre zu tun. In seiner Zeit als Beigeordneter Finanzbürgermeister der Stadt Dresden schrieb er an die Betroffene: „Sehr geehrte Frau F., bitte sehen Sie mir nach, dass ich noch nicht geantwortet habe, nachdem Sie mir vor einigen Tagen eine Mail an meine private Mailadresse gesandt haben. Ich muss Sie um Verständnis bitten, dass ich Fragen und Stellungnahmen, die meine frühere Tätigkeit als Richter betreffen, nur gegenüber dem Oberlandesgericht beantworten kann. Ich kann Ihnen nur raten, sich bei der Bewältigung Ihrer gegenwärtigen Probleme professioneller Hilfe zu bedienen. Mit freundlichen Grüßen, Dr. Peter Lames, Beigeordneter für Personal und Recht, Landeshauptstadt Dresden.“
Seit dem 12. September 2022 übt Peter Lames erneut das Amt eines Richters am OLG DD aus. Außerdem wirbt er auf Wahlplakaten für seine erneute Wahl in den Stadtrat von Dresden. Inzwischen ist unbestritten, dass Richter Lames nach bestehender Rechtskraft und Überklebung des gültigen Rechtskraftvermerkes auf der Akte 8 F 1059/07 nicht hätte weiter verhandeln dürfen. Der Fehler liegt also eindeutig bei ihm, der empfiehlt, die Betroffene möge sich professionelle Hilfe suchen. Das erinnert fatal an den Zwickauer Lumpenhund-Prozess (WSZ berichtete).
Es stellt sich immer mehr die Frage, wer hier „professionelle Hilfe“ braucht. In einer Gerichtsverhandlung gegen den Zwickauer Arzt Dr. Christoph Heinritz Bechtel (dieBasis) ließ die CDU-Politikerin Eva-Maria Ast in der Rolle einer Richterin diverse Merkwürdigkeiten in ihrem Verhalten erkennen (WSZ berichtete). Als bei anderer Gelegenheit die Betroffene im Lumpenhund-Prozess um ein klärendes Gespräch bat, rief Ast die Wachleute, um sie abführen zu lassen. Bis heute verhängt die alles kontrollierende Herrscherin Ordnungsgelder in Corona-Angelegenheiten, obwohl die Sache laut Ministerpräsident Michael Kretschmer „längst ausgestanden ist und wir nach vorn blicken sollten“. Deshalb sind viele, auch namhafte Zwickauer, der Meinung, dass die Ast in den Knast gehört (WSZ berichtete).

01 Juni 2024

Haftung nach Corona-Impfung: Was sagt die nächste Instanz?

Westsachsen/Dresden.-
Am 11. Juni 2024 um 10:30 Uhr verhandelt der 4. Zivilsenat des Oberlandesgerichts (OLG) Dresden über die Klage einer jungen Frau gegen den Impfstoffhersteller AstraZeneca.
Die damals 25jährige Medizinstudentin hatte im März 2021 eine Corona-Impfung mit dem Impfstoff der Beklagten erhalten. Acht Tage später begab sie sich mit massiven Beschwerden in die Notaufnahme der Uniklinik Leipzig, wo eine vakzininduzierte Sinus- und Hirnvenenthrombose festgestellt wurde. Es waren mehrere Operationen erforderlich, insbesondere eine dekompressive Hemikraniektomie (Öffnung des Kopfes zur Druckentlastung), was zu längeren Krankenhausaufenthalten und Folgebeeinträchtigungen führte. Die Klägerin verlangt von der Beklagten Schmerzensgeld und Schadensersatz, außerdem begehrt sie Auskunft über sämtliche Nebenwirkungen des Vakzins und sämtliche damit zusammenhängenden Schadensfälle. Sie meint, es habe kein positives Risiko-Nutzen Verhältnis bestanden. Für sie als junge Frau habe kaum ein Risiko für eine tödliche Covid-19-Erkrankung bestanden. Das Thromboserisiko sei von der Beklagten systematisch verharmlost worden.
Die Beklagte hat eingewandt, eine umfassende Studie mit über 24.000 Probanden vor der Zulassung hätte keinen Hinweis auf ein erhöhtes Vorkommen von Thrombosen gegeben. Sie habe kein fehlerhaftes Produkt hergestellt. Ihre Haftung sei außerdem auf Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit beschränkt. Auskunft habe sie der Klägerin bereits umfassend erteilt.
Das Landgericht hat die Klage abgewiesen und ist dabei im Wesentlichen der Argumenta-tion der Beklagten gefolgt. Mit ihrer dagegen gerichteten Berufung am Oberlandesgericht verfolgt die Klägerin ihr Begehren weiter.
Quelle: Oberlandesgericht Dresden
Foto: Symbolbild

29 Mai 2024

Termintipp vom OLG: Satire oder Persönlichkeitsrechtsverletzung?

Westsachsen/Dresden.-
Am 11. Juni 2024 verhandelt der 4. Zivilsenat des Oberlandesgerichts über die Berufung des Satirikers und Moderators der Fernsehsendung »ZDF Magazin Royale«, Jan Böhmermann, der eine Verletzung seiner Persönlichkeitsrechte durch die Verwendung seines Namens und seiner Abbildung geltend macht.
Am 3. November 2023 kritisierte der Verfügungskläger in seiner Sendung (Folge: »Biene vs. Borkenkäfer") u.a. Firmen, die Bienenvölker an Unternehmen verkauften oder vermieteten, damit diese – europäischen Vorgaben entsprechend – angeben könnten, sich für Nachhaltigkeit und Artenschutz zu engagieren. Wörtlich heißt es hierzu unter anderem: »So, auch wenn es wie Naturschutz aussieht und vor allem so aussehen soll, ist dieses ganze Honigbienenangesiedel nichts anderes als »beewashing«. Es geht um PR, es geht um Patte, es geht um Scheine, um Batzen, um Geld. Das ist letztlich ein Business.« Im Anschluss wurde ein Foto des Geschäftsführers der Verfügungsbeklagten gezeigt, deren Logo und ein Ausschnitt aus ihrem Marketingvideo.
Seit dem 17. November 2023 vertrieb die Verfügungsbeklagte als Reaktion hierauf die streitgegenständlichen Honigsorten »Böhmermann-Honig« und »Böhmermann-Bundle« und bewarb diese mit einem Werbeplakat, das Namen und Bild des Verfügungsklägers mit dem Zusatz: »Führender Bienen- und Käferexperte empfiehlt« zeigt. Auf ihrer Website »myhoney.com« bezeichnet sie den Honig u.a. als »Honig zur Sendung ZDF Magazin Royale«.
Hiergegen ging der Verfügungskläger, nachdem sich die Verfügungsbeklagte weigerte, eine strafbewehrte Unterlassungserklärung abzugeben, mit einem Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung bei dem Landgericht Dresden vor. Die Verfügungsbeklagte habe in unzulässiger Weise sein Bild sowie seinen Namen für kommerzielle Zwecke genutzt und den Eindruck erweckt, er stehe hinter den beworbenen Produkten. Es werde der Eindruck erweckt, als handele es sich bei dem Honig um ein Merchandising-Produkt zur Sendung »ZDF Magazin Royale«.
Die Verfügungsbeklagte meint, sie sei ohne vorherige Möglichkeit der Stellungnahme mit dem Vorwurf der Unlauterkeit überzogen worden. Deshalb habe sie sich angesichts der Gefahr eines Imageschadens nach Ausstrahlung der Sendung dazu veranlasst gesehen, proaktiv zu handeln und das Thema in satirischer Form aufzuarbeiten sowie in das eigene Marketingkonzept einzubinden.
Das Landgericht hat den Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung abgewiesen. Die Verfügungsbeklagte habe zwar Persönlichkeitsrechte des Verfügungsklägers verletzt. Dies sei aber nicht rechtswidrig geschehen. Denn nach § 23 Abs. 1 Nr. 1 KUG könnten Bildnisse auch ohne Einwilligung des Betroffenen veröffentlicht werden, wenn sie dem Bereich der Zeitgeschichte zuzuordnen seien. Dies sei hier der Fall. Der Verfügungskläger habe ein Thema gesellschaftspolitischen Interesses (»beewashing«) dargestellt und Denkanstöße gegeben. Die Beklagte habe hierauf in Form einer – für jedermann erkennbar – satirischen, spöttischen und humorvollen Meinungsäußerung reagiert. Dass die Werbung auch einen kommerziellen Nutzen erfülle, ändere an der Zulässigkeit nichts.
Gegen diese Entscheidung hat sich der Verfügungskläger mit der Berufung gewandt. Das Landgericht habe zum einen den Inhalt der zugrundeliegenden Folge »Biene vs. Borkenkäfer" falsch gewürdigt, zum anderen zu Unrecht die Freiheit der Meinungsäußerung der Verfügungsbeklagten über sein allgemeines Persönlichkeitsrecht gestellt.
Quelle: Oberlandesgericht Dresden
Foto: MYHONEY

Park Neue Welt in Zwickau wird am Freitag wiedereröffnet

Westsachsen/Zwickau.-
Zum 121. Jubiläum wird das 1903 von Richard Harzer geschaffene Ensemble aus Konzert- und Ballhaus mit neu gestalteter und rekonstruierter Parkanlage wieder für alle Bürger zugänglich sein. Aufmerksame Beobachter haben bemerkt, dass die Arbeiten bereits vor mehreren Jahren aufgenommen wurden.
Bereits im 4. Quartal 2016 begann der erste Bauabschnitt (2016-2020), der u. a. den Rückbau der teilweise aufgegebenen Kleingartenanlage „Kläranlage e. V.“ im Norden und die Entsiegelung einer ca. 600 m² großen Fläche an der Brückenstraße im Süden der Grünanlage zur Aufgabe hatte. Mit den beiden Erweiterungen einschließlich der Zugänge konnte die Gesamtfläche des Parks um rund 2.900 m² auf nunmehr 31.300 m² vergrößert werden.
Arbeiten wurden auch im historischen Teil der Anlage durchgeführt. Zwischen 1911 und 1919 entstand der Amorbrunnen. Der Zwickauer Karl Rudolf Mosebach schuf nicht nur die bekannte Brunnenanlage, sondern war auch für die Aufstellung der um 1903 datierten „Frauenstatuen“ im Park Neue Welt verantwortlich. Aufgrund des Zustandes der mehr als 100 Jahre alten Bausubstanz des Brunnens konnte nur der „Amor mit Schwan“ wieder aufgestellt werden. Vom Original – bestehend aus Brunnenschaft mit vier wasserspeienden Schwänen und Brunnenschale – wurde ein Abguss angefertigt und eine originalgetreue Replik im Park aufgestellt. Auch das defekte Wasserbecken wurde erneuert, die Brunnenanlage medientechnisch neu erschlossen und die Parkwege grundhaft ausgebaut.
Der zweite Bauabschnitt, der sich 2020 anschloss, umfasste die Arbeiten im Heide- und Rosengarten. Der rund 8.000 m² große Bereich wurde nach historischen Plänen neugestaltet. Die Entwürfe gehen auf den Suhler Garten- und Landschaftsarchitekten Karl Wienke zurück. Bereits 1978 legte er eine Parkgestaltungsstudie vor. Seine Planungsideen wurden in der Neugestaltung und Parkerweiterung im Zeitraum von 1981 bis 1984 aber nur teilweise realisiert.
Mit den Arbeiten des zweiten Abschnittes sollten die noch vorhandenen baulichen und landschaftsgestalterischen Defizite in der historischen Anlage unter Beachtung denkmalschutzrechtlichen Auflagen behoben werden. Ziel der Maßnahme war es zunächst, aus den Themengärten und dem im historischen Parkteil befindlichen Rondell wieder einen attraktiven Anziehungspunkt herauszubilden. Zukünftig erwarten den Besucher nicht nur drei Pergolen, sondern auch 1.775 m² neu hergestellte Grünflächen die mit attraktiven Heidenpflanzen, Stauden und Gehölzen bepflanzt wurden. Für genügend Platz zum Verweilen sorgen die neu aufgestellten 33 Parkbänke. Wer die Parkanlage auch in den Abendstunden besuchen möchte, der wird von 20 Parkleuchten durch die Anlage begleitet. Die nach einem historischen Vorbild entworfenen Parkleuchten illuminieren den Park bis 24 Uhr. Auch die lange Zeit brachliegende und unansehnliche Fläche an der Leipziger Straße konnte begrünt und als neuer westlicher Zugang mit Banknische etabliert werden.
Die Stadtverwaltung Zwickau lädt alle Bürger zur feierlichen Wiedereröffnung der Parkanlage am Freitag, dem 31. Mai 2024 ein. Treffen ist um 12.45 Uhr auf dem Vorplatz des Ballhauses Neue Welt. Das Theater Plauen-Zwickau wird mit einem Kontrabassduo die Besucher musikalisch empfangen und die Veranstaltung begleiten. Im Anschluss finden Führungen im Park statt. Das Achat-Hotel, das direkt am Park liegt, feiert parallel sein 30-jähriges Jubiläum.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

27 Mai 2024

Stadtverwaltung Zwickau: Geänderte Öffnungszeiten während der Wahl

Westsachsen/Zwickau.-
Bei der Organisation der Europa- und Kommunalwahlen am 9. Juni ist das gesamte Personal von Standesamt und Bürgerservice einbezogen. Rund um den Wahltag haben beide Bereiche daher veränderte Öffnungszeiten.
Das Standesamt bleibt am 11. und 13. Juni für den Bürgerverkehr geschlossen. Ab Dienstag, dem 18. Juni ist es wieder zu den üblichen Öffnungszeiten geöffnet (dienstags 9 – 12 Uhr und 13 – 18 Uhr sowie donnerstags 9 – 12 Uhr und 13 – 15 Uhr).
Der Bürgerservice im Rathaus bleibt vom Samstag (8. Juni) bis einschließlich Dienstag (11. Juni) geschlossen. Das Bürgertelefon ist jedoch am Dienstag, den 11. Juni, von 8 – 18 Uhr erreichbar. Ab 12. Juni ist der Bürgerservice wieder zu den gewohnten Sprechzeiten erreichbar:
Alle Informationen zu den Dienstleistungen des Bürgerservices im Rathaus sind unter www.zwickau.de/buergerservice zusammengefasst.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

25 Mai 2024

Mister „Da kann man nichts machen“: Zieht er im Hintergrund die Fäden?

Gerald Otto (MdL/CDU)
Gerald Otto (MdL/CDU)
Foto: Wikipedia
Westsachsen/Zwickau.- Kurz vor der Stadtratswahl in Zwickau äußert sich der Landtagsabgeordnete und Stadtratskandidat der CDU, Gerald Otto (Foto), zur Zwickauer Überklebungsaffäre. Als Mitglied im Ausschuss für Verfassung und Recht, Demokratie, Europa und Gleichstellung im Sächsischen Landtag hat er an der Seite von Justizministerin Katja Meier entscheidenden Einfluss darauf, ob und wie die Zwickauer Staatsanwaltschaft bestimmte Fälle ermittelt. In Bezug auf die Anwendung des falschen Familienrechts in der Akte 8 F 1059/07 am Amtsgericht Zwickau (AGZ) lautet sein Lieblingsspruch: „Das hat keinen Sinn, da kann man sowieso nichts machen.“ Mit diesem Totschlagargument konnte er bis jetzt jegliche Fragestellungen, die ihn mit den Vorgängen in der Zwickauer Justiz in Verbindung bringen, erfolgreich abschmettern.
Seine letzte Ausrede zum Zwickauer Lumpenhund-Prozess: „Ich bin da raus, auch weil es eine klare Trennung zwischen Legislative, Exekutive und Judikative gibt…“. Gemeint ist das Prinzip der Gewaltenteilung in Artikel 20 Absatz 2 Satz 2 des Grundgesetzes. Demnach müsste es so sein, dass der Gesetzgeber (Politik), die vollziehende Gewalt (Polizei) und die Justiz (Gerichte) unabhängig voneinander agieren. Das ist in Zwickau nachweislich nicht der Fall. Die Verletzung dieses Gewaltenteilungsprinzips tritt hier immer häufiger offensichtlich zu Tage. Gerald Otto weiß das, beharrt aber nach wie vor auf seiner Argumentation.
Politik, Justiz und Sparkasse im Schulterschluss gegen geltendes Recht.
Von links im Schulterschluss:
Zwickaus Oberbürgermeisterin Constanze Arndt (BfZ), Sachsens
Justizministerin Katja Meier (GRÜNE), Ex-Landgerichtspräsident
Dirk-Eberhard Kirst, Gerald Otto (MdL/CDU) und Jan Löffler
(MdL/CDU), Sparkasse Zwickau. Foto: TV Westsachsen
Spätestens jetzt sollte der aufmerksame Leser nach den Beweggründen fragen. Dazu muss man wissen, dass der CDU-Landtagsabgeordnete ein Parteifreund der Zwickauer Amtsgerichtsdirektorin Eva-Maria Ast (CDU) ist. Diese ist verantwortlich dafür, dass die Anwendung des falschen Rechts, wie oben beschrieben, nicht korrigiert wird. Trotz, dass diese Korrektur laut Gesetz zwingend von Amts wegen vorgeschrieben ist. Wenn also Gerald Otto sich für die Aufklärung der Verbrechen innerhalb der Zwickauer Justiz einsetzen würde, dann hätte er eine mächtige Gegnerin in den eigenen Reihen. Denn Eva-Maria Ast befehligt nicht nur die gesamte Zwickauer Justiz, sondern kommandiert auch bis ins Justizministerium hinein. Deshalb hat niemand in der Sächsischen Staatskanzlei oder im Justizministerium ein Interesse daran, dass im Zwickauer Lumpenhund-Prozess (WSZ berichtete) wirklich Recht gesprochen wird. Denn dann wäre einmal mehr bewiesen, dass die sächsische Justiz im Schulterschluss mit der Politik und eben auch der Sparkasse Zwickau wissentlich und regelmäßig gegen geltendes Recht verstößt.
In seiner Funktion als Mitglied im Sparkassen-Verwaltungsrat, die er bis 2019 inne hatte, wurde Gerald Otto von der Geschädigten umfangreich über die illegale Ablösung des Darlehens im Zwickauer Sparkassen-Skandal informiert (WSZ berichtete). Auch hier sollte es keine ordentliche Rechtsprechung geben. Der Verdacht liegt nahe, dass der CDU-Mann in Absprache mit dem damaligen Landgerichtspräsidenten Dirk-Eberhard Kirst und der Amtsgerichtsdirektorin Eva-Maria Ast (CDU) auch die Rechtsprechung im Prozess gegen die Sparkassenvorstände Felix Angermann und Josef Salzhuber am Landgericht Zwickau beeinflusste. Kirst beugte damals das Recht, indem er die Sparkassenbosse trotz gegenteiliger Beweise und der angebotenen Zeugenaussagen aller beteiligten Darlehensnehmer, die er nicht nutzte, gewinnen ließ (WSZ berichtete).
Diese Rechtsbeugung bestätigte jetzt mit Schreiben vom 16. Mai die Staatsanwaltschaft Zwickau, behauptet jedoch gleichzeitig, dass die Tat verjährt sei. Zitat: „...Hier liegt das Verfahrenshindernis der Verjährung vor. Gemäß § 78 Abs. 3 Nr. 4 StGB verjähren die Tatvorwürfe Rechtsbeugung und Betrug nach 5 Jahren...“. Die Verbrechen der Zwickauer Justiz - speziell auch die des Dirk-Eberhard Kirst - wurden regelmäßig immer wieder angezeigt, weil die Staatsanwaltschaft Zwickau sich weigerte, dagegen vorzugehen. Jetzt redet man sich damit heraus, dass „...die wiederholte Stellung von Strafanzeigen kein Unterbrechungstatbestand ist...“.
Wir haben Gerald Otto mit diesen Vorwürfen konfrontiert. Zur Überklebungsaffäre sagt er: „Ich halte das für ausreichend bewertet und somit abgeschlossen. Da müssen wir jetzt aufpassen, dass so etwas nicht noch einmal passiert“. Zum Sparkassen-Skandal: „Solche Streitigkeiten gehören nicht in den Verwaltungsrat der Sparkasse. Das ist das operative Geschäft der Vorstände“. Allerdings vergisst der CDU-Mann zu erwähnen, dass es Aufgabe des Verwaltungsrates ist, den Sparkassenvorstand zu kontrollieren. Dieser Kontrollpflicht sind weder er noch seine Stadtratskollegen, inklusive der Vorsitzenden des Verwaltungsrates, Oberbürgermeisterin Constanze Arndt (BfZ), und ihres Stellvertreters, Landrat Carsten Michaelis (CDU), nachgekommen.
Gerald Otto bewirbt sich am 9. Juni erneut als CDU-Stadtrat in Zwickau. Im September tritt er wieder als Abgeordneter zur Landtagswahl in Sachsen an.

Wie sich andere Kandidaten zu diesem Thema positionieren, lesen Sie hier:

22 Mai 2024

Eintritt frei: Robert-Schumann-Haus feiert Gewandhauskapellmeister

Westsachsen/Zwickau.-
Vor zweihundert Jahren, am 23. Juni 1824, wurde in Altona (Hamburg) der Komponist, Pianist, Dirigent und Musikschriftsteller Carl Reinecke geboren. Ihm widmet das Robert-Schumann-Haus Zwickau vom 26. Mai bis 4. August eine Sonderausstellung im Foyer des Erdgeschosses.
1843 kam er nach Leipzig und pflegte dort bald engere Kontakte zu Robert Schumann. 1851 folgte er ihm ins Rheinland, wo er eine Stelle am Kölner Konservatorium annahm. Ab 1860 wirkte er für 35 Jahre – länger als jeder andere dortige Dirigent – als Gewandhauskapellmeister in Leipzig. Von Schumann autorisiert erstellte Reinecke zahlreiche Arrangements von dessen Werken und gewann Inspiration durch Kompositionen Schumanns. Beide Komponisten widmeten sich gegenseitig einzelne Werke. 1901 wurde Reinecke als Gastdirigent zur Einweihung des Zwickauer Schumann-Denkmals eingeladen und komponierte speziell zu diesem Anlass eine Festhymne.
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Das Zwickauer Schumann-Museum besitzt zahlreiche Noten- und Briefautographen des Schumann-Freundes und konnte nach seinem Tod 1910 Teile seines Nachlasses erwerben. Die Stücke bilden die Basis für die neue Sonderausstellung. Die Schau dokumentiert die Beziehungen Robert und Clara Schumanns zu Carl Reinecke, seine Kontakte nach Zwickau sowie seine breitgefächerte musikalische Wirksamkeit. Zu sehen sind auch Portraits, Programmzettel und musikschriftstellerische Dokumente. Erst kürzlich konnte ein Brief Robert Schumanns an Carl Reinecke erworben werden, in dem es u. a. um Schumanns berühmtes Jugendalbum geht, bei dessen Drucklegung Carl Reinecke eine Schlüsselrolle übernahm.
Reinecke war neben Schumann im 19. Jahrhundert der wohl bedeutendste Komponist, der speziell Musik für Kinder und Jugendliche geschrieben hat. In hohem Alter von über 80 Jahren wurde durch das System der Künstlernotenrollen Reineckes Klavierspiel durch Produktionen an speziellen Aufnahmeflügeln in Leipzig dokumentiert. Ebenfalls Teil der Sonderausstellung ist ein Hupfeld-Phonola-Flügel, auf dem diese über hundert Jahre alten Papierrollen nun wieder abgespielt werden können, so dass Carl Reinecke mit Geisterhänden in die Tasten zu greifen scheint. Während der Ausstellungszeit sind mehrere Konzerte geplant, die zum normalem Museumseintrittspreis besucht werden können. Weitere Vorführungen sind nach Absprache im Zusammenhang von Gruppen-Führungen möglich. Das Robert-Schumann-Haus ist dienstags bis freitags, von 10 bis 17 Uhr geöffnet, samstags und sonntags von 13 bis 17 Uhr sowie während des Internationalen Robert-Schumann-Wettbewerbs auch am Montag, 10. Juni von 10 bis 17 Uhr. Die Ausstellung wird am Sonntag, 26. Mai, 16.15 Uhr eröffnet – der Eintritt dazu ist frei.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

14 Mai 2024

Gerichtsvollzieher Stephan Delling: Anzeige wegen Unterschlagung

Westsachsen/Zwickau/
Dresden/Berlin.- Stephan Delling, Gerichtsvollzieher aus Leidenschaft, schuldet dem Verein für saubere Justizarbeit Geld. Am 16. März überwies ihm der Vorstand im Auftrag zur Weiterleitung an die Landesjustizkasse (LJK) Mainz eine Summe von 444,09 Euro. Diese Zahlung kam jedoch beim Gläubiger nicht an. Stattdessen schickte der dienstbeflissene Gerichtsvollzieher einen weiteren gelben Brief, in dem er mit Haftbefehl und Eintragung ins Schuldnerverzeichnis drohte, obwohl das Geld nachweislich bereits auf seinem Konto gutgeschrieben war. Eine Nachfrage ergab, dass Delling die Zahlung nicht weiterleitete, weil ihm der Verwendungszweck nicht gefiel. Dieser beinhaltete die Mitteilung, dass die Überweisung bis zur Ahndung der Rechtsverstöße innerhalb der Zwickauer Justiz im Aktenzeichen 8 F 1059/07 unter Vorbehalt steht. Diesen Vorbehalt nimmt Delling nun zum Anlass, das Geld für sich zu behalten.
Laut Auskunft der LJK Mainz, mit der inzwischen eine Vereinbarung getroffen wurde, hat der Gerichtsvollzieher die Zahlung unberechtigt einbehalten. Man versuche gerade, ihn auf dem Dienstweg zur Erfüllung seiner Rückzahlungspflicht zu bewegen, so die LJK. „Das reicht mir nicht“, sagt Olaf Thalwitzer (Foto) vom Verein für saubere Justizarbeit. Er will den Gerichtsvollzieher wegen Unterschlagung bei den Behörden anzeigen. „Ich weiß sehr wohl, dass es vermutlich nichts bringt. Trotzdem werde ich es tun, um ein Zeichen zu setzen. Macht muss kontrolliert werden, sonst ufert alles aus“.
Die Vorgesetzte des Stephan Delling ist die Amtsgerichtsdirektorin Eva-Maria Ast (CDU). Sie hat bereits eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen diesen Gerichtsvollzieher abgeschmettert (WSZ berichtete). Außerdem ist sie in die Zwickauer Überklebungsaffäre verstrickt, droht jedem mit Verhaftung, der sie daraufhin anspricht. So groß ist mittlerweile ihre Angst vor Konsequenzen. Es läuft ein Ermittlungsverfahren gegen sie und zwei Oberstaatsanwälte wegen Rechtsbeugung und Bildung einer kriminellen Vereinigung (WSZ berichtete). In Zwickau trauen sich Rechtsanwälte nicht mehr, zu bestimmten Verhandlungen zu gehen, lassen ihre Mandanten im Stich. „Ich lege mich doch nicht mit der Mafia und der Stasi an!“, ist noch die harmlosere Variante der Ausreden. Richter weigern sich, im Verfahren gegen den falschen Doktor aus Plauen Entscheidungen zu treffen. Reinhard Schübel gilt als Urheber der Zwickauer Überklebungsaffäre (WSZ berichtete).
Olaf Thalwitzer hat mehrere Petitionen auf den Weg gebracht. So beschäftigen sich der Sächsische Landtag und der Deutsche Bundestag derzeit mit der Frage, warum in der Zwickauer Justiz regelmäßig und wissentlich im Schulterschluss gegen geltendes Recht verstoßen wird. Sowohl die Sächsische Justizministerin Katja Meier (GRÜNE), wie auch der Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) sind informiert. Beide haben sich bereits dazu geäußert. „Ich stehe im regelmäßigen Kontakt mit den jeweiligen Ausschüssen im Bundes- und Landtag“, so Thalwitzer. Er geht davon aus, dass es hier in Kürze eine Entscheidung geben wird.

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Umweltpreis der Stadt Zwickau vergeben: Kitas und Hort gewinnen

Westsachsen/Zwickau.-
Zum „Tag der offenen Tür“ in der Stadtverwaltung Zwickau wurde am 27. April der Umweltpreis 2023 vergeben. Oberbürgermeisterin Constance Arndt und Michael Mühmel, Leiter des Umweltbüros, prämierten im Bürgersaal des Rathauses die drei Gewinner.
Über den 3. Platz und ein Preisgeld in Höhe von 300 Euro freut sich die integrative Kindertagesstätte „Marienhof“ in Marienthal. In der kommunalen Kita kümmern sich die Steppkes im Rahmen eines Langzeitprojektes zum Thema „Unsere Umwelt“ um die Baum- und Strauchpflege im Außengelände der Kita und gehen regelmäßig auf Entdeckertour in den Wald. Mit dem Preisgeld erfüllt sich die Einrichtung nun den Wunsch eines Weiden-Tipis für den Gartenbereich.
Platz 2 belegt die Kita „Spaßvogel“ der Arbeiterwohlfahrt KV Zwickau e.V. in Planitz. Die Steppkes pflanzten selbstgezüchtete Jungkastanien, befassten sich mit der Sonne, dem Schatten und der Baumpflege und erfuhren außerdem Wissenswertes über die Fledermaus. Das Preisgeld in Höhe von 500 Euro soll in die Umsetzung eines kleinen Verkehrsgartens mit einer Straße, verschiedenen Verkehrszeichen und Ampeln fließen.
Als Sieger ging der Kinderhort „Planitzer Rasselbande“, ebenfalls aus dem Stadtteil Planitz, hervor. Die Hortkinder und das Hort-Team freuen sich über eine Siegprämie in Höhe von 1.000 Euro. Im kommunalen Hort gehören gärtnerische Tätigkeiten schon seit über zehn Jahren zum Hortalltag. Im „Gartenlabor“ bauten die Kids bereits ein Insektenhotel, legten Hoch- bzw. Blumenbeete und eine Streuobstwiese an. Hergestellt wurden ebenso eine Sandlinse und gebohrte Holzabschnitte für Wildbienen. Damit ist der Hortgarten bestens ausgestattet, um möglichst vielen (Klein-)Tieren Nahrung, Unterschlupf und Nistmöglichkeiten zu bieten. Noch ist offen, wofür der Umweltpreis Verwendung finden soll. Der Kinderrat im Hort muss erst noch darüber abstimmen.
Der Umweltpreis Zwickau wurde zum 2. Mal vergeben und soll besondere Initiativen zum Schutz der Umwelt und für eine nachhaltige Stadtentwicklung in Zwickau würdigen. Die Auslobung 2023 stand unter dem Motto „Bäume im Fokus“. Gesucht wurden konkrete Maßnahmen oder Projekte, die freiwillig und ohne Verpflichtung nachhaltig den vorhandenen Baumbestand in der Stadt Zwickau sichern, verbessern oder erweitern.
Insgesamt wurden bis zum Ende der Bewerbungsfrist im September 2023 5 Wettbewerbsbeiträge eingereicht. Das Umweltbüro bedankt sich nochmals bei allen Teilnehmern und hofft auf eine noch größere Beteiligung beim nächsten Aufruf im Jahr 2025.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

Mehr als 1,7 Millionen Leser interessieren sich für Westsachsen

Westsachsen/Zwickau.- Die Aufrufzahlen der Westsächsischen Zeitung haben heute die 1,7 Millionenmarke überschritten (ScreenShot rechts). Seit dem Zusammenschluss der Portale www.wsz-online.de, wsz-online.blogspot.de und wsz-rechercheteam.blogspot.com im Sommer 2022 steigen die Leserzahlen kontinuierlich.
Die Gründe dafür sind vielfältig. So tragen viele Leser selbst dazu bei, indem sie eigene Themen liefern, sich wegen der Berichterstattung mit ihrem Anliegen ernst genommen fühlen und diese Erfahrungen dann durch Empfehlung an Freunde und Bekannte weitergeben. Auch trägt eine relativ gute Google-Platzierung unserer Artikel zu diesem Erfolg bei.
Außergewöhnlich großes Interesse erzielte die Westsächsische Zeitung mit den Beiträgen „Das blüht Ihnen in Zwickau bei Gericht: Spielball der Justiz“ (196.982 Aufrufe) und „Brennpunkt Neumarkt: Ich stech’ Dich ab, Du Hurensohn!“ (36.384 Aufrufe am ersten Tag). Während der Corona-Zeit war die Überbelastung im Bestattungswesen offenbar erfunden. Hier gab es bisher 100.208 Aufrufe.
Derzeit liegen die Interviews zur Zwickauer Stadtratswahl vorn. In der Summe erhielten die Kandidaten in den ersten sieben Tagen rund 10.000 Aufrufe.

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13 Mai 2024

Berufe schnuppern für Kids: Die Spielstadt 2024 macht's möglich

Westsachsen/Zwickau.-
„Wenn ich groß bin, werde ich Feuerwehrmann.“ „Und ich Bäcker oder Sängerin.“ Auch Kinder im Grundschulalter beschäftigen sich schon mit ihrer Zukunft und haben zum Teil auch recht konkrete Vorstellungen, wenn es darum geht, was sie später einmal werden wollen. Ein Reinschnuppern in ihren Traumberuf bleibt den Kids allerdings noch verwehrt.
Nicht aber in Zwickau! Hier können sich schon die sieben bis 14-Jährigen (spielerisch) in verschiedenen Berufen versuchen. Die Spielstadt „Mini Zwickau“ macht´s möglich! Seit 2006 sorgt das zentrale Ferienprojekt des Verbundes der Zwickauer Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen in kommunaler und freier Trägerschaft alljährlich für einen perfekten Start in die Sommerferien – so auch in diesem Jahr!
Von Montag, 24. Juni bis Freitag, 5. Juli wird sich das Gelände der Pestalozzioberschule, Seminarstraße 3, wieder in ein zauberhaftes Spielareal verwandeln. Aus dem Schulhof wird ein Marktplatz, u.a. mit einer kleinen Gärtnerei, einem Tattoo Studio und einer Kreativwerkstatt. In unmittelbarer Nähe schlagen der Freizeitpark, das Jobcenter und die Sparkasse „Mini Zwickau“ ihre Zelte auf und ins Schulgebäude ziehen verschiedene Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe. Die Kids können in die Alltagsrollen der Erwachsenen schlüpfen und sich nach Herzenslust in über 30 verschiedenen Berufen ausprobieren. In „Mini Zwickau“ gibt es (fast) alles wie im echten Leben, auch einen Stadtrat, ein Einwohnermeldeamt, ein Jobcenter, eine Bäckerei und (seit langem auch mal wieder) ein Standesamt. Und ganz nebenbei lernen die Kinder so auch die verschiedenen Verfahrensweisen und Kreisläufe von Politik, Wirtschaft und Kultur kennen.
Die Vorbereitungen für die Spielstadt 2024 sind bereits in vollem Gange. Derzeit wird das notwendige Equipment besorgt, um die vielen Betriebe auszustatten, werden grobe Pläne für den Projektrahmen geschmiedet, Extra-Angebote organisiert und weitere Partner mit ins Boot geholt. Einige Angebote erhalten einen Feinschliff, Neue kommen hinzu. Bis spätestens Mitte Juni muss alles stehen, dann wird in einer weiteren Medieninfo ausführlich über das diesjährige Spielstadtangebot informiert.
Anmeldungen zur Spielstadt sind bereits im Mai möglich.
Vorgemerkt werden kann sich schon mal der 21. Mai 2024. Dann ist Anmeldestart. Folgende Einrichtungen werden diese wieder entgegennehmen:
- Kinder- und Jugendcafé „Atlantis“, Eckersbach, Komarowstraße 50
- Freizeitzentrum Marienthal, Marienthal, Marienthaler Straße 120
- Jugendcafé „City Point“/Spielhaus, Innenstadt, Hauptstraße 44
- Jugendclub "Airport", Neuplanitz, Reichenbacher Straße 125
- Alter Gasometer, Innenstadt, Kleine Biergasse 3
- „Spinnwebe“ vom SOS Kinderdorf, Oberplanitz, Lengenfelder Straße 46
Gestiegene Kosten machen leider auch vor sozialen Projekten wie „Mini Zwickau“ nicht Halt und einige Anpassungen notwendig. Das betrifft vor allem die Essenkosten, die einen großen Posten im Gesamtbudget der Spielstadt ausmachen. Damit das Angebot auch weiterhin Bestandteil des zentralen Ferienprojektes bleiben kann, werden die Essenkosten in diesem Jahr von einem auf zwei Euro pro Tag/Kind angehoben.
Betroffen ist ebenso die „Mini Media Group“. Das Angebot, das von professionellen Medienpädagogen mit eigener Technik betreut wird, ist eines der Lieblingsbetriebe der Kinder, die sich hier als Journalisten, Radio- und Fernsehmoderatoren versuchen und bisher auch die Internetseite www.minizwickau.de pflegten. Es zählt mit zu den höchsten Kostenpunkten im Spielstadt-Budget. Um das Angebot aufrecht erhalten zu können, müsste auf neue Angebote verzichtet und auch die Ehrenamtspauschale angepasst werden. Eine Unterstützung Dritter könnte das abfedern.
Erstmalig wurde nun für „Mini Zwickau“ die Möglichkeit geschaffen, mithilfe von Crowdfunding Geld zu sammeln. Der Verbund hofft, damit die anfallenden Mehrkosten stemmen und u.a. das bei ALLEN Spielstädtern so beliebte und ALLE Bereiche verbindende Medienangebot auch weiterhin anbieten zu können.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

11 Mai 2024

Zwickauer sind gespannt: Wann kommt das nächste Lumpenhund-Buch?

Westsachsen/Zwickau.-
Es geht um Urkundenfälschung, Rechtsbeugung und Strafvereitelung im Amt. Zwölf Jahre lang quälten Staats- und Rechtsanwälte sowie Richter eine Frau mit haarsträubenden Fehlentscheidungen im Schulterschluss. Die Folge waren Kontopfändungen, illegale Grundbucheintragungen und Besuche vom Gerichtsvollzieher, mit dem Ziel der vollständigen Ruinierung. In ihrer Verzweiflung bezeichnete die Betroffene einen Richter als „kriminellen, asozialen, strafvereitelnden, unverschämten Lumpenhund“. In erster Instanz wurde sie vom Vorwurf der Beleidigung frei gesprochen, in zweiter Instanz im Falle der Wiederholung mit 250 Euro Bußgeld bedroht.
Als 2020 das erste Lumpenhund-Buch mit dem Titel „Adolf L. - Richter am Amtsgericht“ herauskam, wollten die Anwälte der „Freien“ Presse die Veröffentlichung der Namenliste von Verantwortlichen und Mitwissern verbieten lassen, weil auch ein Redakteur der Reichenbacher Ausgabe darunter war (WSZ berichtete). Sie sind damit gescheitert. Das Buch ist nach wie vor mit vollständiger Namenliste bei Amazon, im Pechstein Zentrum und per Download erhältlich.
Inzwischen sind vier Jahre vergangen, in denen die Verbrechen der Justiz an dieser Frau Ausmaße angenommen haben, die unter keinen Umständen mehr tolerierbar sind. Deshalb erscheint in Kürze der zweite Teil des Lumpenhund-Buches mit dem Titel „Ein Lumpenhund kommt selten allein - das habt Ihr nicht umsonst gemacht!“. Schonungslos berichtet die Betroffene darin über ihre Erlebnisse und Erfahrungen, die sie als unschuldig Verfolgte mitten im sogenannten „demokratischen Rechtsstaat“ Deutschland mit einer korrupten und skrupellos agierenden sächsischen Justiz machen musste. Bis hinauf in höchste Kreise. Es werden auch wieder Namen genannt. Diesmal mit ausführlichen Beschreibungen der Täter und wie sie ihr Opfer quälten. Selbstverständlich mit allen verfügbaren Beweisen. Keiner soll hinterher sagen können, er sei nicht dabei gewesen oder habe nichts davon gewusst.
Die Veröffentlichung ist für Mitte des Jahres geplant. Vorbestellungen werden hier entgegen genommen: Pechstein Zentrum
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09 Mai 2024

Nach Turmsanierung: Strandbad eröffnet am 25. Mai die Badesaison

Westsachsen/Zwickau.-
Das Strandbad Planitz hat in diesem Jahr ab Samstag, dem 25. Mai geöffnet. Neben dem bekannten Angebot aus verschiedenen Becken, Gastronomie sowie ausgedehnten Liegeflächen stehen in diesem Jahr erstmals zwei Beachvolleyballfelder zur Verfügung. Der Turm im Springerbecken wurde saniert und die Becken mit einem neuen Anstrich optisch aufgewertet. Außerdem ist in die Technik investiert worden, z.B. mit einer neuen Filteranlage.
Geöffnet hat das Strandbad täglich von 9 bis 20 Uhr. Einlassschluss ist jeweils um 19.15 Uhr. Die Eintrittspreise bleiben stabil. Weitere Informationen unter www.strandbad-planitz.de.
Der Sportstättenbetrieb und das Team vom Strandbad Planitz freuen sich auf viele Gäste und einen sonnigen Sommer.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

07 Mai 2024

Equipage in Bad Elster: Edle Pferde und historische Kutschen

Westsachsen/Bad Elster.-
Am Pfingstsonntag, dem 19. Mai, findet wieder die beliebte »EQUIPAGE BAD ELSTER – Edle Pferde & Historische Kutschen« statt. Im großen Jubiläumsjahr zu 700 Jahren Ersterwähnung wird das überregional bekannte Pfingstevent bereits zum 19. Mal in den Königlichen Anlagen Bad Elsters veranstaltet. Aufgrund der königlich-sächsischen Tradition des Heilbades steht dabei vor allem der historische Bezug im Vordergrund. Am Vormittag locken ab 10 Uhr über 25 »herausgeputzte« historische Gespanne aus Sachsen, Bayern und Böhmen vor das Königliche Kurhaus, wo diese stilvoll von einem fachmännischen Moderatorenteam präsentiert werden. Am Nachmittag findet ab 13.30 Uhr im zentralen Paul-Schindel-Park Bad Elster die große Nachmittagsveranstaltung für die ganze Familie u.a. mit einem Wettbewerb im Hindernisfahren, dem 8. Bad-Elster-Derby, einer interessanten Haflinger-Präsentation und dem historischen Kutschtheater mit einer heiteren Jubiläumsgeschichte statt. Das Pfingstevent im Vogtland. Alle Infos: 037437/ 53 900 | www.badelster.de

06 Mai 2024

Automobilstadt Zwickau: Ladeinfrastruktur wird weiter ausgebaut

Westsachsen/Zwickau.-
Auf dem früheren Parkplatz in der Eckersbacher Otto-Hahn-Straße werden auf einer Fläche von rund 260 Quadratmetern insgesamt acht Schnellladepunkte installiert. Errichtet wird die „E-Tankstelle“ von der Total Energies Marketing Deutschland GmbH, die die Fläche von der Stadt mietet. Bis 31. Dezember 2025 soll die Inbetriebnahme erfolgen. Mit der Vereinbarung ist der erste Schritt zur Ansiedlung von Schnellladeinfrastruktur über das Deutschlandnetz in Zwickau erreicht.
Mit dem Deutschlandnetz will der Bund für ein flächendeckendes und nutzerfreundliches Schnellladenetz in ganz Deutschland sorgen. Die öffentlich-zugänglichen Standorte entstehen zum einen sowohl in den urbanen als auch in den ländlichen Räumen. Andererseits werden Standorte an den Autobahnen erschlossen. Mit 9.000 Ladepunkten an über 1.000 Standorten soll bis 2026 erreicht werden, dass der nächste Schnellladepunkt stets innerhalb weniger Minuten erreicht werden kann.
Das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) hatte das Deutschlandnetz in entsprechende Suchräume aufgeteilt und ausgeschrieben. Die Unternehmen, die nun den Zuschlag erhalten haben, sind für die Errichtung und den Betrieb der Schnelladestationen verantwortlich. Die Städte hatten im Rahmen des Verfahrens die Möglichkeit, Grundstücke vorzuschlagen, die für einen Schnellladehub geeignet erscheinen.
Die Initiative des Deutschlandnetzes wurde in Zwickau im Rahmen der 2017 abgeschlossenen Kooperation zwischen der Stadtverwaltung und der Volkswagen Sachsen GmbH betrachtet und bearbeitet. Der nun mit Total Energies vereinbarte Standort in Eckersbach liegt nicht nur in einem Großwohngebiet und in unmittelbarer Nähe zum Stadion. Mit der Anbindung sowohl an die Bundestraße B 173 als auch die B 93 ist er mit dem regionalen und letztlich überregionalen Verkehrsnetz verbunden.
„Der neue Schnellladepark ist ein weiterer Schritt, mit dem wir die für die E-Mobilität grundlegende Infrastruktur herstellen“, erläutert Oberbürgermeisterin Constance Arndt. Zwischen 2000 und 2023 konnten im Rahmen des geförderten Projektes E-Com bereits 108 Ladepunkte durch die Stadtverwaltung installiert werden. „Zwickau ist traditionsreiche Autostadt und eine zukunftsfähige Stadt der E-Mobilität – auch dank des Engagements von und der Zusammenarbeit mit VW Sachsen“, so Arndt weiter.
Ein weiterer Schnellladepark mit 12 Ladepunkten soll im Rahmen des Deutschlandnetzes im Bereich Mitte/ West entstehen. Hier erfolgen derzeit noch die Standortanalysen und entsprechenden Absprachen.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

03 Mai 2024

Tal der Burgen und Schlösser: Neue Ausstellung im Schloss Waldenburg

Westsachsen/Waldenburg.-
Das Schloss Waldenburg öffnet seine Tore für eine faszinierende künstlerische Reise durch das "Tal der Burgen und Schlösser". Unter diesem Thema präsentiert der in der Region bekannte Maler und Künstler Helmut Weller aus Glauchau seine beeindruckenden Werke. Die Ausstellung findet im Souterrain des Schlosses statt und lädt Besucher dazu ein, die Burgen und Schlösser des Muldentales in Ölfarbe zu bestaunen.
Helmut Weller kehrt damit nach seinem erfolgreichen Ausstellungsjahr 2022, damals mit dem Titel "Ein Spaziergang durch Waldenburg", erneut nach Schloss Waldenburg zurück. Dieses Mal präsentiert er eine Zusammenstellung von Ölbildern, die das reiche Erbe des Muldentals einfangen.
Das Muldental ist bekannt für seine Vielzahl an historischen und kulturellen Schätzen. Die malerischen Burgen und Schlösser, darunter Schloss Rochlitz, die Rochsburg und natürlich Schloss Waldenburg, bieten eine einzigartige Kulisse für Kunstwerke.
Die romantischen Landschaften entlang der Mulde haben schon immer Künstler inspiriert, so auch Helmut Weller. Seit Jahrzehnten schafft er Werke in Farbe, die die Schönheit und Vielfalt der Region zeigen.
Helmut Weller kann auf eine beeindruckende Karriere zurückblicken, die mit seiner frühen Ausbildung in Mal- und Zeichenzirkeln begann und ihn schließlich zum Meister seines Handwerks machte. Im Jahr 2019 wurde ihm zu seinem 50-jährigen Jubiläum der "Goldene Meisterbrief" im Malerhandwerk verliehen, eine Auszeichnung, die seine herausragenden Leistungen und sein Engagement für die Kunst würdigt.
Die Ausstellung "Tal der Burgen und Schlösser" im Schloss Waldenburg bietet eine einzigartige Gelegenheit, die Werke von Helmut Weller zu bewundern und zugleich die reiche Geschichte und Kultur des Muldentals zu erleben. Zu sehen sind Schlösser und Burgen angefangen von der Muldenquelle bei Schöneck im Vogtland bis zum Schloss Wörlitz.
Die Ausstellung ist vom 01. Mai bis zum 14. Juli zu den regulären Öffnungszeiten des Schlosses für Besucher zugänglich. Der Eintrittspreis beträgt 4,50 € (ermäßigt 3,50 €), inklusive Zugang zu den Dauerausstellungen Baugeschichtliche Ausstellung sowie Filmschloss Waldenburg. Alternativ ist ein Kombiticket inkl. der historischen Räumlichkeiten des Schlosses erhältlich für 10,50 € (ermäßigt 8,50 €).
Quelle und Foto: Schloss Waldenburg