Dienstag, 30. November 2021

Gefälschte Ausweise: So kommen Ungeimpfte überall rein

Westsachsen/Pulsnitz/Zwickau.- Man kann darauf wetten: Sobald ein neues Gesetz inkraft tritt, gibt es garantiert wieder jede Menge Leute, die sich nicht daran halten. Sei es aus Unwissenheit, Gleichgültigkeit oder aus Protest. Letzteres dürfte wohl die Motivation dafür sein, dass in jüngster Zeit immer mehr gefälschte Impfausweise auftauchen. Und es ist so einfach. Für ein paar Euro im unteren zweistelligen Bereich bekommt man einen maßgeschneiderten QR-Code für die Smartphone-App. Dieser weist ein Impfzertifikat aus, das von einem echten nicht zu unterscheiden ist. Damit kommt man überall rein, wo sonst nur Geimpfte oder Genesene Zutritt haben. Welcher Ungeimpfte kann da schon widerstehen?
Dabei ist das Fälschen von Ausweisen keinesfalls eine neue Erfindung. Bereits zu DDR-Zeiten wurden kurz vor der Wende etliche Sozialversicherungsausweise gefälscht (Foto Mitte). Damit konnte man dann in westlichen Amtsstuben eine höhere Besoldungsstufe erreichen. In Zwickau wurde diese Praxis mehrfach auch von Amtsträgern bei Gericht angewandt. Konsequenzen dafür gab es keine. Noch heute werden Renten und Pensionen aufgrund damaliger Angaben falsch berechnet. Die Bundesregierung sieht dennoch keinen Handlungsbedarf.
Ein krasses Beispiel ist auch die Überklebung gültiger Rechtskraft am Amtsgericht Zwickau (Foto oben). Richterin Marion Nitschke hat im Verfahren 8 F 1059/07 ein falsches Familienrecht angewandt. Um diesen Fehler zu vertuschen, stiftete das Oberlandesgericht Dresden zur Urkundenfälschung an. Obwohl seit Jahren bekannt und juristisch unbestritten, weigert sich das zuständige Justizministerium hartnäckig, diesen Fehler zu korrigieren.
Selbst vor der Versicherungsbranche macht die Lust des Fälschens nicht Halt. Bei der Allianz fügt man auch schon mal eine zuvor für einen anderen Vertrag geleistete Unterschrift auf dem Tablet in die Formulare weiterer Verträge ein, ohne den Kunden zu fragen. Für den daraus entstehenden Schaden will dann natürlich keiner zuständig sein, geschweige denn haftbar gemacht werden.
Zum Thema Fälschen fällt dem Pulsnitzer Ehrhard Jakob folgendes ein: „Vor wenigen Tagen sah ich im Fernsehen einen Beitrag über die *Hitler-Tagebücher*, welche Konrad Kujau 1983 gefälscht haben soll (Foto unten). Der Stern hat die Echtheit der Bücher von verschiedenen Gutachtern prüfen lassen. Ergebnis: *Echt!* Wenige Tage später hat ein Gutachter festgestellt: *Gefälscht!* Im Vorfeld bezahlte der Stern an den Fälscher bereits neun Millionen Mark. Der Fälscher wurde zwar bestraft, doch was aus dem Geld geworden ist, weiß ich nicht.
Urkunden werden gefälscht seit es Urkunden gibt. Es kommt nur darauf an, ob man die Sache aufklärt und wie man mit den Fälschern umgeht. Rechtsanwalt Bernhard Brink brachte das Verhandlungsprotokoll *? C 92/91 Riesa; 10.1.92* in den Rechtsverkehr. Es gilt als Beweis, dass er für den 10.1.92 - 10.30 Uhr ein Alibi hat und niemanden zur Falschaussage anstiften konnte. Sieben Justizminister haben dieses Protokoll für richtig beschieden. Um alle Zweifel auszuräumen schickte die SPD (vertreten durch Thomas Delling; HY) einen Rechtsanwalt ihres Vertrauens zur Hypo-Vereinsbank in München. Dort liegt eine Ausfertigung des Protokolls vom 10.1.92. Er stellte fest, dass das Protokoll echt ist. Aufgrund dieses Ergebnisses bürgt jetzt Herr Delling im Rahmen eines schriftlich geschlossenen Vertrages mit einem Betrag in Höhe von 28,56 Mio. Euro für die Richtigkeit des Protokolls. Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) brachte (vertreten durch das Bezirkskirchenamt Dresden bzw. Olaf Nilsson) zu dem genannten Basisprotokoll das Vergleichsprotokoll (Hier: ? C 245/91 Riesa; 20.2.92) in den Verkehr. Nicht identisch! Aus dem Vergleichsprotokoll geht hervor, dass Rechtsanwalt Bernhard Brink kein Alibi hat und das Basis-Protokoll vom 10.1.92 notgedrungen eine Fälschung sein muss. Eine Aufklärung der Sache wird seit vielen Jahren von den zuständigen Stellen vereitelt. Warum die Aufklärung in Sachen *Gefälschte Gerichtsprotokolle* nicht erfolgt bzw. auf den Sankt Nimmerleinstag verschoben wird, weiß ich nicht.“
Wegen dieser und weiterer Ungeheuerlichkeiten hat der Verein für Saubere Justizarbeit als letztes Mittel der Wahl einen Brandbrief an die Institutionen des Landes verfasst. Auf die Reaktionen darauf darf man gespannt sein.
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Foto oben: Auszug aus einem Hitler-Tagebuch
Foto Mitte: SV-Ausweis mit Falscheintragungen
Foto unten: Familiengericht am Amtsgericht Zwickau


Die Impfpflicht kommt: „Da könnt Ihr machen, was Ihr wollt“

Westsachsen/Zwickau.-
Zu einem neuen Ausmaß an Polizei-Willkür kam es am Montagabend beim Spaziergang friedlicher Menschen gegen die nicht enden sollenden Freiheitsbeschneidungen der Sächsischen Landesregierung. Wie bereits in den Wochen zuvor versammelten sich gegen 18 Uhr hunderte Menschen auf dem Hauptmarkt, um frische Luft zu atmen und ein Zeichen gegen den andauernden Maßnahmen-Wahnsinn zu setzen. Schon zu Beginn fischten vermummte Polizisten in der Umgebung des Schumann-Denkmals wahllos Passanten heraus, bedrohten diese mit Haftmaßnahmen und verteilten sogenannte Platzverweise.
Auch gegen die auf dem Hauptmarkt bis kurz nach 18 Uhr immer weiter anwachsende Menschenmenge wurden Drohungen (verpackt als Hinweise) ausgestoßen. Um den sogenannten Infektionsschutz zu gewährleisten, so ein anonymer Polizei-Wortführer, werde man Ansammlungen von Personen verhindern und diese polizeilichen Maßnahmen sowie der Kontrolle des jeweiligen Impf-Status zuführen. Da sich von diesen Ungeheuerlichkeiten niemand beeindrucken ließ, brach man schließlich Richtung Dom zum Spaziergang auf. Hier wurden die Uniformierten plötzlich aggressiv und kesselten erste Teilnehmer vorübergehend ein, was dem Großteil der übrigen Spaziergänger jedoch den Weg Richtung Kornmarkt eröffnete. Im Anschluss wurden die friedlichen Spaziergänger wie Schwerverbrecher von den Uniformierten verfolgt und schließlich auf der Höhe der Grünhainer Kapelle von Einsatzwagen und Knüppelkommandos wie Vieh zusammengepfercht. Nachdem man die Sicht nach außen durch Einsatzwagen verstellt hatte, kam es, wie bereits vor zwei Wochen (WSZ berichtete), erneut zu körperlichen Übergriffen auf die Zusammengedrängten. Zudem tauchten rund um den Kessel immer weitere Einsatzfahrzeuge auf. Insgesamt sollen an diesem Abend vier Hundertschaften der Polizei in Zwickau, vor allem aus Leipzig herangekarrt, im Einsatz gewesen sein. Ein Bürger, der die skurrile Situation kopfschüttelnd von außen beobachtete, kommentierte das Geschehen wie folgt: „Offensichtlich sind bei diesem Einsatz gegen friedliche Menschen mehr Beamte im Einsatz als an den deutschen Außengrenzen. Wo bitte soll das noch hinführen?“
Den Vorwand, der Polizei-Einsatz diene der Wahrung des Infektionsschutzes, führten die Uniformierten während ihrer Maßnahme selbst ad absurdum, indem sie die friedlichen Menschen im Kessel zusammendrängten und somit am Mindestabstand hinderten. „Erkennungsdienstliche Maßnahmen. Hierzu sind wir verpflichtet“, antwortete einer der Polizisten auf die Frage einer Passantin, was hier eigentlich los sei. Trotz FFP2-Maskierung war ihm deutlich anzusehen, wieviel Spaß ihm diese Antwort machte. Seinen Namen anzugeben weigerte sich der Uniformierte jedoch. Einige wohlmeinende Bürger, die den Versuch wagten, die anwesenden Polizisten mit Argumenten von der Falschheit ihrer Maßnahmen zu überzeugen, gaben es schließlich auf, als sie nur Phrasen oder Drohungen als Antwort erhielten. Die schikanösen Maßnahmen im Kessel wurden von den Beamten bis 23 Uhr willkürlich in die Länge gezogen. Einige ältere Bürger, die über Kälte und das lange Stehen klagten, wurden von umstehenden Polizisten mit Bemerkungen wie: „Wärt ihr mal besser zuhause geblieben“ und „In drei, vier Monaten kommt die Impfpflicht, da könnt ihr machen, was ihr wollt“ verhöhnt.
Das Zwickauer Rathaus war an diesem Abend vorsorglich verriegelt und verrammelt worden. Nach der Abriegelung in der vergangenen Woche (WSZ berichtete) geht man offensichtlich nun dazu über, Bürgern den Zugang zu ihrem Rathaus ganz zu verweigern. Ob sich dies als gute Idee erweist, wird die Zukunft zeigen. Einige Spaziergänger, die sich der Einkesselung durch die Uniformierten entziehen konnten, nutzten im Anschluss die Gelegenheit, vor dem Rathaus Lichter für die Freiheit zu entzünden (Foto oben).
Am kommenden Montag um 18 Uhr soll es wieder einen Freiheitsspaziergang vom Zwickauer Hauptmarkt aus geben. Es wird sich zeigen, wie viele Ressourcen die Kretschmer-Regierung noch in die Waagschale werfen möchte, um freie Menschen an der Ausübung ihrer Grundrechte zu hindern.

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Montag, 29. November 2021

Sportliche Zukunft: Wie geht es mit Marvin Siebdrath weiter?

Westsachsen/Wildenfels.-
Marvin Siebdrath bleibt seiner bisherigen sportlichen Wirkungsstätte treu. Der 18jährige Sachse fährt auch 2022 in der Internationalen Deutschen Meisterschaft (IDM) Supersport 300 für das RT Motorsport by SKM Kawasaki Team. Der Zusammenarbeit wurde um ein weiteres Jahr verlängert. Siebdrath war 2019 erstmals für das deutsch-niederländische Team angetreten. Er geht nach seiner Vizemeisterschaft 2021 somit in das dritte volle Meisterschaftsjahr in der kleinsten IDM Klasse.
Marvin Siebdrath: „Ich freue mich, dass ich ein weiteres Jahr mit diesem tollen Team auf Punktejagd gehen kann. Es gab diverse Ideen, wie es sportlich für mich 2022 weitergeh könnte. Letzendlich habe ich mich entschieden, noch ein weiteres Jahr in der IDM Supersport 300 dranzuhängen. Nachdem diese Entscheidung gefallen ist war für mich völlig klar, dass es für mich nur mit diesem Team weitergehen kann. Ich habe alle im Team wirklich schätzen gelernt und wir haben uns in den letzten beiden Jahren kontinuierlich weiterentwickelt. Nach Platz fünf 2020 und dem Vizetitel 2021 ist die Zielsetzung für 2022 eindeutig: Voll um die Meisterschaftskrone mitkämpfen und das mit der bisherigen schlagkräftigen Truppe. Ich bin sicher, dass wir unsere gute Zusammenarbeit auch 2022 fortsetzen werden und gemeinsam ganz vorne in der Klasse mitfahren werden. Von mir aus könnte es nächste Woche schon losgehen. Aber jetzt werde ich die Winterpause erst einmal nutzen, um mich optimal für die neue Saison vorzubereiten“.
Quelle und Foto: Markus Kahl

Sonntag, 28. November 2021

Fälschen als Volkssport: Auch die Justiz mischt dabei kräftig mit

Westsachsen/Pulsnitz/Zwickau.-
Man kann darauf wetten: Sobald ein neues Gesetz inkraft tritt, gibt es garantiert wieder jede Menge Leute, die sich nicht daran halten. Sei es aus Unwissenheit, Gleichgültigkeit oder aus Protest. Letzteres dürfte wohl die Motivation dafür sein, dass in jüngster Zeit immer mehr gefälschte Impfausweise auftauchen. Und es ist so einfach. Für ein paar Euro im unteren zweistelligen Bereich bekommt man einen maßgeschneiderten QR-Code für die Smartphone-App. Dieser weist ein Impfzertifikat aus, das von einem echten nicht zu unterscheiden ist. Damit kommt man überall rein, wo sonst nur Geimpfte oder Genesene Zutritt haben. Welcher Ungeimpfte kann da schon widerstehen?
Dabei ist das Fälschen von Ausweisen keinesfalls eine neue Erfindung. Bereits zu DDR-Zeiten wurden kurz vor der Wende etliche Sozialversicherungsausweise gefälscht (Foto Mitte). Damit konnte man dann in westlichen Amtsstuben eine höhere Besoldungsstufe erreichen. In Zwickau wurde diese Praxis mehrfach auch von Amtsträgern bei Gericht angewandt. Konsequenzen dafür gab es keine. Noch heute werden Renten und Pensionen aufgrund damaliger Angaben falsch berechnet. Die Bundesregierung sieht dennoch keinen Handlungsbedarf.
Ein krasses Beispiel ist auch die Überklebung gültiger Rechtskraft am Amtsgericht Zwickau (Foto unten). Richterin Marion Nitschke hat im Verfahren 8 F 1059/07 ein falsches Familienrecht angewandt. Um diesen Fehler zu vertuschen, stiftete das Oberlandesgericht Dresden zur Urkundenfälschung an. Obwohl seit Jahren bekannt und juristisch unbestritten, weigert sich das zuständige Justizministerium hartnäckig, diesen Fehler zu korrigieren.
Selbst vor der Versicherungsbranche macht die Lust des Fälschens nicht Halt. Bei der Allianz fügt man auch schon mal eine zuvor für einen anderen Vertrag geleistete Unterschrift auf dem Tablet in die Formulare weiterer Verträge ein, ohne den Kunden zu fragen. Für den daraus entstehenden Schaden will dann natürlich keiner zuständig sein, geschweige denn haftbar gemacht werden.
Zum Thema Fälschen fällt dem Pulsnitzer Ehrhard Jakob folgendes ein: „Vor wenigen Tagen sah ich im Fernsehen einen Beitrag über die *Hitler-Tagebücher*, welche Konrad Kujau 1983 gefälscht haben soll (Foto oben). Der Stern hat die Echtheit der Bücher von verschiedenen Gutachtern prüfen lassen. Ergebnis: *Echt!* Wenige Tage später hat ein Gutachter festgestellt: *Gefälscht!* Im Vorfeld bezahlte der Stern an den Fälscher bereits neun Millionen Mark. Der Fälscher wurde zwar bestraft, doch was aus dem Geld geworden ist, weiß ich nicht.
Urkunden werden gefälscht seit es Urkunden gibt. Es kommt nur darauf an, ob man die Sache aufklärt und wie man mit den Fälschern umgeht. Rechtsanwalt Bernhard Brink brachte das Verhandlungsprotokoll *? C 92/91 Riesa; 10.1.92* in den Rechtsverkehr. Es gilt als Beweis, dass er für den 10.1.92 - 10.30 Uhr ein Alibi hat und niemanden zur Falschaussage anstiften konnte. Sieben Justizminister haben dieses Protokoll für richtig beschieden. Um alle Zweifel auszuräumen schickte die SPD (vertreten durch Thomas Delling; HY) einen Rechtsanwalt ihres Vertrauens zur Hypo-Vereinsbank in München. Dort liegt eine Ausfertigung des Protokolls vom 10.1.92. Er stellte fest, dass das Protokoll echt ist. Aufgrund dieses Ergebnisses bürgt jetzt Herr Delling im Rahmen eines schriftlich geschlossenen Vertrages mit einem Betrag in Höhe von 28,56 Mio. Euro für die Richtigkeit des Protokolls. Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) brachte (vertreten durch das Bezirkskirchenamt Dresden bzw. Olaf Nilsson) zu dem genannten Basisprotokoll das Vergleichsprotokoll (Hier: ? C 245/91 Riesa; 20.2.92) in den Verkehr. Nicht identisch! Aus dem Vergleichsprotokoll geht hervor, dass Rechtsanwalt Bernhard Brink kein Alibi hat und das Basis-Protokoll vom 10.1.92 notgedrungen eine Fälschung sein muss. Eine Aufklärung der Sache wird seit vielen Jahren von den zuständigen Stellen vereitelt. Warum die Aufklärung in Sachen *Gefälschte Gerichtsprotokolle* nicht erfolgt bzw. auf den Sankt Nimmerleinstag verschoben wird, weiß ich nicht.“
Wegen dieser und weiterer Ungeheuerlichkeiten hat der Verein für Saubere Justizarbeit als letztes Mittel der Wahl einen Brandbrief an die Institutionen des Landes verfasst. Auf die Reaktionen darauf darf man gespannt sein.
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Foto oben: Auszug aus einem Hitler-Tagebuch
Foto Mitte: SV-Ausweis mit Falscheintragungen
Foto unten: Familiengericht am Amtsgericht Zwickau


Samstag, 27. November 2021

Ein Zeichen der Hoffnung: Adventskranz der Superlative

Westsachsen/Werdau.- Er ist groß, grün und mit hunderten Kugeln, Ketten und Sternen liebevoll dekoriert: Der riesige Adventskranz rund um den Marktbrunnen in der Werdauer Innenstadt. Seit langem ist er aus der Vorweihnachtszeit kaum noch wegzudenken. Und so entstand er auch in diesem Jahr wieder am Freitag vor dem ersten Advent. Errichtet wurde der Kranz, der auf eine Privatinitiative des ehemaligen Werdauer Pressesprechers André Kleber zurück geht, von sechs freiwilligen Helferinnen und Helfern aus Albanien, Algerien und Deutschland. Über 6 Kubikmeter Tannenzweige, die genau wie die Dekoration ebenfalls von Einwohnern der Stadt zur Verfügung gestellt wurden, konnten verarbeitet werden. Erstmals entzündet werden die Kerzen in den großen Laternen am Abend des 28. November. Am 3. Advent um 17 Uhr wird dann auch wieder das Friedenslicht aus Bethlehem erwartet und vom Kranz aus an alle Interessierten weiter verteilt.

Quelle und Foto: André Kleber, Werbemanufaktur Werdau

Freitag, 26. November 2021

Museum zum Anhören: Digitaler Adventskalender mit Bildergeschichten

Westsachsen/Zwickau.-
Die KUNSTSAMMLUNGEN ZWICKAU Max-Pechstein-Museum präsentieren zum zweiten Mal einen digitalen Adventskalender mit Hörgeschichten für Familien. Ab dem 1. Dezember öffnet sich jeden Tag ein neues Türchen - abrufbar ab kommenden Mittwoch über einen Link unter www.kunstsammlungen-zwickau.de und den Social-Media-Kanälen des Museums.
Was haben ein geheimnisvolles Felsental, ein Engel mit Sturmfrisur und eine Kobaltblüte auf Quarz gemeinsam? Sie alle sind Teil der Hörgeschichten im digitalen Adventskalender der Kunstsammlungen! Bis zum Heiligabend gibt es hinter jedem der 24 Türchen ausgewählte Bilder, Skulpturen und Schätze der Erde zu entdecken. Wie im vergangenen Jahr begleitet ein gefiederter Freund die Kinder mit ihren Eltern und Großeltern durch die Museumswelt und sorgt für abwechslungsreiche Familienerlebnisse.
Präsentiert werden die liebevoll erzählten Geschichten in kurzen Filmen, die kleine wie große Museumsfreunde durch eine gemeinsame Adventszeit begleiten sollen. Neben kurzweiligen Erläuterungen rund um die Museumsobjekte sorgen die Hörgeschichten mit Rätselfragen, Suchaufgaben, Ausmalbildern und kreativen Familienideen für Unterhaltung und regen dazu an, selbst tätig zu werden! Zudem werden die Filme angereichert mit Zoomeffekten, kleinen Animationen und dem lustigen Gezwitscher eines Gimpels aus dem Gemälde „Der alte Vogelsteller“ von Meno Mühlig.
Durch die vielen positiven Rückmeldungen zum digitalen Adventskalender im letzten Jahr war es für Museumspädagogin Fabia Günther-Sperber schon zeitig klar, „dass es auch 2021 einen solchen Kalender geben muss! Schließlich haben wir im Museum beeindruckende Bilder und Objekte, deren Geschichten unbedingt für Familien erzählt werden sollten!“ Eigentlich passiert das während der Führungen und Programme in den Kunstsammlungen. Doch leider müssen die Kultureinrichtungen wieder in der Vorweihnachtszeit schließen. „Und so hoffe ich, dass wir unser Publikum auf digitalem Weg erreichen und in Verbindung bleiben!“, ergänzt die Museumspädagogin.
Welche 24 Museumsobjekte für den Adventskalender ausgesucht wurden, bleibt noch geheim. Doch kann schon jetzt verraten werden, dass zusätzlich zu den Gemälden auch Skulpturen, Grafiken und Gesteine aus den verschiedenen Sammlungen dabei sind.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

Haushaltssperre droht: Sparkasse Zwickau hätte helfen können

Westsachsen/Zwickau.- Es ist fünf vor zwölf. In der Stadtratssitzung am gestrigen Donnerstag ging es deshalb ordentlich zur Sache. Um eine drohende Haushaltssperre zu vermeiden, muss stringent gespart werden. Am härtesten trifft es die Schulsozialarbeit mit 120.000 Euro. Insgesamt gilt es, ein Defizit von 13 Millionen Euro auszugleichen.
Der ehemalige Bundestagsabgeordnete und jetzige Stadtrat Dr. Michael Luther (CDU) ist Mitglied im Finanzausschuss und meldet sich zu Wort: „Es ist nicht das erste Mal, dass ich hier stehe und sage, wir müssen etwas für unseren Ergebnishaushalt tun. Diese 13 Millionen oder mitunter auch 15 Millionen ist das, was jedes Jahr fehlt. Wir sind nicht kreditwürdig“. Luther erinnerte an das Jahr 2008, als in Zwickau darüber gesprochen wurde, die Straßenbeleuchtung und Ampeln abzuschalten, um mit dem Geld einigermaßen hinzukommen. „Diese Situation will ich nicht“, so sein eindringlicher Appell.
Stadtrat Sven Itzek (AfD/Foto oben) setzt noch einen drauf und fordert „lernen durch Schmerz“. Es sei unverständlich, dass an manchen Stellen das Geld mit vollen Händen ausgegeben wird und die Stadt andererseits die Reparatur von Fußwegen vernachlässigt. Das könne man „den Leuten da draußen“ nicht mehr vermitteln. Es sei möglicherweise wieder mal an der Zeit, dass dem Rat die Hoheit des Handelns genommen werde, meint er mit Hinblick auf eine drohende Haushaltssperre.
Interessant ist diese Aussage deshalb, weil gerade Sven Itzek ziemlich genau weiß, wie man das hätte verhindern können. Denn er sitzt neben einigen anderen Stadträten und der Oberbürgermeisterin im Verwaltungsrat der Sparkasse Zwickau, die normalerweise in solchen Notsituationen einspringt. Allerdings hat das Kreditinstitut unter seiner Kontrolle im vergangenen Jahr rund 47 Millionen Euro durch Börsenspekulationen verloren. Das sind umgerechnet auf die Einwohnerzahl von Zwickau etwas mehr als 500 Euro pro Kopf. Warum er dies nicht verhindert hat, ist derzeit Gegenstand staatsanwaltlicher Ermittlungen (WSZ berichtete).
Da die Situation jetzt so ist, wie sie ist, muss die Stadt bei ihren Ausgaben für Energie und Personal, bei den Bädern und Sozialarbeitern sparen. Dagegen will man versuchen, mittels einem neuen Blitzer an der Olzmannstraße, die Einnahmen zu erhöhen. Unter dem Strich soll so der Haushalt um rund 2,7 Millionen Euro entlastet werden. „Ein Tropfen auf den heißen Stein“, meinen selbst die Stadträte.
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Donnerstag, 25. November 2021

Auslaufendes Harz: Berufsfeuerwehr rückt zum Gefahrguteinsatz aus

Westsachsen/Zwickau.-
Die Berufsfeuerwehr musste heute gegen Mittag zu einem Gefahrenguteinsatz auf der B93 Uferstraße ausrücken. Gegen 11.45 Uhr ging die Meldung zu einer auslaufenden Flüssigkeit aus einem Gefahrgut-LKW in der Leitstelle ein. Vor Ort bestätigte sich die Lage. Kleinstmengen einer entzündbaren Harzlösung, welche der LKW geladen hatten, tropften auf die Fahrbahn. Der Austritt konnte durch die Einsatzkräfte nach kurzer Zeit gestoppt werden. Die stadtauswärtige Fahrbahn der B 93 Uferstraße in Fahrtrichtung Mosel musste voll gesperrt werden.
Die Beseitigung der Harzlösung von der Fahrbahn dauert derzeit noch an. Vorgesehen ist, in den Nachmittagsstunden zumindest eine stadtauswärtige Spur wieder freigeben zu können. Im Einsatz ist/war die Berufsfeuerwehr Zwickau mit 15 Einsatzkräften und fünf Fahrzeugen.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

Für Winter gut gerüstet: Eigeninitiative ist dennoch gefragt

Westsachsen/Werdau.-
Der Winter kann kommen, zumindest wenn es nach dem Stand der Vorbereitungen des Werdauer Bauhofes auf die bevorstehende kalte Jahreszeit geht. „Unsere Lagerbestände sind bereits seit Oktober sehr gut gefüllt, die Technik einsatzbereit“, erklärt Fachbereichsleiter Stadtentwicklung und Bau Karsten Piehler, der jedoch froh über jeden frostfreien Tag ist. „Je kürzer unsere Einsatzzeiten im Winter sind, desto mehr andere Aufgaben im Stadtgebiet können wir abarbeiten. Zudem leiden Technik und Straßen weniger“.
Bauhof und zwei durch die Stadt beauftragte Fremdfirmen zeichnen für rund 130 Kilometer Winterdienstleistung auf kommunalen Straßen, zuzüglich Fußwege in Parkanlagen und Bushaltestellen verantwortlich. Hinzu kommen rund 40 Kilometer Winterdienst durch die Straßenmeisterei des Landkreises auf Bundes-, Staats- und Kreisstraßen. 18 Bauhof- und Friedhofmitarbeiter sichern die Winterdienstleistungen auf kommunalen Straßen, Brücken und Fußwegen ab, die Straßenberäumung wird in der Regel von 4 Uhr bis 22 Uhr durchgeführt. Dafür stehen den Mitarbeitern ein Unimog, fünf Multicar und zwei Kleintraktoren zur Verfügung. Die Fremdfirmen sichern mit einem LKW, dreei Multicar und einem Traktor den Winterdienst auf den Straßen in den Ortsteilen ab.
Aktuell sind 800 Tonnen Streusalz und 200 Tonnen Streusplitt eingelagert. Hinzuweisen ist, dass die zeitliche Durchführung des Winterdienstes nach Straßenprioritäten erfolgt. Eine Hauptverkehrsstraße wird selbstverständlich eher geräumt als eine reine Anliegerstraße. Sollte auf solchen Hauptverkehrsstraßen infolge der Schnee- bzw. Eisverhältnisse ein mehrmaliger Winterdiensteinsatz innerhalb einer Schicht erforderlich werden, ist der Winterdienst auf nachrangigen Anliegerstraßen unter Umständen dann nicht mehr durch die Stadt gewährleistet. In solchen Fällen sind Verständnis und Eigeninitiative gefragt.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Werdung

Mittwoch, 24. November 2021

Barrierefrei: Haltestelle am Käthe-Kollwitz-Gymnasium ist fertig

Westsachsen/Zwickau.-
Seit gestern kann die Bushaltestelle am Käthe-Kollwitz-Gymnasium / Pestalozzischule wieder angefahren werden. Die Ende Oktober 2021 begonnenen Arbeiten zum barrierefreien Ausbau dieser Haltestelle konnten gestern Vormittag - bis auf wenige Restarbeiten - abgeschlossen werden.
Die auf der östlichen Seite der Crimmitschauer Straße liegende Haltestelle erhielt Bussonderborde, die von nun an einen barrierefreien Ein- und Ausstieg am Verkehrsmittel gewährleisten (Foto). Neu hergestellt und abschnittsweise verbreitert wurde auch der beidseitig weiterführende Gehweg einschließlich Höhenanpassung, Bordabsenkung und dem Einbau taktiler Leitelemente. Im Rahmen der Baumaßnahme erhielt der Haltestellenbereich außerdem zwei neue Beleuchtungsmasten.
Die Bauarbeiten werden jetzt in einem 2. Bauabschnitt fortgesetzt. Noch heute beginnt der barrierefreie Ausbau der Haltestelle gleich gegenüber (am Hauptfriedhof). Im Zuge der Arbeiten wird eine ähnliche Verkehrssicherung wie im ersten Bauabschnitt notwendig und auch wieder eine Bedarfshaltestelle eingerichtet. Der Abschluss des barrierefreien Ausbaus dieser Haltestelle ist - insofern es das Wetter zulässt - für Ende Dezember vorgesehen.
Die Baumaßnahme wird durch die Firma ATS aus Chemnitz ausgeführt und durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes mitfinanziert. Die geplanten Kosten liegen unter 125 TEUR.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

Schöne Tradition: Kinder schmücken Nordmanntannen

Westsachsen/Zwickau.-
Seit Montag zieren wieder kleine feine Weihnachtsbäumchen die Terrasse vorm Rathaus. Die 25 frisch geschlagenen Nordmanntannen gehören zur schönen Weihnachtsbaumaktion der Zwickauer Kitas, die nun schon seit 9 Jahren immer in der Vorweihnachtszeit läuft.
Um das Festgewand der Bäumchen kümmern sich in diesem Jahr Kinder aus insgesamt 25 Kitas in kommunaler und freier Trägerschaft. Die Mädchen und Jungen haben sich in den zurückliegenden Tagen mächtig ins Zeug gelegt und emsig gebastelt. Entstanden ist jede Menge Altbewährtes, Originelles und Fantasievolles. Seit gestern kann man die ersten Bäumchen im Festkleid bestaunen. Neben klassischen Weihnachtsmotiven aus Perlen, Pappe, Salzteig und Naturmaterialien hängt hier und da auch wieder coole Upcycling-Deko an den Zweigen, u. a. robuste Sterne aus alten Holzklammern und Glitzer-Glöckchen aus leeren Kaffee-Kapseln. Ihrer schönen Tradition folgend möchten die Kita-Kids einerseits zeigen, was man aus einfachen Dingen Schönes herstellen kann. Andererseits wollen sie in einer für alle nicht ganz so einfachen Zeit auch ein klein wenig Freude und Ablenkung schenken und zum Nachmachen anregen. Also: Handys raus, Foto machen und zu Hause nachbasteln. „Abkupfern“ ist in diesem Fall wieder ausdrücklich erlaubt.
Bis spätestens Anfang Dezember sollen alle Tannen geschmückt sein. Bestaunt werden können diese dann wieder bis nach Weihnachten.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

Dienstag, 23. November 2021

Corona-Maßnahme: Hundertschaft der Polizei riegelt Rathaus ab

Westsachsen/Zwickau.- Am Montagabend machten sich erneut hunderte Bürger bei einem Spaziergang durch die Zwickauer Innenstadt Luft. Die Maßnahmen der Sächsischen Landesregierung unter dem Deckmantel des angeblichen Seuchenschutzes stoßen auf immer breiter werdende Ablehnung. Das Verbot der Weihnachtsmärkte in Sachsen, welches vor wenigen Tagen von der Landesspitze unter Michael Kretschmer (CDU) diktiert wurde, ist nur ein weiterer Tropfen in das bereits volle Fass allgemeinen Unmuts. Mittlerweile nehmen die Forderungen regierungsnaher Politiker immer groteskere Formen an. Während die Fernsehsendung „Brisant“ bereits offen eine „Impfpflicht, die notfalls auch gewaltsam durchgesetzt werden sollte“, thematisierte, ließ es sich auch der äußerst umstrittene CDU-Bundestagsabgeordnete Carsten Körber aus Mülsen (Foto unten) nicht nehmen, mit in dieses Horn zu blasen. Das Wort „Zwangsimpfung“ wurde hierbei bis dato noch geflissentlich vermieden.
Der friedliche Protestspaziergang am Montag machte deutlich, was die Zwickauer von solchen totalitären Plänen halten. Vom Hauptmarkt zog man kurz nach 18 Uhr durch die Fußgängerzone, über den Dr-Friedrichs-Ring, die Katharinenstraße und den Kornmarkt bis zurück zum Rathaus. Unterwegs schwoll der Protestspaziergang auf mehrere hundert Teilnehmer an. Zu Gewalttätigkeiten vonseiten der Polizei, wie es in der vergangenen Woche der Fall war (WSZ berichtete), kam es an diesem Montagabend nicht. Die Uniformierten waren zwar mit etwa einhundert Beamten vor Ort, beschränkten sich allerdings darauf, die Bürger zu begleiten. Dies wird mittlerweile als obligatorische Einschüchterungsmaßnahme bewertet, deren Drohpotenzial sich zunehmend abnutzt.
Während derzeit zahlreiche Polizisten trotz doppelter Impfung wegen Corona krank geschrieben sind und sich in Quarantäne befinden, rückte am selben Abend ein riesiges Aufgebot auf das erzgebirgische Zwönitz vor, um den dortigen Bürgerspaziergang zu verhindern. Für Zwickau reichten möglicherweise somit nicht mehr die Kapazitäten für eine noch massivere Präsenz aus. Die freiheitsliebenden Zwickauer Bürger reagieren mittlerweile gelassen auf diese Zustände. Das Lied „Deutsch un frei“ von Anton Günther in der textlichen Neufassung von Horst Berghöfer erklang auch diesmal wieder während des Spaziergangs auf Zwickaus Straßen. Zum Abschluss des Rundgangs, der wie mittlerweile üblich im Foyer des Zwickauer Rathauses stattfand, wurde das Lied erneut angestimmt. Oberbürgermeisterin Constance Arndt (BfZ), die der musikalische Beitrag aus ihrem Büro lockte, reagierte etwas unbeholfen auf diesen unerwarteten Kulturbeitrag. Die Polizisten, die sich nun vor dem Eingang des Rathauses zusammenrotteten, waren sich uneinig, mit welcher Begründung man Bürger am Singen hindern könne. Dennoch entschlossen sich die Uniformierten schließlich, das Rathaus abzuriegeln und etliche Anwesende, die sich im Innern des Rathauses befanden, mit Personenkontrollen zu schikanieren. Ein Grund für diese Maßnahme wurde auch auf wiederholte Nachfrage nicht angegeben. Die Uniformträger weigerten sich zudem sich auszuweisen und fielen teilweise durch einen rüden Umgangston auf. Eine anwesende Frau, die an posttraumatischer Belastungsstörung leidet, erlitt durch das aggressive Auftreten der maskierten Polizisten eine Panikattacke. Auch ein gehbehinderter Mann im Rollstuhl wurde während der Maßnahme von Polizisten bedrängt und am Weiterfahren gehindert.
Nach etwa einer Stunde räumten die Uniformierten schließlich den Weg und ließen die Abendspaziergänger in Frieden. Letztere bewerteten den Abend trotz der lästigen Polizeischikanen als vollen Erfolg. Unbestätigten Gerüchten zufolge soll es am kommenden Montag um 18 Uhr erneut einen unangemeldeten Spontan-Spaziergang vom Zwickauer Hauptmarkt aus geben. Trotz des abgesagten Weihnachtsmarktes dürfte zumindest zum Wochenanfang demnach für Innenstadtbelebung gesorgt sein.
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Montag, 22. November 2021

Individueller Nistkasten: Häuslebauer erhalten Willkommensgeschenk

Westsachsen/Werdau.-
Mit viel Liebe sind sie in Handarbeit entstanden und stehen als Zeichen für Heimat, Familie, Wachstum und Nachhaltigkeit: Nistkästen aus Holz in verschiedensten Farben, die in der Werkstatt für angepasste Arbeit „Lebensbrücke“ im Werdauer Ortsteil Langenhessen gefertigt wurden.
Versehen mit den gelaserten Logos von Stadt und Stadtwerken werden sie seit kurzem an Häuslebauer überreicht, die sich für die Pleißestadt oder ihre Ortsteile als Heimat entschieden haben. „Bereits seit einigen Jahren verspüren wir einen vermehrten Zuzug von Familien nach Werdau. Auch immer mehr Einwohner selbst entscheiden sich für die eigenen vier Wände und binden sich so verstärkt an unsere Heimat. Jede und jeder einzelne von Ihnen ist uns herzlich willkommen“, freut sich Oberbürgermeister Sören Kristensen über die anhaltende Entwicklung. Zu der haben neben den niedrigen Zinsen und guten wirtschaftlichen Perspektiven vor allem auch Entscheidungen und Investitionen der Stadt selbst beigetragen, die bislang stetig neue oder revitalisierte Bauflächen ausweisen konnte.
„Jeder Zuzug und erst recht jede Investition sichert den Standort Werdau und damit auch die Zukunfts- und Versorgungssicherheit in der Region“, erklärt Elmar Burgard, Geschäftsführer der Stadtwerke Werdau GmbH. Für ihn Grund genug gemeinsam mit der Stadtverwaltung ein in dieser Form bisher einmaliges Projekt anzuschieben. „Was das Baby-Begrüßungs-Paket für unseren Nachwuchs ist, soll nun der gemeinsame Nistkasten für Bauherren werden“, so Burgard.
Die ersten, die sich über das Präsent freuen durften, waren Sabrina und Christian Popp. Der gebürtige Fraureuther und seine aus Mülsen stammende Ehefrau begannen im Januar mit den Baumaßnahmen auf der Straße der Jugend. Die Entscheidung für die eigenen vier Wände viel 2019. Weihnachten dürfte bereits zu dritt gefeiert werden.
In Zukunft sollen dann die Nistkästen dann gemeinsam mit den Baugenehmigungen für Einfamilienhäuser übergeben werden. Jahr für Jahr werden zwischen 30 und 50 solcher Bescheide erteilt.
Quelle und Foto: André Kleber, Werbemanufaktur Werdau GmbH
 

Freitag, 19. November 2021

Baum in Erinnerung an Rolf Müller: Winterlinde ehrt verdienten Sportler

Westsachsen/Werdau.-
60 Jahre war er im Judosportverein Werdau, der früheren Sektion Judo der BSG Lokomotive Werdau, davon 32 als Präsident. Er war 46 Jahre lang Trainer der Mädchengruppe, führte sie zu mehreren DDR-Meistertiteln. Mit Rolf Müller verließ am 16. September 2020 einer der wohl bekanntesten und engagiertesten Judokas Sachsens die Matte des Lebens.
Seinen Körper hatte Rolf Müller noch zu Lebzeiten den Körperwelten versprochen. Das jedoch machte die Abschiednahme, insbesondere für seine zahllosen Weggefährten, schwierig. Daher reifte bei den Judoka in Werdau ein anderer Plan, der nun vollzogen wurde. Am Mittwoch, den 17. November pflanzten die Sportlerinnen und Sportler im Beisein seiner Angehörigen und Vertretern von Stadtverwaltung und Ortsteil eine gut drei Meter hohe Winterlinde zu seinen Ehren. Ihr Platz wurde ganz bewusst am Koberbach-Centrum in Langenhessen gewählt, an dem Rolf Müller mit seinen Mitstreitern Jahr für Jahr mehrere hochkarätige Judoturniere organisierte und durchführte.
Judosport hat in Werdau seit 1952 Tradition. 60 Kinder bzw. Jugendliche und 20 Erwachsene trainieren, so es die Auflagen erlauben, im Verein, bestreiten Wettkämpfe und richten unter normalen Bedingungen mehrere Meisterschaften im Jahr selbst aus.
Quelle und Foto: André Kleber, Werbemanufaktur Werdau GmbH

Donnerstag, 18. November 2021

Millionenverluste der Sparkasse: Ermittlungen gegen beteiligten Stadtrat

Westsachsen/Zwickau.-
Nach dem Verlust von 47 Millionen Euro, den die Sparkasse Zwickau im vergangenen Jahr mit spekulativen Aktiengeschäften an der Börse verursacht hatte, gibt es erste Konsequenzen. Die Staatsanwaltschaft Zwickau ermittelt unter dem Aktenzeichen 100 Js 23908/21 gegen den AfD-Stadtrat Sven Itzek (Foto unten) wegen Beihilfe zum Betrug. Itzek ist als einer von mehreren Verwaltungsratsmitgliedern, neben Landrat Christoph Scheurer und Oberbürgermeisterin Constance Arndt, verantwortlich für die Überwachung der Geschäftsführung und des operativen Geschäfts der Sparkasse Zwickau. Dieser Verpflichtung ist er nicht nachgekommen und hat damit zumindest billigend in Kauf genommen, dass die Sparkassenvorstände gesetzeswidrige Geschäfte abwickeln konnten (WSZ berichtete).
Nachdem der Stadtrat in seiner Oktobersitzung eine entsprechende Anfrage erhielt, hat jetzt auch die „Freie“ Presse ausführlich darüber berichtet. Selbst die Redaktion der ZDF-Sendung WISO interessiert sich für den Fall, „kaut allerdings bisher noch auf dem Thema herum“, wie sich ein Redakteur des Senders  ausdrückte. Andere bundesweite Medien sind ebenfalls informiert und warten die Entwicklung ab.
Unterdessen beschwert sich Sven Itzek darüber, dass er in unserer ersten Veröffentlichung nicht im rechten Licht dargestellt worden sei und versucht, wie die Sparkasse im Jahr 2020, uns mit einer Einstweiligen Verfügung die Berichterstattung zu verbieten (WSZ berichtete). Das dürfte diesmal genauso nach hinten losgehen, wie damals. Die Wahrheit findet ihren Weg - immer.
Foto oben: Archiv WSZ
Foto unten: ScreenShot TV Westsachsen

Verehrung für Tina Turner: Eine musikalische Retrospektive

Westsachsen/Zwickau.- „Die große Tina Turner - eine absolute Ausnahmekünstlerin. Ihr einzigartiges Lebenswerk feiern und ehren - das ist unser Anspruch bei ,TINA - The Rock Legend`“, sagt Michael Noll, Geschäftsführer Reset Production. Die Verehrung für die Rock Legende spürt man in der aufwändig produzierten Multimedia-Show vom ersten bis zum letzten Ton. „Nutbush City Limits“, „Let’s Stay Together“, „What’s Love Got To Do With It“, „Break Every Rule“, „Typical Male“, „Foreign Affair“, „Simply The Best“, „GoldenEye“. Ein Superhit jagt den nächsten – performed mit einer umwerfenden Wucht, leidenschaftlicher Bühnenpräsenz und geradezu unfassbar nah am Original.
Erleben Sie eine beeindruckende musikalische Retrospektive über das Lebenswerk des Superstars Tina Turner in einem einzigartigen Tribute-Konzert der Superlative. Explosiv. Authentisch. LIVE on stage.
Tickets erhältlich bei der Kultour Z und an allen bekannten VVK-Stellen sowie direkt vom Veranstalter unter www.tinatherocklegend.de
Am Veranstaltungtag sind Ticktes 1 Std. vor Beginn an der Abendkasse erhältlich. Bitte beachten Sie, dass diese Veranstaltung unter der 2G-Regel stattfindet. (Stand 17.11.2021) Weitere Informationen zu den Hygienemaßnahmen finden Sie unter: www.resetproduction.de, Infohotline: 0365-5481830. Die bereits erworbenen Tickets behalten ihre Gültigkeit für den neuen Termin.
Erleben Sie die großen Hits der Ausnahmekünstlerin Tina Turner am 25.11.2021 um 19:30 Uhr live in Zwickau, Konzert- und Ballhaus Neue Welt.
Quelle und Fotos: RESET PRODUCTION e.K.

Dienstag, 16. November 2021

Bad Elster: Ehrenkünstlerin lädt zum leuchtenden Adventskonzert

Westsachsen/Bad Elster.-
Am Sonntag, den 28. November freut sich Bad Elster um 15.00 Uhr auf ein Adventskonzert von Ehrenkünstlerin Deborah Sasson im König Albert Theater. Neben ihren Auftritten in der ganzen Welt ist die Star-Sopranistin mit ihrer facettenreichen Stimme seit den 1990er Jahren auf den deutschen und internationalen Opern- und Musicalbühnen, aber auch in zahlreichen deutschen Fernsehshows zu Hause. Die gebürtige Amerikanerin, die auch mit dem berühmten Echo-Preis ausgezeichnet worden ist, kam in der Rolle der Maria in »West Side Story« mit Leonard Bernstein nach Deutschland. Für ihr Lieblingstheater in Bad Elster hat sie nun eine neue Show zum 1. Advent vorbereitet, die das Licht in den Herzen anzündet: Das Publikum erwartet ein leuchtend-musikalischer Abend mit einer Auswahl der schönsten internationalen Advents- und Weihnachtslieder. Begleitet wird sie vom Tschaikowsky-Preisträger am Flügel, dem Gott der Tasten Iwan Urwalow und dem Teufelsgeiger Ashraf Kateb.
Tickets: 037437/ 53 900 | www.koenig-albert-theater.de

Abendspaziergang: Polizei geht gewaltsam gegen Teilnehmer vor

Westsachsen/Zwickau.-
Am Montag Abend fanden sich zahlreiche Bürger jeden Alters auf dem Hauptmarkt ein, um bei einem Spaziergang die frische Luft in den Abendstunden zu genießen. Hier erwartete sie bereits ein massives Polizeiaufgebot, aus dessen Reihen via Lautsprecher dazu aufgefordert wurde, einen Veranstaltungsleiter zu benennen, mit dem man eine Marschroute aushandeln wolle. Da jedoch niemand vorhatte, an diesem Abend zu marschieren und auch keine Veranstaltung geplant war, die eines Leiters bedurfte, wurde von dem großzügigen Angebot kein Gebrauch gemacht. Eine solche Veranstaltung wäre wohl ohnehin mit Verweis auf die sogenannten Corona-Schutzmaßnahmen sofort untersagt worden.
Gut gelaunt setzten sich die Spaziergänger Richtung Schumannplatz in Bewegung, wo sie im Chor Anton Günthers „Deutsch und frei“ in einer textlichen Neufassung von Horst Berghöfer sangen und lautstark „Frieden, Freiheit, keine Diktatur“ forderten. Am Glühweinstand neben dem bekannten Softeis-Truck machte man kurz Halt und genoss heiße Getränke, die in der frischen Abendluft besonders gut schmeckten. Leider wurden die Spaziergänger während ihres Ausflugs immer wieder von mitlaufenden Polizisten durch Scheinwerfer und Kameras belästigt. Zahlreiche Passanten empfanden dies als Einschüchterungsmaßnahme.
Vorbei am Kornhaus und der Katharinenkirche zogen die Spaziergänger friedlich, doch unter ständiger aufdringlicher Polizeibegleitung Richtung Kornmarkt. In der Nähe des Brauhauses eskalierte schließlich die bis dahin friedliche Situation. Ein Pulk von Polizisten in schwarzer Kampfmontur stürzte sich auf einen Jugendlichen, den man zuvor separiert hatte, und schlug brutal auf diesen ein. Der Empörung vieler Anwesender über diesen völlig unerwarteten Akt von Polizeigewalt begegneten die Uniformierten mit einer weiteren Welle der Aggression. Einem Jugendlichen, der seinem am Boden liegenden Freund zu Hilfe eilen wollte, wurde aus wenigen Zentimetern Abstand Pfefferspray ins Gesicht gesprüht und mit einer massiven Stabtaschenlampe auf den Kopf geschlagen. Danach spritzen die Beamten wahllos Pfefferspray in die Menge, in der sich auch zahlreiche Senioren und Kinder befanden. Mehrere Passanten trugen hierdurch Haut- und Augenreizungen davon. Nach massivem und lautstarkem Protest zog sich der uniformierte Pulk schließlich zurück und ließ die Spaziergänger weiter ziehen.
Obwohl viele der anwesenden Menschen sichtlich schockiert über dieses neue Ausmaß der Polizeigewalt waren, war es einhellige Meinung, dass man sich von solchen Ausfällen auch in Zukunft bei der Ausübung der eigenen Grundrechte nicht einschüchtern lassen wird. Weder Medienhetze noch Polizeigewalt werden den friedlichen Widerstand gegen die immer weiter ausufernden Corona-Maßnahmen in Zwickau zum Erliegen bringen, so die einhellige Meinung der Abendspaziergänger.
Vorbei am Dom spazierte man nun Richtung Rathaus. Hier stimmte man im gut geheizten Foyer noch einmal ein Lied an. Als gelungener Abschluss sorgte dieser musikalische Beitrag im und vor dem Rathaus für reichlich Applaus. Unbestätigten Gerüchten zufolge soll es am kommenden Montag gegen 18 Uhr wieder einen Freiheits-Spaziergang vom Zwickauer Hauptmarkt aus geben. Man darf also gespannt sein, ob es den Zwickauern beim nächsten Mal endlich möglich sein wird, die frische Abendluft ohne Provokationen und Polizeigewalt zu genießen.
TG

Sonntag, 14. November 2021

Aus „Angst vor der Mafia“: Rechtsanwälte meiden Zwickauer Gerichte

Westsachsen/Dresden/Zwickau.-
Es klingt wie die Schlüsselszene aus dem Drehbuch eines schlechten Mafiosi-Films. Ein potenzieller Mandant ruft einen Anwalt an und bittet um Beistand bei einem Prozess. Als Antwort erhält er dann: „Wenn ich Sie vertrete, dann kann ich gleich meine Koffer packen und 500 Kilometer weit weg ziehen. Ich lege mich doch hier nicht mit der Stasi und der Mafia an!“. Der Rechtsanwalt aus Crimmitschau meint das ernst, wiederholte diese Aussage auch gegenüber dem Zwickauer Bundestagsabgeordneten Carsten Körber (CDU/Foto). Dieser zeigte sich zunächst erschüttert, konnte oder wollte es nicht glauben: „In der Justiz muss sauber gearbeitet werden“, war damals seine Reaktion darauf. Inzwischen ist klar: Körber weiß schon lange, mit welchen Methoden hier in Zwickau hantiert wird. Bereits seit Jahren erreichen ihn  und seine Politikerkollegen in der Dresdener Staatskanzlei Berichte über merkwürdige Vorgänge an den Zwickauer und auch Dresdner Gerichten. Die Akten, die ihnen vorliegen, sind voll mit deutlichen Hinweisen, wie diesen:
Rechtsanwältin Grit Lehmann (Leipzig): „Ich erkenne anhand Ihrer Akte sittenwidriges Verhalten am Familiengericht in Zwickau. Ihr ganzer Fall ist deshalb null und nichtig“. Rechtsanwalt Kay Estel (Chemnitz/DIE LINKE): „An der Richtigkeit meiner Auskunft halte ich fest. Ich werde jedoch nicht weiter Wasser auf die Mühlen gießen und Richtern strafrechtlich relevantes Verhalten nachweisen“. Rechtsanwalt Martin Kohlmann (Chemnitz/Freie Sachsen): „Da können wir nichts machen. Wir haben es in Zwickau und Dresden mit zwei hochkriminellen Gerichten zu tun“. Rechtsanwalt Carsten Dittrich (Leipzig): „Meine Mandantin wurde Spielball der Justiz und der sie bisher vertretenden Rechtsanwälte mit dem Ergebnis ihrer Ruinierung“. Rechtsanwalt Martin Braukmann (Pirna/AfD): „Gegen die Richter des Oberlandesgericht Dresden müsste eigentlich ermittelt werden. Aber das wird nicht passieren - Stichwort Sachsensumpf“. Rechtsanwalt Ulrich Magerl (Potsdam/CDU): „Dass Sie Opfer von Straftaten der Justiz sind, weiß ich. Sie werden aber in diesem System kein Recht bekommen“.
Bemerkenswert ist, dass fast alle Anwälte die Leute mit diesem Wissen alleine lassen. Nicht eine bzw. einer hatte bisher den Mut, die Sache durchzuziehen. Das Stasi-Netzwerk, seit der Wende gepaart mit den Methoden der Scientology-Sekte, scheint undurchdringbar. Es regieren Angst und Korruption. Das sagen unabhängig voneinander involvierte Juristen. Auch Richter und Justizsekretäre, die wir bisher nicht namentlich benannt haben. Die Sächsische Staatsregierung spricht dagegen weiter gern vom „funktionierenden Rechtsstaat“.

Freitag, 12. November 2021

Leipziger Arzt verweigert Zwangsimpfung: „Das ist Körperverletzung“

Westsachsen/Leipzig/Zwickau.-
Die Durchführung der von staatsnahen Medien propagierten „Booster-Impfung“ (gemeint ist damit die Drittimpfung mit einer experimentellen Substanz) wird im Zwickauer Raum von immer mehr Ärzten abgelehnt. Nachdem in den vergangenen Wochen immer weitere Impfdurchbrüche zu beklagen waren, führen zunehmende ethische Bedenken und die Furcht, künftig in Mitverantwortung genommen zu werden dazu, dass immer mehr Mediziner trotz der sehr lukrativen Verdienstmöglichkeiten davon Abstand nehmen. Sie wollen ihren Patienten keine weiteren Corona-Impfstoffe injizieren, für die es nach wie vor nur eine Notfallzulassung gibt und über deren Langzeitwirkungen nichts bekannt ist.
Aus diesen Gründen verlagert sich das Impfgeschehen nun in zunehmendem Maße an Orte ohne jeglichen medizinischen Bezug. „Gehen Sie bitte ins Autohaus LUEG“, lautet der Ratschlag, den zahlreiche Impflinge in den vergangenen Tagen erhielten. Gemeint ist damit das neue Impfzentrum in der Leipziger Straße in direkter Nachbarschaft zum Mercedes-Händler (Foto).
Es weigern sich immer mehr Ärzte, diese Art der - wie sie sagen - „Körperverletzung“ mit zu tragen. Ein Beispiel ist der Leipziger Hausarzt Torsten Mahn. Er sagt: „In letzter Zeit kamen vorwiegend Patienten zu mir, die als Grund für die Impfung den Druck der Gesellschaft, Druck durch Arbeitgeber und allgemeine Einschränkungen im öffentlichem Leben angaben... . ...Da die freie Entscheidung aktuell nicht mehr gegeben ist, kann die Aufklärung nicht mehr nach medizinisch - ethischen Aspekten erfolgen und die Impfung würde ohne Aufklärung und Einverständnis erfolgen. Dies entspricht aber einer Körperverletzung, zu der ich nicht berechtigt und willens bin.“ Quelle: Website Hausarztpraxis Mahn
Dass man von der Arztpraxis in ein Autohaus geschickt wird, um dort einen medizinischen Eingriff vornehmen zu lassen, hätten wohl die meisten von uns bis vor kurzem noch für einen schlechten Witz gehalten. Auch über einen generellen Impfzwang soll nun nachgedacht werden. Etwas, das Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) bis vor kurzem noch als „böswillige Unterstellung“ der Regierung gegenüber bezeichnete. Dieser permanente Kriterienwechsel seit Beginn der sogenannten Pandemie lässt die sächsische Landesregierung in den Augen kritischer Menschen immer unglaubwürdiger erscheinen. Auch der Ratschlag von Ärzten, für eine Corona-Impfung künftig nicht mehr in der Arztpraxis, sondern in einem Autohaus vorstellig zu werden, dürfte kaum dazu beitragen, das erschütterte Vertrauen in die Impfempfehlungen der Landesregierung zurück zu erlangen.

Donnerstag, 11. November 2021

Farbe im Rathaus: Werk von Melanie Lengowski für Vorzimmer erstanden

Westsachsen/Werdau.-
Seit vielen Jahren hängt im Vorzimmer des Werdauer Oberbürgermeisters eine Auswahl an verschiedenen Kunstwerken. Ob von Jürgen Szajny, Klaus Deuse, Gerhardt Schleicher, Franz Sägeschmidt oder Anderen, an den Bildern hat man sich lange erfreut und doch schließlich sattgesehen. Nun wird es endlich Zeit für etwas Frisches und Neues. Was liegt da näher auf der Hand, als sich die Werke der Künstlergruppe „Viertel“, die zuletzt im Stadt- und Dampfmaschinenmuseum ausgestellt hatten, genauer zu betrachten. Die vier Frauen der Künstlergruppe lernten sich bei einem Künstlerseminar kennen und schätzen und erkannten bald die Harmonie untereinander und innerhalb ihrer Kunst. „In den Möglichkeiten der kreativen Gestaltung wollte ich mich doch stets weiterentwickeln. So begann ich 2016 regelmäßige Fortbildungen in `Techniken der Acrylmalerei´ und habe damit meine eigene `freie Kunst´ gefunden.“ Seit einigen Jahren ist die Künstlerin Melanie Lengowski (Foto) Teil der Künstlergruppe „Viertel“ und ergänzt das Repertoire der Frauen um einen abstrakten Part. Eines der „Assemblagen“ der jungen Künstlerin hat es dem Stadtoberhaupt Sören Kristensen besonders angetan. Das Objekt der Begierde mit dem Titel: „Phoenix“ zeigt in abstrakter Art und Weise den mythischen Vogel „Phoenix“ in einer harmonisch gewählten Farbkomposition. Das Besondere neben der Farbwahl, die auch fluoreszierende Farben beinhaltet, ist die zusätzliche Nutzung von Stoffen, wie etwa Jute. „Meine Intension ist es, die Menschen mit meinen Bildern zu erreichen, um vom Stress des Alltags zu befreien und in Formen und Farben auf nachhaltige Weise neue Perspektiven zu entdecken“, so die Pinselakrobatin. Innerhalb von drei Wochen erschuf sie das Kunstwerk im Gemeinschaftsatelier der Künstlergruppe und hat damit nicht nur den Geschmack des Oberbürgermeisters, sondern auch den des Museumsleiters Markus Döscher getroffen. Finanziert wurde der Kauf schlussendlich mit Mitteln des Kulturraumes und wird in einigen Jahren seinen Platz im Werdauer Stadt- und Dampfmaschinenmuseum finden.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Werdau

In eigener Sache: Ehrenamtlich, unabhängig, aktuell und kostenlos

Westsachsen/Zwickau.- In letzter Zeit werden öffentlich immer wieder Äußerungen laut, die Westsächsische Zeitung würde sich der einen oder anderen Gruppierung anschließen oder stünde einer, wie auch immer gearteten, politischen Richtung nahe. Dem ist nicht so. Wer unsere veröffentlichten Artikel aufmerksam liest wird feststellen, dass wir ein sehr breites Spektrum an Themen abdecken. Aktuelle Meldungen, kulturelle Beiträge, Interviews, Reportagen zur Aufklärung über Dinge, die in der Region Westsachsen schief laufen, und so weiter...
Fakt ist aber auch, dass wir keine Meinungen unterschlagen. Das bedeutet, es kommen auch Menschen zu Wort, die in anderen Medien kein Gehör finden. Unseres Erachtens ist es genau das, was eine lebendige Demokratie ausmacht. Wir alle sollten uns bemühen, die Meinung andersdenkender Menschen auszuhalten. Egal, aus welchem (politischen) Milieu sie stammen. Welche Auswirkungen es haben kann, wenn nur einseitig berichtet wird, sehen wir gerade an den vielen Demonstrationen, die zum Beispiel gegen die Coronaregeln stattfinden. Es kann nicht im Interesse der Allgemeinheit sein, die Spaltung der Gesellschaft dadurch weiter zu fördern, dass bestimmte (unliebsame) Themen einfach ausgeklammert werden.
Zur Sicherstellung einer ausgewogenen Berichterstattung rufen wir alle Bürger dazu auf, sich mit ihren für sie wichtigen Themen an unser Büro in Zwickau zu wenden. Die Besucheradresse finden Sie im Impressum.

Mittwoch, 10. November 2021

Versorgungssicherheit: Preise für Strom und Gas bleiben in Werdau stabil

Westsachsen/Werdau.-
Im Hinblick auf das was noch kommt, verbreitet die mittlerweile überall kommunizierte Preisentwicklung der großen Strom- und Gasanbieter bei einem Großteil der Bevölkerung Verunsicherung und Sorgen. Auch in Werdau treten vermehrt Bürger an den Oberbürgermeister Sören Kristensen (Foto links) heran und klagen ihm ihr Leid und ihre Bedenken zur Strompreisentwicklung. „Die Angst vor der Bedrohung des eigenen Wohlstandes und die Sorgen ob Wohnraum und damit verbundene Nebenkosten bezahlbar bleiben, ist eines der Themen, mit denen die Bürger und Bürgerinnen zu mir kommen“, so das Stadtoberhaupt. Weiterhin meint Kristensen: „Die meisten Verbraucher nutzen für den reinen Preisvergleich unterschiedliche Vergleichsportale im Internet. Mit den dort angebotenen Preisen können kommunale Versorgungsunternehmen natürlich nicht mithalten, aber dafür schaffen sie, wie die Stadtwerke oder die GGV, Planungs- und Versorgungssicherheiten.“
Auch der Geschäftsführer der Stadtwerke Werdau, Elmar Burgard (Foto rechts), äußerte sich optimistisch: „Die treuen Kunden der Stadtwerke Werdau können sich entspannt zurücklehnen, denn die gute Nachricht lautet: Die Stadtwerke werden für ihre Bestandskunden die Strom- und Gaspreise für Wahltarife im kommenden Jahr stabil halten.“ Ausgenommen hiervon seien die Grundversorgung und neu abgeschlossene Verträge für Erdgas. Möglich sei dies, entgegen dem aktuellen Trend, durch eine frühzeitige und vorausschauende Beschaffung der Energiemengen. Der daraus gewonnene Vorteil soll in Form von konstanten Lieferbedingungen an die Bestandskunden in den Wahltarifen weitergeben werden. „Also egal wie kalt der Winter wird oder wie hoch die Energiemärkte steigen, Wahltarifkunden der Stadtwerke Werdau können sich auch für die kommenden Monate auf beständige Preise für Strom und Gas verlassen“, erklärt Elmar Burgard.
Nähere Informationen zu den Tarifen der Stadtwerke Werdau gibt es im KUNDENCENTER der Stadtwerke in der Zwickauer Straße 39 in Werdau.

Dienstag, 9. November 2021

„NSU“-Jahrestag: Zwickauer Dokumentation sorgt für Wirbel

Westsachsen/Zwickau.- Zum zehnten Jahrestag der behaupteten Selbstenttarnung des „NSU“ fanden in den vergangenen Tagen zahlreiche Info- und Gedenkveranstaltung unter der Schirmherrschaft von Bund, Freistaat und der Zwickauer Stadtspitze statt. Nach offiziöser Darstellung sollen sich Uwe Mundlos und Uwe Böhnhard vor zehn Jahren selbst getötet haben, während ihre Gefährtin Beate Zschäpe mittels eines Benzinkanisters das gemeinsame Wohnhaus in der Zwickauer Frühlingsstraße in Luft gejagt haben soll. Eine Darstellung, die bis zum heutigen Tag für zahllose Fragen und Zweifel an ihrer Richtigkeit sorgt.
Der mit Abstand am meisten beachtete Beitrag zu diesem Jahrestag stammt jedoch von einem Berliner Medienaktivisten, der unter dem Namen „Der Volkslehrer“ seit Jahren für teils polarisierende Video-Reportagen zu Fragen des Zeitgeschehens bekannt ist. Kamera-Teams des öffentlich-rechtlichen Zwangsgebührensenders MDR reisen zu diesem Zweck bereits seit Tagen nach Zwickau, um mehr über die Hintergründe der Dokumentation zu erfahren.
Die in Zwickau erstellte Reportage betrachtet die Geschehnisse rund um das sogenannte „Terror-Trio“ aus einem ungewohnten Blickwinkel. Eine Sichtweise, die nicht nur auf Gegenliebe stößt und seit Erscheinen der Dokumentation am vergangenen Sonntag für teils hitzig geführte Diskussionen sorgt.
Zur Dokumentation: 10 Jahre NSU – 10 Jahre Lügen | REPORTAGE – Der Volkslehrer

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Corona-Maßnahmen: MDR-Team belästigt Passanten

Westsachsen/Zwickau.-
Die immer brachialer werdenden Freiheitsbeschränkungen der sächsischen Kretschmer-Regierung sorgen auch in Zwickau für stetig wachsenden Unmut. Nach dem Quasi-Verbot von Aufzügen aller Art im Zusammenhang mit den Coronamaßnahmen der Staatsregierung fanden sich am Montagabend gegen 18 Uhr zahlreiche Menschen von jung bis alt auf dem Hauptmarkt ein, die das spontane Bedürfnis auf einen abendlichen Schaufensterbummel in der Innenstadt verspürten.
Den Gesprächen der Besucher war zu entnehmen, dass man die neuesten Zumutungen und Ausgangssperren der Landesregierung sehr kritisch sieht und diese nicht länger zu dulden bereit ist. Nachdem man die Fußgängerzone passiert hatte und die Menge spontaner Spaziergänger auf hunderte Teilnehmer angewachsen war, genoss man die frische Luft auch beim Spaziergang über den Doktor-Friedrichs-Ring zur Katharinenkirche und dann Richtung Studentenwohnheim und zurück in die Innenstadt. Einige Polizeifahrzeuge begleiteten die abendlichen Spaziergänger mit Sondersignal. Über den Grund ihrer Anwesenheit wollten die wenigen Beamten keine Angaben machen.
Unangenehm fiel am Rande ein Kamera-Team des Zwangsgebührensenders MDR auf, welches Passanten mit penetranten Fragen und aggressivem Filmen belästigte. Nach etlichen Unmutsbekundungen von Spaziergängern hinsichtlich des mangelhaften journalistischen Niveaus des MDR-Teams zeigte sich dieses gekränkt. Der MDR-Mitarbeiter Marcel Siepmann (Foto rechts) verbreitete im Anschluss via Twitter ein aus dem Zusammenhang gerissenes Video, er und seine Kollegen seien „angegriffen“ worden.
Unbestätigten Gerüchten zufolge soll es am nächsten Montag wieder um 18 Uhr vom Zwickauer Hauptmarkt aus zu einem spontanen Schaufensterbummel kommen. Man darf also gespannt sein.
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Samstag, 6. November 2021

Interview mit der Künstlerin Edith Gräf über ihre „transrealistische“ Kunst

Berlin/Westsachsen.- Bereits mit zwölf Jahren besuchte Edith Gräf fortlaufend Kurse in Portraitzeichen und figürlichem Zeichnen, sowie Landschaftsmalerei und Architektur. Vor einigen Jahren kehrte sie nach länger Schaffenspause zur Malerei zurück. Seit 2014 ist die Künstlerin Meisterschülerin von Nik Golder (Kunstschule Bad Wimpfen) und nimmt regelmäßig an professionellen Ausstellungen teil. Heute gibt sie uns ein Interview.
Westsächsische Zeitung: Du bist die Künstlerin hinter dem Cover „Meilenstein“ der im Berliner Großraum bekannten Rockband „Wutbürger“. Wie habt ihr euch kennengelernt?
Edith Gräf: Irgendwie sind wir online übereinander gestolpert. Ihre Musik fand ich klasse und ich fragte spontan, ob sie vielleicht mal irgendwann ein Cover für ein Album bräuchten ... Ich hatte keine Ahnung, dass sie gerade kurz vor der Fertigstellung eines ebensolchen Albums waren und mein Vorschlag schlug wie eine platzierte Zeitbombe ein. Alles hat mega gut zusammengepasst, das spürten wir alle.
WSZ: Dein Künstlername ist Edeldith, deine Kunst nennst du Transrealistic Art, wie bist du darauf gekommen?
Edith Gräf: Bevor ich 2015 beschloss, künstlerisch nach langer Pause wieder aktiv zu werden, ging ich in die Lehre zu Nik Golder, einem hervorragenden Künstler und Lehrmeister, welcher in seinen jungen Jahren in der ehemaligen Sowjetunion eine antioffizielle kritische Künstlervereinigung gründete und zusammen mit dieser den Begriff des malerischen „Transrealismus“ prägte. Wenn er mit mir zusammen meine Bilder analysierte, rief er oft begeistert „das ist purer Transrealismus!“ und ich versprach ihm, dass ich sein Werk weiter fortsetzen würde, um diesen Begriff weiter in die Welt zu tragen und zum blühen zu bringen. Transrealismus sucht den Mensch in seiner zeitlosen Erscheinung, er sucht die gegensätzlichen Pole und dringt in die Schichten des menschlichen Seelenlebens ein, die nicht unmittelbar zugänglich sind. Mein Künstlername Edeldith leitet sich einfach aus meinem Vornamen Edith ab und ich beschloss irgendwann einmal, dass ich mich als Künstlerin im Internet mit einem Pseudonym besser fühle, zumal meine Bilder oft sehr verstörend und provokant wirken können: erotisch aufgeladen, gewalttätig, politisch oder traumatisierend, nicht alle Betrachter können sie auf den zweiten Blick einordnen.
WSZ: Damit wären wir bei deiner Kunst und deinen Bildern ... was meinst du damit, nicht alle können sie auf den zweiten Blick einordnen?
Edith Gräf: Grundsätzlich spiele ich gerne mit Gegensätzlichem. Zum Beispiel reiße ich Metaphern oder Symbole aus ihrem Zusammenhang und setze sie gegeneinander ein oder füge sie in einen neuen Kontext, der nicht so wirklich passen will. Ich löse gerne ambivalente Gefühle im Betrachter aus, die wir eigentlich sowieso schon in uns tragen. Das Synonym „Im trüben Teich der Seele fischen“ gefällt mir dazu ganz gut.
WSZ: Wie bekommst du die Ideen zu deinen Bildern?
Edith Gräf: Ehrlich gesagt fliegen sie mir zu, ständig hier und da ... beim Aufwachen, im Gespräch, in einem Moment ... ich muss dann nur sortieren, was wirklich wichtig ist, um zu einem Bild zu werden. Thematisch ist das ganz unterschiedlich, manchmal stelle ich Seelenzustände einer Person dar.Zum Beispiel den Kampf gegen den Krebs in „Das Andere in mir“, oder einfach Abgründe aus meiner Erfahrung meiner beruflichen Arbeit in der stationären Psychotherapie, Schwerpunkt Traumatherapie. In diesem verminten Feld ist alles voller Ambivalenz und Widersprüche: Opfer die sich als Täter fühlen, die ungeahnte Stärken entwickeln oder die Sucht, wieder und wieder das Dunkle zu suchen und zu lieben. Manche Bilder entstehen auch einfach aus einer Situation heraus. 2018 wurden mir über den Facebook Algorithmus -wenn man sich mal ein bestimmtes Video angeschaut hat, gibts immer mehr davon- sehr viele Videos zu den Massenproduktionsschlachtungen an unseren Schweinen und Kühen zugespielt, die hier hinter verschlossenen Türen Tag und Nacht ablaufen. Zur gleichen Zeit hatte ich ein Gespräch mit einem Besitzer eines Kunst- und Szenelokals, bezüglich einer möglichen Ausstellung meiner Bilder in seiner Location. Er blätterte meinen Ordner durch und meinte dann, das sei zwar handwerklich echt super, aber das könne er seinen Gästen nicht zumuten, denen würde ja sonst das Essen im Hals steckenbleiben. Da ging ich nach Hause und wusste, was für ein Bild ich zu malen hatte. Und damit der Betrachter des Bildes auch wirklich etwas spürt von dem Wahnsinn, setzte ich das Kind, welches das Schweinchen rettet, als „inneres Kind-Ich“ davor in Szene, mit nackten Füßen, wie das berühmte Mädchen von dem Napalm Krieg in Vietnam. „Flucht von Alcatraz“ nannte ich das Bild, weil auch von Alcatraz eine Flucht als unmöglich galt. Die Käuferin, die später das Bild kaufte, weil sie „schockverliebt“ war, sagte, das Mädchen auf dem Bild, das die Schweine rettet, gibt ihr Hoffnung, weil es Mitleid empfindet.
Dieses Jahr entstanden zwei Bilder, die ich eher als Psychogram unserer gesellschaftlichen Seele nennen will. Seit einigen Jahren haben wir da ja eine gewaltige Polarisierung und Spaltung unserer Gesellschaft zu fast jedem Thema. So etwas beschäftigt mich unentwegt und ich spüre selber, wie ich mich auf diesen Feldern wie eine Manövriermasse fühle: mal wütend, mal verletzt, angefeindet, verachtet ... mal ziehe ich in den Kampf, mal ziehe ich mich zurück ... Wir sind gerade umgeben von sehr viel Ideologie und Hypermoral, die Kritik und andere Meinungen erstickt. Es geht um menschliche Schuld und vermeintliche Erlösung durch eine Art „Ablasshandel“. Eigentlich wie schon so oft in der Menschheitsgeschichte. Ich achte aber in meinem Schaffensprozess darauf, dass ich ganz bei meiner Intuition bleibe, das heißt, ich versuche Ratio und eigene politische Ansichten außen vor zu lassen und ganz bei meiner Intuition zu bleiben. Alles andere würde mich auch langweilen, es gibt doch nichts schrecklicheres, als andere überzeugen und missionieren zu wollen.
WSZ: Wohin entwickelt sich die Kunst gerade?
Edith Gräf: Das ist schwer zu sagen. Sie leidet an einigen ernsten Systemkrankheiten - manche davon sind nicht neu. Ganz oben in der Liga geht es nur noch um das Prinzip der Geldanlage und das Aufrechterhalten einer exquisiten „Kaste“, die unter sich bleiben möchte. Im großen Mittelfeld dagegen - in welchem wir uns bewegen- wurde der Künstler mit seinen Aufstiegsträumen als Geldeinnahmequelle gegen den früheren Kunstinteressent ausgetauscht. Galeristen bedienen heutzutage Künstler mit Messe- und Ausstellungsoptionen, das heißt der Künstler wird nicht mehr entdeckt, sondern er sponsort sich selber. Dadurch findet keinerlei Auslese mehr statt, eine kritische Auseinandersetzung mit Kunstwerken ist nicht mehr gegeben und es kommt zu einer ungewollten unschönen Auslese: ältere Künstler aus der oberen Mittelschicht können sich ihren „Traum“ leisten, jüngere und aus ärmeren Verhältnisse kommende Künstler bleiben außen vor und unentdeckt. Die Kunst verendet gerade in ihrer eigenen kleinen Blase, weil sie sich irgendwann mal vom normalen Volk abgekoppelt und verabschiedet hat. Unser Ziel sollte sein, normale Menschen wieder für Kunst zu begeistern, indem sich die Kunst wieder für die Menschen interessiert. Diesen Anspruch habe ich selbst jedenfalls an meine Kunst.
WSZ: Was ist dein Wunsch für dich als Künstlerin?
Edith Gräf: Ich bin immer auf der Suche nach neuen und gerne andersartigen Ausstellungsmöglichkeiten. Kritische Kunst muss wieder den Weg in die Herzen der Menschen finden, deswegen freue ich mich wenn mutige Menschen mit Möglichkeiten und Ideen Kontakt zu mir aufnehmen. Man findet mich über die Künstlerplattform www.artoffer.com/edeldith Oder in Facebook und Instagram unter transrealisticart.
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Freitag, 5. November 2021

Viel Geld, wenig Arbeit: Umstrittener Sozialarbeiter bekommt Chefposten

Westsachsen/Dresden/Zwickau.-
Die Planung eines sogenannten NSU-Dokumentationszentrums in Zwickau war bereits Thema der Zwickauer Stadtratssitzung in der vergangenen Woche. Oberbürgermeisterin Constance Arndt (BfZ) hatte zu diesem Zeitpunkt angekündigt, die Errichtung eines solchen Zentrums würde ihre Unterstützung finden, der Stadtrat müsste aber noch in die Entscheidung eingebunden werden. Dessen ungeachtet war die Sache zu diesem Zeitpunkt bereits in trockenen Tüchern, denn nur eine Woche später, am gestrigen Donnerstag, übergab die Sächsische Justizministerin Katja Meier (Foto oben/Grüne) der Stadtchefin zu Mittag den üppigen Scheck für dieses umstrittene Vorhaben. „Ein lebendiger Ort, an dem Bildungsarbeit stattfinden soll“ solle es werden, schwärmt die in der linksextremen Szene sozialisierte Ministerin, die noch vor wenigen Jahren Mordanschläge auf Polizisten propagierte.
Die Art und Weise dieser „Bildungsarbeit“ dürfte schon jetzt kein großes Geheimnis sein. Darunter versteht man in solchen Kreisen erfahrungsgemäß die politische Indoktrination für Kinder und Jugendliche. Die Summe, die dem sächsischen Steuerzahler diesmal zu diesem Zweck abgeknöpft wird, bewegt sich im oberen fünfstelligen Bereich. 95.000 Euro werden an den Verein „Regionale Arbeitsstellen für Bildung, Integration und Demokratie“ (RAA Sachsen) gezahlt, der damit erstmal nur ein Konzept erarbeiten will. Besonders in Zeiten der wirtschaftlichen Rezession ist dies eine äußerst großzügige Zuwendung für eine sehr fragwürdige Beschäftigung mit Geschichte. Oder anders ausgedrückt: viel Geld für wenig Arbeit.
Das „Dokumentationszentrum“ wird aus heutiger Sicht die These vom sogenannten NSU politisch einseitig instrumentalisieren und weitere Planstellen für linksideologische Demagogen schaffen. In Insiderkreisen wird vermutet, dass für den Chefposten dieses neuen Linksaußen-Betriebs ein grüner Parteifreund der Justizministerin vorgesehen ist. Es soll sich um den ehemaligen Schulsozialarbeiter Jörg Banitz handeln, der von der Pestalozzischule weggelobt, und danach vorübergehend im Soziokulturellen Zentrum „Alter Gasometer“ untergekommen ist.
In den nächsten Wochen wird es sicher notwendig sein, den geplanten Aufbau samt des teuren Konzeptes dieser umstrittenen Einrichtung etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Einen Vorgeschmack darauf lässt das Foto unten erahnen.

Donnerstag, 4. November 2021

„Ausfahrt Kultur“ stellt Sehenswürdigkeiten in unserem Land vor

Westsachsen/Leipzig/Zwickau/Dresden.-
Ein Millionenpublikum wird Sachsen ab 6. November weltweit über die Deutsche Welle (DW) erreichen: Über die verschiedenen TV-Programme des deutschen Auslandssenders wird an diesem Tag erstmals die neue, zweisprachige Sendereihe „Ausfahrt Kultur / Destination Culture“ ausgestrahlt. In Staffel 1 mit dem Untertitel „Entdeckungen in Sachsen“ mit insgesamt sieben Episoden stehen Kulturziele im Freistaat im Mittelpunkt: Vom Fürst Pückler Park in Bad Muskau über das August Horch Museum in Zwickau, Uhrenmanufakturen in Glashütte, das Porzellanmuseum in Meißen oder das Haus Schminke in Löbau bis zur Baumwollspinnerei in Leipzig. Am heutigen Donnerstag hatten DW und die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen (TMGS) zur Vor-Premiere nach Radebeul, einem der Drehorte, eingeladen. Die Sächsische Staatsministerin für Kultur und Tourismus Barbara Klepsch nahm ebenfalls an der Vor-Premiere der neuen Sendereihe teil.
„Die Sendereihe ‚Ausfahrt Kultur‘ verbindet die Themen Reisen und Kultur und stellt wunderbar viele Orte und Sehenswürdigkeiten in unserem Land vor, die vor allem in kultureller Hinsicht einmalig und sehenswert sind. Dabei bietet das Multimedia-Format Information und Inspiration, schöne Bilderwelten und unterhaltsame Inhalte. Diese Ausstrahlung hilft uns dabei, das reiche kulturelle Erbe Sachsens einem weltweiten Publikum vor Augen zu führen und als Reiseanlass ans Herz zu legen“, erklärte Tourismusministerin Barbara Klepsch am Abend.
Bis in den September hinein wurden landesweit die Kameras und Mikrophone geschwenkt sowie Orten, Sehenswürdigkeiten und Persönlichkeiten mit leidenschaftlicher journalistischer Art ihre USPs entlockt. „Herausgekommen ist eine wunderbare Hommage an Sachsens Kultur- und Naturlandschaft sowie seine Gastgeber. Wir danken allen Partnern in unseren Tourismusregionen für die tatkräftige Unterstützung des Filmprojektes mit dieser einladenden Botschaft“, sagte Veronika Hiebl, Geschäftsführerin der Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen.
Die TMGS unterstützte den Sender inhaltlich und organisatorisch bei der Planung der Drehs vor Ort. „Dieses TV-Projekt ist eine wertvolle Ergänzung zu den in diesem Herbst verstärkt für die internationalen Märkte unternommenen Vermarktungsaktivitäten der TMGS, die von Studienreisen für Veranstalter aus den USA, dem ebenfalls noch im November startenden digitalen englischsprachigen Magazin SIGHTGEIST 2.0 über Plakatkampagnen bin hin zu Presse- und Bloggerreisen reichen“, so die TMGS-Chefin.
Die deutsch-schottische Moderatorin Hannah Hummel unternimmt ihre Ausfahrten Richtung Kultur in einem ungewöhnlichen aber gleichzeitig typisch deutschen Fahrzeug: Sie fährt ein klassisches VW Käfer Cabriolet. Die Besonderheit: Der über 40 Jahre alte Wagen wurde umgebaut – und rollt mit elektrischem Antrieb. Solche Verbindungen zwischen Tradition und Moderne ziehen sich auch inhaltlich wie ein roter Faden durch die Folgen der Serie. Jeder Stopp ist ein kulturelles Highlight. Gleichzeitig kommen viele Protagonisten zu Wort, erzählen junge Instagramer von der Faszination dieser Orte bis heute und zeigen den Zuschauern die schönsten Fotomotive.
„Das Bundesland Sachsen ist eine der reichsten und vielfältigsten deutschen Kulturlandschaften und somit der perfekte Einstieg in unser Format. Kultur ist zentraler Programmauftrag der Deutsche Welle, unsere Redaktion produziert mit viel Herzblut innovative Multimedia-Magazine und -Reportagen“, so DW-Intendant Peter Limbourg. DW-Kulturchef Rolf Rische, der die Idee zu dem Format hatte, erwartet international viel Interesse: „Dass der weltweit wohl wichtigste Reiseführerverlag ‚lonley planet‘ kürzlich Leipzig zum Top-Ziel in Deutschland gewählt hat, ist für uns nur ein weiterer Beleg dafür, dass wir mit dem Fokus auf Sachsen in der ersten Staffel von ‚Ausfahrt Kultur‘ goldrichtig liegen.“
Zu sehen ist die siebenteilige Serie mit den 26-Minuten-Filmen ab dem kommenden Samstag bei der Deutschen Welle in den TV-Programmen „DW Deutsch“, „DW Deutsch+“ und „DW English“, auf YouTube (u.a. „DW Travel“) sowie im DW Mediacenter auf dw.com. Ausgewählte Orte werden auf den Social-Media-Kanälen der DW formatgerecht präsentiert. Von YouTube-Fassungen, über kurze Storys für Facebook und Instagram-Reels bis zu TikTok-Geschichten werden zahlreiche Ausspielwege bedient.
Quelle und Foto: TMGS

Diskussion: Der NSU und die Frage nach der tatsächlichen Täterschaft

Westsachsen/Zwickau.-
Zu einer ergebnisoffenen Gesprächsrunde mit hochinteressanten Gästen hatte die Westsächsische Zeitung am vergangenen Montag geladen. Themenschwerpunkt waren die zahlreichen Ungereimtheiten rund um das Thema „NSU“ und die Frage nach der tatsächlichen Täterschaft des sogenannten Terror-Trios. Mit hochinteressanten Gästen, die ausführliche Kenntnis der Materie einbrachten und ergebnisoffen und frei von ideologischen Denkverboten diskutierten, verging der spannende Abend wie im Fluge und brachte den anwesenden Gästen neuen Erkenntnisgewinn.
Auch Zwickaus Oberbürgermeisterin Constance Arndt (BfZ) und der CDU-Landtagsabgeordnete Gerald Otto, ein langjähriges Mitglied des diesbezüglichen Untersuchungsausschusses, hatten im Vorfeld Interesse bekundet, ihre Teilnahme jedoch kurzfristig aus Termingründen abgesagt. Dies wurde zwar bedauert, der Qualität der Gesprächsrunde tat es jedoch keinen spürbaren Abbruch. Der Video-Mitschnitt dieses spannungsgeladenen Abends wird in Kürze hier veröffentlicht.

Zum Gruseln: Hexen, Gespenster und Monster treiben ihr Unwesen

Westsachsen/Werdau.-
Am vergangenen Halloween-Sonntag hieß es wieder „Süßes sonst gibt´s Saures“ in Werdau und seinen Ortsteilen. Vampiroberhaupt Alexander Moser organisierte für das schaurig schöne Gruselspektakel einen Lampionumzug durch die Friedenssiedlung und lockte mit seinen Rufen nicht nur kleine und große Monster, Kobolde und Hexen aus ihren Verstecken, sondern bot mit etwas Verpflegung wie etwa „Riesenwürmern“ (Roster) und andere Leckereien an.
Der Umzug bei dem etwa 100 Personen teilnahmen, umfasste etwa 60 Erwachsene und 40 Kinder, von denen ein Großteil ihrer Leidenschaft für Halloween nachgingen. Auch die Einwohner, die nicht am Umzug teilnahmen, fügten sich mit grausiger Dekoration an Haus und Vorgarten in das Geschehen ein. Von Gespenstern die einem entgegenflogen, Händen, die aus der Erde ragten bis hin zu vielen weiteren Ungeheuern gab es hier einiges zum Fürchten zu bestaunen. Lautes Schreien, Zombiegeräusche und Blitzlichter wurden effektvoll in Szene gesetzt und lehrten den Großen und Kleinen das Fürchten.
Auch in Langenhessen sorgte der Dorfclub um René Riemer für eine gruselige Veranstaltung mit Gänsehautpotenzial. Treffpunkt war hier auf dem Kirchschulplatz. Bei Leichenfingern (Bratwurst) und Blutsgebräu (Glühwein) begann der Umzug auf dem Weg des Schreckens. Auch hier kamen die Wesen der Unterwelt zusammen - ob Hexen, Zauberer und Skelette, alle Teilnehmer versammelten sich vor der Kirche in Langenhessen und beschritten gemeinsam den haaresträubenden Weg bis zum Traumzauberbaum.
Doch bis dorthin gab es einige furchterregende Highlights zu überstehen. Ob Riesenspinne am eigenen Haus, Hexenparkplatz oder unheimliche Vorgärten mit Grabsteinen und Totenköpfen - die Langenhessener haben in detailverliebter Kleinstarbeit alles gegeben, um die Kleinen und Großen Halloweenfans in Angst und Schrecken zu versetzen. Einige warteten auch in angsteinflößender Kostümierung auf die herannahenden Teilnehmer.
Auch für das nächste Jahr ist wieder ein Halloweenspektakel geplant, dann kann der Spuk von vorn losgehen. Wir freuen uns drauf.
Quelle und Fotos: Stadtverwaltung Werdau