Dienstag, 19. Mai 2020

Wut auf Gerichtsdirektorin: „Die Ast gehört in den Knast!“

Westsachsen/Zwickau.- Der Justiz-Skandal um die Überklebungsaffäre am Zwickauer Amtsgericht erreicht einen neuen Höhepunkt. Nach der Veröffentlichung eines Offenen Briefes, in dem unter anderem der Rücktritt der Gerichtsdirektorin Eva-Maria Ast (Foto) gefordert wird, melden sich immer mehr wütende Betroffene zu Wort. Einige fordern mit Nachdruck juristische Konsequenzen und sagen: „Die Ast gehört in den Knast!“
Im von der WSZ veröffentlichten Brief geht es um die Frage, ob die Direktorin des Amtsgerichts Zwickau einer kriminellen Vereinigung angehört. Nachzulesen hier: Offener Brief. Anhaltspunkte für diese Annahme gibt es reichlich. So berichtet ein ehemaliges CDU-Mitglied von einem denkwürdigen Parteitag. Die Gerichtsdirektorin hatte in dieser Veranstaltung Partei für den damals zu wählenden Bundestagsabgeordneten Carsten Körber ergriffen, indem sie jeden Versuch der Ansprache auf den in der BILD-Zeitung veröffentlichten Missbrauch-Skandal sofort niederbrüllte. Selbst ein ehemaliger Zwickauer Oberstaatsanwalt, der zugegen war, wurde Opfer ihrer rund 20-minütigen Hasstiraden gegen die eigenen Mitglieder. Bei der anschließenden Abstimmung bekam Körber die erforderliche Mehrheit der Stimmen. Ast selbst wurde parteiintern kurzzeitig als Oberbürgermeisterkandidatin gehandelt, bestreitet jedoch bis heute ihre Ambitionen auf dieses Amt.
Richtig handfest und beweisbar ist das kriminelle Handeln der Eva-Maria Ast im Fall der Akte 8 F 1059/07. Hier kam es im Jahre 2012 zu einer Urkundenfälschung im Amt. Jemand hatte den Rechtskraftvermerk eines Beschlusses in dieser Akte mit einem weißen Blatt übergeklebt. Ausgangspunkt war das Fehlverhalten des umstrittenen Plauener Rechtsanwaltes Reinhard Schübel, der ein Rechtsmittel beim OLG Dresden, statt beim zuständigen Gericht in Zwickau einlegte (WSZ berichtete). Später kam heraus, dass auch die damals zuständige Richterin Marion Nitschke fehlerhaft verhandelt hat, indem sie nicht mehr gültiges, weil veraltetes Recht anwandte. Diese beiden Fehler haben schwerwiegende Auswirkungen bis heute. Sowohl für die Betroffene, wie auch auf das Rechtssystem insgesamt, wenn dies kein Einzelfall war. Deshalb versucht man bis in höchste Kreise den Mantel des Schweigens darüber zu legen und Ast sorgt mit allen Mitteln dafür, dass dies so bleibt.
Doch es kommt noch schlimmer. Ein Informant unserer Zeitung versichert glaubhaft zu wissen, dass Eva-Maria Ast Urteile für ihren Ehemann Richter Arthur Ast schreibt. Als Begründung wird angeführt, dass dieser krankheitsbedingt selbst nicht mehr dazu in der Lage sei. Die beiden Juristen wollen jedoch nicht auf das üppige Gehalt verzichten, das ihnen sonst verloren ginge. Trotz mehrfacher Nachfragen an das Justizministerium und Eva-Maria Ast selbst gibt es dazu keinerlei Stellungnahme.
Mittlerweile liegen mehrere Anzeigen gegen Ast auch beim Landes- und Bundeskriminalamt vor. Die Tatsache, dass das Sächsische Justizministerium in dieser Sache nach wie vor nichts unternimmt, lässt schwerwiegende Hintergründe vermuten. Wir bleiben dran...

Quelle: RechercheTeam WSZ
Foto: HP Ines Springer

„An manchem wunderschönen Baum, da stört ein kranker Ast. 
Der ganze Baum wird vielleicht krank, wenn Ihr den Ast dort lasst...“ (Zitat C.F. / AG Zwickau-Lied)