Donnerstag, 13. November 2014

Clara Schumanns Großnichte 95-jährig verstorben

Zwickau.- Tief betroffen hat die Robert-Schumann-Gesellschaft Zwickau soeben erfahren, dass ihr Ehrenmitglied, die Diplomingenieurin und Architektin Elisabeth Schmiedel, am 30. Oktober in Nürnberg im Alter von 95 Jahren verstorben ist.
Elisabeth Schmiedel war die Enkelin von Claras Schumanns Halbbruder Woldemar Bargiel und somit Clara Schumanns Großnichte. Sie war Patenkind von Eugenie Schumann. Bis ins hohe Alter setzte sie sich für die Pflege und Bewahrung des Schumannschen Erbes ein. Wenn sie es gesundheitlich ermöglichen konnte, kam sie immer wieder nach Zwickau und nahm an den hiesigen Schumanntagen und anderen Veranstaltungen teil. Als Zeitzeugin berichtete sie sehr emotional und bildhaft von den Erzählungen ihrer beiden Tanten Marie und Eugenie Schumann über deren Eltern Robert und Clara.Schmiedel-Nauhaus
Hochbetagt gab sie 2007 gemeinsam mit dem Zwickauer Robert-Schumann-Preisträger Joachim Draheim ein zweibändiges Werk über die Musikerfamilie Bargiel heraus. Ein Jahr später beschenkte sie das Robert-Schumann-Haus reich mit Dokumenten und persönlichen Gegenständen aus dem Nachlass dieser Musikfamilie – darunter vor allem Briefe, Programmzettel, Bilder und andere Dokumente. Auf Anregung aus Zwickau edierte sie (wiederum gemeinsam mit Joachim Draheim) als Sonderband der Schumann-Studien eine der inzwischen im Robert-Schumann-Haus befindlichen Kostbarkeiten – das Düsseldorfer Reisetagebuch ihres Großvaters Woldemar Bargiel von 1852.
Für ihre Verdienste um die Bewahrung und die Pflege des Schumannschen Erbes erhielt Elisabeth Schmiedel 2008 die Ehrenmitgliedschaft der Robert-Schumann-Gesellschaft Zwickau.
Die Robert-Schumann-Gesellschaft trauert um Elisabeth Schmiedel und wird ihr stets ein ehrendes Andenken bewahren.

Elisabeth Schmiedel mit dem heutigen Ehrenvorsitzenden der Robert-Schumann-Gesellschaft, Dr. Gerd Nauhaus, im Foyer des Robert-Schumann-Hauses (2006).

Quelle: Stadt Zwickau