Zum Zwickauer Schumann-Fest werden neben Clara Schumanns Werken auch Kompositionen von Fanny Hensel, Pauline Viardot-Garcia oder Emilie Mayer zu hören sein. Das Besondere daran ist wiederum, sie sollen vor allem von Künstlerinnen dargeboten werden. Bereits beim Eröffnungskonzert mit der Pianistin Mirjam Hinrichs und den Clara-Schumann-Philharmonikern steht eine Frau am Pult: die tschechische Dirigentin Alena Hron.
Wenngleich jahrhundertelang Männer das Feld der musikalischen Kreativität dominierten, gab es auch immer wieder herausragende Werke von Komponistinnen. Zum Teil wurden diese erst in jüngerer Zeit wiederentdeckt. Einige bemerkenswerte, doch von der Öffentlichkeit bislang kaum wahrgenommene oder noch gar nicht aufgeführte Werke werden nun also beim diesjährigen Schumann-Fest in den Mittelpunkt gerückt. Das verspricht eine ausgiebige musikalische Reise mit etlichen Aha-Effekten, unerwarteten Entdeckungen und mancherlei neuen Erkenntnissen.
Clara Schumann, geb. Wieck (1819-1896) war sowohl Pianistin als auch Komponistin. In ihrer Zeit war es normal, dass sich ein Pianist auch als Komponist betätigte. Andererseits war es für Frauen zu jener Zeit sehr ungewöhnlich, Kompositionen im Druck zu veröffentlichen. Von den vielen pianistischen Konkurrentinnen Clara Wiecks in den 1830er-Jahren ist keine in vergleichbarem Maße mit Eigenkompositionen hervorgetreten. Vielleicht gab das leuchtende Vorbild Clara Wiecks Anlass, dass ihr Ehemann und vor allem auch Musikerkollege Robert Schumann (1810-1856) auch anderen Komponistinnen ohne Vorbehalte begegnete. Von mehr als einem Dutzend Komponistinnen hat er Werke in seiner „Neuen Zeitschrift für Musik“ besprochen und setzte sich zudem als Herausgeber für die Publikation ihrer Werke ein.
Das komplette Programm zum Schumannfest 2025 ist hier einzusehen: Programm
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Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau
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