

Seit einem halben Jahr kommt in Sachsen der Therapiehund Nash zum Einsatz. Der 6-jährige Bordercollie begleitet zusammen mit seiner Halterin Kerstin Kuntzsch traumatisierte Opfer von Gewalt auf ihrem schweren Gang zu Gericht. Nash ist dafür ausgebildet, hilfsbedürftige Kinder und Erwachsene zu stützen und so zu stabilisieren, dass sie zumindest die schwierige Situation der Aussage vor Gericht überstehen können. Allerdings gilt es zuerst, Gerichtspräsidenten und Richter für die Sache zu gewinnen. Nicht alle können sich ein Tier während der Verhandlung im Gerichtssaal vorstellen. Der Erfolg des Therapiehundes spricht allerdings für sich: erst kürzlich konnte Nash eine durch sexuellen Missbrauch im Kindesalter schwerst traumatisierte Frau erfolgreich durch den Prozess vor dem Sozialgericht führen.
Dabei darf man die Arbeit der vielen Ehrenamtlichen nicht vergessen, die etliche Stunden ihrer Freizeit dafür einsetzen, ebenfalls Opfern von Gewalttaten zu helfen. In Sachsen gibt es davon 155. Allerdings sind sie recht unterschiedlich verteilt. Während die Außenstellen Zwickau, Leipzig und Dresden recht gut aufgestellt sind, fehlt es beispielsweise in Görlitz, Freiberg und Meißen an ausgebildetem Personal. Händeringend wird in Plauen nach ehrenamtlichen Mitarbeitern gesucht. Hier gibt es nur eine einzige Person, die für das gesamte Plauener Stadtgebiet und das Umland zuständig ist.
Hundeführerin Kerstin Kuntzsch mit Therapiehund Nash. Der Bordercollie ist dafür ausgebildet, traumatisierten Opfern von Gewalttaten in Stresssituationen beizustehen. Fotos(2): ZPA/Olaf Thalwitzer
Quelle und weiterführende Informationen für Interessierte: WEISER RING Landesverband Sachsen