15 Februar 2026

Challenge: Wer findet Schübels angebliche Doktorarbeit?

Westsachsen/Plauen/Zwickau (Stadt des überklebten Rechtskraftvermerks).-
Rechtsanwalt Reinhard Schübel (der falsche Doktor aus Plauen/Foto) behauptet nach wie vor, er dürfe öffentlich den Titel „Dr.“ führen. Im Frühjahr 2024 verlangte das Landgericht Zwickau von ihm, er möge seine Doktorarbeit als Beweis vorlegen. Dieser Aufforderung ist er, trotz gesetzter 2-Wochen-Frist, bis heute nicht nachgekommen.
Markus Colli (Alias Oberstaatsanwalt, Alias Amtsgerichtsdirektor) teilt jetzt in einem Ablehnungsschreiben mit, dass er von Ermittlungen gegen seinen Berufskollegen Reinhard Schübel absieht, weil dieser bei der Rechtsanwaltskammer Sachsen eine Doktorarbeit hinterlegt hätte. Der Titel dieser Promotion würde lauten: „Entwicklung und Wirken der Verfahrensgerichte der slowakischen Republik und der Bundesrepublik Deutschland hinzu einem europäischen Verfassungsgericht?“.
Das RechercheTeam der Westsächsischen Zeitung durchforstet seit Jahren regelmäßig alle infrage kommenden Quellen, Archive, Bibliotheken sowie Publikationen online und offline nach dieser angeblichen Doktorarbeit. Bisher ohne Erfolg. Trotzdem bleibt Markus Colli (Alias Oberstaatsanwalt, Alias Amtsgerichtsdirektor) bei seiner Behauptung, Rechtsanwalt Reinhard Schübel sei berechtigt, diesen Doktortitel zu tragen.
Da all diese Bemühungen kein Ergebnis gebracht haben, manch einer jedoch meint, man müsse nur ordentlich recherchieren, laden wir die Leser der WSZ dazu ein, sich an der Suche zu beteiligen. Wer findet also diese mysteriöse Doktorarbeit des Plauener Rechtsanwalts Reinhard Schübel? Ein kleiner Tipp am Rande: Eine Urkunde in slowakischer Sprache zählt nicht als Nachweis. Diese Urkunde kann man sich im Ausland kaufen.
Hier noch einmal der ominöse Titel der angeblichen Promotion: „Entwicklung und Wirken der Verfahrensgerichte der slowakischen Republik und der Bundesrepublik Deutschland hinzu einem europäischen Verfassungsgericht?“. Viel Erfolg beim Suchen!
   
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Verhandlung ohne Protokoll: Was unterscheidet Zwickau von Berlin?

Westsachsen/Berlin/Zwickau (Stadt des überklebten Rechtskraftvermerks).- Ein Richter am Landgericht Berlin I hatte es versäumt, ein Protokoll zu einer Hauptverhandlung zu schreiben. Das aber ist nötig, damit ein Urteil rechtskräftig wird und die nächste Instanz angerufen werden kann. Deshalb kam ein schon verurteilter Mehrfachvergewaltiger wieder auf freien Fuß. Grund des Versäumnisses ist laut Medienberichten eine schon vorher allgemein bekannt gewesene Suchterkrankung des Vorsitzenden Richters, der deswegen nicht mehr Herr seiner Sinne war.
In Zwickau, der Stadt des überklebten Rechtskraftvermerks, fehlt ebenfalls das Protokoll zu einer Verhandlung, wenn auch aus einem anderen Grund. Hier sollte nämlich zunächst niemand merken, dass diese Verhandlung überhaupt stattgefunden hat, weil es eher eine Absprache hinter verschlossener Tür war. Die Sache kam erst bei Akteneinsicht heraus, als sich eine Justizsekretärin verplapperte. Sie las aus einem Hinweisbeschluss vor, der sich auf diese nicht protokollierte Verhandlung bezog. Dabei stockte ihr selbst der Atem, denn so etwas darf es bekanntermaßen gar nicht geben.
Seit dieser Erkenntnis im Jahre 2015 versucht die betroffene Partei alles, dieses von der Justiz verursachte Problem zu lösen. Bisher ohne Erfolg. Die zuständige Richterin äußerte sich zu dem Vorwurf schriftlich: „...teile ich mit, dass es ... eine Verhandlung gegeben hat, über die ... ein Protokoll nicht erstellt wurde (Schreiben anbei).
Paradoxerweise finden bis heute nach wie vor Gerichtsprozesse in dieser Sache statt. Aber hey, wir sind hier in Zwickau. Und da ist bekanntlich alles möglich was anderswo bisher undenkbar war. Zum Beispiel ein überklebter Rechtskraftvermerk in der Akte 8 F 1059/07 (Foto).

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12 Februar 2026

Bad Elster: Internationale Chursächsische Meisterkurse mit Stardozenten

Westsachsen/Bad Elster.- Seit dem Jahr 2014 werden in Bad Elster jährlich Chursächsische Meisterkurse mit dem Ziel durchgeführt, den nationalen und internationalen Profimusikernachwuchs im Herzen Europas zu fördern. Die künstlerische Leitung obliegt dabei dem Weltklassecellisten Prof. Peter Bruns (Leipzig) und dem Intendanten des König Albert Theater Bad Elster, GMD Florian Merz (Bad Elster/Düsseldorf). Für die 12. Ausgabe der Int. Chursächsischen Meisterkurse 2026 konnten Prof. Nick Deutsch (Oboe) und Prof. Peter Bruns (Violoncello) von der Hochschule für Musik und Theater in Leipzig sowie Prof. Heime Müller (Violine/Kammermusik) von der Musikhochschule Lübeck gewonnen werden. Insgesamt haben sich in diesem Jahr 40 Teilnehmende aus 13 Nationen angemeldet. Somit freuen sich die Organisatoren der ausgebuchten 12. Internationalen Chursächsischen Meisterkurse in Bad Elster auf Musikenthusiasten aus Frankreich, Italien, Japan, Spanien, China, Malaysia, Polen, Rumänien, Tschechien, Slowenien, Großbritannien sowie Deutschland und der Schweiz.

Als Besonderheit wird die Kurswoche in den Königlichen Anlagen Bad Elsters durch ein attraktives Rahmenprogramm ergänzt, welches den besonderen Charakter der Meisterkurse unterstreichen soll: Dabei wird für die Teilnehmer ein spezieller Musiker-Gesundheitskurs im Therapiezentrum des historischen Albert Bades angeboten, die Teilnahme an einer Moderations- und Rhetorikschulung ermöglicht, ein Besuch der vogtländischen Instrumentenbauer in der benachbarten Musikstadt Markneukirchen integriert und der Eintritt in die Badelandschaft Bad Elsters zur Entspannung spendiert. Ein schöner Bestandteil der Int. Chursächsischen Meisterkurse in Bad Elster sind auch die beliebten Publikumskonzerte: In der 12. Ausgabe der Meisterkurse schenken die beteiligten Dozenten gemeinsam mit Kammerensembles aus Teilnehmenden der Meisterkurse dem Publikum Bad Elsters erneut ein virtuoses Konzertvergnügen auf Weltklasseniveau (25.02.) und alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer präsentieren sich zum Abschluss musikalisch im Rahmen des Meisterschüler-Podiums (28.02.) bevor am Ende der 12. Int. Chursächsischen Meisterkurse die Chursächsische Philharmonie unter der Leitung von GMD Florian Merz beim 7. Symphoniekonzert im König Albert Theater am 28. Februar um 19.30 Uhr gemeinsam mit den besten Meisterschülerinnen und Meisterschülern der Kurswoche musiziert. Die Meisterkurse werden vom Kulturraum Vogtland-Zwickau gefördert.

11 Februar 2026

Mafiöse Strukturen in Zwickau: Ministerpräsident in Erklärungsnot

Westsachsen/Dresden/Zwickau (Stadt des überklebten Rechtskraftvermerks).-
Mit der Überklebung des gültigen Rechtskraftvermerks auf dem Beschluss in der Akte 8 F 1059/07 am Amtsgericht Zwickau ist laut Aussage aller bisher befragten Juristen der Straftatbestand der Urkundenfälschung nach § 267 Strafgesetzbuch (StGB) erfüllt. Darin steht: „(1) Wer zur Täuschung im Rechtsverkehr eine unechte Urkunde herstellt, eine echte Urkunde verfälscht oder eine unechte oder verfälschte Urkunde gebraucht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. (2) Der Versuch ist strafbar.“
Die Zwickauer Amtsgerichtsdirektorin Eva-Maria Ast (CDU) verweigert es, den ursprünglichen Zustand der Urkunde wiederherzustellen und macht sich dadurch mitschuldig. Darüber hinaus verbietet sie ihren Untergebenen, die Sache in Ordnung zu bringen. Mehrere Justizsekretäre wurden bereits von ihr strafversetzt, weil sie es wagten, entsprechende Anträge der Geschädigten zu bearbeiten. Ein unhaltbarer Zustand.
Der Sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) weiß das. Auch ist ihm bekannt, dass viele Rechtsanwälte die Zwickauer Gerichte wegen mafiöser Strukturen meiden. Ein Anwalt aus Crimmitschau wurde gegenüber einer Mandantin bereits 2021 sehr deutlich: „Wenn ich Sie vertrete, dann kann ich gleich meine Koffer packen und 500 Kilometer weit weg ziehen. Ich lege mich doch hier nicht mit der Stasi und der Mafia an!“.
Laut dem Zwickauer Oberstaatsanwalt Markus Colli (Alias Amtsgerichtsdirektor in Aue) benutzt Kretschmer gerade diese mafiösen Strukturen dazu, mittels Strafbefehl kritische Stimmen aus der Bevölkerung einzuschüchtern. Colli behauptet in einem der WSZ vorliegenden Schreiben, Kretschmer hätte Strafantrag gegen einen Mann gestellt, der ihn mit der Zwickauer Überklebungs-Affäre in Verbindung bringt. Der Wahrheitsgehalt ist nicht überprüfbar, weil der Ministerpräsident sich dazu nicht äußert. Über Collis Doppelrolle wurde bereits berichtet.

10 Februar 2026

Staatsdiener behauptet: „Kretschmer hat Strafantrag gestellt“

Westsachsen/Dresden/Aue/Zwickau (Stadt des überklebten Rechtskraftvermerks).- Nach dem spektakulären Karrieresprung des umstrittenen Zwickauer Oberstaatsanwalts Markus Colli zum Amtsgerichtsdirektor in Aue am 1. Dezember 2025 (WSZ berichtete) hat sich herausgestellt, dass dieser jetzt eine Doppelrolle in der sächsischen Justiz einnimmt. Ein Posten allein scheint den umtriebigen Juristen, der wegen seiner Rolle in der Zwickauer Überklebungsaffäre unter dem Verdacht der Rechtsbeugung steht, zu langweilen.
Ein Anruf Ende Januar in der Zwickauer Staatsanwaltschaft ergab, dass Colli hier nach wie vor die Fäden zieht. Er selbst meldete sich am Telefon. Eine Anfrage bei der zuständigen Justizministerin Constanze Geiert (CDU) in Dresden, die ihm höchst persönlich die Ernennungsurkunde zum Amtsgerichtsdirektor überreicht hatte (Foto oben), ergab zunächst nichts. Auch die Pressestelle der Zwickauer Staatsanwaltschaft hüllte sich in Schweigen. Bis der WSZ vor einigen Tagen ein Brief zugespielt wurde, der von Colli mit zwei Funktionen signiert wurde (Ausschnitt/Kopie).

Im Schreiben selbst wird behauptet, der Sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) habe einen Strafantrag gestellt, weil sein Name auf einer Website auftaucht, die ihn mit der Zwickauer Überklebungsaffäre in Verbindung bringt. Demnach müsste ein Verfahren wegen übler Nachrede und Verleumdung gegen eine Person des politischen Lebens eingeleitet werden. Der Wahrheitsgehalt des Vorgangs ist nicht überprüfbar, da sich Kretschmer bisher dazu nicht äußert. Auch sein Justizministerium hüllt sich derzeit noch in Schweigen. Allerdings haben inzwischen einige Bundesbehörden davon Wind bekommen. Sollte sich herausstellen, dass Markus Colli, Alias Oberstaatsanwalt, Alias Amtsgerichtsdirektor, seine Kompetenzen bei weitem überschreitet, dürfte das mehr als nur ein Disziplinarverfahren nach sich ziehen.

Konzert-Tipp: Die schönsten Ost-Balladen aus dem Land vor unserer Zeit

Westsachsen/Bad Elster.-
Am Freitag, den 20. Februar präsentieren Dirk Zöllner und Manuel Schmid um 19.30 Uhr ein Konzertprogramm mit Interpretationen der schönsten Ost-Balladen im König Albert Theater Bad Elster. Unter dem Titel „Die schönsten Balladen aus dem Land vor unserer Zeit“ präsentieren Dirk Zöllner und Manuel Schmid Lieder, die Generationen geprägt haben – und bis heute nichts von ihrer emotionalen Tiefe verloren haben. Für Dirk Zöllner sind es die Klänge seiner Kindheit und Jugend: Songs von Lift, Karat, Lakomy, Gundermann, Biege, Biebl oder Bartzsch – Musik, die in der DDR entstand und weit mehr war als bloße Unterhaltung. Sie war Ausdruck von Sehnsucht, Nachdenklichkeit und leiser Rebellion. Was sie gemeinsam auf die Bühne bringen, ist bewusst keine nostalgische Rückschau. Vielmehr verstehen sie ihr Theaterkonzert als lebendige Pflege eines Kulturerbes – gegenwärtig, authentisch und offen für neue Deutungen. Das Raue trifft auf das Zarte, Improvisation auf klare musikalische Struktur. Unterschiedliche Stimmen und Biografien verschmelzen zu einer spannenden Symbiose, die – unterstützt von ihren Mitmusikern – berührt und begeistert. So entsteht ein Konzertabend, der Erinnerungen wachruft, ohne in der Vergangenheit zu verharren – und der zeigt, wie zeitlos diese Balladen sind, wenn sie mit Leidenschaft, Respekt und künstlerischer Freiheit neu interpretiert werden. Rest-Tickets: 037437/ 53 900 | www.koenig-albert-theater.de

06 Februar 2026

100 Jahre Horch 8: Neue Sonderausstellung im Horch Museum

Westsachsen/Zwickau (Stadt des überklebten Rechtskraftvermerks).- In der neuen Sonderausstellung „100 Jahre Horch 8. Auf den Spuren eines Mythos“ präsentiert das August Horch Museum Zwickau 13 exklusive Automobile, die vielfach als Legenden gelten. Die Modelle stehen stellvertretend für den Erfolgsweg des Achtzylinders, angefangen in den Goldenen Zwanziger Jahren unter dem Namen Horch bis hinein in die 1980er, die mit dem Audi V8 quattro einen noch recht jungen Oldtimer als Abschluss zeigen. Die Sonderausstellung wird von heute an bis 10. Januar 2027 gezeigt.
Wie das August Horch Museum mitteilt, wurde vor 100 Jahren auf der Berliner Automobilwoche erstmals der von Paul Daimler für Argus & Horch entwickelte Achtzylindermotor in Serienreife vorgestellt. Der „Horch 8“ wurde schnell zum Symbol für Wertigkeit, Zuverlässigkeit und Eleganz.
Zu den besonderen Highlights gehört der Horch 855 Spezialroadster von 1938, von dem weltweit nur sieben Modelle gebaut wurden. Entworfen wurde der Zweisitzer 1934 von Günther Mickwausch, der die Dresdner Kunstakademie absolvierte und als Grafiker bei der Auto Union AG angestellt war. Der Prototyp wurde ein Jahr später im Rahmen der IAA im Berliner Filmtheater Capitol vorgestellt. Es dauerte noch drei Jahre, bis die Auto Union 1938 ein weiteres Ausstellungsfahrzeug präsentierte. Trotz großer Bewunderung seitens der Automobilfans entschied sich die Mehrheit für den günstigeren und mit einem Platzangebot für vier Personen größeren Horch 853 A. Es blieb bei insgesamt nur sieben verkauften Exemplaren in vier Jahren. Das Ausstellungsstück wurde im Juni 1938 ausgeliefert.
In der Sonderausstellung sind zu sehen:
Horch 303 Phaeton von 1937
Horch 306 Roadster von 1927
Horch 420 Sport-Kabriolett von 1931
Horch 430 Limousine von 1931
Horch 750 Pullmanlimousine von 1933
Horch 930 V Kabriolett von 1939
Horch 920 S Limousine von 1939 (nur 8 gebaute Exemplare, davon 2 Prototypen)
Horch 853 „Manuela“ (Rekonstruktion, Original von 1937)
Horch 855 Spezialroadster von 1938 (nur 7 gebaute Modelle)
P 240 Sachsenring Limousine von 1959
Horch 830BL „Texas Horch“ von 1953 (Einzelstück)
Audi Typ R “Imperator“ von 1929
Audi V8 3.6 von 1988
Quelle und Fotos: Stadtverwaltung Zwickau

04 Februar 2026

Meta Konzern zu Schadensersatz und Unterlassung verurteilt

Westsachsen/Dresden.- Der 4. Zivilsenat hat am 03.02.2026 in den ersten vier Parallelverfahren zu den so genannten Business-Tools den Meta Konzern zur Zahlung von immateriellem Schadensersatz in Höhe von jeweils 1500,- Euro sowie zur Unterlassung der Weiterverarbeitung hiermit gewonnener personenbezogener Daten an Nutzer des sozialen Netzwerks "Instagram" verurteilt.Bei diesen "Business-Tools" handelt sich um Programmschnittstellen, die der Meta-Konzern Unternehmen zur Installation auf deren Webseiten anbietet. Sie dienen dazu, personenbezogene Daten der Webseitennutzer zu sammeln, die die Unternehmen dann mit dem Meta-Konzern teilen. Der 4. Zivilsenat hat sich in den entschiedenen Verfahren die Überzeugung verschafft, dass hierzu die zu einer Datenverarbeitung erforderlichen Einwilligungserklärungen der Nutzer nicht vorgelegen haben und sich die Beklagte hierfür auch nicht auf einen weiteren der nach der Datenschutzgrundverordnung möglichen Rechtfertigungsgründe berufen könne. Durch eine solche Verarbeitung personenbezogener Daten entstehe ein Kontrollverlust, der bei betroffenen Nutzern ein Gefühl der umfassenden Überwachung hervorrufen könne. Dies rechtfertige es, einen immateriellen Schadensersatz auf der Grundlage von Art. 82 DSGVO auch dann zuzusprechen, wenn der einzelne Nutzer hierdurch keine psychische Beeinträchtigung erlitten habe. Nicht erforderlich sei es hierfür, dass der Nutzer nachweist, Webseiten besucht zu haben, die seine personenbezogenen Daten mit Hilfe dieser Business Tools an den Meta-Konzern weiterleiten.
Die Revision wurde nicht zugelassen. Die Urteile sind damit rechtskräftig.
Quelle: Oberlandesgericht Dresden

Neue Ausstellung: Bad Elster im Gespräch der Farben

Westsachsen/Bad Elster.- Am vergangenen Sonntag, den 1. Februar wurde mit einer feierlichen Vernissage im Zuge der 23. Chursächsischen Winterträume die neue Ausstellung »Im Gespräch der Farben« als Hommage an Gotthard Graubner in Kooperation des Gymnasium Markneukirchen und der Fakultät für Angewandte Kunst Schneeberg in der KunstWandelhalle Bad Elster eröffnet.
In dieser neuen Ausstellung setzen sich Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Markneukirchen sowie Studierende der Fakultät Angewandte Kunst Schneeberg der Westsächsischen Hochschule Zwickau kreativ mit dem Werk und der Persönlichkeit des gebürtigen Erlbachers Gotthard Graubner auseinander. Mit ihren adaptiven Arbeiten und vielfältigen Interpretationen nähern sie sich dem Schaffen des berühmten Künstlers auf individuelle Weise – und zollen ihm damit eine besondere Würdigung. Bei der Entstehung der Ausstellung spielten auch künstlerische Vorbilder Graubners wie Tizian, El Greco, Claude Monet und William Turner eine Rolle, welche die Schülerinnen und Schüler zu eigenständigen Bildlösungen inspirierten. Außerdem beflügelten Zitate Graubners die Fantasie der Jugendlichen und ließen märchenhafte Szenerien entstehen. „In der insgesamt sehr kreativen künstlerischen Auseinandersetzung spielten neben der Farbe als zentralem Thema auch andere Aspekte wie Licht und Schatten, Stofflichkeit bzw. Raum eine wichtige Rolle“ erklärt Kunstlehrerin und Mitorganisatorin Michaela Popp vom Gymnasium Markneukirchen und führt aus: „Darüber hinaus beschäftigten sich die Jugendlichen mit Themen, bei denen sich eine Verbindung zum vogtländischen Geburtsort herstellen lässt. Graubners Nebelräume und seine Darstellungen blattloser Bäume waren hier zum Beispiel eine wichtige Anregung.“ Damit ist diese Ausstellung nicht nur ein wirklich kreativer Farbpunkt des Winterkulturfestivals in Bad Elster, sondern auch ein lebendiges Beispiel für generationsverbindendes Bewusstsein im Sinne regionaler Kunstgeschichte.
Gotthard Graubner (1930–2013) zählt zu den bedeutendsten deutschen Malern der Nachkriegszeit. Geboren in Erlbach im Vogtland, entwickelte er ein einzigartiges Werk, das die Farbe selbst zum zentralen Thema machte. Mit seinen sogenannten „Farbraumkörpern“ prägte er die Malerei entscheidend – jenseits von Abbild und Narration. Seine Arbeiten wurden international ausgestellt und sind in bedeutenden Sammlungen vertreten, u. a. in der Nationalgalerie Berlin oder dem Museum Kunstpalast Düsseldorf. Diese wirklich beeindruckende Hommage-Ausstellung kann nun noch bis zum 19. April 2026 jeweils von Mittwoch bis Sonntag von 14 bis 17.30 Uhr sowie an den Wochenenden zusätzlich von 9.30 Uhr bis 12 Uhr sowie zu den Veranstaltungen in der KunstWandelhalle Bad Elster inmitten der Königlichen Anlagen besichtigt werden. Der Eintritt ist frei. www.kunstwandelhalle.de

03 Februar 2026

Festliche Operngala mit jungen Solisten der Semperoper Dresden

Westsachsen/Bad Elster.-
Am Freitag, den 13. Februar laden internationale Solisten des Jungen Ensembles der Semperoper Dresden unter der Leitung von Nathan Raskin (USA) um 19.30 Uhr zu einer großen Operngala im Zeichen der Liebe in das König Albert Theater Bad Elster ein. Am Vorabend des Valentinstages präsentieren Sopranistin Natasha Gesto (Australien), Sopranistin Dalia Medovnikov (USA), Mezzosopranistin Winona Martin (USA), Tenor Jin Yu (China), Bariton Yu He (China) und Bassist Metehan Köklu (Türkei) vom Jungen Ensemble der Semperoper Dresden in Bad Elster den begeisternden Konzertabend „Belcanto d'amore“ als klangvolle Operngala. Die international besetzte Solistenriege spannt dabei einen atmosphärischen Bogen von inniger Lyrik bis hin zu dramatischer Opernkunst: Vom schwermütigen Liebesduett aus La Bohème bis zum bewegenden Finalauszug aus Pagliacci, von Beethovens kunstvoller Liedkomposition Adelaide bis zu den tränenreichen Arien Massenets und Gounods – dieser Abend verspricht ein stimmungsvolles Kaleidoskop großer Opernmomente. Ein Konzert voller Emotion, Leidenschaft und musikalischer Ausdruckskraft für Opernliebhaber und alle, die es werden wollen. Das internationale Junge Ensemble der Semperoper Dresden bietet besonders talentierten jungen Künstlerinnen und Künstlern ein zweijähriges Fortbildungs- und Trainingsprogramm, das Korrepetition, Rollenstudium sowie szenischen Unterricht und Meisterkurse umfasst. Während der Probenarbeit und der Aufführungen findet ein direkter Austausch und eine intensive Zusammenarbeit mit dem Semperoper-Ensembles statt und natürlich sind die Mitglieder des Jungen Ensembles auch in Aufführungen, der Semperoper, Semper Zwei und in Konzerten zu erleben.
Tickets: 037437/ 53 900 | www.koenig-albert-theater.de

01 Februar 2026

Kulturelle Winterferien: Museen und Stadtbibliothek laden Kinder ein

Westsachsen/Zwickau (Stadt des überklebten Rechtskraftvermerks).-
 
Kultur erleben, Geschichte entdecken und Kreativität entfalten – in den Winterferien 2026 öffnen die kulturellen Einrichtungen der Stadt Zwickau ihre Türen für junge Besucher. Die KUNSTSAMMLUNGEN ZWICKAU Max-Pechstein-Museum, die Priesterhäuser sowie die Stadtbibliothek gestalten ein abwechslungsreiches Ferienprogramm, das Kindern Kultur auf spielerische, kreative und altersgerechte Weise näherbringt.
Ob beim gemeinsamen Brettspielnachmittag, beim Experimentieren mit Farben, beim Erkunden historischer Häuser oder beim Zeichnen niedlicher Manga-Figuren – Kinder können entdecken, ausprobieren und ihrer Kreativität freien Lauf lassen. In den Museen stehen dabei Kunst, Geschichte und das eigenständige Erforschen im Mittelpunkt: Bei den Farbexperimenten im ZwischenRAUM werden Wirkung und Ausdruck von Farben erlebbar, während das Programm „Zeigt her eure Schätze“ junge Forscher einlädt, mitgebrachte Steine, Mineralien oder Fossilien zu untersuchen und einen Einblick in die Arbeit von Sammlungen zu gewinnen. In den Priesterhäusern Zwickau wird Geschichte lebendig – beim Entdeckerspiel gehen Ferienkinder auf Spurensuche durch die mittelalterlichen Räume, lösen Rätsel und erfahren, wie Menschen hier einst lebten. Ergänzt wird das Ferienangebot durch stimmungsvolle Wintergeschichten, die auf Rundgängen durch die historischen Gebäude erzählt werden.
Auch die Stadtbibliothek Zwickau präsentiert sich in den Winterferien als lebendiger Begegnungsort. Beim Spielenachmittag für Kinder wird gemeinsam geknobelt, gewürfelt und gelacht, während der Zeichenkurs „Manga-Minis“ kreativen Nachwuchs in die Welt fantasievoller Tiere und Fabelwesen einführt. Das beliebte Format „Wir lesen vor“ mit den Vorlesepaten lädt zudem zum Zuhören und zum Eintauchen in spannende und humorvolle Geschichten ein.
Das Winterferienprogramm richtet sich an Kinder verschiedener Altersgruppen. Es zeigt, wie vielfältig die Zwickauer Kulturlandschaft ist und wie Museen und Stadtbibliothek als außerschulische Lernorte Kinder für Kunst, Geschichte und Literatur begeistern können. Immer nur „Mensch, ärgere dich nicht“, „Mau Mau“ oder „Halli Galli“?! Wie langweilig! Beim Spielenachmittag für Kinder ab fünf Jahren stellen unsere spielebegeisterten Mitarbeiter die kniffligsten, spannendsten und lustigsten Brettspiele aus dem großen Bestand der Bibliothek vor. An verschiedenen Tischen kann zusammen mit Eltern, Großeltern und Freunden geknobelt, gewürfelt und getrickst werden und die Langeweile lassen wir für diesen Nachmittag einfach vor der Tür!
Quelle und Fotos: Stadtverwaltung Zwickau

30 Januar 2026

Mandoline, Gitarre und Harfe: Fachbereichskonzert am 3. Februar

Westsachsen/Zwickau (Stadt des überklebten Rechtskraftvermerks).-
Am Dienstag, dem 3. Februar laden die Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrkräfte des Fachbereichs der Zupfinstrumente zum Konzert ein. Das Fachbereichskonzert findet um 18.30 Uhr im Robert-Schumann-Saal des Konservatoriums statt. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.
Neben den beiden Zupforchestern, dem Zirlibo, also dem „kleinen“ Zupforchester, und dem großen Zupforchester, sind weitere solistische und kammermusikalische Beiträge auf Mandoline, Gitarre und Harfe zu hören. Dabei erklingen Werke unter anderem von Annette Schneider, Thomas Richter, Carlo Cecere und Andre Asriel.
Durch das Programm führt Fachbereichsleiter Albrecht Bunk.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

27 Januar 2026

Tipp der Woche: Gymnasiasten Kopfüber auf der Theaterbühne

Westsachsen/Bad Elster.-
Am Donnerstag den 5. Februar präsentiert der Grundkurs »Darstellendes Spiel« des Julius-Mosen-Gymnasiums Oelsnitz/V. unter der Leitung von Alexandra Ottiger um 19.30 Uhr die Premiere des neuen Theaterstücks „Kopfüber“ im König Albert Theater Bad Elster. In diesem Stück präsentieren 18 Schülerinnen und Schüler die Ergebnisse einer zweijährigen Auseinandersetzung mit Theater als soziale und ästhetische Kommunikation. Aus Improvisationen, selbstgeschriebenen Texten sowie der Arbeit mit Körper und Raum entwickelten sich so Themen und Motive als gesellschaftskritisches Drama aus dem Lebensalltag. Was passiert, wenn man sich kopfüber einer verbotenen Leidenschaft hingibt und sich dabei in einen Abgrund aus Liebe, Verlangen, Lügen und Gesetzeskonflikten stürzt, in dem Alkohol zur Betäubung wird und Zukunft nur noch ein Wort ist? Was, wenn im vermeintlichen Dreck der letzte Funke glimmt und man es wagt zu springen, anstatt zu fallen – kopfüber?! Eine weitere Vorstellung findet am darauffolgenden Freitag, den 6. Februar um 19.30 Uhr statt. Tickets: 037437/ 53 900 | www.koenig-albert-theater.de

Der Mistkäfer: Kinderkonzert im Gewandhaus

Westsachsen/Zwickau (Stadt des überklebten Rechtskraftvermerks).-
Das Theater Plauen-Zwickau lädt insbesondere Kinder ab 4 Jahren zum Kinderkonzert am 1. und 2. Februar in das Gewandhaus ein. Bei der märchenhaften Geschichte über einen kaiserlichen Mistkäfer nach einer Geschichte von Hans-Christian Andersen lernt man unter anderem die Instrumente des Kammerorchesters kennen.
Zum Stück informiert das Theater: Der Mistkäfer aus dem kaiserlichen Reitstall hält sich für einzigartig und ehrenhaft. Als nur das Pferd goldene Hufe bekommt, ist er tief verletzt und geht beleidigt auf Weltreise. Die eigens für ihn komponierte Musik begleitet den kaiserlichen Mistkäferflug durchs Abenteuer und so ganz nebenbei lernt das Publikum die Instrumente des Kammerorchesters der Clara-Schumann-Philharmoniker unter Dionysis Pantis kennen. Dramaturgin Hanna Rüd tritt als Erzählerin auf die Bühne und begleitet die Zuschauerinnen und Zuschauer auf dem spielerischen Weg durch den Misthaufen, um dabei die Welt und Musik zu entdecken.
Die Aufführungen finden am Sonntag, 1. Februar, um 15 Uhr und am Montag, 2. Februar um 10 Uhr im Zwickauer Gewandhaus statt.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

20 Januar 2026

Knapp eine viertel Million Aufrufe: Ist Urkundenfälschung Kunst?


Westsachsen/Deutschland.- Die Westsächsische Zeitung gewinnt immer mehr interessierte Leser. Ein Beitrag vom Wochenende erzielte bis heute knapp eine viertel Million Aufrufe. Tendenz steigend.
Im Artikel geht es um die immer weiter ausufernde Dreistigkeit, mit der heutzutage Dokumente gefälscht werden. Sei es in privater Korrespondenz, in der Wirtschaft oder bei Behörden, wie zum Beispiel im Zwickauer Amtsgericht. Konsequenzen? Oft Fehlanzeige!
Dass die meisten Menschen damit nicht einverstanden sind, zeigen mehrere Hundert Kommentare unter dem Beitrag bei Facebook (Grafik). Den ausführlichen Bericht, der aus rechtlichen Gründen als „Satire“ gekennzeichnet ist, finden Sie hier: Kunstwerk Urkundenfälschung

Konzert-Tipp der Woche: Das Verdi-Requiem zum 125. Todestag

Westsachsen/Bad Elster.-
Am Freitag, den 30. Januar öffnet sich um 19. 30 Uhr im König Albert Theater Bad Elster der Vorhang für ein symphonisches Gedenkkonzert zum 125. Todestag von Giuseppe Verdi. Es musizieren die Staatskapelle Halle gemeinsam mit der Chursächsischen Philharmonie, Gesangssolisten und der Chor der Robert-Franz-Singakademie Halle (Einstudierung: Andreas Reuter) unter der Gesamtleitung von GMD Florian Merz. Das Publikum erwartet ein musikalisches Ereignis von ergreifender Tiefe und internationalem Geist: Zum 125. Todestag Giuseppe Verdis (1813–1901) erklingt im Rahmen des 6. Symphoniekonzerts ein besonderes Gedenkprogramm im König Albert Theater Bad Elster – getragen von klanglicher Größe und menschlicher Botschaft. Im Zentrum steht Verdis weltberühmte »Messa da Requiem«, ein Werk von monumentaler Kraft und spiritueller Tiefe – komponiert nicht für den liturgischen Gebrauch, sondern als bewegendes musikalisches Zeugnis der Hoffnung, des Trostes und des Gedenkens. Verdis Requiem berührt in seiner dramatischen Anlage ebenso wie in seinen leisen Momenten – eine musikalische Brücke zwischen Weltgeschehen und Ewigkeit. Eröffnet wird der Abend mit Verdis seltener aufgeführter, völkerverbindender »Inno delle nazioni – Hymne der Nationen«, ein Plädoyer für musikalische Verständigung im Zeichen europäischer Vielfalt. Ein eindrucksvolles Konzertereignis zu Ehren eines der größten Opernkomponisten – und ein musikalisches Zeichen für Frieden, Erinnerung und Zusammenhalt. Der Einführungsvortrag zum Konzert findet um 18.45 Uhr im König Albert Theater statt.
Tickets: 037437/ 53 900 | www.koenig-albert-theater.de

Schätze des Stadtarchivs: Der Nachlass von Hans Sachs

Westsachsen/Zwickau (Stadt des überklebten Rechtskraftvermerks).- Vor 450 Jahren, am 19. Januar 1576, verstarb der Schuhmacher, Dichter und Meistersinger Hans Sachs. Obwohl er den größten Teil seines Lebens in seiner Geburtsstadt Nürnberg verbrachte, befindet sich der überwiegende Teil seines Nachlasses in Zwickau. Die Bände gehören zu den wertvollsten Beständen des Stadtarchivs, das selbst auf eine über 500-jährige Geschichte zurückblicken kann.
Der Nürnberger Schuhmacher Hans Sachs (1494–1576) war ein bedeutender deutscher Dichter und Meistersinger. Frühzeitig mit dem Gedankengut Martin Luthers vertraut, trat er ab 1523 als engagierter Befürworter der Reformation hervor. Dies offenbarte sich in seinem poetischen Schaffen, sowohl in den Meistergesängen als auch in der Spruchdichtung.
Die Meistergesänge machen einen Großteil des Gesamtwerkes aus. Mehr als 2000 geistliche und 2300 Lieder weltlichen Inhalts sind erhalten geblieben. Hans Sachs war es, der die Meistergesänge in den Dienst der Reformation stellte und zur Aufklärung und Vermittlung nutzte. Die geistlichen Lieder setzten Abschnitte der Lutherischen Bibelübersetzung in Meistersinger-Töne um. Die weltlichen Lieder kannten hingegen kaum Einschränkungen. Hier finden sich beispielsweise Schwänke, Fabeln und Historien.
In seiner Gesamtheit weist das literarische Werk Hans Sachs autobiographische Züge auf. Es gibt zudem Einblicke in seine politischen und religiösen Anschauungen und seine Stellung zu aktuellen Ereignissen. Hans Sachs, der weiterhin Schuhmacher blieb, schrieb etwa 1900 Spruchgedichte, 61 Tragödien, 64 Komödien und 85 Fastnachtsspiele. Zu den wohl bekanntesten seiner Spruchgedichte gehört das 1523 als Flugschrift veröffentlichte Spruchgedicht „Die Wittembergisch nachtigall“, in dem er sich zur Lutherischen Lehre bekennt. Im Zuge der Nachlassregelung Johann Pregels – ein Urenkel des Dichters – gelangte im Jahre 1634 ein Großteil der Bände mit seinen Originalhandschriften durch Ankauf in den Besitz der Stadt Zwickau.
Der Nachlass von Sachs gehört wegen seiner internationalen Bedeutung heute zu den wertvollsten Archivalien des Zwickauer Stadtarchivs, das aufgrund seiner umfangreichen Bestände zu den bedeutendsten Kommunalarchiven in Sachsen zählt. Per Gesetz ist es für alle Fragen des kommunalen Archivwesens zuständig und verwahrt insbesondere das Archivgut des Stadtrates, der Stadtverwaltung oder der zur Stadt gehörenden Betriebe und Einrichtungen. In seinen Beständen befinden sich auch Nachlässe aus Privatbesitz Zwickauer Persönlichkeiten sowie Vereins-, Verbands- und vereinzelt Firmenunterlagen.
Die besondere Bedeutung des Stadtarchivs Zwickau ist schließlich in den umfangreichen historischen Beständen begründet. Die älteste verwahrte Urkunde stammt aus dem Jahr 1273. Hier finden sich Originalhandschriften, beispielsweise von Martin Luther, Thomas Müntzer, Philipp Melanchthon, Adam Ries oder Johann Sebastian Bach, ebenso wie Kaiser-, Königs- oder Papsturkunden. Das Stadtrechtsbuch von 1348 oder die bis 1510 zurückreichenden Ratsprotokolle belegen beispielhaft, dass das Archiv das „Gedächtnis“ der Automobil- und Robert-Schumann-Stadt ist. Hinzukommen etwa Fotos und Dias, Karten und Pläne oder die Zwickauer Zeitungen seit 1802. 1487 erstmals urkundlich erwähnt verfügt das Stadtarchiv heute über mehr als 6 km Archivgut.
Quelle und Fotos: Stadtverwaltung Zwickau

17 Januar 2026

Kunstwerk Urkundenfälschung: Dürfen TÜV-Plaketten überklebt werden?

Westsachsen/Zwickau/Berlin.- Das Amtsgericht Tiergarten hatte sich neulich mit einem Fall zu befassen, in dem ein Angeklagter der Urkundenfälschung beschuldigt wurde. Dieser hatte auf mehreren Briefen mit erfundenem Inhalt die Unterschriften dreier Politiker gefälscht und die Briefe an deren Parteimitglieder versandt. Das Gericht sah den Tatbestand der Urkundenfälschung zwar als erfüllt an. Es betonte aber, dass die Kunstfreiheit nach Artikel 5 des Grundgesetzes überwiege.
Im Fall der Überklebung des gültigen Rechtskraftvermerks auf dem Beschluss in der Akte 8 F 1059/07 am Amtsgericht Zwickau ist zwar bisher noch niemand auf die Idee gekommen, diese Straftat als Kunst zu deklarieren - aber wer weiß...? Als nächstes ist es ganz selbstverständlich und legitim, nach Ablauf von zwei Jahren die TÜV-Plakette am Auto selbst mit nachgemachtem Aufkleber zu überkleben. Solange man das Wort „Kunst“ einigermaßen fehlerfrei schreiben und aussprechen kann, müsste das nach gängiger Rechtsprechung also erlaubt sein.
Fotos: Polizei MK / privat

Auch wenn dieses Szenario auf tatsächlichen Begebenheiten beruht, ist der Artikel vorsichtshalber als Satire gekennzeichnet.

13 Januar 2026

Operetten-Premiere: Madame Pompadour in Bad Elster

Westsachsen/Bad Elster.-
Am Freitag, den 23. Januar öffnet sich im König Albert Theater um 19.30 Uhr der Vorhang für Leo Falls komisches Operetten-Meisterwerk »Madame Pompadour«. Es musizieren die Solisten, der Chor und das Orchester des Harztheaters Halberstadt in einer Inszenierung von Nick Westbrock unter der Gesamtleitung von GMD Florian Merz. Bienvenue à Versailles! Leo Falls komisches Meisterwerk entführt im Wintertraum Bad Elsters im Operettenflair in eine Welt aus Glanz, Geist und galanter Gesellschaft! Die weltweit gefeierte Operette sprüht vor Esprit, Charme und Pariser Lebenslust – eine musikalische Komödie mit Witz, Herz und einem Hauch Staatsaffäre. Frankreich im Rokoko: Die kluge und schillernde Madame Pompadour, Favoritin des Königs, ist nicht nur Modeikone, sondern auch Meisterin der Manipulation. Als sie einem galanten Dichter und einem tollpatschigen Polizisten begegnet, verstrickt sich alles in amouröse und politische Turbulenzen. Doch Pompadour bleibt stets die Dame der Lage – mit einem Augenzwinkern, einem Walzer und einem Champagnerlächeln. Wie kaum in einem anderen Werk der Gattung verzahnt sich hier eine ebenso einfallsreiche wie geistvolle Musik mit Dialogen und Versstrophen voll Esprit. Schmissige Melodien wie „Heut könnt einer sein Glück bei mir machen“ oder „Joseph, ach Joseph, was bist du so keusch?“, französische Eleganz und erotisches Feingefühl verschmelzen zu einer Einheit und begeistern das Publikum bis heute. Rest-Tickets: 037437/ 53 900 | www.koenig-albert-theater.de

12 Januar 2026

Polizeieinsatz am Amtsgericht: Prügel-Schübel muss Handy abgeben

Westsachsen/Plauen/Zwickau (Stadt des überklebten Rechtskraftvermerks).- Eskalation am Amtsgericht in der Pölbitzer Straße 9. Es ging mal wieder um die Zwickauer Überklebungs-Affäre. Kurz nach Verhandlungsbeginn betrat ein ehemaliger Mandant des Rechtsanwalts Reinhard Schübel den Gerichtssaal. Er hatte sich als Zeuge in dem Verfahren gegen den falschen Doktor aus Plauen angeboten. Seine ersten Worte waren: „Ich bin der Hauptgeschädigte von diesem Mann. Der hat mich um 50.000 Euro betrogen!“. Dabei zeigte er auf den Advokaten, der ihn wie zum Hohn angrinste. In seiner Aussage schilderte der Zeuge außerdem, wie ihn der 2-Meter-Mann bei seinem letzten Besuch in dessen Plauener Kanzlei verprügelt hat. „Ich wollte endlich mein Geld zurück haben, das er mir seit 2011 schuldet“. Weil Schübel es nicht rausrücken wollte, eskalierte der Streit und endete für seinen ehemaligen Mandanten beim Arzt.
Während der heutigen Verhandlung gab es immer wieder hitzige Wortgefechte zwischen den Parteien und dem Richter. Zwischenzeitlich bemerkte eine Zuschauerin, dass Schübel die anwesenden Prozessbeobachter mit dem Smartphone filmte. Als sie den Richter darauf aufmerksam machte, beschlagnahmte dieser das Handy und rief die Polizei. Schübel drohen jetzt wegen unerlaubter Bild- und Tonaufnahme im Gerichtssaal ernsthafte Probleme. Denn § 169 des Gerichtsverfassungsgesetzes (GVG) verbietet Bild- und Tonaufnahmen während einer Gerichtsverhandlung. Dieses Verbot richtet sich an alle Verfahrensbeteiligten und Zuhörer. Ein Zuwiderhandeln kann strafrechtliche Konsequenzen haben.
Darauf hoffen auch die vom falschen Doktor „Prügel-Schübel“ geschädigten Mandanten: „Dass endlich einmal durchgegriffen wird und dieser Mann seine gerechte Strafe erhält“, ist ihr Wunsch.
Unterdessen geht die Überklebungs-Affäre in die nächste Runde. Weil auch dieser Richter nicht konkret festgestellt hat, auf welcher Rechtsgrundlage der gültige Rechtskraftvermerk auf dem Beschluss in der Akte 8 F 1059/07 überklebt wurde, muss sich die Geschädigte weiterhin mit kriminellen Juristen am Amtsgericht Zwickau herumplagen.

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07 Januar 2026

Im KON: Pflug singt Krug mit den „Swing Serenaders“

Westsachsen/Zwickau (Stadt des überklebten Rechtskraftvermerks).- Am Sonntag, dem 18. Januar 2026, lädt Jens Pflug zusammen mit den „Swing Serenaders“ in den Robert-Schumann-Saal des Konservatoriums, Stiftstraße 10, ein. Einlass (Foyer) ist ab 16 Uhr, das Konzert beginnt um 17 Uhr.
Die Berliner Band interpretiert ausgewählte Titel aus dem Repertoire des unvergessenen Entertainers, Schauspielers und Sängers Manfred Krug – mit viel Respekt, Leidenschaft und eigener Note. Jens Pflug, Bandleader und Lehrer am Robert Schumann Konservatorium Zwickau, ist Sänger und Pianist der Band und verleiht den Liedern mit seiner warmen Stimme und charismatischen Präsenz eine ganz persönliche Note. Besucher erwartet ein Konzert zwischen Jazz, Swing und Liedkunst – es ist nicht zuletzt für diejenigen, die Manfred Krug lieben oder ihn neu entdecken wollen.
Karten zum Preis von 21 Euro sind im Vorverkauf erhältlich in der Buchhandlung Marx (Dr.-Friedrich-Ring 23, 08056 Zwickau) und im Weinhof Marienthal (Marienthaler Str. 171, 08060 Zwickau) oder an der Abendkasse, dann zum Preis von 23 Euro.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau


Im Robert-Schumann-Haus erhältlich
Clara in Nöten - Aus dem Leben von Clara Schumann
(Doppel-Hörspiel-CD). Zur Website:
 www.clara-wieck.de




06 Januar 2026

Begehung von Gewaltdelikten: Beschuldigter in Untersuchungshaft

Westsachsen/Dresden.-
Die Staatsanwaltschaft Dresden ermittelt gegen einen 16-jährigen, syrischen Staatsangehörigen wegen des Verdachts der versuchten schweren räuberischen Erpressung, des Raubes und der Körperverletzung.
Am 24. Dezember 2025 soll der Beschuldigte nachts am Strehlener Platz in Dresden gemeinsam mit zwei Mittätern einer ihnen unbekannten Person ein Messer vorgehalten und zur Übergabe von Wertgegenständen aufgefordert haben. Dem Opfer gelang durch das Eintreffen eines Taxis die Flucht.
Gemeinsam mit vier weiteren Tätern soll der Beschuldigte am 28. Dezember 2025 eine ihnen bis dahin unbekannte, männliche Person auf dem Vorplatz einer Sparkasse in der Dresdner Johannstadt umzingelt und nach einer Zigarette gefragt haben. Diese gab die Person aus Angst vor den Tätern heraus. Daraufhin soll einer der Täter seine Faust erhoben und die Herausgabe des Geldbeutels gefordert haben, was der Geschädigte verweigerte. Schließlich sollen die Täter auf den Geschädigten zugegangen sein und dessen Handy aus seiner Brusttatsche entwendet haben.
Darüber hinaus wird dem Beschuldigten vorgeworfen, am 28. November 2025 am Dresdner Hauptbahnhof zwei Personen angesprochen und geschlagen zu haben, obwohl diese ihn zuvor gebeten hatten, sie in Ruhe zu lassen.
Der Beschuldigte wurde am 30. Dezember 2025 festgenommen und befindet sich seitdem in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen dauern an und werden voraussichtlich noch einige Zeit in Anspruch nehmen.
Quelle: Staatsanwaltschaft Dresden
Symbolbild: Bundespolizei

01 Januar 2026

Sparkassenraub: Die Parallelen in Gelsenkirchen und Zwickau

Westsachsen/Gelsenkirchen/Zwickau (Stadt des überklebten Rechtskraftvermerks).- Nach dem Einbruch in den Tresorraum der Sparkasse Gelsenkirchen zeigen viele Betroffene ihren Unmut. Sie sind fassungslos, verzweifelt, wütend. „Ich bin fix und fertig, fühle mich von der Sparkasse hängen gelassen“, beklagt sich eine Kundin gegenüber dem Westdeutschen Rundfunk (WDR). „Wir fühlen uns gerade verarscht“. Eine andere Kundin befürchtet, dass ihr 91-jähriger Schwiegervater einen Herzinfarkt kriegt und stirbt, wenn er vom Verlust seiner Wertsachen erfährt.
Das Mitleid anderer Sparkassenkunden, die bereits in der Vergangenheit Opfer des Geldvernichtungsinstituts geworden sind, hält sich allerdings in Grenzen. Denn all die Jahre, in denen zum Beispiel über den Zwickauer Sparkassenskandal berichtet wurde, war das Interesse gering. Hier herrschte offenbar das Motto „was geht mich fremdes Ehlend an?“. Jetzt auf einmal schreien alle ach und weh, weil es sie selbst betrifft, weil es ans eigene Ersparte geht.

Zur Erinnerung: Die Sparkasse Zwickau...
...verstößt im Schulterschluss mit der Zwickauer Rathausspitze und der Justiz wissentlich und regelmäßig gegen geltendes Recht. Dazu gibt es ein rechtskräftiges Landgerichtsurteil. Nicht desto trotz agieren die Verantwortlichen weiter, als sei nichts geschehen. Und dabei kann es jeden treffen, der mit der Sparkasse oder der Justiz irgendwie zu tun hat. Sei es wegen eines Sparkontos, eines Autokredits, einer Baufinanzierung oder, wie jetzt offenbar wird, wegen einer Einlage im Sparkassenschließfach.
Fazit: Wer über das Unglück anderer hinwegsieht muss sich nicht wundern, wenn er in seinem Unglück dann auch allein gelassen wird.
Fotos: WDR / WSZ