Samstag, 13. Juli 2013

Großfeuer in Glauchau: Stadt und Kirche abgebrannt

Feuerwehreinsatz_Glauchau Glauchau.- Im Rahmen des Glauchauer Stadtfestes fand am 6. Juli eine groß angelegte Feuerwehrübung statt. 1712, also vor rund 300 Jahren, zerstörte ein verheerender Stadtbrand große Teile von Glauchau. Anhand verschiedener historischer Zeiträume wurden die Löscharbeiten am Beispiel der Georgenkirche nachgestellt. Diese fiel damals komplett den Flammen zum Opfer.
Versuche zu löschen scheiterten 1712 kläglich an der nicht vorhandenen Technik. Mit einer Menschenkette und einem knappen Dutzend Ledereimern hatte man den Flammen kaum etwas entgegen zu setzen. Selbst der Einsatz des eilig herbei gerufenen Militärs konnte nicht verhindern, dass das Gotteshaus komplett niederbrannte. Lediglich die Kirchenbesucher konnten noch gerettet werden.
Wäre das Feuer rund 200 Jahre später ausgebrochen, hätten die Löschversuche so ausgesehen. Mit Hilfe einer 1903 gebauten Handdruckspritze erreichte man damals knapp zehn Meter Höhe. Damit wäre die Kirche aber auch nicht zu retten gewesen.
Heute sieht die Sache ganz anders aus. Bei einem Großbrand dieser Art rücken gleich mehrere Löschzüge an. Mit Hilfe modernster Technik greift die Feuerwehr aktiv in das Brandgeschehen ein. Welche Möglichkeiten der modernen Brandbekämpfung es gibt, demonstrierten die Feuerwehren eindrucksvoll. Mit schwerem Atemschutz und einer bis auf 30 Meter Länge ausfahrbaren Leiter ging es dem Feuer zu Leibe. Als erstes steht jedoch die Menschenrettung im Mittelpunkt. Nach der erfolgten Rettung wird mit der Brandbekämpfung begonnen. Wenn das Feuer dann gelöscht ist, kommt ein großer Lüfter zum Einsatz, der den Rauch aus dem Gebäude heraus bläst. Um auf Ereignisse dieser Art angemessen zu reagieren, wird jeweils die entsprechende Ausrüstung angefordert.
Die groß angelegte Übung war nicht nur für die Feuerwehrleute etwas besonderes. Auch die zahlreich erschienenen Zuschauer hatten sichtlich Spaß an der Vorführung.

Foto und Video: Hit-TV.eu