02 September 2026

Crowdfunding-Aktion: EigenArt lädt auf den Hauptmarkt ein

Westsachsen/Zwickau.-
Mit einem bunten und abwechslungsreichen Programm wartet EigenArt auch in diesem Jahr wieder auf. Das inklusive Straßenfest findet am kommenden Samstag von10 bis 18 Uhr auf dem Hauptmarkt statt. Seit 1994 bringt die Veranstaltung Menschen mit und ohne Behinderung mitten in der Stadt zusammen. In diesem Jahr richtet sich der Blick dabei auch schon auf 2027. Wie die Diakonie Westsachsenn mitteilt, soll mit einer Crowdfunding-Aktion die Zukunft des Straßenfestes gesichert werden.
Besucher erwartet am 5. September ein Bühnenprogramm mit Theateraufführungen, inklusiven Musikprojekten, Schlagermusik sowie Tanzperformances zum Zuschauen und Mitmachen. Auf dem Hauptmarkt gibt es für Klein und Groß Kinderschminken, Hüpfburg, Perlenschmuck, Rollstuhlparcours und weitere Kreativ- und Mitmachangebote. Ein besonderes Angebot ist ein Gebärdensprachkurs von 12 bis 15 Uhr. Für das leibliche Wohl ist ebenfalls gesorgt. Der Eintritt ist frei.
Gestartet wird in diesem Jahr eine Crowdfunding-Aktion, da die bisherige Förderung durch die Aktion Mensch entfällt. Auf „GoFundMe“ sollen mit „EigenArt bleibt.“ bis zum 31. Januar 2027 8.000 Euro zusammenkommen. Die Besucher können sich bereits beim Straßenfest über die Aktion informieren und dazu beitragen, dass EigenArt auch im kommenden Jahr wieder einen Ort für Begegnung und gelebte Inklusion mitten in Zwickau schafft.
EigenArt findet seit über 30 Jahren statt. Die Schirmherrschaft in diesem Jahr haben übernommen Oberbürgermeisterin Constance Arndt, Landrat Carsten Michaelis und Michael Welsch, Sächsischer Landesbeauftragter für Inklusion der Menschen mit Behinderungen.
Quelle und Flyer: Stadtverwaltung Zwickau

01 September 2026

Tipp der Woche: Ein Festspielabend mit Corinna Harfouch

Westsachsen/Bad Elster.- Am Samstag, den 12. September, kehrt die vielfach ausgezeichnete Film- und Theaterschauspielerin Corinna Harfouch um 19.30 Uhr mit einem besonderen Literatur- und Musikabend in das König Albert Theater Bad Elster zurück. Gemeinsam mit der renommierten Pianistin Hideyo Harada widmet sie sich unter dem Titel „Erstaunliche Siege von Frauen auf Schlachtfeldern“ zwei außergewöhnlichen Frauenpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts: der britischen Schriftstellerin Virginia Woolf und der Komponistin Ethel Smyth.
Im Mittelpunkt des Festspielabends stehen die bewegende Freundschaft und der intensive geistige Austausch zwischen den beiden bedeutenden Vertreterinnen der internationalen Frauenbewegung. Kennengelernt hatten sich Virginia Woolf und die offen lesbisch lebende Komponistin Ethel Smyth im Jahr 1930. Trotz ihrer unterschiedlichen Lebenswege verband sie eine tiefe gegenseitige Wertschätzung, die sich in Briefen, Tagebüchern, literarischen Texten und musikalischen Werken eindrucksvoll widerspiegelt.
Corinna Harfouch verleiht den eindringlichen Briefen und Gedanken der beiden Frauen ihre Stimme, während Hideyo Harada den Abend mit den Klavierwerken Ethel Smyths musikalisch gestaltet. So entsteht ein feinfühliges Zusammenspiel von Literatur und Musik, das den Blick auf zwei außergewöhnliche Künstlerinnen richtet, die mit Mut, Haltung und Kreativität ihrer Zeit weit voraus waren. Mit ihrer unverwechselbaren Bühnenpräsenz zählt Corinna Harfouch zu den bedeutendsten Schauspielerinnen Deutschlands.
Gemeinsam mit der international renommierten Pianistin Hideyo Harada verspricht sie einen ebenso bewegenden wie inspirierenden Festspielabend über Freundschaft, Kunst und den Mut, neue Wege zu gehen. Tickets: 037437/ 53 900

Nach erfolgreichem Protest: Kulturhaus-Leiter darf bleiben

Westsachsen/Reichenbach.- Der Aufsichtsrat und die Gesellschafter der Vogtland Kultur GmbH haben sich am Montag, 31. August, in einer gemeinsamen nicht-öffentlichen Sondersitzung mit den aktuellen Entwicklungen rund um das Neuberinhaus Reichenbach befasst. Das teilt das Landratsamt des Vogtlandkreises mit.
Nach einem intensiven Austausch und der Abwägung unterschiedlicher Standpunkte hätten sich die Gesellschafter im Ergebnis einstimmig dafür ausgesprochen, die Kündigung des Leiters, Severin Zähringer, zurückzunehmen. Der Geschäftsführer der Vogtland Kultur GmbH, Steffen Gerisch, der die Kündigung ausgesprochen hatte, trage diese Entscheidung mit.
Vorausgegangen war eine Protestwelle aus dem ganzen Vogtland, auch aus Greiz, nachdem Mitte August bekannt wurde, dass Gerischer Zähringer entlassen hatte. Zu den Gründen gibt es bis heute offiziell keine Auskunft. Wie die Freie Presse berichtet, soll es sich aber zum einen um persönliche Differenzen gehandelt haben. Zum anderen kam es wohl zum Streit über eine geplante AfD-Veranstaltung im Neuberinhaus, die Zähringer mit Verweis auf die Hausordnung ablehnte.
Gerade weil die Gründe unbekannt blieben, hatte Zähringer angekündigt, rechtlich gegen die Kündigung vorzugehen. Das scheint nun auch zumindest einer der Gründe gewesen zu sein, warum Aufsichtsrat und Gesellschafter die Entscheidung rückgängig gemacht haben: „Bei der Sitzung wurden im Interesse der Vogtland Kultur GmbH auch mögliche rechtliche und wirtschaftliche Risiken in die Abwägung über das weitere Vorgehen einbezogen“, heißt es in der Mitteilung.
Ziel sei es jetzt, die Handlungsfähigkeit des Neuberinhauses zu sichern und die zurückliegenden Entwicklungen gemeinsam auszuwerten, so die Pressemitteilung. „Für uns als Gesellschafter war entscheidend, die Situation sorgfältig zu bewerten und eine tragfähige Lösung für das Neuberinhaus und die Vogtland Kultur GmbH zu finden. Jetzt geht es darum, Vertrauen wieder aufzubauen und den Blick nach vorn zu richten“, wird Landrat Thomas Hennig (CDU) zitiert.
Im Mittelpunkt stünden jetzt die verlässliche Fortführung des Veranstaltungsbetriebs und die Zukunft des Neuberinhauses als wichtiger Kulturstandort für Reichenbach und das Vogtland.
Quelle und Foto: Ostthüringische Zeitung