Nachdem Severin Zähringer Ende der vergangenen Woche überraschend als Leiter des Neuberinhaus im Greizer Nachbarort Reichenbach gekündigt wurde, stellt sich nun der Förderverein der Vogtland Philharmonie – das Orchester tritt sehr regelmäßig im Haus auf – hinter den geschassten Kulturhaus-Chef.
Man habe die „Nachricht von der Kündigung“ „mit großer Bestürzung und Unverständnis zur Kenntnis“ genommen. Zu den Gründen der Kündigung hüllen sich beide Seiten – Zähringer und Steffen Gerisch als Geschäftsführer der Vogtland Kultur GmbH – bisher in Schweigen. Zähringer hat bisher nur bekannt gegeben, gerichtlich gegen den Rauswurf vorgehen zu wollen.
Es kursieren deswegen Gerüchte um den Rausschmiss. Zum einen soll es zum Zerwürfnis gekommen sein, als Zähringer es ablehnte, eine AfD-Veranstaltung – einen Bürgerdialog mit dem Bundestagsabgeordneten Mathias Weiser und dem Landtagsabgeordneten René Standke – im Neuberinhaus zuzulassen, weil diese als parteipolitische Veranstaltung per Hausordnung verboten sei. Gerisch und eine juristische Einschätzung aus dem Landratsamt sahen das laut Bericht anders. Zum anderen sollen Brandschutzmängel im Haus aufgetaucht sein.
Severin Zähringer habe sich mit „außergewöhnlichem persönlichem Engagement, großer fachlicher Kompetenz und viel Herzblut“ für das Neuberinhaus eingesetzt, schreibt nun der Förderverein des Vogtland-Orchesters. Sein Wirken sei „von herausragender Bedeutung“ für die kulturelle Entwicklung, die Vernetzung und die Strahlkraft nicht nur der Region, sondern des Vogtlandes. Zähringer sei eine „Persönlichkeit von großer Bedeutung“, die die Verbindungen zwischen Neuberinhaus, Vogtland Philharmonie und Förderverein gestärkt und mit Leben erfüllt habe.
Der Vorstand des Fördervereins, und damit in gewisser Weise auch das Orchester als einer der größten Kulturträger der Region, bekunde deshalb „ausdrücklich sein großes Interesse an einer Weiterbeschäftigung“ von Zähringer. Man sei überzeugt, dass seine Erfahrung, seine Kontakte, seine Kompetenz und sein Engagement „von unschätzbarem Wert“ für die gesamte Kulturlandschaft im Vogtland seien. Sein Verlust sei für die Vogtland Philharmonie und deren kulturelles Netzwerk „ein erheblicher Einschnitt“.
Man bitte die Verantwortlichen „eindringlich“, die Entscheidung noch einmal zu überdenken und „eine sofortige Rücknahme der Kündigung sowie die Weiterbeschäftigung von Herrn Zähringer“ möglich zu machen. Aus Sicht des Fördervereins solle man alles daransetzen, „sein wertvolles Wirken für unsere Region zu erhalten“.
Der Vorstand des Fördervereins, und damit in gewisser Weise auch das Orchester als einer der größten Kulturträger der Region, bekunde deshalb „ausdrücklich sein großes Interesse an einer Weiterbeschäftigung“ von Zähringer. Man sei überzeugt, dass seine Erfahrung, seine Kontakte, seine Kompetenz und sein Engagement „von unschätzbarem Wert“ für die gesamte Kulturlandschaft im Vogtland seien. Sein Verlust sei für die Vogtland Philharmonie und deren kulturelles Netzwerk „ein erheblicher Einschnitt“.
Man bitte die Verantwortlichen „eindringlich“, die Entscheidung noch einmal zu überdenken und „eine sofortige Rücknahme der Kündigung sowie die Weiterbeschäftigung von Herrn Zähringer“ möglich zu machen. Aus Sicht des Fördervereins solle man alles daransetzen, „sein wertvolles Wirken für unsere Region zu erhalten“.
Quelle und Foto: Ostthüringer Zeitung

