Vorausgegangen war eine Protestwelle aus dem ganzen Vogtland, auch aus Greiz, nachdem Mitte August bekannt wurde, dass Gerischer Zähringer entlassen hatte. Zu den Gründen gibt es bis heute offiziell keine Auskunft. Wie die Freie Presse berichtet, soll es sich aber zum einen um persönliche Differenzen gehandelt haben. Zum anderen kam es wohl zum Streit über eine geplante AfD-Veranstaltung im Neuberinhaus, die Zähringer mit Verweis auf die Hausordnung ablehnte.
Gerade weil die Gründe unbekannt blieben, hatte Zähringer angekündigt, rechtlich gegen die Kündigung vorzugehen. Das scheint nun auch zumindest einer der Gründe gewesen zu sein, warum Aufsichtsrat und Gesellschafter die Entscheidung rückgängig gemacht haben: „Bei der Sitzung wurden im Interesse der Vogtland Kultur GmbH auch mögliche rechtliche und wirtschaftliche Risiken in die Abwägung über das weitere Vorgehen einbezogen“, heißt es in der Mitteilung.
Ziel sei es jetzt, die Handlungsfähigkeit des Neuberinhauses zu sichern und die zurückliegenden Entwicklungen gemeinsam auszuwerten, so die Pressemitteilung. „Für uns als Gesellschafter war entscheidend, die Situation sorgfältig zu bewerten und eine tragfähige Lösung für das Neuberinhaus und die Vogtland Kultur GmbH zu finden. Jetzt geht es darum, Vertrauen wieder aufzubauen und den Blick nach vorn zu richten“, wird Landrat Thomas Hennig (CDU) zitiert.
Im Mittelpunkt stünden jetzt die verlässliche Fortführung des Veranstaltungsbetriebs und die Zukunft des Neuberinhauses als wichtiger Kulturstandort für Reichenbach und das Vogtland.
Quelle und Foto: Ostthüringische Zeitung
