08 September 2026

Urbane Kunst: ibug 2026 in Riesa endet mit fast 17.000 Besuchern

Westsachsen/Riesa.-
Nach drei Festivalwochenenden ist die ibug 2026 in Riesa am Sonntagabend erfolgreich zu Ende gegangen. Rund 16.800 Kunstfans und Neugierige kamen zur diesjährigen „Industriebrachenumgestaltung” auf das ehemalige Gelände des Muskator-Kraftfuttermischwerks und erlebten ein breites Spektrum an urbaner Kunst und ein vielfältiges Festivalprogramm. Außerdem nutzen rund 500 Schüler aus 18 Einrichtungen der Region die Angebote der Bildungswoche zwischen den Wochenenden. Damit konnte die ibug ihre Besucherzahl gegenüber der letzten Ausgabe in Riesa 2024 deutlich steigern. Damals kamen rund 8.500 Menschen zum Festival.
Der Besucherzuwachs unterstreicht die anhaltende Resonanz auf das Konzept der ibug, urbane Kunst mit Industriekultur zu verbinden. Zum 20-jährigen Bestehen des Festivals wurde das ehemalige Muskator-Gelände in Riesa über drei Wochenenden zu einem temporären Ausstellungs- und Veranstaltungsort. Internationale Künstler verwandelten die Räume, Fassaden und Anlagen des ehemaligen Kraftfuttermischwerks vorher mit großflächigen Murals, Paste Ups, Installationen und Interventionen und setzten sich dabei vielfach direkt mit der Geschichte und den vorhandenen Spuren des Ortes auseinander. Insgesamt 72 Kreative aus 18 Ländern waren an der diesjährigen Ausgabe beteiligt. Dabei trafen unterschiedliche Positionen der internationalen Urban-Art-Szene auf die besondere Atmosphäre des ehemaligen Industrieareals. Vorgefundene Materialien, architektonische Strukturen und historische Spuren wurden selbst zu Bestandteilen der künstlerischen Arbeiten und machten die Geschichte des Ortes auf vielfältige Weise erfahrbar.
Neben der Ausstellung war die ibug auch 2026 ein Ort für Begegnung und kulturellen Austausch. Führungen, Workshops, Gespräche, Musik und Angebote für Kinder und Jugendliche ergänzten die künstlerische Auseinandersetzung und machten das Festival zu einem Erlebnis für ein breites Publikum aus Riesa, der Region und darüber hinaus.
Antonia Gerber, Vorstand des ibug e.V. sagt: „Die ibug 2026 war für uns ein ganz besonderer Jahrgang. Wir haben erlebt, wie neugierig und offen die Menschen auf diesen außergewöhnlichen Ort und die internationale Kunstszene reagiert haben. Dass so viele Besucherinnen zu uns nach Riesa gekommen sind, ist ein starkes Zeichen und zeigt, welches Potenzial in der Verbindung von Kunst, Industriekultur und Begegnung steckt. Besonders freut uns, dass die ibug nicht nur ein Festival auf einem ehemaligen Industrieareal war, sondern ein Ort, an dem Menschen gemeinsam entdeckt, diskutiert und neue Perspektiven entwickelt haben. Dafür möchten wir allen Künstlern, Helfern, Partnern und unserem Publikum herzlich danken.“
Mit der diesjährigen Ausgabe blickt die ibug auf zwei Jahrzehnte Festivalgeschichte zurück. Seit der Premiere 2006 hat das Festival immer wieder wechselnde Industriebrachen in Sachsen bespielt und dort temporäre Räume für urbane Kunst geschaffen. Die Auseinandersetzung mit den baulichen und gesellschaftlichen Spuren industrieller Vergangenheit ist dabei bis heute ein zentraler Bestandteil des Festivals.
Mit fast 17.000 Besuchern hat die ibug in Riesa 2026 ihre Reichweite gegenüber 2024 deutlich ausgebaut. Den bisherigen Publikumsrekord gab es mit rund 38.000 Gästen bei der Ausgabe 2025 in Chemnitz im Rahmen des Kulturhauptstadtjahres.
Quelle und Fotos: ibug e.V.