17 September 2026

Zwickauer Justiz intern (Teil 4): Zweifel an der geistigen Gesundheit

Westsachsen/Zwickau.- Jetzt ist es amtlich: Der Plauener Rechtsanwalt Reinhard Otto Gerhard Karl-Heinrich Schübel (Karikatur rechts) ist ein Titelbetrüger. Er täuscht mit einer „Witzpromotion“, die er sich im Ausland gekauft hat, einen akademischen Grad vor und erschleicht sich damit das Vertrauen von Mandanten. So geht es aus dem Endurteil des Landgerichts Zwickau vom 16. September hervor. Schübel wollte verbieten lassen, dass diese erwiesene Tatsache öffentlich ausgesprochen werden darf. Damit ist er jetzt vor Gericht gescheitert.
Das dürfte seinem größten Fan und Unterstützer, Markus Colli (Karikatur links), gar nicht gefallen. Schließlich war er es, der in seiner Funktion als Oberstaatsanwalt in Zwickau und gleichzeitig Amtsgerichtsdirektor in Aue/Bad Schlema für Schübel eine Doktorarbeit mit dem aberwitzigen Titel „Entwicklung und Wirken der Verfahrensgerichte der slowakischen Republik und der Bundesrepublik Deutschland hinzu einem europäischen Verfassungsgericht?“ erfunden hat. Welche Strafe ihn dafür möglicherweise erwartet, ist bisher ungewiss. Ernstzunehmende Kritiker, die zuvor die Zwickauer Amtsgerichtsdirektorin Eva-Maria Ast in den Knast wünschten, plädieren auf Einlieferung in eine psychiatrische Klinik.
Wobei wir bei der nächsten Person des öffentlichen Lebens wären, die sich in der Öffentlichkeit nicht zu benehmen weiß: Richter Rainer Droll (Karikatur unten) vom Amtsgericht Zwickau. Er wurde in seiner Funktion als Bereitschaftsrichter zu einem Notfall nach Wiesen in das psychiatrische Fachklinikum gerufen. Die dortigen Ärzte benötigten zur weiteren Behandlung eines Patienten einen richterlichen Beschluss von ihm. Doch anstatt sich die fachliche Begründung für die - aus Sicht der Ärzte - notwendige Zwangseinweisung anzuhören, beleidigte er zuerst die Chefärztin wegen ihres Geschlechts und dann den Arzt wegen seiner Herkunft. Ein ausführlicher Bericht dieses Vorfalls liegt der WSZ vor und wird im Wortlaut demnächst veröffentlicht.
Da die Posse um die drei Experten aus der Serie „Zwickauer Justiz intern“ schon seit geraumer Zeit für Aufregung sorgt, wird auch weiterhin mit regelmäßigen Veröffentlichungen zu rechnen sein.

Hinweis für ganz schlaue (Möchtegern-)Juristen:
Es handelt sich um von der Kunst- und Meinungsfreiheit gedeckte Satire.