04 August 2014

Geteilter BSV-Kader überzeugt beim Turnier

Zwickau.- Der BSV Sachsen Zwickau hat am Samstag bei einem Vorbereitungsturnier in der Sporthalle Neuplanitz Platz zwei und drei belegt. Trainer Jiri Tancos teilte seinen 17-köpfigen Kader auf zwei Mannschaften auf, die jeweils auf Zweitligakonkurrent SV Union Halle-Neustadt sowie den Frankfurter HC (3. Liga Nord) und den SC Markranstädt (Mitteldeutsche Oberliga) trafen. Turniersieger wurde am Ende das Hallenser Team. Zur erfolgreichsten Zwickauer Torschützin avancierte Annika List mit 23 Treffern.
BSV_SVUSchon in der zweiten Partie des Tages kam es zum vereinsinternen Duell der beiden BSV-Mannschaften, bei der sich auch gleich alle sechs Neuzugänge in die Schützenliste eintragen konnten – zur Freude von Jiri Tancos, der das Spiel auf der Tribüne beobachtete. Auch Torhüterin Nele Kurze, die mit einem Kreuzbandriss die komplette Vorsaison ausfiel, konnte erstmals wieder zwischen die Pfosten und ihre Qualitäten zeigen. Auf der Trainerbank betreuten die beiden Cos Volkmar Sesselmann und Corina Cupcea die beiden Teams. Am Ende setzte sich der „BSV 2“ mit den Neulingen Josephine Hessel, Fabienne Kracht, Theresa Loll und Hana Martinkova mit 19:16 durch. Im Spiel gegen Halle-Neustadt hatte die zweite BSV-Formation dann wenig später Pech, als zwei Sekunden vor Schluss Jacqueline Hummel noch den 19:19-Ausgleich erzielte. Gegen Frankfurt und Markranstädt fuhren beide Zwickauer Teams Siege ein. Alle Partien waren auf 30 Spielminuten angesetzt.
In der Schlussbegegnung zwischen dem „BSV 1“ und den Hallensern merkte man den Gastgeberinnen das kräftezehrende Turnierprogramm deutlich an. Früh gingen die Saalestädter in Führung und gaben diese trotz einer kämpferischen Leistung des BSV nicht mehr her. So holte sich der SV Union erstmals den Turniersieg, nachdem die Hausherrinnen in den vergangenen zwei Jahren triumphierten. Punktgleich dahinter landete der BSV 2 auf dem zweiten Rang, der BSV 1 nahm mit vier Punkten den dritten Platz ein.
„Gemessen am derzeitigen Trainingsstand haben unsere Tempogegenstöße und das Spiel durch die Mitte schon recht gut funktioniert“, zeigte sich Tancos, der im Juli Norman Rentsch als Trainer ablöste, zufrieden mit der Leistung seines Kaders. „Viele Sachen in Abwehr und Angriff haben wir auch noch gar nicht einstudiert, daher ist natürlich noch Platz nach oben, zumal viele Spielerinnen neu im Team sind.“ Volkmar Sesselmann ergänzte: „Die Mädels haben aufgrund der Aufteilung fast durchgespielt, das hat natürlich Kraft gekostet. Sie sollten heute unsere Vorgaben erfüllen und auf dem Parkett einige Dinge ausprobieren. Das Ergebnis war zweitrangig, gewinnen wollen wir am 13. September.“ Dann kommt der SV Union erneut in die Sporthalle Neuplanitz – zum Bundesligaauftakt der neuen Saison. Bis dahin stehen den Zwickauer Handballdamen noch schweißtreibende Wochen bevor. Am kommenden Mittwoch fährt das Team nach Schwerin, wo zuerst ein Trainingslager und am Wochenende eine weitere Turnierteilnahme folgen.

Ergebnisse:

SV Union Halle-Neustadt - SC Markranstädt

20:12

BSV Sachsen Zwickau I - BSV Sachsen Zwickau II

16:19

SC Markranstädt - Frankfurter HC

12:17

BSV Sachsen Zwickau II - SV Union Halle-Neustadt

19:19

Frankfurter HC - BSV Sachsen Zwickau I

14:24

SC Markranstädt - BSV Sachsen Zwickau II

14:19

Frankfurter HC - SV Union Halle-Neustadt

8:14

BSV Sachsen Zwickau I - SC Markranstädt

24:8

BSV Sachsen Zwickau II - Frankfurter HC

23:16

SV Union Halle-Neustadt - BSV Sachsen Zwickau I

18:15

Quelle: BSV/Christian Meyer
Foto: ZPA/Olaf Thalwitzer

28 Juli 2014

Einbruch bei McDonald’s: Tresor zerstört und ausgeräumt

MC_Donalds-2Zwickau/Wildenfels.- Mehrere Tausend Euro Bargeld haben Unbekannte in der Nacht zum Montag mit brachialer Gewalt aus dem Tresor des McDonald’s Restaurants in Nähe der Autobahnauffahrt Zwickau-Ost zur A72 erbeutet.
Die Täter, die offensichtlich auf die Wochenendeinnahmen des Restaurants spekulierten, waren nach Einschlagen eines Fensters in den Gastraum gelangt. Von dort aus durchtrennten sie eine Trockenwand zum Büro. Mittels eines Trennschleifers öffneten sie dann einen Tresor. Von den Tätern und den Tageseinnahmen fehlt bislang jede Spur. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Zeugenhinweise bitte an die Kriminalpolizei Zwickau. Telefon: (0375) 428 448 0

Quelle: PD Zwickau / Foto: privat

Die Stadt Zwickau trauert um Bürgermeister Rainer Dietrich

Westsachsen/Südtirol/Zwickau.- Großes Entsetzen und tiefe Trauer. Am Wochenende ereilte die Zwickauer die bestürzende Nachricht vom tragischen Tod ihres Baubürgermeisters Rainer Dietrich. Auch Bürgermeister Bernd Meyer (Dezernat Finanzen und Ordnung), der in diesen Tagen die Oberbürgermeisterin vertritt, erhielt am Wochenende die traurige Mitteilung, dass sein Bürgermeister-Kollege Rainer Dietrich am Freitagvormittag (25. Juli 2014) beim Aufstieg zur Zwickauer Hütte in den Ötztaler Alpen in Südtirol auf tragische Weise ums Leben gekommen ist.

Während des Aufstiegs mit einer Wandergruppe, zu der Rainer Dietrich und seine Ehefrau gehörten, brach der 62-Jährige mit Atemproblemen zusammen. Die umgehend alarmierten Rettungskräfte konnten trotz sofortiger Hilfe nichts mehr für den bei den Bürgern, Kollegen im Rathaus sowie Partnern aus Politik und Wirtschaft gleichermaßen beliebten Bürgermeister tun.
Über 100 Zwickauer um Oberbürgermeisterin Pia Findeiß wollten nach einem Aufstieg von Pfelders (1622 m, im Naturpark Texelgruppe) in Südtirol am Gipfel das 115-jährige Bestehen der Zwickauer Hütte (2989 m) feiern. Mit viel Herzblut, großer Begeisterung und immer neuen Ideen war Rainer Dietrich federführend an den Vorbereitungen dieses Ereignisses beteiligt und hatte sich sehr auf diesen Tag gefreut.

Rainer Dietrich bei seiner diesjährigen
Eröffnungsansprache zum Neujahrsempfang 2014

Die für den Samstagabend geplante Jubiläumsfeier wandelte sich stattdessen in ein überaus bestürzendes Ereignis: Für den Verstorbenen wurde ein Gedenkgottesdienst im italienischen Pfelders veranstaltet. Rainer Dietrich (geboren am 10. Mai 1952 in Chemnitz) hinterlässt seine Frau Carole und zwei erwachsene Töchter.
Rainer Dietrich bekleidete seit dem 1. Oktober 2008 das Amt als Bürgermeister mit dem Geschäftskreis Bauen und war ebenfalls seit 2008 Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke Holding Zwickau GmbH. Zuvor, seit 1991, war er Geschäftsführer der Dietrich Tankanlagenbau GmbH. Sein beruflicher Werdegang begann 1966 mit einer Ausbildung zum Betriebsschlosser im VEB Sachsenring Zwickau. Dem folgte ab 1970 ein Studium an der Ingenieurhochschule Zwickau (Technologie der metallverarbeitenden Industrie). Nach dem erfolgreichen Hochschulstudium arbeitete er von 1975 bis 1981 als Schweißingenieur bei der Hans Dietrich Tankanlagenbau Zwickau, später bis zur Wende als selbstständiger Handwerksmeister.
Im Rathaus wird im 1. Obergeschoss, Treppe links bei den Holzskulpturen, eine Kondolenzecke für Rainer Dietrich eingerichtet. Bürger, die das Bedürfnis haben, des beliebten Bürgermeisters zu gedenken und sich in ein Kondolenzbuch eintragen möchten, haben dazu ab heute Mittag die Gelegenheit.

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

In einem Interview mit mdr1 Radio Sachsen spricht Oberbürgermeisterin Dr. Pia Findeiß, die zum Urlaub vor Ort weilt, mit tiefster Betroffenheit über die tragischen Ereignisse am vergangenen Freitag und würdigt ihren Kollegen und Stellvertreter mit warmen Worten: http://www.mdr.de/mdr1-radio-sachsen/audio918906.html

25 Juli 2014

Verleihung der Einsatzmedaille „Fluthilfe 2013“ für THW Zwickau

Verleihung_24juli_2014_07Zwickau.- „... als Dank und Anerkennung für besonders aufopferungsvolle Hilfe bei der Abwehr von Gefahren und der Beseitigung von Schäden anlässlich der Flutkatastrophe Ende Mai und im Juni 2013...“. So lauteten die Dankesworte von Bundesinnenminister Thomas de Maizière an die ehrenamtlichen Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerkes aus Zwickau. Verlesen wurden die Worte durch die THW-Landesbeauftragte für Sachsen und Thüringen Sabina Lackner, die ebenso die Urkunden überreichte. Mit Herrn Timo Wohler war auch ein Vertreter aus der Geschäftsstelle Chemnitz anwesend.
Die Fluthilfemedaille des Bundes ist nach der Sächsischen Fluthilfemedaille bereits die zweite Auszeichnung für die THW-Helfer aus Zwickau anlässlich der Fluteinsätze im Mai und Juni 2013. Die Einsätze für den Ortsverband haben sich damals über eine ganze Woche hingestreckt und waren in ganz Sachsen verteilt, unter anderem in Gersdorf, Dresden, Eilenburg, Torgau, Zeithain und Zwickau.

Quelle und Foto: THW/Daniel Friedel

24 Juli 2014

Daetz-Centrum ist wieder „familienfreundliche Einrichtung“

Lichtenstein.- Seit 2005 führt das Daetz-Centrum das Qualitätssiegel „familienfreundliche Einrichtung“. Damit ist es seit Markeneinführung Partner der Marke „Familienurlaub in Sachsen“. In der vergangenen Woche wurde das Daetz-Centrum Lichtenstein im Auftrag der Tourismusmarketinggesellschaft Sachsen GmbH erneut hinsichtlich seines Engagements für Familien geprüft. Nun erhielt das Team die Bestätigung, dass die Einrichtung für weitere drei Jahre mit dem Qualitätssiegel „familienfreundlich“ werben darf.
Familie_Daetz-ZentrumBei der Wiederholungszertifizierung konnte im Rahmen einer Vor-Ort-Begutachtung bestätigt werden, dass die Einrichtung alle Pflichtkriterien sowie mehr Kann-Kriterien als nötig erfüllt. Im Vorfeld wurde bereits mittels Mystery-Checks überprüft, inwieweit man in punkto Service fit für das Thema Familie ist.
Anspruch des Teams im Daetz-Centrum ist es, den Aufenthalt von Eltern mit ihren Kindern so angenehm wie möglich zu gestalten. Dies beginnt mit der günstigen Familienkarte für den Besuch der Ausstellungen. Um das Zertifikat zu erhalten, sind jedoch zahlreiche weitere Bedingungen zu erfüllen. So steht für die jüngsten Gäste beispielsweise ein Wickelraum zur Verfügung. Für den Notfall werden auch Reinigungstücher oder Windeln  bereitgehalten. Auch besteht die Möglichkeit, ein Babygläschen zu erwärmen. Dass alle Steckdosen Kindersicherungen aufweisen, ist im Daetz-Centrum selbstverständlich.
In der Dauerausstellung „Meisterwerke in Holz“ können junge Besucher auf eine Fotorallye gehen und anhand von Detailaufnahmen die entsprechenden Kunstwerke aus aller Welt aufspüren. Die Geschichten hinter den Skulpturen sind zudem mit einer speziellen Kinderversion des  Audioguides auch für heranwachsende Kulturinteressierte spannend erfahrbar. Nach und nach soll der Rundgang im Haus für Kinder durch auflockernde Bilderrätsel ergänzt werden.
Frisch aus der Druckerei wirbt ein Flyer zum Thema „Kindergeburtstage im Daetz-Centrum “. Dieses buchbare Angebot verbindet Wissensvermittlung in der Dauerausstellung mit einem Kreativteil und mit kulinarischer Versorgung durch die Cafeteria im Daetz-Centrum.
Bei Markeneinführung 2005 durch die TMGS wurden insgesamt 53 Freizeiteinrichtungen, Beherbergungsbetriebe und Orte im Freistaat zertifiziert. Heute sind es 91 Markenpartner. Das Daetz-Centrum Lichtenstein ist solch ein Partner. 
Zur familienfreundlichen Fernsehzeit berichtet am kommenden Samstag (26.07.) der Mitteldeutsche Rundfunk in seiner TV-Sendung „MDR vor Ort“ um 16:05 Uhr unter anderem über das Daetz-Centrum. Bei der halbstündigen Sendung mit Moderatorin Madeleine Wehle dreht sich diesmal alles um das Thema Kunst aus Holz.

Quelle und Foto: Daetz-Centrum Lichtenstein

14 Juli 2014

Larkin Poe aus Atlanta überrascht von King-Zentrum in Sachsen

Westsachsen/Lichtentanne.- Die beiden Lovell-Schwestern Megan und Rebekka präsentierten mit ihrer Band am Sonntagabend in der alten und voll besetzten Kirche „Sound Barbara“ unter immer wieder starkem Beifall geschmackvoll arrangierte und instrumentierte Musik mit Gesang zwischen Country und Pop, Americana und Folk. Nach ihrem Großvater, der im amerikanischen Bürgerkrieg noch für den Bestand der Sklaverei gekämpft hat, und nach dem berühmten Großonkel Edgar Allan Poe, dem Klassiker der Krimi- und Horror-Literatur, nennt sich die Gruppe „Larkin Poe“.
Überrascht und voll Freude erfuhren die Amerikanerinnen aus der Sechs-Millionen-Hauptstadt Georgias mit dem weltberühmten „King-Center“, dass es in Werdau das „Martin Luther King Center Germany“ gibt. Sie nahmen den Gründungsinitiator und jetzigen Ehrenvorsitzenden Georg Meusel spontan in die Arme und versprachen, während ihrer nächsten Deutschland-Tournee das King-Zentrum in Werdau zu besuchen. Gestern mussten sie sofort Richtung Aschaffenburg und London, ihren nächsten Stationen, auf Achse gehen. Die Musikerinnen hörten zum ersten Mal davon, dass Martin Luther King 1964, vor fast genau 50 Jahren Ost-Berlin in der „Communist German Democratic Republic“ besucht hat und staunten über das Fotos, auf dem King auf der Schlüter-Kanzel der dortigen Marienkirche steht.
Als Reiselektüre haben sie Informationstexte über das King-Zentrum mit dem Leporello über dessen Wanderausstellung „Aus dem Fels der Verzweiflung einen Stein der Hoffnung hauen – Martin Luther King und die DDR“ im Gepäck. Ihre großartige „Landsmännin“ Joan Baez, die schon mit Martin Luther King zusammengearbeitet hatte, war nach ihrem Auftritt im Jahre 2009 in Zwickau spontan Mitglied des Martin-Luther-King-Zentrums Werdau geworden.

Quelle und Foto: Martin-Luther-King-Zentrum

08 Juli 2014

Knapp 300 historische Altstadtleuchten mit LED-Technik umgerüstet

Westsachsen/Zwickau.- Nach nur fünfmonatiger Bauzeit konnte kürzlich die energetische Sanierung der historischen Altstadtleuchten im Stadtzentrum abgeschlossen werden. Alle 296 Leuchten wurden mit LED-Modulen ausgerüstet bzw. komplett erneuert. Ausgenommen ist der Bereich Äußere Plauensche Straße mit insgesamt 13 Leuchten. Die Umrüstung dieser Anlagen musste aufgrund umfangreicher Nebenarbeiten auf einem späteren Zeitpunkt verschoben werden.
Die nun vorhandene LED-Technik ermöglicht neben einer angenehmen warmen Lichttemperatur auch eine optimale Anpassung der Beleuchtungsstärke an den örtlichen Lichtbedarf.
Die gesamte Umrüstung der Leuchten einschließlich der erforderlichen Einstell- und Nebenarbeiten erfolgte durch die Mitarbeiter des Tiefbauamtes, Bereich Stadtbeleuchtung. Die Maßnahme, deren Gesamtkosten sich auf 262.607,53 Euro belaufen, wurde seitens der Sächsischen Aufbaubank mit 70 Prozent = 183.825,27 Euro gefördert. Der Eigenanteil der Stadt beträgt 78.782,26 Euro.

Bei einer Bemusterung verschiedener Leuchtmittel Ende 2011 wurden Vertretern des Bauausschusses und Mitarbeitern der Verwaltung die Vor- und Nachteile sowie die zu erwartenden Investitions- und Folgekosten der einzelnen Varianten erläutert. Nach Abwägung aller Aspekte wurde der Umbau auf LED-Leuchtmittel als beste Lösung bevorzugt, um die bis dahin eingesetzten HQL-Lampen zu ersetzen. Nach der Beschlussfassung durch den Bau- und Verkehrsausschuss im April 2013 und dem Erhalt des Fördermittelbescheides im Juli 2013 konnte die Ausschreibung der Lieferleistung erfolgen. Den Zuschlag für die Lieferung der Ausrüstungsgegenstände in Höhe von 260.633,80 Euro erhielt eine Firma aus Hessen. Mit der Aufstellung der 11 Kandelaber in Höhe von 1.973,73 Euro wurde eine regionale Tiefbaufirma beauftragt.
Quelle und Fotos: Stadt Zwickau


27 Juni 2014

Mit Teilqualifizierungen Schritt für Schritt zur beruflichen Kompetenz

Westsachsen/Zwickau.- Bis 2025 wird das Erwerbspersonenpotenzial im Landkreis Zwickau voraussichtlich um rund 55.000 auf rund 155.000 Personen sinken. Zugleich steigt der Bedarf an gut ausgebildeten Menschen“, weiß Mathilde Schulze-Middig aus Prognosen. Vor diesem Hintergrund freuen sich die Chefin des Jobcenters Zwickau und ihr Team besonders über die eine Frau und die vier Männer, die jetzt als erste Teilnehmer des Modellprojektes Teilqualifizierung ihr Ziel erreicht haben. Sie absolvierten erfolgreich die Externenprüfung zum Maschinen- und Anlagenführer vor der Industrie- und Handelskammer.
Die demografische Entwicklung macht deutlich: Bis 2025 werden im Landkreis Zwickau bis zu 55.000 Erwerbspersonen weniger als heute für den Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. Der Wettbewerb um Arbeitskräfte wird größer. Mathilde Schulze-Middig, Chefin des Jobcenters Zwickau, bringt es auf den Punkt: „Es gibt in bestimmten Branchen schon heute einen erhöhten Fachkräftebedarf, der sich durch das Älterwerden unserer Gesellschaft weiterhin fortsetzen wird.“ Wer nicht hinreichend ausgebildet sei, habe am Arbeitsmarkt schlechte Chancen. „Qualifizierung ist das Kernelement, um den Fachkräftebedarf von morgen decken zu können“, weiß Schulze-Middig aus ihrer täglichen Arbeit und den Gesprächen mit den Akteuren am Arbeitsmarkt.
Vor dem Hintergrund des steigenden Fachkräftebedarfs und einer anhaltend schwierigen Situation Geringqualifizierter hat die Bundesagentur für Arbeit 2010 ein Modellprojekt aufgelegt, mit dem die Beschäftigungsfähigkeit mit Hilfe von Teilqualifizierungen verbessert werden soll. Mit dieser Form der Qualifizierung erhöhen sich die Chancen bei Arbeitslosigkeit oder fehlender Berufsausbildung am Arbeitsmarkt erheblich.
„Teilqualifikationen orientieren sich an betrieblichen Arbeits- und Geschäftsprozessen sowie den bundesweit anerkannten Ausbildungsordnungen und Rahmenlehrplänen“, erklärt Jens Geigner, stellvertretender Leiter der Akademie Chemnitz und Standortleiter im Ausbildungszentrum Zwickau der Fortbildungsakademie der Wirtschaft (FAW) gGmbH, die als Bildungsträger die theoretische und praktische Ausbildung der künftigen Maschinen- und Anlagenführer übernommen haben. „Sie machen es Menschen mit einer geringen Qualifikation möglich, vielfältige und langfristig verwertbare berufliche Kompetenzen zu erwerben.“
Mit dem Projekt können ungelernte Beschäftigte ihre Entwicklungsmöglichkeiten ausbauen, schätzen Schulze-Middig und Geigner unisono ein, und Arbeitgeber haben damit gut qualifiziertes Personal, das sie im Unternehmen einsetzen können. „Unser Projekt Teilqualifizierung wird sehr gut angenommen“, resümieren die Jobcenter-Chefin und der Standortleiter. Seit Herbst 2010 gab es knapp 300 Beratungen zum Angebot Teilqualifizierung im Beruf Maschinen- und Anlagenführer (MAF) im Landkreis Zwickau. Insgesamt wurden bis heute 185 Eintritte in Teilqualifizierungen MAF absolviert – der überwiegende Teil davon, etwa 80 Prozent, von Männern.

Das Foto zeigt die Absolventen, Ausbilder und Vertreter des Jobcenters Zwickau. Quelle: Agentur für Arbeit Zwickau

19 Juni 2014

Fachübung des Technischen Hilfswerks am Wochenende

TWA_01Zwickau.- Der Ortsverband Zwickau des Technischen Hilfswerks (THW) übt am Wochenende vom 19. bis 22. Juni den Aufbau und Betrieb der mobilen Trinkwasseraufbereitungsanlage. Die Anlage ist im Ortsverband Zwickau stationiert und kommt in Modulen angepasst an die jeweiligen Einsatzanforderungen zum Einsatz.
„Dank Unterstützung durch Herrn Thomas Wende, Kreisbrandmeister und Leiter der Stabsstelle Brandschutz, Rettungsdienst, Katastrophenschutz, nutzen wir die Möglichkeit unsere Trinkwasser- aufbereitungsanlage im Feuerwehrtechnischen Zentrum (FTZ) Zwickau aufzubauen“, sagt Pressesprecher Daniel Friedel. „Wir werden an diesen Tagen die Anlage aufbauen, verschiedene Szenarien durchspielen.“ Das Übungsszenario geht davon aus, dass Rohwasser in guter Qualität (beispielsweise aus einem Brunnen) zur Verfügung steht. Daher kann auf eine chemische Vorbehandlung des Rohwassers verzichtet werden. Die Erkundung von Einsatzstellen zielt immer auf solche Wasserquellen ab. Eine chemische Vorbehandlung wäre grundsätzlich natürlich ebenfalls möglich wird aber in anderen Übungen geprobt. Die Helfer werden an diesem Wochenende lernen die Anlage zu betreiben, auf Störungen zu reagieren und sie in verschiedenen Szenarien einzusetzen.
Insgesamt werden rund 30 ehrenamtliche Helfer in die Übung eingebunden sein. Die Helfer üben in diesem Zusammenhang auch die eigenständige Versorgung sowie Einsatzführung eines Trinkwasserversorgungseinsatzes. Der Termin wird von unterschiedlichen externen Fachexperten dazu genutzt um mehr über die Anlage zu erfahren. So sind neben Vertretern des THW auch Fach- und Führungskräfte des Katastrophenschutzes auch Vertreter der Wasserversorgung und DVGW eingeladen.

Quelle und Foto: THW Zwickau

08 Juni 2014

Hüpfburgen-Paradies in Westsachsen auf Premieren-Tournee

Zwickau.- Auf seiner Premieren-Tournee macht ein Hüpfburgen-Paradies jetzt in Zwickau Station. Von Freitag, dem 13. Juni bis Sonntag, dem 29 Juni wollen die vier „Luftikusse“ vom Schaustellerbetrieb Köllner groß und klein in ihren Bann ziehen. Dafür bauen sie auf dem Flugplatz Reichenbacher Straße insgesamt zehn verschiedene Hüpfburgen auf.Hüpfburgenparadies
Dazu gehört eine zehn Meter lange, acht Meter breite und sechs Meter hohe Riesenrutsche im Stil einer Palmeninsel. Sie besitzt zwei steile Parallelbahnen. Ebenso breit und hoch, aber doppelt so lange ist der Hindernisparcours mit mehreren Tunneln, Säulen und Kabinen.
"In einem Spielcenter kann man seine Fähigkeiten als Eishockeyer, Basket-, Hand- und Fußballer testen", beschreibt Guiliano Köllner. „Eine zusätzliche Groß-Torwand steht gleich nebenan". Sportlich geht es schließlich auch am Kletterturm zu. Der Schausteller weiter: „Dort lässt sich an kleinen Griffen und Tritten für Hände und Füße eine Höhe von fünf Metern erklimmen.“ Hüpfburgen im Stile eines Märchenschlosses mit bis zu acht Meter hohen Türmen oder aber als überdimensionaler Pandabär sowie ein Bällebad im Luftbasseng runden das Vergnügen für die ganze Familie ab.
„Den Hüpfburgen wird kontinuierlich Luft zugeführt“, erklärt der 24-jährige. „Dadurch bleiben die Kunststoffgebilde ständig mit einer knappen Million Litern an Luft gefüllt.“ Dafür wiederum sorgen zwei große Gebläse mit einer Leistung von jeweils zwei Kilowatt. So gelangt jene Luft, die durch Benutzung entweicht, immer wieder zurück.
Zu ihrem Hüpfburgen-Paradies gehören zudem ein Sandkasten mit reichlich Spielzeug, ein Trainingscamp zum Üben mit Hula-Hoop-Reifen sowie ein Schmink-Studio, in dem man sich das Gesicht mit einem Phantasiebild verzaubern lassen kann. Täglich gibt es außerdem halbstündige Vorstellungen des eigenen Puppentheaters mit originalgetreuen Hohensteiner Holzfiguren. Dabei will der Kasper den Räuber Hotzenplotz (siehe Foto) mit Hilfe der zuschauenden Kinder in die Flucht schlagen.
Für Imbiss und Getränke wird ebenso gesorgt, wie für eine Wohlfühl-Athmosphäre am Fuße der Hüpfburgen. "Dazu stellen wir bequeme Liegestühle und bei Bedarf gerne auch schützende Sonnenschirme auf", beschreibt Guiliano Köllner, als Chef des neuartigen Hüpfburgen-Paradieses.

Quelle und Foto: Schaustellerbetrieb Guiliano Köllner