07 November 2017

TIPP DER WOCHE: La Traviata im König Albert Theater Bad Elster

Bad Elster.- Am Freitag, den 17. November öffnet sich der Vorhang für Verdis ergreifendste Liebesgeschichte »La Traviata« um 19.30 Uhr im König Albert Theater Bad Elster! Es musiziert das Ensemble der Landesbühnen Sachsen gemeinsam mit der Elbland Philharmonie Sachsen unter der Leitung von GMD Florian Merz in einer Inszenierung von Hinrich Horstkotte. Eine der ergreifendsten Liebesgeschichten der Opernliteratur: Verdi schuf unsterbliche Musik zum Roman »Die Kameliendame« von Alexandre Dumas. Das »La Traviata«-Schicksal der Edel-Kurtisane war 1850 ein Skandal, heute ist es Dank Verdis subtiler und betörender Musik unsterblich geworden. Violetta Valéry ist die umworbene Schönheit der Pariser Salons. Für den jungen Alfredo gibt sie das Leben als Luxus-Prostituierte auf. Alfredos Vater ringt ihr das Versprechen ab, sich von seinem Sohn zu lösen. Unwissend glaubt Alfredo, dass Violetta ihr altes Dasein wieder aufgenommen habe und beleidigt sie öffentlich. Erst als Violetta im Sterben liegt, erkennt der Vater Alfredos ihre tiefe Liebe zu seinem Sohn und bittet sie um Verzeihung.

Reger Zuspruch zum Tag der offenen Tür und ein neues Projekt

Zwickau.- Am 2. November öffnete das SAW Bildungszentrum seine Türen für die breite Öffentlichkeit. Viele geladene Gäste und Geschäftspartner aber auch interessierte Besucher konnten sich ein Bild von der Vielfalt der Angebote in der Galileistraße 11 machen. Neben Vertretern der Zwickauer Arbeitsagentur waren auch Kollegen aus Niederlassungen anderer Bundesländer angereist, wie Michael Knies aus Nürnberg in Franken/Bayern. Er verwies auf ein neues Projekt, das vom SAW Bildungszentrum kürzlich gestartet wurde. Der Name: „Projekt 49er“. Dabei können sich Interessenten für einen Beitrag von monatlich 49,95 Euro weiterbilden oder ihre bereits vorhandenen Kompetenzen erweitern. „SAW – das steht ursprünglich für Sicherheit, Ausbildung, Weiterbildung“, so der Nürnberger Niederlassungsleiter. „Doch die Kombination Spannend – Außergewöhnlich – Wertvoll trifft den Nagel richtig auf den Kopf. In insgesamt 26 Modulen (Tendenz steigend) wird den Teilnehmern alles geboten, was sie für einen erfolgreichen Einsatz in der Sicherheitsbranche benötigen“. Dabei spielt es keine Rolle, wo sich ein Teilnehmer gerade aufhält. Jemand, der sich zum Beispiel in Zwickau angemeldet hat, aus beruflichen Gründen aber zeitweise in Frankfurt oder Nürnberg stationiert ist, kann seine Ausbildung nahtlos dort weiterführen. Die Ausbildungsmethodik ist überall gleich.
Wer sich für das Projekt 49er beim SAW Bildungszentrum interessiert, kann sich hier genauer informieren: www.49.biz

Auf dem Foto von links: Stephan Ruppe, Laureen Lippold, Martin Milon, Vanessa Scheer, Michael Knies
(ZPA/Olaf Thalwitzer)

06 November 2017

Deutsche Hausmannskost trifft auf internationale Küche

Werdau.- Es kann als gelungenes Experiment bezeichnet werden: Ende Oktober startete Yousef Dakroub (Foto links) ein Praktikum im Landgasthof Königswalde. Ein Novum für den Koch, der bereits über 20 Jahre Berufserfahrung in verschiedenen Ländern dieser Welt verfügt. Seit Anfang 2017 ist er als Flüchtling in Werdau - und hat nun im Restaurant des Werdauer Ortsteils eine neue Perspektive gefunden. „Ich bin überglücklich hier angekommen zu sein. Es ist wie eine zweite Familie für mich“, schwärmt der Libanese in gebrochenem Deutsch.
Auch das Team des Landgasthofes ist froh über die getroffene Entscheidung. „Nach dem Praktikum haben wir Yousef gleich einen Arbeitsvertrag angeboten. Obgleich die Deutsche Küche für ihn komplett neu ist, überzeugt die Qualität sofort“, freut sich Inhaberin Kathleen Waldenburger (Foto rechts). Für sie ist damit das Team komplett, nachdem mit Ingrid Kuhle bereits eine Köchin des ehemaligen Seehauses in Langenhessen angeheuert hat.
Das Resultat schmeckt den Kunden sichtlich. So zum Beispiel Familie Pietzsch aus Königswalde: „Dieser Koch ist eine echte Bereicherung. Zwar stehen wir auf bodenständige Küche, das hier ist aber wirklich etwas Besonderes.“ Für Kathleen Waldenburger steht aber fest, dass auch künftig der Schwerpunkt des Landgasthofes auf traditionellen deutschen Gerichten liegt. „Diese sind und bleiben unser Markenzeichen. Aber auch experimentierfreudige Gäste sind herzlich willkommen.“
Möglich wurde die Anstellung vor allem aufgrund der Initiative der Stadtverwaltung Werdau. Diese hat sich Anfang 2015 zum Ziel gesetzt, die Integration von Migranten aktiv mitzugestalten und vor allem geeignete Kandidaten als Fachkräfte in die regionale Wirtschaft zu vermitteln - mit Erfolg.

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Werdau

Ladies Preview am Mittwoch im Filmpalast Astoria: „BAD MOMS 2“

Zwickau.- Am Mittwoch, dem 08.11.2017 um 19.45 Uhr präsentiert der Filmpalast Astoria Zwickau  in der Ladies Preview die Komödie „BAD MOMS 2“. Die Ladies erhalten zur Begrüßung 1 Glas Sekt und genießen zusammen mit Ihren Freundinnen einen gemütlichen Abend im Filmpalast Kino.
Die dauergestressten BAD MOMS Amy, Kiki und Carla (Mila Kunis, Kristen Bell, Kathryn Hahn) pfeifen auf traditionelle Perfektion und wollen sich dieses Jahr dem alljährlichen Weihnachts Vorbereitungswahnsinn samt aller hochgesteckten Erwartungen entziehen, indem sie für ihre Familien eine ganz besondere Bescherung planen, in ihrem eigenen BAD MOMS Style versteht sich. Die Hoffnungen der drei scheinen jedoch schneller als erwartet zu platzen, als sie plötzlich mit ihrem wohl schlimmstem Weihnachtsalptraum konfrontiert werden: ihren eigenen Müttern! Die tauchen nicht nur unverhofft (und ungeladen!) auf, sondern treiben alle mit ihren Schrullen und Macken an den Rand des Wahnsinns. Es kommt zum ultimativen Duell zwischen Müttern und Töchtern. Und trotz ungewissem Ausgang ist eins bereits jetzt sicher: Dieses Weihnachten wird niemand so schnell vergessen...
Sie sind zurück und verrückter denn je: die BAD MOMS in einem bissigen und herrlich unanständigen Clash der Generationen, bei dem garantiert die komödiantischen Funken nur so sprühen werden! Neben den drei Heldinnen des ersten Teils, Mila Kunis, Kristen Bell und Kathryn Hahn, sind nun bei BAD MOMS 2 die grandiosen Susan Sarandon, Christine Baranski und Cheryl Hines als deren verrückte und vor allem übergriffige Mütter mit von der Partie. Mehr als 1,5 Millionen Kinozuschauer im deutschsprachigen Raum sahen 2016 den ersten Teil der wortwitzigen und unkonventionellen Erfolgskomödie von den HANGOVER-Machern Jon Lucas und Scott Moore. Nun verspricht BAD MOMS 2 noch mehr Spaß und die ultimative Comedy-Auszeit im Vorweihnachtsstress - und das nicht nur für geplagte Mütter.

Komödie  – USA/China – 2017 – FSK ab 12 Jahren – Verleih © Tobis 2017
Karten sind ab sofort an den  Kinokassen oder online unter  www.filmpalast-kino.de  erhältlich.

01 November 2017

Ärger im Paradies: Stadtrat fragt kritisch nach und erhält vage Antworten

Zwickau.- Auf dem B93-Tunnel nahe der Zwickauer Mulde verfügt die Stadt über einen „einzigartigen Freizeit- und Erlebnisbereich, der mit Kinderspielplätzen, zahlreichen Ruhebänken und Grillplatz ausgestattet ist. Ein Freizeitparadies für Familien in der Nähe des Stadtzentrums“. So zumindest bewirbt die Stadtspitze auf ihrer Homepage das sogenannte „Muldeparadies“. Die Realität sieht allerdings anders aus. Es gibt seit geraumer Zeit Ärger im Paradies. Schlägereien zwischen denen, „die neu dazu gekommen sind“*, die ihrerseits – meist in alkoholisiertem Zustand – diejenigen, „die schon länger hier leben“* mit Pöbeleien und Bedrohungen aller Art immer wieder aus diesem schönen Paradies vertreiben, sind an der Tagesordnung. Familien mit Kindern fühlen sich hier schon lange nicht mehr wohl, geschweige denn sicher. Der Spielplatz wird nur noch selten genutzt.
Darauf wies jetzt auch Stadtrat Gerald Otto hin und schrieb einen Brief an die Oberbürgermeisterin. Diese drei Fragen brennen ihm dabei besonders auf den Nägeln:
1. Welche Maßnahmen hat die Stadt bisher ergriffen?
2. Was wird die Stadt jetzt tun, um die Aufrechterhaltung von Ordnung und Sicherheit im Muldeparadies künftig sicher zu stellen?
3. Wäre die Installation einer Überwachungsanlage sinnvoll, da sich die Beteiligten sehr schnell entfernen, wenn Ordnungskräfte kommen?
Oberbürgermeisterin Pia Findeiß reagiert darauf mit relativem Unverständnis. Man habe Maßnahmen mit der Polizei, Streetworkern und sozialen Trägern abgestimmt. Demnach würde ein örtliches und zeitliches Alkoholverbot geprüft. Man wolle Kontrollen bezüglich des Jugendschutzes in den naheliegenden Supermärkten durchführen sowie präventive/kommunikative Maßnahmen in den Bereichen Streetwork, Integration und Unterbringung anregen. Außerdem seien Beschwerden und polizeilich relevante Sachverhalte deutlich rückläufig, so die Oberbürgermeisterin weiter. Auf konkrete Gefahren werde durch Ordnungskräfte angemessen reagiert. Beim Thema Videoüberwachung führt sie §33 des Sächsischen Datenschutzgesetzes an, wonach sie nur dann zulässig sei, wenn dies zur polizeilichen Gefahrenabwehr erforderlich wäre und die schutzwürdigen Interessen Betroffener (Täter und Opfer**) dem nicht entgegen stünden. Videoaufnahmen mit der Möglichkeit der Personenindentifizierung seien unzulässig. Ohne Identifizierungsmöglichkeit habe die Videoüberwachung allerdings keinen Sinn, wenn nicht genügend Personal zum sofortigen Eingreifen bereit stünde. Außerdem sei das von ihr gesetzte Ziel, die Anzahl und Intensität der Straftaten im Bereich des Muldeparadieses zu senken, erreicht. Daher erachte man eine Videoüberwachung für nicht erforderlich.
Im Internet wird derweil heftig darüber diskutiert. Eine Facebookgruppe mit dem Namen „Keine Gewalt im Paradies“ hat das Thema aufgegriffen und wirbt hier für weitere Ideen zur Problemlösung:
https://www.facebook.com/groups/keine.gewalt.im.paradies/ 
(*Zitat Bundeskanzlerin Angela Merkel 2016)
(**Anmerkung der Redaktion)
Quelle: Stadtrat Gerald Otto / Oberbürgermeisterin Pia Findeiß
Fotos: Heimat Region Zwickau e.V. / HP Gerald Otto

31 Oktober 2017

Tipp der Woche: ABBA-Show im König Albert Theater Bad Elster

a4u-pressefotoBad Elster.- Am Sonntag, dem 12. November gastiert um 19.00 Uhr Europas erfolgreichste Abba-Show »ABBA - THE BEST« im König Albert Theater. In dieser neuen Konzert-Show voll Power und Hits wird das Publikum zurück in die 70er entführt. Plateauschuhe, Schlaghosen und Glitzerschals sowie das Lebensgefühl dieses Jahrzehnts sind an diesen Abenden angesagt! Wer kennt sie nicht, die schwedischen Popidole der Kultband ABBA. Diese neue begeisternde Liveshow garantiert eine spektakuläre Bühnenperformance, die den Originalhelden in nichts nach steht. Erleben Sie einen Abend mit allen bekannten Songperlen der schwedischen Supergroup: Unsterbliche Welthits wie »S.O.S.«, »Gimme Gimme Gimme«, »Waterloo«, »Super Trouper« oder »Dancing Queen« lassen so die Discokugel im Theaterambiente Bad Elsters unterhaltsam, bunt und farbenfroh durchdrehen. Dabei zünden Pyrotechnik und eine fantastische Lasershow aus Glitzer, Glamour und Popappeal ein Feuerwerk der Unterhaltung. Im Outfit der 70er Jahre wird dem Publikum an diesem Konzertabend ein bezauberndes Showerlebnis garantiert, dass die Herzen zum Tanzen bringt. Oh Mamma Mia - tanzen sie mit!

Quelle und Foto: Chursächsische Verwaltungs GmbH

30 Oktober 2017

Kunstsammlungen Zwickau lassen sakrale Kunst restaurieren

Westsachsen/Zwickau.- Die Kunstsammlungen Zwickau verfügen nicht nur über das weltweit einzigartige Max-Pechstein-Museum, eine bedeutende mineralogisch-geologische Sammlung oder einen reichhaltigen Bestand an Gemälden, Skulpturen und Grafiken, die von der Zeit der „Alten Meister“ bis zur Gegenwartskunst reicht. Ein besonderer Schatz ist die sakrale Kunst. Gut 40 Skulpturen, überwiegend aus der vorreformatorischen Zeit, werden seit Oktober 2011 in einem komplett sanierten und neu gestalteten Raum gezeigt. Dass es nach wie vor „Lücken“ in der Präsentation gibt, hängt mit der aufwendigen und neuartigen Restaurierung einiger Sammlungsstücke zusammen. Die Stadt realisiert dieses Projekt dank dem Know How von Fachleuten und dank der Förderung durch verschiedenste Institutionen. Zu den Unterstützern zählt nicht zuletzt die Nachbargemeinde Zwickaus, Reinsdorf. Sie fördert die Restaurierung des zu Beginn des 16. Jahrhunderts von Peter Breuer geschaffenen Vielauer Altars sowie der Reinsdorfer Altarfiguren von Michael Heuffner, die um 1510 entstanden.
Die Sanierung der Plastikhalle, in der seit rund 90 Jahren die Skulpturen ausgestellt wurden, konnte 2010/2011 mit Mitteln aus dem Konjunkturpaket II realisiert werden. Gleichzeitig wurde die Präsentation nach musealen, kunstgeschichtlichen und museumspädagogischen Aspekten neu konzipiert. Parallel zur Planung dieses Umbaus startete ein umfassendes Projekt zur Konservierung und Restaurierung der Werke. An verschiedenen Stücken hatte nicht nur der „Zahn der Zeit“ genagt. Anfang des 20. Jahrhunderts wurden zahlreiche sakrale Holzskulpturen und Altäre mit einem harzölhaltigen Holzschutzmittel behandelt, um dem Schädlingsbefall durch Holzwürmer Einhalt zu gebieten. Bereits kurze Zeit nach der Behandlung zeigte sich jedoch, dass die  eingedrungene Substanz an die Oberfläche der Holzskulpturen wanderte und sich dort durch die Reaktion mit Sauerstoff zu „Harz-Öl-Tränen“ verfestigte. Durch diesen Prozess kam es häufig zur Aufsprengung der Farbfassung, sodass sich Bereiche dachförmig angehoben haben bzw. Teilchen gänzlich abgesprengt wurden.
Nach jahrzehntelanger Forschung gibt es inzwischen eine berührungsfreie Behandlungsmöglichkeit, die das Holzschutzmittel sehr schonend für die Farbfassung aus dem Holz austreten lässt. Dazu werden die Figuren in einem Kessel aufbewahrt, dem ein spezielles Lösemittel in der Dampfphase bei leichtem Unterdruck unter Stickstoff kontinuierlich zugeführt wird. Dabei wird das in den Skulpturen vorhandene Holzschutzmittel gelöst und fließt von selbst ab. Dies ist ein sehr langwieriger Prozess. Derzeit befinden sich die Figuren sowie der Schrein des wertvollen Flügelaltars von Peter Breuer in zwei Kesseln im Extraktionsprozess.
Der Zustand der Skulpturen wird in regelmäßigen Abständen kontrolliert, zuletzt im August 2017 in der Werkstatt des Diplom-Restaurators Karsten Püschner, der das neuartige Verfahren entwickelt hat. Dabei zeigte sich, dass die Entölung der einzelnen Figuren im kleinen Extraktor erfolgreich beendet werden konnte. Im November 2017 ist die Umlagerung der vier Peter Breuer-Skulpturen (Maria, Petrus, Katharina und Barbara) und der Schleier- und Sockelbretter aus der großen in die kleine Anlage geplant, da dort der Extraktionsprozess schneller vonstattengeht. Der Schrein des Vielauer Altars muss aufgrund seiner Größe in dem großen Kessel verbleiben.
Reinsdorf unterstützt das Projekt bereits seit 2011. Insgesamt spendete die Gemeinde fast 28.000 Euro. „Kunst und damit einen Teil der eigenen Geschichte zu bewahren, sollte uns allen ein wichtiges Anliegen sein“, betont Bürgermeister Steffen Ludwig. „Daher unterstützen wir die Kunstsammlungen gerne und mit Überzeugung, auch wenn der Altar aus unserem Ortsteil Vielau und die Figuren aus Reinsdorf inzwischen dauerhaft in Zwickau gezeigt werden.“ Zwickaus Oberbürgermeisterin Dr. Pia Findeiß ist dankbar für die Hilfe: „Die Unterstützung ist auch Zeichen der unkomplizierten und guten Zusammenarbeit über Gemeindegrenzen hinweg!“ Weitere Förderer sind beispielsweise die Sächsische Landesstelle für Museumswesen an den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden oder der Förderkreis der Kulturstiftung der Länder.
Die Restaurierung der Figuren soll voraussichtlich im Jahr 2020 abgeschlossen sein. Sie komplettieren dann die ohnehin sehenswerte Ausstellung „Im Himmel zu Hause. Christliche Kunst zwischen Gotik und Barock.“ Die dort gezeigten Skulpturen stammen überwiegend aus der Zwickauer Region. Dabei bilden die Altarwerke und Figurengruppen der vorreformatorischen Zwickauer Bildschnitzerwerkstätten von Peter Breuer, Leonhard Herrgott und Michael Heuffner den thematischen Schwerpunkt. Aber auch die sehr qualitätvollen Arbeiten unbekannter Meister können in der Ausstellung (wieder-)entdeckt werden, darunter der figurenreiche Lugauer Flügelaltar, verschiedene Marien- und Heiligendarstellungen oder die im Erzgebirge verbreiteten Bornkinnl-Figuren. Die nachreformatorische Kunst ist durch Engelsdarstellungen, Gedächtnistafeln (Epitaphe) und Einzelfiguren (Prophet und Sibylle) der Schneeberger Bildhauerfamilie Böhme vertreten.
Die vorreformatorischen Werke überdauerten die Reformation, da das Ausmaß der Bilderstürmerei in Zwickau im Vergleich zu anderen Regionen begrenzt blieb. Einige Werke waren in der sogenannten „Götzenkammer“ des Zwickauer Doms St. Marien untergebracht, andere lagerten auf Dachböden. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts nahm sich schließlich der Zwickauer Altertumsverein der Kunstwerke an. Mit der Eröffnung des König-Albert-Museums, den heutigen Kunstsammlungen, wurden sie 1914 öffentlich zugänglich gemacht und ab Mitte der 1920er Jahre zusammen mit Leihgaben von Kirchgemeinden ausgestellt.

Quelle und Fotos: Stadtverwaltung Zwickau

28 Oktober 2017

Einbrüchen vorbeugen: EU-Projekt beim Tag des Einbruchschutzes 2017

Westsachsen/Zwickau.-
Freitag und Samstag stehen in Bezug auf die Präventionsarbeit der Polizeidirektion Zwickau im Zeichen der Vorbeugung von Einbrüchen. Denn der letzte Sonntag im Oktober ist wie in den zurückliegenden Jahren der „Tag des Einbruchschutzes“. Aus diesem Grund ist Dieter Weinzierl von der Polizeilichen Beratungsstelle an beiden Tagen jeweils von 10 Uhr bis 18 Uhr in den Zwickau-Arcaden für alle Bürgerinnen und Bürger Ansprechpartner, die sich rund um das Thema Einbruchschutz beraten lassen wollen oder Fragen haben. Unterstützt wird er durch Vertreter vor Ort ansässiger Firmen, die im Sicherheitsbereich tätig sind und zertifizierte Produkte anbieten. So ist die Fa. dt-service ein kompetenter Ansprechpartner, wenn es um elektronische Einbruchmeldeanlagen geht, die Fa. VSE für Sicherheits- & Schutzfolien für Glas und die Fa. Wutzler für mechanische Sicherheitstechnik. Natürlich gibt es Modelle der angebotenen Sicherheitsprodukte zu sehen und Informationsmaterial zum Mitnehmen.
Im Rahmen des durch die EU geförderten Projektes zur koordinierten Öffentlichkeitsarbeit war am Freitagmittag auch eine Vertreterin der Polizeidirektion Chemnitz in den Zwickau-Arcaden und informierte sich über Inhalt und Form der polizeilichen Präventionsarbeit der Polizeidirektion Zwickau zum Thema Einbruchschutz und nahm interessante Anregungen mit.

Quelle und Foto: PD Zwickau



24 Oktober 2017

KV fordert Regress: Kirchberger Facharzt steht vor dem Aus

Kirchberg.- Ingolf Kusch ist Arzt aus Leidenschaft. Immer zum Wohle seiner Patienten handelnd ist er hoch spezialisiert, engagiert und (noch) motiviert bei der Arbeit. Seine Spezialgebiete sind Chirurgie, Phlebologie und Lymphologie. Doch jetzt geht es ihm und seiner Praxis genau deshalb an die Existenz. Seine Spezialisierung wird ihm zum Verhängnis. Kusch passt mit der Einzigartigkeit seiner Leistungen in keine Schublade. Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) stuft ihn als Chirurg ein, was nur zum Teil zutrifft, und zweifelt seine Abrechnungen an. Sie verlangt von ihm 130.000 Euro Regress aus den Jahren 2011 bis 2013. Und es könnte noch mehr werden, wenn es nach dem Willen der KV geht. Offen stehen außerdem noch Rückforderungen aus den Jahren 2014 bis 2016.
Dr. Kusch hat die KV jetzt verklagt. Er hofft darauf, dass ein Richter die Situation neu bewertet und zu seinen Gunsten entscheidet. Bis es soweit ist bleibt die bange Frage, ob der Facharzt seine Patienten weiter behandeln kann oder seine Praxis schließen muss.