27 Juni 2018

Gemeinsame sächsisch-tschechische Polizeistreife in Bad Elster

Bad Elster/Zwickau/Plauen/Karlovy Vary.- Aus Anlass des 108. Jahrgangs des traditionellen Festes, in dessen Rahmen auch die sich zum 170. Mal jährende Ernennung zum königlich-sächsischen Staatsbad gefeiert wurde, gingen Beamte des Polizeireviers Plauen mit Polizisten aus Tschechien am 24. Juni 2018 gemeinsam auf Streife. Zugleich wurde die Streife durch das Interreg VA-Projekt zu koordinierten Öffentlichkeitsarbeit begleitet.Polizei_Sachsen_Tschechien
Das Brunnenfest zieht jedes Jahr eine vermehrte Anzahl Touristen an, unter denen sich auch Besucher aus dem grenznahen Bereich Tschechiens befinden. Die gemeinsame Streife der Beamten vom Polizeirevier Plauen sowie der Kollegen aus dem Polizeirevier Cheb diente dabei nicht nur als symbolischer Ausdruck der hervorragenden Zusammenarbeit der beiden benachbarten Polizeidirektionen Zwickau und Karlovy Vary.
Die gemeinsamen Streifen fungieren vor allem als Ansprechpartner bei Veranstaltungen, bei denen ein grenzübergreifender Besucherkreis zu erwarten ist und wo die Kommunikation mit der Polizei unter Umständen auf Sprachbarrieren stoßen würde. Zugleich können sie auch jene Personen in die Schranken weisen, die sich bewusst auf die Sprachbarriere berufen, um mit dieser Ausrede polizeiliche Maßnahmen zu erschweren.
Die sächsisch-tschechischen Streifen sind ein bestens geeignetes Mittel, um die Anliegen der Bürger unmittelbar vor Ort anzugehen oder aber bei Bedarf entsprechende Maßnahmen einzuleiten, wenn Verdacht auf Straftaten mit grenzübergreifender Dynamik aufkommt.
Die Wichtigkeit und den immensen Stellenwert der gemeinsamen Streifen unterstrich auch der Besuch des Leiters der Polizeidirektion Zwickau, Herr Polizeipräsident Conny Stiehl. Dieser begrüßte die tschechischen und Chemnitzer Gäste sowie seine sächsischen Mitarbeiter und begleitete die Streife. Zugleich erkundigte er sich in Gesprächen mit den Streifenbeamten beider Länder über die Situation an ihrem jeweiligen Dienstort. Im Rahmen dieser Gespräche wurde ausdrücklich die Wichtigkeit gemeinsamer Streifentätigkeit und polizeilicher Kooperation hervorgehoben.
Projektpartner im Rahmen des Interreg VA-Projekts „koordinierte Öffentlichkeitsarbeit“ von der Bezirkspolizeidirektion Ústí nad Labem und der Polizeidirektion Chemnitz haben die Maßnahme ebenfalls begleitet. Mit den anwesenden Pressevertretern wurde zudem in entsprechendem Umfang die grenzübergreifende Kooperation der Polizeidirektion Zwickau und ihrer Projektpartner erläutert und zugleich wurden detaillierte Angaben zu konkreten Maßnahmen innerhalb dieser Kooperation vermittelt.
Sowohl die polizeiliche Kooperation von Sachsen und Tschechien im Außendienst als auch der informelle Austausch unter den Polizeikollegen der Nachbarländer bilden eine wichtige Komponente zur Verstärkung der gemeinsamen Kooperationsbeziehungen und somit auch unmittelbar für die Gewährleistung der Sicherheit im sächsisch-tschechischen Grenzraum.
Die gemeinsamen Streifen von Beamten der Polizeidirektion Zwickau und der Bezirkspolizeidirektion Karlovy Vary werden auch weiterhin einen äußerst wichtigen Pfeiler der gemeinsamen Zusammenarbeit bilden.

Quelle und Foto: PD Zwickau

25 Juni 2018

Bald ist wieder Spielstadt-Zeit: Mini Zwickau beginnt am 9. Juli

Gärtnerei PusteblumeZwickau.- In zwei Wochen ist es soweit! Dann verwandelt sich die Pestalozzischule wieder in „Mini Zwickau – Eine Spielstadt“. In diesem Jahr startet der großen Ferienspaß in der zweiten Sommerferienwoche. Der Grund für die Verschiebung sind die „Tage der Jugend“ Ende Juni, Anfang Juli 2018. An diesen beteiligen sich u. a. auch viele Kinder- und Jugendeinrichtungen kommunaler und freier Träger und können somit nicht für die Spielstadt zur Verfügung stehen.
Ab Montag, 9. Juli 2018, sind dann aber alle wieder mit am Start, wenn Punkt 9 Uhr der symbolische Spielstadt-Schlüssel seinen Besitzer wechselt. Und dann kann das aufregende Spiel beginnen, in dem Kinder spielerisch an das politische, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Leben herangeführt werden - von Erwachsenen geschaffen, von Kindern genutzt, betrieben und verwaltet – bezaubernd einfach und anspruchsvoll zugleich.
Bewährtes und Neues
Auf die Mädchen und Jungen im Alter von 7 bis 14 Jahren warten rund 30 verschiedene Betriebe, in denen sie sich nach Herzenslust ausprobieren können. Neben alten Bekannten, wie z. B. Einwohnermeldeamt, Sparkasse, Fundbüro, Gasthaus Hexenkessel, Werbestudio, Standesamt, Gärtnerei, Bäckerei „Knusper“, Radio und TV Mini Zwickau, werden aufmerksame Kids schnell auch einige neue Angebote erspähen. Erstmals mit dabei ist die Westsächsische Hochschule Zwickau mit Schmuckwerkstatt SpielstadtMini-Studiengängen und die Opferhilfe Zwickau, die Kids zu kleinen „Streitschlichtern“ ausbilden möchte. In der ersten Spielstadtwoche wird es außerdem eine „Heldenwerkstatt“ geben, in der Kinder Achtsamkeit und Zivilcourage vermittelt und zum Ausführen heldenhafter Taten animiert werden. Von Dienstag, 10. bis Freitag, 13. Juli ist außerdem das Kölner Integrationsangebot “Kolping Road Show”-Mobil zu Gast, ein (niederschwelliges) Angebot zur Sensibilisierung für die Belange von Geflüchteten (www.kolping.de).
Und auch ein paar neue Betriebe wird es geben, unter anderem den „Sternenhimmel“ und „Schnibbeldischnapp“, beides fantasiefördernde Kreativangebote.
Historisches im Jubiläumsjahr
Wer in den Betrieben arbeitet, verdient natürlich auch eigenes Geld – die Zwicker, wie die Spielstadtwährung heißt. Die Geldscheine sind anlässlich des Stadtjubiläums „900 Jahre Zwickau“ mit historischen Aufnahmen versehen. Die Bilder stellte freundlicherweise das Zwickauer Stadtarchiv zur Verfügung. Zu sehen sind das alte Astoria Kino, Schloss Osterstein, die Freilichtbühne, der Röhrensteg und das alte Pionierhaus am Schwanenteich.
Die echte Stadt Zwickau macht es vor: Sie zeigt seit Februar in der Sonderausstellung in den Priesterhäusern im großem Stil die Geschichte der Stadt – „Mini Zwickau“ macht es nach und widmet ihrer vergleichsweise jungen Geschichte eine Spielstadteröffnung 2017historische Ecke mit allerlei Fotos, verschiedenen Produkten und Spielstadt-Presseausgaben, die aus 12 Jahren Spielstadt erzählen und zum Stöbern, Staunen und Schmunzeln einlädt.
Neue Ideen gibt es auch für die Nachmittagsgestaltung. Nach der täglichen Bürgerversammlung wird sich der Innenhof der Schule in einen Marktplatz mit Bühne verwandeln. Die Kids können dann Erlerntes, Unterhaltsames, Künstlerisches und selbst Hergestelltes darbieten und verkaufen. Genau die richtige Unterhaltung für Erwachsene und jüngeren Geschwisterkinder, die (erst) ab 14 Uhr zum „mal umschauen“ in die Spielstadt kommen dürfen. In der Zeit davor ist der Zutritt für sie nämlich tabu!
Als Tagesgäste bzw. -aktionen werden
· am Freitag, 13. Juli die Verkehrswacht,
· am Dienstag, 17. Juli, das Western Camp mit Westernfest und
· am Mittwoch, 18. Juli, das August Horch Museum
erwartet. Ein großes Abschlussfest mit Schlüsselrückgabe ist für Freitag, 20. Juli vorgesehen.
Geöffnet ist die Spielstadt von Montag, 9. Juli bis Freitag 20. Juli 2018, täglich von 9 bis 16 Uhr (außer Samstag und Sonntag). Kurzentschlossene können sich täglich direkt in der Spielstadt anmelden. Die Teilnehmergebühr beträgt pro Kind 2 Euro/Tag, Inhaber des Zwickau-Passes zahlen pro Kind 1 Euro/Tag. Das Mittagessen ist für alle Kinder wieder kostenlos.
Mini Zwickau ist ein Ferienprojekt des Verbundes freier und kommunaler Träger der Kinder- und Jugendarbeit in Zwickau. Dahinter steht die Idee, Kinder spielerisch an das politische, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Leben heranzuführen. Rund 300 Kinder nutzten allein im vergangenen Jahr dieses besondere Angebot.

Quelle und Fotos: Stadtverwaltung Zwickau

Priesterhäuser: Ab morgen 545 Jahre altes Pergament zu sehen

Priesterhaeuser_Rotsiegelprivileg_Quelle_StadtarchivZwickauZwickau.- In der Sonderausstellung „Geschichte und Geschichten. 900 Jahre Zwickau“, die noch bis 21. Oktober zu sehen ist, begeben sich die Besucher auf eine spannende und unterhaltsame Zeitreise durch nahezu ein Jahrtausend Zwickauer Stadtgeschichte. Sie erfahren Wissenswertes und Erstaunliches über die Stadtgründung, das Mittelalter, die Wirtschaft und das Handwerk, die Kultur, über vergangene Kriegszeiten, die Reformation, den Bergbau und die Stadtstruktur. Die aus dem Mittelalter stammenden Priesterhäuser sind indes als eines der ältesten erhaltenen Wohnhausensembles Deutschlands nicht nur ein architektonisches und denkmalpflegerisches Highlight. Sie sind mit ihrer Dauerausstellung ohnehin Anlaufpunkt Nr. 1 für alle, die sich mit der Geschichte Zwickaus beschäftigen wollen.
Aus konservatorischen Gründen werden im Wechsel zeitlich und inhaltlich passende Objekte in einer Schatzkammer im Sonderausstellungsbereich im Museumsneubau präsentiert. Ab Dienstag, dem 26. Juni, wird eine für die Stadtgeschichte bedeutende Leihgabe des Stadtarchivs zu sehen sein: ein aus dem Jahr 1473 stammendes Pergament mit Wachssiegel in Holzkapsel. Kaiser Friedrich III. gewährte der Stadt Zwickau damals das „Rotsiegelprivileg“.
Urkunden zählen zu den ältesten schriftlichen Quellen. Zur Beglaubigung ihrer Rechtswirksamkeit und zur Vorbeugung von Missbrauch wurden sie mit einem Siegel versehen, wobei sich Urkunde und Siegel stets gegenseitig bedingten. Das bevorzugte Siegelmaterial war Bienenwachs, dem zur Stabilisierung verschiedene andere Stoffe beigemischt wurden. Die gängigsten Siegelfarben waren braun, grün, gelb bis hin zu schwarz. Rot galt als vornehmste Farbe und blieb somit dem Kaiser sowie staatswichtigen Würdenträgern, wie z. B. Kardinälen, vorbehalten. Sie besaßen jedoch das Recht, dieses Privileg an für sie bedeutsame Körperschaften, darunter auch große Städte wir Ulm und Konstanz, zu verleihen. Für Zwickau geschah dies am 4. März 1473. Von nun an durfte der Rat alle wichtigen Urkunden und Briefe mit rotem Wachs siegeln (beglaubigen), wodurch der besondere Wert der Stadt für den Kaiser auch nach außen hin zum Ausdruck kam.
Zwickau gehörte zu dieser Zeit zu den politisch und wirtschaftlich bedeutendsten Städten des Kurfürstentums Sachsen und hatte Ausstrahlung über die Landesgrenzen hinaus. Durch das Fündigwerden von reichen Silbervorkommen am Schneeberg kam ein unermesslicher Reichtum in die Stadt, das Handwerk entwickelte und spezialisierte sich und der Handel florierte. Kurfürst Friedrich der Weise bezeichnete sein Zwickau zu dieser Zeit mit Recht als „die Perle im Kurfürstentum Sachsen“.
Kurios an der ausgestellten Urkunde ist, dass sie zwar mit dem großen kaiserlichen Thronsiegel beglaubigt wurde, die Verwendung des braunen, nicht rot eingefärbten Wachses aus der Kanzlei des Kaisers aber im Widerspruch zu ihr steht.

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

21 Juni 2018

STEINREICH: 150 Jahre mineralogisch-geologische Sammlungen

STEINREICH_PlakatZwickau.- Im Jahr des 900-jährigen Jubiläums von Zwickau erinnern die KUNSTSAMMLUNGEN ZWICKAU an eine „steinreiche“ Stiftung vor 150 Jahren: Am 12. Dezember 1868 wurde der Stadt die Sammlung des königlichen Bergfaktors Ernst Julius Richter (1808-1868) von dessen Erben schenkungsweise überlassen. Richter hatte in über 30 Jahren eine wissenschaftlich wertvolle, umfangreiche und besonders schöne Sammlung zusammengetragen. Im mineralogischen Teil erreicht sie einen außergewöhnlichen Grad von Vollständigkeit, da Richter bemüht war, auch die seltensten Mineralien zu erwerben. In der geologischen Abteilung beschränkte er sich fast ausschließlich auf Versteinerungen aus der Steinkohlenformation von Zwickau. Schon zu Richters Lebzeiten zählte diese zu einer der schönsten Privatsammlungen sächsischer Kohlenversteinerungen.
Mit der Schenkung war der Wunsch verbunden, „den Grundstein zu einem Zwickauer städtischen Museum“ zu legen. Bis zu dessen Errichtung sollten allerdings noch 46 Jahre vergehen! Seit der Eröffnung des König-Albert-Museums im April 1914 bildet Richters Mineraliensammlung den Grundstock der mineralogisch-geologischen Abteilung in den KUNSTSAMMLUNGEN ZWICKAU Max-Pechstein-Museum.
Die Ausstellung STEINREICH, die vom 6. Juli bis 19. August zu sehen ist, zeichnet anschaulich die 150-jährige Sammlungsgeschichte nach. Präsentiert werden schöne Minerale, seltene Gesteine und regionale Fossilien sowie Grafiken und Dokumente zur Sammlung. Darüber hinaus soll kleinen wie großen Sammlern und Forschern die Möglichkeit geboten werden, die Vielfalt der Steine selbstständig oder in einer Führung zu erkunden.
Zur Ausstellung
Die Sonderausstellung ist dem Gedenken an die Schenkung der Ernst Julius Richter-Stiftung an die Stadt Zwickau gewidmet. Erstens soll das Leben von Ernst Julius Richter gewürdigt, zweitens die Geschichte der Sammlung anhand von Dokumenten (Schenkungsurkunde, Inventarbücher, Veröffentlichungen zur Sammlung) und Objekten aus der Sammlung dargestellt, drittens die Bergwerke aus denen Richter Stücke erhielt vorgestellt und viertens die verschiedenen Sammlungsteile und ihre auch wissenschaftliche Bedeutung präsentiert werden.

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

12 Juni 2018

Medizinische Hotline: Ratschläge für den Auslandsurlaub

Zwickau.- Wie entgehe ich Montezumas Rache? Welchen Impfschutz brauche ich in Thailand? Kann ich als Diabetiker nach Mallorca fliegen? Für alle, die ihren diesjährigen Urlaub im Ausland planen, werden Fragen wie diese mit der näher rückenden Urlaubssaison akut. Rechtzeitig vor der sommerlichen Reisewelle schaltet die BARMER Zwickau deshalb vom 18. bis 29. Juni eine reisemedizinische Hotline. „Gesundheitliche Risiken sind von Land zu Land sehr verschieden, genauso wie das Reiseverhalten der Urlauber oder ihre körperliche Konstitution. Die Ärzte unserer Hotline bieten dafür reisemedizinische Hinweise“, so Ingeborg Geyer Regionalgeschäftsführerin der BARMER in Zwickau.
Hotline steht allen Interessierten offen
An der Hotline informieren Ärzte des BARMER-Teledoktors zum Beispiel über konkrete gesundheitliche Risiken einzelner Reiseländer und erläutern chronisch Kranken, wie sie bei Ferneisen kein unnötiges gesundheitliches Risiko eingehen. Zusätzlich geben sie Tipps, wie man den Versicherungsschutz der gesetzlichen Krankenkassen durch private Zusatzversicherungen ergänzen kann und sich damit zum Beispiel für den Fall eines aus medizinischen Gründen notwendigen Rücktransports nach Deutschland absichert. Erreichbar ist die Hotline des BARMER-Teledoktors in den nächsten zwei Wochen von 9 bis 21 Uhr unter der Rufnummer 0800/8484111. Die Hotline ist kostenlos und steht allen Interessierten offen.

Quelle BARMER

11 Juni 2018

Knapp 10.000 Besucher beim Zwickauer Schumann-Fest

080618_SchumannGeburtstagamRobertSchumannDenkmal_HelgeGerischerZwickau.- Mit „Standing Ovations“ feierten die Besucher gestern Abend das Ensemble Raro. Dieses gestaltete im Schloss Planitz den krönenden Abschluss des diesjährigen Schumann-Festes, das anlässlich „900 Jahre Zwickau“ unter dem Motto „Geliebte Heimat“ gefeiert wurde. Zu den verschiedenen Konzerten, Lesungen, Stadtführungen und Open Air-Veranstaltungen, die seit 31. Mai stattfanden, konnten etwa 10.000 Besucher begrüßt werden. Im kommenden Jahr steht Clara Schumann, geb. Wieck, im Mittelpunkt der traditionsreichen Veranstaltung.
Das zum 900-jährigen Stadtjubiläum gewählte Thema belegte auf vielfältige Weise die engen, lebenslangen Beziehungen Robert Schumanns zu seiner Geburtsstadt. Dabei wurde das Festival jedoch ganz bewusst auf betont internationale Weise gefeiert – Zwickau zeigte sich als weltoffene Stadt. Zum Eröffnungskonzert waren aus Bukarest der Dirigent Christian Mandeal und aus London der Pianist Andreas Boyde angereist – dieser war zuletzt als Achtjähriger im Mai 1976 in Zwickau aufgetreten, als Preisträger des Kleinen Schumann-Wettbewerbs. Zu einem Klavierabend mit frühen Klavierwerken kam aus Paris die rumänische Pianistin Dana Ciocarlie. Sie war erstmals seit ihrem Erfolg beim Internationalen Robert-Schumann-Wettbewerb 1996 wieder in Zwickau und verblüffte das Publikum mit ihrem hochvirtuosen Vortrag von Frühwerken Robert Schumanns. Und in einem fulminanten Klavierduo-Abend konzertierte der italienische Pianist Davide Osellame im Duo mit der aus Freiburg i. Br. gebürtigen Pianistin Heike-Angela Moser – einer direkten Nachfahrin Robert und Clara Schumanns. Beim nahezu ausverkauften Abschlusskonzert auf Schloss Planitz musizierten die aus Leningrad gebürtige Geigerin Alina Pogostkina, der rumänische Bratscher Ravzan Popovici, der in Belgien beheimatete Cellist Justus Grimm und die in London wirkende lettische Pianistin Diana Ketler.
080618_RomantischesLichterfest2_HelgeGerischerAus Anlass von „900 Jahre Zwickau“ fand im Rahmen des Schumann-Fests erstmals auch der Internationale Robert-Schumann-Chorwettbewerb Zwickau statt. Die 17 Teilnehmerchöre, die mit beeindruckenden Leistungen aufwarteten, kamen aus elf verschiedenen Nationen, darunter Indonesien, China, USA, Ukraine, Russland, Türkei, Dänemark, Estland und Österreich. Mit dem Robert-Schumann-Chorpreis 2018 wurde nach dem Finale am 9. Juni der Ising Silicon Valley Girls Choir aus den USA ausgezeichnet. Für eine herausragende Interpretation von Schumanns Chorlied „Tamburinschlägerin“ erhielt der türkische Frauenchor Sirene einen Sonderpreis.
Ein Höhepunkt des Schumann-Festes 2018 war das Romantische Lichterfest im Schwanenteichpark, zu dem wiederum Tausende von Besuchern strömten. Als Uraufführung hatte die russische Pianistin Lora Kostina mit ihrem Jazz-Trio Robert Schumanns Liederzyklus Frauenliebe und Leben speziell zum Zwickauer Schumann-Fest einer Jazz-Bearbeitung unterzogen und zeigte auf diese Weise die Aktualität der Schumannschen Musik. Das Programm wurde bereichert durch Boot- und Floßfahrten, Theater, Akrobatik und Feuer-Show. Als es dunkel wurde, leuchteten Hunderte von Schwimmkerzen auf dem Wasser. Auch das Rahmen-Programm mit Ausstellung, Führungen, Festgottesdienst, musikalischer Lesung und Schülerkonzert des Robert-Schumann-Konservatoriums fand regen Zuspruch.
Das nächste Schumann-Fest findet voraussichtlich vom 6. bis 16. Juni 2019 statt. Aus Anlass des 200. Geburtstags von Clara Schumann lautet das Motto „CLARA 200“. Mehr Informationen dazu unter www.clara-wieck.de

Quelle und Fotos: Stadtverwaltung Zwickau

10 Juni 2018

Mit aller Macht: Jobcenter will Hartz 4 Empfänger weiter einschüchtern

Jobcenter_ZwickauViele Hartz 4-Empfänger lassen sich Fehler und miese Behandlung nicht mehr gefallen und wehren sich. Einige Jobcenter haben sich etwas dagegen einfallen lassen. Im „freundlichen Gespräch“ empfehlen die Sachbearbeiter den Widerspruch zurückzunehmen. Doch das sollte man nicht tun, denn davon profitiert einzig und allein das Jobcenter.
Ein Widerspruch ist für das Jobcenter lästig: Er bedeutet viel Arbeit, denn jedes Jobcenter hat mittlerweile eine eigene Widerspruchsabteilung. Hier wird jeder Widerspruch geprüft und der Betroffene erhält eine ausführliche Erklärung, wieso sein Widerspruch korrekt war oder wieso er abgelehnt wird. Das kostet viele Arbeitsstunden. Außerdem ist jeder Widerspruch schlecht für die Statistik, weil er davon zeugt, dass die Mitarbeiter im Jobcenter schlechte Arbeit abgeliefert haben. Ein Widerspruch ist für das Jobcenter also wie eine Reklamation von unzufriedenen Kunden.
Mehr Widersprüche = bessere Qualität für Hartz 4-Empfänger?
Wie reagieren die Jobcenter nun auf steigende Widerspruchszahlen? Anstatt in einer Qualitätsoffensive dafür zu sorgen, dass weniger Fehler passieren, versucht man die Statistik auf Kosten der Betroffenen zu verbessern. Immer wieder wurden zuletzt Fälle bekannt, in denen die Sachbearbeiter versucht haben, die Hartz 4-Empfänger zur Rücknahme des Widerspruchs zu zwingen. Denn ein zurückgezogener Widerspruch taucht nicht in den Zahlen auf und das Jobcenter steht damit gut da.
Es wird Druck auf Betroffene ausgeübt
FlopcenterIn den harmlosesten Fällen erklärt dann der Sachbearbeiter gegenüber dem Leistungsbezieher, dass er die Fehler im Bescheid schon selbst erkannt hat und alles behoben wird, wenn derjenige den Widerspruch zurücknimmt. Manchmal heißt es auch, dass ein Widerspruch sowieso chancenlos ist und man es besser gleich sein lässt. Es gibt aber noch krassere Fälle. Einem betroffenen Hartz 4-Empfänger saßen plötzlich vier Mitarbeiter des Jobcenters gegenüber, die massiv auf ihn einredeten. Oft wird auch Druck mit Sanktionen gemacht. Dann heißt es, dass einem Sanktionen blühen, wenn man nicht sofort einlenkt und den Widerspruch ruhen lässt.
Darf das Jobcenter Hartz 4-Empfänger so einschüchtern?
Die Logik ist klar: Man setzt die Leute unter Druck. Die Jobcenter-Mitarbeiter sitzen scheinbar am längeren Hebel und reden von ihren Rechten und Gesetzen. Doch das ist Unsinn, denn das Recht steht klar auf der Seite der Betroffenen. Jeder hat das Recht, Widerspruch gegen einen Jobcenter-Bescheid einzulegen. Und das Jobcenter hat die Pflicht, jeden Widerspruch zu prüfen. Wenn so gedroht wird, wie in den Beispielen, sollte man eine Dienstaufsichtsbeschwerde einlegen.
Eine Rücknahme des Widerspruchs hat Nachteile für Hartz 4-Empfänger
Nimmt ein Betroffener seinen Widerspruch tatsächlich zurück, gibt es nur einen Gewinner: das Jobcenter. Denn ist er einmal zurückgenommen, ist meist bereits die Widerspruchsfrist abgelaufen. Dann kann man nur noch mit einem Überprüfungsantrag gegen diesen Bescheid vorgehen. Man sollte sich also nicht auf die Worte des Mitarbeiters verlassen, wenn er verspricht, dass Fehler auch ohne Widerspruch korrigiert werden. Im Zweifel steht man mit weniger Geld da. Ohne Widerspruch wird man auch vor Gericht wenig erreichen.
Fazit: Nicht einschüchtern lassen. Wenn man sich bedroht fühlt, sollte man immer einen Beistand mit zum Jobcenter-Termin nehmen. Ein Widerspruch kann nicht zu Sanktionen oder anderer Schikane führen, sondern es ist Ihr gutes Recht, gegen jeden Bescheid vorzugehen. Hilfe gibt es auch bei auf Hartz 4 spezialisierten Rechtsanwaltskanzleien, zum Beispiel hier: rightmart Rechtsanwaltsgesellschaft mbH

Quelle und Grafik: rightmart Rechtsanwaltsgesellschaft mbH
Foto: Agentur für Arbeit

07 Juni 2018

Countdown zur 14. Kunst- und Kulturmeile in Zwickau

Kulturmeile_Zwickau_2018Zwickau.- Noch reichlich eine Woche, dann ist es soweit: Die 14. Kunst- und Kulturmeile startet am 16. Juni ab 10 Uhr in der Zwickauer Hauptstraße. Diesmal unter dem Motto „Mittelalter trifft auf Neuzeit“. Die Cheforganisatorin Petra Küster vom Verein „Kontraste e.V.“ verspricht eine spannende Zeitreise durch Zwickau: „Die Schaufenster werden mit historischen Ansichten geschmückt“, verspricht Küster. „Zusätzlich erzählt eine Fotoschau die Geschichte der Hauptstraße zwischen 1968 und 1970. Fast jedes Haus ist so dokumentiert.“ Im ehemaligen Geschäft von Uta Röder wird mit einem Dokumentarfilm an das Hochwasser 1954 erinnert.
Zwischen Hauptmarkt und Schumannplatz treffen sich Persönlichkeiten aus der Geschichte, die irgendwann einmal in Zwickau zu Gast waren. Erwartet werden unter anderem Napoleon mit Gemahlin Marie Louise, Friedrich der Große, August der Starke und Karl May. Am Stand des gemeinnützigen Vereins „Ich sehe die Sonne e.V.“ will die Zwickauer Autorin Christine Adler alias Clara Schumann vorbei schauen, um einige ihrer Hörbücher „Clara in Nöten“ zu signieren. Eine ganz besondere Verrücktheit findet im Schaufenster der neu eröffneten Crêperie im Haus Nummer 29 statt. Die beiden Theatermacher Annegret Thalwitzer und Tilo Nöbel halten eine ganz besondere Pantomime für das Publikum bereit. Insider sprechen von einer „erotischen Überraschung“. Man darf also gespannt sein.

Foto von links: Annegret Thalwitzer, Petra Küster, Tilo Nöbel, Bernhard Schareck. (Robin Schuchardt)

06 Juni 2018

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