31 August 2023

Einmal im Monat im Neuberinhaus: Clubkino zurück in Reichenbach

Westsachsen/Reichenbach.-
Ab dem 6. September, 19 Uhr wird es wieder Kinoabende in Reichenbach geben. „Nach vielen Gesprächen mit Jung und Alt kommt das Thema Kino immer wieder auf, wir wollen das jetzt einfach mal versuchen und schauen, wie es angenommen wird.“, so Severin Zähringer, Leiter des Neuberinhauses. Die erste Kinovorführung wird dabei im Großen Saal stattfinden, alle weiteren ab Oktober dann im Kulturkeller des Hauses.
Mit „Kinomann – von einem der einfach weitermacht“, kommt ein Film des regionalen Filmemachers Matthias Ditscherlein ins Neuberinhaus. Der Film handelt vom 75-jährigen Helmut Göldner aus Sieglitz in Sachsen-Anhalt. Mit 15 hat er das erste Mal Kino „gemacht“ seither hat ihn das Thema nicht mehr losgelassen. Der Film begleitet den Dienstältesten mobilen Filmvorführer Deutschlands in seinem 60. Jubiläumsjahr. Er erzählt von Liebe und Leidenschaft, zu dem was man tut und dem, was das mit einer Familie macht. Und eben von Helmut Göldner dem Superman, dessen Kräfte seiner Meinung nach nie enden und auch nicht enden dürfen, denn nach ihm, da kommt keiner mehr.
Anlässlich 125 Jahre Kaiserhof soll dabei der Film auf historischem Gerät gezeigt werden. „Wir saßen zusammen und Freunde meinten, na lass uns das doch probieren. Die alte Maschine des Hauses ist noch da und wir machen die wieder fit.“, freut sich Zähringer. So soll die originale Vorführmaschine des Hauses genutzt werden und im Großen Saal der Film gezeigt werden. Im Anschluss an den Film wird es noch ein Gespräch mit Regisseur Matthias Ditscherlein geben.
Die Clubkino-Reihe wird es einmal monatlich immer mittwochs geben. Der zweite Kinoabend wird am 11. Oktober stattfinden. Dort wird das deutsche Filmdrama „Was nützt die Liebe in Gedanken“. Für die nachfolgenden Termine gibt es noch keine Filmauswahl, denn die Besucher am kommenden Mittwoch können mitbestimmen, welche Filme gezeigt werden. Auch wird es im Anschluss immer ein kurzes Nachgespräch geben. Tickets für das Clubkino gibt es in der Kultur-Information auf dem Markt Reichenbach im Vogtland dienstags bis donnerstags und freitags im Neuberinhaus.
Quelle und Foto: Neuberinhaus Reichenbach

30 August 2023

Vorlesepaten: Ab dem 7. September wieder zu erleben

Westsachsen/Zwickau.- Auch die Vorlesepaten sind nun endlich aus der Sommerpause zurück. An jedem ersten und dritten Donnerstag im Monat jeweils um 16 Uhr gibt es für die Kleinsten wieder spannende, lustige, abenteuerliche oder nachdenkliche Geschichten zum Zuhören, Staunen, Lachen und Mitmachen. Die ehrenamtlichen Vorlesepaten der Stadtbibliothek Zwickau starten am 7. September 2023 wie gewohnt in der Leseecke in den Räumen der Kinderbibliothek im Erdgeschoss des Kornhauses (Foto). Der Eintritt ist frei.
Das Programm im Überblick
7. September 2023, 16 Uhr
Monika Aschenborn liest mit dem Kamishibai-Theater: Der Wolf und die sieben Geislein von den Gebrüdern Grimm Mutter Ziege muss ihre sieben Kinder hin und wieder Mal allein lassen. Dann ermahnt sie die jungen Geißlein jedes Mal, niemanden ins Haus zu lassen – aus Angst vor dem bösen Wolf... Mit dem Kamishibai-Theater könnt ihr das Märchen noch einmal ganz anders kennenlernen.
5. Oktober 2023, 16 Uhr
Regina Seerig liest: Wenn du dich verlaufen hast oder Wie man mit dem Wiederfindebären wieder zurückfindet von Julia Volmert und Susanne Szesny Jonas geht mit seiner Mutter auf dem Markt einkaufen, findet jedoch das Warten an den Ständen furchtbar langweilig und folgt einem Jungen, mit dem er gern spielen möchte. Aber dann entdeckt er weder die Marktstände noch seine Mutter mehr: Er hat sich verlaufen! Wie gut, dass ihm eine Kindergartengruppe hilft!
19. Oktober 2023, 16 Uhr
Petra Prager liest: Der Schatz auf der Holunderinsel von Walko und dem Bilderbuchkino Am Ende jedes Regenbogens liegt ein Goldschatz vergraben. Man muss nur dieses Ende finden und nach dem Schatz suchen! Als Hase und Holunderbär nach einem Sommerregen einen Regenbogen entdecken, machen sie sich mit ihrem Boot auf den Weg und finden am Ende ihrer Suche einen ganz und gar unerwarteten Schatz.
2. November 2023, 16 Uhr
Petra Jost liest: So sind Familien von Judith Allert und Marie Braner Geschichten von so viel verschiedenen Familien: Solchen mit Mama, Papa und Kindern, Patchworkfamilien oder solche mit zwei Müttern oder Vätern, alleinerziehende Elternteile ... Familien, die gerne Urlaub machen oder sich keinen leisten können, in denen alle eine oder sogar mehrere Sprachen sprechen… Und manchmal ist auch ein Haustier ein Familienmitglied.
16. November 2023, 16 Uhr
Gabriele Helbig liest: Knut hat Wut von Edith Schreiber-Wicke und Carola Holland Plötzlich will Knuts Feuerwehrauto nicht mehr fahren. Knut schreit, tobt, wirft mit Spielsachen nach seinem allerbesten Freund, dem Kater Grizzly. Als die Wut weg ist, ist auch Grizzly verschwunden. Was nun? Und was tun, wenn die Wut wiederkommt? Kann man sich auch entwüten?
7. Dezember 2023, 16 Uhr
Birgitt Müller liest: Zwei Schnäuzchen und vier Weihnachtswünsche von Karen Christin Angermayer und Anette Swoboda Die kleine Weihnachtsfee will auch der Katze Soja und dem Hund Benno drei Wünsche erfüllen, aber da ist was schiefgelaufen: Der faule Benno soll Schlittschuhlaufen und die Vegetarierin Soja bekommt eine Würstchenkette!*
21. Dezember 2023, 16 Uhr
Susanne Siebert liest: Wer hat Weihnachten geklaut? von Fabiola Nonn und Amélie Jackowski Wo sind denn die Plätzchen hin, die das Eichhörnchen gebacken hat? Der Igel vermisst seine schöne Lichterkette und der Hase findet seine Christbaumkugeln nicht mehr. Schnell ist klar: Mit diesem Weihnachten stimmt was nicht! Die Spur führt in den verschneiten Wald, wo auf alle Tiere eine Überraschung wartet.
4. Januar 2024, 16 Uhr
Susanne Hartzsch-Trauer liest: Mama Muh fährt Schlitten von Jujja und Tomas Wieslander Mama Muh kann schaukeln. Das weiß inzwischen doch jedes Kind. Aber ob Mama Muh auch Schlitten fahren kann? Schließlich ist sie eine Kuh und Kühe stehen im Winter gewöhnlich im Stall. Doch ein bisschen Spaß muss sein, und außerdem: Was soll schon schiefgehen? Wenn da nicht die blöden Slalomstöcke im Weg gestanden hätten, wäre vermutlich tatsächlich nichts schief gegangen...
18. Januar 2023, 16 Uhr
Monika Hähnel liest: Geschichten vom Schusch nach Büchern von Sabine Büchner und Charlotte Habersack Zuerst haben die Leute was dagegen, dass der schaurige Schusch zu ihnen auf den Berg ziehen will, aber dann will einer sogar zu seiner Einweihungsfeier gehen. Später aber ist es der Bär, der sich vor Schusch und den anderen verbarrikadiert. Ist es nicht besser, freundlich miteinander umzugehen?
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

29 August 2023

Natursteinbogenbrücke: Instandsetzung über den Planitzbach startet

Westsachsen/Zwickau.-
Früher diente sie dem Transport von Erzen aus den Eisensteinlagerstätten bei Stenn zur Königin-Marien-Hütte in Cainsdorf, später etablierte sich auch der Fußgängerverkehr. Heute fristet sie ein eher trauriges Dasein – die einbogige Natursteingewölbebrücke über den Planitzbach. Bereits 1985 musste die Brücke für den Fahrverkehr gesperrt werden, 1996 dann auch für Fußgänger. Es bestand Einsturzgefahr. Die in die Jahre gekommene Natursteinbrücke wies Schäden am Gewölbe, Fehlstellen an den Stirnflächen, Unterspülungen und Mauerwerksausbrüche an Widerlagern und Flügelmauern auf. Die Brücke liegt im Zuge der Eisensteinstraße, heute Kreuzbergweg, und ist ein geschütztes Kulturdenkmal von hohem öffentlichen Interesse.
Ursprünglich sollte deren Wiedernutzbarmachung für Fußgänger im Jahr 2021 in Angriff genommen werden. Jedoch zeigte sich, dass die zur Verfügung stehenden Mittel aus dem Bürgerhaushalt für den Erhalt der als Dokument für eine zeittypische und bewährte baukonstruktive Lösung geltende Natursteinbogenbrücke nicht genügten.
Als eines der letzten Zeugnisse der regionalen Bergbau- und Hüttengeschichte hat das Bauwerk jedoch einen herausragenden Denkmalwert. Umso erfreulicher ist es, dass mit den nunmehr zur Verfügung stehenden Fördermitteln und den Eigenmitteln der Stadt Zwickau der Bauwerkserhalt gesichert ist. Im Dezember vergangenen Jahres erhielt die Stadt Zwickau vom Landesamt für Denkmalpflege einen Zuwendungsbescheid. Danach finanziert der Freistaat Sachsen die Instandsetzung der Natursteinbogenbrücke mit Mitteln aus dem Sonderprogramm Denkmalschutz und übernimmt damit 90 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben.
Nachdem das öffentliche Ausschreibungsverfahren durchgeführt wurde und der Bau- und Verkehrsausschuss der Stadt Zwickau in seiner Sitzung am 3. Juli 2023 den Auftrag an die Firma Connect - Tief- und Ingenieurbau GmbH aus Wiesenburg vergab, wird der Baubeginn nun im Laufe der Woche erfolgen.
Da die Baustelle nur über den durch die Kleingartenanlage „Am Kreuzberg“ verlaufenden Kreuzbergweg erreichbar ist, wird es dort bauzeitlich ein etwas höheres Verkehrsaufkommen geben. Insbesondere Nutzer der Kleingärten und Fußgänger werden um erhöhte Vorsicht und Verständnis gebeten.
Bis Mitte nächsten Jahres, voraussichtlich im Juni 2024, soll die Restaurierung des technischen Denkmals abgeschlossen sein und der Übergang über den Planitzbach Bürgerinnen und Bürgern wieder zur Verfügung stehen. Die veranschlagten Gesamtkosten für das Bauvorhaben, einschließlich Planung und sonstiger Nebenleistungen, liegen bei 440 TEUR.
Quelle und Fotos: Stadtverwaltung Zwickau

28 August 2023

Ausgeplanscht: Strandbad Planitz beendet Freibadsaison

Westsachsen/Zwickau.-
Aufgrund der aktuellen Wetterprognose und der Öffnung der Glück-Auf-Schwimmhalle wird das Strandbad Planitz in diesem Jahr Anfang September schließen. Letztmalig unter freiem Himmel kann am Sonntag, 3. September 2023 ins kühle Nass gesprungen werden. Ab Montag, 4. September bleibt das Freibad geschlossen und öffnet erst wieder zur nächsten Saison im kommenden Jahr. Nach Beendigung der Badesaison stehen im Herbst noch notwendige Sanierungen auf dem Plan, bevor das Objekt dann vollständig winterfest gemacht wird. Bis 21. August hatten in diesem Jahr gut 56.000 Menschen das Strandbad besucht. 2022 waren es bis zum gleichen Stichtag gut 70.000 gewesen.
Schwimmen lernen, Bahnen ziehen oder vom Startblock springen ist aber weiterhin möglich: Seit Beginn des neuen Schuljahres hat die Glück-Auf-Schwimmhalle wieder für Jedermann geöffnet. Weitere Infos unter www.glueck-auf-schwimmhalle.de. Der Sportstättenbetrieb sowie das Team vom Strandbad Planitz bedanken sich bei allen Gästen, die das Strandbad in der Saison 2023 besucht haben und freuen sich auf ein Wiedersehen zur Freibadsaison im nächsten Jahr.
Quelle und Fotos: Stadtverwaltung Zwickau

Geklaute Spendengelder: Wie die Sparkasse Zwickau ihr Image pflegt

Westsachsen/Zwickau/ Crimmitschau.- Die Sparkasse Zwickau (Foto Archiv) ist stets darauf bedacht, in der Öffentlichkeit ein positives Image zu pflegen. Die meisten Medien berichten auch wunschgemäß. Profitieren sie doch von großzügigen Annoncen in der Tagespresse oder von gut bezahlten Werbespots in Rundfunk und Fernsehen. Ein beliebtes Mittel, die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen und gut da zu stehen, sind Spendenaktionen an Vereine. So spendet die Sparkasse Zwickau jetzt 11.000 Euro für die Restaurierung der Konsum-Verkaufsstelle im Schloss Blankenhain bei Crimmitschau (Foto Mitte). Der neue Vorstandsvorsitzende, Andreas Fohrmann, wird den Zuwendungsbescheid am Mittwoch vor Ort übergeben.
Offiziell stammen die Mittel aus den Zweckerträgen des PS-Lotterie-Sparens, mit dem soziale Einrichtungen und ökologische Projekte in den Regionen der ostdeutschen Sparkassen gefördert werden. Insider wissen jedoch, dass die Sparkasse Zwickau solche Spendengelder nicht immer auf legalem Weg generiert. Ein Betrugsfall ist besonders krass. Es geht um die Summe von ebenfalls rund 11.000 Euro, die die Sparkasse Zwickau im Schulterschluss mit der Zwickauer Justiz und der Stadtverwaltung Zwickau einer Kundin auf unvorstellbar hinterlistige Art und Weise entwendet hat (WSZ berichtete). Bis heute wird behauptet, dies sei die Entschädigung für die Ablösesumme eines Darlehens gewesen, obwohl jeder befragte Bankenfachmann oder Wirtschaftsjurist sagt, dass dieses Darlehen nie abgelöst wurde. Die Sparkasse Zwickau hat einseitig und ohne Grund gekündigt. Dafür wäre das Kreditinstitut sogar schadenersatzpflichtig.
Nun mag es ein Zufall sein, dass der Förderverein des Schlosses Blankenhain genau die selbe Summe erhält, die die Sparkasse Zwickau zuvor von der betrogenen Kundin illegal einbehalten hat. Dennoch wirft der Fall weitere Fragen auf. Der ehemalige Vorstandsvorsitzende, Felix Angermann, wurde Anfang des Jahres in den Urlaub entlassen, weil er sich mit Kundengeldern an der Börse verzockt hat (WSZ berichtete). Auch hier muss man ein hohes Maß an krimineller Energie unterstellen. Sowohl bei den Tätern, wie auch bei den Unterlassern. Sprich: den Stadträten, die im Verwaltungsrat der Sparkasse Zwickau sitzen, dies zulassen und damit wissentlich unterstützen. Allen voran die Oberbürgermeisterin Constance Arndt (Foto).
Der WSZ liegen weitere Beschwerden von ehemaligen Sparkassenkunden vor, die sich betrogen fühlen. Die Hintergründe werden derzeit recherchiert. Gut möglich, dass die bisherigen Enthüllungen erst die Spitze des Eisberges sind.
Fotos: WSZ / PR Constance Arndt

26 August 2023

125 Jahre kulturelle Geschichte: Neuberinhaus feiert Geburtstag

Westsachsen/Reichenbach.- Am Freitag, dem 1. September 2023 findet 19 Uhr eine besondere Ausstellungseröffnung im Großen Saal des Neuberinhauses statt, denn das hiesige Kulturhaus hat Geburtstag und wird in diesem Jahr 125 Jahre alt. Die Ausstellung aus dem gleichnamigen Projekt „Vom Kaiser zur Prinzipalin / Die Geschichte eines Kulturhauses“ zeigt episodenartig einige der zahlreichen Geschichten aus dem Haus. „Wir hatten wirklich sehr viel Material und haben uns dazu entschieden weniger die Historie im kleinsten Detail darzustellen, sondern einige Highlights besonders hervorzuheben.“, sagt Frank Lorenz, künstlerischer Leiter des Fördervereins Kunsthalle Vogtland e.V. Die Kunsthalle Vogtland ist verantwortlich für die Ausgestaltung des Foyers und zeigen grundlegend zeitgenössische Kunst. „Wir waren sofort Feuer und Flamme mit dem Projekt als das Neuberinhaus auf uns zu kam und fragte, ob wir uns einmal diesem Thema annehmen werden. Der künstlerische Aspekt spielt bei der Ausgestaltung aber natürlich trotzdem für uns immer eine wichtige Rolle.“, so Lorenz weiter. Entstanden ist eine spannende Ausstellung über 125 Jahre Kulturgeschichte in der Stadt, welche mit Projektionstechnik noch einmal mehr erlebbar gemacht wird.
Zur Erinnerung, das Neuberinhaus wurde am 15. Oktober 1898 als Kaiserhof eröffnet. Zur Eröffnung wurde Friedrich Schillers „Braut von Messina“ gespielt. Das Stück wird in diesem Jahr durch das Neuberin Ensemble unter dem Namen „Bruder\Krieg.“ Neuinszeniert und hat am 19. September Premiere im Neuberinhaus. Mit einem vielfältigen Kulturprogramm aus Konzerten, Theateraufführungen, Vorträgen, Tagungen und Bällen hat es die Kulturlandschaft bis 1945 geprägt. Im zweiten Weltkrieg wurde das Haus durch einen Bombenangriff zerstört und nach dem Krieg als Reichenbacher Hof wiederaufgebaut. Am 18. September 1949 wurde es dann schließlich unter dem Namen Neuberinhaus wiedereröffnet. Durch einen großen Umbau Anfang der 80er Jahre wurde das Haus auf technisch aktuellen Stand gebracht. Der Große Saal erhielt sein heutiges Erscheinungsbild. Seither wird es technisch immer wieder modernisiert und ist als Spielstätte für zahlreiche kulturelle Ereignisse bekannt. Seit 1996 ist es Teil der Vogtland Kultur GmbH.
Zur Eröffnungsfeier am 1. September hat Neuberinhaus und Kunsthalle besondere Gäste eingeladen. „Neben dem Jugend- und Kinderballett kess und dem Brachland Ensemble haben sich Kaiser und Neuberin angemeldet und werden die Eröffnungsveranstaltung begleiten.“, weiß Severin Zähringer, Leiter des Neuberinhauses. Mit dem Brachland Ensemble wurde für Reichenbach ein besonderes Eröffnungsprogramm erarbeitet. „Ich habe das auf der Jahreskonferenz des Bundesverbandes für Soziokultur gesehen und fand das sehr beeindruckend.“, erinnert sich Zähringer. Mit einem Blick aus der Zukunft wird das Ensemble auf das Heute schauen und gemeinsam mit den Besuchern über die Zukunft sprechen.
Mit dem Projekt „Vom Kaiser zur Prinzipalin / Die Geschichte eines Kulturhauses“ legt das Neuberinhaus seinen Grundstein für die soziokulturelle Entwicklung. Gefördert wird dieses Projekt durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und unterstützt durch Wohnungsbaugesellschaft Reichenbach, Wirtschaftsvereinigung Nördliches Vogtland und die Stadtwerke Reichenbach. Das vielfältige Programm des Projektes zieht sich durch den gesamten September und erreicht am letzten September mit den Theaterfestspielen seinen Höhepunkt.
Der Eintritt zur Eröffnung am 1. September 2023, 19 Uhr ist kostenfrei. Die Kunsthalle Vogtland freut sich jedoch über Spenden.
Quelle und Foto: Neuberinhaus Reichenbach

25 August 2023

„The Sweet“ in Reichenbach: Andrew Scott mit Band im Neuberinhaus

Westsachsen/Reichenbach.-
Am Samstag, den 2. September 2023, 20 Uhr gibt es ein echtes Novum im Neuberinhaus zu sehen. „Wir werden im Parkett eine der ersten reinen Stehplatz-Veranstaltungen durchführen, also richtiges Konzertfeeling.“, blickt Phillip Meister, technischer Leiter des Neuberinhauses voraus. Die Sitzplätze im Rang sind seit Wochen ausverkauft und auch bei den Stehplätzen gibt es nur noch wenige. Die berühmten Glam-Rock Band „The Sweet“ hat mehr als 30 Millionen Platten verkauft und sind mit ihrer „The Final Round“-Tour auch zu Gast in Reichenbach.
Sweet bietet viel mehr als nur Glam Rock, ihre Musik ist zeitlos und vielseitig. Vom reinen Pop bis Heavy Metal, von Liedern wie Little Willy mit nur drei Akkorden bis hin zu komplexen Arrangements wie Love Is Like Oxygen.
1970 war ein wichtiges Jahr, Sweet mit Andy Scott, Steve Priest, Mick Tucker und Brian Connolly trafen auf die Songwriter Nicky Chinn und Mike Chapman und Plattenproduzent Phil Wainmann. Diese fünfjährige Partnerschaft brachte zwölf Top-Twenty Hits hervor, darunter auch eine Nummer eins. Die Medien meinten daraufhin, dass die Band eine Retortenband sei. Die hartgesottenen Fans wussten es besser. Auf den B Seiten der Hits fand man eigene Heavy Rock Kompositionen. Die Live-Auftritte waren sensationell, was nicht nur an der Musik lag. Mitglieder der Band wurden in Belgien wegen eines obszönen Bühnenauftrittes festgenommen. Das alles hat ihr Image nur gefördert.
US-Hits waren unter anderen Ballroom Blitz, der später im Film "Wayne's World" zu hören war, Fox On The Run, eine Nummer zwei, Action später ein Hit für Def Leppard und Love Is Like Oxygen auf Nummer fünf. Ihr Album Desolation Boulevard bekam Gold. Love Is Like Oxygen war seit drei Jahren wieder der erste weltweite Hit für Sweet. Das Lied, vom Gitarristen Andy Scott geschrieben, wurde mit zwei Novello Awards ausgezeichnet. Im Januar 1979 passierte etwas Unglaubliches: Sänger Brian Connolly verlies die Band. Das übrig gebliebene Trio machte weiter wie eine dreiteilige Sitzgarnitur, wie sie einmal beschrieben wurden, aber trotz einiger Hits in Europa und drei weiteren Alben, war nach einer letzten Tour in Großbritannien im Jahre 1981 alles vorbei.
Die Band hatte 9 Titel auf Nummer eins in Deutschland, während der 70er Jahre und steht jetzt kurz vor dem zehnten Erfolg. Do It All Over Again, die erste Single vom neuen Album Sweetlife, welches nun endlich auch in Deutschland erhältlich ist.
Im Jahr 2017 produziert Andy Scott zusammen mit Suzi Quattro und Slade-Drummer Don Powell ein vielbeachtetes Album unter den Namen Q.S.P und gehen 2018 auf ausgedehnte Australien-Tour.
Seit Jahrzehnten performt nun Andy Scott schon die Bühnen weltweit. Fast alle Shows in den letzten Jahren waren ausverkauft. Tickets für „The Sweet“ im Neuberinhaus sind bei eventim, auf www.neuberinhaus.de, sowie in der Kultur-Information auf dem Markt Reichenbach im Vogtland dienstags bis donnerstags und freitags im Neuberinhaus erhältlich.
Quelle und Foto: Neuberinhaus Reichenbach

Stiftung Frauenkirche: Dankgottesdienst für die „Rufer aus Dresden“

Westsachsen/Dresden.-
Ohne sie gäbe es die wiedererrichtete Frauenkirche nicht: Eberhard Burger und Ludwig Güttler (Foto v.l.). Aus Anlass ihrer 80. Geburtstage würdigt die Stiftung Frauenkirche Dresden in einem Dankgottesdienst am kommenden Samstag das Wirken beider Persönlichkeiten. Es predigt Altbischof Bohl.
Am 13. Juni feierte Prof. Ludwig Güttler seinen 80. Geburtstag, am 26. Juli Dr.-Ing. E.h. Dr. h.c. Eberhard Burger. Sowohl der Musiker als auch der ehemalige Baudirektor gelten als die prägenden Persönlichkeiten im Prozess des Wiedererstehens der Dresden Frauenkirche. Die Stiftung Frauenkirche Dresden lädt aus diesem Anlass zu einem Dankgottesdienst in die Unterkirche der Frauenkirche ein. Er findet am Samstag, dem 26. August, 18 Uhr statt.
»Dr. Eberhard Burger und Prof. Ludwig Güttler sind als Wieder-Erbauer auf ihre je ganz eigene Weise Gesichter und Botschafter nicht nur der Frauenkirche, sondern Dresdens und Sachsens geworden. Der eine baute mit Tönen, der andere mit Steinen. Beide wurden dabei inspiriert und getragen von Glaube und Geduld« erklärt Joachim Hoof, Vorsitzender des Stiftungsrates der Stiftung Frauenkirche Dresden. Ihr Wirken habe eine Brücke von der Vergangenheit in die Zukunft geschlagen. »Eberhard Burger und Ludwig Güttler haben das bauliche und inhaltliche Fundament der wiederaufgebauten Frauenkirche und unserer Stiftung mit gelegt. Dafür kann ich nicht genügend Dank sagen. Generationen werden daraus Inspiration ziehen.«
Die Predigt im Gottesdienst hält Altbischof Jochen Bohl, von 2004 bis 2015 Vorsitzender des Stiftungskuratoriums und seit 2018 Vorstandsmitglied der Fördergesellschaft der Frauenkirche. Die Liturgie gestaltet Frauenkirchenpfarrer Markus Engelhardt. Die musikalische Rahmung obliegt Helmut Fuchs (Trompete) und Prof. Thomas Lennartz (Klavier). Barbara Klepsch, Sächsische Staatsministerin für Kultur und Tourismus, Annekatrin Klepsch, Beigeordnete für Kultur, Wissenschaft und Tourismus der Landeshauptstadt Dresden und Joachim Hoof, Stiftungsratsvorsitzender der Stiftung Frauenkirche Dresden, sprechen Grußworte.
Der Gottesdienst steht allen Interessierten offen. Einlass ist ab 17.30 Uhr über Eingang F.
Quelle: Frauenkirche Dresden
Foto: Jörg Such

22 August 2023

Sonderausstellung: „Ludwig Tieck und die musikalische Romantik“

Westsachsen/Zwickau.-
Die neue Sonderausstellung im Robert-Schumann-Haus Zwickau widmet sich dem Dichter Ludwig Tieck, der vor 250 Jahren geboren wurde. Mit Dramen wie „Der gestiefelte Kater“ begründete Tieck das Konzept der romantischen Ironie und wurde zu einem der Hauptvertreter der Romantischen Schule (eine Begriffsprägung von Heinrich Heine 1836). Er ist befreundet mit den Brüdern Schlegel wie mit Novalis – sie alle inspirieren eine neue Generation von Komponisten: Die literarische Frühromantik wird zum Wegbereiter der musikalischen Romantik, zu deren Führungsfigur Robert Schumann avancierte. In Tiecks Romanen, Novellen und ästhetischen Schriften wird die Instrumentalmusik zur höchsten Kunstform erhoben: Sie allein kann das „unaussprechliche Verlangen, das nirgend Erfüllung findet“, zum Ausdruck bringen.
Schumann basierte seine große Oper „Genoveva“ auf ein Drama von Tieck. Er rezensierte Werke wie Mendelssohns Ouvertüre zu Tiecks „Märchen von der schönen Melusine“ oder Vertonungen aus Tiecks „Magelone“ und setzte damit selbst neue ästhetische Maßstäbe. Die Ausstellung zeigt frühromantische Literatur aus Schumanns Besitz, sie verfolgt die Entstehung der Oper „Genoveva“ am handschriftlichen Entwurf und den Textvorlagen, sie präsentiert Originalhandschriften und Notendrucke sowie Zeitschriftenveröffentlichungen und literarische Aufzeichnungen Robert Schumanns. Die Ausstellung ist zu sehen bis 5. November.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

20 August 2023

Bis Ende September möglich: Bewerbung für den Umweltpreis 2023

Westsachsen/Zwickau.-
Die Stadt sucht Projekte mit Vorbildcharakter, die vorhandenen Grünbestand sichern und erweitern. Wer „einen grünen Daumen“ hat und beispielsweise neue Grünflächen anlegt und Bäume pflanzt, Grünanlagen in Baumaßnahmen integriert oder Bäume im öffentlichen Raum pflegt, darf sich gern bewerben – für den Umweltpreis 2023 Zwickau. Diesen lobt die Stadt in Würdigung für das besondere Engagement zum Schutz der Umwelt zum zweiten Mal aus. Start dafür war im April 2023.
Unter dem Motto „Bäume im Fokus“ werden diesmal konkrete Maßnahmen oder Projekte gesucht, die freiwillig und ohne Verpflichtung nachhaltig den vorhandenen Baumbestand in der Stadt Zwickau sichern, verbessern oder erweitern. Möglichkeiten dafür gibt es viele, u.a. im Bereich Garten- und Landschaftsbau, Gartenarchitektur oder -gestaltung, bei der Umsetzung von Neubau- oder Sanierungsmaßnahmen usw.. Beschränkt werden muss sich auch nicht „nur“ auf Bäume: Alles was dazu beiträgt, dass Zwickau eine Stadt mit viel natürlichem Grün bleibt und den vorhandenen Grünbestand erweitert, kann als Wettbewerbsbeitrag eingereicht werden, so bspw. auch nachahmungswürdige Freiflächengestaltungen, Dach- oder Fassadenbegrünungen oder begrünte Baumscheiben.
Die Beiträge sollen das Bewusstsein dafür schärfen, wie wichtig ein gesundes, naturnahes Lebensumfeld für alle ist und welchen herausragenden Anteil daran Gehölze und Grünflächen gerade in der Stadt haben. Auch sollen sie möglichst zeigen, dass die Durchführung von Baumaßnahmen, Leben und Arbeiten zusammen mit einem vielfältigen Grün möglich sind. Für diejenigen, die sich hier schon immer oder auch erstmalig engagiert haben, soll eine Prämierung eine Anerkennung und Würdigung sein, für alle anderen ein Ansporn, es ihnen gleich zu tun.
Teilnehmen können alle in der Stadt wohnenden und arbeitenden Einzelpersonen, Personenzusammenschlüsse, Vereine, Bürgerinitiativen, Firmen/Unternehmen, Institutionen, Kirchgemeinden, Jugendeinrichtungen, Schulklassen und Kitas. Das Projekt sollte in Form einer Präsentationsmappe eingereicht werden. Gewünscht wird eine Beschreibung des Projektes, einigen Angaben zu dessen Nachhaltigkeit incl. einem Hinweis zur Nachahmung. Wenn möglich, können gern auch Bilder/Fotos hinzugefügt werden. Der Inhalt der Mappe sollte jedoch einen Umfang von max. 5 DIN A4-Seiten (incl. Bilder) nicht überschreiten. Nicht zu vergessen sind Kontaktangaben, wie Ansprechpartner/Name, Anschrift und Telefonnummer (siehe Hinweise zum Datenschutz unter www.zwickau.de/datenschutz).
Die kompletten Unterlagen können unter dem Stichwort „Umweltpreis“ entweder per E-Mail an umwelt@zwickau.de oder auf dem Postweg an die Stadtverwaltung Zwickau, Umweltbüro, Werdauer Straße 62, 08056 Zwickau gesendet werden. Eingereicht werden können Projekte noch bis einschließlich Samstag, 30. September 2023.
Quelle und Fotos: Stadtverwaltung Zwickau