Mittwoch, 25. November 2020

Friedlicher Widerstand: Polizeieinsatz wie bei einem Terroranschlag

Westsachsen/Zwickau.- Am Montagabend versammelten sich zahlreiche Menschen auf dem Zwickauer Hauptmarkt. Sie demonstrierten unter dem Motto „Wenn Unrecht zur Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht“ friedlich gegen die aus ihrer Sicht völlig überzogenen Corona-Auflagen der Stadt Zwickau. Neuestes Beispiel sind die vor kurzem aufgehängten Maskenpflicht-Schilder, wonach das Betreten der Innenstadt ohne Corona-Maske unter Strafe gestellt wird (WSZ berichtete).
Es folgte ein Spaziergang unter Polizeischutz durch die Innenstadt, wobei die bewaffneten und maskierten Einsatzkräfte in Vollmontur ihre Hauptaufgabe darin sahen, mögliche Verstöße gegen die Maskenpflicht videografisch zu dokumentieren. Am Ende der Aktion trafen sich die Menschen wieder vor dem Rathaus, hielten einen Moment inne und gingen dann ihrer Wege.
Die Polizei spricht von rund 200 Teilnehmern, Beobachter haben mindestens 300 gezählt. Welchen Zweck die angefertigten Videoaufzeichungen erfüllen sollen, kann nur gemutmaßt werden. Möglicherweise ist das Ziel, der Stadtverwaltung und dem Landratsamt mit Hilfe von generierten Bußgeldern zusätzliche Einnahmen zu verschaffen.Vielleicht will man auch wissen, wer sich nicht systemkonform verhält, um bei nächster Gelegenheit bereits im Vorfeld zielgerichtet zugreifen zu können. Von Seiten der Polizei wollte man sich jedenfalls nicht dazu äußern, aus welchem Grund man friedliche Spaziergänger, unter denen sich auch zahlreiche Kinder und ältere Menschen befanden, wie mutmaßliche Terroristen behandelt.

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