03 Juli 2020

Naschen erlaubt: „Essbare Stadt“ empfiehlt Giftpflanze des Jahres

Westsachsen/Zwickau.- Das ist ja gerade nochmal gut gegangen! Im Schlobigpark wurden giftige Pflanzen in einem Beet mit essbaren Kräutern entdeckt. Unter der Überschrift „Naschen erlaubt“ wuchs neben Kornblumen und anderen Gewächsen auch gelber kalifornischer Mohn (Goldmohn). Dieser ist in allen Teilen giftig und wurde 2016 vom Industrieverband Agrar (IVA) sogar zur Giftpflanze des Jahres gewählt. Eine Vergiftung zeigt sich durch Erbrechen, Magenbeschwerden und Durchfall. Besonders Kinder sind gefährdet, wenn sie mit diesen Pflanzen spielen oder sie sogar verschlucken.
Darauf angesprochen verwies die Stadt Zwickau zunächst auf die Naturschutzstation Gräfenmühle, die mit dem Projekt „Essbare Stadt“ in der Verantwortung stehe. Nachfolgend wird jedoch erklärt, dass es sich um eine öffentliche Fläche handelt, deren Bewirtschaftung auch vom Zutun der Bewohner Zwickaus lebt. Deshalb könne nicht ausgeschlossen werden, dass sich Arten einschleichen. „Da der Naturschutz-Aspekt im Projekt ,Essbare Stadt' ebenfalls eine Rolle spielt, kultivieren wir bewusst auch Beikräuter wie zum Beispiel Kornblumen und lassen sie in den Beeten stehen“, so ein Stadtsprecher. Und weiter: „Teilweise wurde mit Wildblumenmischungen gearbeitet.
Um bei Einnahme eine toxische Wirkung zu erzielen, reicht die Menge im Beet des Projekts ,Essbare Stadt' bei weitem nicht aus. Nichts desto trotz sollen keine falschen Signale gesendet werden. Daher wurden die Pflanzen umgehend aus dem Beet im Schlobigpark entfernt.“
In den umliegenden Krankenhäusern hat man während dessen kein erhöhtes Aufkommen an Patienten mit Vergiftungserscheinungen festgestellt. Es seien keine derartigen Fälle bekannt, heißt es unter anderem aus der Paracelsusklinik.

01 Juli 2020

Musikalisches Bad Elster: Ein Sommernachtstraum in Meisterwerken

Westsachsen/Bad Elster.- Am Samstag, den 11. Juli präsentieren die Chursächsischen Streichersolisten unter der Leitung von Almut Seidel um 19.30 Uhr im Königlichen Kurhaus einen musikalischen „Sommernachtstraum“ als Serenade im Kerzenschein mit besonderen Meisterwerken. Dabei kann das Publikum ganz träumerisch in der Suite „The Fairy Queen“ von Henry Purcell versinken, die auf der gleichnamigen Semi-Oper des englischen Barockkomponisten basiert, welche wiederum von Shakespeares „Sommernachtstraum“ inspiriert wurde. Dazu wird dieser musikalische Sommernachtstraum mit der berühmten Streichersinfonie Nr. 7 von Felix Mendelssohn Bartholdy und mit Benjamin Brittens „Simple Symphony“ bereichert, wobei letztere acht Kindheits-Themen des Komponisten musikalisch bebildert - Ein poetisch-träumerisches Sommerkonzert in Königlichen Anlagen. Tickets: 037437/ 53 900 | www.chursaechsische.de

30 Juni 2020

Hochwasserschutzmaßnahme am Planitzbach fertiggestellt

Westsachsen/Zwickau.- Der noch fehlende Hochwasserschutz am linksseitigen Ufer des Planitzbaches im Bereich Planitzer Straße/Ecke Saarstraße ist nach einer Bauzeit von knapp zwei Monaten fertiggestellt. Mit der rund einem Meter hohen Geländeverwallung und einer Hochwasserschutzwand wird der Hochwasserschutz bei einem nächsten Hochwasserereignis im Planitzbach in diesem Bereich gewährleistet.
Auch wenn die Schlussrechnung noch nicht vorliegt, ist davon auszugehen, dass die veranschlagten Baukosten in Höhe von rund 100.000 Euro eingehalten werden. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

Spannende Entdeckungstour durch die Residenzstadt Greiz

Westsachsen/Ostthüringen/Greiz.- Mit dem Gästeführer der Tourist-Information Greiz auf Entdeckungstour gehen und die ehemalige Residenzstadt Greiz während eines Rundganges kennen und lieben lernen. Das bietet die Stadtführung für Jedermann im fürstlich vogtländischen Greiz.
Haben Sie sich schon immer gefragt, wer im Unteren Schloss wohnte und welche Funktion die Alte Wache hatte? Dann kommen Sie mit auf die spannende Erkundungstour. Sie erfahren interessante Details zur Geschichte der Stadtkirche St. Marien, werden am Greizer Schlossgarten vorbei zum Röhrenbrunnen geführt und bestaunen die schönen Architekturdekors der im Jugendstil erbauten Straßenzüge. Das Rathaus mit dem Marktplatz und dem Marktbrunnen bilden den Abschluss des Ausfluges in die Geschichte und die Gegenwart der Stadt Greiz.
Termin: Samstag, 4. Juli 2020
Preise: Erwachsene 4,00 Euro, Kinder 2,00 Euro
Tickets: nur im Vorverkauf in der Tourist-Information im Unteren Schloss Greiz
Treffpunkt: Greiz, Unteres Schloss, Burgplatz 12, Tourist-Information
Zeit: 14 Uhr, Dauer rund 1,5 Stunden
Infos und Anmeldung unter www.greiz.de / tourismus@greiz.de 
Wichtige Hinweise: 
Für die Stadtführung bitten wir um vorherige Anmeldung. Die Teilnahmetickets sind im Vorverkauf, bzw. bis max. 15 Minuten vor Beginn der Führung, in der Tourist-Information Greiz im Unteren Schloss, Burgplatz 12, erhältlich. Eine Teilnahme an dem Rundgang ist nur mit gültigem Ticket möglich. Aufgrund der aktuellen Situation können nur 15 Personen an der Führung teilnehmen. Die Bezahlung der Tickets bei dem Gästeführer ist nicht möglich. Die Hygiene- und Abstandsregeln sind während des Rundganges einzuhalten.

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Greiz

29 Juni 2020

Gehweg-Erneuerung bringt mehr Verkehrssicherheit für Fußgänger

Westsachsen/Zwickau.- Am 6. Juli beginnen die Arbeiten zur Erneuerung des südlichen Gehwegbereichs in der Schumannstraße. Der Abschnitt, in dem die Arbeiten erfolgen, erstreckt sich (von der Humboldtstraße kommend) ab Höhe Hausnummer 9 bis hin zum Dr.-Friedrichs-Ring.
Auf einer Länge von etwa 100 Metern werden die unterschiedlich vorhandenen und zum Teil beschädigten Befestigungen entfernt und neues Betonsteinpflaster verlegt. Im Zuge der Arbeiten wird auch der Bordanschlag auf eine einheitliche Höhe von drei Zentimetern gebracht und Parkmöglichkeiten durch einen Farbwechsel im Pflaster definiert. Zudem wird auf der gesamten Länge die Straßenbeleuchtung ergänzt. Ziel des Gehwegneubaus ist es, die Verkehrssicherheit für Fußgänger zu verbessern.
Während der Bauzeit erfolgt eine Einbahnstraßenregelung in Richtung Dr.-Friedrichs-Ring. Der Verkehr vom Dr.-Friedrichs-Ring in Richtung Kreuzungsbereich Moccabar wird gesperrt. Die Umleitung wird ausgeschildert. Während der Bauphase steht Fußgängern in der Schumannstraße nur die gegenüberliegende Gehwegseite zur Verfügung.
Die Baukosten belaufen sich auf ca. 61.000 Euro. Die Arbeiten werden durch eine Baufirma aus Frohburg ausgeführt und sollen voraussichtlich Mitte August abgeschlossen sein.

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

27 Juni 2020

„Weg zur Industriekultur“ als Teil der umstrittenen Landesausstellung

Westsachsen/Zwickau.- Am Mittwoch fand vor den Pforten des Zwickauer August-Horch-Museums unter Leitung von Baubürgermeisterin Kathrin Köhler (CDU) die Enthüllung einer Infotafel statt, die interessierten Gästen nun umliegende Wanderwege näherbringen soll.  Der „Weg zur Industriekultur“ ist Teil der anberaumten Industrieausstellung, die in diesem Jahr am Zwickauer August-Horch-Museum stattfinden soll und verbindet die Innenstadt mit dem im nördlichen Stadtgebiet gelegenen Areal von August Horch Museum und Audi-Bau. Mit Tafeln und Stelen wurden insgesamt 18 Gebäude und Orte gekennzeichnet, die in engem Zusammenhang mit der Wirtschafts- und Industriegeschichte der Automobil- und Robert-Schumann-Stadt stehen.
Die Ausstellung „Boom. 500 Jahre Industriekultur in Sachsen“, die am 11. Juli ihre Pforten für alle Interessierten öffnet, gilt als umstritten und hatte bereits im Vorfeld für starke Reibereien innerhalb der Zwickauer CDU gesorgt. Das langjährige CDU-Mitglied Detlef Bauer hatte die Vorbereitungen auf die Landesausstellung stark kritisiert. Seiner Ansicht nach läuft hier eine gewaltige Fehlplanung und Verschwendung zulasten der Bürger Zwickaus. Diese Äußerung an die Öffentlichkeit stieß bei Baubürgermeisterin Kathrin Köhler, die zugleich die Zwickauer CDU anführt, auf harsche Kritik. Auch der Chef der Zwickauer CDU/FDP-Stadtratsfraktion, Thomas Beierlein, reagierte sauer. Zu einer sachlichen Auseinandersetzung mit Bauers Kritik kam es nicht. Stattdessen begegnete man ihm mit Anfeindungen und Verunglimpfungen, worauf Detlef Bauer aus Protest die Partei verließ.
Diese Unstimmigkeiten scheinen auch an Kathrin Köhler, die in wenigen Monaten als OB-Kandidatin für die Zwickauer CDU ins Rennen gehen will, nicht spurlos vorübergegangen zu sein. Zusätzlich zum umstrittenen Konzept der Landesausstellung könnten sich jetzt auch noch die zu erwartenden verschärften Besucherregelungen aufgrund der Corona-Panik als negativer Faktor erweisen. Köhlers eher halbherziges Fazit, noch „das Beste aus der Situation zu machen“, ist daher durchaus verständlich.
Abschließend stellte KulturZ-Chef Matthias Rose noch in Aussicht, künftig betreute Radtouren durch die Zwickauer Industrielandschaft anbieten zu wollen. Weitere Informationen sind unter www.zwickau.de/industriekultur zu finden.



26 Juni 2020

Werdauer Naturwaren- und Bauernmarkt erlebt Neuauflage

Westsachsen/Werdau.- Nach zwei Jahren in den Händen der Firma UDiEvents ist nun wieder die Marktmeisterin der Stadtverwaltung Werdau, Margit Schleicher, in Aktion und steckt voll in den Vorbereitungen zum Naturwaren- und Bauernmarkt. Neu sind unter anderem der Veranstaltungsort rund um die Marienkirche und Mitwirkung der von René Schneider von RS Eventservice Werdau, der in der Stadt bereits so manche Veranstaltung zum Erfolg geführt hat.
Einige Händlerzusagen aus der Zeit vor „Corona“ gab es bereits. Nun dürfen wieder Spezialmärkte stattfinden und es können sich weitere Teilnehmer anmelden. „Wir freuen uns, endlich wieder zum Markttreiben im Herzen der Pleißestadt beitragen zu können“, erklärt Margit Schleicher.
Der Naturwaren- und Bauernmarkt erlebt seine Neuauflage am Samstag, den 05.09.2020 von 9 bis 16 Uhr. Ansprechpartner für Fragen, Anmeldungen zu Märkten und Marktplatznutzung ist Margit Schleicher, Telefon +49 3761 594 295, E-Mail: 3.22schleicher@werdau.de.

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Werdau

24 Juni 2020

Ehrenamtliche Einsatzkräfte leisten Langzeiteinsatz der besonderen Art

Westsachsen/Plauen/Zwickau.- Seit Mitte März bewegt die Angst vor dem Corona-Virus und seine Auswirkungen die Menschen in Deutschland. Das ist auch im Verantwortungsbereich des Rettungszweckverbandes „Südwestsachsen“ nicht anders. Vor drei Monaten wurden in enger Kooperation mit der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen und den Gesundheitsämtern des Landkreises Zwickau und des Vogtlandkreises neue, bis dato sachsenweit einmalige Strukturen geschaffen, um die herausfordernde Situation zu meistern. Ermöglicht werden sie primär durch ehrenamtliche Einsatzkräfte.
Konkret wurden ab dem 21. März zwei ärztlich besetzte Teams gebildet um den Rettungsdienst, den hausärztlichen Sektor und den öffentlichen Gesundheitsdienst zu unterstützen. Die Teams, bestehend aus einem Arzt und einem ehrenamtlichen Sanitär / Rettungssanitäter, waren bis zum 14. Juni in der Regel täglich von 8 bis 16 Uhr als Hausbesuchsdienst im Einsatz. Im Landkreis Zwickau wurden die Helfer vom DRK-Kreisverband Zwickau e. V. und der DRK-Wasserwacht Koberbachtalsperre gestellt. Im Vogtlandkreis übernahm der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. Regionalverband Zwickau/Vogtland die Besetzung der Einsatzfahrzeuge. Insgesamt wurden über 3.000 Stunden durch die Ehrenamtler und Ärzte geleistet.
In beiden Landkreisen wurden spezielle „Massen-Test-Teams“ geschaffen. Die DRK-Wasserwacht Koberbachtalsperre erhielt den Auftrag für den Landkreis Zwickau. Bis Mitte Juni rückten die Ehrenamtler zu 18 Großtests in Senioreneinrichtungen, Wohnheimen, Kitas und Schulen aus und leisteten so knapp 250 Einsatzstunden. Seit Mitte Mai wurde aufgrund der hohen Einsatzzahlen zudem der DRK-Kreisverband Hohenstein-Ernstthal e. V. mit ins Boot geholt. Im Vogtlandkreis erfolgten ebenfalls rund 20 dieser Einsätze, welche durch die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. Regionalverband Zwickau/Vogtland und den DRK Kreisverband Vogtland/Reichenbach e. V. durchgeführt wurden.
Insgesamt wurden fast 10.000 Personen in den beiden Landkreisen getestet. Die „Massen-Test-Teams“ werden voraussichtlich noch bis Ende Oktober bei Bedarf durch die Gesundheitsämter angefordert. „Wir sind sehr froh, dass wir mit den ehrenamtlichen Helfern der von uns ausgewählten Organisationen so gut und strategisch arbeiten können. Da die Einsätze stets in der Freizeit abgedeckt werden, ist ein solcher Dienst alles andere als selbstverständlich und verdient hohe Anerkennung“, betont Jens Leistner, Geschäftsführer des Rettungszweckverbandes „Südwestsachsen“. Darüber, ob und wie viele der getesteten Personen tatsächlich an Corona erkrankt sind, konnte Leistner keine Angaben machen. Das sei Sache der jeweiligen Gesundheitsämter.

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Werdau

FSJ-Wettbewerb in Werdau: „Zum Glück nur eine Übung“

Westsachsen/Werdau.- Druckverband, stabile Seitenlage, Wärmeerhalt – jeder Handgriff sitzt bei den jungen Helferinnen und Helfern, die am Mittwochvormittag Verletzte auf dem Werdauer Markt versorgen. Zum Glück war jedoch alles nur eine Übung. Denn der DRK-Kreisverband Zwickauer Land e.V. führt in der Werdauer Innenstadt seinen jährlichen FSJ-Wettbewerb durch. An verschiedenen Standorten der Pleißestadt warteten insgesamt zehn Stationen mit praktischen und theoretischen Aufgaben rund um Themen wie Erste Hilfe, aktuelles Weltgeschehen, Heilpflanzen, Sexualität oder Rot-Kreuz-Geschichte auf, die in kleinen Teams von je drei Mitgliedern absolviert wurden. 
Der Wettbewerb war der Höhepunkt der Abschlussseminarwoche, die vom Deutschen Roten Kreuz traditionell in der Sportschule Werdau ausgerichtet wird. Sie läutet das offizielle Ende von einem Freiwilligen Sozialen Jahr für 35 Jugendliche ein, die in unterschiedlichen Einrichtungen in ganz Sachsen tätig waren. Gemeinsam gilt es Resümee zu ziehen, Erfahrungen und Wissen auszutauschen und einen Ausblick auf die nun vor den jungen Erwachsenen liegenden beruflichen Perspektiven zu bekommen. Ungewöhnlich sind in diesem Jahr nur die Auflagen durch die geltenden Hygieneschutzregeln, was dem Lernerfolg und Spaß jedoch keinen Abbruch tut. Als kreative Aufgabe stand unter anderem das Basteln von Zuckertüten auf dem Plan, die, gefüllt mit Informationen und guten Wünschen, an die Teilnehmer des nächsten Jahres übergeben werden sollen. 
„Wir sind sehr froh, dass das Seminar durchgeführt werden konnte, zumal das für März geplante in diesem Jahr aus aktuellem Anlass ausgefallen war. Ein persönlicher und direkter Austausch zwischen allen Beteiligten ist daher umso wichtiger“, erklärt Elke Lippold, Leiterin Freiwilligendienste beim DRK-Kreisverband Zwickauer Land e.V. Aktuell sind beim Roten Kreuz sachsenweit noch genügend Plätze für die neue Saison frei. In der Region Crimmitschau – Werdau stehen noch fünf FSJ-Stellen in Altenpflegeheimen und Kindertagesstätten zur Verfügung. Interessenten können sich an Elke Lippold (Telefon 03762 955849 / E-Mail e.lippold@drk-zwickauer-land.de) wenden.

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Werdau

Stadtrat-Anfrage zu Club „Barrikade“: Werden Corona-Auflagen ignoriert?

Update vom 25.06.2020
Aufgrund der unten stehenden Nachfrage im Stadtrat antwortete die Baubürgermeisterin Kathrin Köhler wie folgt: „Sehr geehrter Herr Stadtrat Georgi, Ihre Anfrage für den Stadtrat am 25.06.2020 möchte ich nachfolgend beantworten. Das Grundstück befindet sich nicht im Eigentum der Stadt Zwickau. Die sogenannte ,Barrikade' in der Reichenbacher Straße 109 Z (bzw. Flurstraße abseits) ist der Verwaltung lediglich angezeigt als Sommersitz für vereinsinterne Veranstaltungen und private Geburtstagsfeiern mit Nutzung unter freiem Himmel. Dies sollte temporär erfolgen bis der Sitz des betreibenden Vereins als Veranstaltungsstätte bautechnisch- und bauordnungsrechtlich ertüchtigt ist. Die Stadtverwaltung wird Ihre Anfrage aufgreifen und den Sachverhalt näher prüfen.“

Westsachsen/Zwickau.- Zur Stadtratssitzung am kommenden Donnerstag will Stadtrat Sven Georgi von „Zukunft Zwickau“ eine Anfrage zu den baulichen Bedingungen und Sicherheitsvorkehrungen im sogenannten Club „Barrikade“ in der Flurstraße stellen. Der Club gilt in einigen Szenekreisen seit langem als überregionaler  linksradikaler Treffpunkt und Hauptbetätigungsstätte des Vereins „Roter Baum e.V.“. Immer wieder werden Personen aus dem Umfeld des Vereins mit den zahlreichen Schmierereien und Sachbeschädigungen im Zwickauer Stadtgebiet in Zusammenhang gebracht (Foto unten). Zahlreiche Anwohner aus dem benachbarten Stadtteil Neuplanitz klagten in der Vergangenheit auch über Lärmbelästigungen bei Veranstaltungen im Club „Barrikade“. „Dessen ungeachtet wird der Verein „Roter Baum e.V.“ regelmäßig mit großzügigen Fördergeldern versorgt“, moniert Stadtrat Georgi. „Erst vor wenigen Wochen schanzte der Landkreis Zwickau dem Verein erneut 5.000 Euro aus Steuermitteln zu“, so sein Vorwurf.
Ob dieses Geld tatsächlich der „Demokratiearbeit“ zugeführt wird, wie es die offizielle Begründung verheißt, wird von „Zukunft Zwickau“ bezweifelt. Fraglich sei auch, in wie weit die derzeitigen Corona-Auflagen bei dortigen Veranstaltungen kontrolliert und durchgesetzt werden. Fragen also, zu deren Klärung die Zwickauer Stadtspitze am Donnerstag im Idealfall beitragen kann.
Die Stadtratssitzung findet auch diesmal wieder unter verschärften Hygienebedingungen statt. Noch-Oberbürgermeisterin Pia Findeiß (SPD) wird nicht zugegen sein, da sie sich nach einer privaten Reise in ein nicht näher benanntes Urlaubsgebiet derzeit unter häusliche Quarantäne befindet.