Freitag, 10. September 2021

Tage der Industriekultur: Tiefe Einbicke in die Sächsische Geschichte

Westsachsen/Chemnitz/Zwickau.-
Am 17. und 18. September steht in der Region Chemnitz-Zwickau erneut alles im Zeichen der Tage der Industriekultur, von gestern, heute und morgen. Nach der Spätschicht am Freitag bündelt der 2. Zeitsprungtag 2021 am Samstag, den 18. September das Erbe Westsachsens in einer Vielzahl von Aktionen.
19 kulturelle Einrichtungen und Museen bieten Zeitsprünge in Vergangenes, zeigen derzeitigen Industriestandard oder Ausblicke in die Zukunft. Bei zwei besonderen Stadtführungen erfährt man Interessantes über die in der Tourismusregion Zwickau gelegenen Orte.
Sportlich startet die Stadt Zwickau mit den Priesterhäusern in den Zeitsprungtag. Eine Ausstellung zeigt die Wiege des Wildwasserslaloms in Zwickau. Im Rahmen des Sommersalons stellen in der Galerie am Domhof KünstlerInnen des Kunstverein Zwickau e.V. ihre neuesten Werke aus. Ein Besuch in den KUNSTSAMMLUNGEN ZWICKAU ist immer ein besonderes Erlebnis.
Bei TextilSprüngen mit den Sommer- und Bademoden im Textil- und Rennsportmuseum Hohenstein-Ernstthal (Foto) oder mit Fingerspitzengefühl bei Maschinenpower im Esche-Museum Limbach-Oberfrohna wird das textile Erbe der Region anschaulich gezeigt.
Quer durch alle Zeitzonen führt die kleine Weltreise in der Miniwelt Lichtenstein. Die Paläste der Industriekultur – die Schlösser des Zeitsprunglandes – laden zu verschiedenen Zeitreisen in die Geschichte der Adelshäuser ein.
Im Schloss Wolkenburg fühlt man sich wie zu Gast beim Grafen von Einsiedel, im Motorradmuseum Schloss Augustusburg gibt es Kurzführungen durch eine der bedeutendsten Motorradsammlungen Europas.
Das August Horch Museum in Zwickau lädt zum „Tag der offenen AutoTür“ und lässt sich bei den Autos unter die Motorhauben schauen. Ebenfalls glänzende Oldtimer können Besucher im Oldtimermuseum Culitzsch bestaunen und mit dem URAL LKW im Gelände selbst fahren. Das Stellwerk Wechselburg zeigt die Funktionsweise der 1902 errichteten Anlage. Kleiner, doch nicht weniger spannend, wartet die Modellbahnwelt Waldenburg mit einer Zeitreise durch die Welten auf. Die Stadt Lichtenstein lädt im Daetz-Centrum zu einer Reise in die Zeit ein, in der unsere heutige Mobilität noch ein Zukunftstraum und jedes neue Fahrzeug ein Experiment war. „Vom Feuerzeug zum Radio“ – 50 Jahre Industriegeschichte“ – unter diesem Titel zeigt Stern-Radio Rochlitz wieder seine Schätzchen. Kleine Gäste können im Haus der Entdecker in Reinsdorf wieder staunen, forschen und Brettspiele aus Oma´s Zeiten ausprobieren. Wer anschließend noch weiter in Reinsdorf bleiben möchte, ist herzlich ins Heimat- und Bergbaumuseum Reinsdorf eingeladen, um die Sonderausstellung zur Zwickauer Bergbaugeschichte „Das schwarz Gold“ zu erleben. Die einst schönste Dorfkirche Sachsens, die Matthäuskirche Bockwa, ein Kleinod sakraler Baukunst öffnet ihre Türen.
Lecker wird es in der Brauerei Vielau, die an diesem Tag einen Einblick in die Bierherstellung von vor 100 Jahren gibt und zum gemeinsamen Anstoßen einlädt. Die Tourist Information Zwickau lädt zu einer Schnuppertour durch die Zwickauer Altstadt ein und in Crimmitschau lädt der Nachtwächter auf den Spuren dunkler Geheimnisse zu einem Spaziergang durch die Innenstadt ein.
Bereits vorfristig am Freitag, den 17. September starten die Schlösser Glauchau mit einer Podiumsdiskussion in den Zeitsprungtag. Bei der Tagung des Instituts für Sächsische Geschichte und Volkskunde startet Diskussion zum Interesse der Öffentlichkeit an Schlössern und Burgen, umrahmt von historischer Musik des 18. Jahrhunderts.
Quelle und Foto: Zeitsprungland