28 Dezember 2020

Gewandhaus: Längere Bauzeit, höhere Kosten, vorerst nicht nutzbar

Westsachsen/Zwickau.- Nach vierjähriger Bauzeit ist die Sanierung des historischen Gewandhauses in Zwickau nahezu abgeschlossen. Die Gerüste sind gefallen, die Bauzäune und die Baustelleneinrichtungen in der Gewandhausstraße und auf dem Hauptmarkt sind zurückgebaut.
Die ersten Arbeiten im Gewandhaus begannen Ende 2016. Am heutigen Sonntagvormittag erfolgte die offizielle Übergabe vom „Bau“ (Stadt Zwickau) an die „Kunst“ (Theater Plauen Zwickau gGmbH), so dass ab Anfang Januar der Probebetrieb und der schrittweise Einzug der Beschäftigten des Theaters beginnen kann. Pandemiebedingt fand die symbolische Schlüsselübergabe nur im kleinen Kreis und ohne Öffentlichkeit statt.
Im Rahmen der denkmalgerechten Komplettsanierung und dem Umbau der Zwickauer Spielstätte der Theater Plauen Zwickau gGmbH wurde der Dachstuhl saniert, im Gebäudeinneren erfolgten umfangreiche Rohbauarbeiten, verbunden mit der grundlegenden Änderung des Eingangs- und Foyerbereichs. Die gesamte Gebäudehülle mit Dachdeckung, Fenster und Fassade wurde vollständig erneuert.
Im Gewandhaus sind die gesamte haustechnische Installation und Anlagen, die Bühnentechnik, der Bühnenboden, Akustikelemente, die Bestuhlung, Möblierung, Sanitärräume, etc. neu hergestellt. Die öffentlichen Bereiche, wie Theatersaal, Garderobe und ebenso die Umkleide-, Masken-, Probe- und Aufenthaltsräume für die Theaterschaffenden entsprechen nun dem Stand der Technik. Für die Mitarbeiter des Theaters ist dies eine deutliche Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen.
Bis kurz vor Weihnachten erfolgte die Fertigstellung der Gewerke im Bereich technischen Gebäudeausstattung sowie der Theatertechnik. Die Leistungen der am Bau Beteiligten sind somit weitestgehend abgeschlossen und abgenommen. Trotzdem werden noch Handwerker im Gebäude unterwegs sein und Restleistungen vor allem in den später öffentlich zugänglichen Bereichen sowie bei der Feinjustierung der haustechnischen und theaterspezifischen Anlagen erledigen. Dies erfolgt in Abstimmung mit den Fachleuten des Theaters.
Der ursprünglich vorgesehene Zeitrahmen konnte leider nicht eingehalten werden. Es gab verschiedene Ursachen für die Bauzeitverlängerung. Der Zustand des Gewandhauses erwies sich nach Bauteilöffnungen, die erst nach Beendigung des Spielbetriebes 2016 möglich waren, insbesondere im Dachgeschoss erheblich schlechter als angenommen. Ausschreibungsbedingte Verzögerungen gab es insbesondere durch die notwendige Aufhebung der Vergabe der Saalbestuhlung und die Neuausschreibung in diesem Jahr. Ebenso fielen 2020 pandemiebedingte Erschwernisse an, die zu Verschiebungen in den Lieferketten und veränderten Bauabläufen führten.
Mit dem Vorhabenbeschluss zum Umbau und Sanierung des Gewandhauses waren im März 2016 Gesamtkosten in Höhe von 14,25 Mio. Euro vorgesehen. Mit der Änderung des Vorhabenbeschlusses im März 2019 wurden die Kosten auf 19,5 Mio. Euro fortgeschrieben, die aus heutiger Sicht nicht ausreichen werden. Genau werden die Kosten im Rahmen der Endabrechnung nach Vorlage aller Schlussrechnungen voraussichtlich im März 2021 fachgerecht beziffert.
Das Gewandhaus liegt innerhalb des Geltungsbereichs der städtebaulichen Gesamtmaßnahme „Historischer Stadtkern 2014“. Das Fördergebiet finanziert sich aus Finanzhilfen des Bund-Länder-Programms „Städtebaulicher Denkmalschutz – SDP“ und kommunalen Eigenanteilen. Ziel des Programms ist es, bau- und kulturhistorisch wertvolle Stadtkerne und Stadtbereiche - über die jeweiligen Einzeldenkmale, Straßen und Plätze hinaus - in ihrer baulichen und strukturellen Eigenart und Geschlossenheit zu erhalten, zukunftsfähig weiterzuentwickeln und einer nachhaltigen Nutzung zuzuführen. Die Einzelmaßnahme „Umbau und Sanierung Gewandhaus“ wird hierbei über die Städtebauförderung kofinanziert. Des Weiteren wurden im Rahmen der Giebelsanierung die Erneuerung von Ecksäulen und die Sanierung des Portals mit Mitteln aus dem Sonderprogramm Denkmalspflege durch das Landesamt für Denkmalschutz gefördert.
Angesichts der aktuellen Lage bezüglich der Corona-Pandemie und der zu erwartenden weiteren Einschränkungen bis weit ins neue Jahr hinein, hat das Theater beschlossen, den Spielbetrieb bis vorläufig Ende März einzustellen. Als Wiedereinstieg in den Spielbetrieb ist die Eröffnung des Zwickauer Gewandhauses um Ostern mit Inszenierungen aller Sparten vorgesehen.

 Quelle und Fotos: Stadtverwaltung Zwickau

Koberbachtalsperre: Abenteuer-Golfplatz entsteht am „Seehaus“

Westsachsen/Werdau.- Wer in diesen Tagen zu einem Spaziergang an der Koberbachtalsperre aufbricht, der wird in Höhe des Restaurants „Seehaus“ große Augen machen. Denn seit Ende der Saison wurde, fast schon heimlich, still und leise, kräftig gewerkelt. Entstanden ist, zumindest bereits zu weiten und deutlich sichtbaren Teilen, eine Abenteuer-Golfanlage mit dazugehörigem Kinderspielbereich. Mitarbeiter eines Spezialunternehmens aus Bayern haben neue Wege, Landschaften und Attraktionen gestaltet. Auch die Eigentümer des Areals selbst, die 2018 das Seehaus übernommen hatten, legen kräftig Hand an. Im Frühjahr 2021 sollen die Arbeiten beendet, ein neues Highlight im beliebten Naherholungsgebiet entstanden sein. Damit einher soll auch die Schaffung neuer Arbeitsplätze am Standort gehen. Das Vorhaben ergänzt das bereits Anfang 2020 neu eröffneten Gartenrestaurants mit sanierten Sitzgelegenheiten entlang der barrierefreien Promenade. 

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Werdau

Betrügerischer Anwalt: Das nächste Opfer erstattet Strafanzeige

Westsachsen/Plauen/Zwickau.- Ein weiteres Opfer des umstrittenen Rechtsanwalts Reinhard Schübel hat Strafanzeige gegen den falschen Doktor erstattet (WSZ berichtete). Sowohl bei der Polizei in Plauen, wie auch bei der Zwickauer Staatsanwaltschaft gingen vor Weihnachten entsprechende Schreiben ein. Bernd R. aus Schwarzenbach wirft dem Advokaten, wie einige andere ehemalige Mandanten auch, Betrug vor. Schübel habe Geld von ihm genommen, ohne jemals tätig geworden zu sein. Am 26. November 2015 beauftragte der Montagearbeiter den Anwalt mit der Wahrnehmung seiner Interessen gegenüber dem Bereichsleiter der Firma NOVIS GmbH, Gunther Herold. Konkret sollte eine Schadenersatzklage eingereicht werden. Die Rechnung war schnell geschrieben und R. hat in gutem Glauben bezahlt. Geholfen hat ihm Schübel nicht - im Gegenteil. Schon im Februar 2016 wollte er den unliebsamen Mandanten, der ihn immer wieder an seine Pflichten erinnerte, los werden. Dabei beschimpfte Schübel seinen Auftraggeber mit Vorwürfen wie: er sei sei nicht bei Verstand, hätte Wahnvorstellungen und müsste sich deshalb dringend bei einem Arzt vorstellen. Einer anderen Mandantin unterstellte Schübel außerdem Verschwörungstheorien und abstruse Vorwürfe, weil sie ihm ebenfalls Pflichtverletzungen vorwarf.
Inzwischen laufen etliche Anzeigen gegen den betrügerischen Rechtsanwalt. Im März 2021 findet zudem ein weiterer Gerichtsprozess statt, bei dem es unter anderem um den Verdacht der Urkundenfälschung geht (WSZ berichtete). Schübel wird verdächtigt, an der Überklebung eines gültigen Rechtskraftvermerkes am Amtsgericht Zwickau beteiligt gewesen zu sein.
Ungeachtet dessen hält er seine Anwaltskanzlei geöffnet und hofft weiter auf leichtgläubige Opfer. Obwohl der Hochstapler bis heute keine eigene Doktorarbeit vorweist, prangt an seinem Klingelschild der Aufdruck „Dr.“ Reinhard Schübel (Foto). Mehrere Strafanzeigen wegen Titelmissbrauchs wurden bisher von der Zwickauer Staatsanwaltschaft hartnäckig ignoriert. Warum Schübel in Juristenkreisen offenbar Narrenfreiheit genießt, mag mit seinem Wissen über diverse Schweinereien seiner Berufskollegen zu tun haben. Damit könnte er sicher einige Schlüsselfiguren zu Fall bringen. Sobald jedoch die Öffentlichkeit auch davon erfährt, dürfte der Spuk endgültig vorbei sein.

Jetzt die WSZ kostenlos abonnieren und keine Story mehr verpassen: Hier anmelden

22 Dezember 2020

Nach zehn Monaten Bauzeit: Vermummte geben Zeppelinstraße frei

Westsachsen/Werdau.- Die Zeppelinstraße ist seit den Mittagsstunden des 21. Dezember wieder für den Verkehr freigegeben. Sie wurde seit 24.02.2020 im Bereich Karl-Liebknecht-Straße bis Holzstraße auf einer Gesamtlänge von ca. 270m grundhaft ausgebaut. Vorausgegangen waren Arbeiten der Wasserwerke Zwickau zur Erneuerung des Kanal- und Trinkwassernetzes. Alle Arbeiten waren nur unter Gesamtsperrung zu realisieren. Dies stellte eine große Herausforderung für die Anlieger dar. Für die Maßnahme standen Fördermittel des Freistaates Sachsen in Höhe von ca. 250.000 Euro zur Verfügung. Zu den beauftragten Leistungen der Stadtverwaltung Werdau gehörten unter anderem die Neutrassierung der Bordsteine als Abgrenzung zwischen Fahrbahn und Gehweg, die Erneuerung sämtlicher Straßenabläufe sowie Anschlussleitungen an den Kanal, der Ausbau der Fahrbahn in vollgebundener Bauweise sowie die Erneuerung der Beschilderung. Die Verkehrsfreigabe übenahmen vier vermummte Personen, von denen nach unbestätigten Angaben einer wohl Werdaus Oberbürgermeister Sören Kristensen sein soll...

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Werdau

Erste Erfolge nach Veröffentlichung in der WSZ: Illegale Sprayer erwischt

Westsachsen/Zwickau.- Seit Jahren verunstalten illegale Graffiti-Sprayer Gebäude und Einrichtungen der Stadt. Bisher jagten die Behörden vergeblich hinter den Akteuren her (WSZ berichtete). Jetzt ist es der Polizei erstmals gelungen, ein Sprayer-Trio auf frischer Tat zu schnappen. Nachdem am Samstagabend im Umfeld der GGZ-Arena in Eckersbach mehrere frische großflächige Graffiti gefunden wurden, konnten drei Verdächtige im Alter von 19, 20 und 25 Jahren gestellt werden, die mehrere Spraydosen dabei hatten. Beamte des Polizeirevieres Zwickau führten daraufhin mehrere Wohnungsdurchsuchungen durch. Neben verschiedenen Skizzen und Schablonen wurde auch eine große Anzahl Farbspraydosen gefunden. Welchen Schaden die Sprayer verursacht haben und ob es einen Zusammenhang mit dem kürzlich in die Schlagzeilen geratenen Koordinator des Alten Gasometers gibt, wird derzeit ermittelt.

18 Dezember 2020

Unliebsames Thema: Finanzbürgermeister zensiert Stadtrats-Anfrage

Westsachsen/Zwickau.- Bei der Zwickauer Stadtratssitzung am 17. Dezember kam es zu Unstimmigkeiten darüber, dass die Stadtspitze Anfragen der Stadträte nur noch schriftlich entgegen nimmt und diese dann selbst vorliest. Bis dato galt es als Selbstverständlichkeit, dass Stadträte ihre Anfragen persönlich vortrugen. Das Fragerecht der Stadträte wurde bereits in der November-Sitzung erheblich beschnitten, als Anfragen nur noch schriftlich beantwortet wurden. Nun ging man noch einen Schritt weiter und entmündigte die Stadträte komplett. „Aufgrund der besonderen Situation“ werdern Stadtratsanfragen nun von der Stadtspitze um Constance Arndt (Bürger für Zwickau), Baubürgermeisterin Kathrin Köhler (CDU) und Finanzbürgermeister Sebastian Lasch (SPD) verlesen, sofern sie von den Stadträten zuvor pünktlich eingereicht wurden. Dies hat weitreichende Folgen. Finanzbürgermeister Sebastian Lasch zum Beispiel veränderte die Anfrage des fraktionsfreien Stadtrates Sven Georgi derart, dass wichtige Inhaltspunkte fehlten und der Sinn damit entstellt wurde. Hintergrund der Anfrage waren die Grafiti-Schmierereien, die seit Jahren die Fassaden des Zwickauer Stadtgebietes verschandeln (WSZ berichtete).

Finanzbürgermeister Sebastian Lasch (Foto/SPD) scheint dieses Thema sehr unangenehm zu sein. Seine lapidare Antwort hierzu: „Derartigen Sachbeschädigungen kann nur bedingt entgegengewirkt werden.“ Ein solch lässiger Umgang mit Straftaten, die den Zwickauer Bürgern regelmäßig Schaden zufügen, verwundert weniger, wenn man weiß, dass Lasch selbst enge Kontakte in die militante linksextreme Szene pflegt. So wurde er zum Beispiel neben EX-OBin Pia Findeiß (ebenfalls SPD) und mehreren Zwickauer Stadträten im Herbst 2018 als Ehrengast auf der Veranstaltung „Antifa meets Mitte“ auf dem Zwickauer Neumarkt willkommen geheißen. Einer Versammlung linksextremer Akteure, auf der unter anderem die Bombardierung Dresdens im Jahre 1945 als „erfreuliches Ereignis“ verherrlicht wurde. Dass ein Mensch mit derartigem Umgang nun über die Finanzen der Stadt Zwickau wacht, mag für die Bürger ein verständlicher Grund zur Sorge sein. Wenn dieser nun auch noch die Anfragen von Stadträten zensiert und sinnentstellt wiedergibt, muss die Frage erlaubt sein, wie weit der Seuchenschutz gegen Corona als Vorwand für die Abschaffung kommunalpolitischer und demokrtatischer Routinen herhalten darf. Aus Gründen der Transparenz veröffentlichen wir auf diesem Wege die von Lasch unterdrückte Anfrage in der Originalfassung:

„In Zwickau kommt es aktuell wieder vermehrt zu strafrechtlich relevanten Graffiti-Schmiererein. Ob nun an dem Teehaus am Schlosspark, den neu instandgesetzten Straßenbahnhaltestellen, den Arkaden, dem neu gemachten Hauptmarkt, dem kompletten Innenstadtbereich und vielen weiteren Gebäuden und Flächen. 47 Bilder stehen zur Verfügung. Einen Teil davon habe ich eingereicht. Wie die Westsächsische Zeitung schon mehrfach berichtete, sind die Täter anscheinend bekannt. Die Tags sind an Handschrift und Symbolen zu vergleichen. Darunter befindet sich Red Chaos, UDR (Unter Dem Radar) bzw. die Antifa. Man muss schon mit geschlossenen Augen durch unsere einstmals schöne Stadt gehen, um solche Probleme zu übersehen.
1.Welche Behörde ist zuständig um solche Straftaten entgegenzuwirken?
2.Inwieweit und in welcher Summe belasten diese Beschädigungen den Haushaltsplan der Stadt Zwickau?“

Sven Georgi (unabhängiger Stadtrat)


17 Dezember 2020

Vermisste Person: Herrenloser Rollstuhl sorgt für Großeinsatz

Westsachsen/Werdau.- Heute Vormittag kurz wurden nach 10 Uhr die Ortsfeuerwehren Werdau und Langenhessen zu einer Personensuche an den ersten Teich im Werdauer Landwehrgrund alarmiert. Einer aufmerksamen Bürgerin war ein herrenlos abgestellter Elektrorollstuhl aufgefallen. Nun galt es für die angerückten Kräfte nach dem möglichen Besitzer im angrenzenden Teich zu suchen. Mit 2 Schlauchbooten, zwei Wärmebildkameras und zu Fuß wurde der Bereich gründlich abgesucht. Die Suche verlief ergebnislos. Die ebenfalls im Einsatz befindliche Polizei ging dann einem Hinweis nach, dass die vermisste Person zu Fuß in Richtung Stadtzentrum unterwegs sei. Weiter im Einsatz waren der Rettungsdienst des DRK, die Wasserwacht und die Drohne der Feuerwehr Wilkau-Haßlau.

 

Nach dem Ende des Einsatzes wurde dann bekannt, dass die vermisste Person wohlauf ist. 

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Werdau

Wegen Corona: Giora Feidman–Tour 85 in den Oktober 2021 verschoben

Westsachsen/Zwickau.- Die „Happy Birthday, Giora Feidman – Tour 85“, begleitet von Klezmer Virtuos Giora Feidman (Klarinette) Konstantin Ischenko (Akkordeon) Nina Hacker (Kontrabass) Hila Ofek (Harfe) Andre Tsirlin (Saxophon), die am 3. Januar 2021 in der Lutherkirche stattfinden sollte, wird auf Samstag, 2. Oktober 2021, 20.00 Uhr verschoben. Bereits erworbene Eintrittskarten behalten ihre Gültigkeit für den neuen Termin.
2021 – Ein besonderes Festjahr
Der 85. Ehrentag des großen „King of Klezmer“ Giora Feidman jährt sich gemeinsam mit 1700 Jahren jüdischen Lebens in Deutschland und dem 100. Geburtstag des berühmten argentinischen Komponisten Astor Piazzolla. Mit einzigartigen Interpretationen des Klezmers, Piazzollas Tango Nuevo sowie weltbekannten Melodien und Kompositionen nimmt Giora Feidman sein Publikum anlässlich dieser Feierlichkeiten mit auf eine besondere musikalische Reise. Von traurigen Weisen bis hin zu wilden Tänzen: Giora Feidman verzaubert seine Gäste im Rahmen dieser abwechslungsreichen Geburtstagstournee mit Klängen zwischen Träumen und Lachen, leidvoller Melancholie und halsbrecherischer Virtuosität. Begleitet wird der Maestro von dem Ensemble Klezmer Virtuos, das mit Konstantin Ischenko am Akkordeon, Nina Hacker am Kontrabass, Hila Ofek an der Harfe und Andre Tsirlin am Saxophon Feidmans Klarinette auf eindrucksvolle Weise ergänzt.
Giora Feidman
Musik ist für Giora Feidman nicht einfach nur Musik. Sie ist eine Art der Verständigung über alle Arten von Grenzen hinweg. Ob verschiedene Religionen, Kulturen, Hautfarben oder Traditionen – Giora, selbst als Sohn jüdischer Einwanderer aus Bessarabien am 25. März 1936 in Argentinien geboren, schafft es immer, mit seiner Klarinette Brücken zwischen Völkern und Kulturen zu bauen. Verschiedenste Musikstile schrecken ihn nicht ab, er vermischt sie kurzerhand und macht aus ihnen ein neues, einzigartiges Repertoire. 

Quelle und Foto: MACC Management GmbH

Spielplatzt eröffnet: Kinder, Eltern und Großeltern können sich freuen

Westsachsen/Zwickau.- Auf dem städtischen Grundstück Fichtestraße/Ecke Ebersbrunner Straße ist auf einer Fläche von 270 Quadratmetern eine öffentliche Spielanlage für die Altersgruppe 1 bis 10 Jahre entstanden. Die Kinder sowie auch ihre Eltern und Großeltern können sich freuen über eine Doppelschaukel mit Kleinkindersitz, einen Sandkasten, zwei Federwippen, eine Spielkombination mit Rutsche, Balanciersteg und Kleinkinderschaukel nebst Bank und Papierkorb. Auch an die Pflanzung eines Kirschbaums und einer Hainbuchenhecke ist gedacht worden. Wenngleich das Bauende bereits am 10. Dezember war, ist der Spielplatz momentan noch verschlossen und wird erst im Frühjahr 2021 nach Bodensetzung und Anwuchs des Rasens bei wärmerer Witterung eröffnet.
Mit der Fertigstellung des Areals konnte den Vorgaben aus dem Stadtentwicklungs- und Fördergebietskonzept für das Stadtumbaugebiet „Nieder-/Oberplanitz 2012 - Fortschreibung 2018“ gefolgt werden. Der für diese Maßnahme genutzte Programmteil „Aufwertung“ innerhalb der Städtebauförderung hat es sich unter anderem zur Aufgabe gemacht, städtebauliche Missstände und Funktionsverluste nachhaltig zu mildern und die städtebaulichen Strukturen der Ortsteilzentren als kompakte und soziale Stadtbereiche zu entwickeln. Das ist hervorragend gelungen. Bei insgesamt zuwendungsfähigen Ausgaben und Kosten in Höhe von 100.000 Euro werden 66 2/3 Prozent an Zuwendung ausgereicht. Der städtische Anteil beträgt demnach 33.333,33 Euro.

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

16 Dezember 2020

Ein weiterer Schritt zur Normalität: Das Urteil ist da und alles steht drin

Westsachsen/Zwickau.- Im Kampf um die wort-wörtliche Protokollierung bzw. digitale Prozessbeobachtung bei Gericht ist es dem RechercheTeam der Westsächsischen Zeitung zum ersten Mal gelungen, ein vollständiges Protokoll zu erzwingen. Nachdem das Bundesjustizministerium eine ausführliche Rechtsberatung zu diesem Thema abgeliefert hatte (download hier) war klar, dass die Verschleierungstaktik in Zwickau nicht mehr lange funktionieren kann.
Gestern erhielt die Angeklagte im so genannten Lumpenhundprozess (WSZ berichtete) das schriftliche Urteil. Darin finden sich auch alle Straftaten der Justiz wieder, die von der Betroffenen seit Jahren zur Anzeige gebracht, jedoch von der Zwickauer Staatsanwaltschaft nie abschließend ermittelt wurden. Hier einige Auszüge: „Neben dem bereits im Sachverhalt zitierten Satz enthielt die E-Mail der Angeklagten noch folgenden Wortlaut: ... Er (Richter Lindenberger, Anm. d. R.) fügt mir wissentlich und bewusst weiteren Schaden zu. Das nenne ich Willkür. ... Hiermit beantrage ich zusätzlich und erneut, nach §42 FamFG, die Berichtigung des Beschlusses vom 11.02.2013 - OLG Dresden - Az. 22 UF 436/12 und die Korrektur des falschen Rechtskraftvermerkes auf dem Beschluss des AG Zwickau vom 23.03.2012 - Az. 8 F 1059/07! ...“.
Richter Rupert Geußer (kleines Foto) moniert in diesem Zusammenhang, dass die beanstandete E-Mail nicht nur an den Adressaten Adolf Lindenberger bzw. seinen Dienstherrn, Landgerichtspräsident Dirk Eberhardt Kirst ging, sondern im Verteiler auch an die Generalstaatsanwaltschaft Dresden, das OLG Dresden, die Polizeidirektion Zwickau, den Sächsischen Landtag, das Sächsische Justizministerium, den Sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer CDU), den Landtagsabgeordneten Mario Pecher (SPD), Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD), die Sächsische Sozialministerin Petra Köpping (SPD) und weitere Persönlichkeiten aus Justiz und Kommunalpolitik, aber auch an einen Mitarbeiter der Freien Presse gerichtet war.
Damit bestätigt er indirekt, dass all diese Persönlichkeiten vom falschen Rechtskraftvermerk und der illegalen Überklebung wissen, ohne in ihrer jeweiligen Funktion tätig zu werden. Weder die Generalstaatsanwaltschaft, das OLG Dresden, der Sächsische Landtag noch das Justizministerium oder der Sächsische Ministerpräsident scheren sich offenbar um die Einhaltung gültigen Rechts, und die „Freie“ Presse hält es nicht für nötig, darüber zu berichten.

Jetzt die WSZ kostenlos abonnieren und keine Story mehr verpassen: Hier anmelden