29 November 2019

Klöppelgruppe verwandelt Weihnachtsbaum in ein wahres Kunstwerk

Werdau.- Mit viel Liebe zum Detail haben die rund 20 Mitglieder der Werdauer Klöppelgruppe der Volkssolidarität nunmehr bereits zum dritten Mal den Weihnachtsschmuck für den Tannenbaum im Rathaus der Pleißestadt gestaltet.
Insgesamt etwa 90 liebevoll gestaltete, einmalige Kunstwerke zieren seit Ende November den Baum, der sich im ersten Obergeschoss befindet. Der aufmerksame Betrachter wird schnell feststellen, mit wie viel Auge fürs Detail der Weihnachtsschmuck entstand. Für jedes einzelne der Unikate nahmen sich die Klöppelfrauen zwischen drei und fünf Stunden Zeit. Mit ihrem Engagement wollen sie, wie schon beim Osterbrunnen, zu den vielen schönen Projekten und der guten Entwicklung der Stadt einen eigenen Beitrag leisten. Und vielleicht findet sich dadurch ja auch noch der eine oder andere neue Mitstreiter.

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Werdau

28 November 2019

Interview: „Ein Fisch lernt nicht fliegen, weil der Teufel ihm das befiehlt“

Berlin/Westsachsen.- „Aktueller kann ein Thema nicht sein, als unsere Musik“, sagt Andy Habermann, Sänger und Gitarrist der Berliner Rockband WUTBÜRGER. „Nicht nur, dass die Volkslieder aus dem Musikunterricht verbannt werden, es wird auch jeder an den Pranger gestellt, der nicht systemkonform singt“, so seine Erfahrung. Wir haben den 35-jährigen Musiker zum Interview getroffen. Seine An-, Ein- und Aussichten über uns als Deutsche sind bemerkenswert.
WSZ: Was unterscheidet Euch von anderen Rockbands in Deutschland?
Andy: „Sachen, die uns auf den Sack gehen, die werden angesprochen. Da ist es scheißegal, ob das ein Tierschänder oder ein Kinderschänder ist, ob's dämliche Politiker sind, das spielt für uns keine Rolle. Wir nehmen auch kein Blatt vor den Mund, auch bei Themen, die angeblich zu sensibel sind. In der Musikszene darf man ja heutzutage nur linksradikal sein.“
WSZ: Wie tolerant und wie gesellschaftskritisch wollt Ihr sein?
Andy: „Privat beschäftigte ich mich intensiv mit dem Wandel unserer Gesellschaft und schrieb unter anderem Artikel in Blogs. Nach dem offiziellen Aus von „Rotlicht“, meiner früheren Band, war mir klar: Jetzt Rockmusik! Mein Umfeld war und ist pluralistisch. Ich habe sogar Freunde aus Friedrichshain, die sich eher als links bezeichnen würden. Selbst diese schreiben mich an und wünschen mir Kraft. Das ist ein wichtiges Zeichen. Pluralismus muss erlaubt sein. Wir als Band machen es vor. Mein Keyboarder ist absolut liberal, mein Drummer neutral, mein Basser und ich sind eher rechts. Wir machen es der Gesellschaft vor, indem wir gemeinsame Probleme angreifen. Eine Band besteht aus vielen Personen, die gemeinsam ein Gesicht bilden. Das ist unseres Erachtens nach gesellschaftskritisch und patriotisch.“
WSZ: Wie ist Dein Verhältnis zur AfD, der Du als aktives Mitglied und Funktionär angehörst?
Andy: „Ich habe mich schon zur Geburtsstunde der AfD für diese Partei interessiert. Als sich unsere ganze politische Lage zuspitzte, entschied ich mich, dort als einfaches Mitglied einzusteigen. Die WUTBÜRGER kamen erst später dazu. Mir reichte die Ortsverbandsarbeit nicht mehr aus. Ich will immer etwas bewegen. Nun hat es sich aber in diesem Jahr so ergeben, dass ich in höheren Ämtern meinen Mann stehen durfte. Im ersten Moment passt das wohl nicht zusammen. Rock'n Roll und trockene Parteiarbeit? Es ist sehr wohl untypisch. Aber jeder, der mich kennt weiß, dass ich insgesamt sehr untypisch bin. Ich weiß, dass mein kompletter Ortsverband geschlossen hinter mir steht. Was die oberen Instanzen machen, überlasse ich denen.“
WSZ: Wie geht Ihr mit den ständigen Anfeindungen aus der linken Szene um?
Andy: „Teilweise wurden Adressen von Band-Mitgliedern veröffentlicht. Mit dem Hinweis, denjenigen mal zu besuchen. Leute wurden auf der Arbeit besucht. Es wurde mit dem Chef gesprochen, ob er das nicht doof findet. Kunden wurden angesprochen, aber die haben sich davon nicht schocken lassen. Bei unserem Gitarristen war es anders. Der wurde auf Anraten eines Centermanager als Security versetzt. Ein anderer Gitarrist ist aus der Band ausgestiegen. Seine Tochter wollte bei der Polizei eine Ausbildung machen. Ihr wurde nahegelegt, dass sie keine Chance hat, wenn der Vater in dieser Band mitspielt. Platten wurden aus dem Sortiment genommen. Linke Vereine hatten unsere Vertriebe und Partner angeschrieben. Ich meine, von Menschen die Autos anzünden, die Familienväter zum ersten Mai mit Steinen beschmeisen, mir etwas über Moral erzählen zu lassen, halte ich für schwierig.“
WSZ: Wie war Euer erstes Konzert?
Andy: „Dazu kam es gar nicht erst. Es gab Polizei-Hundertschaften die dort auftauchten, teilweise mit Maschinengewehren, die Züge abfingen, damit die Leute gar nicht erst von den Bahnhöfen runterkamen. Danach ging die Produktion unseres Albums los, welches voraussichtlich im Januar fertig wird. Es wird eine Überraschung bleiben, wie sich die nächsten Konzerte entwickeln. Die Angst scheint ja wahnsinnig groß zu sein, wegen einer Band, die nicht mal zwei Jahre existiert. Ich denke mit dem Konzertverbot haben wir einen neuen Rekord in Deutschland gesetzt.“
WSZ: Wie fühlt man sich, wenn man von Behörden und Medien verfolgt wird?
Andy: „Im Moment ertrage ich es einfach. Die Presse verfolgt mich, so wie auch die Streifenwagen. Noch bin ich geduldig und genügsam. Ich weiß, dass das alles nur passiert, weil ich das richtige tue. Wenn dich ein Unrechtsstaat verfolgt und dich ändern will, musst du ja theoretisch auf der guten Seite stehen. Sie wollen mich aus der Reserve locken. Provozieren mich in jeder Lebenslage. Sie wissen um mein Temperament und erhoffen sich neue Schlagzeilen.“
WSZ: Woher nehmt Ihr die Motivation, weiter zu machen?
Andy: „Diese tausenden Menschen da draußen, die im Großen und Ganzen dasselbe denken, sollten endlich aufhören, sich in diese vielen Gruppen zu spalten. Wenn wir eine Bewegung sein wollen, müssen wir eine große Familie sein. Eine Gesellschaft kann diese Hürden überwinden, indem sie sich wieder auf's wesentliche konzentriert. Familie, Freundschaft, Nachbarschaft. Nicht ohne Grund probiert unsere Elite, genau diese Faktoren auszumerzen. Wenn wir wieder anfangen, kleine Gemeinschaften zu bilden, lernen wir auch wieder Kompromissbereitschaft und Zusammenhalt. Wie soll das im Großen funktionieren, wenn wir es nicht mal im Kleinen hinbekommen. Natürlich reicht das allein nicht. Es muss mehr Arsch in die Hose. Nicht am Kneipentisch werden die Probleme gelöst, sondern in der Öffentlichkeit. Ähnlich sehe ich das jetzt in meinem Fall. Ich halte meinem Kopf nicht nur für mich und meine Kinder hin. Ich tue das für jeden Landsmann, der für eine freiheitlich-demokratische Grundordnung kämpft. Diese wieder herzustellen und geltendes Recht wieder durchzusetzen, ist mein Ansporn. Jeder Angriff auf mich, ist ein Angriff auf die komplette Patrioten-Szene. Ein Anschlag auf einen kompletten Zeitgeist. Dass ich meine Heimat liebe und beschütze, ist einfach in mir einprogrammiert. Das wird keine Behörde dieser Welt ändern. Ein Fisch lernt nicht fliegen, weil der Teufel ihm das befiehlt.“
WSZ: Die aktuellen Schlagzeilen bringen Dich zum schmunzeln?
Andy: „Es ist an Lächerlichkeit kaum mehr zu überbieten. Laut Brandenburger Verfassungsschutz wurden wir als rechtsextremistische Band eingestuft, weil unsere Kleidung szenetypisch ist, ein Ex-Gitarrist ein kleines Tattoo auf dem Arm hat, dessen Kontext aus dem Rockermilleu stammt und somit legal ist, und weil ich einen Post machte, in dem ich die Identitäre Bewegung (IB) in ein gutes Licht gestellt habe. Übrigens wird in diesem VS-Bericht die IB als rechtsextremistisch bezeichnet, was jedoch laut einem Urteil aus Köln schon seit längerem verboten ist.“
WSZ: Was willst Du den Leuten sonst noch mit auf den Weg geben?
„Lasst Euch davon nicht abschrecken. Jeder hat das Recht, seine Meinung offen zu äußern. Nur so wird sich der Nächste vielleicht trauen. Menschen sind Herdentiere. Die Mutigen müssen es den zurückhaltenden vormachen, es ihnen quasi beibringen. Das Gefühl, in der Unterzahl zu sein, ist eine Täuschung. Wir sind mehr, als Ihr denkt. Was das Tragen der Botschaften in die große Öffentlichkeit betrifft, können und müssen sich die Menschen auf Künstler und Bands verlassen, die den kürzeren Weg zur Presse haben. Genau die muss man unterstützen. Das sind die Menschen, denen das Leben schwer gemacht wird. Sie halten für alle anderen den Kopf hin. Das Mindeste ist dann doch, diese Künstler mit jeder Körperzelle zu unterstützen.“
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Adventsfest: Bad Elster strahlt im weihnachtlichen Lichterglanz

Bad Elster.- Am zweiten Adventswochenende, vom 6. bis 8. Dezember, findet in den leuchtenden Königlichen Anlagen Bad Elsters wieder das jährliche Adventsfest rund um die wunderschöne Pyramide auf dem Badeplatz statt. Ein buntes Veranstaltungsprogramm setzt dabei künstlerische Akzente, gestandene Weihnachtsmänner musizieren für die Gäste, ein liebevoller Handwerkermarkt lockt in die weihnachtliche KunstWandelhalle und ganz Bad Elster strahlt im weihnachtlichen Lichterglanz.
„Erstmals findet in diesem Jahr die stimmungsvolle Eröffnung des Adventsfestes mit dem »Anschieben der Pyramide« durch die Brunnenkönigin und den Bürgermeister bereits am Freitag um 17.00 Uhr auf dem Badeplatz statt“ freut sich Thomas Röh vom örtlichen Tourismus- und Gewerbeverein und fügt hinzu: „Gemeinsam mit den Mitveranstaltern der Chursächsischen Veranstaltungs GmbH, der Sächsischen Staatsbäder GmbH und der Stadt Bad Elster möchten wir so unser Adventsfest besonders stimmungsvoll im Lichterglanz der historischen Bäderarchitektur eröffnen.“
Der Adventsfest-Samstag wird traditionell mit dem Anschnitt des Riesenstollens feierlich zelebriert, danach findet in der KunstWandelhalle um 11.00 Uhr ein Weihnachtskonzert mit Christmas Songs auf Gitarre & Saxophon und um 14.30 Uhr das Chorkonzert der Grundschule Bad Elster statt. Um 16.00 Uhr fährt der Weihnachtsmann in seiner Weihnachtskutsche auf dem Badeplatz ein und bringt allen braven Kindern kleine Geschenke. „Als ganz besonderes Liveevent wird in diesem Jahr der MDR Sachsenspiegel ab 18.30 Uhr mit seiner TV-Weihnachtstour in Bad Elster gastieren!“ freut sich Röh und erklärt: „Dabei wird der MDR live vom Adventsfest den Elsteranern eine spezielle Tagesaufgabe stellen, die wir dann gemeinsam stemmen müssen. Wir freuen uns jetzt schon sehr darauf und hoffen auf eine breite Unterstützung von Elsteranern und Gästen, um unser Bad Elster bestens zu präsentieren!“ Nach dieser Liveshow lädt DJ Matthias dann wieder zur großen »Aprés-Party« rund um die Pyramide mit passenden Hits und Glühwein ein.
Der zweiten Adventssonntag wird mit einem Programm der Kita »Elsternest« und einem Konzert des Vogtlandchor Vocapella in der KunstWandelhalle eröffnet, den ganzen Nachmittag gibt es animierten Kinderspaß und die Markneukirchner Weihnachtsmänner spielen auf. Um 15.30 Uhr gibt es für alle kleinen und großen Zuschauer in der KunstWandelhalle das Märchen »Tischlein deck Dich« als lustiges Puppenspiel, bevor dann um 16.30 Uhr der Weihnachtsmann alle Kinder mit seiner Weihnachtskutsche besucht und der Posaunenchor Bad Elster im Anschluss den festlichen Ausklang des Adventsfestes in Bad Elster zelebriert.
Abgerundet wird das weihnachtliche Festwochenende in der Kultur- und Festspielstadt Bad Elster mit besonderen Erlebnissen im König Albert Theater: So lädt am Freitag der Chor der Chursächsischen Philharmonie zum „Großen Nikolaussingen“ (06.12.), am Samstag begeistert der Weihnachtsballettklassiker „Der Nussknacker“ (07.12.) und am Sonntag lädt Publikumsliebling Ulrich Tukur mit seinen Rhythmus Boys (08.12.) zu einem begeisternden Theaterkonzert ein. Die Kombination der Angebote macht dabei den besonderen Reiz Bad Elsters aus: Heute eine Wanderung durch eine der reizvollsten Winterlandschaften Sachsens, morgen die große Welt der Unterhaltung im König Albert Theater und danach Entspannung pur mit den hervorragenden Erholungsangeboten der Soletherme & Saunawelt Bad Elsters - so schweben Körper und Geist auf anspruchsvolle Weise! Alle Infos: 037437/ 53 900 | www.badelster.de

26 November 2019

Kinder basteln für eine zauberhafte Weihnachtslandschaft

Zwickau.- Vor allem für die Kinder beginnt jetzt die wohl schönste Zeit des Jahres – die Advents- und Vorweihnachtszeit. Mit heutiger Öffnung des Weihnachtsmarktes verwandelt sich die Zwickauer Innenstadt wieder in eine zauberhafte Weihnachtslandschaft mit leckerem Lebkuchenduft, festlich geschmückten Buden und viel Lichterglanz.
Auch der Eingangsbereich des Rathauses und der Domhof werden immer schöner. Hier stehen seit den Morgenstunden insgesamt 23 frisch geschlagene Nordmanntannen, die auch in diesem Jahr von den Kitas in kommunaler und freier Trägerschaft geschmückt werden. Ihrer schönen Tradition folgend verwandelten heute Vormittag die Mädchen und Jungen die ersten Bäume in kleine Schmuckstücke. In den vergangenen Wochen wurde eifrig Material gesammelt, anschließend „verbastelt“ und heute dekorativ in Szene gesetzt. Zu sehen sind u. a. kleine Tannenzapfen-Kobolde, Perlen-Sterne, Wallnuss-Ringe, Salzteig-Plätzchen, Krepp- und Transparent-Bäumchen.
Einige Kitas schmücken am Mittwoch noch weitere Bäume und machen die Gruppe dann komplett. Bis voraussichtlich Freitag, 20. Dezember können die weihnachtlich verzierten Tannen bestaunt werden und möchten ebenso zum vorweihnachtlichen Basteln anregen.

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

25 November 2019

Oberes Schloss Greiz: Erkundungen im Wahrzeichen der Stadt

Greiz.- Das Obere Schloss ist ein weithin bekanntes, architektonisch wertvolles und markantes Kulturdenkmal, das jeden Betrachter in seinen Bann zieht. Als Wahrzeichen vergangener deutscher Geschichte gibt es dem reizvollen Greizer Landschaftsbild im Tal der Weißen Elster ein charakteristisches Gepräge. Als ehemaliges Residenzschloss wartet es mit einer interessanten und wechselvollen Geschichte auf.
Im Rahmen einer öffentlichen Schlossführung über das Gelände des Oberen Schlosses Greiz können alle Interessierten am Samstag, 30.11.2019, auf den Spuren der einstmals fürstlichen Bewohner des Oberen Schlosses wandeln und Episoden aus der Vergangenheit und Gegenwart des beeindruckenden Schlosses erfahren. Die Besichtigung des Fürstlichen Marstalls, des Brunnenraumes und des Gefängnisses sind unter anderem Inhalt des Rundganges.
Für Fragen rund um die öffentliche Führung auf dem Oberen Schloss Greiz stehen die Mitarbeiterinnen der Tourist-Information Greiz unter Tel. 03661 – 689815 zur Verfügung. Internet: www.greiz.de

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Greiz

Bad Elster: Dominique Horwitz zum Ehrenkünstler ernannt

Bad Elster.- Am Samstag wurde der Film- und Bühnenstar Dominique Horwitz zum Ehrenkünstler des König Albert Theaters Bad Elster ernannt. Die Urkunde dazu wurde dem in Weimar lebenden Publikumsliebling durch Verwaltungsdirektorin Heike Schlack von der Chursächsischen Veranstaltungsgesellschaft im Zuge seines Konzertabends zu John Gays „The Beggar’s Opera“ im König Albert Theater überreicht. „Mit dieser Auszeichnung möchten wir Dominique Horwitz würdigen, da er durch seine besondere künstlerische Ausstrahlung und seine langjährige Verbundenheit zum König Albert Theater die Kultur- Festspielstadt Bad Elster insgesamt stark bereichert“ erklärt Schlack und ergänzt: „Es ist uns dabei ein Bedürfnis, ihm dafür im Namen des Theaterpublikums und ganz Bad Elsters offiziell Danke zu sagen.“
Das König Albert Theater Bad Elster ist eines der prachtvollsten Hoftheater überhaupt und blickt auf eine über 100-jährige Geschichte zurück. Seit den Anfängen des Theaterbetriebs gastierten in Bad Elster regelmäßig »chursächsische« Kulturpartner wie das Königliche Hoftheater Dresden (heutige Semperoper und Staatsschauspiel), die Sächsische Staatskapelle Dresden, die Hoftheater aus Altenburg und Gera, die Dresdner Philharmonie, die Landesbühnen Sachsen und viele mehr, wobei diese das Haus nachhaltig mit ihrer Repertoirevielfalt prägten. Die erstmals in der Spielzeit 2009/2010 verliehene Ehrenkünstlerschaft des Theaters erhielten außerdem u.a. die Publikumslieblinge Wolfgang Stumph, Matthias Grünert, Johannes Heesters, Rolf Hoppe, Jan Vogler, Tom Pauls, Hugo Strasser, Ute Freudenberg, Dr. Nike Wagner, Midori (USA), Heinz-Rudolf Kunze, Ute Lemper und die Semperoper Dresden. Seit dem Jahr 2015 ist das König Albert Theater Bad Elster zudem ein fester Bestandteil der Europastraße der historischen Theater und somit ein wichtiger kulturtouristischer Leuchtturm Mitteldeutschlands. Aufgrund des herausragenden, ganzjährigen Spielplanes ist das König Albert Theater heute zur bedeutendsten Veranstaltungsstätte der Region avanciert, welche dem Kulturleben des Vogtlandes, Sachsens sowie der Euregio Egrensis entscheidende Impulse verleiht. | www.koenig-albert-theater.de

Foto: Florian Hermenau

20 November 2019

Zwickauer Justiz-Skandal: Deckt Gemkow aktive Stasi-Seilschaften?

Zwickau/Glauchau/Dresden.- Es klingt wie ein Treppenwitz der Geschichte und ist dennoch traurige Realität. 30 Jahre nach der politischen Wende in Ostdeutschland sitzen nach wie vor ehemalige Stasi-Mitarbeiter in Machtpositionen und tyrannisieren das Volk. Sie brauchen keinerlei Konsequenzen zu fürchten, wenn sie von höchster Stelle gedeckt werden. So wie es gerade im Zwickauer Justiz-Skandal offenbar wird.
Ein konkretes Beispiel ist der leitende Oberstaatsanwalt Uwe Wiegner (Foto), der schon zu Vorwendezeiten in Glauchau als Staatsanwalt tätig war und auch heute noch mit geheimdienstlichen Verhaltensweisen auffällt. Eine Nachfrage beim zuständigen Justizminister Sebsastian Gemkow hat ergeben, dass „bereits vor dem 3. Oktober 1990 in der früheren DDR als Richter oder Staatsanwälte tätige Personen, die sich um eine Übernahme in den Justizdienst des Freistaates Sachsen beworben hatten, zusätzlich durch Richterwahlausschüsse und Staatsanwaltsüberprüfungsausschüsse auf der Grundlage von Anlage 1, Kapitel III, Sachgebiet A, Abschnitt III, Nr. 8 Maßgabe o des Einigungsvertrages überprüft wurden. Ziel der Überprüfung war die Ermittlung einer eventuellen persönlichen und beruflichen Verstrickung in das System der DDR.“
Im Klartext heißt das, seit der Wiedervereinigung fand keine Überprüfung mehr statt. Vor dem Hintergrund, dass auch heute noch ständig neue Akten gefunden und gesichtet werden, die mögliche Stasiverstrickungen offenlegen können, ist dies geradezu eine Farce.
Wiegner weigert sich nach wie vor beharrlich, einer Überprüfung durch die Stasiunterlagenbehörde zuzustimmen. Einen diesbezüglichen Antrag nahm er zu seinen Akten, ohne ihn zu unterzeichnen. Für Opfer des Justiz- und Stasi-Systems gibt es den Antrag zur Überprüfung auf inoffizielle oder hauptamtliche Mitarbeit beim Staatssicherheitsdienste der ehemaligen DDR hier zum Download

Foto:  HP Sächsische Staatskanzlei

Stadttheater Glauchau: Willkommen in Guidos Haus!

Glauchau.- „...und sie lebten glücklich bis an ihr Lebensende.“ Aber wie sieht dieses „glücklich“ eigentlich aus? Denn „beim Happy End wird jewöhnlich abjeblend’t“ (K. Tucholsky).
Doch nicht so bei der Theatergruppe NORAH des Stadttheaters Glauchau!
Schneewittchen bekommt mit ihrem Prinzen ein Kind. Da fast die Hälfte aller Ehen geschieden wird, wächst das Kind mit einer alleinerziehenden Mutter auf. Doch als Schneewittchen es mit der Fürsorge zu gut meint und ihre Tochter Blanchette nicht einmal die Schule besuchen darf, macht diese sich aus dem Staub. Auf ihrer abenteuerlichen Flucht trifft sie auf die obdachlosen Siebenzwerge. Als Schneewittchen ihre Tochter zu suchen beginnt, muss sie erfahren, dass sich Blanche in den Fängen des psychopathischen Guido befindet. Aber wer ist Schneewittchen wirklich? Und was hat es mit dem mysteriösen Menschenfänger und „Guidos Haus“ auf sich?
Premiere am 22.11.2019 um 19:30, weitere Vorstellung am 23.11.2019 im Stadttheater Glauchau.
Das Theaterensemble NORAH zur Aufführung „Der Drache“ am 27.10.2017 im Glauchauer Stadttheater.

Bad Elster erfüllt Chursächsische Winterträume

Bad Elster.- „Wenn die stimmige Adventsbeleuchtung die Königlichen Anlagen Bad Elsters im Zauber des Weihnachtslichts erstrahlen lässt, eröffnet die Kultur- und Festspielstadt wieder ein facettenreiches Festivalprogramm“ freut sich Festival-Intendant GMD Florian Merz von der Chursächsischen Veranstaltungsgesellschaft und führt vorfreudig aus: „Nach einer stimmungsvollen Wintertraum-Eröffnung mit barocker Chorsinfonik der Chursächsischen Philharmonie am 29. November stehen dabei auch klangvolle Höhepunkte wie die Weihnachtskonzerte von Weltstar Deborah Sasson (15.12.), den Wiener Sängerknaben (19.12.) oder Trompetenstar Ludwig Güttler (21.12.) im kulturellen Adventskalender unseres weihnachtlichen König Albert Theaters“.
Weitere kulturelle Adventstürchen öffnen Publikumsliebling Maximilian Arland (30.11.), der Bühnenstar Ulrich Tukur (08.12.), die charmanten Hauptstadttenöre (13.12.), die berühmte Vogtländerin Stefanie Hertel (14.12.) und das Schauspielpaar Andrea Sawatzki & Christian Berkel zwei Tage vor Heiligabend. Doch auch für Familien bietet Bad Elster stimmungsvolle Unterhaltung: Mit „Schneeweißchen & Rosenrot“ (01.12.) und der „Hexe Baba Jaga“ (27. & 28.12.) locken so zwei Märchenklassiker zu knusprigen Theaterbesuchen, bevor heitere „Feuerwerke der Operette“ das Jahr am Silvesterabend beenden. Abgerundet wird diese leuchtende Weihnachtszeit mit dem bunten Adventsfest Bad Elster rund um die Pyramide, einer großen Weihnachtsbaum-Erlebniswelt in Markneukirchen sowie liebevollen Weihnachtsmärkten im gesamten Weihnachtswunderland des Oberen Vogtlands.

Foto: Jan Bräuer

19 November 2019

Zwickauer Justiz-Skandal: Dresdner Bürgermeister ist „der Schuldige“

Werdau/Zwickau/Dresden.- Im Fall der nachgewiesenen Urkundenfälschung am Zwickauer Amtsgericht kommen immer neue Verstrickungen ans Licht. Jetzt wurde bekannt, dass auch ein Richter am Oberlandesgericht Dresden (OLG) seine Finger mit im Spiel hatte. Brisant: Dieser Richter ist heute Bürgermeister für den Geschäftsbereich Finanzen, Personal und Recht in Dresden. Peter Lames (SPD/Foto oben) unterschrieb in seiner Eigenschaft als Richter am OLG im Mai 2012 eine „Berufung“, die zu dieser Zeit nach §64 FamFG schon lange nicht mehr zulässig war. Ab 2010 gab es nur noch das Rechtsmittel der „Beschwerde“. Nachzulesen unter anderem hier: dejure.org. Das bedeutet im Klartext, Richter Lames hat entweder vorsätzlich falsch quitiert oder seine Hausaufgaben in Form von Weiterbildungen verschlafen. Was auch immer die Ursache war, die Auswirkungen sind für die Betroffene bis heute verheerend.
Rechtsanwalt Martin Braukmann (Foto unten) wirft dem heutigen Bürgermeister gegenüber seiner Mandantin vor: „Der eigentlich Schuldige ist Herr Lames. Der hat Ihnen den Schaden zugefügt...“.  Braukmann war Landtagskandidat der AfD und wurde im Falle eines Wahlsieges seiner Partei im September 2019 als möglicher Justizminister für Sachsen gehandelt. Aufgrund der Listenstreichung durch den Landeswahlausschuss schaffte er den Sprung in den Landtag allerdings nicht.
Peter Lames, mit dem Schreiben und seiner Unterschrift von damals konfrontiert, äußerte sich bisher nicht zu den Vorwürfen. In einem früheren Statemant sagte er sinngemäß, dass er über seine Tätigkeit als Richter keine öffentlichen Erklärungen mehr abgeben will. Dazu sagt die Betroffene: „Das zeigt deutlich, dass auch er es mit dem ,Rechtsstaat Deutschland' nicht so genau nimmt.“ Ein Angebot zur Wiedergutmachung erhielt sie bis heute nicht.

Fotos: HP Lames / HP Braukmann