31 März 2021

Sonderausstellung: Zwickauer Exponate gehen nach Chemnitz

Westsachsen/Zwickau/Chemnitz.-
Fünf wertvolle Exponate aus dem Zwickauer Stadtarchiv, den KUNSTSAMMLUNGEN und den Priesterhäusern ergänzen eine Sonderausstellung im SMAC Chemnitz. Wenn am Donnerstag, dem 1. April 2021 um 18 Uhr im Staatlichen Museum für Archäologie Chemnitz – kurz: SMAC – die neue Sonderausstellung unter dem Titel „DIE STADT. Zwischen Skyline und Latrine“ digital eröffnet wird, sind auch fünf wichtige Exponate aus den Zwickauer Kultureinrichtungen zu sehen.
So zeigen die Priesterhäuser einen Schwurblock („Eidstöckchen“), der farbig gefasst und auf das Jahr 1547 datiert ist. Er hat die Gestalt eines Reliquienschreins und trägt – wahrscheinlich als Warnung vor Meineiden – die Aufschrift „DV SOLT NIT SCHWEREN BEDENCK DAS ENDE“. Auf einer Seite ist der Schwurblock mit einer Kreuzigungsszene bemalt, auf der anderen Seite ist Christus als Weltenrichter dargestellt. Es stammt aus der ehemaligen Gerichtsstube in Zwickau.
Die KUNSTSAMMLUNGEN ZWICKAU Max-Pechstein-Museum stellen ein Ölgemälde eines unbekannten Malers mit der Bezeichnung „Zwickau – Das Obere Tor“, angefertigt nach einer Lithografie der Herzog Chronik von Zwickau (dort datiert 1882), als Leihgabe zur Verfügung. Zu sehen ist darauf das Stadttor mit der dazugehörigen Stadtmauer, der Grabenbrücke und dem Schlagbaum. Im Turm befindet sich eine Tafel mit einem eingelassenen Schwan, dem Wappentier der Stadt Zwickau. Rechts des Turmes erkennt man ein Haus mit einem Staffelgiebel. („Dünnebierhaus“). Das Bild wurde in Vorbereitung der Ausstellung konservatorisch behandelt, d.h. die Oberflächen wurden gereinigt und die losen Malschichtpartien wieder gefestigt und planiert sowie der Firnis abgenommen. So erstrahlt es wieder in einem freundlichen Licht.
Das Stadtarchiv Zwickau steuert eines seiner wertvollsten Exponate und gleichzeitig einen der Höhepunkte in der Ausstellung bei: Den Codex Statutorum Zviccaviensium, das Zwickauer Stadtrechtsbuch, aus dem Jahr 1348. Er fixiert erstmals das Gewohnheitsrecht für unsere Stadt und zählt zu den ältesten schriftlichen Überlieferungen im Stadtarchiv. Als eigenständige Quelle zur Sozial-, Wirtschafts- und Politikgeschichte mit überregionaler Ausstrahlkraft steht er auf einer Stufe mit dem Freiberger Stadtrecht von 1300 und gilt als Vorlage für weitere Stadtrechtskodifizierungen. Angelegt von „Heinrich dem Schreiber“ hat er aufgrund seiner Rechtsbedeutung und seiner verwaltungsleitenden Funktion einen besonderen Schutz genossen, weshalb er viele Brände, v.a. den großen Stadtbrand von 1403, unbeschadet überstanden hat. Neben der in Deutsch verfassten Beschreibung der Bürgerrechte und -pflichten enthält er die ersten Handwerks-ordnungen: in diesem Zusammenhang auch die Ersterwähnung des Gebrauchs von Steinkohle durch die Schmiede. Von besonderem Wert sind die farbigen Miniatur-zeichnungen mittelalterlicher Strafen, da Zwickau zu dieser Zeit Inhaber der hohen Gerichtsbarkeit war – ein Recht, was nur wenigen anderen Städten zustand. Der Codex befindet sich in einem hervorragenden Zustand, lediglich der Einband wurde 2019 restauriert. Mittlerweile liegt er in digitaler Form vor, so dass das Original nicht mehr in die Hand genommen werden muss. Eine große Ausnahme stellt nun die Ausstellung in Chemnitz dar, in der das Original aus konservatorischen Gründen vier Wochen zu Beginn und zwei Wochen vor Ende der Ausstellung den Besuchern präsentiert wird. Darüber hinaus gehen noch der älteste bekannte Siegelstempel der Stadt aus dem Jahr 1290 und ein Stadtsiegel aus rotem Wachs aus dem Jahr 1473 auf die Reise nach Chemnitz.
Die Ausstellung ist vom 1. April bis zum 26. September 2021 bis zu einer Öffnung der Museen vorerst online zu sehen. In der Schau geht es um die Stadt als kulturübergreifendes Phänomen und zentraler Ort in komplexen Gesellschaften. Ausgangspunkt ist die sächsische Stadtarchäologie, die Schichten und Spuren freilegt, welche unsere Städte oft bis heute prägen. Exponate kommen aus Städten des Zweistromlandes, der klassischen Antike, des Mittelalters, der Neuzeit und vielleicht sogar der „Zukunft“.

Quelle und Fotos: Stadtverwaltung Zwickau

30 März 2021

Saisonbeginn: Erste Brunnen und Wasserspiele sprudeln wieder

Westsachsen/Zwickau.-
In diesem Jahr konnte aufgrund der wechselhaften und zum Teil ungünstigen Witterungsbedingungen erst Mitte März mit der Überprüfung, Reinigung und Komplettierung der Brunnenanlagen begonnen werden. Diese Arbeiten sind nun weitestgehend abgeschlossen. Somit konnten heute die ersten Brunnenanlagen in Betrieb gehen. Hierzu zählen der Kinderreigen vorm frisch sanierten Gewandhaus, das Wasserlichtspiel auf dem Westspiegel des Hauptmarktes und die Brunnen auf dem Domhof und dem Kornmarkt. Auch die neu angelegte Brunnenanlage am Vereinsheim in Schlunzig läuft bereits.
Bis Ostern folgen noch das Brunnenensemble an der Katharinenstraße und der Schwanenbrunnen im Schwanenteichpark. Nach Ostern werden dann noch der Amorbrunnen im Park „Neue Welt“ und der Fischbrunnen in Planitz zugeschaltet. Die Inbetriebnahme des Freundschaftsbrunnens am Schumannplatz verzögert sich leider noch ein wenig. Hier wurden während der Überprüfung kleinere Risse an der Anlage gesichtet, die erst noch abgedichtet werden müssen. Den Abschluss bildet die Fontaine auf dem Schwanenteich. Diese wird – wie jedes Jahr – erst Anfang Mai in Betrieb gehen.

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

Ein Zeichen der Zuversicht: Kunstwerk aus bunten Eiern lockt

Westsachsen/Werdau.-
Nach einer Zwangspause im vergangenen Jahr darf er nun wieder bestaunt werden: Der Werdauer Osterbrunnen. Am Freitagnachmittag, dem 26. März, wurde er von gut zehn freiwilligen Helfern unterschiedlichsten Alters im Herzen der Stadt errichtet.
Vorbereitet wurde er von Brigitte Tittmann und Helga Kleber. Dazu wurden unter anderem überdimensionalen Eier, die einst vom Bildungswerk der Sächsischen Wirtschaft aus alten Fahrradfelgen gefertigt wurden, neu dekoriert. Eine Woche vor Karfreitag erfolgte dann mit Unterstützung vom Garten- und Landschaftsbau Volkmar Gutsche der Aufbau und die Dekoration vor Ort am Marktbrunnen. Das nötige Strauchmaterial lieferten der Werdauer Waldfriedhof und der Friedhof Leubnitz an.
Voraussichtlich bis zum dritten Aprilwochenende wird der Brunnen nun als kleines aber feines Ausflugs- und Fotoziel zu bewundern sein. Wer die private Initiative zukünftig unterstützen möchte, kann sich an André Kleber, einen der Initiatoren, unter Telefon 0174 7275595 wenden.

Quelle und Foto: André Kleber, Werbemanufaktur Werdau GmbH

26 März 2021

Neuer Partner: GGV Werdau unterstützt Baby-Begrüßungsaktion

Westsachsen/Werdau.-
Am 1. September 2013 startete die Stadtverwaltung Werdau mit der Übergabe von Baby-Begrüßungs-Paketen an Eltern und Kinder aus dem Standesamtsbezirk des Rathauses. Mittlerweile wurden bereits knapp 1.750 Pakete von den Standesbeamten überreicht. Allein 2020 waren es 126 Stück, weitere 31 in den ersten Wochen des Jahres 2021.
Die Idee selbst stammt vom ehemaligen Oberbürgermeister Stefan Czarnecki (kleines Foto) und war im Rahmen der Diskussionen über ein Begrüßungsgeld für Neugeborene entstanden. „Das Problem mit Bargeld ist, dass es binnen weniger Tage aufgebraucht wird. Wir wollen Kind und Eltern aber einen größeren, zielgruppengerechten Nutzen geben“, so der Familienvater im Jahr 2013. Aufbauend auf den vielen guten Erfahrungen der Vergangenheit basiert das Werdauer Begrüßungspaket auf einer engen Zusammenarbeit mit den Händlern und Unternehmen.
Derzeit unterstützen insgesamt zehn Partner das Konzept, an dem auch Sören Kristensen (großes Foto rechts) weiter festhält. „Die Baby-Begrüßungs-Pakete sind eine kleine aber feine Erfolgsgeschichte, die bislang von ausnahmslos allen Eltern positiv angenommen wurde. Umso mehr freue ich mich, dass wir nun och einen zusätzlichen Partner mit im Boot haben“, erklärt das Werdauer Stadtoberhaupt.
Gemeint ist die Gebäude- und Grundstücksverwaltungs- GmbH Werdau mit Sitz auf der Turnhallenstraße. Das Unternehmen vermietet insgesamt 1.545 Wohnungen und Gewerbeeinheiten in 160 eigenen Objekten. Außerdem werden 450 Einheiten anderer Eigentümer betreut. „Der Slogan ‚Willkommen daheim‘ ist für uns weit mehr als ein Spruch. Er ist die Kernaussage einer Philosophie, mir der wir nun auch die Baby-Begrüßungs-Pakete unserer Heimat bereichern wollen“, erklärt Geschäftsführerin Ines von Müller (großes Foto links). Und so befindet sich im Päckchen künftig auch ein Willkommens-Lätzchen, für das sich Ines von Müller auch aus eigener Erfahrung entschieden hat. „Es gibt einige wenige, nützliche Dinge, von denen man als Eltern nie genug haben kann. Lätzchen gehören da definitiv dazu“, ergänzt die Unternehmerin mit einem Augenzwinkern.
Bislang erfolgte die Anschaffung von insgesamt 2.000 dekorativen und hochwertigen Pappkartons im Werdau-Layout, die durch die Eltern für das Kind individualisiert und später mit Zeichnungen, Fotos und anderen Erinnerungen gefüllt werden können. Das Layout und die Produktion organisierte die Werdauer Firma Werbung und Druck Dahmen auf der Mühlenstraße. Die Sparkasse Zwickau beteiligt sich von Anfang an als Premiumpartner maßgeblich an der Finanzierung der Baby-Begrüßungs-Pakete.
Die Füllung, bestehend aus Gutscheinen und kleinen Geschenken, stammt von verschiedenen Einzelhändlern und Unternehmen aus dem Werdauer Stadtgebiet und Fraureuth. Damit sind die Kartons gut gefüllt. Die Geschenke von Facheinzelhändler und Unternehmen stoßen auf ein meist gutes Echo. Viele Gutscheine werden jedoch oft erst im Laufe der Jahre in Geschäften eingelöst.


Quelle und Foto: André Kleber, Werbemanufaktur Werdau GmbH

25 März 2021

Zwickauer MdB übernimmt Vorsitz im Rechnungsprüfungsausschuss

Berlin/Westsachsen/Zwickau.- Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat den Zwickauer Bundestagsabgeordneten Carsten Körber (CDU/Foto) in seiner gestrigen Sitzung einstimmig zum neuen Vorsitzenden des Rechnungsprüfungsausschusses gewählt. Der 41-jährige übernimmt damit den Vorsitz von seinem Kollegen Axel E. Fischer. Körber dankte Fischer für die bisherige, gute Zusammenarbeit und den Mitgliedern des Haushaltsausschusses für das in seine Person gelegte Vertrauen.
Der Rechnungsprüfungsausschuss ist ein Unterausschuss des Haushaltsauschusses. Während der Haushaltsausschuss für den Bundesetat und die Bewilligung der Haushaltsmittel für die Bundesregierung zuständig ist, prüft der Rechnungsprüfungsausschuss die Haushalts- und Wirtschaftsführung des Bundes und bereitet die Entlastung der Bundesregierung durch den Bundestag vor. Grundlage der Arbeit des Rechnungsprüfungsausschusses sind die jährlichen Bemerkungen des Bundesrechnungshofes.
Weitere Informationen finden sich auf der Internetseite der Badischen Neuesten Nachrichten: https://bnn.de/nachrichten/politik/wechsel-im-bundestag-carsten-koerber-folgt-auf-axel-e-fischer-bei-ausschussvorsitz.

Quelle und Foto: CDU/Carsten Körber

24 März 2021

Ausstellung digital: Spannende Infos zu Künstlern und Werken via App

Westsachsen/Zwickau.- Groß ist das Fernweh und die Sehnsucht - nach Sommer, Sonne, Italien oder dem Dolce Vita. Die Ausstellung „Italiensehnsucht! Auf den Spuren deutschsprachiger Künstlerinnen und Künstler 1905-1933“ (geplante Ausstellungsdauer: 27. März bis 30. Mai) in den KUNSTSAMMLUNGEN ZWICKAU Max-Pechstein-Museum nimmt mit auf die Reise in „das Land, wo die Zitronen blüh’n“. Man entdeckt nicht nur die Orte Italiens – die Fischerorte an der ligurischen Küste oder am Golf von Salerno, die großen Städte wie Florenz, Venedig und Rom – sondern auch ganz viele verschiedene künstlerische Temperamente und die Art, wie sie Italien für sich wahrgenommen haben. Die Ausstellung vereint rund 80 Gemälde, Fotografien, Papierarbeiten und Skulpturen von Künstlerinnen und Künstlern zwischen 1905 und 1933 – u. a. von Ernst Barlach, Adolf Erbslöh, Erich Heckel, Carlo Mense, Gabriele Münter, Walter Ophey, Max Pechstein, Hans Purrmann, Anita Rée und Karl Schmidt-Rottluff.
Da das Museum derzeit geschlossen ist, wird die Ausstellung mit digitalen Aktionen begleitet. Dazu zählen ein 360-Grad-Rundgang, Videos zu „Lieblingsbildern“, eine App mit Quiz und natürlich: ausgewählte Werke.
Mit Italien verbinden sich seit Goethes berühmter Reise südliche Sehnsuchtsbilder, die viele Künstlergenerationen magisch anzogen. Es galt, antike Schätze, geschichtsträchtige Städte und eine sonnendurchflutete Mittelmeerlandschaft zu erkunden. Vielfältig waren die kulturellen Anregungen, überwältigend das südliche Lebensgefühl. Unzählige Kunstwerke in den Kirchen, Palazzi und Museen lockten in das Land jenseits der Alpen: In Florenz ließ sich die Kunst der Renaissance studieren, die Zauberstadt Venedig faszinierte durch seine Lage in der Lagune und Rom beeindruckte als macht- und prachtvolles Zentrum der katholischen Weltkirche. Die Mittelmeerlandschaft, das glitzernde Wasser, das gleißende Licht, die exotische Vegetation faszinierten gleichermaßen. Neben Paris, das zu Beginn des 20. Jahrhunderts zur maßgeblichen Inspirationsquelle für die junge Künstlergeneration avancierte, blieb Italien begehrtes Reiseziel, etwa für August Macke und Max Pechstein. Künstler wie Ernst Barlach oder Karl Schmidt-Rottluff kamen als Stipendiaten an die deutschen Künstlerhäuser, die Villa Romana in Florenz und die Villa Massimo in Rom, und konnten das Land auf diese Weise für sich und ihr Schaffen entdecken.
Derzeit müssen die KUNSTSAMMLUNGEN leider geschlossen bleiben. Das Haus hat daher digitale Angebote entwickelt, die ab Samstag, dem 27. März unter www.kunstsammlungen-zwickau.de genutzt werden können. Dazu zählen ein 360-Grad-Rundgang, Videos der Kuratorinnen und Mitarbeiterinnen des Museums zu ihren „Lieblingsbildern“, eine App mit Quiz und ausgewählten Werke, versehen mit Hörtexten. Mit Ausstellungsbeginn fließen jede Woche neue Bilder und Kreativangebote ein. Der 360-Grad-Rundgang durch die Ausstellung ersetzt zwar nicht die persönliche Begegnung mit den Kunstwerken, bietet aber einen anschaulichen Einblick in die Ausstellungsräume. Ergänzt wird der virtuelle Rundgang durch Zoom-Effekte, Videos, Hör- und Textstationen. Verschiedene Malvorlagen, Suchbilder sowie weitere spielerische Angebote laden zum kreativen Entdecken der Italien-Bilder ein. Die neue Challenge in der App MuseumStars „ITALIENSEHNSUCHT?“ bietet eine abwechslungsreiche Entdeckungsreise nach Bella Italia, mit spannenden Infos zu Künstlern und Werken sowie kniffligen Quiz- und Schätzfragen. Die App MuseumStars steht zum Download in allen App-Stores zur Verfügung. 

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

23 März 2021

Das DDR-Unrechtssystem: In Zwickau lebt es weiter und breitet sich aus

Westsachsen/Zwickau.- „Wenn ich Ihren Fall übernehme, dann kann ich gleich meine Koffer packen und 500 Kilometer weit weg ziehen. Ich lege mich doch nicht mit der Stasi und der Mafia an!“ 

„Sie müssen doch verrückt sein, morgen dorthin zu gehen! Ich komme nicht.“ 

„Die ganze Schweinerei geht von Zwickau aus.“ 

Wer nicht Teil der alten Stasi-Seilschaften ist, linksradikale Ansichten vertritt oder dem kriminellen Netzwerk innerhalb der Justiz angehört, hat kaum eine Chance auf ein faires Gerichtsverfahren.

Die Medien mischen kräftig mit. „Freie“ Presse, ARD, RTL und ZDF übernehmen gern die Fakeberichte von Frank Vacik.

Diese Politiker waren oder sind in der Pflicht, diesen Zustand zu beenden:


Christine Lambrecht, Christoph Scheurer, Pia Findeiß, Katja Meier


19 März 2021

Die Luft ist raus bei „fridays for future“: Viel Platz für den Mindestabstand

Westsachsen/Zwickau.- Lange war von den „fridays for future“-Organisatoren die Werbetrommel gerührt worden, dass es am 19. März um 15 Uhr endlich wieder losgehen sollte. Auch das Regionalblatt „Freie“ Presse hatte sich mit großem Eifer an dieser Vorankündigung beteiligt. Tatsächlich erschienen zu der nachmittäglichen Veranstaltung auf dem Zwickauer Hauptmarkt jedoch lediglich etwa 30 bis 40 Personen, größtenteils wohlstandsverwöhnte Jugendliche, die von Erwachsenen im Auto zu der Inszenierung gefahren worden waren. Nach rund 30 Minuten trieb es die Demonstranten wegen einsetzendem Schneefall schon wieder nach Hause.
Die selbst ernannte „Protestbewegung“, die angetreten ist das Weltklima für uns zu retten, leidet zurzeit gleich unter mehreren Schwierigkeiten. Zunächst dürfte der Neuschnee kurz vor dem Frühlingsbeginn kaum die passende Kulisse für hysterische Mahnungen vor einer nahenden Klimakatastrophe bieten. Für professionell agierende Klima-Aktivisten ist dies kein neues Problem. Man spricht hierbei vom sogenannten Al Gore-Effekt. Auch die anfänglich gern benutzte Bezeichnung „Schulstreik“ verfängt aufgrund der Tatsache, dass Schule unter den derzeitigen Bedingungen im Zuge des Seuchenschutzes ohnehin nur noch sporadisch stattfindet, kaum noch. Wer nicht in die Schule gehen möchte, kann dies mittlerweile auch ohne die Teilnahme an „fridays for future“ unterlassen.
Die allzu plumpe Staatsnähe dieser „Protestbewegung“ macht sie für intelligente Jugendliche außerdem in zunehmendem Maße unattraktiv. Die Tatsache, dass sowohl die Bundeskanzlerin als auch ein Großteil ihrer Funktionseliten für derartige Protestaktionen schwärmen, verleiht „fridays for future“ den nur allzu markanten Geruch einer von linksextremen (erwachsenen!) Polit-Akteuren inszenierten Schülerbewegung, bei der man naive Jugendliche lediglich als Stichwortgeber für die eigene Agenda instrumentalisiert. Ein Manöver, mit dem immer weniger Jugendliche etwas zu tun haben wollen.
Das martialische Polizei-Aufgebot, wie es montags zur mutmaßlichen Einschüchterung der Kritiker der Corona-Maßnahmen eingesetzt wird, fehlte am Freitag freilich wie erwartet. Auch dies unterstreicht für den kritischen Betrachter die oft geleugnete Staatsnähe derartiger Inszenierungen. Schlussendlich ist es natürlich auch die allgegenwärtige Corona-Panik als solche, die das Interesse an den selbsternannten Klimarettern dahinschmelzen lässt.
Seit es in den Mainstream-Medien nur noch ein einziges Thema zu geben scheint, haben es die vormals medial verwöhnten Klima-Jünger immer schwerer, ihr Anliegen an den Mann zu bringen. Dies zeigte sich auch an diesem Freitagnachmittag vor Ort in Zwickau. Da die Innenstadt aufgrund der Lockdown-Maßnahmen und erneuter Geschäftsschließungen weitgehend einsam und verlassen ihrem Verfall entgegendümpelt, gibt es auch keinerlei Laufkundschaft für die Hiobsbotschaften pubertierender Klima-Aktivisten. Dennoch hatten die Organisatoren im Vorfeld dazu aufgerufen, während der Veranstaltung unbedingt Mund-Nase-Bedeckungen zu tragen und den vorgeschriebenen Mindestabstand zu wahren. Dieser fiel dann mangels Beteiligung sogar größer aus als eigentlich notwendig. Neben der Rettung des Weltklimas möchte man künftig auch noch bei der Senkung der Corona-Zahlen mitwirken.

Fotos: Webcam mit Zeitstempel / Stadtverwaltung Zwickau

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Ausstellung: Fernweh und regionale Impressionen auf Bildern

Westsachsen/Werdau.- Gerd Michael aus Steinpleis zeigt der Öffentlichkeit im Werdauer Rathaus Urlaubsimpressionen in Acryl. Zu sehen sind Landschaften am Gardasee, aus der Toskana und aus den Niederlanden. Auch besonders schöne regionale Sehenswürdigkeiten wie die Göltzschtal- und Elstertalbrücke, das Werdauer Rathaus, die Burg Schönfels sind in der Ausstellung zu finden. Eine Farbpalette, Pinsel, Stifte und persönliche Skizzen bzw. Vorlagen runden die Ausstellung ab. Seit 25 Jahren beschäftigt sich Gerd Michael mit diesem Hobby und stellt seine Werke auch regelmäßig in der Kleinen Galerie der Werdauer Stadthalle „Pleißental“ aus. Die Bilder können bei Anfrage käuflich erworben werden. Die aktuelle Ausstellung soll bis etwa Ende Mai gezeigt werden.

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Werdau

18 März 2021

Kommende Woche startet die Frühjahrsbepflanzung

Westsachsen/Zwickau.- Am kommenden Dienstag starten die Mitarbeiter des Garten- und Friedhofsamtes mit der diesjährigen Frühjahrspflanzung. Bepflanzt werden zunächst die Blumenkübel und Hochbeete in der Innenstadt und am Bahnhofsvorplatz. Gleichzeitig erhalten die Balkonkästen und der Eingangsbereich am Rathaus eine farbenfrohe Frühjahrsbepflanzung. Zum Einsatz kommen Narzissen, Primeln, Schöterich und Stiefmütterchen. Sollte das wechselhafte nasskalte Wetter noch anhalten, stellt das für diese Pflanzen kein Problem dar, denn sie halten kurzzeitige Kältephasen schadlos aus.
Insofern es die Witterung zulässt, erfolgen dann auch die Frühjahrspflanzungen auf den städtischen Friedhöfen. Hier werden überwiegend Stiefmütterchen in verschiedenen Farben in die Erde gebracht. Im Park Neue Welt wird eine bunte Mischung aus Tausendschön den beginnenden Frühling einläuten. Auch der Wassergarten in Niederplanitz erhält frühlingsfrische Farbtupfer. In den hier befindlichen Pflanzflächen sind Stiefmütterchen und Tausendschön in den Farben Orange, Dunkelblau und Weiß/Rot vorgesehen. Mit der Bepflanzung der 4 Beete am Platz der Deutschen Einheit wird die Frühjahrspflanzung abschließen. Hier sollen Tausendschönchen und Stiefmütterchen in den Farben Rot, Weiß und orange/dunkelblau die Rabatten zieren.
Aufgrund der gegenwärtigen Witterung kann es möglicherweise zu Verschiebung einiger Pflanztermine kommen. Das betrifft insbesondere die Flächen Am Wassergarten in Planitz und am Platz der Deutschen Einheit im Stadtzentrum. Die großflächigen Beete sind besonders anfällig bei nasser Witterung und müssen erst gründlich abtrocknen. Bis spätestens Ende März – und somit pünktlich vor Ostern - sollten aber die über 26.000 Pflanzen im Boden sein und für ein frühlingshaftes Stadtbild sorgen. Zum Einsatz kommen 16.500 Viola (Stiefmütterchen), 8.400 Bellis (Tausendschön), 600 Myosotis (Vergissmeinnicht) und 600 Erysium (Schöterich). Die Kosten für die Frühjahrsbepflanzung betragen ca. 10.000 Euro.

Quelle und Fotos: Stadtverwaltung Zwickau