Montag, 11. November 2019

Von der friedlichen Revolution zur Deutschen Einheit

Bad Elster.- Die Kultur- und Festspielstadt Bad Elster bietet auf ihrer historisch einzigartigen „Festspielmeile der kurzen Wege“ im Jahresverlauf vor allem große Festivalreihen und verschiedenste Themenschwerpunkte, die Gäste aus nah und fern zu einem erlebnisreichen Aufenthalt in Kombination aus Kultur und Erholung in die europäische Musik- und Bäderregion einladen. Anlässlich der friedlichen Revolution in der damaligen DDR und dem Fall der Berliner Mauer vor 30 Jahren gedachte Bad Elster in einer erfolgreichen Gedenkwoche diesen historischen Tagen im Herbst 1989 mit speziellen kulturellen Angeboten und einem facettenreichen Veranstaltungsprogramm, wobei am vergangenen Freitag in der Galerie des Königlichen Kurhauses Bad Elster nun auch eine sehenswerte, zeithistorische Ausstellung eröffnet wurde.
In Kooperation mit dem Deutsch-Deutschen Museum Mödlareuth zeigt Bad Elster dabei eine aktuelle Ausstellung der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur „Von der friedlichen Revolution zur Deutschen Einheit“. Die Ausstellung wirft Schlaglichter auf die Jahre 1989 / 90. Sie erinnert an den Protest gegen die Fälschung der DDR-Kommunalwahlen, an die Fluchtbewegung im Sommer, die Massenproteste im Herbst und den Mauerfall, welche die SED-Diktatur in die Knie zwangen. Sie berichtet von der Selbstdemokratisierung der DDR, der deutsch-deutschen Solidarität und den außenpolitischen Weichenstellungen bis zur Wiedererlangung der Deutschen Einheit. Autor und Kurator der Ausstellung ist der Berliner Historiker Dr. Ulrich Mählert, der den Arbeitsbereich Wissenschaft der Bundesstiftung Aufarbeitung leitet. Im Zuge des Wendejubiläums wird diese sehenswerte Ausstellung in Bad Elster exklusiv mit Fotos von den Grenzöffnungen in der Region aus dem Herbst 1989 und dreidimensionalen Objekten aus der Sammlung des Deutsch-Deutschen Museums ergänzt. Zwei Pultvitrinen und eine Installation zeigen dabei einen Bruchteil der über 14.000 inventarisierten dreidimensionalen Objekte des Sammlungsbestandes, u.a. ist in Bad Elster das Modell einer Antipersonenmine und ein Beispiel einer Selbstschussanlage ausgestellt. Dazu vervollständigt die Filmdokumentation „Alltag an der Grenze“ am Beispiel des geteilten Dorfes Mödlareuth den regional-historischen Kontext. Die interessante Ausstellung kann nun noch bis zum 31. Januar 2020 jeweils Montag bis Freitag von 9.00 bis 17.00 Uhr sowie zu den Veranstaltungen im Königlichen Kurhaus Bad Elster besichtigt werden. Der Eintritt ist frei. www.chursaechsische.de

Foto: Harald Kirschner