Donnerstag, 18. Juni 2020

Hoch spezialisiertes Team erforscht seltene Krankheiten

Westsachsen/Werdau.- Arachnoiditis und Tarlov-Zysten – zwei genauso seltene wie schwerwiegende Erkrankungen, von denen wohl nur die wenigsten schon einmal gehört haben. Tatsächlich erkranken gerade mal eine von 20.000 Personen. Leider ist das jedoch auch der Grund, warum Forschung und Heilungsaussichten für Patienten bislang nur in den Kinderschuhen stecken.
Das zu ändern hat sich ausgerechnet eine Organisation aus dem westsächsischen Werdau auf die Fahnen geschrieben: Die Vigdis Thompson Foundation. Auf der August-Bebel-Straße im Herzen der Pleißestadt beheimatet, widmet sich das kleine aber hoch spezialisierte Team der Erforschung, Etablierung und Publikation neuer Erkenntnisse über diese Erkrankung des Rückenmarkes und baut derzeit das erste weltweite Register darüber auf.
Forschen und damit die Voraussetzung schaffen, zu heilen inmitten der Stadt Werdau - Wie kann man sich das vorstellen? Patienten aus der ganzen Welt finden die Stiftung über das Internet und senden ihre medizinischen Daten. Zwei hauptamtliche Mitarbeiterinnen, Kathleen Gebardt und Sandrina Walther, bereiten diese Daten so auf, dass sie von einem ehrenamtlich arbeitenden Ärzteteam ausgewertet werden können. Mit dieser Aufgabe sind federführend der Neurochirurg Prof. Dr. med. habil. Jan-Peter Warnke und Chefärztin Dr. med. Angelika Klammer betraut. Ziel ist es zu verstehen, wie es zu dieser Erkrankung kommt und welche Wege der Behandlung es gibt.
Finanziert wird die Vigdis Thompson Foundation – benannt nach ihrer selbst erkrankten Stiftern aus Norwegen – durch die großzügige Unterstützung der HEAD-Genuit-Stiftung sowie viele privaten Spenden. Nähere Informationen über die Arbeit der Stiftung findet man unter www.vigdis-thompson-foundation.org.
Auf dem Bild: Neurochirurg Prof. Dr. med. habil. Jan-Peter Warnke gemeinsam mit den hauptamtlichen Mitarbeiterinnen, Kathleen Gebardt (rechts) und Sandrina Walther (links) von der Vigdis Thompson Foundation.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Werdau