Donnerstag, 4. Juni 2020

Millionen für Ersatzneubau: Grundsteinlegung in Neuplanitz

Westsachsen/Zwickau.- Am Donnerstagvormittag nahmen zahlreiche Vertreter aus Landes- und Kommunalpolitik an der Grundsteinlegung für den Neubau der Sprachheilschule „Anne Frank“ in Zwickau-Neuplanitz, am Ort der ehemaligen Hans-Beimler-Schule, teil. Unter Anleitung von Baubürgermeisterin Kathrin Köhler versenkten einige Schulkinder hierbei eine Zeitkapsel im frisch gegossenen Fundament, die sie vorher mit ihren Wünschen und Ideen gefüllt hatten. Auch der eingefleischte  Neuplanitzer Sven Georgi, der die Wählervereinigung Zukunft Zwickau im Stadtrat vertritt, nahm an der Veranstaltung teil. Er begrüßt den Neubau der Sprachheilschule, welche schon in ihrer vorherigen Form ein fester Bestandteil von Neuplanitz gewesen sei. Vor allem auch  im Hinblick auf den andauernden Einwohnerschwund, der vor allem in diesem Stadtteil zu spüren ist, sei jedes neue Lebenszeichen zu begrüßen.  Dieser Schwund wurde auch während der Grundsteinlegung nur allzu deutlich, als nur einen Steinwurf weit entfernt Bagger gerade die Trümmer des frisch abgerissenen ehemaligen Hochhauses an der Neuplanitzer Straße zur Seite räumten (Foto).
Im Schulneubau können künftig zwölf Klassen mit fast 170 Schülerinnen und Schüler unterrichtet werden. Der Rohbau soll schließlich im Mai 2021 abgeschlossen sein. Es folgt der Innenausbau, die Ausstattung sowie die Freiflächengestaltung. Die Übergabe an den Nutzer ist schließlich im Sommer 2021 vorgesehen. Die Gesamtkosten sind mit rund 6,9 Mio. Euro veranschlagt, davon erhält die Stadt Zwickau mehr als 2,7 Mio. Euro aus dem Förderprogramm zur Verbesserung der schulischen Infrastruktur im Freistaat Sachsen (Budget „Sachsen“). Geleitet wird das Bauprojekt vom städtischen Liegenschafts- und Hochbauamt.
Auch von den Anwohnern scheint der Neubau mehrheitlich begrüßt zu werden, einzig die Namensgebung der Sprachheilschule empfinden etliche Neuplanitzer als zu rückwärts gewandt und für eine Einrichtung, in der sich Kinder wohlfühlen sollen, nicht sonderlich lebensbejahend. Baubürgermeisterin Köhler bemühte sich hingegen sichtlich, Optimismus für die Zukunft zu versprühen.
Nach einigen kurzen Worten ging die örtliche Politprominenz später zum gemütlichen Teil über und ließ es sich beim vormittäglichen Sektempfang und leckeren Schnittchen gut gehen. Baubürgermeisterin Köhler, die im Herbst für das Amt der neuen Oberbürgermeisterin kandidieren will (WSZ berichtete), entschied sich derweil lieber für einen Kaffee.

Quelle/Foto oben: Stadtverwaltung Zwickau
Text/Fotos (2): Torsten Graßlaub